Kasseler Abendzeitung
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Hesfische Abendzeitung
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Nummer 185
Sonntag, 13. Zrrli ISIS
Fernsprecher Ni und 952.
S. Jahrgang,
Fernsprecher 951 und 952.
Die Blockade heute aufgehoben.
Re Kriegsanleihe.
EnHchäbiguugsMnie für ShtrSoedtifL
DerMSdeuartige Vorschkäge firch verrits ge- , »Mht Wörde», «m das Unrecht zu vermindern oder zu beseitigen, das den Zeltler» der Krtegsankeihe droht oder bereAS <mg«tatt worden «ft Die Stumwen der Zhuisthen nnd Scha- deufucchen find ja schon Ttdft laut geworden, die sich «der diejenigen lustig machen, die aus vaterWEHeu WlichtgeflM ihr Geld für SmegSKvecke hüigegeden hatten. Ei» Aus- «Lerch von PflicLtersLllnng und PstLchtent, K-ehirnq ist hier auf geldlichem Gebrech , noch ■ttSgfid), Während es iu sonstigen uwrolrfchen und vöMfche» Fragen nicht mehr möglich ist «NÄ auch nicht ohne schwere Erschüttämngen des BoBEkSrpers versucht -werden könnte. Wirt, schafll-ch aber, angesichts der nun in den Bor. dergrund tretenden Inter essen, ist es ehe» möglich und sollte deshalb ernWrch ins Auge gefaßt werde».
In mancher H-ÄHcht ist es ja schon geschehe»: Annahme von KriegSa-nkeihe zum Reunwert bei der Verwertung von Heeres- gut, vvrauAsichÜÄche Aahlungspflicht ät Kriegs- anleche bei der Dermögensabgade ustv. Werter hat man vovgSfchlagerl, daß die Lkriegs- anLeche durch fine nach Maßgabe des Dermö- genSbsfitzes und eveutttell deS EirSommenS iMWtlegercke ZwawAsankekhe zum Zeichmrrrgs- kurs adzuWsM sei stnkd-ifcher FinanKminister a. D. Dr. Rheiteboldt), uted daß eine solche AwMgswtkeche akS BuchschM» bewerkstelligt werden solle, auf die Len BuchgWuLiger» mrf Verlangen ein DiSkorrSredit bis M 75% ihrer Forderung zur Beschaffung der erforderlichen Betriebsmittel gegeben werden kann (Bank- direktor Schmidt, Ulm). Andere Vorschläge weisen auf den Weg der Selbsthilfe, etwa der Gründung eines DerbmckeS zur Wabrung \ der Rechte der KrreMmleihebescher, mit der Aufgabe, geeignete Schritte der Gesetzgebung zu verMkMen, oder auch gegenseitig die Kriegsanleihe zmn Nennwert in Zahlung zu nehmen. T«r Gedanke einer Zw angSanleih« ist vielleicht hier der durchgreifendste, aber tgwvngs aNkeihen haben vieles gegen sich, und die garqe Wertgestaltmig des- Marktes der bisherigen Kriegsanleihen und dieser kSn-stvgen Zwangsanle-ihe darf nicht überfeh«r und als nicht vorhanden betrachtet werden? Bei dem 'Wunsche, diesen Markt jetzt «ich» zu kompkizie- ren, und bei der Notwendigkeit, nicht nur 93er. garmenes, sondern auch Gegenwärtiger zu be- -rmkstehtigeu, nänSrch die Knftigen Einkommen-, ArSetts- und BelasUrngKverhSttmfle in der Zeit des schweren Wiederaufbaues zu beachten, kann man such an folgender denken, was das «Meidende Reich nicht zu stark belasten, Staat und Gemeinden als eher tragsShige Schultern mit hercmziehen und alles für die laufende PrariS aus gleichen würde.
Die bisher vorgesehene steuerliche Beachtung der Kriegsanleihe läßt wohl dem Bescher und dem Zeichner von Kriegsanleihe Aussichten auf Bevorzugung, soweit er Mr Vermö- gensabgabe herangezogen wird, kann auch bei geschickter steuerlicher Ausgestaltung de« große n Vermögensbesitzer empfindlich treffe», der htt Verhältnis zu seinem Vermögen nicht ae- trug gezeichnet, sich also nicht seinen finanziellen Fähigkeiten gemäß an dem nationalen Werk beteiligt Hst. Denn dieser — natürlich nur wenn es auf den Nachweis eigener Zeichnung 'MÄormnt — genießt den VorteA nur für eine «eringere KriegSanleihefumme als der andere, der mehr gezeichnet hatte. Mer das ist doch nur ein sehr relativer und ungenügender Aus- gleich. Unausgeglichen bleibt völlig die Tatsache, daß er sein Geld nicht in Kriegsanleihe, sondern nutzbringender angelegt und^vermehrt hat. Unausgeglichen bleibt aber namentkich di« bei seinem Gegend«!, dem ärmeren Zeichner hervorgetretenen Tatsache des größeren Opfers rm Verhältnis zur Leistnnc-Sfahiqkeit und des verhältnismäßig größeren Kursverlustes. Denn wenn dieser andere überhaupt keine Vermögensabgabe oder weniger zu zahlen hat, als er Kriegsanleihe zeichnete, so hat er tatsächlich über sein Können hinaus seinerzeit die ReichSanleihe aus patriotischen Gründe» er- worben und leidet nun den Kursverlust ganz und ga-r. Ja, insbesondere trifft das für" die vielen zu, die aus Geldnot die Anleihefkücke in der Zwischenzeit verkaufen mutzten und nichts als Verlust haben, sie brr der Steuer also auch Nicht mehr verwerten rönnen.
DeShcSö müßte bei jeder Steuerentrich- tung, namentlich also such bei der Einkommensteuer, die Möglichkeit gegeben werden, »die Böcke von den Schafen zu sondern", und g-erechterweise Lenz» schonen, der sich Wer seine Fähigkeiten hinaus finanziell angestrengt hatte, dagegen d e n stärker zu belasten, der sich schlau zurückzulhaLten gewußt, und eigene Verluste auf Kosten anderer vermiede» hatte. Mit anderen Worten: neben der Möglichkeit, se-lbst- Seseichnete Kriegsanleihe zum Estverbswert i
auch bei der,Zahlung der Einkommensteuer ver. I sche Kompagnie', läßt im Danziger Hasen zwei
werten zu kömren, müßte abgesehen davon der
große Doppelspeicher Herstellen zur La- aertma und Stapelung überseeischer und europäischer Güter zum Zweck der Durchfuhr nach Bolen, dom-Baltidam und Fin- land. Die Firma hat engste Verbindung mit einem neuen englischen. Unternehmen.
Deutsches Gold für die Schweiz.
Bern, 12. Juki. sPrivatmgldung.) Di: achtzehn Millionen in Gold, di« Deutschland der Schweiz schuldet, deren Ausfuhr aber die Entente nicht gestattete, sind, der Züricher Post zufolge, jetzt endlich in der Schweiz angekommeu
Wirtfchastsfragm.
WrssellS Rücktritt unbestimmt. (Privat-Telegramm.)
Weimar. 12. Juli.
We bekannt, fand am Mittwoch dieser Woche eine KabinettZsitzung statt, tn der die Regierung sich an-bloss-n gegen das vom Re'chL- wirtschaftmiirisier Wissell ausgearbettete Pro- gkamm mit einer Planwirtschaft ausgesprochen Bat. Damit war eigentlich mich das Portefeuille WissellS erledigt. Gestern nachmittag hat sich -".'ch die sozialdemokratische Fraktion in einer längeren Srtznng mtt großer Mehrheit gegen die Pläne des WirtschastSnrrmsterS erklärt,
Der Äandel mit AmsriZa.
Amstcrd«». 12. Fuli. (Privat-TelegranM) AuS Washington wird vom 11. Juli gemeldet: Der Stellvertretende Staatssekretär des Auswärtige» hat die Wiederaufnahme der Handelsbeziehungen mit Deuftchland angekündigt. Binnen achtundveerzig Stund«» werden A u S. fuhrbrwilligangen gegeben werden; Färbst, fe. Chemikalie» und Katt sind dari» nicht inbegriffen Deren Sanml soll weiter unter der Kontrolle der Kommission verbleiben. Die Beschränkuna hinsichtlich der Schiffahrt werden nicht weiter aufrecht erhalten bleiben. Die Schiffahrtsverbirwungen mit Hamburg und Bremen werden wieder hergestellt werden. sobald Ladungen dafür erhältlich sind. Bon Philadelphia wird sofort ein Schiff nach Hamburg abgehen. Von den südliche« Hä
Slocksde Mfgehsbeu.
Ein Beschluß des Fünfer-RatS.
(Vrivat-Telegr-mvm.l
Paris. 12. Juli.
Ter Rat der Fünf beschloß, die Blockade ge ae» Deutschland am heuttgen Sonnabend den 12. Juli, aufzuheben.
wehr den ehrlichen Zahler schadeuftoh verspotten darf. Es wäre b«y.t nichts Wetter nötig, als eine Prozenttabelle der Steuererleichterung für den, der im Verhältnis zu fernem Vermögen und Einkommen viel KrisgsanLeche gezeichnet hat, und einer ebensolchen Tabelle n-ach der umgekehrtem Seite, also der Steuererhöhung für den, der verhältnis- mäßig zu wenig gezeichnet hatte. An einer bestimmten Stelle ist der Normalsatz; darüber und darunter findet Höherbelastung oder Miu- derbekastung statt, und zwar nicht nach gegen« wärttgem Besitz an Kriegsanleihe, sonder» nach der Tatsache der Zeichnung bemefitn, zum Schutz «st> auch gerade für diejenigen, die sich dabei stark übernommen hatten. Beripiele für die Technik solcher Berechnungsskalen gibt es ja schon. An der Technik also kann es auch nicht scheitern, und der Nachweis der ZeichnungshShe tote des Bermögensstandes ist ja der Steuerbehörde entweder schon gegeben oder leicht zu Damit wäre ein außerhalb des Kurs- ÄS der Kriegsanleihe stehendes Moment zur höherer Gerechtigkeit durch- geMhrt, etwas, was nicht neue kavrtalisttfche SchwieriAeiien macht, wohl ober das mora- Ksche Moment ganz besonders stark, und zwar an der so empsinÄliche.r Stelle der ErnkoAUncn- fteuerbelastung, berücksichtigt. Dr. A. Elster.
doch ist von der Partei der Wunsch ausgesprochen worden. WksseLS Kraft der Regierung zu erhalten. Mit einer Neubesetzung der Stelle im ReichSwtttsckmstsministettum ist jedoch bestimmt zu rechnen, doch steht zur Stunde noch nidrt fest, ob Wissell misschekdet oder ob ihm ein anderes Resort im Kabinett übertragen wird, — Ministerpräsident Bauer wird am Mittwoch in der Rattonalversammlung seinen Stand
fen aus wird sofort auf direktem Wege Baumwolle nach Deutschland verkauft werde».
Heimkehr der Gefangenen.
Dreilnrnderttansend aus England. tEigene Drahtmeldung.)
pnntt über die Zukunft unterer Wirtschaft dar- leaen. Soviel kann jetzt sckon gesagt werdm. daß von einer gänzlich freien Wirtschaft nicht die Red e sein kann. Da die Blockade in den allernächsten Tage» aufgehoben wird, müssen nattirlich rechtzeitig Maßnahme« aetraffen werden, um eine U^berfiutting Deutschlands mit ausländischen- Waren und damit eine völlige Lahmlegung unserer Industrie und unseres Handels zu verhindern. Es ist daher beabsichttgt, hie Einfichr nur Kr bestimmte Waren und Gegenstände frei zu geben und hierbei vor allem die Bedürfnisse der nnnderbemtttelten Bevölkerung in weitgehendstem Maße zu berücksichttgen.
Rotterdam, 12. Juli.
Nach einer Meldung des Lond-ner „Telegraph" hat die Admiralität für den 20. August acht Transportschiff« für die ersten Transporte der Kriegsgefangenen bereit gestellt. Rach Bal. fourS Mitteilung«« im Parlament sind aus England nahezu dreihunderttausend deutsche Kriegsgefangene heftnzubefSrdern.
Streif in Frankreich.
Streng« Gegenmaßnahme» angrdroht.
(Privat-Telegrarmn.)
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Wirtschaft« oder Arbertsnrrnister?
Berlin. 12. Juki. iPrivaimeldung.) Gestern abend ist eine endgültige Lösung in der Wiffell-Fraae noch nicht aefunden worden. Die mehrHettssozialdsmokratrsche Fraktion tagte in Weimar bis spät tn bett Abend hinein. In Berliner politischen Kreisen verlautet, Hatz man den eigenarttgen Versuch machen werde, den gegen- wSrttqen Rei-bs-rrb-ettsminister Schlicke <m die Stelle WiskeklS zu setzsn und denf Mni- ster Wissell die Leitung des ReichsarheitsamteS demnächst zu übertragen.
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Aufhebung der Blockade.
Paris. 12. Juki. kEvgene DrahtmeRmng.) Einer Meldrmg der Europa-Prest zufolge hat aufgrmrd der von der detfche« Rafiomckver- sammlung erfolgten Ratifiztemng des Frte- denSverttages der französische MinisterprSsident Clemeuceau mttgeteSt. daß er in UeSereknfikrn nnmg mit de» andere« Großmächten die sofortige 9fitf<|#eShMtg tfer ULoickadtef
Paris. 12. Juli.
Gegen den für de« 21. Juli geplante« De- MonfkrattonSftreik. der anch auf die Eisenbahner überzngreifen droht, kündigt der französische Eisenbahnminifter strenge Maßnahme» an. Die verhafteten Eisenbahner würde» vor ei« Kriegsgericht gestellt werden. Der Minister des Handels fordert die Post- mtt» Telegra- phen-Angestellten anf, sich nicht an dem Streik z« beteilige«.
FrauzSfisches Gericht l» der Pfalz.
Mannheim. 12. Juki. iEigenr Drahttnel' dwm.) Wegen Vertreibung ven Flugblätter« gegen die „neutrale Republik Pfalz" und den Putschversuch i« Speyer wurden vom französischen Krtegßgericht in Ludwigshafen zwei Fa- brikbamtte M fe sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Siner von ihm» soll überdies noch zweitausend Mark Geldstrafe zahle».
Deutsch-polnische VolkSwehr.
Weimarer Tagung.
Kleine Anftaaen. — Verfaffungsentwurf.
(Eigener Drahtbericht.)
Weimar, 12. Jutt. •
Tas Haus erlebte gestern wieder lange Debatten. Die Vcrfaffutegsvorlage beschäftigt sich unter anderem auch mtt den Grundr echte» des deutschen Volkes und will diese in der Versassuna verankert wissen. Daß dte Par. teten sich so ohne weireres nicht für den vom Ausschuß ausgearbeiteten Entwurf nttschttehen würden, war von vornherein ersichtlich Die Mahnung Fehrenbachs, dte fett einige» Tage» im Hanfe herrschende Ned-lust einzu- bämmen. wurde zwar vom Hause ntit Zustimmung begrüßt, aber von keinem Redner, der gestern das Wort erhielt, befolgt. Me Fraktionen ließe» längere Vorträge hakten. Es war aber völlige Uneinigkeit in der Auffassung über die Bestimmungen, sodaß die Verhandlungen gegen Mittag abqebrochen werden mußten.
Bon den gestrigen Rednern wurde der zur Debatte stehende Stofs emgehend erörtert und zerpflückt, was ihnen umso leichter gelang, da ein ieber von ihnen BerufsjurM war und eine genaue Kenntnis der Materie ihnen zu gesprochen werden mußte. Der Dentschparieiler Heintze glaubt eine Festlegung d« Grundrechte in der Verfassung verwerfen zu müsse«. Abg. Koch-Kassel fiihrt einige Gründe gegen die Ausnahme dkoser Bestimmung au, glaubt aber doch, daß es zweckmäßig sei. endlich einmal ein so oft erörtertes Kapitel gesetzlich festlegen z« sollen. Er sägt: Dte DrS» führunge» des Herrn Dr. Heintze ettkhatten gewiß manches Richtige. Die Zeit, wo eS notwendig war. Grundrechte zu schaffe», ist vor- über. In einem demokrattschen Staat ist jeder, zeit Gelegenheit geboten, das. was hier nur flüchtig angedeutet werden kann, durch geordneten Mehrheitsbeschluß zum Gesetz zu erheben. Wetter besteht dis große Gefahr, daß die Aufnahme oder Nichtaufnahme bestimmter Grundrechte nach parteipoKttschen Gesichtspunk. ten erfolgt. DeShcckh sittd d-tese uns bortiefier- den Grundrechte nicht ein wett m die Zukunft schauendes Werk, sondern ein Kompromiß zwischen den verschstedenen Parteianschauungen, ei» interfrakttonelles Parteiprogramm mit all seinen Schwächen und Unklarheiten. Nachdem aber nun einmal im Reg-ierungSentwnrf Grundrechte enthalten waren, war es schwer; ganz ohne sie auszukommen. Ma« sollte M aber nun wenigstens auf das, was jetzt darin fiepi, i>^ayruiuCii »MD rrvDrs Jkeues bringen versuchen. Dazu habe» wir auch gar keine Zett. In einem Augenblick, wo draußen Derhanblungen Aber die Zerreißung des preußischen DtaatsverbandeS mtt» andere wtehkige Fragen ten Gange stick, dürfen wir hier unmöglich Tage und Woche« damit zuSrMge«, die Frage, wie die Einzelheiten der Gesetzgebung der nächsten dreißig Jahre geregelt werden soll, durch bte Verfassung vorzutreiben. (Beifall bei den Demokraten.)
Der Vater deS Entwurfes ist der Zentrums» abgeordnete Dr. Beverre. Er hat uatüMch die Pflicht, seine Arbeit zu verteidigen und tut dies mit so überzeugenden Gründe», daß sekbst aus den Kreisen der Fraktionen, die anderer Auffassung sind, ihm deS öfteren zugeffimmt wird. Der Reichskommissar Dr. Preuß legt dem Hanse vor, die strittige» Artikel einfach z» streiche», bantit der deutschen Nnttonalversamnr. luna nicht dnS gleiche Schicksal beschieden werde tote feuer von 1848. bte bekanntlich gerade an diesem Punkt gescheitert fff. Der sozialdemokratische Redner ergreift die Partei deS Abgeordneten Betzerle und stimmt in der Hauptsache den Airssührungen des demokrattschen Redaers zu Anders bet Unabhängige Cohn. Er äußert sich über bte Grundrechte in ganz abfälliger Weise und macht dem RegterungSem- wurf den Vorwurf der Unwahrhaftigkeit, Dos Haus nimmt wenig Notiz von feiner Rede. Nur seine FrakttonSkollegen suchen durch Sstere Zurufe ihre Znsttmmung auszudrücken. — Nachdem der dsmsknttische Abg. Hautz- mann Schluß bet Debatte beantragt hatte, wurde dte Sitzung geschloffen. — Nächste SH» zmun Sonnabend B-s Uhr. Erste und zweit« Beratung des Gesetzes llber die Anrechnun« der Müttärdienstzeit: Berichte der GeschafiSo-d» nungs- und WahlprüfungSkommlsfiouen: brRte Lesung des ReichssiedcknngsaesctzeS und kl»ä- uere Anfrage« über innere Angelegenheiten.
gegen Deutschland vornehmen werde. Weiter teilte Clrmemca» mit daß er He sofort-ge Aufhebung der Seiftet »erfüaen werde.
•
Dänische Lagerhäuser ixt DarrM.
Danzig. 12. JuL (PrStattWÄMra.) Eine der ersten dänische« Reedevchm. bte
Thor«. 12. Juli. - (Privatmeldung.) Die teeutschen und polnischen Vertreter des Kreises Granden» fordern die wafsenWi- aen Männer beider Natwnalttätm auf. sich -nm, sofortigen Eintritt in die gemeinsame Volks wehr zu melden, um Unruhe» und Räubereien z» verhüten und das bedrohte Leben und Eigentum der Bewohner zu schützen.
Sie Landttbersammlaoz.
Dte Streiks müsse« aushöre».
fTeLegraphrfche Mekdung.)
Berlin, 12. Juki.
I« bet gestrigen Sitzung stand das Ei- fendahn-au-Lerhe-Ge setz zur zwetten