Meier Neueste Nachrichten
Hessische Abendzeitung
Staffelet Abendzeitung
S. Jahrgang
Fernsprecher 951 «ffb $52.
Dienstag, 27. Mai ISIS
Fernsprecher 951 und 951
Nummer 146.
Zwischen Versailles und Varis
tote die Weiße Rasse
«
Das bedrohte Saargebiet.
La5 Washington wird gemeldet: Di« repn- blikaEche Preße foltert haf> Wilson«
Riffe int Re«.
Gegenwart und Zukunft.
Deutschlands Versklavung.
Zeichen erwachender Einsicht?
(Telegraphischer Berichts
Versailles, 26. Mai.
Den Stimmen ans England, Strömten von Wachleuten, die ihr Urteil nicht durch die B°li- li# des Rausches habennrnnebeln lassen sind den amerikanischen Zeichen gefolgt oder besser, sie sind nach ihnen deutlich geworden: mc,.r Vertrag, sagen die Mrsschaftspolittk« Englands und Amerikas, ist eine Unmo gltchkett. Dfo Aussschrungen der Dativ R-Ws vom 17. Mat waren für diese Anzeichen erwachender Einsicht kennzeichnend. Jetzt sind die Dinge rö der ame- rikantschen Delegation, wie die m Parts mtt Unruhe aufgenommcnen offenen Schrttte am«- r-kcnrischer Delegierter beweisen, soweit gediehen daß Präsident Wilson sich von seinen Landsleuten, nicht irgendwelchen Unbekannten, sondern Delegierten Amerikas m Parts, sagen lassen muß. daß er für den Untergang Europas und Amerikas kämpfe. In den Kreisen der deutschen Fachleute in Versailles hat man auf diese Einsicht ^r«foset. ohne W ft rö. versteh- len. welche Schwier-.rtteiten ihr geamüberstSn. den und ohne eine schnelle Wttderküir Der Weltvernunft Voraussagen zu! wollen.,Der deutsche Standpunkt in diesen wirsichafrllchen Streifen ist klar genug: Wir sind alS ehrliche mü> anständige Leute bereit zum Zahlen. Aber unter das Unmögliche können Wir «nsere Rmnen. die tu da Weltwirtschaft fett guten Lredü bat.
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Nur Ablehnungen.
Rotterdam. 26. Mai. sPrttwt-Tele- aramm.s Dailtz Mail meldet auS PartS: Auch auf den deutsche« Protest gegen die Abtretung von Gebieten deS Deutschen Reiches an die Nachbarstaaten lautet die Antwort der Alliierten ablehnend. Die amerikanischen Delegierten wurden in dieser Frage überstimmt.
Jer große Plmtte-Wilss«.
Unzufriedene Republikaner.
(Eigene Meldung.^
Basel, 26. Mai.
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HM man die Hauptfragen in einer große« Denkschrift zusammenhängend behandelt. Dieser um- sangreichen Antwort ist das Wilson-Programm zugrunde gelegt, tmf Grund dessen wir uns zu FrftdensverhmrÄmrgen bereit erklärt haben. ES find austerdem VorschlSoe ge- maüsi worden über das, was das deutsche Vo>. wirklich le-'!en r-rwr. In diesem Vorschläge sind auch die territorialen ,md loü'Uialra ; :-5ui berücksichtigt worden. Bei der ReickBreaterung mrd auch bei der Friedentzdelegation herrscht die Auffafiung vor, daß unsere Vorschläge rzcirmet irtb, Verhandlungen anzubahnen. Andere Fraoen, alS die zur endgültigen Fertigstellung der deutschen Antwort notwendigen, find «richt besprochen worden.
Sumer nette Roten.
Die Frage des Schaden-ErsatzeS.
sPrivat-Telearamm.>
Versailles. 26. Mai.
Sonntag mittag hat die deutsche Friedens. dele-mtion in Versailles der Entente eine weitere Rote zugestellt, die alS Erwiderung auf die Rote ClemeuceauS über die Schadenersatz« frage gelten kann. Die deutsche Rote widerlegt ausdrücklich die falsche Bezugnahme aus die Rote des amerikanischen Staatssekretärs Lansina vom 7. November 1918. Die deutsche Rote gibt in weitestem Umfangt Scha- denersabpfttcht für Belgien und Rordfrankreich zu. stellt aber die gleisi?en Ersatzansprüche für den Schaden, der durch die »mrgerblockal« angerichtet worden sei und bestreitet noch einmal die alleinige Kriegsschuld Deutschlands, in« dem sie abermals die Untersuchung dieser ftmtfle vor einem internationalen Schiedsgericht fordert.
Mandat in Paris, wonach er bei den Frie-' densverhandröngen Amerika zu vertreten habe, einaezoaen werden muffe. Der Senat müsse schall einen derartigen Beschluß Men und eine neue Kommission wWcn, beten Mtgsieder alle aus der republikanischen Parier bestehen näßten Die republflanische Partei will das Fiasko, das Wilson bei den ^ftde^et- Handlungen Amerika bereitet hat au^ Wrlson allein n wälien. Ob ihr das gelingt?
Eine Londoner Zeitung meldet m>S Rew- York: Die Protestaktion der Republikaner be- ginnt im Sande zu verlaufen. Dre republikanischen Senatoren des KongrAeS, die gegen den Friedens- und DSlforbundSvertrag opponierte«, haben sich aut Vorstellungen-hi« zu Verhandlungen mtt Wrlson berett erklärt Die Londoner Zeitung ffi-tt hinzu, man glaube nach der Wendung der Tröffe in den letzten Tagen, daß den Deutschen nicht- weiter al» die Unterzeichnung übrig bleto-
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Für die jetzige Fassung.
Rotterdam. 26. Mai. (Eigene DrabrörÄ- dunzsi Die Londoner Zeitung .Dailh Mark' meldet, daß röt englischen Unterhaus in der liberalen Partei eine starke Mehrheit für die jetzige Fassung des Friedensvertrages mrt Deutschland vorhanden sei. Auch in dieser Rich- tung würden sich die Ertoarröngen und Hoffnungen der Deutsche« nicht erfülle«. Die Rückkehr deS Grafen Brockdorff wird in der französischen Presse als ein Zeichen dafür aus- gelegt, daß Deutschland sich mit dem Gedanken vertraut macht, den Frieden zu unterzeichnen.
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Jede willige Regierung angenehm!
Genf, 26. Mai. (Privat-Telegramm.) Erö Pariser Bkttt schreibt: Falls die jetzige betrtJAe Regierung den FriedeftS'-ertraq nnt den Allt- ierten nicht unterzeichnen »volle, würden die Alliierten ohne Vorbehalt jede andere deutsche Regieruna (h anerkennen, dre sich zur Unterschrift bereit erklärt
wäre ein Wahn, dem man zur Dermeidmrg denSwett unter Dach und Fach fern. Daß d a n n die jetzige Koalition nicht Mfammenzu hatten sein wird, ist gewiß jetzt sckwn ersichtlich
Das Gefährlichste, was cröem Polittfer passieren kann, ist. wenn er seine Ru^ verliert- Nubiae Ueberlegmtg, klare und nüchterne Betrachtung der Dinge müssen aber auch tn der gesamten deutschen Oeffenflichkeit d'atz greifen. Mit dem Herzen kann mm einmal Politik diesen Stils, der jetzt in Versailles beliebt wird, nicht gemacht Werden, so sehr unS bte Der- satller Gsfofthnifle auch ans Herz gretfen und unsere Seelen erschüttern. Wahret bte Ruhe, wahret die Würde, dann werd unsere Arbeit den tatkräftigen Rückhalt besitzen, den sie so dringend bei der Erreichung besserer Bedutgun- gen beS FriedenSvrrtrageS braucht.
Die deutsche Antwort.
Bevorstehende Uebermittelnng.
sGigene Mekdungsi
- Berlin, W. Mai.
Ma« rechnet damit, daß die Uebergabe der deutsche« Antwort in den nächsten Tagen, vittleicht schon am Montag, erfotr.cn kann. Gletch- zeitig mit der Uebergabe wird auch die Beröf-
Wendung kämen. . _
Gebt euch in der Heimat auch lernen Hoffnungen auf ein Eingreifen der Sozialisten rö den gegnerischen Ländern hin. DaS sind rm jetzigen Stadium der Dröge nichts anderes als schwärmerisch« Phantastereien. Und wenn es im Lauft der Zeit wirklich zu einer Aendenrna »er Lage komme« sollte, so wäre« Deutschland lutb das deutsche Volk schon längst gestorben und verdorben. Wir haben bte SröneSrichröng der Frausoseu am eigenen Leibe ja nun gründlich kennen gelernt. Laßt es Euch rö der Heimat saqen, daß Ihr Euch täuscht, wenn Ihr mit Suren zur Verzeihung urtb zur Ver- söhnung aeneiate« Herzen wähnt, daß der Hatz gegen die .Boches" eine nur vorübergehende Erscheinung sei. Was kann es denn auch für den Franzosen lockenderes geben, als die ihm immer und immer wieder von seiner Regierung voraesviegelte Aussicht, daß für chn nun ein viel ruhiaeres, schöneres und bequeme- r"’ Leben einsttzen werde, denn die Deutschen müßten ja doch alles bezahle«. Und mit Aussicht auf den 8obenSgen»-tz kann man den sikran- zose« von heute für alles heoeisteru. Gewiß haben die neanerischen Völker ein starkes Frieden sbedsirfnis, eS geht aber keineswegs so weit, daß man sich trat die Früchte des .Sieges" bringen lassen möchte. Und was die Uneinigkeit der Alliierten anaeht, so kennen wir gewiß alle die Tifferenzpunkte, die obwalten und die tn ihren srolgetoirkunaen zweifellos in späterer Entwicklung bedeutsame MönliMeiten auszu- sösen aeeiauel fein werden. Mer n e und nimmer würde eine srckche Spaltung röt setztgen Ausenblick bervortreten. ~ebe andere Hoffnung1
Gegen die Merschrift.
Ein neuer sozialistischer Kongreß?
(Pr ivat-T el e gr amm.s
Basel, 26. Mai.
Die Preß-Informatii-u meldet a«S London: Die sozialistische Internat'on-sie w'.rö tn^nl- aen Tagen einen neue« Kongreß Amsterdam oder Bern abhalren, um ettten Lotest gciwn den Dersa'ller ftriedenSveftrag zu beschlteßen Es besteht eine Denkschrift, ®
aründliche Abänderung des Partser VertraaeS formet und dte bereits^dem Steret« rat tuaina. Darin find die 7?u£)rer autzrr Thomas und Bandervelde emstimmm der Ansicht, daß Deutschland mrd Lesterrttch den Bexsailler Dertraa nrckit unterzeichnen drö^ fen weil dadurch die Interessen der Arbeiter ber" ganze« Welt geschädigt würden.
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Eine Reise nach Berlin?
Basel, 26. Mai. (Eigene Drahtmeldung.) Vrcß-l«ntormaiion meldet au8 London: Mehrere Rührer der englischen Arbeiterpartei begeben st» am Mittwoch nach Deutschland und zwar dirett nach Berlin, um mit den Führern > Sozialisten über die fsriedcns-
-ra^e tn eingehender f^onn zu beraten.
Sine FtWeMngemng?
Ablehnende Haltung der Feinde.
(Eigene Drahtmerdung.)
Basel, 26. Mai.
Die Baseler Rachrichtm erfahren von ihrem Baris« SCTtreter, daß Brockdorf die sfristver- länaeruna ein« weit«en Woche über diebe- willigten acht Tage verlange. Die Alliierten werden febcA bte »wette Berlängerung abl^- nen. Die öffentliche Meinung. in«besond«e in kaufmännischen Kreisen, ist «essen eine neue Hinausschiebung d« bewilligten ssirist.
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Asberreichung der GegenvorschlLge.
»prankfttrt, 26. Mai. (Privat-Delegramm.) Die deutschen Gegenvorschläge werde«, wie dte frankfurter Zeitung hört, am Dienstag rö Versailles durch unsere Delegation überreicht.
$enff*lan65 sikdrosirlung.
Das Nrögen um den -frieden Sv ertrag.
(Privat-Telegramm.)
Rotterdam, 26. Mai.
und daneben das Serbstbefttmmungsrecht und dergleichen mehr. Den stärksten Stoß aber er» hielt der Bau durch bett jetzt erfolgten Rücktritt von neun an hevvorragenden Stellen tätigen Delegierten. Sie erklärten sich mtt dem ^riedenSvertvag mrd dessen Behandlung den Deutschen gegenüber in feiner Weift einverstanden Die Spezialisten unter den Amerikanern, die seit mehreren Jahren für besondere Fragen des WirtschLftslebenS der auswärtigen Verhältnisse und der Grenzreguliemngen wertvolles Material gesammelt hatten, sind gar nicht am gehört worden. Dft Ameriran« erklärten, daß ein einziger Deftgietter mit der Behandlung der FriedenSftagen einverstanden sei.
Es wäre nun ein großer Irrtum, «ms diesen Vorgängen ans ein Zerfallen der gegnerischen Koalition noch vor dem zu hoffen. Nachher fteilich wird es unvermeidlich sein. Aber die Risse rm Bau, die sich jetzt zeigen, und immer deutlicher werden, müden unser« künftigen außenpolittschen Tätig- feit jetzt schon Möglichkeiten, ans die totr uns beizeiten einzurichten haben. Wrr müssen das tun, ohne trügerische Erwartungen und unter nüchterner Einschätzung d« gegebenen Kräfte- Verhältnisse. Das Gefüge der Entente wird, wenn auch rissig, doch in fernem Wese« durch- ans geschlossen bleibe« bis zu dem Zerftnintte, an nÄchem der Zweck, zu dem sich die Völkerschaften zusammengetan haben, der Zweck d« Riederrinqung Deittschlands und Ausschaltung deutschen Einflusses auf dem Außenmarkt, er- reicht fein wird. Aber die politische Sinstel- luna auf die konnnenden Dinge röt Sinne einer aktiven Beeinflussung d« künftig« Wettpolittl und im Sinne ber Geltendmachung Deutsch, land» alÄ eine» Faktors, mit tnm auch nach diesem Friedensschlüsse zu rechnen sem tottd, kann mw muß jetzt schon «eschenen. Ein folcheS Beginnen erfordert Klarhett rm Wollen und Klarheit im Ziel Diese herber»^^en, müssen wir uns bei der Gestaltung des künsttgen Friedens, soweit unsere Kräfte, dazu reichen, mit allem Nachdruck angelegen sein lassen. Dft deutsche Oeffentlichkeit ab« wird gut tun, sich für röese schwere ZukunstSarbeit, w>n welch« für die politische und wirtschaftliche Wieder, erstarkung unseres Vatwlandes ungemein die abhangt, beizeiten einzurichten.
Genossen bedeuten.
Die Gegner werden, daran ist nicht der mindeste Zweifel erlaubt, ihre gewaltigen Milttari- schen und wirtschaftlichen Machtmittel mit rücksichtsloser Schärfe gegen daS widerfpenröge Deutschland zur Enifaltung bringen.-Was die ersteren, die militärischen Mittel d« Entente, angeht, so warnen wir, die totr auf den Fahr- ttn nach Paris und zurück Mr Heimat dft Stärke und die Dersassung triefet Truppen mtt eigenen Augen geschaut haben, vor sehr gefährliche« UnftrjchLtzungen. Paris und ferne engere in* weitete Umgebung sind gepfropft voll mit frischen, völlig schlagbereiten und glanzend auKgetüsteft« Armeen. Das farbige Eft. ment, die Reger und dft Koloniattruppen, ist wieder restlos uni« die weißen Soldaten untermischt, da die jetzige warme Jahreszeit die voll« Verwendung dieser Truppen gestattet. Die EnÄänder und Amerikau«, ebenso die Belgier und Franzosen, haben in den besetzten Gebieten ein Kriegsmaterial aufgestapelt, und sie haoen dort Truppemnaffen versammelt, dre rm^ande mären, das wehrlose Deutschland M zerquet- schien. Und waS schließlich die wirtschaftlichen Machtmittel ber Entente angeht, so darf man sich auch darüber fernen Augenblick einem Zweifel hröaeben, daß, ohne Rücksicht auf die furcht- täten Kolgeu einer erneuten Hungerblockade, diese Machtmittel in vollstem Umfange zur An.
®«feines, 26. Mai. (Privat-Telegramm.) Am Sonntag ist dft Antwort Clemeuceaus auf dft deutsche Rot- übet daS Saar gebiet eingelaufen. Die Antwort wird noch übersetzt, sodaß ber Wortlaut deS Inhaltes noch nicht bekannt ist. Rach den Angaben der ftanzösischen Zeitungen sind sämtliche Bestimmungen über die SaarqebietSfrage unverändert geblieben, bis auf die Bestimmung Sb« das Rückkanfsrecht. D« Mckkans der Kohlengrube« im Saargebiet muß danach nicht «lehr nur rö Gold «folgen, sondern kann durch eine Hvpothek auf andere deutsche ©fiter durchgeführt werden. Die Zeitungen behaupten, daß dies nur erö kleines Zugeständnis sei, das mrt
Wahret die Ruhe.
j D« Kamps »w« Allerletzte.
t« e«rfeines »eilender ®r. SL.WM' Ititet sendet uns Menadifolgenbe SetraÄtung.
Für uns, dft wir hi« in Versailles an die Scholle aebannt such, von der wrr nachgerade ic- de« Sandkorn leimen, wird das Sebeninuner unerträglicher. Zumal unter den surchfoaren Arbeitsbedingungen, unter denen die.MAtte Deleaation im Kampfe um dre tierbeiMntng des Friedens steht. Mr haben aber gerade deS- halb, weil auch uns dft Nervosität oft genug dft Ruhe zu nehmen droht, volles Derständnrs t&z die Zeichen d« Nervosität, dft «S Teutsch- land zu unS herüberdrrngen. Und dennoch, trotz allem, möchten toir die Mahmrög <m röe Heforat richte«: Wahret die Rubef
Solche Schicksalsfrage«, tott si° Entscheidung stehen, und wie sie dre LebenS- verhSltnisse unseres VoÄeS auf vre.e Aab^ zehnte hinaus bestimmen sollen, fortnett nicht unter dem Gesichtswinkel oder
betrachtet oder gar behandelt werden. Wir muffen unS ebenso frei halten von Entsagungen Demweiflmra, wie von tonendem Phrasenschwall. ES geht doch Wießlich um das Allerletzte, das wft noch besitzen. 2Las wir jetzt allein tun können und was wir in ZkaltbLnigkrit. in Ruhe rröd Würde rön müssen, ist einzig und allein das «nt ^aPFett verfolgte Streun nach einem b i l l l g e u A u S- gleich! Rmh einem Ausgleich zwischen den Maßlosigkeiten der gegnerischen ffriedenSbedm- cunaen. dft ohne innere Harmonie nach den re- weiligen Forderungen d« bettttfend«! Länder einfach aneinandergereiht worden sind, und «wischen den Lebensinteressen unicres Vo2es
Aotton. Mir müssen das Volk 'stark zu machen fröyeu pir o« arüuutuvc, Ufciqt- schwere Entscheidung. Sic tarnt fürwahr, in des Wortes vollster Bedeutung, so oder so, das Todesurteil für Millionen unserer Volks-
Das feste Gefüge deS EutentebaueA zeigt nicht erst feit gestern erhebliche Riffe. Die Koa- lition der Völk« schi« der ganzen Erde gegen das deutsche Voll ist auS solch widerstteben- den und in ihren Interessen gegensätzlichen Partnern zusammengesetzt, daß die volle Harmonie unmöglich auf die Dauer erhalten werden tomt. Der FriedenSvertrag in der vorliegenden Form ist ein Dokument dafür, tote man trotz sechsmonatlich« Beratungen einen Ausgleich der Interessengegensätze nicht hat voll« zfthen könne».
, Die inneren Widersprüche, dft sich aus der Formulierung der jeweiligen Forderungen und Ansprüche der verschiedenen Völler an Deutschland ergaben, haben nun auch zu einer ernsteren AuseinLndersetzung im Verbände unserer Gegner geführt Die Jtalienfrage ist noch lange nicht «lediat, Japan ist nicht befriedigt, Belgien fühlt sich hantan gesetzt, die Schwarzen verlangen das gleiche Recht tote dft weiße Rasse
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