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Hessische Abendzeitung

Kasseler Abendzeitung

9. Iahraarra.

Freitag, 22. August 1919

Fernsprecher 851 und 951

Nummer 219

Fernsprecher 981 und 951

Amerika im Konflikt mit Mexiko und Zapav

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Sie letzte Sitzung.

Die große Tagung in Weimar ,u End«.

Von unferm parlameniarischen Mirarbiter pitb unS geschrieben: Die große Tagung der Natwualversammlung, die tnrt wenigen Unter­brechungen vom Februar dieses' Jahres bis letzt in Weimar versammelt war, ist nunmehr zu Ende. IM Drange einer fiebrischen Zen, unter schärfstem volitrschem Druck, vermehrt durch wirtschaftliche UmwülWngen von bisher nicht erlebter Tragweite entstand aus revolutw. närem Gären diese Voasvertretung. Der Ent­schluß der Rcvoluttonsregierun«. dieses Volks­haus dem politischen Strudel der Reichshaupt­stadt zu entziehen, hat damals viele Gegner ge- funden. Die Ereignisse haben aber doch dre Berechtigung dieser Maßnahme durchaus erken­nen lasten. Es wäre in der Tat nicht möglich «wesen, in Berlin die ungestörte Arbeit der Nationalversammlung zu sichern.

Die Nationalversammlung war einett e t « /asfunggebende" Diese Charaktenstck schloß natürlich die Inangriffnahme und Erlr- oigmrg anderer gesetzgeberischer Ar - beiten nicht aus. Derlei Arbeiten dringlicher Natur waren vielmehr schon bei der Ausschrei­bung der Nattonal-Wahlen vorgesehen. Man hat hie und da starke Kritik schon an der Tat- fache solcher gesetzgeberischer Maßnahmen ge­übt. Aber das VerfastungSw.-rk wäre ohne ge- wifle grundlegende Gesetze gar nicht zu errich­ten gewesen. Ebenso wäre seine Sicherung ohne besondere und bestiarmte gesetzliche Maßnahmen gar nicht *u bewirken. Bei unserer, durch den Krieg herbeigeführten Wirtschaftslage sind dre Finanzgesetze die dringlichsten gewesen. Mit ihren ungeheuren Eingriffen, zum Test mich in die VersönlichkeitsroMe, mußten sie natur­gemäß die Barteten und die hinter ihnen stehen­den Dollskreise im Lande aus das lebhafteste beschäftigen. Run nehmen wir aber wahr, daß das Urteil über die Leistungen der RaÄonal- versamnrkung im Laufe der Zeit eine recht in­teressante Wandlung durchqemacht hat. Wäh- rend mau früher die Auffassung vertreten hörte, die Nationalversammlung leiste ja gar nichts and nran Wiste mit dem Weimarer Redefluß überhaupt nichts anzufangen, heißt es nun­mehr: Weimar sei eine Gesetzesfabrik.

Bei dem einen wie bei dem anderen Urteil wird immer wieder außer acht gelassen, in wei­ther geradezu entsetzlichen Lage wir uns befanden und uns mmer noch befinden. Man gibt sich draußen doch wohl nicht überall Rechen­schaft darüber, wie wir eigentlich steben. Wenn eS in den Frühjahrsmonaten der einen oder ruderen Volksschicht nicht rasch genug mit der gesetzgeberischen Arbeit gehen konnte, so wurde übersehen, wie renaemein schwierig und zeftrau- hend cs war, die Trümmer, die der Verlust »es Krieges politisch und wirtschaftlich -usthas- fen hatte, wegzuräumen und ein bausähigcs Neuland zu erstellen. Und wenn setzt man» H-n Orts über die gesetzgeberifchc Erle «kkagt wird, fv wird auch da vergessen, daß gerade mit Abschluß der Reichsverfassung eine Plattform errichtet war welche nicht nur rasche und ausgiebige Weiterarbeit ermöglichte, son­dern sie vielmehr dingend erheischte. Die Orb» unna nn-ftrer Finanzen ist tot der Tat nicht eine Frage des Tages, sondern eine der Stunde! Man wird gut tun. mtut man auch von diesem Vesichtswinkel aus die Weimarer Arbeit drau­ßen im Lande würdigt.

Weimarer Tagung.

Stürmische Aussprachen.

(Eigener Drahtberscht.)

Weimar, 21. August.

Am Mittwoch wurden stundenlange Debatten tfber das Erbschaftssteuergesetz geführt. Für den varlamentarischen Schnellbetrieb. der augenblicklich hier herrscht, ist der Umstand be­zeichnend. daß erst eine Stunde vor der Sitzung der Bericht des Ausschusses mit den überaus einschneidenden Aendemngen gegenüber der Regierungsvorlage zur Verteilung gekommen ist. Dieses gab Anlaß zu scharfer Kritik. Die schärfsten und langwierigsten Auseinander­setzungen entspannen sich nm ben § 25, der die Staffelung der Steuergesetze festlegt. Hier hat der Ausschuß die ursprüngliche Regierungs­vorlage völlig umgemodelt- Die Steuersätze sind teilweise um das doppelte erhöbt worden. Auch die Besteuerung in gerader Linie, also der Gatten itnb Kinder, wurde ungemein scharf gestaltet. Die Erbanfallsteuer für Kinder und Ehegatten ist teilweise sogar bis ans eine Höhe von 60 bt§ 70 %, für Angehörige der anderen Steuerklassen aus 90 % festgesetzt worden. Der Mehrertraa, der allein aus dieser vom Aus­schuß gegenüber der Regierungsvorlage sestge- setzten Stenerhöhmtg erwartet wird, wtzch ans 590 Millionen Mark geschätzt. Dir größte Gegnerschaft gegen diese Staffelung bekundete het.JBehaer her. deutschen Vnlksvartei. Abae-

ordneter Dr. Beck",, der ehemalige Finanz- minisier Hessen?. ®em sftrrkster Mderfacher war d eie Demokrat Blunk, der unter «roßen Unrubeszenen vorreckvet. daß es sich lm Grunde zwischen dem Ertrag der RegierungSvorlaae und »er vom Ausschuß! vorgenommenen Ab­änderung nur um eine Differg,» von 5?»Markt?) handeln. Rach weiterer zum Teil re*t erregter Aussprache wurde da? Erbschaftssteuer- aesetz in zweiter und dritter Lesung mit den Stimmen der A'ehrbeitsparteien, denen sich geschlossen die Demokraten anschlossen, an­genommen.

Die Rachmittagssitzuna sand eine lange Tagesordnung vor. Chne Aussprache entspann sich über den vom ReickSfinanzmftMer anoe- iorderten Anleibekredit für 1919. Er soll mit einer Brämien-Anleihe »erfnmben werden. Die furchtbaren Lasten, welche durch den FriedenSvertrag von uns erfüllt werden wüsten, kommen zum Ausdruck in den weiteren Be­ratungen de? Aussübrungsgefetzes znm Friedensvertrag. Sie bebetteeu nbe*- nur die Einleitung zu einem Gesetzgehnn«swerke, daS sich vorerst noch in Vorbereitung befindet. Zn außerordentlich hestigeu Zusammen Zöllen kam es wieder zwischen den Deuischnationalen und dem Roickrstnanzminister Erzberger. Der Abgeordnete Hugenberg ging mtt scharfen Angriffen gegen die Art der parla­mentarischen Arbeit, insbesondere gegen die Pläne des Reichsfinanzministers vor. Erzberger erwiderte scharf. 68 entstanden außerordent­liche Lärmszenen, bk allmählich bk Ordnung des Hause? vollständig anssösten. Der Demokrat Dr. H a a S stellte sich oni die Seite Erzberger?. Schließlich wird der Anleibekredit gegen die Stimmen der äußersten Rechten und der äußersten Linken angenommen.

Eine weitere große Erörterung knüpfte sich an den Antrag aus Errichtung eines parla­mentarischen Untersuchung sausschusses- Der sozialdemokratische Abgeordnete Sins­heimer stellte besonders fest, daß die Frage der Errichtung e>es Staatsgerichtshofrs hier­durch nicht berührt werde. Die Redner der Reckten widersprachen der Bildung dieses Aus- schnsses, weil sie in ihm kein unparteiisches Nntersuchungsgertcht sehen könnten- Der De­mokrat Dr. Quid de befürwortet in seiner Rede die Notwendigkeit der Vorlage, die dann auch vom Hause gegen die Stimmen der Rechten angenommen wurde. Zn den parlamenta- rischen Untersuchungsausschuß werden 36 Mit­glieder der Nationalversammlung gewählt, da­runter 6 Demokraten. Nächste Sitzung Donnerstag: Betriebsrätegesetz.

stSmtzsr mit heu Pole».

Polnische und kommunistische Amtrietz«.

(Teleyraphisthe Meldung.)

Kattowitz, 21. August.

Die Polen stören weiter die Ruhe, fie ha- ben fich mit mehr Waffen versehen und üben in den von ihnen besetzten Gebieten eine rich- ttge Gewaltherrschaft auS. Sie ziehen alle männlichen Personen zwischen 20 und 40 Jah­ren mi den Waffen ein. Sin großer Teil der deutschen Einwohnerschaft von Schoppinitz so­wie die Gefangenen sind über die Grenze nach Polen abgeschoben. Die polnischen Banden ar­beiteten mit Maschinengewehren und hielten die Ortsausgänge unter Feuer. Ein Regiment, unterstützt von einem Panzerung und Artillerie, griff am Nachmittag in Richtung Janow an und ist im Besitz von AgneS-Amanda-Grube, Richtbofenschach", Wildensteinsegengrube und Bogutsckütz-Süd. In BoantschÜtz-Rord wurden buch eitrige Artillerieschüsse polnische Banden verscheucht. Leider wurde einer unserer Flieger vor Eichenau zur Notlandung gezwungen. Er vernichtete sein Flugzeug durch Brand und ist in Gefangenschaft geraten. Auch in Mmslowitz hatte die Truppe dauernd Kämpfe mit Banden zu bestehen. Bisher ist es gelungen, diese Banden durch energisches Vorgehen von der Stadt Myslowitz fortzuhalten.

Die Reichswehr.

Berlin, 21. August. (Privat-Telegramm) Die inOberschlesien aufgebotenen !ReichSwebrtruppen sind 60000 Mann stark. Die Reichswehrtruvpeu haben bei ihrer Säuberungsaktton tot Ober- schiessen einige hundert Verhaftungen von pol­nischen und kommunistischen Agitatoren vorge­nommen. Außer an der polnffchen find auch an der tschechischen Grenze Trnppenkonzen- trattonen hn großen Umfange wahrzunehmen.

Besatzung de- Alliierte«. .

Senf, 21. August. (Pr.oat-Telegramm.) Der Oberste Rat der Alliierten hat sich gestern mit der oberfchlefischcr Frage beschäftigt. Wie der Mattn" und .Temps" schreiben, wurde bet Vlan für die militärische nnb administrative

Besetzung Oberschlesiens in allen Einzelheiten fertig auSeearbeftet und könne jeden Augenblick zur Ausführung gelangen- Ein HavaSdevesche meldet: Die französische Besetzungsarmee kür Oberschlesien ist 24000 Mann stark. Die Be- setzimg soll innerhalb drei Wochen durchgeführt fern. DieTimes" melden: England nimmt wtft einer Division an der Besetzung der ober- schlesischen Gebiete teil.

Unruhe« im Lsutze.

SpartaNstftche «putsche.

Berlin, 21. August. (Privat-Tesegramm.) Reichskanzler Rauer äußerte sich einem hol­ländischen Pressevertreter gegenüber sehr unge­halten über die Stress und Unruhen im al» aerne-nen (5v sagte, daß bte Spartakisten sich 'n aufrüdrer"cher Wesse betätigen nnb babri in manchen Orten von den Unabhängigen un« terWht würden. Dazu wttd von -mer patfa- mrn'«rischen Korrespondenz ans Weimar ge­meldet: Die iWe^entna bat an« verschobenen Teilen Deutsck'andS unanfechtbare Be­weise erbalte», die a"f neue ipaz-'akistische Butsche Hinweisen. Es bandelt sich um neue Streiks, BlLndezungszüge Zerstörung der @rnte, stekddiebstähle im «tiefen, verwitsitm, von Gütern. Die Unabhängigen rechnen bei ihren Putschen mit den wirtschaftlichen Schwie­rigkeiten infolge de? Kohlenmangels nnb mit der Unlust der Bevölkerung die Steuern zu «Nakkn- Die Unruhen ht Oberschlesien nstv- sind Vorlänser der kommenden Ereignisse. Die Regierung hat zur Abwehr von Unruhen um­fassende Maßnahmen getroffen.

Unter der Fremdherrschaft.

Werbung für die Fremdenlegion.

sPrivat-Telegramm.)

»trastSnor, 21. Aug.

- Die sranpesische Regierung ist damit be­schäftigt, den Werbedienst für die lranzöfi­sche Fremdenlegion in Elsaß-Lotbringen und einzelnen besetzten Gebieten zu organisieren- ffig wurden Ho uvtw er bestellen in Straßburg, Kotmar, St. Ludwig, Mülhan'en,, Kaisers­lautern, Saarbrücken und Trier errichtet- In Metz ist bereits das erste große Werbebüro er­öffnet worden, das auch ehemal'ge feindliche Staatsangehörige annimmt. Es haben sich schon in Lothringen einige Hundert ehemalige deutsche Soldaten für die Fremdenlegion an­werben lassen.

Zw ng zmr französischen Sprache.

Strafibneg, 21. Aug. (Eigene Drahtmeldüng.» Die deutschen 8ebrer und Lehrerinnen in Elsaß-Lotbringen haben von der franzöfi'chen Regierung die Mitteilung erhalten, daß sie ihre SteSung am 1. Oktober verlieren würden, falls sie bis dahin nicht an einem französischen Sprachkursus teilgenommen haben, ben die Regierung kostenlos errichtet- In Paris sind jetzt 600 Lehrer und Lehrerinnen eingetroffen, not an einen solchen Kursus teilznnehwen-

Britische Schikanen.

Aachen, 21. August. (Eigener Drahtbericht.) In den letzten Tagen find über 50 Einwohner von britischen Gerichten teils zu Gefängnis, teils zn Geldstrafen verurteilt worden, weil fie beim Vorbeitragen der britischen Fahnen keine Ehrenbezeugungen durch Hutab­nehmen erwiesen, wie es durch Anordnung des Uftlitärgouverneurs vorgeschrieben ist. Weiter wird aus Aachen gemeldet: Die An­wendung deS SteuernotgesetzeS vom 4. Juni 1919 ist im Bereich der 4. Zone von der BesatzungSdehörde verboten worden-

Amerika seien Satan.

»>z»er*lrche e» e.

(Eigene Drah^neldung.)

Kopeubagen, 21. Aug-

Erchanae Telegraph meldet aus Washington: Im Ausschuß Auswärtige Angelegendeiten im Senat erklärte der Redafteur Thomas Millard, ein Sachverständiger in ostasiatischen Fragen, wenn der Friedensvertraa nicht ge­ändert würde, wenn also Kiautschou an Japan gegeben werde, so würde dies un­weigerlich i im Kriege zwischen Japan und Amerika fuhren. Er äußerte weiter, daß die amerikauischen Delegierten während der Frie­denskonferenz dem Präsidenten Wi'son einen Brief sandten, war n af da? Bestimmteste gegen die Eurscheidung der Schantungfta"e ir»tefhett und angekündiat wurde, daß diese früher oder später zum Kri»" führen müsse. Der Präsident hatte sich jedoch geweigert, diesan Brief an veröffentlichen-

Ludmdorffs Kriegsbuch

WoAers« att< den Erinnerungen.

gefterm v»rvfi»ntli<vte» «bs<vwt» ten aus Lubendorffs WerkOTetnt Kriegs erinueruwgcn 1914-1918" schttetzen wt» no* nachftshew»en u>l*Mgeu Auszug an

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Der Entschluß zum Waffen» stillstandsangebot.

Mr stand«, an der ganzen Westfront tote- der in entern großen Ringen. Am 29. Septem­ber und den folgenden Tagen fanden weitere Kämpfe statt, sie brachten nur die übliche Span­nung. Nichts forderte zu plötzlichen Entschlie- ßmngen aus. Ich fege auf diese Feststellung für das Nachfolgende ebensolchen Wert, wie daraus, daß seit Mitte August die Regierung für die Herbeiführung des Friedens nichts er­reicht hatte. Hierin lag für mich nichts Ueber- rasthendes. Die Pflicht gebot, endlich über tat« lofen Zeitverlust und leere Worte hinaus zu kommen. Der Feind war um Frieden und Waffenstillstarch anzugehen. Das erforderte die Kriegslage, deren Verschlechterung nur allzu wahrschernlich war. Noch brauchten wir uns nicht auf Gnade und Ungnade zu ergaben. Der Feind mußte zu Wort kommen. Würde es nach Versöhnung oder nach Vergewaltigung klingen? Wie ich Clemeneeau und Lloyd George ein­schätzte, mußte ich das Schlimmste befürchten. Wilson indes hatte seine Bedingungen ost un­ter Beobachtung migewöhnlich feierlicher For­men genannt. Er und das von ihm vertretene Amerika mußten sich in ihrer Ehre gebunden stöhlen. ... Sollte aber der Feind den Bogen überspcmnen, sollten uns auch die feindlichen mititärischen Führer die Achtung versagen, die unser mannhaftes Ringen verdiente, dann mußte der Kampf weiter gehen, so unendftch schwer es auch wurde, dann waren vielleicht Regierung und Volk zu heroischen Taten zu bringen, wenn sie endlich einsahen, um Wa­es für Deutschland in diesem Kampf doch eigettt lich ging.

Gerade nach dieser Seite konnte ich die Hoff nung auf ein neues Erstarken der Heimat nicht aufgeben. ArrKvortete der Feind wie im Ja- nuar 1917, so mußte bei einigermaßen zurei­chender Führung auch wieder eine Stimmung, Entschlossenheit und Einheitlichkeit in der Ra­tion Platz greifen, die ohne günstigste Rückwir- fimg auf unsere geistige Kriegsfähigkeit nicht bfewen konnte Daß sich dies sofort auf das Heer und die gesamte Kriegswirtschaft entschei­dend geltend gemacht hätte, und zwar mnso Wirftmgsvoller, feerer es eintrat, unterliegt kei. nein Zweifel. Wir hatten dann wieder ein Kriegsirrstrmnent, mit dem sich eine sehr ein­drucksvolle Sprache führen ließ wenn der Geg­ner es durchaus nicht anders haben wollte Darin lag nichts Utopisches Franfteich, Ser, bien und Belgien hatten sehr viel mehr ge litten als wir und hielten aus. ... Ich Haiti mich langsam zu dem schweren Entschluß durch gerungen und fühlte nun die Pflicht und bei inneren Drang, zu handeln, gleichgültig, war andere sagten, die über die ffrie^Iage wenig« imterrichtet waren. - Ich hin bei allen großer Entschlüssen dieses Krieges in vollem Verant wortimgshewußtsein meiner Auffassung gefolgt Daß ich noch mehr verunglimpft und für a&tf Unglück verantwortlich gemacht werden würde das wußte ich. Diese persönlichen Bitterniff konnten meinen Entschluß nicht beeinflussen.

Am 28. September, 6 Uhr nachmittags, gin» ich zum Generalstldmarschall in dessen Zimmer das eine Treppe tiefet lag Ich legte ihm mein Gedanken Wer ein Friedens- und Waffenstill standsangebot vor. Die Lage könne fich durck die Verhältnisse auf dem Balkan nur noch bet schlechtem, auch wenn wir uns an der West ftont hielten Wir Hütten setzt bte eine Auf gäbe, ohne Verzug Kar und bestimmt zu Han, dÄn. Der Generalfeldmarschall hörte mich be toegt an. Er antwortete, er habe mir an Abend das Gleiche sagen wollen, auch er hätte fich die Lage dauernd durch den Kopf gehen lof sen und hielte beit Schritt für notwendig. Einiz warm wir «nS auch darüber, daß die Bed-m gongen des Waffenstillstandes eine geregelt mtto ot bcftfrtri

Gebietes unb eine Wiederaufnahme der Fern!» fefrgfeiten an den Grenzen unseres Landes $tt lassen müßten. Ersteres war ein ungeheuerem mtktSrisches Zugeständnis. An ein Aufgeber des Ostms dachten wir nicht. Ich glaubte, du Entente würde die Gefahr erkannt haben, du vom Bolfchewis-muS auch ihr drohte. Der Ge> neralfeldmarschall urtb ich trennten uns festem HSndedn.ck wie Männer, die Liebes zi Grave getragen Haden und die nicht nur in au reu, sondern auch i den schwersten Stundei des menschftchen LebenS zusammenstehen wo< len. Unsere r.....n waren mit den größter

Siegen des S..1 -<e4 verftrüpft. Jetzt w»

ren wir uns in -ei Auffassung einig, daß es untere Pflicht s«. imtert Same* «r ta*