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llebmeichmlg der Bedingungen am 7. Mal?
Sin Zoll in Rot.
Mittwoch früh vrrösfeotlichen.
Wie Krieges Land«:
Was steht uns bevor?
oft schon seit dem Beginn des Wekt- klang dieser Ruf durch die deutschen „Ein Pott in Not!" Hat je ein Bott
Belgien macht Schwierigkeiten.
Versailles, 6. Mai. (Drähtbeticht.) Die belgischen Beschwerden wegen zu geringer Hohe der EntschÄdigungssumme rufen in Parks andauernd erhebliche Schwierigkeiten hervor. Die Belgier verlangen vollkommene Entschädigung für den Wiederaufbau. In Brüssel sollen große Kundgebungen politischer und wirtschaftlicher Natur stattfinden. Dabei werde von Bürgermeister Marx gefordert werden, daß die belgischen Bevollmächtigten angewiesen werden, den Friedensverttag nicht zu unterzeichnen, wenn Belgien nicht volle Entschädigung erhalten würde. Die französische sv- zialrstksche Presse fährt fort, gegen Ministerpräsident Clemencemr Sturm zu laufen.
Volkswehr-Hilfe für Karaten.
Wien. 6. Mai. (Drahtbcricht.s Wie gemeldet «irv. sind bisher fünf Bataillone Volks- wehr zur Hilfe für Kärnten abgeganzen. General Teger wies die Regieruna darauf hin, daß die von der Kärntener Regierung angeordnete Mobilisierung. wozu allein die Staatsressierung berechtigt sei, als Waffenstillstandsbruch aufgefaßt werden könnte.
Ei« Appell an Wilson.
Bern 6. Mai. (Drahtbericht.) Die Tiroler LcrndeSregierung erläßt in Men Schweizer Blättern namens des Deutsch-Tirolischen Volkes einen flammendenAppellan Wil. son. worin Le den Präsidenten an sein verkündetes Wort über die »Freiheiten der Völker* erinnert und ihn vor der Preisaabe Tirols an Italien warnt, mit dem Hinweis darauf, daß dos so geopfert? TstkÄ
verteilt wewen. Hs scheint eine österreichische Delegation in St. Germain erwartet zu werden. Hs wird jetzt schon zugegeben, vast die Ueber- reichung des Friedensentwurfes erst Ende der äSodtc erfolge» wird. Zu irgend einer optt- mfftifchen Beurteilung der sich entwickelnden Lage liegt kein Grund vor, aber sehr viele für das Gegenteil. Rolf Brandt.
Frankreich- Ansicht siegt.
Scrfeillee, 8. Mai. sDrabkbericht unseres Sonderberichterstatters.) WährrM» die deutsche FrievenSdüegatton ihre Zett mtt dem Anschauen der Bäume im Triammpark verbringen kann, beschließen Clemeneeau, Wilson totfc Lloyd George, Deutschland eine Forderung «ach der ander« im Gegensatz zu de« Grundlagen der vierzehn Punkte aufzuerlegen. Dfe Dinge fangen an, grotesk zu werde«; seitdem die bolschewistische Gefahr zurück- getr-sten ist, scheint seit Anfang dieser Wocke, gerade seit dem Eintreffen der' deutsche« Tele- gario.l, die ranzösifche Ansicht sich in fast alle« Punkten durchgesetzt zu habe«. Nach den übereinstimmenden Nachrichten der heutigen Pariser Abendblätter soll Deutschland der ZulapnuensckMß mit Oesterreich verböte« werden, die deutschen Seekabel sollen zwisck *n Frankreich. England und Japan
Vv« bett letzten Kämpfen.
München, 6. Mai. (Drahtbericht.) Ueber die Lage in München meldet die TU.: Bis zum Sonnabend waren auf den Friedhöfen und ht den Leichenhäusern 290 Leichen unter gebe a ch t. Nach den bisherigen Feststellungen sind neunhundert Personen getötet worden. Die Leich- des Stadtkommandanten Eget- hover liegt aus dem Ostfriedhof. Landauer wurde auf dem Transport nach dem Gefängnis erschossen, weil er die ihm transportierenden Soldaten gegen ihre Führer aufreizen wollte. Der Staatskommiffar Ewinger fi»r- dert die Bevölkerung zur friedlichen Arbeit auf und warnt vor einem neuen Generalstreik, der von unverantwortlichen Personen angestrcbt wird. Der Major Seißert wurde zum Stadtkomrnandanten ernannt. Am Sonntag wurde in dem Vororten Mönchberg und Neuhaus noch heftig gekämpft. Tie Regie» r u n g s t r u p p e n, die mit klingendem Spiel von der Beerdigung gefallener Kameraden zu» rückkehrten, wurden aus mehreren Lazaretten durch Verwundete beschossen. Di« Regierumgstruppcn griffen daraufhin an und zwar mit Geschützen und Minenwerfern. Rach mehrstündigem Kampfe wurden etwa 200 Gefangene, ein Maschinengewehr und siebzig Gewehre eingebracht. Der Redakteur der Münchener Roten Fahne wurde ebenfalls verhaftet und standrechlltch erschossen. Die Depots m den Münchener Banken sind unversehrt geblieben.
Bolkansftsnd in Kärnten.
Schwere Kämpfe im Gange.
• lDrahtbericht.l
Basel, fi. 'Kai.
Das Südslavische Preßbüro in Laibach tret- «et den Ausbruch eines BolkSauf- ftandes in Kärnten. Es haben Kämpfe stattgefunden, einerseits zwischen Tirolern und andererseits zwischen Roten Gardisten «nb Se waffneten Arbeitslosen. Die letzteren terrorisieren die Bevölkerung. Ans Psalzburg sind alle Reserven herangezogen worden, tmt den Aufstand einzudämmen Fugoftavische Trnp Pen haben in die Kämpfe eingegriffen und 300 Rote Gardisten gefangen genommen und nenn Geschütze erobert.
München wieder ruhig.
Die Säuberung der Stadt.
tDrahrbericht.)
München, 6. Mai.
In München ist die Ruhe und Ord nun g wieder eingekehrt. Tie Regierungstruppen fetzen die Entwaffnung fort. Die Opfer der Regierungstruppen bei den Kämpfe» mit den Spartakisten sind gering geblieben. BiS. her zählte man an Gefallenen siebzig Offizier« und etwa vierzig Man«. Die Svartakifteu verloren zweihundert Mann. Die Säuberung der Stadt mrd diejenige ganz Bayerns von den Spartakistett und Bolschewisten wird von den Freikorps und der Volkswehr fortgeführt Alle Ausländer, die keine Beschäftigung nach weisen könnnen. werden ausgewiesen.
Clemeneeau- „guter Frieden".
Berlin, 6. Mai. (Drahtbericht.) Nach dem „SigaiV ist im Mimisterrat folgende Ueberein- stftmmung erzielt worden: Der Vertrag, von Clemenesau als »guter Friede'' bezeichnet, soll Deutschland kolossale Opfer in fiskalischer, industrieller, kommerzieller und ökonomischer Hinsicht auferlegen. Das Blatt betont, der Vertrag bedeute daS Bündnis der zwei mächfigsten Ra- ttonen der Wett. 'Rash einem anderen Blatt hat Italien gestern seine Ansprüche Frankreich spezialisiert. Das Blatt bezeichnet die Verständigung als bevorstehend. Die Verzögerung der Verhandlungen ist unzweifelhaft auf den italienischen .Zwischenfall zurüekzuführen. Gerüchtweise verlautet, Ft 4 l i e n werde Fiume nach sechs Jahren erhalten. Inzwischen soll Fiume durch den Völkerbund verwaltet werden. Der Verband will Belgien entgegenkonnnen in der Schadencrsatzftage. Die ftanzöstsche Presse stell« immer neue Forderungen für den Frie- deuSschluß. AlS Garantie für einen dauernden Friede« wird gefordert. Deutschland den miß» «rischen und politischen Flugzeugverkehr zu verbieten. Deutschland muß es unmöglich gemacht werden, auch nur ein einziges Flugzeug oder Luftschiff zu erbauen. — Ueber den gestrigen franMscheu Ministerrat, wo die Verirags- entwürse vorgelegt worden sind, bat Clemen- ceau zur Beruhigung der französischen Oeffeut- lichkett mitgettilt. daß der Tert allgemein befriedigt habe. Memenceau äußerte sich auch: „3; <6 habe mein bestes qetan. Ich glaube, es ist ein guter Frieden." Am 6. Mai wird die französische Kammer ihre letzte Sitzung abhalten. Sie wird den Haushattsetat, eine neue innere Anleihe und den Zeitpunkt der Neuwahlen zu bestimmen haben. Man nimmt an, daß am 16. Mai die Auflösung des Hauses ausgeWrochen werden wird.
Japans energisches Auftreten.
Zürüh, 6. Mai (DrahtberichÜ) Einer Pariser Meldung zufolge versichert man in Kon-
uns zusteht? Kein Volk der Erde sebnt so sehr den Frieden herbei wie Wir. Kein Volk braucht so sehr Ruhe und Erhokung als unser deutsches. Wird man uns diesen Frieden gönnen? Wird man in Paris uns die Wege zur R u h e und Erholung ebnen? Die schweren Demütigungen, die harten Waffenstillstandsbedin- gungen haben uns mißtrauisch gemacht. Wir erwarten nichts Gutes. Rachsucht kann keinen Frieden brnigen, Beutegier kennt kein Recht. Eine furchtbare Verantwortung laden die Häupter der Alliierten auf sich. Werden sie die Zeichen, der Zett verstehen, noch im letzten Augenblick eintatfett? Jetzt ist erst unser Bott in Rot. Aber diese Rot kann allgemein werden. Der Bolschewi.nntS droht nicht nur uns, sondern er droht der ganzen Welt.
der Erde so gelitten wie das unsrige? Während fünf langer Kriegsjahre waren wir den Anstürmen und Befeindungen von West und Ost ausgesetzt, unser Heer, das mehr wie jedes andere ein Vottsheer war. mußte sich gegen eine ganze Welt von Feinden verteidigen! tttd- ser Volk nahm die größten Qualen des Hun- asrs und der Entbehrung auf sich. Tausende starben an Entkräftung und Siechtum! Wer zählt die Tränen, die im Wettringen von allen deutschen Volksschichten und Geschlechtern geweint wurden! Wer kennt unser Leid, wer kann ermessen, was wir ausgestanden haben! Kit zahllosen Gräbern stehen wir, fast in jedem Hause herrscht Trauer, kaum einer ans unseren Reihen blieb vom Schicksal verschont! Mit heißer Sehnsucht haben wir daher alle den Mschluß des Völkerringens herbeigesehnt. Als der Waffenstillstand abgeschlossen wurde, hofften mir. daß bald die Zeiten der Leiden vorbei sein, und ein naher Friede uns eine ftendige, sonnige Zukunft bringen müsse. Aber wir sind schmerzlich enttäuscht worden! Unsere Leiden dünsten den Feinden noch nicht genug! Immer neue Demütigungen wurden uns auferlegt! Sie alle haben unseren Stolz tief verletzt. Die Zähne mußten wir aufeinander beißen, nm nicht auszuschreien in gerechter Empörung und wildem Gram. Unsere Hand ballte sich zur Faust, aber wir konnten nicht w schlagen, wir durften uns nicht wehren! All <•***.& ...«asftftai hatte man m»s beraubt. So nahmen wir die Bedingungen hin, die man enS diktierte.
Das hat uns furchtbar geschmerzt: aber im Vertrauen auf den nahenden Frieden suchten wtt uns zu trösten. Wir alle hofften, uns dann schon wieder erholen zu können, zumal man uns versprochen hatte, Recht und Gerechtigkeit auch uns gegenüber zu üben. Aber wir sind schmählich eitttäuscht worden. Woche ans Woche und Monat aus Monat verging, ehe nm« sich über die Bedingungen emlgte. Auch die zugesagten Lebensmittel Weben aus. Me kümmerlichen Rost» waren bald aufgezehrt. In dm Städten ward der Mangel immer größer. Noch nie während des ganzen Weltkrieges hat nufer Volk so sehr gehungert. als in den Tagen, wo wir die Lebens- mittelschiffe erwarteten. Von Tag zu Tag hofften wir auf ihr Eintreffen. Aber immer wieder tagten sich unsere Hoffnungen trügerisch. Unser Volk ward des langen Harrens müde. Eine gereizte Stimmung machte sich immer bemerkbarer. Und dies suchten dunkle Elemente für ihre selbstsüchtigen Pläne auszunutzen. Der Krieg an den Grenzen war verstummt, aber im eigenen Lande entbranme er umso gräßlicher. Deutsche Brüder kämpften mit den Waffen wider einander und zerfleischten sich gegenseittg. Wirtschaftskriege aller Art setzten ein. Unsere Bergwerke lagen Wochen- und monatelang still, unsere Fabriken konnten nicht arbeiten, die Zahl der Arbeitslosen nahm von Tag zu Tag zu. In ritte ungeheure Schuldenlast ist der Staat gestürzt, und an den Steuern, die als Folge davon notwendig unserem Botte auferlegt werden müssen, werden wir lange und schwer zu tragen Haben. Unsere Zukunft ist dunkel und trübe. Neues Leid, neue Entbehrungen erwarten uns. An unseren Grenzen steht lau- ernd und grinsend der Dämon des Bolschewismus. Gierig stteckt er seine Arme aus nach dem vom Blut und Schweiß der Väter gehri- kigten Böden, Rings um unser HauS schlagen die Wogen deS Weltbrandes. Werden sie auf ihren Herd beschränkt bleiben?
Nun droht vom Osten her noch eine neue Gefahr. Die Armeen Haller marschieren an unseren Grenzen auf. Polen will uns bekriegen. Es scheint, als ob die ganze Welt sich wider uns verschworen hat. Ein neuer Krieg, ehe der alte abgeschlossen! Nun, wo wir wehrlos sind, lein Heer, keine Waffen mehr besitzen, ohne jeglichen Schutz, ohne Verbündete, ohne Freund find, sucht Polen über uns herzu- faffen. Ein Volk in Not! Wie Vcrzweff- S fast schrillt dieser Rus durch unser Land, man ihn in Paris hören? Muß er nicht d?n Männern, die auf unter Verderben sinnen, mahnend in den Ohren gellen: Laßt ab von «tret Verblendung macht ein Ende: Gebt Frieden ijxd Ruhe, Recht und Gerechtioffett! Kann ,man vor Gott und der Geschichte verantworten, wenn eiss Pott rugrunde geht? Will man Deutschland wirklich blinder Rachgier und Derttelust, dem Bolschewismus und einem neuen Kriege opfern? Sehnend gehen unsere Wicke in dre Seite, einen Retter aus unserer Not zu erspähen. Doch wohin wir auch schauen, fein Freund nabt sich uns. Keiner bietet uns die führende Hond. Frieden! hallt es durch «User Land. Frieden? Wird wnMch Friede Irin? Wird man uns ta® Recht gönnen, das
Neue Luertreibereien.
Keine Heimreise deutscher Minister. tDrähtbrr'cht.)
Versailles, 6. Mai.
Unsere Friedeusabordmmg in Versailles wat bis gestern noch nicht im Besitz der Friedensbe- dingungen, und es liegen auch keine Anzeichen dafür vor, daß die Uebergabe bald erfolgen dürste, was, wie wir bereits früher gemeldet haben, mit der Uneins gleit der Alli irrte n unter sich im Zusammenhang steht. Da der deutschen Delegation drei Reichsminister ange hören, die unmöglich auf itfdjt absehbare Zeit von Berlin fortbleiben können, hat sich die deutsche Delegation gestern mtt der Frage befaßt, was angesichts der Lage zu tun sei. Sie hat, wie wir erfahren, an Clemeneeau die Wit fcilung gelangen lassen, daß. wenn bis nachmtt- tags fünf Uhr eine Mitteilung darüber, wann die Uebergabe der Bedingungen erfolgen werde, nicht vorlieM, dieRrichsminister Landsberg und Giesberts wegen dringender Geschäfte Versailles verlaffen müßten. Elemencrau hat auf diefr Mitteilung hin antworten lassen, Vie Abreise stehe den Ministern völlig frei; auch hätten sich Bedenken gegen bie Vollmachten der deutfchen Delegation ergeben. Die deuffche Abord- tttgtg tat nach Entlang dieser Mitteilung den Beschluß gefaßt, daß die Minister Landsberg und Giesberts, wenn bis nachmittags fünf Uhr die verlgMte Mitteilung von Clemeneeau nicht gemacht Wirte, nach Berlin abreisen.
Graf Brockdorff-Rantzau hatte auf Grund dieser Verhältnisse eine Rote an die Entente überreichen lassen, in der er auf eine bestimmt formulierte Antwort drängte.
Die Antwort der Alliierten ist gestern nachmittag dngetroffe«. Die Meldung hierüber lautet: Aus die Anfrage der beut- fdjeit DÄtegation, wann das Friedensbokument überreicht werden würde, ist gestern nachmittag die Antwort etngegangen, daß die Ueberrei- chung am Mittwoch, 7. Mai, nachmittags bret Uhr, im Trianon Palasthotel stattfindet.
Und dennoch rechnet man in den Steifen bet deutschen Delegation immer noch mit der M ö g, l ich feit, daß auch in dieser Woche die Frie- bensbedingungen noch nicht b e - kanntgegebe« werden. Dir Hauptschwirtig. feiten bei der Festsetzung bet Friedensbedingungen sollen die entstandenen neuen Differenzen mit Belgien und hauptsächlich Italien bilden. An bat Kreisen der deutschen Delegation will man nicht ohne weiteres die Hinausziehmtg der Bekanntgabe bet Ftte- bensbedingmtgen in Versailles abwattett, sondern eventuell zurückkehren. Die AbspetrungS- maßtegeln, die die französische Regierung gegenüber bet deutschen Delegation ergriffen hat, sind hi bett letzten Tagen wieder verschärft worben. — Eine wettete Dtahttneldung besagt: Eine HavaSbepesthe meldet vom Montag früh elf Uhr: Die Ueberreichnnq beS Friedensvertrageö mit Deutschland erfolgt mntnvehr em Dienstag,
fercnzkreffen, daß Wilson beabsichtige, eine Erklärung über die japanischen Ansprüche auf Schanttma zu veröffentlichen Wilson soll in dieser Frage erst aus den Rat von Clemeneeau und Lloyd George hin nachgegeben haben, Japan nicht zu stark zu reizen da dieses dann möglicherweise die Konferenz verlassen und sich Deutschland anschließen würde. Japan soll an England und Frankreich ein förmliches Ultima- tum gestellt und die Ententemächte aufgefor- beit haben, den Vertrag von Schanttrng unbedingt zu achten, fetoft auf die Gefahr eines Bruches. mit den Bereinigten Staaten hin.
Vo« einzelnen Bestimmungen.
Berlin, 6. Mai. (Drahtbericht.) Unter den einzelnen Bestimmungen, über die gerüchtweise gesprochen wird, wird wieder die Be st r a f u n g des Kaisers und aller anderen deutschen -Schuldigen verlangt. Die Formulierung über das Saarbecken spricht jetzt nach den Zei- tungen Frankreich das volle Eigentumsrecht auf die Minen und ihre Ausnutzung zu, was denn doch wohl nicht ganz sttmmen dürfte. Jeder Bürger dieses Gebietes muß ferner die Sicherheit erhalten, daß er im Laufe von fünfzehn Jahren Franzose werden kann. Der Verwal- t u n g s r a t des Saarbeckens soll aus fünf Mitgliedern unter dem Vorsitz des französischen Präsidenten zusammengesetzt werden.
Reue Einladung an Italie«.
Rotterdam, 6. Mai. (Drahtbericht.) Ein lakonischer Reuterbericht meldet aus Paris: „Der Rat der Drei habe Italien emgeladen, feinen Platz auf der Konferenz wieder eiuzunehmen. Die Einladung sei derartig, daß man glaube, Italien werde sie annehmen/ — Morgen findet eine Sitzung der Entente-Staatsmänner statt, ihn di« neue Einladung > au Italien zur Rückk-.hr zur Konferenz zu redigieren. Es heißt, daß vielleicht anstelle Orlandos Lnzzatti als Delegierter nach Paris kommen wird. Nack» Pariser Blätter sind die ulttmattven Bedingungen Italiens folgende: „Fiume italienisch, dagegen Abstriche vom Londoner Vertrag. Aber die strittigen Gebiete, auf die Italien verzichtet, dürfen nicht südslawisch werden, fondern müßten autonome, unabhängige Meiustaaten bilden.
ssckr Nemsle Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
Hessische Abendzeitung
Stammet 129.
Mittwoch, 7. Mai 1919.
9. Jahrgang
Fernsprecher 951 und 952.
Fernsprecher 951 «nb 952.
3ttferttonSpretfe: Di« ftebengefpaltete Seite für einheimische Geschäfte 80 Big. für na«, märtierc Anzeigen 35 Pf. Reklamezeile für einheimische Geschäfte 75 Sßf, für auswärtige Geschäfte 1 Mk Einfache Beilagen werde« mit 5 Mark pro Tausend berechnet, alles mit Teuerung s.Zulchlag. Bei Uebermltttung ron Anzeigen auf teleph. Wege wird für durch Hörfehler hervorgerufene Jrr'.ümer keinerlei Haftung Übernommen ifür die Aufnahme vonDnzeigen an bestimmten Tagen oder Plätzen wird z. Zk. keine Gewähr geleistet. Geschäftsstelle: Söln.Stt. s
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