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Kasseler Abendzeitung

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Hessische Abendzeitung

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R«Mmer 222

Fernsprecher 551 und 951

Dienstag, 26. August ISIS.

Fernsprecher »1 wate 951

S. Jahrgang.

Erzherzog Josephs Regierung zurüägetrekev

Eme kinsuhriueffe.

Internationale Meffe in Frankfurt a. M.

Neben der wektbekannten Leipziger Meffe er- 5ält Deutschland jetzt eine Meile derartige für den Handel bedeutsame Einrichtung r« Mrankfurr am Main. Ist in Leipzig das Haup4g«vicht auf bi» Ausfuhr gelegt, so WM Frankfurt such der Einfuhr widmen und die Leipziger Meffe ergänzen. Es soll schon jetzt, leie di« Meffe» feihnwt betont, ein späteres Zusammenarbeiten der beiden Städte vorbereitet werden. In der dieser Tage erschienenen .Frankfurter Meßzei- htng* schreibt unter anderm Ludwig Heidings­felder über .die Messe und daS besetzte Gebiet*: , Die Einsubrmeffe wird zeigen, daß der freie deutsche Handel lebt und gewM kst, sich auch unter der neue« Konstellation seinen eige­nen Weg zu, suchen, indem er in unmittelbare Verbindung tritt mit den Ausländern, die auch vor dem Kriege durch engste Handelsbe­ziehungen mit Deutschland verbunden waren. Vieles hat der Krieg zerstört, aber manches hat er auch aufaebaut. Die Handelsbeziehungen mit den Ländern, mit denen Deutschland rm Kriege stand, sind abgerissen. Wohl besteht die Hoff­nung, daß die zerrissenen Mden sich zum gro­ßen Teile wieder werden anlnüpfrn lassen, aber manche Firmen haben während deS Krieges ausgehört zu bestehen, neue sind an ihre Stelle getreten, und der Handel, der wirklich leistungS- fächig sein will, hat die Aufgabe, sich unter den veränderten Verhältnissen wieder die leistungs­fähigsten Geschäftshäuser im Ausland zu suchen. Eine wesentliche Unterstützung werden diese Be­mühungen in der Einfu hrmeffe finden, dir be­rufen ist, ausländische Handelskreise, die den .Handel mit deutschen Firmen austrehmen wol­len, zusrnrmeazustülwen mit den inländischen Kreisen, die ihrerseits Beziehungen nach dem Ausland suchen, und ferner wird die Messe Ge­legenheit geben, die weitgehenden Handelsde- xiehunaen, die während des Krieges mit dem neutralen Ausland angsknüpst worden sind, zu oertiefen und zu erweitern Die Schwierigkeiten, die während des Krieges bestanden haben und auch jetzt noch nicht beseitigt sind, habe« dazu geführt, daß große Geschästsbezi ehungen auf schriftlichem Wege angeknüpft und durchgeführt werden mußten. Feder Kaufmann aber weiß, eine wie lebhafte Förderung die Beziehungen zwischen zwei Firmen durch persönlichen Meinungsaustausch erfahren, und so ist die Messe berufen, eine wichtige Aufgabe zur Der- iiesung des Handels-Verkehrs mit den neutvalen Ttaaten zu erfüllen.

Noch ist dieser Handelsverkehr beschränkt durch Bestimmungen, die zu seiner Regelung fo- wohi von deutschen alS auch von auSWndischen Regierungen erlassen worden sind. Aber es ist zu hoffen, daß nach der endgültigen Ratifizie- ruug des Friedensvertrages durch die dafür vorgesehenen Mächte auch diese Beschränkungen fallen oder auf em Maß zurückgeführt werden, das die freie Beweglichkeit nur wenig beein­trächtigt. Unterdessen hat im besetzten Ge- b i e t sich das Handelsgeschäft ans einer breiten Grundlage entwickelt. Kaufleute auS England, Frankreich und Amerika find in großer Anzahl in das besetzte Gebiet gekommen. Sie haben be- beirtenbe Warenvorräte mitgebracht und haben sie zunächst im besetzten Gebiet abgesetzt, von da haben diese Waren durch deutsche Kaufleute ihren Weg in daS unbesetzte Gebiet gefunden, und bei den mancherlei Schwierigkeiten, denen der Postverkehr aus dem besetzten ins unbesetzte Gebiet unterworfen war und zum Teil nach un­terworfen ist, hat sich dieser Hakchelsverkehr in der Weise vollzogen, daß sich gewissermaßen handekSlnäßige Brückenköpfe gebildet haben, in denen der Verkehr sich vollzieht. So find längs der Besatzungsgrenze einzelne Ilmschlagplätze cirtftanfcer. wie im südlichen Deutschland etwa Mainz-Frankfurt oder Ludwigsha­fen - M a u n h e i m. bei denen auf der einen Seite das Einkaussgeschäft vom Auslande jen­seits und das Berkaussqeschäst nach Deutschland diesseits der Besatzungsgrenze sich abwickelt. Dieser Geschäftsverkehr hat einen sehr bedeu­tenden Umfang angenommen und ist ein Be- weis dafür, wie lebhaft die versönkiche Füh­lungnahme zwischen den Kaufleuten das Ge­st stäft in fttrjer Zeit zu entwickeln in der Lage ist. Die Ein,'ikhrmesfe nun ist berufen, das, was sich hier in einem kleinen Kreise ab- »«wickelt bat, auf eine breite Grundlage zu stel­len. Auf der Einfuhrmesse werden die wirt­schaftlichen Vertreter der Entente-Staaten Ge­legenheit finden, mit deutschen Kaufleuten direkt in Verbindung zu treten. Es soll ein Treffpunkt geschaffen werden für alle inländischen und aus­ländischen Handelskrerfe, denen die Wiederaus- nahme der wirtschaftlichen Beziehungen am Hrr-en liegt, und die Beziehungen, die int be­setzten Gebiet heute schon angeknüpft sind, sol­len ausgcbaut werden. Bei den Perkehrsschwie- rigkeiren, die heute sowohl im InlaNde tote im AnZlande herrschen, ist eS em wesentlicher Vor- .eil für die im besetzten GSbiete tüt'gen aus- 'äuidiieben Saukleute. daß fc ob ne SÄWietig-

keiten und ohne Zeitnustvand ihre Waren zur Messe bringen können, die an der Grenze des besetzten Gebietes gelegen ist, und umgekehrt weiden die inländischen Kaufleute, die heute mit dem fremden Handel int besetzten Gebiet nur in mittelbare Fühlung getreten sind, die Gelegen­heit finden, diesen Verkehr unmittelbar durch vorbereitete Zusammenkünfte auszirüben*

Unseres Erachtens faßte, bei alle« guten Be­strebungen und Absichten der Messe, besonderes Augenmerk darauf gerichtet werden, daß der hauptsächliche Handel in Rohstoffen und Halb­fabrikaten getätigt wird. Das ist das Rotwen- digste für den deutschen Bedarf. Die Einfuhr darf sich in unserem Allgementinteresse nicht auf Waren erstrecken, tote die Ausländer gerne an den Mann bringen möchten, während sie Deutschland, wenn es die Rohmaterialien hätte, selbst Herstellen könnte. Zur Hebung der deut- scheu Valuta, die jeder Import-Kaufmann her­beisehnt, kann nur gehokfen werden, wenn wir Das einsAhren, waS unserer Arheft aus die Beine HÄft. f

Ser $rie6e«sbetttae-

Ratifizlerung spätestens 10. September?

Genf, 25. August, s(Telegraphischer Be­richt.) Wie aus Paris berichtet wird, einigte sich der AVicrteurat. die noch offenstehende R a - tifikationde» Friedensvertrages b i 9 j u m 16. September spätestens zu beschleunigen. Rach einer Meldung desStcolo" aus Paris hatte Tittoui beautraqt, daß die Friedeus- konserenz den FriedenSschkuß mit Oester- reich beschleunigen müsse. Alle vittker verlangten bett endgültigen Abschluß der Frie­densarbeit. Wenn die FrtedcnZkonferrnz vor der Geschichte bestehen wolle,so müsse sie vor den Ferien mindestens den Frieden mit Oesterreick. unterzeichnen, die Adrwfraee geregelt und die Vertrage für Bulgarien und »ie Türkei überreicht haben.

M Amerika zSgert.

Rotterdam, 25 August. (T-LegraphMe Mel­dung.) Dir republikanifisten Senatoren in Amerika, denen sich einige Demokraten angc- schlossen haben, «gitiete« wegen de« Frie- denSvertrag. Sie erttären, sie kSnnten ihre Zustimmnng zur Ratifizierung nur geben, wenn wenigstens vier von den Hauptpunkten geändert würden. ES herrscht Neigung, beson­dere Verhandlungen mit Dentfch- land M führ«. Die Opposition gegen Wil­son nimmt zu.

Ungarn.

Erzherzog Josephs Rücktritt.

Wie«, 25 August. (Telegraphische Mel­dung.) Wie ans Budapest berichtet wird, hat die Parts er Friedenskonferenz dem Erzherzog Joseph mitgeteilt, daß fie ehte Regierung mit einem Habsburger nicht anerkennen könne. Darauf trat der Ministerrat zusammen und legte protokollarisch den Rücktritt deS Erzherzogs und Me Demission der Regierung fest. Gestern überbrachten der Ministerpräsident und der Minister deS Aeußern dieses Protokoll den Ententevertretern, die sich damit einverstanden erklärten, daß die Regie- rtmg provisorisch die Geschäfte weiter leite und in drei Tagen eine neue Min'sterliste vorlege. Es besteht teht Zweifel daran, daß der nächste Ministerpräfldent Lovafzi sein wird.

Sberschlessen.

Deutschland hat die Vorhand. lTelegraphische Meldung.)

Basel, 25. August.

Stcuter meldet. Der Oberste Rat der Amtier­ten hat entschieden, daß die deutsche Regie- rnng berechtigt ist. die Ordnung, in Oberscklesten aufrrchtzuerhalten. Polnische Trup­pen dürfen trat nach Oberschlesien kommen, wen« Deutsckffaud besonders darum ersucht.

Unruhe« kn Gleiwitz,

Breslau, 25. August (Vrivattekegramm.) In den ketzten Tagen hat die Ruhe angedawert, da die deutschen Truppe» überall Ordnung halten. Mährend aber bisher Gleiwitz von Unruh: «ich Gewalttätigkeiten verschont geblieben war, ver­suchten in der oersangenen Rocht Polen und Spartakisten, dar GerichtSgefäug- n i 6 uttb d«S Proviantmagagin der Infantorte- kaserne zu stürmen. Sie wurden jedoch von den wachsamen Sieichswehrtruppen mit Gcwohr- fener euchfangen und Vertrieben.

AnverlrSgttche Entente-Truppe«.

Basel. 25. August- <Eigene DrahtmeDung.) In dem in Pvns tagenden Allfiertenrat wurde i« Vorschlag gebracht, bet Besetzung Cb er- schlesieus durch wc EntentetruLven

diese nicht in eine Zone ju legen und nicht zu mischen, um Zusammenstöße zu ver­meiden. Auch hier widersprach Clemencea«. Frankreich müsse auch in Polen vertteten sein.

Die Verluste.

Breslau, 25. August. (Telegraphischer Be­richt.) Die bisherigen deutschen Verluste im Abschnitt E seit Ausbruch des Aufftandes betragen beim Infanterie-Regiment 63 vier Tote und 19 Verwundete, die feindlichen Verluste dagegen 91 Gefangene, 101 Verwundete und 43 Tote. Das Detachement Tvllm tn i hatte fec^ Tote und acht Verwundete. Die feindlichen Verluste dagegen betragen 90 Gefwg>me, 60 Verwundete und fünf Tote.

Segen die Bosschewiften.

«ofolgteicher Kampf in vdeffa.

(Eigener Drahtbericht.)

Haag- 25. August.

Stelltet meldet: In Bestätigung einer kurzen Meldung wird von ukrainischer Seite gedrahtet, daß Odessa nach einem scharfe» Kampf hn Norden der Stadt von den ukrainischen Trnv- pen besetzt worden ist. Dieser Erfolg wurde erzielt, da die Landimgstruppen der Schwärzen Meerflotte, die den Vormarsch der Ukrainer bindern sollten, zu diesen übergegangeu sind. Infolgedessen geriet -das bolschewistische Heer in Verwirrung und flüchtete.

El» Heer deutscher Kslonisten.

Bukarest. 95. August. (Telegraphische Meldung.^ Berichte auS Odessa besagen, daß der ruffifckse Oberst Markiewiee mir deutschen Kslonisten ?" Obeffn ttngetroffen ist. Sie mit- teilten, Vast sich vie D e u t s ch e n in Odessa. M. sowa und de» deutschen Kolonie« am Schwar­zen Meer gegen die Bolschewisten erho­ben haben. Ei» ouS 50 000 Mann bestellendes Heer wurde bereits gebckdot. Die bolschewisti­sche« Truppen wurde« m.'s der Gegend von Lustorf vertriebe«. Odessa befindet sich «och ht den Händen der Bolschewiken, doch ifk^S von deutsche« Trappe« umlagert.

Me Kffmpfe dehne« sich avS.

Bukoreft, 25. Uizguft. (Telegraphischer Be­richt.) DaS rumänische Preßbureau meldet; Die Zivilbevölkerung jenseits de« Dnjestr bat sich g e g e n den bolschewistischen Terror erhoben. ES wurden eigene TruvvenverbSnde gebfldet, die den Kampf gegen die Bolschewisten auf­nehmen. Bei Tiraspol kam eS zwischen diesen Truppen und den Bolschewisten bereits zu hef­tigen Kämpfen. Die Agentur Dacia meldet: Nach hier einaetroffenen Meldrmaen haben die Truppen der Generäle Denikm, Gegoriew und Malmow eine einheitliche Front gegen die Bolschewisten gebildet-

Belgien und Hollmd.

D-> Spannung dauert an.

(Privat-Telegramm.)

Haag, 25. Aumrst.

Zufischeu Belgien und Holland geht die ernste Spannung anläAich der Revifion des Bertra- ges von 1839 weiter. Die Kommission der Frie­denskonferenz. die sich mit dieser Frage befaßt, sucht eine Lösung, bip die unvereinbar scheinen­den Gefir^Spunkte der beide« Regierungen be­friedige« würde.

*

Belgiens Forderungen.

Haag. 25. August. (Drahtbericht.) Rach de« Intranfigeant verlangt Belgien bei be« jetzt stattfftchenden Vechandlnngen mit Holland die Herrschaft übet die Scheldege- wässer und den Kanal Gent-Tern.'uzen, sowie das Recht für Belgien, auf diesen Gewäs­sern intb an deren Ufern alle ihm notwendig erjcheinende» Arbeiten vorzunehmen Belgien will außerdem den Gerverkchr durch S e e l S v. disch -Flandern kovtrolltete«, einen Kanal durch die Enklwe von Maastricht bauen und diesen Teil deS Kanals ebenfalls überwachen. Ferner wünscht Belgien den Rhein-MaaS-Schekde-Kanal, wist Ihn verwalten und auch d« Kontrolle ä$>« die Zufuhr-Eisenbahnlinien ausüben. Belgien wünscht außerdem hnrtMwftftfte Abmachungen mit Holland über de« Warenverkehr durch die holländische Provinz Limburg unb die Er- ba-mng cii>cs Kanals von Antwerpen «mb Moetdvk. Schließlich wird der Abschluß einet mtkitzirhschen firmibattta* Holland zur aemefttschastkichen Verreidigmog von Hollän- disch-Limburg vorairÄhilageri ßowtze t*t Dnrck». fahrt von KnieMihifieii rar ©6e$be WAnrad Kriegszeiten für Bekzr-r. uttb st.-ne srp.iiert'r v-nstqWt,

Sie Gefangenenfrage.

isW Frankreich verlangt Arbeiter.

( (Eigene Drahtmeldung.)

Genf. 25. August

Auf der Friedenskonferenz kam die Frage der deutschen Kriegsgefangenen zur Sprache. Bal- four wies darauf hin, daß England für die Kriegsgefangenen 2% Millionen Franks täglich ausgebe. Um diese enormen Ausgaben zu er­sparen. Wünsche England, die deutschen Kricgs- gesanaenen. dem Friedensvertrag gemäß, sofort Üeraurzugeben. Hiergegen erhob Clemen. cean Einspruch, da die KriegSgcfan. aenen ,« dem Wiederaufbau unentbehr. lich seien. Wolle England die Unterhaltungs­kosten der Kriegsgefangenen sparen, so müsse England die Kriegsgefangenen an Frank­reich auslrefern, da diefrs SlrbeftSAöst, brauche. Da weder Balfour noch Polk auf die. fen Vorschlag ein gingen, wurde die Prüfung bei Frage einer Sommisfivn überwiefen.

Kundgebung des Volksbundes.

Frankfurt a. M.. 2r>. August. (Privat-Te» lrgramm.l Der .Vollsbimd zum Schutze der dnttschen Kriegs« und Zivitgesangenen" hatte auf gestern vormittag eine öffentliche Kund­gebung im Scknrmanntheater einberufen. In ihren Reden schilderten die Referenten ein» brhttifid) daS Elend im Ausland und die Trauer der Anaebörigen in der Heimat. Rach weiteren Ansprachen wurde folgende Entschließung ein Mm mW angenommen: »In der neuen Welt ist die Abschasftrng der Sttaverei der Schwar­zen erzwungen worden. In der alten Welt ha­ben Amerika. England und Frankreich die Sklaverei an achlhurderttansend Wei­ßen wieder eingessthrt. Seit zehn Meii- ten Ist der Krieg beendet und achihundcrttansend deutsche Männer werden unter dem falschen 9?amen .Kriegsgefangene* als wehr- und recht­lose Arb efitSskladen hingebalten. Alle Völker der Erde werden z'ir Empörung ansge- ntfen gegen diese Verhöhnung deS Selbstbe- sfinmnnnqSrechckes der Menschen und Völker ge- ae« dieses tuchlose Verbrechen an bei Kultur und an der Menschheit Die deucksche Refchisregierung aber wird wisderkolt und energisch mtfgrsordert. zur Befreiung der ht Sklaverei imd Knechtschaft geratenen deut­schen Brüder kein Mittel unversucht nt loffen, damit deren furchtbare und mörderische S-i- deuSzSit beendet wird.* Ein Versuch d-r Kommunisten, den kommunistischen Standpunkt darznlegen. wurde von der Versammlung en'- schfeden abgelehtrt, befonderS von den Frauen. In seinem Schlußwort forderte Freiherr von Lersher die Bevölkerung Frankfurts auf. brt heimkehrenden Kriegsgefangenen nicht in Mas- fenguarfieren unterzubringen. sondern in den Fmmlien alS Gäste aufzunehmen, sich aber vor Schwindlern zu hüten.

FMifletzitm densschsr Wen.

B-«filfansf«hE Schiffahrt.

SrSffel, 25. August (Dtlvattelegramm). Der btasilianifche KriegSminlster, her fick tut Zeit in Brüssel befindet, hatte mehrere Hilf er« redungen mit dem belgischen Könia und den Ministern. Er kündigte an, dass die brafilianischen SlbiffahttSlinten künftig Antwerpen zu ihrer Basis in Europa machen würden. Der künftige Markt der btastlmnischen Produkte werde alsc von den deutschen Häfen nach Antwerper verlegt werden.

Englische Annerisn.

Die Engläichet in bet Ostsee.

(Privat-Telegramm.z

Haag, 25. August.

Havas berichtet: In Reval ist et« Flot^ tenstützpunkt Englands errichtet. Di« In, sel« O e f e l und D « g S e sollen zu ei«ent gie­ßen Handels, n. KriegShaükn ausgcbaut werbe«

Bestand der Reichswehr.

Verhandlungen mit der Entente.

Die Reichswehr, die gegenwärtig noch 400000 Mann zählt, muß bis zum 31. Teznnbcr dieses Jahres auf 200000, bis zum 1. Avril 1920 auf ICO000 Mann verringert werden. Ter Reichswehrrninister ist der Meinung, angesichts der sich immer mehr bemerkbar machende» Ab- ( sicht der Spaittafisten. tat Winür neue Putsche hervorzurusen, mit diesen Starken nicht «i»s- kommen zn hönnen, um Ruhe und Ordnung

»ftecht erchcckten zu können. Die Verteilung der künftige» Reichsweh-r ans das ganze Reichs gebiet stehl tritt eine spärliche Besetzung der em- zeinen Gliedstaaten vor, für jeden Armeekorps­bereich etwa 4200 Saut LntüeLeu a» au&rt-