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9. Jahrgang

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Sonntag, 11. Mai 1919

Fernsprecher RI und SSL

Nummer 133

Btodbotff-Ran^ßu übet die Bedingungen.

Mlsons Scheingefecht.

Das wahre Gesicht.

D« milt fiebernder <Stxmmmg erwartete große Augenblick ist nun gekommen: Das deutsche DoT ist über bas, was ihm zuaemntet wird. unterrichtet, und es wird Wissen, daß die französischen WLttertzimmen, die mit geradezu unglaublicher Dreistigkeit in ihren Ausführun­gen von einem »Frieden deS Rechts^ sprechen, dis dem Tiger Llemenceam der endlich am Ziel seines Lebens steht, Deutschland auf die Kni« gezwungen zu haben, reichen Lorbeer winden als einem »iveiftn Manne, der seinen persön­lichen HaßgefüHlen die Zügel anlegte^, daß diese Stimmen, bk uns von jenseits der Grenze eutgegrnschallen, nur solche bitterer Iro- nie und eines sadistischen Hohnes sind. Das .ritterliche* Frankreich weidet sich an dem Geg­ner, dessen Waffen gebrochen sind und der selbst knUfloS in den Staub sank. Das deutsche Boll in seiner 'Gesamtheit erkennt heut« auch die Richtigkeit der Worte deS Reichspräsidenten an, der die FriedenSbedingungen als da» Tenn» zechnat, was st« tatfächÜch sind, die Verskla­vung des Deutschen Reiches. Dir Arbeit, die sie feierte zum Unheil deS Vaterlandes kchon viel zu lange und zu oft das Boll für sich s e l b st hätte leisten müssen, soll «ms un- .absehbare Zukunft unter dem Druck klirrender Fesseln für den Kapitalismus der Alliierten geleistet werden.

Deutschland ist nach den Bedingungen, wir sie vornegen, zur Ohnmacht verdammt aus ewige Zeit. Last sein« Militärmacht beseitigt wird, ist immerhin noch erträglich, obwohl nicht einzusehen ist, wie mit hunderttausend Mann die Ruhe auch nur im eigenen Sand« mrfrecht erhalten weiden soll. Laß aber seinem Wirtschaftsleben, seinem Handel und Wandel das Rückgrat gebrochen werden soll, das ist ungehuerlich! UnerrrLulich, wie di« Bestim- nrimgen, nach denen der deutsche ReichSkör- per zerfetzt und in ansehnlichen Beutehap­pen nach rechts und links verteilt w«rden soll. In dieser Erkenntnis ist die Grundsttmmunq deS gesamten Volles ein entschloflenesSein*. Aber wird es sich durchführen lassen? Was wird aus unserem Sand«, wenn «S Wetter am Sun- geriuche nagt, wenn die Einfuhr versperrt bleibt, wenn kein Gramm Nahrungsmittel, kein Lot der zur Verarbeitung in der Sfrtbufhrie nö­tigen Rohstoffe here'uEomnrt? WaS soll auS den ackthundorftaufend Gefangenen werden? Sossen sie unter der Fuchtel habgieriger Feinde weiter drangsaliert und gehetzt werden wie ei« hilf- uttb wehrloses Wild? Das sind alles Fra. gen, die doch sehr überlegt sein wollen. Mr können nur der Hoffnung Ausdruck geben, dast es unseren Unterhändlern gelingt, aus dem Dege der schriftlichen oder mündlichen Der- Handlung Abstriche und Milderungen von nen­nenswerter Tragweite zu erreichen. Allerdings, das verhehlen wir nicht, sind diese Hoffnun^n gering.

Zwar spukt noch immer in deutschen Kövlen bk Arrfsassu"«. dast sich letzten End-S im Ven» trauen aus Wilson und vielleicht auch auf Eng­land dies und jenes werd« erreichen lassen; und in diesem Sinne hat man ja auch zu den schon früher bekannt werdenden Bedingungen Gegenvorschläge ausgearheiwt, die alles enthalten, was Deutschland an Einwendungen vottubringen hat; man wird diese Gegenvor­schläge jetzt machen müssen, um im Einzel­nen zu zeigen, was Deutschland versprechen und unterschreiben kann und WaS über seine Kraft geht oder unter seiner Wirde liegt Möglich, daß sich ein Vorteil für das deutsche Voll wird erreichen lassen, da doch EugtandÄmerika nicht io obne alle Realpolitik sein sollten, die sie bis­her so kaufmännisch llug betrieben. ES ist möglich, nicht wahrscheinlich? Wer will sich denn beute noch auf Wiks»u berufen? Er erschien von Anbeginn an als der Feind Deutschlands, der alle Macht einsetzte. uns eine Niederlage beizubrinnen. Das geht wie ein roter Faden durch seine scheinheilige. Waffen- gespickte NeutrakitätSpoliftr. geht unverkennbar durch fen Verhaften während der aktiven Teil­nahme am Kampfe Man stellte ibn zwar dem deutsch«» Volle als den .Retter ht der Rot" dar und suggerierte der Oeffentlichkeit, dies sei der der von hoher Warte ans Deutsch- fands Vernichtung nicht zulässen würde.

So redete man ben breiten Schichten des deutschen Volles ein. Mr Haden diesen Tanz um Wilson nie mitmachen können, haben viel­mehr immer wieder auf da? doppelte Gesicht des amerikanischen Prästdenlen aufmerksam ge- n-gcht. Wir sind daher auch nicht sonderlich er­staunt über die Rolle, die dieser Mann gerade in den (egten Wochen spielte Gewiß! Wilsons Ehanc"n wareu im Augenblick des KkieoSendes ungürkstiser geworden Aber dennoch hätte er die Möglichkeit gehabt. Llernenceau gegenüber, 6. 6. gegen einen reinen Gewaltftiedea. seine so laut verkündete Auftaflung zur Geltung zu drinaeu. T<i* tat er nickst, unb alles, was ko

I!e Mkil Her WA WedM-IeWW.

Aus dem Vertrag.

Fortsetzung des deutschen Berichts.

Forderungen, die für kein Volk erträglich stnd.

(Drahtberichte.) Versailles, 10. M

De» erste Delegierte der deutschen Friedens- Delegation ReichSrninister deS Auswärtigen, Graf Brock do rss-Rautzau hat gestern Abend folgend« Roten an den Präsidenten der Friedenskonferenz Herrn Elemenreau gerichtet:

Herr Präsident! Die deutsch« Frierens- Delegation hat die erste Durchsicht der überreich­ten Friedensbedingungen beendet. Sie hat er­kennen müssen, daß in entscheidenden Punkten die vereinbarte BasiS des Recht»- friede«» »erlassen ist. Sie waren nickst darmts wrterdtet, daß die ausdrücklich dem deutschen Bolle und der ganzen Menschheit ge­gebenen Z« sage auf diese Welse illnsa- risch gemacht wird. Der Vertragsentwurf enthält Forderungen, die für kein Volk erträglich sind. MeleS ist «Her- dem nach Ansicht nuferer Sachverständigen « n» ersülktzar. Die deutsche Fviedensdelegatton wird beit Nachweis im einzelnen erbringen und ben «mieden unb astozierten Regierungen ihre Bemerkungen unb ihr Material fortlaufend zu- gehen laste«. Genehmigen Sie, Herr Präsident,

ben AuSbruck meiner ausgezeichneten Hochach­tung gez. Graf Brockdorff-Rantzau.

Unter BSlkerbund-Vronamm.

Ein offenbarer Widerspruch!

Versailles, S. Mai.

Herr Präsident! Die deutsche FriebenSde- fesatiou beehrt sich zur Fragedes Völker, bundes Stellung zu nehmen, indem sie an­bei du deutsches Programm überreicht, daS ihrer Meinung nach zum Problem des BSllerbifndeS wesentlich« Anregungen nthält. Die deutsche Friedensbelegation behält sich vor, sich noch eingehend zum Entwurf der alliierten und astoziieWm Regierungen zu äußern. Sie macht jedoch schon heute anf den Wider, sprach mlfmerksam bet darin liegt, daß Deutschland zwar das Statut des Böller- bundes als dnen Bestandteil des unS Sberrdch- ten BertragsentwurfS unterzeichnen fett, fichaberntchtnnterdenStaatenbe- findet, die zum Eintritt in den Völkerbund dnflttobcn sind. Die den'fbe Delegition stellt die Anfrage, ob und qe"ebenenfaNS unter «el- chen Umständen eine folche beabsichttgt ist. Ge­nehmigen Sie, Herr Präsident, den Ausdruck meiner ausgezeichneten Hochachtung.

gez. Graf Broikdorff Rarrtzsu.

auSfah, al» rheae Mlfon mit dem »Tiaett' um ben VerstLNdigungS frieden, zeigt sich jetzt als ei« fehr geschickter, diplomatisch meisterlich durchgeführteS Schein- gefecht in bet Absicht, bie Völker Mben und drüben zu blenden. Selbst der »Vorwärts* spricht heute schon do« den »schönen Phrase« von Gerechtigkeit und Rechtsfrieden*. die Wil­sons salbungsvoller Mund aller Wett verkün­dete. Aber mehr noch: Jetzt erst zeigt sich das wahre Gesicht in feiner ganzen Deutlich­keit. Da Wilson am Mittwoch am Konferenz­tische saß mid sah, wie man fdn »Programm» restlos verschandelte, da er die unerhörteste Ver­gewaltigung geschehen N-ß, ohne zu erröten, ohne et« Wort deS Widerspruchs: Wer ht Deutschland zweifelt jetzt noch am dem »wah­ren Wilson», so. wie er erkennbar wird in fei­nen verlogenen Scheingefechten? P.B.S.

Reine Milderungen?

Ptchon im Sammer-Ausschuß.

sDrahtbericht.s

Genf. 10. Mai.

Pichou fprack am Donnerstag im Kammer ansschuß und wndete die Rede des Minister- prSüdenten über ben FdedenSvedrag für bie nlMe Woche an DemLyoner ProaröS" zu­folge fprach P ichon unter anderem: Er glaube nicht, be# die Alliierten von chren nach reiflichen Erwägungen gefaßten DescklMen we­sentliche Abweichungen zugeftehen würden. Ein Mailänder Blatt meldet ans Rom: Hier wurden Informationen an die Presse miSge-eben. wonach über die Fesifet- zung der deutschen Grenzen in keinem Fall verhandelt werden soL Die gleiche Stellungnahme «erden die Alliierten gegen­über Oesterrdch dnnehmen.

Don unsere» Krieqckqesangenen.

Gens, 10. Mai. (Drahtbericht.) Wie die wanzSsifchen Zeitungen melden, sind zwei eng­lische Dampfet mit zwettanfend dentfchen ztriegSgesintzaenen auS Southampton in Le Havre efnretroffen. Die Gefangenen werden nach den französischen Rord-DepartemeniS ver- br«ht. um beim Wiedetenfbau der Ge­bäude verwendet zu werden.

Ostpreußen nach Versailles?

Königsberg, 10. Mai. (Drahtbericht.) Im Anschluß an die Beratungen soll sich der Aus­schuß der OstfriedenssachverstäMbigen-nach Ber­lin begeben, um den Standpuntt der Provinz bei den verantwortlichen Stellen zu vertreten. Di« Vertreter werden aus Mitgliedern aller Parteien zusannnenaestellt fein. Di« Entsen­dung von Vertretern Ostpreußens na» Versailles, als eines der am ichwer- sten bedrohten Länder deS Reiches, wird unter allen Umständen gefordert.

Italien im Schmollwinkel.

Lugano, Kl Mai. (Drahtbericht.), Die italienischen Btt t* nerurtetlen einmütig du

Deutschland auferlegten Bedingungen, und der Unmut darüber wird «och gesteigert, da die Alliierten bei Verteilung bet deutschen Kolonien Italien Übergänge« Haden.

Die zerpflückte Türkei.

Gens, 10. Mai. (Drahtbericht.) Wk aus London gemeldet wird, ist die türkische Re­gierung eingeladen worden, ihre jjrie» SenSbelegiertert zu ernennen und nach Paris zu entsenden, da der Rat der Bier die Richtlinien für einen Frieden schon vor längerer Zeit auf- gestellt habe. Die Türkei werde ein ziemlich große» Gebiet als Ausgang zum Wittel- meer und zrnn Schwarzen Meer erhal­ten. Die Stadt Konstantinopel mit einem ziemlich großen Landstreifen wird« im Namen des Völkerbundes von Amerika verwal­tet werden. Di« Vereinigten Staaten werben ferner das Gebiet erhalten, das vom Golf von Alexandrett« sich ununterbrochen bis zmn Kaspi­schen Meer erstreckt. Frankreich erhält das ge­wünschte Mandat über Svrien.

Amerikanische Auffassungen.

Amsterdam, 10. Mai. (Drahtbericht.) Einem Londoner Matt wird aus Newyork gemeldet: In amerikanischen Kreisen vertritt man den Friedensbedingungen gegenüber die Stellung, daß sie so hart für Deutschland sind, daß selbst die heftigsten Deutschenfresser mit ihnen zufrieden sein können. Ein führendes Newporter Matt ist der Meinung, daß Deutsch­land die Friebensbedingungen annehmen und Vertrauen" haben soll. Das große Gebäude des Militarismus, so'sagt das Blatt, das Deutsch­land errichtet Hai, ist nunmehr zusammenge- stürzt. Verschiedene andere Zeitungen heben bei der Besprechung des Friedensvertrages her- vor, daß England den Löwenanteil der deutschen Kolonien erhalten Werbe. In offiziösen Kreisen ist man ber Ueberzeugung, baß Deutschland sich nicht Wä­gern weroe, ben Friedensvertrag zu unterzerch- nett. Der »Herald" meldet ans Newyork: Der Senatsausschuß für Auswärtiges nahm Don­nerstag vormittag ben Friedensvertrag der Alliierten im Ausschuß zur Kenntnis und b t l- ligte einstimmig die Deutschland m dem­selben auferlegten Verpflichtungen.

Das Schicksal der deutschen Schiffe.

B a s e l, 10. Mai. (Drahtbericht.).Di« ^In­formation" mdbet aus Newyork: T« Matter beridrten, es sei über die Verwendung der kürzlich von Deutschland auS geliefert en Schiffe nunmehr eine Lösung zwischen Ame­rika und den Alliierten gefunden worden. Da­nach seien dies« Schifft zum Teil in Fah'ri zum Lebensmittel-Transport nadi Europa. Sie dürfen aber nickt nach Deutsch« land, sondern «erden in das Eigent um amerikanischer Firmen übergehen. Die TeanSporte nach Teutschland «erden, durch Schiffe der Alliierten auSgeführt. Bel Pen hat ebenfMs beantragt, ihm einig« deutsche Schiffe ga überlassen. was jedoch abgelehnt worden sei.

(Drahrb «richt.)

Berlin. 10. Mai.

Im Friedensvertrag heitzt es weiter: Sech- Monate nach dem Inkrafttreten des Vertrages darf die deutsche Kriegsslotte nicht mehr als sechs Parrzertyps Deutschland oder Lothringen, sechs leichte Kreuzer, zwölf Zerstörer und zwölf Torpeboboot«, dagegen kein einziges Untersee- boot mehr umfassen. DaS Kriegsmaterial, das die deutsche Flotte führen darf, wird von den Alliierten festgesetzt. Ueberschüsstges Material mutz ausgeliefert werden. Zur Sicherstellung einer völlig freien Zufahrt zur Ostsee für all« Nationen mit einer Zone zwischen 56 Grad 27 Mm. und 54 Grad nördlicher Breite und 9 Grad östlich und 6p Grad östlich Greenwich darf Deutschland teilte Festungen, noch Artillerie und Schifffahrtsweg« zwischen der Nord- und der Osffee besitzen. Drei Monat« nach Inkrafttreten deS Vertrages dürfen bit Funkspruchstatione« Rauen, Hannovet und Berlin nur HandelSteftgranmte unter Kon. troll« der Alliierte« absenden. Deutschland darf in dieser Zett keine neuen Stationen bauen. Deutschland darf keinerlei militärische uni maritime

Lnstschiffahrtsttäste

mehr besitzen. Ausgenommen stnd Intitbert Was­serflugzeuge, die es zwecks Änffuchung von Mi­nen bis spätesten» 1. LMober ISIS behalten darf. Das Flugpersonal mutz demobilisiert werden, außer tausend Mann, di« nur bis zum 1. Okto­ber 1919 in Dienst bleibe dürfen. BiS zur Räu- mung des deutschen Gebietes^dürfen alliierte Flug'euge De^ttffchland überfliegen und landen. Sechs Monate nach Inkrafttreten des Friedens» vertraaeS ist dft Herstellung und Einfuhr von Luftschiffen und Luftschiffteilen in Deutschland verboten. DaS gesamte Flugmaterial muß den Alliierten auSgehändigt werden. Alle militäri­schen, maritimen und Luftklauseln des Ver­trages werden unter Kontrolle interalliierter Ausschüsse ausgeführt werden. Derttfchland ge- wührt ben alliierten Personen, Waren, Schiffen, Waggons und Posten Transitsreiheit durch fein Gebiet. Auf Eisenbahnen, Schisfahrtswegen und Kanälen er­hebt eS keinerlei Transitabgaben, noch schlägt es unnütze Fristen und Einschränkungen vor und gewährt den Alliierten dieselbe Behand­lung wie Deutschland. Deutschland kontrolliert den Transitverkehr in keiner Weise, abgesehen von ben notwendigen Maßnahmen. Deutschland darf alliierte Höffen oder Schiffe durch kein« Auftaxen von Prämirn und die Ein- und Aus­fuhr durch deutsche Häfen und Schiffe benach­teiligen und muß noch Möglichkeit den Waren­verkehr innerhalb Deutschlands beschleunigen und jede Umleitung deS Verkehrs zugunsten fei­ner eigenen Transportwege vermeiden. Die alli- ierten Häfen erhalten dieselben Vorteile und reduzierten Tarife, die zugunsten deutscher oder anderer Häfen auf deutschen Eisenbahnen odei SchiffghrtSwegen gewährt sind. Ter

Schiffahrtsverkehr

darf keinerfti Behinderungen unterworfen fei«, außer den Maßnahmen betreffend Zoll-, Poli­zei-, GesuMheitsweffen, Einwanderung, Aus­wanderung, sowie Ein- und Ausfuhr verböte- ner Waren. Dieft Maßnahmen müssen ver- nlinfftig und einheitlich sein und dürfen den Ver­kehr nicht unnütz behindern. Die am 1. August 1914 in deutschen Häfen bestehenden Frei­zonen bleiben erhalten. In der Freizone dür­fen nur Abgaben erhoben werden, die für den Unterhalt und die Ausbesserung des Hafens, skttvie für die Verbindung verschiedener Anlagen in vernünftigem Matze festgesetzt sind. Ter sechste Teil enthätt die Bestimmungen über die Kriegsgefangenen und Grabstätten. Die deut­schen Kriegsgefangenen werden nach der Fric- bensunterzeichnung schncllmögliMt repatriiert. Die Alliierten und die deutsche Regierung ver­pflichten sich, die Grabstätten in ihrem Ge­biet bestatteter Soldaten und Matrosen $u un­terhalten und zu resvettieren und Ausschüssen alle Erleichterungen für die Registrierung der Grabstätten und Errichtung von Gabseldern gewäbren und die UeberMhnmg der Erdenre^- in dft Heimat zn gestatten. Die Alliierten unk bie deutsche Regierung tauschen eine besonder« Liste der Toten unter Angabe ber Grabstätter derjenigen aus, bi» nicht identifiziert werbe konnten. Der siebente Teil betrifft

® trafmatznahmen.

Die alliierten und assoziierten Mächte erheben öfftnilich Anklage gegen Wil Helm den Zweiten wegen der höchsten Verstoße gegen die internationale Moral unt> gegen die heilige Autorität ber Verträge. Die Alliierten die Rcastruiig der Niederlande um bie Auslie­ferung des Exkaisers ersuchen. Die deutsch« airung wird den alliierten und assvzffer-.ey töt jede Perlon ausliefern müssen, ui« rintr Lirwiderharkblung gegen KrieaSaesetze und