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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

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Nummer 174.

F«nsprechrr 951 mrd 951

Dienstag, 1. Sult 1919.

Ftrnsprecher 951 «nb 951

9. Aahrgana.

Deutschlands großer Trauertag.

Versailles, 28. Juni. Der Friedensvertrag ist, wie vorgesehen, nachmittags drei Ahr im Schloß unterzeichnet worden. Bei Eröffnung der Sitzung hielt Clemeneeau eine kurze Ansprache. Die deutschen Vertreter ergriffen während des Aktes nicht das Wort.

Jer Lag von Versailles.

Deutschlands tiefe Demütigung.

Ms heute vor acht Tagen die Kunde nach Daris drang, daß Deutschland den Friedens- Vertrag unterschreiben werde, botrttcrtcn eine ganze Stunde lang die Kanonen und des Vol­kes bemächtigte sich ein an Wahnwitz greirzen- der Taumel. Man hatte bis dahin immer noch in breiten Schichten der Bevölkerung gefürchtet, die in Deutschland herrschende Strömung gegen die NnterzeielMnng des EttvürgungS-Friedens werde die Oberhand gewinnen. Nun aber war der Augenblick gekommen, auf den der von fa. natkschem Hatz erfüllte Clemeneeau nach ferne« Worren neunnndvierzig Jahre gewartet hatte. Deshalb taumelte Baris, deshalb taumelte ganz Frankreich in Verzückung, deshalb tanz« das Vock, wie irrsinnig geworden, auf den Straßen

<"tottew .-üiv Tntnd ti.se Geschütze. ... Uno als die Woche enoele, da spielte sich in dem prunkbeladenen Spiegelsaal zu Versailles der letzte Akt der großen Kriegs­tragödie ab. Just in dem gleichen Raum, der einen lichtumfluteteu Tag deutscher Ehre sah, wurde durch Clemenccans Tücke dem deutschen Volke die größte Demütigung zuteil, die es in seiner tausendsährigrn Geschichte zu verzeichnen hat: Am Sonnabend, 3 Uhr nachmittags, wurde der Friedensvertrag unterzeichnet. Der größte Triumph für die französischen Erbfeinde, der größte Schmerz für unser armes deutsches Va- rerlaud! Und die deutsche Flagge fang aus Halbmast!

Es war kein zufälliges Zusammentreffen, daß der Tag von Versailles mit dem Tage von Serajewo -Keich ist. Ms am 28. Juni 1914 in Serajewo Franz Ferdinand von Oesterreich mit seiner Gemahlin durch Wörderhand siel, -begann damit das welterschütternde Drama, das in fünf Jahren an uns vorüber zag. und wenn Clemeneeau die Unterzeichmrng des Vertrags aus den Mordtag in der bosnischen Hauptstadt legte, so machte er damit wieder seinen Volks- genoffen ein Zugeständnis, an dem sie ihre leicht erregbaren Sinne berauschen konnten. An dem Tage von Serajewo, der Deutschland in- Nibe­lungentreue an der Seite seiner Bundesgenossen kn den Weltenbrand getrieben, mußte es nach fünf langen, todesmutig ertragenen Jahren den -stempel unter das Dokument seiner Nieder­lage, seines völligen Zusammenbruches setzen. Fürwahr ein grausiges Geschick!

Run ists geschehen! Zitternden .Herzens vernahmen wir die Kunde. Und tiefer senkt sich die Dämmerung über daS gequälte und von inneren Stürmen erschütterte Land. Unser Hoffen gehört der Zukunft und der Gegenwart das Gelübde, treu zum VaterLmde zu stehen und mit eisernem Fleiße das wieder auszu­bauen, was zertrümmert am Boden liegt. Un­ser Hoffen liegt nickt im Reiche der Phantasien über den Völkerbund und den ewigen Fksih- ling, den er nach den pathetischen Reden des amerikanischen Schwätzers hermrffübren soll, sondern in dem Bekenntnis deutscher Schaffens­kraft, deutschen Geistes, deutschen Strebens und schließlich auch deutscher Arbeit. Zu ihr muß sich daS Volk wieder zurückfinden, wenn es sich darüber klar geworden, daß nur durch sie das sieche Land wieder gesunden kann. Denn nur das Do2 ist verlogen, das anshört. in der Ar­beit und im Vor--tssireben seine Stütz« zu suchen. Und der Tilg dieser Erkenntnis wird kommen, er wird auch für alle die auf» dämmern, die heute noch der Ansicht sind, daß bessere Zeiten für Deutschland dur durch neuen Umsturz, neue Vernichtung herausgesührt wer­den könnten. Ist das deutsche Volk ernsten Willens, das zu halten, was am Sonn­abend in Versailles unterschrieben wnrde, dann muß es sich anck darüber klar sein, daß mcht das Chaos, sondern nur Ordnung, daß nicht Bequemlichkeit, sondern Arbeit, baß nicht GkeichMtigleit, sondern trat Pflichterfül­lung uns zum Ziele führt.

Nun issts geschehen! Deuffchlmch liegt ge- demsitigt am Boden. Aber damit ist die West- traaSdie nickt bemdat. der ewige Bölkersrühling Wit an-L'bkscheu. Sin Rarx, ter flfcaSet wollt», daß nun ksse Morgenröte ces WrKsris. dens ausgesiieqen. Auch an England, dem ae- genivartigen Herrn der Welt, wird sich dermal- einft. vielleicht in nicht allzuferner Zeit, ser

I Laus der Geschichte erfüllen, es wird einen Zu- 1 sammenbruch erleben, wie ihn größer die Erde uock nicht sah, und in Lodernden Flammen rofri) das Gebäude, das Habgier und Tücke aufgerichtet, mit Donnerkracken znfaimnensÄr- zen. Dieser ZuknnftS-Gerich tstaq wird für die vami lebende deutsche Generation ein Tag der Genugtuung sein, lieber dem lebenden Ge­schlecht weht lange, lange Deutschlands Flagge auf Halbmast! ... **

Sie geleistete Merschrist. 3m Spiegelsaal von Versailles.

tPrivattelegramm. >

Amsterdam 29. Mwi.

Rcuter meldet aus Versailles: Di« feier­liche Sitzung zur Unterzeichnung des Frie desi^v-rttsoes'"fr* von 51 r t$:' it r r ' -? 3 Uhr fünf Minuten eröffnet. Bei Eröffnung der Sitzung hielt Clemanceau eine kurze An­sprache. worin er erklärte, daß die Unterzeich­nung des Friedensvertrages die loyale und treue Erfüllung der FriedenöbedingungSn be­deute. Daraus lnd er Ne Vertreter Deutsch­lands zur Unterzeichnung des Vertrages ein. Diese taten es ohne Ansprache. Dr. Bell zeichnete zuerst. Dann unterzeichnete Wilson, die Amerikaner. Lloyd George, die Engländer, die Franzosen und die Italiener, sowie die Japaner. Als Clemeneeau in seiner Rede von derDeutschen Republik" sprach, wurde von den Sitzen der Deutschen gerufen: Reich". Clemeneeau verbesserte sich dann auch mid sprach vomDeutschen Reich!" Kurz vor 4 Ubr war der Akt beendet. Cle- menceau hob die Sitzung mit der Erklärung auf. der Friede fei geschlossen. Er ersuchte die Delegierte« der alliierten und assoziierten Mächte, zu warten, bi« die deutschen Bevoll­mächtigten sich entfernt hätten. Die Militär- Mission werd« die deutsche Delegation in das Hotel des Reservoirs zurückleiten. Die deut­schen Bevollmächtigten verließen daraus als Erste den Saal und begaben sich aus demselben Wege auf dem sie gekommen waren, sofort in das Hotel des Reservoirs zurück.

Nach der Anterzeichnung.

Genf. 30. Juni. (Privattelegramm.) Nach der Unterzeichnung hielten die Vertreter der Großmächte eine nicht öffentliche Sitzung ab. Bei dieser GelegenhÄt haben Wilson und Llotzd George die gleichlautende Erklärung unterschrieben, worin sie sich für die Vereinig­ten Staaten und Großbritannien verpflichten. Frankreich ihren Beistand zu ge­währen für den Fall, daß es Gegenstand eines provozierten Angriffes werde. Das französische Detzesckenbüro, das diese Mtt- teilung verbreitet bat. fügt hinzu, daß es sich um eine auf die Erfüllung der Friedensbe- dinaung. also aus den Zeitpunkt von fünfzehn Jahren, gültige Erklärung handelt, nicht aber um eine allgemeine und uneinge­schränkte Allianz der jetzigen Freunde.

Der Rat der Mer.

der Kultur als auch im Unterricht verpflichtet. Es kommt hier der von W i l f o n geforderte Schutz der jüdische« Raffe in Betracht.

*

Strenge Isolierung der Deutschen.

Paris. 30. Juni. (Eigene Drahtmcldung.) Wie die Blätter melden war auch nach der Nnicrzeichmma des Frievensvertrages die Möglichkeit, sich der deutschen Frisdensabord- nung z« nähern, vergebens, da Clemeneeau Verboten hatte, sich mtt den Deutschen zu unter­halten, mtter Andrrchirng der Verurteilung durch ein Kriegsgericht. Der Vertreter der amerikanischen Agentur United Preß hatte in­dessen von Dr. Bell und Hermann Müller folgende ErkKrung erhalten: Wir haben ohne irgend welchen Vorbehalt unterzeichnet. Das driftsche Boll wird alles, was in seinen Kräs- *8*. st y tzrn sich -en WedsifsbediirgUiiAen Änzapaiick!. Wir glauben indessen, daß die En­tente cs in ihrem eigenen Interesse für nötig erachtet, in Anbettacht der Unmög­lichkeit der Durchführung, einige Artikel zu ändern. Wir denken, die Entente wird nicht aus der Auslieferung des Kaifers durch Holland bestehen bleiben. Die dcutfche Re­gierung wird einem Angriff gegen Polen kei­nerlei Unterstützung gewähren.

knMcher Kikgerjnbel.

London bit Freudentaumel.

(Privat-Telegramm.)

Amsterdam, 30. Juni.

Dem Handelsblatt wird aus London ge- meföet: Um Vier Uhr wurde in London der Bericht verbreitet, daß der Friedensvertrag un- terzeichnet fei. Mit Begeisterung wurde diese Nachricht ausgenommen. Ueberall wurde« Fah­nen berirusgesteckt und auf den Straßen wur­den Flaggen und Fahnen der alliierten Länder verkaust. Eine ungeheure Menfckenmenge be­wegte sich dmch die Straßen des Westends. Um sechs Uhr wurde d«e Unterzeichmmg des Frie- densuertrages offiziell durch Kanonen- sckläge in den einzelnen Vorstädten Londons bekanntgegeben. Ueberall herrschte große Freude. Die Nationalhymne tvurbe angestimmt. Die Be­geisterung war eine ungeheure. Aus dem Tra­falgar Sguare hatte sich eine ungeheuere, fest­lich gekleidete Menfckenmenge eingrstmden. Der Platz selbst war anläßlich der Sieges-Anleihe festlich mit Blumen geschmückt. Tie Polizei vrd. ncte zwischen zehn und elf Uhr in verschiedenen Stadtteilen die Einstellung des Straßenbahn- verkehrs an. Scheinwerfer ließen ihre Licht­strahlen spielen, lieber dem Buckingham-Palare vereinigten sich die unzähligen Strahlenbstndel. Die Theater und großen Restaurants hatten zmn ersten Mal seit Ausbruch des Krieges die Fronten ihrer Häuser illuminiert. Ueberall herrschte Freuds und Jubel; aber doch nicht in dem Maße, wie am Tage des Abschlusses des Waffenstillstandes. Gegen sechs Mr nachmtt- tagS erschienen der König, die Königin', der Prinz von Wales, Prinz Adalbert itnb Prinzessin Mary auf dem Balkon. Ungeheure Mengen von Menfchen jubelten den Mitgliedern des könilssichen Hames zu. Der König hielt eine Ansprache. Als er sagte, ick danke nrit meinem Volke Gott, jubelte ihm die Menge zu.

Genf. 30. Juni. (Privattelegramm.) In einer im Anschluß an die Friedensunterzeich- nttna abgehaltenen Sitzung beschloß der Rat der Bier, die zur baldigen Ratifizierung deS Friedensvertrages uotwe^ngen Maßregeln im Ange zu behalten. Arn Mon­tag wird das betreffende Gesetz den Parla­menten in England und Frankreich unterbrei­tet werden. Lloyd George wird hierzu am Montag im Unterhanse eine Rede hatten und Clemeneeau wird gleichzeitig in der Deputiertenlamm« einige Erklär«gen ab- geben. Der Bevollmächtigt« Polens, Pa- feteroetl. wurde »m Set ter Sier emp­fangen und unter zeichnete ein Schriftstück, das Polen zur Anerkennung ter konfessionellen Gleichberechtigung seiner Bewohn« sowohl m

Am Genfer See.

Genf, SO. Juni. (Privat-Telegramm.) In den Städten am Genfer See Irmrde die Frie- densmtt rzeicknuug durch Flaggenfchmnck, FeMuxzeri und Fackelzüge ffcfeicrt. Der Beginn der Tätigkeit des Sekretariats des Völkerbundes in Genf ist «ff den 1. September vorgesehen. Oberst Hanfe wirrte zmn ersten Vertreter Amerikas am Sitz der BöSerffga ernannt.

Der amerikanische Schauspieler.

Amterdam, SO. Juni. MrchatzTekegrmum.)

otfchaft

dringend ersucht, den Friedensvertrug ohne

Ncuderungen BortehEe anFtmehv««.

Scapa Flow.

Das Ende der deutschen Kriegsschiffe.

Ein Seeoffizier, der jur -Befauun« »er in »cap» Flow tnternirriee deutschen Flotte 8,hSr« hat, entwirft folgende Schildern»,.

Nach den Waffenstillstandsbedingungen sollte die deutsche Flotte in neutralen Häfen inter­niert werden. Nur zur Fahrt nach neutralen Häsen hatten sich die Offiziere und Mannschaf­ten berett erklärt. Im letzten Augenblick, we­nige Stunden vor der Ausfahrt aus Kiel, Wurde bekannt, daß die Flotte zuerst nach dem Firih of Forth gehen solle, um dort desarmiert zu werden, und daß die Schisse erst nach der' Desarmierung aus die eigentlichen Juternie- rungshLfen verteilt würden. Von der AuÄiesc- rung der Flotte an England war ab« auch da­mals noch keine Rede. Erst: als die Schiffe im Firsh of Forth waften-tos mtter der Kai-t-arn der alliierten- Flotte lüge«, gab der enKische Admiral B e a t t v den Befehl, die deutsche Flotte in Scapa Flow M internieren. Abge- schnitteu von der Heimat, ohne Waffen, blieb dem Führer der Flotte nichts übrig, als sich dem englischen Befehl zu fügen.

Nach der Ankunft in Scapa Fww brachten die Engländer unsere Schiffe aus ihre Liege­plätze: die Schiffe in etwa tausend Met« Ab­stand voneinander verankert, die Torpedoboote KU Mett an eine Boje. Aus Angst vor revo- utti-onär« Propaganda verboten die Engländer nicht nur sofort den Bvotsv«kehr zwischen den eigenen Schiffen und Booten, sondern auch den Austausch von Signalen. Gleich nach der An­knust in Scapa Flow sollte d« größte Teil der Besatzung nach Deutschland zurückgefuhrt toer- den, und nur Wmhtkommandos sollten an Bord bleiben. Infolge d« revolutionären Verhält« Neffe in Deutschland verzögerte sich die Absen- birng der Transportdampscr von Deutschland um vierzehn Tage; die Torpedoboote hatten aber nur für zehn Tage Proviant an Bord neh­men lönneit. Durch die Ueberfahrt nach Ena- land, den Anffcnthalt im Flrch off Forth mid, die Fahrt nach Scapa Flow war ter Proviants zwei Tage nach der Ankunft in Scapa gtoto be­reits ansgebrancht. Die Englänter weigerten sich, für unsere Torpedobootsbesatzung Prrwiant zu rtefem. Um die Leute nicht vetbunaern zu lassen, wurde schließlich vom englischen Admiral die Erlaubnis «wirst, daß die zur Rückfahrt nach Deutschland bestimmten Besatzungsteike auf den großen Schiffen, die mehr Proviantmengen an Bord hatten, vntergebracht werden dursten. Sv wurden etwa dreihundert Mann ans jedes Linienschiff eingcschiffi.

Am 8. Dezember fuhren die in die Heimat zurückkehrenden Mannschaft en von dem Jnt«- nierungshafen von Scapa Flow ab und ließen ihre Kameraden in ein« trostlos öden, nordi­schen Bockt zurück. So wett man sieht, ist dort kein Bamn, keine größ«e Erhebung, die ein zige Wwechslung für das Auge sind einige Hir- terchütten, und die einzige Vegetation ist arm­seliges Renntiermoos. Die nördliche Lage bringt es nrit sich, daß Vis tief in den April hinein daS Tageslicht höchstens sechs bis sieben Stunden scheint. In dies« ttaurigen Gegend leben unsere internierten Landsleute nun schon feit sieben Monaten, ohne daß sie auch mrr einen Fuß an Land fetzen dursten. Was das beson­ders Mr die Wachen aus den Torpedobooten heißt, kann sich kaum «in Fachmann vorstellen. Als einzige stinsMche Bebeuchttmg dienten wochenlang kümmerliche Kerzen, die *» Fla­schenhälse gesteckt wurden, zwei KoblenSfen heizten nokdürstig die Wohrrräume. Nachdem die Transportdampfer, die die BesatzuuaSteile abhokien, die erste Pos» anS ter jyehnöt ge­bracht hatten, hatten sie keinerlei Nachrichten, bis Ende yaratar ein regelmäßig« Postdienst dmch Torpedoboote, dir gleichzeitig de« Pro­viant T achten, eingerichtet wurde. Die Briefe ter gummierten müssen dagegen über London ashen, wo st« zensiert werten und ost fiter Wochen stegen blechen, ehe sie wettertefSrdert werten. Für Ne Torpedobootsbesatzungen wurde insofern eine kleine Erleichterung ae- schcfffen, aW stmn« vier Boote, das heißt, tner Offiziere und sechSvndsiebzig Mann, zusammen- gelegt wurden.

Sieben Monate Sang warten sie dort schon auf bett Frieden, beschäftigungslos und ohne