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Meler Meße Nüchrichtm

HeMche Ahendzeitung

Kasseler Aherrdzettimg

V

Donnerstag, 24. JE 1919.

Fernsprecher 951 und 952.

Rnmmer 194

Fernsprecher 951 und 952.

Scharfe Mßuahmea gegen die Sleuerfluchl.

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9. Zahrgang.

Dir Raffelet Bltcefee Ifachrichtrn erfreuten wöcheniltch fett «mal> «war a b« a M. Trr StbonnetrerrtSyreis beträgt tnonatt 1.60 Start bei freier Znst-llu», tn3 gratis «efUtlMgo! werben :ecergei: non der Scfd&äWei'e ober bett Sohn entgegeneenominen. SrtKferet, »eeldg Unb Siebenten:*fad;t4cfilrase 28,H0, gär «IO erlang: ein «sandte Sritr-xe lo-m dir Redaktion eine Sercntioortunc oder »ewSHr in keinem ilaU: ubcrnebtr-ett. RSch-dümg deb Be-ugSxeideS oder»risprL<i>etv«gen efteatpertv <6t ertunmeSmäfrigerBie eruna anlgeschlossen.

äitferttottSpretie Die iiebcngefyalhte Seile für eistbeimtfrbe AeschLste SO Ptz, ffir «ei. roirttfle »n,eigen 35 M, Re.'latneze'.le für eintzeimikche S-schLNe 75 Pi, für anSwLrttge Geschäfte 1 AI., ^a'ach- Beilagen toerten mit 6 Mark pro Laufend berechnet, aller mit 50*/, Leuernngr.Liifchlag. Sei neierwlttUmg non ttzeigen auf teUpb. Weg« wird für durch Hör. fehler beroorgcrnfene Irrtümer kelnerleiHaftuag übetuosimen. Für die Lufnahme vonLnzeigen an bcftiatmten $aeen ober Blühen wird keine Gewähr grleiiter. SeschüftSsielle: kölnische Str. 5.

Sülifcrfe CinMsterungsn.

Basel. 23. JVN. (TelegrapMbe Privaimel- fcunff.) Die lettische FriedLNslommissto» in BariS «suckne die Friedenölonlerent. daß auch die wegen Gewalträtigkerten während der deut- scheu Besatzung van Lettland «ngefchulbig- ten Deutschen zur Nuterfuchrrua und Betzrasmra von Deutschland «ntSgeltefert «erden

den Bolschewisten mtgehören. Obwohl die Rach-- ri&ten nicht bestätigt sind, glaubt man in Paris doch, daß sie zuireffen und d' der Sturz Bela Kinrs'durch die Auflösung der Roten Armee veranlaßt wurde. Gsheimkorrespon- denten Haden bereits vor länger« Zeit mitae- toilt daß die Ungarn Bela Kun nicht mehr zu halten wünschen. n»chdem es ihm nicht gc- lunaeu ist, die Anerkennung der Rätcrepulsiik durch die FriedrnKonserenz zu erzielen.

Ser FrirdeWverttss.

Frankreich wird ratifizieren.

(Eigener Drahtbericht.)

PuriS. 23. Juli.

Der SamurerauSMrß hat sich mit allen Stimmen bei Stimmtnthnliunq der Sozia­listen färbte Ratifizierung des Frir- densvertrags mit Deutschland ausgesprochen.

Die SLLrks dss franzZflfche» Heeres.

Grus, 23. ftufi. «Eigene Drahtineldnna.) Im LeereScmsschNtz der französischen Kamm« h'ttrtt utitgeteUt, daß die Friedensstärke der französischen Ärm« nm ein Viertel Ho­tz er sein soll als bei KriegSauSbntch.

KslLschaiks Truppe» desertieren.

Basel, 23. Auli. (Eigene Drichtmeldrmg.) Einer Mrlvttnq aus Warschau zufolge sind ht der erste» Julihälfte von den russischen Truppen des Generals Koltfchak achtzigtausend Mann zu den Bolfche-Nz i sien übergegangen. Auf Koltschak wurdiawegen seiner brutalen Be- handftmg der Bürger ein Mordanschlag verübt, lkvltschak blieb «nnerletzt. dagegen wurd? sein Adjutant schwer verwundet.

Sie innere Seiahr.

Aufruhr der Unabhängigen und Kommumsten.

kPrivat-Telegraunn.)

Ltolp (Pommerns, 23. 5ti$L

Für Anschluß an Bersammlnngen der Unab- HLngiaen und Kommunisten kam es gestern zu Gewalttätigkeiten «nb schweren Aus­schreitungen. LersMedeue Läden wurden gestürmt und geplündert. Da die Polizei Rtftot die Menge machtlos war, entsandte da? Knfarenregtmeut mehrere starke 'Patrouillen in die Stadt. Beim Versuch, die Plünderungen zu verVud-u-n. 6mt e§ zu Schtesterräen, Wobei ei«c rntbetriliäts Frmt qetStet und drei Wei­tere Perloneu verletzt wurden. Nm Wittee- «ucht «ar die Ruhr wieder hergefsvt.

Auch in Euglarrd angenommen.

Haag, 23. JuK. (Privattelegramm.) Wie aus London gemeldet wird, ist der Gcsetzent- wrwk zur Ratifizserunq des Frtedensvrrträges mit 163 gegen 4 Stimmen angenommen «ordert.

Die Frauzofe» lehne» ab!

Genf, 23. Juli. (Privattelegramm.) Me der Lyoner Progrts an« Varis meldet, hat die sozialistische Partei Frankreichs sich dahin ausscfprochen, daß Besprechungen zwischen bcittfifen, österreichischen und franzö­sischen Getroffen nicht aufzunehmen seien.

gen wird sie sie niemals. Ein s-br gefährliches Spiel «ruß in Paris zu Ende geführt werden, an dem vielleicht die Entente selber erliegt.

Uns Deutschen kann natürlich der Ausgang nicht ganz gwichgültig sein, denn über unser Schicksal wird in Paris noch weiter bestimmt. Wohl tfi der Vertrag von uns umerzeichnei, wir sind vorläufig emr? ans den Händeln aus- aesckneden, aber eines Tages wird man uns wieder tzineinziehen, und vielleicht nicht zu un­serem Schaden. Denifchland kann nicht aus immer aussefcko'tet werden, und die uns jetzt noch bitter unrecht tun, werden später vielleicht unsere Freundschaft suchen. Die langsam, aber sicher aufsteigertde Erkenntnis, daß man uns unrecht getan, bietet unS die beste Gewähr dafür. =ss-

Ausstenrd der amerikanischen Seeleute.

Genf, 23. Juki. (Eigener Drahckericht.) Seit ernioen Tagen streiken in Amerika die Seeleute in den Atlantischen Häfen. SLnas der atlantischen Küste fieaen über 1200 Schrffe, die zum grZßten Teil mit Lebensmitteln belad n sind und nicht gelöscht werden oder ausfahreu können. B e r g e vom W a r e n, des meistens *9t SentfsKrä.b hsstmnnt sind, liegen in de« Häsen aufxes^chÄt. Wem: der Stieik »ich: bald zu Estde ,tzeht. besteht Gefahr, daß große Nenzen S-cheusmiti«! verderben. *

Sie Sme der ®elaneenen.

Dir Feinde verzögern die Rücksendung.

Bei sehr starker Beteiligung fand innerhalb des ersten Vertretertages gestern mittag Mr Her­reuhause eine gemeinsame Sitzung deS Volks- Hundes zum Schutze der deutschen Kriegs- und ZivLgefaugenen und der Reichsvereutigung ehemaliger Kriegs-- und Zivilgefangener start. Man beschäftigte sich dabei eingehend mit be» Lage der Gefangenen, mit ihrem Emp­fange, mit den verschiedenen Fragen der Heimkehr ufw. Vo-rstandsmimlied Rose erstattete den Bericht. Praktisch stehe eS sehr traurig tun die Rücksendung. Unseren Ver­tretern in Versailles ist eS noch nicht einmal gelungen, Fühlung mit der Entente in der Ge- sanzenenfrage zu erreichen. Von der Bildung» der vorgeschriebenen Ksrm.tifsionen sei mau gar Streit entfernt. ES scheint leid«, daß es nun doch dahin kommt, waS wir gefürchtet habe«: Die Feinde bebakten «ufere Gefangenen als Druckmittel in ihr« Hand. lHSri, hört?) Der Redner machte dann Mitteilungen üb« Me RückfichrungSauLsichtea und die Lage der Gefangenen in den verschiedenen Ländern. Bestmd«S Trauriges hatte er Sb« die frangS Mchen VerhAtmfle zu ber ichte«. WaS sSMr die Schweizer KontrollkouWrkssionen haben ansehen müssen, spottet all« BeschreWuu«. Warum hSt die, Regieruug ptrüd, waS die Schweiz« in mg berichtet habe»? Der Red«« eine EvWrtmtz gegen die vertragswidrige uns«« Gefangene« vor. Sn der eingehenden Besprechung wurden viele Klage« und Wünsche laut.

Die Derstumnütug forderte in ein« ErkkL- rung von der Regierung, daß sie nut« allen Umstörcheu die Wckgabe der Gefangenen Zug um Zug gegen Anstellung von Arbeitskräften als Vertragsbruch ahrvoife und jede Erörterung üb« RLckgatbe unter diesen Bedingungen ab- lehnt. Sie erwartet weit«, daß die deutschen Vertreter in Versailles auf Grund der hsichew- deu J«pDchtztttgen bn «nteut: uuverzst-l M einem Äbsihmsse irer Verba-eoinngen gelun­gen. Endlich erivartct man von der Regierung, iboß.sie bei WdeGund d«L?»de daoe«n

8s WrNMRt.

Kommt die Erkenntnis bei den Gegn««?

Von befreundeter Seite wird uns geslymetzen: Ms imfer Volk nach D-kanntwerden, der feindüchen FriedwsbedinMngen bezchworenL seine Stimme zu feierlichem Protest crhso, hat ntcmanb in den anderen Staaten den Mut gc= habt, für unser Recht zu sprechen, und bet un­seren Gegnern ein Wort hrt_ uns cinzulegen. Jetzt aber beginnt man allmählich eirrznseyen, wie unrecht an dem deutschen Volke gehandelt wurde. Es ist bezeichnend, daß diese Erkenut- niZ gerade bei den Staatsmännern uni er« Feinde zuerst wach wird. Der amerikanischc Seirat zeigt sich äußerst verstimmt über das «gcawächtige Vorgehen-des Präsidenten Wrl- sou, und wohl in keim«t feindlichen Lande -st der Friedcrrsdertrag ein« so erbarmuugSloseu KritS unterzogen worden, wie gerade in Amerika. Mksou selbst mußte jetzt vor sca-: uem Volle ösfeuÄich «klären, daß das WcÄ von Versailles sehr v.nvoÄkommen ist. Es rst allerdings ein sehr schlechter Trost, wenn der Präsident stosst, der Börkerbund werde den Ver­trag revidieren und einen besseren Frieden brtn- aen, denn dies« VöAevbund isst nichts artderes ols rät Bündnis der Nationen, die aus diesem Kriege als die Sieger hervorgegangeu sind, und die mrn nach Belieben ihre Macht an den an­deren Staaten erproben können. Großes Auf- foben hak die wiederholte ErKärmtg des Gene­rals Smuth gewacht, b« als rät einziger auf dem Friedensronareß den Mut fand, tMUmwun- fcen zu sagen, daß rtr Vertrag die Rechte der Dölker In den Staub trete und niemals einen wahren Frieden stiften kömre. Solche Stirn» >.$en verMnge» nicht ungehört, sie toerdrn zo- »rWe in den Ohren unserer Gegner wieder- »liugen, bis auch sie ihr «nr-cht einKfehen had-'u.

Aber auch ht den Ländern der Entente, wo man dlÄher stillschweigend den FriedensÄer- trag Mtgeheißen, wird fetzt von Tag zu Tag ein lebllgsterer Widerstand bemerfcar. In Eng­land hat die Arbeiterpartei sich dagegen auSae- sprvchen, und auch in Frankreich und Italic»

'dic Sozialisten unzufrieden. Wir JercinffS der Macht des internatimm- fen Sozialismus keinen 6eiottbercn Wert bei, nicht einmal die vier feindlichen SiaatSmänn« ließen sich durch die Drohungen der Jntnnatio- nale obschrecken. Versailles bedemet vielleicht das kläglichste Fiasko des Weltfoziakismrts. Aber so ganz ohne Wirkung wird doch der Pro­test nicht sein, er wird sicherlich auch dazu bei- troccn, die öffentliche Meinung gegen das Frie- benswerk zu stärken. Viel wichtig« ab« ist für uns das Erwachen im neutralen Ausland«, wo man die haltlosen BedinMngen richtig M beurteilen vermag. Die Neutralen könnten die besten Anlvälte de? deutschen DoNes sein, ihr Protest wurde den imsrigen «ft wirksam mache». Wir sind alle d« Mdersichtlichen Hoff- ru'.ng, daß bald dir Zeit konr,nen muß, wo eine Revrfion des FriedensverirageS erfolgt, und Stiemt auch unser« Geguer sich noch so sehr sicher fühlen im Bewußtsein d« Macht, di« sie jetzt überall nub vor der ganzen Wett darMd^eu suchen.'Die verkennen ganz, daß sie selber diese Repisiou vorbereiten. Der Völsserbmchaedaicke würzest fest in den Herzen der Merkschhert, und Vie Welt wird nickst lüften, bis er verwirAicht ist. Die Meinung über bett Bund von Verfail- keS tit Bei den Neutralen ungestkhr die gleiche, tote Sei uns. Die Schweiz hat durch ihre Re- giemng erklären kaffen, daß sie ihm nienE beitreten könne, in Holland und Skandinavien

GM« Ne KmeMcht.

Ttevchelung des Pavierzessdes.

lPrivat-Telegramm.1

Weimar, 23. Juli.

Zur genauen Feststellung bet vorhandenen Vermöge«, die utr restlosen Erfassung der Steuer notweudig ist, hot sich dos Rrichsimpi» sierinm zu fslnenden Maßnahmen entfchloffr«: In der nächsten Zeit werden alle vorhandenen Papiergeld« ein gezogen und durch Gut- fchelne (Zwilchenscheinej ersetzt, dir gegen das neue Papiergeld emgetauscht werden. Fern« werden sämtlickn Papiere einer Abstempe­lung unterzogen und so unter Kontrolle ge stellt. Alle nicht abgrst-mpclten Passiew und Papi«Mld« Bcrfieren bann ihren Wert.

Ser mkWse Mn.

Kämpfe der Litauer mit Bolschewisten. tPrivat-Telearamm.s

AtznigSb««. 23. Juli.

D« litomsche Generglstab meldet: An der litauisch-russtsch-bolschewMscken Grenze sind schwere Kämpfe «n Gan«e. Ein Bersuch b« Bolschewisten, die litauische Front zu dnrch- brechrn, ist mißlungen. Die litauischen Trup­pen nahmes eine Anzahl Dölf« bei Düna- burg. An d« polnische« Front dauern die Kämpfe auf 160 Kilometer Frontbreite an.

Wekt-rrSnmerei.

Nochmals deutsche KundgeStmgen?

(Eigene Drabtmeldung.s

Berlin. 23. Juli.

Wie in den Versantmlungen am Montag bekannt gegeben wurde, sollen am ersten Sonn­tag im Monat A u gn ft im ganzen Reiche neue Amrdgebungen der Unabhärsgigen und Koumw- tcksteiti für die Neltrevolution und die Völker­verbrüderung des Proletariats stattfmben.

Sei 6flt Seteieiitiu Staaten.

Wilson als KrtegSperkünd«;

sPt vatielegramm.t

Bote!, 28. Juki'

Rach rittet WosbinsUmer Meldtmg gab Wil­son im amerikanischen Senat die ErklLruno ab, Amerika kömte sich dem BSlkerbsiud nicht ferubalten. denn ... die Kriegsgefahr n d« Wekr fei grSher denn je zuvor!

Keimarer Tagung.

Fortsetzung der Berfaffungsberatung. (Telegraphifcher Bericht.)

Weimar, 23. Juli.

In der gestrigen Sitzung wurde die B«o- tinrg des Versasftmgsentwurfes fortgesetzt. Am meiste« wurde der Artikel 162 lRLtesystem) et» örtert. Alle Abönderungsarrträge sind äbge- lchnt, mit ?lusnahme des Antrages Delius, daß nicht diewichtigste^', sondern die wichtigen Berufegruphen durch Räte vertreten sein sollen. Der Artikel toitrbe in der Ausschutzfaffung an­genommen. Artikel 164 bestimmt, daß in bett nächsten fünfzehn Jahren Mitglieder der Fa­milien vmc Landesherren, die 1918 in Deutschland regiert haben, nicht zum Reicks- präsidenten gewählt werden können. Die AuSschußfafluug wird angenommen. Artikel 167 bestimmt, daß die Post- und Telegra. phenverwaltungen Bayerns und Württembergs int Wege der Vtztständi- M«g bis MM 1. Avril 1921 auf das Reick übergehen. Ist bis zum 1. Oktober 1990 leihe Verständigung erfolgt, so soll ein ReichsMfetz über die Uebematzmebedingungen und ein Schiedsgericht über die Höhe der Entschädigun- & entscheiden. Gleiche Bestinimungen trifft et 168 für Uebemahmc der Staats« eisenbahn und der Wasserstraßen ans das Reich. Ein gemeinsamer Antrag des Zen­trums, der DeutMtationalen, ber Demokraren und der -Äoziakdemolraten will bei mangelnber Verständigung die sämtlichen Nebernahmeb». dinguugen durch den Staatsgericktshof entscheiden lasten. Berichterstatter Dr. H a u ß. mann (Dem.) teilt mit, daß nach den gepstoge. neu Verhandlimgen Bayern und Württentb«- mit dieser Lösung der Frage einverstan- b en seien. Abg. Dr. Düring (DeutseSnaft.t bearrtragt die Einführung eines Artikels 169a, wonach eine Eidesleistung rechtswirksam auch in der Weise erfolgen kann, daß der SckwS. rende unter Weglaffung der religiösen Eides­formel erklärt: Ich schwöre. D« Antrag wird angenommen. Auf Antrag Dr. Haas (Dem.) wird Sin Artikel 171a angenommen, wonach die AushsbAng der Orden und Ehrenz eichen auf die Kriegsehrenzsichen der Jahre 1914 bis 1919 nicht angewendet werden soll. Artikel 172 bestimmt, daß bis zum Zusammentritt deS ersten Reick-stages die Nationalversammlung als Reichstag gilt und daß b« bisherige Reichspräsident bis zur giltigen Wahl deS Nachfolgers Reichspräsident bleckt. Ueb« den Zeitpunkt der Neuwahl ist kein Beschluß gestchk worden.Die nächste Sitzung findet am M r t t., woch statt: EntgegennaHme rin« Erklärnng der ReichKregierttng.

tzrrscht die gleiche Stimmung. Der Wilfonsche Bölkerhund 'wird also niemals zum wahren Bunde der Volk« werden. Die Rationen w«- ben sich in zwei große Sag« teilen-- Die ANier- ten sammeln sich in ihrem .BöKerhundr", die anderen werden Gegner des Bundes in seiner jetzigen Form bleiben und nicht rajten, bis ein netter entstanden ist, der die ganze Welt eint.

Gegenwärtig kst Wekhaupt noch nicht der Weltfnede zustande gekommen. Dieses Jahr Wird sicherltck iwck vergehen, eh« die ?Mier- t'K mit offen Maate« inS Stritte gekommen sind. Drittii>-Cefierreick wartet schon seit Imrpmt ver- gehsick ans die endgültige Bekanntgabe Vertrsoas, Bulgarien und die Türkei leben -gSüchfalls in drückender Ungewißheit, UMtrn totA sich freiwillig Sber-aussf nickt vor den Rsiyterstuhl der Entertte »sgebrä. ttrb ht Ruß­land muß erst die jetzige Regierung gestürzt sein, ehe mag dort an Frieden denkt. Eine :un­geheure Arbeit muß also getan werden, aber es ftagt sich, ob btc Enteräe meraen noch d-rzu Gelegenheit sindet. Die Uneinigkeit unter den Alliierten nimmt von Taq zu Tag zu. Llirm droht, ait8 dem Verbände «tzszuscheckrn. und auch Italien ist verschnupft. Auf dir Lösung dies« Fragen darf man mit Recht gespannt sein. Wenn Die Entente auch versucht. Ären Lieff lin- gen auf Kosten DeutschLurdk, Oesterreichs, Un­garns und Dm rn-deren ehematiuen Gegner »chgkichsie ZnaestäNdniffe zu «scheu, befried»-

Sees MÄemng in Mgarrl.

Bela Knn entflsbsn.

tTelesraphrsche Meldung.)'

Haag, 23. Juki.

Ans Paris wird berichtet: Eine aus Buda­pest kommende Rackricht besagt, daß die Reaie- nmo Bela Kuns gestürzt und durch ein Drei- rnaLner-Kollegium ersetzt worden issu Die Rametr >utr drei netten Männer werden nicht ftewaotf. Dela Sun soll asgeöltch noch Wien geM-Htrl fein, ivas »st« Beweis d-t'ür ongesebrii wird, daß die unten Machthaber .,:cht

Keine GegenlieSe i» Vslg!e«.

Rotterdam, 23. Juli. (Privattelc- gramm.) Der Borstand d« belgischen sozm- ftftischen Partei hat proklamiert, daß der von deutsche Veite angestrebieWahnsinn der BLl- kerverhrüderrmg" nicht mitgeWacht werden dürfe.

Sie Stthinls isWril«.

Eine alliierte DesetzunaSarmee.

- (Privat-Telegramm.)

Bafel, 23. Juli.

Die Prest-Jnfornmtion berichtet ans Paris, Marschall Fock habe gest«n der Friedenskonfe­renz einen Entwurf zur Besetzung deS Rheknlandes vorgelegt. Er glaubt mit htmderttausend Mann auökommen zu kSunen. Wie Frankreich. England tntb Ameri- ?« müssen stck auch die Belgier an d« Be­setzung beteiligen, ihn Deutschland zu zeigen, dost es die öier Militärmächte gegen sich hat, wenn es die Friedensbedingtmgen nicht «füllt.