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Kasseler Abendzeitung
Hesstfche Abendzeitung
Nummer 208
Sonnabend, 9. Vngnft 1919.
9. Jahrgang
Fernsprecher 951 und 952.
Fernsprecher 951 und 955.
Ungarn auf dem Wege ;m Monarchie?
8nmftei6 mid Amerika.
Oesterreich für Deka Kü«n haftbar.
wo bi
ter im Saargebiet noch Bersin reifen, «m dem preußischen Handelsmnnster über die bhnnnwen zu verband ein. ttn'er wachen Uebnnahme bei Berabemntensch-aft durch französische Verwaltung zu erfolgen hat.
Die Bergbeamten im Saargebiet.
Saarbrücken, 8. August. (Eigene Drahttnel- butUI) Nachdem nunmehr die französischen Behörden die Erlaubnis zur Reise nach Berl'N gegeben hatten, werden in bnt nächsten Tagen die Abordnungen der Verbände der Bergbeam-
Mit Be- die die
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Sefdläfte i Ml, Meted!« Setlagen werten mtt 6 Mark ort Taufend berechne!, eiet tnrt &e*f Teu-runaS-Zufchtag. Sei Nebermittlunz een L^etqen auf lelepd. Liege rotre für durch Her. ’eSler hervorgernfene 3munter kelnetNefHaftunggbernom-nen Jür sie Aufnahme --nÄn,ei-en m be«t«ttmten lagen ober Mäzen retrb keine Aemätzr gefettet SeschSNüsteSe: KälnNche 6t*..%
Xie lUfiet« 8ieuei;eti Nachrichten erscheinen mectentUil iechswai und jrocr otenb». Zer «iboemeetentfiprefl telrigt r.enan. ich« Mart bei freier .PufieCun? tnt Han» veftellurigen werben wberjett neu der eefd-afttfieCe ober den toten entgegengenommen. Zruderet, üiertee unb Webottion: kchlochthoffiraß, 28/30, Aar unverlangt eingefandte Seiträge kann die Redaktion eine NfercBtinortung ober Ternähr tn leinen. Salle übernehmen Stück,ablttng be* 8efug*6e!bet ober Ansprüche wegen etwaigerntiütortnmtgfmäfnger Ste’erung autgefchlofsen.
Der Ches der Etorntekommissto« teilte brat StaatSamt«."•*, daß die österreichische Re. gierung für das 3ht6taNtoei<bnt Bela Khuns haftbar gemacht würde Die Aus- tteferung an ’lregarn wird nicht wogen p»8ti- cher Edikte, sondern weg i gemeiner Vrr-
Die Tendenz «ach rechts.
Wien,?. Ananst. (Eigene Drrchtmeldnng.s Die neue Negierung hat einen sehr stark n a ch r e ch t s gehende« Etnfchlag. Mpn gka.cht, daß die Wahlen zur Nationalversammlunz eine große Mehrheit für Vie Wiedererrtchtmrq der Monarchie und für Vie Wahl des Erzherzog Josef zum König von Ungern ergeben werden.
hoffen. Mit der theoretischen Arbeit allein ist es freilich nicht getan. Die tätige Mitarbeit, das initiative Schaffen und, allem überragend, der lebendige Geist des Verstehens und der Verständigung muffen zusammen wirken, um unserem Lande und seiner Ausbautäti gleit den Zufluß derjenigen Kräfte zn sichern, die allein imstande sind, uns von dem tiefen Fall wieder auf die frühere Höhe zu erheben.
öffentliche Drtmmm immer wieder bedrohen, m den Hände« einer Reihe von Dienststelle«, dir nicht immer tn der unerläßlichen Fühlung mit« einander arbeiten konnten. Getegentliche Miß- waren deshalb unvermeidlich, und es war
möglich, überall mit der erforderlichen rtchttgkett und Schnelligkeit einzugreifen, ie Sffenrliche Ordn.'n« bedroht und gestört
Frühere Volksbeavftragte verhaftet.
Rotterdam, 8. August. (Privattelegramm.) TimrS" mekdra «S Budapest- Wege«
8m brsstzten Gebiet.
Die Besetzungsdauer vielleicht verkürzt.
lVrivat-Telegramm.)
Rotterdam, 8. August.
Die „Times" meldet aus Varis, daß für den Fall, daß Deutschland feine Bertragsver- pflichtnngen erfüllt, die Besahunqsdauer der Rheinlande von fünfzehn Jahren auf fünf Jahre herabgesetzt werde.
(Eigene Drahtmeldumr)
Zürich 8. Wssnst.
Wie dke „Rewyork fPerfb" Meldet, ftxht kx sranzSfisch-amerikirmfche Bündnis h, @,
®re«jfb«rre.
Eunmto, 8. Ruamst. «Sirene DvchdneKm«g.l Die „Persevernnza" meldet: Die ttal'enifche Grenze gegen die Schweiz nn- gegen Frankreich fei gotchkoffen Die Ausfertigung von Püffen ist eingefte^t E? handelt M nm eine vorübergehende Maßnabme tron kurzer Dauer, nnd man vermutet als Nriach triefet Grenzsperre die NMerfuckmng eines Komplotts, in dem Ausländer verwickelt fein sollen.
Malier».
Beratungen über den DSlkerbund.
(Eigene Drahtmestmna.l
Grast 8. Auaifff.
In -arlamentarifchra RaiifizienmgS mSf wm-de »estern die BdlkerbunvOfrn"e belvrochen. Ein-ge Mitalieder betonten Vie Wünlchcharkeit der baldige« Aufnahme der befie-ttn Sttatra i« den Völkerbund. mährend die 6e'ig<i'*n zu Grmsten RntzlaudS und Ungarns sprachen.
Skrek! in Neapel.
Gens. 8. August. (Privattelegramm.) In Renpel find siirnttiche Seeleute in be« Streik getreten; alle Dampfer stellten ihr- AuSfahrt ein.
UmtMzuvs 'w Mgam.
Erzherzog Joseph als Machthaber.
(Eigene Drahtmeldung.s
Wien, 8. August.
Am Mittwoch, nm sieben Uhr abends, erschie- <ren im Ministerprästdium General Schneirer, der Polizei-OberinspÄtor Wolkenberg, der frühere Sekretär des Rattonalrates Dr. Frist und der gewesene Abteilungßchef im ungarischen Kriegsministerium Franz Setllerp und forder- ten die eben zur Beratung versammelten Mi« nister Aif. abzndanken mit der Begründung, daß die Regierung u»cht die vttsamtheit der Ration vertrete. Nach einer knrzen Beratung beschloß die Regierung, abzudanken. Die A l l i - ierten-Kommission übertrug die oberste Gewalt dem Erzherzog I oseph, der den gewesenen AbteilurrgSchef im Kriegsministerirfm Friedrich zmn Ministerpräsidenten ernannte. Dttt der Leittrng des MinifkernnnS des Aeußern wurde General TanezoS. mit der Leitung des Kriegsministeriinns General Schn eher betraut. In der Stadt herrscht Ruhe. Die Missionen der Berbandsmächte hielten aöendS eine gemefttfmite Beratung ab, bei welcher auch Erzherzog Joseph und Mi- nisterprSikdent Friedrich zugegen waren. Di« Beratungen galten schwelenden Fragen, wobei volles Einvernehmen erzielt wurde. — Der Präsident der Feie'-enskomnnfffon Glemenrean und die ausländischen Regierungen winden von dem Ergebnis der Beratungen sofort verständigt.
Mehrheit des Banfes nicht damit einverstanden ist, daß das Abkommen irgendwie mit dem Böl- ker-und verknüpft werde. Dee Senat möchte fieber ehw »tote Militär - «kl k an z asqe- j schloffen fefjen, die im Falle eines deutschen An- atlfses unmittelbar in firart trete, ohne da> zu-! nh vor abgewartei werden müßte, Lis der BSlker- Fi stund Lebenskraft gewinnen würde. iw.
Weimarer TZsimg.
Gesetze über die Sonderabgab-n.
(Eigener Drahtbericht.»
Weimar. 8. August.
Nach achttägiger Pause Haven sich die deutschen Volksvertreter heute wieder in Weimar zuscmnnenaefunden. um an den dritten und letzten TeÄ der ihnen gestrlltcu Aufgabe zu «eben. Auf der Tagesordnung stehl die zwette Beratung der E't-tzrntwirrfe über eine a u ß er- ordentlich riegsabgabe und über eine Abgak >-en Vermögenszuwach z. Der Wiu,.i -it der zur Debatte stehenden Gesetze wegen tonnte des Laus stärker besetzt fein. Mit Befremden muß man festsiel- len. daß kaum ein Drittel der Parlamentarier anwesend ist. Aber ein Mann, den die Raliv- naldersammluna bisher noch nicht gesehen hat, ist erschienen: Eichhorn, der untiHrmlWt bekannte Polizeipräsident von Berlin ist ohne jede Bereitung kühn erhobenen HaupteS in dm Saal Betreten und hat auf den Bünlen der Un- abhäingrgen Platz genommen, wärmstens begrüßt von seinen Fraltionskollegen. augestmrnt von den anderen Parteien.
Die Steuerberatungen scheinen den Anwesenden wenig Interesse abgewinnen zu wollen. Längere Debatten werden nicht geführt. Rur die Mitglieder des ArrsschusseS melden sich mehrere Male zur Abgabe kurzer ErNürungen. Die Soziakdemolraten und die Unabbangigen haben eine Reihe Abünd-r nngsantrLge ringe, bracht. wÄche die KriegSgewinne stärker erfassen follett. aber die Begründrnrgen dazu sind so unzureichend, daß sich die anderen Parteien nicht dafür begeistern können. Fiuanz- minifber Erzberger, der öfters in Me Debatte einarrift. kann selber feine Besserung m ihnen erblicken und befürwortet ihre Ablehnuna. Es bleibt dann auch mt wesentlichen bei der Fas- fung der Ansschußentwürfe. Die Anträge der beiden so-ialiMS-en Parteien werden alle abge- lehnt. Dagegen finden zwei demokratische Anträge Hermann und Gotheim An- nähme. Die Aststimwuna über die einzelnen Paragraphen geht ttotz des großen Umfanges der beiden Gesetzentwürfe ziemlich schnell von statten, sodaß nach kaum zweistündiger Beratung beide Gesetze verabschiedet werden können. — Die nächste Sitzung ist auf Freitag »achmittaa festgesetzt: Anfragen, Ergänzung znm Besoldungsgesetz «sw.
gemeiner Verbrechen des DiebstzchlS, des Nanbes und der Plünderung find 21 ehemalige Vollsbeanskragte in Hast genommen worden. Unter ihnen befinden sich nach den Feststellungen des neuen Polizeiministers neun schwer Porbestrnfte, die sich bei der Rovember- irm'wälzung auS den Zuchthäusern befreiten. Im Hm'.gariahotel tourden in den von Bela Khun bewohnten Raumen 182000 Kronen in Gold in Len Wänden eirepemauert vorgrstmden.
französischer tlnfitg.
Zweibrücken. 8. August. (Eiaene Drahtmel- dung.s In der vorletztm Rabl wurde das Bismarckdeukmal in Zweibrücken von nnbekarmten französischen Solda- ten von oben biz ttnien besudelt und mit roter und weißer Oelfarbe bestrichen. Die Stadtverwaltung in Zweibrücken bat e*w hohe Belohnung Mr Ermittlung der Täler ausgesetzt
Wllrierle erklären Nichkeinnrischnng.
Rotterdam. 8. Rnausi. (PrivaEele- grrnmn.) Eine Renterdepesche meldet: Die «M- ierteit erklärten ihre Nichteinmischung in die inneren ungarischen Berhältmffe. Sie lehnen deshalb anch sine Monarchie in Ungarn nicht ab, sondern »erlangen nur die Bestätigung durch ebtt ans allgemeine« Wahlen hervorgegangene DolkSvertretunff.
Schnelle Enlwickelnng.
Wien, 8. August. (Eigene Drahtmeldnug.) lieber die Ereignisse in Budapest, die zur lieber- tragung der höchsten Wacht an den ErHerzog Josef führten, werden folgende Einzelheiten bekannt: Eirre große militärische Deputation begab sich zrun Erzherzog Josef und er- snchtt ihn, die Lösung der Lage in die HÄnde zu nehmen. Nachdem sich Erzherzog Josef be« rett erklärt nnd mit den Ententemissionen Ver- handlmrgen in Budapefk geführt hatte, wurde zimächst die frühere StaatApoltzei versammelt und eine Frettvilligen-Truppe von etwa achttausend Manu bereitoestellt. Eine Abordnung derselben führte die Abdankung der bisherigen Mimster herbei, die vorübergehend In Gewahrsam gen-Mmnen, später aber wieder frrigelaffra wurden. Der Regierungswechsel voltzog sich in der größten Rübe. Erzherzog Josef wird ttn Ofener Palais Wohnung nehmen.
Aeuliekernng an die Feinde.
Lndwigshafen. 8. August. (Privat-Tele- armnm.s Die pfälzische Regierung hat bri der deutschen Reichsregierung bran- ttagt. die von der BesgtzungFbchörde aafsrlrgte Lieferung von etwa fünfttgtzrukend Zentner Heu angesichts des ht der Pfalz herrschenden Futtermangels auf das ganze Reich in der Weise timzulegen. daß das Heu unmittelbar durch die von der Rrichsregierung für pflichtig erklärten Gebiete geliefert wird.
Ein unerläßliches Bändeglied zwischen bet Hermat und den Beziehungen des Auslandes zu ihr ist eine nach den bewährtesten Er sah- rnngsgrundsgtzen der Praxis eingerichtete AußenKandelsstelle. Deutschland ist zu dicht bevölkert, um sich selber ernähren zn können. unser Land bietet nicht genS.gend Rohstoffe, «ufere Jnduftrie damit zu speisen. Aus dem Grunde muß eine reichliche EmsuHr an Nahrungsmitteln und vor allen Dingen an Rohstoffen erfolgen, damit unser Außenhandel, den der Krieg zerstört hat, wieder aufgedaut wer- dra kann. Dazu aber ist eine umsichtige Leitung notwendig, und das VoNSwohl erfordert eS, daß der Staat feine Hilfe und Unterstützung bietet. Beim Auswärtigen Amt ist nunmehr nach obigen kurz skizzierten Gesichtspunkten röte AußenHandelÄsteltt organisiert worden. Bei der , Grüiwung hat man- sich von dm Bebürfniffen und Anforderungen bet Zeit letten lassen. Der Etzaar will als Helfer der Auslandsbewegima «trt Rat und Tat zur Sette stehen. Die erste Aufgabe, die man sich gestellt bat, ist eine möglichst genaue und schnelle Anslandr.Berrcht- erstattung, die bisher völlig versagt hat. Man wnd sich überhaupt daran gewöhnen müssen, vrel mehr, als das bisher geschah, die Presse als bas natürlichste und geeignetste VerrmttlunKsorgan in allen Fragen der Oefsenl- lichkeit und so vorab auch in den Fragen der Derbrndung zwischen In- und Ausland heran- zuzreßen. Dw Presse rst unter den neuen Verhältnissen jn einer Mackttbomüne geworden, mit i>er ine Regierung utfb die Regierenden als einem durchaus gleichberechttateu politischen Faktor unbedingt rechnen mässen
In England, AmerÄa und Japan hat man schon vor dem Kriege die Derichterstattrmg über »as Ausland gut ausgebaut. Die neue Äußen- handelsstelle soll nun bei uns nachholen, was b^her verfäumt worden ist. Alle Nachrichten über ,den Außenhandel werden verarbettet und an die Interessenten im Jnlanbe wettsraeleitet In einer modern eingerichteten Ngchnchtenzen- träte sind nicht nur die amtlichen Anslonds-ver- tretet, sondern auch zahlreiche private Rtt'arbri- ter tätig, die das RachriMenmalerial zu fichten tote zu verwerten haben, bas dann in offiziellen Beruhten herausgegeben wird. Für ganz be» ftnroerS wichtige TageSsragen wird außerdem noch em Eikdienst eingerichtet, her die beut- Wen Wirtschgstsrntereffenten über alle wstkstiaen WirtschastSvorränge. Ausfuhr imd Absatzmög- nchkelten auch vertraulich unterrichtet. Wetter ist beabsichtigt, besonders inierefsierende auslands- wrrtschaftliche Fragen in Broschüren zu behandeln uns in Kvanaloser Reihenfolge eufth-men $« lassen.
Engste Fühlungnahme zwistben Praxis und Behörde, das ist der oberste Grund, fast, nach dem in der Außerchandeksstelle gear- beitet werden soll. An der Spitze steht ein angesehener Professor der Nattonalökcmomie, ave auderen Herren sind aus der Praxis genommen. Die einzelnen Abteil,ingen sind nach Ländern und Fächern eiugetritt. Die Länderreserenteu haben die Pflicht, daS Ausland zu studieren mtb alles Wissenswerte zu fammeln und zu verarbeiten, während die Fachreferenten das wirt- lchaftliche Leben im Jnlande bet*ad nt und feine Bedürfnisse überprüfen. Der Anfang zmn Wiederaufbau unseres Außenhandels ist mit der Einrichtung der AußenhandelsPelle getan. Wen« die Arbeit gemäß dem vor gezeichneten Programm sich gestaltet, darf man g..f gute F *
DaS Standrecht.
Wie«. 8. August. (Privattelegramm.) Die Morgenzettungen melden an» B u d « p e st: Die neue Regierung hat zur AburteSung der Mtt- glieder der bisherigen Regierung die Ber- hängmrg des Standrechtes beschlösse«.
Mrtfchsftssche Ordnung.
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Da ohne Aufrechterhaltung der 5ffe«f« lichen Ordnung eine Milderung der KxlegsschSden, die Wiederaufrichtuug deS drakfcheu WirtschaflSlebens und b« der uns «tferlegt en schweren _ munöglich sind, hat hie
preußische atsregierung ein besondere« Staatskommissariat für hie Ne' wirtschaftlichen Ordnung errichtet. Bisher Ueberwachung und Abwehr derjenige»
Nie Koßlennot.
ZugeinschrSnkunMn am 15. August.
Die schwindenden Koblenvorrät« lassen ebenso wie der Mangel an Lokomotiven neue Zugeinschränkungen bei der Eifertbahn nicht länger umgehen. Der Minister der Sffeut. Rd’en Arbeiten hat deshalb soeben die Erseu- bahndirettivnen angewiesen, eint Anzahl von Zügen für den Personenverkehr am 15. August gnsfallen zu kaffen. Jn erster Linie kvTMnen für die Einschränkung die Züge in Bettacht, die mtt dem Inkrafttreten des Sommerfahrplans am 1. Juni neu ausgenommen werden konnten. Der AuSsoll wird vor allem die Schnellzüge betreffen. Aber auch eine Einschränkung der Per- srmenzüge dürfte sich nicht umgehen lassen. Der Zwang, den notwendigsten Verkehr aufrocht zu erhalten, wird auch dazu nötigen, wieder den Sonntagsverkebr zn beschränken, wie dies schon früher geschehen rst. Da endlich die bleibenden Züge den gesamten Verkehr bewältigen müssen, so müssen die weniger norwend-igen Waren and den Zügen entfernt werden. Es fallen deshalb wohl auch Schlaf- und Speisewagen wiederum weg. Der Umfang der Einfchränkmrgen ttn ei«. zeknen hängt von der BettiebSkage ab. Man hofft immer «och auf eine Bessern«« der Set. HDtuMe, besonders der Kohlenversorgung.
Mslands-Rachrichle«.
Bericksterftattung und Außenhandel.
Von unserem außenpolitischen Mitarbeiter Stoirb uns geschrieben: Die wichtigste Aufgabe unserer Regierung bestehl in einer gründlichen Reform des AuSlaudSdienstes. Wenn wir den furchtbaren Gang nach Versailles antreten mußten, so war daran eine bollstündig ungenügende außenpolitische Rüstung mitschuldig Die Außenpolitik wurde immer mit dem Schleier des Geheimnisvollen umwoben, und sie war für neunzig Prozent des deutschen Volkes ein Buch mit sieben Siegeln. An dieser Geheimniskrämerei aber sind wir nicht zuletzt gescheitert, denn die Zusammenhänge der mner- politischen Maßnahmen mit der Außenpolitik und nmgÄchrt blieben dem Volke verborgen/ und daher kam es auch, daß es ratlos den furchtbaren Tatsachen grgenüberstand. als schließlich die ganze Welt sich gegen Deutschland zum Kanchse auf Leben und Tod erhoben hatte. Die neue Zeit erfordert Wctlwheit und Klarheit in. unserem ganzen politischen Betriebe. Vor allem ist das aber für unseren anßenpvlirischen Dienst und unsere Außenpolitik zu fordern. Diesen Erfordernissen scheint man fettens her Regierung ourch V erw irklichung umfassender Re- fornrvläne gerecht werden zu wollen. Bei dieser Frage handelt es sich nicht tim eine Parieiangelegenbeit. Die Notwendigkeit der Reform unseres Auswärtigen Amtes und unserer auswärtigen Politik ist vielmehr von allen Parteien bis zur äottzersten Rechten als ein dringendes Gebot der Stunde anerkannt worden.