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Meler Neueste Nachrichten

Hessische Abendzeitung

Kasseler Abendzeitung

9. Jahrgang.

Fernsprecher 951 und 952.

Sonnabend, 10. Mai 1919

Fernsprecher 951 und 952.

Nummer 132

Unreife- $ie ftebenaefpaltete flette für «tuh-imstch- »rschüfte 30 Pf»- für ff"*- äa'rtiae Anz^-n 35 $f. Reklam-j-il- für -tlchetmische «efchLft« 75 10k f6t ott8roirttfle

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Bit «elfeiet «tuelten 9tad>rWen erMetnen wLL-rtlich TedäSmal unb zwar ofceob». Der XX^^äTeW^naä. 1« «ad brt t»ier Z-rst-llü«, M H°°r "

- ber «efchüftrstell« eher den Boten entgegengenommen. Druckerei, K Ä.Z: »M. Mr unoerUu.«? dngefundt- Beiträge kann

die »tbcttion eine Seroutwortung oder Gewähr ttt tetnem Falle übernehmen. Rück^lhIiiNg de

^r^^»en «--igern.chtorduuu^»..,« Lie-erung -u.geEosten

lDrahtbrricht.j

die

sehr' airSemandergehenden Meinungen unter eilten Lut zu bringen. Das alles fft gewitz von einer Wnrderosigkeit, für welche ine Weltgeschichte kein zweites Verspiel kennt. Den schMfsren uni» lautosten Protest müssen wir aber ttt diesem SCuaertW «egen die unerhörte Ern-

machte den .Herrn' rasend. Aehnlich ging es beute einer ganzen Reihe mein« Kollegen und anderer Mitglieder ter Delegatton Man das Empfinden, daß «ar nicht viel feMen würde» und diese sanatisierten Menschen wür­den unS niederschlagen wie tolle Hunde- -E genügt macht man eS ihnen ja, indem man uns rum immerwährenden Spießrutenlaufen durch diesen Pferch Letzt, der ständig umgeben ist von einer höhnenden, Wlenben Menge. So wer­den wir Deutsche, wir Wehrlos«, die wir, doch auch unseren Feinden den Frieden^ ^bringen wollen, von den .ritterlichen', den .Widjen und .anständigen' Franzosen behandelt, Dr. Kr.

Die Bestätigung der Reuter-Bedingungen (DvahtLericht.)

Berlin. 9. Mat.

Die Entwaffnung Deutschland».

Der fünfte Teil deS Friedensvertrages de« stimmt, dass zwei Monate nach dem Inkraft­treten des Vertrages die Gesamtheit berbntt« scheu Heeresbestände einschließlich der Offiziere und Depots hunderttausend Mann Nicht über- steigen und ausschliesslich für die Auftechterhal- tun« der Ordnung und zur Gren . olizei ver­wendet werden darf. Der Gr oss e Gff'' - ral- stab mutz aufgelöst werden. > Be, wassnung Deutschlands darf 84<X£ Ge­wehre, 18000 Karabiner, 792 schwere Maschi­nengewehre. 1164 leichte Maschinengewehre 6S -yßerc. 189 leichte Minenwerfer. 204 77er

Zusammentritt Des Staatenhauses.

Berlin, 9. Mai. lDrahtberichti. DaS Stoateuhaus des Reiches tritt

Soubersttznug zusammen- Di« Roick»regler,inz wird den Vertretern der Bundesstaaten den Friedensvertrag der Crntcnte vorlegen. Erst dann ist eine endgültige Stellungnahme der Reichsregierung $u erwarten

Die öffentliche Meinung in Sollend.

Haag. 9. Mai. (Drabtherichfl. Die Sftent- riche Meinung in Holland ist im allgsEtnen empört über die Art der Frieden h-^nr-g- nngrn. Selbst durchaus deutschfeindliche Per- söntichkeiten machen aus ihrer Entrüstung lein Geheimnis. Auch in der Presse spwgelt Rrf)

i hi#O> Stimmung und«

Berlin. 9. Mai.

Der Reichspräsident und die Rcichsrcgie runa wenden sich mit folgendem Aufruf an das deutsche Soll: Der ehrliche ,Friedenswille unse­res schwerduldendcn Volkes fand die erste Ant­wort in ungemein harten W"sfensttlltzmtdsbe- dingunnen. Tas deutsche Volk hat die Waffen niederaejeat und alle Verpflichtungen des Waf­fenstillstandes. fo schwer sie waren chrvch ge­halten. Trotzdem setzten unsere Gegner mo­natelang den Krieg durch Aufrechterhaltung dcr Lmigerhlockade fort. Dos deutsche Volk trug alle Lasten im Vertrauen auf dre durch die Rote vom 5. November von den Alliierten ge­gebenen Zusagen, dass der Friede ^"A^dede.. Rechtes auf der Grundlage der 14 Punkte Wil­sons sein würde. WaS uns statt dessen setzt in den Friedensbedingungen gebotenwird. wider­spricht der gegebenen Zusage, »st für da^.- dentsche Volk unerträglich und auch bei Anspannung gller -Kräfte unerfüllbar.

Gewalt ohne Mass und Grenze soll d«u deutschen Volke angetan werden. Aus solchem aufgezwungenen Frieden muss neuer Hass »wischen den Volkern und tot »ertnuft her Geschichte ein neues Morden erwach­sen. Wir selbst müssen jede Hoffnung aus einen die Völker befreienden und teilenden, den Frie­den sichernden Völkerbund begraben.

Zerstückelung und Zerreissung des deutschen Bolkes. ^uöliefc- rnna der deutschen Arbeiterschaft «n den fremden Kapitalismus ttttb men. schenunwürdige Sklaverei, bahnte Fesselung der jungen deutschen Republik ditrch den Ftm perialismus der Entente ist das Z,el dieses Gewaltfriedens. _______________________

welche tec «Uiieeten oSe« Völkern Europas geben wollen, nur unserem Volke niast.

Unser Volk mutz sich durch ein e' an" Handeln retten. Angesichts dieser Gefahr dieser Vernichtung müssen daS deuftche Volk ,rnd seine von ihm selbst gewählte Regierung '.usaimnenstchen ohne Unterschied der Partei. Möge Deutschland sich tnsamm en s chlle­st en in dem einmütigen Willen, das deutsche Volkstum und die a/wo,,neue Freiheit ,u bewahren. Feder Gedanke. k«r ganze Wille der Ration, gehören setzt der Arbeit für btc Erhaltung und Wiederaufrichiuna unseres Va-

Deutschland könnte letzten Endes doch ablehnen. ist ganz autzerordentkrch stark. Selbst Soldaten ließen uns das ver-- 'tohlen wissen, sie möchten auch nach Hanse, haben auch Fran und Kind!

Man hatte sich schier schon aneinander ge­wöhnt; Es ging leidlich friedlich fit, zu offe­nen Ferndfelvgkeiten kam es nicht, Ungezogen­heiten haben wir nicht weiter beachtet. Es ge­fiel mm aber den nach historischem Ruhm und nach Verewigung in den Geschichtsblättern lech­zenden Versailler Pslizeiorganen und dem schmarotzenden Geheimagenten-Gesindel ganz mrd gar nicht, daß ihrem Schaffensdrange durch die Wohlanständigkert der Deutschen kein

lVon uivsrrm SvNder-Berichterstatter.) , Versailles. 9. Mai.

Die Lage der deutschen FriedenKDelegatiou tn Versailles sängt nachgerade <m. zu einem Skandal zu werden. Wir wollen setzt gar nicht davon reden, datz man uns fortdauernd hin- zieht, «he man eS zu Verhandlungen. kommen lätzt, datz man Bemängelungen der deutschen Vollmachten austellt unter Berufung aus dre deutsche Verfassung, die mau dazu G» nicht kemrt, sodaß im Auftrage Clemenceaus erst ge­stern nachmittag ein Exemplar der deutschen ReichSversassung bei unserer Delcganon erbetm murde Wir wollen auch gar nicht davon spä­hen, welche grenzenlose Unhöflichkeit, um nicht tu sagen Ungezogenheit, darin liegt, datz man un§ ausdrücklich zum Erscheinen tn Bersaülcs erulud, datz man unS hier 250 bis 300 Marl pro Tag und Kops unter voller Sanktton der ston wüschen Regierung abknöpft, daß man überdies dre wahnsinnigsten Wucherpreffe uns diktiert und datz man nun uns antichambrieren lässt, bis es den Herrschaften gelungen ist. rhre

Re Rede Scheidemmnr.

Hnt Grade des deutschen BolkeS." (Drähtbericht >

Berlin, 9. Mai.

°tn der Sitzung des Friedensausschusses eröff­nete Präsident F ehrenbach die Tagung Mit taStt«.der Friedensvertrag bedeute ente Versklavung deS deuffchen Volkes aus ewige «eiten Darm nahm Ministerpräsident S che, - bemann das Wort und sagte unter anderm: Der heutige Tag, der uns endlich nach dem sechsmonatigen Märtyrmm des Waffenstillstan- bcS bie Kenntnis der Sauptterle der femdlicken Friedensbedingungen gebracht hat, bedeutet die tiefste Stufe beS deutschen Rieder- a a n a i. Ja vielleicht noch Nicht einmal durch eht Ja sowohl! als vielleicht durch em Rein fönnen wir uns noch tiefet, «och hoffnmlgs-- lofer in die staatliche und nationale Vernichtung Herunterstotzen, und all die Nebenbedingungen, die «ns bis jetzt noch nicht übermittelt worden ftrtb, bie aber aus zahlreichen Nachträgen zu den ersten Depeschen schon angekünoigt sind, werden doS Wiederauskommen durch lauzend kleinere und größere Fesseln unmöglich machen. Werne Herren: Mr stehen am Grabe des deutschen Volkes, wenn das, was sich hier Friedensbedingungen nennt, zur verttag- kicheu Tatsache wird.. Jedes weitere Wort würde di« Unmöglichkeit unb Unbarmbcrzlgkcit dieser Bedingungen absckwäcken. die nichts an­deres sind, als ein bestrstetes Todesurteil Die Reichsrrgiermrg muß auch dieses jedes Gefühl aufwühlende

Dokument des Hasses

unb bet Verblendung politisch nüchtern bc- handeft:. Sie würde ihr« Pflicht aufs sAvEe verletzen, wenn sie sich Empfindungen uberlai- sen wollte, die das dürfen Sie nur glauben ihr ebenso nabe liegen, wie sichtlich Ihnen allen. Sie kann sich allerdings nur schwer -u dem Glauben verstehen, ^atz mffere Gegner in biefci ernstesten Stunde i Welt eine Arr Ao-

pferchung der Deutschen tn Versailles erheben. Völkerrechtlich steht uns bet volle Schutz Frank­reichs. aber auch die volle Achtung dieses -an- deS als Mitglieder einer Delegation zu, welche französische Regierung selbst tn ihre Haupt- t gebeten. Wir sind nach allgemein aner-

kommen.

Ein gemartertes Volk und land wie daS unsere verträgt keine Heroischen Gesten Was Graf Rantzau im Namen der Delegation f aate: .Wir werden das uns übergebene Doku- ment mit gutem Willen und tn der Hoffnung prüfen, daß das Endergebnis unserer menkunft von uns allen «czeichiiet werden kann," bat er ganz im Sinne her Retchswgre- nma gesagt. Wir werden bieitn Fakobskmupf mit dem Engel des Friedens mit allen graften sühten, mit unseren, ich darr sagen, auch, mit ta ÄÄ13MFSÄ. ÄfS «' *«*

^rRerchnd Hautzinann vertrnff sich hierauf die Inhaber in ihre Rechte wieder eingesetzt ber Friedensaussckmtz auf eine halbe Stunde. Hingegen behalten sich die alliserten .X^te daS Rach der Pause machte Präsident Fehrenbachl Recht vor, Eigentum "^0. d eutich ei nachsiebsbde Miit-ilnnq: In Nebereinstimmung Staatsangehöriger auf ihrem sbietk nfftdeu Fübr-^rn sämtlicher Parteien habe uhzurückzubeha l t en 'indzu l, siUid l e, Smbe ErNätong abzugeben: Der Herr M r en. DwEand hat seine Staatsangehonato nifternräftbent bat mit Recht den Friedensver- zu entschädigen.

trag, so, tote er uns von Miseren Feinden vor-1 Au Kriegsentschädigung

aelegt wurde, für we^en Deutschland auferlegt: Tausend

imertrLglich und unerfüllbar M^lionen Pfund Sterling, zahlbar

eEärt Er hat zugleich dar getan, datz Verhand- rffchi später als am 1. Mff 1921 ohne Zmsen; tataen mit unseren Gegnern eingelertet wür-I---- -1 s

den Wir sind damit einverstanden, datz . aus diesem Wege der Versuch gemacht werde, einen Frieden zustande zu Gingen, der mr das deutsche Volk erträglich und erfüllbar tft.

. , Die bereits gestern von uns gemeldeten B e- deMsche Bolksregierung wird die Fr»e- dingungen bestätigen sich nach dem henitiorfdiläac der Vergewaltigung mit dem ltun bekannt werdenden deuffchen Text v o l l - Vorlchlaa des Friedens doS R e ch -1 in ha lt lich. Das Wesentliche rft damn t r , auf der Grundlage eines dauernden Völ- unferen Lesern gegenwärffg, sodatz es nur noch kerkriedens beantworten. Die tiefe Erregung. öer Ergänzung bedarf, um das Bild zu ber« die alle dc'rtschen Bolkskreise ergriffen hat, legt vollftündigen. lieber die finanziellen und Wirt, ^euaiii« daiür ab. daß di« deutsche Regierung schastlichen Klauseln ist noch folgend^ nachzu. den % cf chlof fenen Willen des B»l- tragen: Die Mächte, denen deuttches Gebiet ab. les zum Ausdruck bringt. Die deutsche Regie- getreten Wird, übernehmen einen Teil der beut, runa wird alle Kräfte anspannen, um für das I schen Reichs schuld, sowie des bewefsendev veuffl^ Volk dieselbe nationale Einheit und deutschen Staates nach bem Siand von 19U Unalftänainteit und dieselbe Freiheit der Ar ausgenommen von Elsaß-Lothrmgem fo»1* ueit irt Wirtschaft und Kultur zu erringen desjenigen Teiles der auf Polen enffalleNden Lclt " «1-«> I schuld, der aus Maßnahmen für die Deutsche

Kolonisatiini stammt. Ebenso sind die Teile der Schuld ausgenommen, welche zum Erwerb des Ergentunls des Deutschen Reiches oder der beut, scheu Staaten in den betreffenden Gebieten ge- dient haben. Dieses Eigentum wird von den Staaten an die dieses Gebiet abgetreten wird, erworben und der Erlös bet deutschen Regie- rimg angerechnet. Zu diesem Besitz wird ge- rechnet alles Eigentum der Krone des Deutschen Reiches und der deutschen Staaten, sowie daS Privateigentum des ehemaligen deutschen Kai­sers und anderer Fürstlichkeiten. Frankreich übernimmt dieses in Elsaß-Lothringen gelegen« Eigentum ohne jede Verpflichtung einer Zah- i. Dasselbe Recht erhält Belgien ent-

Präsiden! Ebert zu den Zriedens-Lebingungen

ftatet len Sinnen. WW fe MWWWI Mil I« WMU i »« »"«»"

I M- , A»m°s«n>>.« »« d-u«sch-n A.b-u-r,ch-st. - S->»-« »6»e M°» und «««*

ferner zw ei taufend Millionen Pfund Sterling, zu 2,5 Prozent zu varffnsen, zwffHrn 1921 und 1926, später aber mit 5 Vrozent zu verzinsen und mit 1 Prozent ,u tilgen, und Mar von 1926 ab. Weiter tnunen wir uns verpflichten, Schurbverschreibungen zu liefern für einen zusätzlichen Betrag von zwanzig taufen Millionen Pfund Sterling. Diese sind mit 5 Prozent zu verzinsen, wobei ber Aus- schuß die Zahlungsbedingungen festzufetzen hat

trrlandes. , 1 Eigentum ohne jede Verpflichtung einer Zah-

Die Regierung ruft alle Volksgenossen auf, lltng Dasselbe Recht erhält Belgien ent.

to nieser schweren Stunde mit 'hr auSzuhar s^echeub. Deutschland verzichtet aur alle Recht« rett im wechselseitigen Vertrauen auf dem irgend welcher Art für sich und feine Staats» ber Freiheit und dem Glauben an den angehörigen auf Verträge betreffend Koumils- Sieg der Vernunft und deS Rechtes. stoneti, Agenturen und StaatSpanZen m faant*

1,xn*,,,* nP, (Fbcrt lichen alliierten und assoziierten Landern, fowie

Der Reichspräsident gez. Everr. I ifi Oesterreich-Ungarn. Bulgarien, der Türkei Die Reichsleitung gezeichnet: Stbeibemaitn, lmb Rußland, verpflichtet sich weiter, zugunsieu ^rrtibtira Bauer Bell. David, Erzberaer, per Entente die mit der Türkei, fotoie ber oftet-

* .rLÖ' qi-rtt6 Wissel Schmidt. reichisch-nngarisehen Regierung abgeMossenen

Goiheim, Roske, Vreuss^Mte^---------| ^inanztranSaftionen rückgängig zu machen und

» . . I bestängt feinen Verzicht auf die Vertrage von

.....flrantm vorgelegt b^en. E dem Iunb Brest-Litowsk. sowie beten Zu- . 11 satzverträgen, des werteren werden Destimmun-

_ »out Handln, lEvernvom iw «* föb£i gtc(61e imtl ^ntcrejjcn deut- In, und in diesem Sinne rst die Del -1 r Amatsangehötiget innerhalb Rußlands, bi^ebreOestetreich-Ungatns. Bulgariens und der Türkei bm fcirblidien Regierungen in einer Note dar- Wrrffchaftliche Mmtfeto.

zuleqen. gleichzeitig die gewünschten VorMageI Deutschland verpflichtet sich.zur Meistb^.- numhalb der vorgesehenen Frist tn Aussicht zu gsinstkgnng der Einfuhr aus sämtlichen afft, st-llen und schließlich um bie Anbahnung von ter-ien und assoziierten Staaten, ebenso bei mündlicher Aussprache zu ersuchen, m der vor Ausfuhr. Elffatz-loflmngische Erzeugnisse haben allem Auskunft über die Gründe zu erteilen I Fabre lang das Recht zollfreier Einiuhi WÄe, die zur Aufstellung dieser oder jener For- nach Deutschland. Für Polen gilt dasstM aus d^mig geführt haben. Die Reichsregiernng r>i Jahre. Di« Meistbegünft'gmig erstreckt sieh will zu Petbandlirnaen, will zum Frieden Mich Mr die alliterten und assoziierten brächte - 1 r-nf Fischfang. Küstenfahrt- und -Schlepperei zur

See, wobei jene Mächte die Polizei ausubcu. Werter erstreckt sich die Meistbegünstigung an' Staatsangehörige jener Staaten hinsichtlich ihres Gewerbes, Eigentums ufw. Zur Rege­lung der Bezahlung der Schulden zwischen An- gehörigen feindlicher Länder Wird jede bet der- tragschließenden Regierungen binnen drei. Mo­naten ein Butehn einrichten. welches ausschlicy. lich zur Leistung und Empfang solcher Zablwi- gett bestimmt ist. Kriegsausnahmen, welche Deiitschland in bezug-auf Eigentum. Reckte und Interessen von Stagtsangehörigen der

stadt gebeten. Wir sind nach allgemein aner- kanntem Rocht Gäste Ktantwichs itttb haben Anspruch auf gastliche Behandlung. Geschenkt wird unS ja ohnehin nichts. Aber wir müssen unS verwahren gegen die unglaubliche ALschnu- rung von ber Außenwelt, die man hier gegen unS betreibt und bie nunmehr skandalöse For- men angenommen hat. Bisher war das Ver­hältnis zwischen Deutschen und Versailler Bür­gern leidlich. Diese Leutchen waren offensicht- ffch ganz erftmmt, daß diese Deutschen auch

Arbeitsfeld werden komtte. Man beschloß da­her, den Versailler Dewshnern, mehr aber noch Herr Parisern handgreiflich zu zeigen, daß diese Deutschen doch Aussätzige sind,.deren Berührung man unbedingt vermeiden müsse. Und so kam es, daß auf der kaum 150 Schritt langen Stra- ßenfirecke zwischen den Hotels der Deleootion ent regelrechter Pferch ans Bret­te r n und Zaunpfählen, die intfereinanbet mit Stacheldtaht verbunden sind, errichtet wurde. Diesen müssen nun jeweils die Deut­schen passieren, wenn sie von einem Hotel zum andern sehen wollen. Er ist sinnreich dermaßen eingerichtet, dass die ftmizö-sischen Passanten die breiten Bürgersteige benutzen können, wahrend bie Deuffchen davon herunter und tn die Goffe und den Schmutz itnb Schlamm des Fahr- damuies treten und oft genug hinter Pferden und Starren eiirherfchreiten müssen. Auf diese Weise hat mau eine regelrechte Umzäunung, tote um den Tummelplatz von Wild, rote zur Hasenjagd geschafseu, und man führt den Ver­saillern und Parisern diese .Boches' und ,Eo- chons' in Freiheit dressiert vor. EtwaS bet- wffges muß aufreizend auch aufaSe Wenigen Streife wirken, bie sich bisher noch »knivermaßen zurückgehalten habe«.

So bat sich beim, wie zu erwarten stand, baS Verhältnis Mischen uns und der Bevölke­rung seit Bestehen dieser unglaublichen. Ern- pferchnna nickt unbedenklich verschärft. Für btt Fran-osen ist der Anblick deS Pserckes m aller Wörtlichkeit ein .Wink mit dem Zaunpfghl', diesen Deutschen ihre .Gefühle' zu zeigen. Von to-sch .ritterlicher' Art biefe sind, konnten ww gerade beute bemerken. Da produzierte sich rer in Massen ersckienenr ordinäre und derfeine' Döbel von Paris vor unseren Hotels. Man ver­stand den .Wnik'; Es formte, während bisher, wie gefegt, kaum eine BüSstiguiig vorkam, kciu Deuffcher sich auf dem.kurzen --tratz-toack^be­wegen. ohne gröblich behelligt zu wer bcn. Ich selbst wurde von einem .fernen' Herrn mit dem hunderffack

Schimhffworte .Cochs«', .VeittscheSSdüDtin, yb z«i»i feinen beiden, höchstens itoofi* küs