Kasseler Neueste Nachrichten
Hessische Abendzeitung
Kasseler Abendzeitung
S. Jakrgarr-.
Mittwoch, 27. A«g«st 1919.
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Nummer 223
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Set Papst gegen den Kommunismus.
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Reue Lohnssrderrrnq
fttr bo8 WinrerhalbjaHr tu» ttijbreil.’i. Tit Rorbtruttflcn werd«, damit bt» grürobrt, daß bu von btt StaaiSregierung zu-
Vorbereitungen für die LoStrennnng.
Lndwigshafe«, 26. August. (Eigene Draht- melbun«.) Seit einiger» Tagen findet ein neuer Transport fron*. Truppen nach bet Rheinpfalz In größerem Umfang statt. Die meisten bisherigen Garnisonen wurden beträchtlich verstArlt. Zahlreiche neue 6jer«ifencn wurden eingerichtet. Allein im Bezitt Speyer, dem Hanp stq der Abtrennnngsbewegung, erhielten 16 weitere Ortschaften TruppeMelegnngsn.
An Brief Mlows.
lieber ixe Ursachen des WelttriegS.
Rach dem Erscheinen des Buche- .Betrach- stmgen zum Weltkrieg- vom ehemaligen Reichskanzler von Bethmann-Hollweg hatte
der Mei allen ®.
Die gestrige Mitgli edervt sammlung der T.'Nischen Demokratischen Partei in Kastel stand unter dem Girtbrud der Kunde
tw tefleln Kauft* Statt rUfctee rrfd,rixai *>64aUtttt lat «mal m» pe« a »*»« tut «bcwBttnentSertU bettigt wovoti 1 JO Start bei freia 8*fite«*| W ft** BefltSungai roertun ttbttjto een bet «rtttiftOfleCe ob« bei toten entgegengenommex. iruderet, »trtag imb Rebettton. e<6ta<ttwmra»e 28/30. «am erlangt ttngetaibtt ecurfigr tarnt bte Mebattton etm SvtrnntioOrtung ober «ewühr » tetaetn ? alle übentebmet Rüctjattrag bei SeMurfgelbe» oberSlntprOdje wegen enoaipetn<*terttnraa#.m86lgocota«nmg cnegiftStofTen.
Verbot politischer Versammlungen.
Saarbrücken, 26. August. (Eigener Draht, bericht.) Avis Beseht des Obersten Verwalte- des Saargsbietes ist cS jeder ntdyt im Saarge- viet ei Fs men Person künslfg verboten, rvgend einer politischen oder Arbeiter. Versammlung inmerhaiib des Saaogebi^es deizuteohnen Die französische Verwaltung Has im Saargebiet den Grundstücksverkehr freige- asbm, dagog«-n müssen nach nwe vor sämOche Wohnungen dem mift'-iri'ch.'n Dohnemgsmrt anaemefbet werden und dürfen erst bet Verzicht auf fvanFöfische Bcsetzunig vermietet werden
Sie Kammmiften.
Aqttation gegen die Regiernng.
tPrivat-Telearamm.)
Berlin. 26. August.
Di« kommunistische Partei Deuts-tlinds ruft in Rundschreiben cm ihre Ortsgruppen zu einer allgemeinen Aktion der deutschen Kommunisten gegen die ZwaugKschließunq des Brr- rincr VollzugsrateS durch bte Regierung auf.
Basel, 26. August.
Rack amerikanischen Stättcrn befaßte sich der japanische Minstcrrat in Tokio mit der Schan- tungsrage. ES herrschte große Erbitterung. ES wurde betont, daß Japan unnachgiebig bleiben müsse. Man rechnet in japanischen Kreisen mit einem Konflikt mit den Bereinigten Staaten und erwartet in Kürze den Abbruch der diplo. malischen Beziehungen.
Wiederaufnahme der Arbeit
BreSlan, 26. August. (Eigener Drahtberscht.) lieber die ArbeitS'age wird gemeldet, daß die Mehrzahl der Ausständigen die Arbeit wieder aufgenommen hm. In den meisten Revieren sind die Arbeitswilligen bis zu achtzig von Hundert wieder eingesahren.
Spannung gapan-Bmerila.
Man erwartet Abbruch der Beziehungen.
(Privat-Telcaramm.)
jeferitoutonUe ®N tebengetaaltrtt 8*«t ftr «tebetmtf*« «nchan» » Mll. Mr M. wLrtta« nneetgta 3S vt SettamejeiU Mr «tebamtftae Stf4<Ute 76 W. fite «eAeäTttgt ®tfd»ättt I Ml . «wtach« HtUagta werdM ei« 4 Mark pro Zaufenb brrrcha«, «IM nU 60*i„ re*rnctg«.8nfd>lag. Btt Oobermtmtm« oo« Knettgen auf tel-ptz. 33eg« rotte hte bar» Wer Sero et gerufene znrtnntr t einerlei Haftung übemo amen. Jür bte «aknadme oonHiyetgen an bemannten Zage* ober eilet* Wttb feüw ®eroäbr geleiltet DekchLNrNells »Mntfcbe Str. 5.
Sie Lage.
Oberbürgermeister Kochs FraktiouS bericht. Sine Ehrung für Friedrich Naumann.
Kassel, 26. August.
Sberschlesien.
Lloyd George über die Bolksabstjmnmng.
tEigene Drahtmeldung.)
Rotterdam, 26. Awgust.
Im Unterhmffe teilte am Freitag Lloyd George mit, daß Oberschlcflen nur im Wege der Volksabstimmung Deutschland oder Polen zuzuteilen setz Die Schaffung vollendeter Ta'- fachen würde England nicht zugestehen. Die Sicherstellung der Kohlenförderung werde von den Alliiertenzur Zeit erwogen.
Reue Bohrungen nach Kohlen.
Ludwigshafen. 26. August. (Prßvost-Äe- Ctomm.) Die KohbenboHrungen in der Rhein- Pfalz werden in must-NKre cher Weise vorge- U'»mmen wenden Im Aufchluß au twe dem bah-rischen Staat deaSfichiitzten KohkenboHrun- gen des Ostertates werden «rch bk fett Jahrzehnten sM wogenden ldoftkenavubeii vm Lausertal wieder in Betrieb aenonuuen. Auch in- uerhald des Saarstvates bei Sankt Wendel hat man Brchrverfttche wieder unternommen.
leistete, kann nicht «ntergeh.m. stvie war eut Volk verloren, das an sich selbst und seine Zukunft gkaudte. TuS deutsche Dost wird wicht unterer elften, wenn eS seine national« ©hiftett aufrecht erhalt und de« Glauben an sich selbst nicht verliert.'
8m besetzten Gebiet.
Schärfere Bewachung der Zollgrenze.
(Privat-Telegramm.)
KmckSnche, 26. AuMst.
Dämtllche schwarzen B-efatzungStruppen tot Kehler Brückenkopsgsbier wurden zurückgezo- gen und nur noch wttße Franzosen veribkuben dort. Die U eb erw achung der Grenz« vom besetzten ins mibesetzte Gebiet wurde jettens der Frauizdsan verschärft. Es ist eine größere Anzahl Z-ollwSchter atufgLboten, um die ins unibc setzte Gebiet reisendcn Psrsumsn auf das Mitführen zollpflichtiger Ware« zu kontrollier en
Die Ententekommisfio«.
Breslau, 26. August. (Privattelegramm.) DieBeratungen zwischen den Breslauer Regierungsstellen und der Ementelommission sind nach dreistündiger Taner zu Ende geführt worden. Die Eutenttvertreter belschränkten sich hauvtsächttch auf bk Entgegennahme der Referate. Der RÄchskouwmffar H ö r s i n g legte in längeren Ausführungen die U r so ch e n der Oberschtesischen Unruhen und OtreikS dar. Rach dem Retzhskounwffar sprach Ltaior Westeeberg, der Chef des Stabes der Reichswehrtruppen. Er stellte die Teilnahme polnischer regulärer Truppen an den Kämpfen fest und setzte nochmals auseiuamder, daß eS sich bei den Polen um Wohl durchdacht« und wohl gelettere Pläne gebandelt hab« Roch Beendigung oer ‘-’ie*:-- Ksf? bedankte sich der Leiter der Kommission Oberstleutnant Widbury für dir ihnen erteilte Informationen und erklärte, daß sich di« Kom- Mission noch Gleiwitz begeben werde. Er brachte ebenso wie Hör" zum Ausdruck, daß tr bedauere, daß nicht polnische Vertreter
an den BesprechlMgen «nommen haben.
■ Die Anruhen dauern an.
Kaftowitz 26. August. (Privattelegramm.) Die Unruhen in Muflowitz und Umgebung dauern fort. In der nächsten Nähe der Stadt Myfsowitz. an der Dreikaiserecke, spielen sich wilde Kämpfe ab. Derttsche Pan-.erzüge treten in Tätigkeit und nehmen die Schlupfwinkel der Banden unter Feuer. Keineswegs kann von Ruh« in Oberschlesien gesprochen werden. Cs werden weiterhin von Polen ave Mittel versucht, um die polnischen Elemente zu ermutigen.
FranzSfische Besorgnis.
Genf. 26. August. (Priixrtteregramm.) Die frmtzSsische Presse legt ein« mwerliohlen« Benn, ruhiguna an den Tag angesichts deS Beschlusses der Auslandskommifsion deS Nordamerikanischen Senats, den Friedensvertrag nich» unverändert anznerkennen. Die Zeitungen befürchten, daß, wenn Favan dos Kiauffchauqebiet niwt an Chino zurückgebe, werde Amerika den ganzen Friedensvertrag gefährden.
Keine Roten-Abstemvelnug.
Beratung anderer Maßnahmen.
Berlin, 26. August (Prtoat-Telegramm.) Nachdem di« Beratnngen vneS großen Sachverständigenkreifes im Reichsfinanzministerium die einmütige Ablehnung der bisherigen Rotenumtaufchpläne ergeben ha- ben. dürfte die Bildung einer Heinen Kommission an« den Kreisen der SachverstSndiaen. lus- befvrder« der Bankfachleute, bevorstehen, di« über weiter« radikale Maßnahmen gegen di« Kapitalflucht beraten sollen.
________ ________ ________ Berlin, 26. August. (P-rÄmttÄegramm.) Der nun u» <>v«u. Mr wären aber unserer Per- deuffche Etsendahuerverbrmd Hot durch svinm gangercheit nicht würdig, wenn Wir an der Zu- Borsttzenden bet Staa^srcgiemng neuerftchr Hmf‘ der Ration tzetvwokfÄten. Dir PM, vast Forderungen nach einer ausretchenven
Der P'vst gegen KommnnMen.
Berkin. 26. Aumtst. (Telearchthische Mel- düng.) Ter Mailänder „Avanti" verzeichnet daS Gerücht, der Papst werde demnächst eine Enzyklika gegen den Kommunismus und gegen die revolnlionär -sozialistischen Bestrebungen erlassen. Anverdem beabsichtiat man ft, pänsttich-n Kr-'sen. in der imn,en Welt eine große Bereinigung der Fabrik- mtb Landarbeiter tu gründen. Die Mttel da tu sollen ans Amerika kommen.
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Per SiienbaimweieU.
Bevorstehende BerkehrSeinscheänkung.
(Eigene Drahtmelbung.)
Berlin, 26. Awgust.
Zu den bevorstehenden Etnschrünkungen im deutschen Eisenbahnverkehr als Folge des anhaltenden K«'<enmangelS erfahren wir, daß mit Beginn deS W-nterfeiu-Plaues mehr als ein Viertel der bisherigen Züge in Fortfall kommen werden. Gewisse Einschränkungen sollen schon Anfang Sep ember beginnen.
vonFriebrichRaumonnSTod. Vor der starken Versammlung, bte sich von den Plätzen -r hob en ftatte, wüd-m.ft« Postms^ektor Leineweber dem Porteivorfitzenden, der auch von den politischen Gegnern geachtet wurde, ei« herzlicher Lebewohl und S>abt Dank. Daß er, gelegentlich des letzten Prrtntoaes nicht einstimmig an die Spitze der Partei berufen wurde, geschah aus dem Empfinden heraus, daß dieser allserts rührige Vorkämpfer für ftecheit- liche Entwuklung unseres Vaterlandes bereits an den Grenzen seiner Kräfte cm gelangt war. Die Lebensarbeit eines Friedrich Raumann soll nicht vergelllrch gewesen fein. Nachdem der Redner in einigen Ausführungen über das Ber- fassungswerk hervorgehoben hatte, daß Oberbürgermeister Koch an der Gestaltung dieses Werks in bedeutendem Maße mitgewtrkt hat, und unter lebhaftem Bravo dem Abgeordneten Glückwunsch und Dank für seine Tätigkeit im i VerstrssungSmtsschuß ausgesterlchen hatte, nahm '
Oberbürgermeister Koch
selbst das Wort. Auch er gedachte Friedrich Naumanns Wenn den Bahnen, bte Ncurmarm schon früher gewiesen, gefolgt worden wäre, dann würde vieles besser gewesen fein. AW Prediger m der Wüste forderte er .national fein und so-iol sein" Und daraus .
heute au Auch in der Stunde der Not gilt es, die nationale Würde wahren. $$nut Naumann noch am Schluß seines Lebens erlebt hat, daß eine große, hrnge und frische Partei ibn zu chrem Vorsitzenden gewählt hat. fe rfi das der beste Beweis dafür, daß sein« tstedau- len lanassam aber sicher im Volke Wurzeln ge- sckllageu haben. Daun ging der Lbrrbürge»- meifter auf seinem Bericht über die Lage ei«, der hier, da die Versammlung als Mftglieder- tagunq eine Art vertraul'ch'N Char ikter rrug, nur kur? skizziert sein soll: Eine Möglichkeit schneller wieder emporzukommen, ist nicht gegeben: keine wirtschaftliche Formel ist in der Lag«, ein erschöpftes Winschaftslebnt wieder in bk Höbe jn bringen. Daß jetzt wenigst-nS iriebeT der Ansatz ju einet geordneten Staatsgewalt vorhanden, ist das erste Verdienst der Nattonakverfammlung. Di« zweite große Tat war die Herstellung deS Recht« mrch die Ge- ftattimg deS VerfrssungSwerks. Durch dieses ist daS Deutsche Reich heute fester zum EiuheitS- svaat zusaunnengeschmolzkn als eS je gewesen ist. Am Großen und Gan-en ist dir Verfassung ein Werk, mit dem sich arbeiten läßt. <AuS einer Zwisckunhem-erkung geht hervor, daß her Ober- büraermeifkr vor hat, eine Erläuterung der Versüssung zu schreiben.) Eine weitere schwere Aufgabe war der FriedenSfchlnß. Unsere Unterhändler haben nach ihrer
Rückkehr aus Versailles
erklärt, nicht- habe uns so sehr geschadet, Wit de Mitteilung der Rechtspresse, daß eS den Regierungsparteien mit tibi Nichtunrerz.'ichmtng des Vertrags nicht »rnft gewesen sei. Um der Finanznot zu steuern, mußte die Steuerschraube newallig angezogen werden; immer besser eine Besteuerung, mag sie noch so hart sein, als eine« Staatsbankerott. Fetzt muß so rasch und entschieden als möglich mit der SriegSw irisch ist ibgedaut werden. DaS BeiriebSräte- Gesetz enthält Bestimmungen, die unerträglich sind. Nicht richtig ist lt, Arbeiter and Angestellte in einen Tops zu werfen. Die Angestellten haben recht, wenn sie ihr« getrennte Orgam- sation beibehalten wollen. Betz der Sozialist«, rung kann nur da angefangen werd- u, Ws Werke dafür reif sind. Niemand würde eS beispielSweffe Übelnehmen, wenn die Große Kasseler Straßenbahn kornmnnalistert würde. (Seif. «. Zustimm.) Die rechtsstehenden Parteien haben keine posttwe Arbeft geleistet. Fchr den Vorsitz in der demokratischen Partei kommen nur drei Personen in Betracht: Non- mann, Peterskn und er <Koch). Auf Je Dauer lverden die Demokraten doch genötigt sffn. der Regierung wieder anzugebörm. D'e Rallen net bringt uvS im Winter noch Schwls- rigfriten r^-dkrgletchen Sie kührt auch zur Wohnungsnot. DaS Ausland droht mit der Verwirklichung prarr Forderungen Unter solchen Verhältnissen kommt ei darauf an, daß imwrftaW der Nationalve.-iammlung eine starke Partei vorhondetz ist, Die gerrd: ihren Wer, und im Interesse des Vaterlandes geht. Du Oberbürgermeister schloß unter lebhrftem Be 'all nit der Auffordernng, den Glauben an da? deutsche Volk zu bewahren. Der übrige Teil der Versammlung brachte unter anberm den Bericht rlbot ben demokratischen Parteitag und interne Parteiangelegenheiten. R- H.
vedakteur des .Hamburger Fremdenblattes^ @t» richtet. Der Brief ist sckzon am A. Juni bte» feS Jahres geschrieben worden. Da aber gerade in jenen TÄgen die große Krise der Friedens- ratiftkation die Gemüter erregte, wünschte Fürst Bülow, daß die Veröffentlichung einstweilen unterbleibe. Nachdem iuOvlscheu zahlreiche Aeußerungen von deutschen Staatsmännern, Diplomaten und Militärs durch die Presse gegangen sind und viel Staub ausgewirdeft haben, da mitunter persönliche Interessen damit verquickt wurden, hat Fürst Bülow jetzt die Erlaubnis zur Veröffentlichung seines Briefes gr- gelben. Ter Brief befchästigt sich mir den Beth- mannscheu Buche und zwar hmivtfächlich mit denjenigen Stellen, in betret Bethmmm die Mmtsze.t Bülows kritisiert. Der Anlaß zu den Bul'Mvfchen Veröffentlichungen ist auch tu gewißem Grade der Wunsch zur Nochtfertig-nng, und er widerlegt darin mrmche in dem Buch ausgesprochene Auffassung. Er geht von dem G-f.chispunkte aus, daß es in dieser Zeit der Not und Gefahren ein nativ rnstes Erfordernis fei, die m FeindeslanL ausgestellte Behauptung, al-- ob Deutschlands Eintritt in die Weltpol'.tff ben Keim M«r W«Äsge ydfegt hab«, zu b«° «MtPsw.
Fn seinen „Betrachtungen^ hatte von Bech- mmm auszeführt, daß die VerhÄtniffe, unter bwett er rat We 1909 Reichskanzler wurde, schE hoffnungslos gewesen stEen. v. BWo-rv «rvftat darin einen Versuch v. BeihmannS die Verarrtwonirns für die förei^ S bie fr^ ftere Jett abzuschieben und wetzt drrs ernftcich zurück. Gewiß habe jeder Krisg weit xurüMe- genu-e Uriachen, sagt von Bütow, imb führt fort: Dert dem deutsch^frauEschen Krieg und »em -yranEftlrter Frieden waren unsere Be- «ietotitrren zu Frankreich gespannte. Die Nuch.emeuerung deS Rückversicherungsvertrugs 2^ Ru61a»d nach der Entlassimg des Fürsten Bismarck hatte dte russffch^frrnMrsche Mi-
Mr ttnabanderftchen Folge. Durch unfern der Wiedererrichtung deS Re-.ches war traier Verhältnis zu England s^'.vtenigcr geworden. Weiter führt von Bülow au», daß onrch unsere unffreundliche Haltung a p a n gegenüber nach dem Frieden von Sck^ tapanischen Synchachrn ^gekirUt wurden. Unter Heranziehung von Betsprelen und unter Anführung von Ämtz>- rungen ausländischer Diptemat^ legt er dar dre beutf^ Politck habe ixrdurch rLß ste ej mehrmals an fester nnd ruhiger Zurüchveffmt« frmrder Ungehörigkeiten nnd Drobimaen habe ven Respekt vor Deutschland zum Gel*rnd?t und damit in heu Revmichegelft ermuntert.
'7^ ber Hervkwhssbinvg der von der beut- Som«Ate Fchlm stem Fürst von B-Niwo fest: „Was auch unsere Feieche iaa'n Vwt'f*e®»lk ist, wie feine Ge. ’wf bewe-stz em durch und durch fchchferti- den 43 Jahren, die twisbm^dnn frankfurter Frieden n. sm sz^E dvs Weift DöFer. Franzosen UND Etdsrtmber, Amsv^aner und JiaM.ener, Spanier und Russen kleinere und awßere «riMe geführt. Das derch-che Volk bat, von kolonuÄen ErpEvuen abgesehen, verend dieses ftallben Johrunderts nie das kchwert gezogen. ES hatte keinen mffrichtige- vn Wunsch als m Fvieden seinen Acker zu be- ^n. DaS deutsche VoV bat diesen Krieg abechich mcht geteilt. Kaiser Wikhrlm II. »ar, wie ich aus ewnet Erstchrueig w iß, vurchaus ftirdVet-eUd. Auch mein AmtSnach- folster hat, wie ich gerne anerkenn«, sich redlich >emWt, den Frieden M erhalten Aber die 'okttik ist ein« Kunst trab von ihr gift das Lort eM großen Phitzssvoften. daß der gute Mlle, der in der Moral alles ift to btt Kunst Acht ausrstcht, denn da kommt es «ck das Staun <m.
ES wäre nutzlos, brstveilt« jn wollen daß während der verhänantsvoll«: Wochen vor der steberroichunz des MitznatmnS in Belgrad wie « den kttMch«r Xagen Müffchen dickser De- mavchr und dem WrSbeuch deS Krieges von
Seiten unserer pMMben S*______ ..._____
ofychow.xisck'«. dsplomukische und polmsthe Fehler bedangen worden stud, dir mit Unrecht, mit großam Unrecht, wtfer DE mit dem falschen Schein der Schuld im Kriege Betas’m. Unter diesen Fehlern Haden imr jetzt M leiden, sie dürfen aber nicht als Svmpwme von. Kri-Must hiugestellt werden. Das druffche- Vokk hat in seiner 20Mjäh«rgen Geschichte nrr eine härtere Prüftmg, nie btt»ereve Stunden erlebt als heute. Wir wären Ober unserer Per-
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