Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
Hessische Abendzeitung
Stammet 140.
Dienstag, 20. Mai 1919
Fernfprecher 951 mt» 952.
9. Jahrgang
Fernsprecher 951 und 952.
SeaWland beharrt auf Wilsons 14 Punkten
dann nach. Wie st, W irtschafil ich
gnfertteaspretfe $te flebengefpattet» SeUe für einheimische «eschLfte 10 Pfz, für oa«. taättie« »Neigen 36 Pf, Steflamejeite für einheimische SeschLste 7» Pf, für «llmärttze DeschLfte 1 Mr. Einfache Beilagen werden mit 5 Mark prt Tansend berechnet, alles mit 20»/, Teueruags.Zuschlag. «ei Uebermtttlung von Anzeigen auf teleph. Wege wir» für durch Hör» fehler hervorgernsyie Jrrlümer fetnerleitzaftang übernommen. Für die Aufnahme »onAn,eigen an befttmmten Lagen oder Blühen wir»Zt. keine Sewühr geleistet, »eschäftsstelle: Köln.Str. 5
Eine neue Note über das Saargebiet.
Versailles, 19. Mai. (Drahtbericht.l Mn 17. Mai ist Clemenceau eine Weitere Note überbasSaargebiet von feiten der deutschen Delegation übergeben Worden. Die Note
Deppe erklärte, gestaltete die beute mehr als je brennende Forderung zur überzeugenden Lo- fmrg: »Wir muffen unfere Kolonien Wiederbaben?* R. H.
Entscheidung Anfang Juni.
Genf, 19. Mai fDrahKericht.) Pariser Blätter schreiben, daß nach Erlevigrmg der beut, chen Gegenvorschläge die Berhandlungeu mit Deutschland em rasches Ende nehmen werden. So schreibt der„Temps": Die endgültige Entscheidung fällt mrch den Erklä-
Sentsche Kolonisation.
Was sagt uns Lettow-Borbecks Afrikakrieg?
Die fadenscheinigen Behauptungen unserer utf den Raub der deutschen Kolonien ausgehenden Gegner, Deuffchland sei nicht zum »kolonisieren befähigt. Wurden am Sonnabend im Pereinshaussaal wie ein Kartenhaus über »en Haufen geworfen. Ein mit dem erstklassigen Eiscrrkreuz ausgezeichneter Oftafrttaner, Dr. Deppe, ptauberte dort über LettoW-Borbecks Laten tu Afrika. Die Person des volkstümlich Gewordenen Afritahekden hat er nur ganz leise ;estreift, und doch genügte daS Wenige, ihn als bas hinzustellen, Was er in der Tai gewesen' Dre personifizierte Pflichterfüllung bis zum Setzten. Lettow-Dorbecks Name tR — das irrate er zum Wahrsatz erheben — in die Her- ien aller OstafritabsWohner so unauslöschlich ües eingegraben wie der eines Wißmauu. Wie son seinen Leuten, forderte er von sich selbst »as Höchste als S-MWerständkicheS. Dabei mar der Krieg, den er führte, der billigste der Welt. Wenn Waffen oder Bekleidung oder Verpflegung angefordert Wurden, so hieß es- -HE'S euch beim Feinde?* Den verbündeten Segment hat der ostasrikanische Feldzug dagegen fünf bis sechs Milliarden gekostet. Fri den letzten Jahren Wurde fast oussiMeWch ums täa- ->che Brot gSAnpst. Lettow-Dorbecks Etta, tegie zielte Weniger auf die Verteidigung der Kolonie hin, als darauf, möglichst diel feind- ikte Streitkräfte auf sich zu ziehen, sodaß er beispielsweise die Front in Palästina Wesentlich entlastete.
Untersuchung bei den Truppen angeordnet. Es soll festgestellt Werden, bis zu welchem Grad diese noch zuverlässig seien und Welchen Ein- fluß die auswärtige Sozialistenbewegung aus die Soldaten ausgeübt habe. Die unabhängigen Sozialisten haben im Unterhaus dagegen pro- testiert und eine entsprechende Interpellation, die sie energisch vertreten, eingebracht.
An Protest-Sonntag.
Ausländsdeutsche und Deutsch-Oesterreicher.
(Drahtbericht.)
Berlin. 19. Mai.
Im Lustgarten versammelte sich gestern morgen eine unübersehbare Menge von Ausländsdeutschen und zog in eindrucksvollem Demonstrationszug nach der Wilhclmstraße, Wo sie durch Abordnungen dem Reichspräsidenten Ebert und dem Ministerpräsidenten Scheide
Betrogenes Volk.
Unterredung mit Brockdorff-Rantznu. (Drahtbericht unseres Sonder-Berichterstatters.) Versailles, 18. Mai.
Graf Rantzau empfing mich heute. Das Gespräch knüpfte an Worte aus einer anderen Unterredung an, daß es natürlich wäre, in Versailles alle innerpolitischen Fronten zu vergessen vor dem, was vor uns Men an gleichen Sorgen steht. Ein paar Sätze über Presse-' fragen, in denen sich die Vorurteilslosigkeit des Grafen, fein besonderes Merkmal, zeigte, folgten. Ueber die französische Presse sagte er dann: „Sie verfolgen ja auch die Blätter, ist Ihnen nicht aufgefallen, wie die wahre Meinung Deutschlands von ihnen verschleiert wird? Ganz gleich, welches Matt man zur Hand nimmt, vielleicht mit Ausnahme der paar ausgeprägt sozia!istisck>en Blätter, überall Werden die Dinge so dargestellt, als ob das deuffche Volk gleichgültig gegen die Tatsache dieser Bedingungen Wäre, als ob nur die Mache der Regierung eine künstliche Bewegung ins Leben rufe. Wer wie ich täglich die Hunderte von Adressen und Briefen aus Deutschland zu Gesicht bekommt, den erschütternden Schrei aus dem Osten liest, der weiß, wie die Dinge in Wahrheit liegen. Roch auffälliger und außerordentlich erstaunlich ist die in den letzten Tagen deutlicher beroorgetretene Taktik, den Anschein M erwecken, als ob Deutschland unter allen Umständen diesen Friede« zeichnen werde, auch wenn an den Bedingungen säst nichts geändert würde.
Nach Eröffnung der Sonnabend-Sitzung del Friedensausichuffes durch Präsident Fehlen- b a ch erstatteter Reichsiustizministet Landsberg und Reichspostminister Giesberts Bericht über den Verlauf der Verhandlungen in Versailles. Nach ihnen nahm der Reichs- wirtschastsminisier W i s s e l l zu längeren Ausführungen über die Wirkungen der Friedensbedingungen aus unser Wirtschaftsleben das Wort. Der Minister führte unter anderem aus: Niemand konnte denken, daß uns nicht einmal das zum Leben Notdürftige gelassen Werben sollte, und das geschieht. Das deutsche Wirtschaftsleben wird erwürgt, das deuffche Volk zu einer Fron verurteilt, die sich erstrecken soll auf unsere Kinder bis ins vierte Glied. Durch die Abttetung von Kabeln wird ihm die Möglichkeit neuer Anknüpfung von Handelsbeziehungen genommen. Die Funker- statlonen werden unter Kontrolle gestellt, das heißt, ine Hanidelsspionage auch nach dem Kriege auftecht erhalten. Auf dem Gebiet der Kohlenwirtschaft werden Forderungeu aufgestellt, die ht ihrer Ungeheuerlichkeit kaum übertroffen Werden können. Der Minister Wies stark der AusfM an land-
Ich frage mich, worauf stützt stch diese These, zn der weder die Haltung der deuffchen Negierung, noch der Bevölkerung, noch unsere Arbeit m Versailles eine Unterlage gegeben hat. Fch «trat mir nur denken, daß man das franzö- fische Volk, das ja noch immer den genauen Text der Friedensbedinaunpen nicht kennt, über die Schwere der Entscheidung hinwegtäuschen will. Man null die Meinung Frankreichs, die nach Frieden verläufst, ein Wik- kein, man will — xnttleW — das „fakt aecompli" schaffen, man will vermeiden, daß über den möglichen Ausgang dieser Tage von BerfailleS nachgedacht wird, und meldet und »erb rettet mit allen Mitteln des politischen Auf. atzes, des Berichtes. deS Feuilletons, daß alles n Ordnung wäre: die deuffche Remerturg unterzeichne, und schließlich, da« Volk sei müde und Wolle vergessen ... Muß ich Ichnen sagen, für wie fahrlässig ich diese Taktfl hakte?" — Der Graf war lebhaft geworden. Persönliche Awffcherffätze. Dann: „Wir sprachen vorhin von den Briefen und Adressen vom deuffchen Osten, mtd Sie erwähnten, daß Sie die Stimmung in Bromberg. in Danzig, in Schlesien Knuten. Ich kenne sie auch, und ich bttr mit über den Ernst dws« Frage keinen Augenblick im SwetfeL Wir arbeiten gerade mit den Sachverständigen Über diese Dinge, und je mehr man sich vertieft, desto ungeheuerlicher erscheinen die Bedingungen und Klauseln. Ich möchte, mitten in der Arbeit, über diese Gebiete nicht mehr sagen. Aber über We einmütige Stimmung, bfe Empörung und Verzweiflung der Bevölkerung ist ei« Zweifel a gar nicht möglich. Wir müssen arbeiten, zusammen arbeiten, mehr ist nicht zu sagen. Die Vermurst der Welt wird nickst ewig mit ver- btindenen Augen stehen." Rolf Brandt.
.en und tierischen Erzeugnissen fein würde. Mit unbedingter Abtretung werden von unferen Staatswaldun-
derbelebung seiner Arbeit notwendig find. Die Kontingentszahl des deutschen Heeres soll ober vorläufig höher bleiben, als im Friedensvorschlag festgesetzt ist. AlS Beweis für seine ernstliche Abrüstung will fich Deuffchland bereit " erklären, die ganze Kriegsflotte des Friedens abzu- liefern, verlange dagegen seine fcanbds- flotte zurück. Bei der Richtannahme dieser Gesamtvorschläge müßte die deuffche Regierung die Gesamtunterschrift verweigern. — Der „Matin" glaubt, daß für den Fall, daß daS deuffche Kabinett ohne bindende Beschlüsse über den Friedensvertrag znrücktreten würae, die drei sozialdenwkratifchen Parteien die neue Regierung bilden würden.
Di» tefid« Xatefita Nachricht« «rfchet»««SchmMch sechsmal eto noor attnS* Der SÜHnmanattWteil benagt atanatt. 1M Bort bei freier Rrttelbmg $au8 eeftensmera »et»« ftbertdt wa der »«fdrfftiM« -der den Bot« «tgegeagdoronen. Drreckeiel irab8»oWBB; Echlachchofpraß« »/30. Für mtoerlongt eing«s«-dte Beitrüge kann ™ «eMtiten eine «ttoeteortmg -der »«währ ta keinem Falle übernehme», «ückzahlmtg de« B-N-grgelde« »derLnlvrüchewegen awaigeraichtordnmigDnägiger Lie'ernng -»«geschloffen
gen nicht Weniger als 647000 Hektar im Wert« ! von fast drei Milliarden Goüdmark gefordert, an sonstigen Waldungen fast eine Million Hektar im Werte von dreieinhalb Milliarden Gold- tnark, zusammen also nahezu eindreiviertet Ml- Ionen Hektar im Werte von fast 6,5 Milliarden Goldmark. Durch Volksabstimmungen können uns Wetter entrissen Werden im ganzen 41200« Hektar im Werte von 1.7 Milliarden Gokdmark, Wie stehts mit den Schi ffen? Nach den Forderungen, Wie sie vorliegen. Würden Wir 1236 Schiffe mit 4 454 383 Bruttv-Register-Tonnen abliefern müssen und behielten nur 585176 Br.- R-T Besonders schwer trifft uns die vollstän- dige Auslieferung der fahrtberetten Fischer- flotte, die den Ausfall mrgemein wichtiger Nah- rungsmittelzufuhren Wie auch die Erweiterung der Erwerbslosigkeit bedeuten Würde. Nicht we. Niger als 64000 deuffche Seeleute werden brotlos gemacht. Man fordert 20 Milliarden in Gold und Weitere 40 Milliarden Mark Gold in Schuldverschreibungen. Sobald eine zu die- fern ZWeck eingesetzte interalliierte Kommission die Ueberzeugung gewinnt, daß Deuffchland die Zinsen und Tilgungslasien für Weitere 40 Milliarden Gold sicher aufbringen tarnt, sollen auch dafür Schuldverschreibungen ausgegeben Werden. Auch daS ist noch nicht der Schluß, denn neue Emissionen in unbestimmter Höhe sollen von Deuffchland gefordert Werden können Allem anderen voraus muß aber Deuffchlani die Rückzahlung der Summen leisten, die Bel, gien von den Derbandsregienrngen bis zum 11. November entliehen hat Wir Werden unter den größten Steuerlasten leben müssen die je ein Bohl gettagen hat; unS aber znzu- muten, daß Wir unsere eigenen Anleiher Not Trüben lassen sollen, übersteigt die Grenzer alles dessen, Was man erwarten konnte. Di<
Wenn heute in Dftafrffa eine Volksabstimmung vorgenommen würde — Was der Engländer aber nicht Wagen Wird —, ob die OstaffÄaner deutsch Herben oder englisch wer« ben wollen, das Ergebnis lautete: Deutsch! Die Schwarzen Ostafritas zählen die Tag« bls dahin, wo die Deutschen Wiederkehren. Eines M getoifc: Niemals wird der deutsche Neger den Engländer achten. Wett er ihn während
Krieges verachten lernte. Die in Wer frier« ^chrigttn, harten Kampfe bewährt« Treue und Liebe der schwarzen Aftflaner für die Deut- tchen zeugä mehr als alle ankeren BeWois- grurtbe, daß dem Deuffchen die Gabe eigen ist, »u talmufteren und ehr Kolonialreich S verwalten und zu leiten Der lebhafte Beffall. d«, die Hörer für den Redner hatten, übertrug ich auch auf die kurzen, begeisterte« AuSfüh- mngeu eures Herrn, der aus der Mitte der Lermmmlung heraus ein freudig ausgenom- nenes Hoch auf Lettow^orbeck ausbrachte und ferne Taten mit denen Rettelbecks und Gneffe- raus rm erngeschnÜrten Stolberg verglich. Das Beffprel, das uns dieser Kolonialheld mit seiner Energie gab, muß schon in allernächster Zett auch hier in der Heimat nachgeeifert wer- den. Das, WaS hier gesagt wurde über Let- tow-Vorbeck und feine Getreuen, die nichts zu- nickgebracht haben, als ihre Liebe und den Mouben zur Heimat und frte im internationalen Leben gestählte nationale Ehre, die
enthält, Wie die Pariser Presse mitteilt, Vorschläge denffcher Sachverständiger zur T kimg des französischen Kohlenbedaffs durch
Wissel über die Lage.
Aus dem Friedensausschuß.
. (Drahtbericht.)
. Berlin^ 19. Mai.
Gegen Weiteres Dummhalten.
Versailles. 19. Mai. (Drahtbericht.) Der Rat der Vier verbot abermals die Deröffent- kichung des Frieden sverttaaes in den Aettun- gen und zwar. Wie der .BoWchen Zeitung* gemeldet Wirb, auf Wunsch Llopd Georges. Die Kammer stellte hierauf den Antrag deutsche Zettnngen zu beschaffen und sie im Lese- raum der Kammer auszulegen ES scheint, daß den Pariser Redakttonen deuffche Zeitungen überhaupt nicht mehr zugestellt werden.
e
Roch keine militärischen Matznahmen.
Zürich, 19. Mai. «Drabtbericht.) Das Turmer Blatt .Siampa* meldet auS Paris: Ein Beschluß der Alliierten auf militärische Zwangsmaßnahme« gegen Deuffchland fft noch nicht gefaßt und fror Erlobiaung der Verhandlungen mit Deutschland auch nicht ju erwarten. Die militärischen Maßnahmen der Alliierten stehen im Auftrage des für den Waffenstillstand verantwortlich zeichnenden Marschall Foch und stellen lediglich Siche rungs- maßmchmen der Entente dar. — Ein Londoner Matt meldet: Fn Anbettocht eines etwaigen Einmarsches englischer Truppen m Deutschland haben die brttischen Befehlshaber m geheimen Befehlen, die Karttabme einer
©frater0alt den Femd durch stetes Aus- hrnMharten. Schließlich bestand der Plml. quer durch Afrrka nach der West, küste vorzustoßen, wo bessere MSgkich. ketten Mm Durchhalte« bestanden. Die Mrch- suarung, die sicher geglückt wäre, Würbe m durch den WaffensttMand unterbunden, Unge- heme Fußmärsche sind von der fleinen, aber Wohrdurchgeblldeten Truppe, die zu ihren heften Ze tten auS etwa 3300 Mann und zuletzt aus 1^ Europäern und 1100 Farbigen bestand, in glühendem Sonnenbrände, nt kalten Nächten, «u Urwald, auf schmalen Negerpfaden, durch Dorngebüsch und Sümpfe mtt heroischer Auf- ^ferung geleistet Worden. Ost gab es kaum Wasser für die Verwundeten, die mtt Binden aus Baumrinde verbunden wurden. Größere Opfer forderten Malaria mtd SMvvrzWasser- fieber mtd vereinzelt holte fich auch ein Löwe emen schwären Träger aus dem Lager, ja so- oaraug der Schützenlinie heraus. Don einhett. Wen Untformen war längst keine Rede meta Woche und Schwarze liefen ht engkischen/^l. gtfchen und vortu-n-sischen Uniformen umher, und emes der vielen, selten Karen Lichtbilder, ba« den Führer inmitten seiner Unteroffiziere Zeigte, führte recht denflich fror Augen, daß Lei- toW-Borbeck um nichts besser gEeidet war, als x . Anerkennung verdienen unsere
tapferen AskartS und die schwarzen Träger, die sogar thre Hemmt verließen, um dem Wettet Manne zu folgen, ht den Hunger und selbst in den Tod. Dte Achtung fror dem Manne im Deuffchen fesselte sie an uns. persönliche siu- ^erguug zu den Deuffchen. die sich daS Herz »er Eingeborenen gewannen, die ihr ganzes ^chtan und Wollen auf eine höhere "Stufe
Nichtbezahlung der Zinsen der Kriegsanleihen würde unzählbare flehte Rentner, Witwen und sch läge denffcher Sachverständiger ^Dek-jZ^" Mer Spargroschen berauben htng des französischen KoNenbedarfs durch ge- EEttermtgen mt.
eignetere Mittel als die in dem Friedensver- L.?^MchaftslebenS Wüden uns an den Rmtd ttagsentwurf vorgesehenen. Eine Veröffent- uns die
ttchung des Worttauts der Vorschläge ist Vr den Z^/e ^dmgung^f^legt, kann fetn Fall in Aussicht genommen, daß hierauf auch fü ll en Solche Bedingungen ehrttck
von gegnerischer Seite Wert gelegt Wirb. - J
Ferner Würbe eine neue Rote über die Deut-!w.rffchaftliche Erstickung Deuffchlands scheu hn Auslände am Sonntag überreicht. I -----
runaen PtchonS im KmnmenmSfchuß In ben ersten Funiwochen. Am 3. Juni kehrt Marschall Foch zur Entgegennahme weiterer Vollmachten nach Paris zurück. — Havas meldet: Der französischen Sammer werden am 16., . m r , _ . ■ - „ ,
Imtt die Fnedensverträge mtt Deuffckckand rmd I wann eme Resolution überreichen ließen, u Oesterreich zur Erledigmtfi dorgeleät. per sie schärf st en Einspruch erhebt ge- e Iflen die Vergewaltigung, die Deutsch
en her ÜttubtfflAe aftaotaftut IIanb durch die unerhörten Friedensbedingunge, ^tznoer ^aupr,akye avgeleynt. erleiben soll. Insbesondere protestieren du N o 11 er b a m. 19 Mm. fDrahchericht.il Ausländsdeutschen gegen den Raub ihres im Eine Reuierdepesche nrefbet am Sonntag ans I Ausland zurückgelaflenen Eigentums und geae» Larts, daß d« Hauptteil der deutschen die Einschränkung des freien Niederlassungs- „ ,e8 en so r b e r nw gen Wn tat Alliurtrul rechts. Stürmischem Drängen der Menge nach, abgelehnt wurde, daß schrfftltche Metterver- gebend, sagte der Reichspräsident vom bandlumken vaoegmo^ugestatchen worden find.'Balkon-des Reichsamts des Innern aus in
Stärkere Garnisonen.
Ludwigshafen, 19. Mai. (Drahtbericht.) Die an den Rheinbrücken gelegenen Garnisonorte in der Pfalz, im Effaß und in ben Rheinlanden erhielten in den letzten Tagen bedeutende Truppen-Verstärkungeu, namenüich französische und englische Reserven sind eingetroffen. sowie zahlreiche Artillerie. Die Jnspek- ttonsreise des Maffchalls Foch Wird fortgesetzt. Der Marschall Wird zunächst französische Truppen in der besetzten Pfalz besichtigen. Tie PfA- zer Bahnhöfe prägen infolge der bevoffiehenden Ankunft Fochs Flaggenschmuck. — Die Preß- Fnformatton meldet aus Paris: Aus dem ge- samten rechten Rheinufer sind umfang« reicheNeuqruppierungertder Truppen im Gange. Alle nicht absolut zuverlässigen Formationen Werden nach dem Fnneren Frankreichs oder Englands versandt und durch vollständig verläßliche Truppen effetzt.
Der Ge«en-Aorschlag.
Uoberreichung am 23. Mai. t Drahrbericht.)
Versailles, 19. Mai.
Ein Pariser Blatt glaubt zu Wissen, daß der deutsche Gesamtgegenvorschlag am 2 3. Mai als Denkschrift den alliierten Mitgliedern der Friedenskonferenz überreicht werden soll und folgende Grundlage haben wird: Die deutsche Regierung beharrt aus den vierzehn Punkten Wilsons und verlangt Bolksabstim-I mang in den strittigen Gebieten; ferner wird ein Wirtschaftsangeboi über die Saarkohlen gemacht, über das bereits eine Note I von deutscher Sette überreicht worden ist. Deuffchland wird sich ferner zum Wiederaufbau der zerstörten Landesflriche verpflich-I ten, wogegen eS alle Erleichterungen und dir-I senigen Rohstoffe erhalten soll, die für die Wie-1