Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung «
Sie Kasseler Neveft« Nachrichten «rschetnen wöchentlich sechsmal tmb zwar abends. Der LbonnementSpreiS beträgt monatl. 1.S6 Mark bet freier Zustellung in« Han«. Bestellungen werden jeder,Sil von der Geschäftsstelle oder den Boten entgegenge«ommen. Druckerei, «ertag unb SRebattüm: Schlachthofstratz« 2SM. Für unverlangt -inges-ndt-Beiträge kann bie Redaktion eine Verantwortung ober Gewähr in keinem Falle übernehmen. Rückzahlung de« BemgSgelbe« «der Anlvrüch« wegen «watger nicht ordnungSmäbigsr Steuerung auSaeschloffen
Nummer 119. Rernfrr«frr 951 und SA. Donnerstag,
W» Hessische Abendzeitung
JnsertionSprets«: Die stebengespaltete Zeile für einhetmifche Geschäfte 30 Pfg, für au«, wärttge Anzeigen 35 ®f. Reklame,«!» für einheimische Geschäfte 75 Bf, für auswärtige Geschäft« 1 Mk. Einfache Beilagen werden mit 5 Mark pro Lausend berechnet, all,« mit 20°/, LeuerungS.Zuschlag. Bet Uebermittlung von Anzeigen auf teleph. Weg« wird für durch Hör. fehler hervorgerufeneJrrillmer keinerleiHaktung übernommen. Für di« Aufnahme vonAnMgen an bestimmten Tagen oder Plätzen wird ,. Zt. keine Gewähr geleistet. Geschäftsstelle: Röta-Str. 5
24. APrrl 1919. Fernsprecher 951 und 952. 9. Jahrgang.
Bon den kommenden Aiedevs-Berhnndlvngen.
®er deutsche Völkerbund-Entwurf.
Breme«, 23. April.
verboten werden. Flugblätter und Maueran-
chkSse anMfertigru und zu verbreiten ist ohne
Belfort, 23. April.
und Kinder sind möglichst nicht aus die Straße tu lassen. Gerichtliche Termine wurden um eine Woche verschoben. DaS Innere der Stadt ist militärisch vollständig abgesperrt.
Die auch
mv»Wl. JVWM, Ulli ^|||VVIIIU|WIKH
stabe Wilson die Hoffnung aufgegeben. daß der Friedensvertrag bis rum 25. April fertig- gestellt sein werde. Er gedenke seinen Aufenthalt in Frankreich bis Mitte
Mit Genehmigung des Senats ordnete die Kompromiß i« der Danziger Frage. Stadtkommandantur an, daß sämtliche Tages -
ber Union schon lange, tritt mm auch in dem Nachbarstaat Kanada setzt durchweg ein. Der .Landhunger* hat viele Unberufene mit dazu getrieben, die wirklich guten Stücke »Prärie- Lattd", sobald Aussicht aus eine Eisenbahn oder
Belagerungszustand verhängt. Gestern mittag sind in St. Pauli neue Unruhen auSgebrochen. Die Bekleidungskammer wurde von Bewaffneten gestürmt, ebenso das Magazin am Paulinex Platz Bei den Plünderungen gab es nrehrere schwer und leicht Berwundete, die von ihren Gcnoffen mit fortgeschleppt wurden. Ein Ueberfall auf die Kaserne in der Bundesstraße wurde abgewiesen.
Weitere neue Llnrnhen.
Berlin, 23. April. (Drahtbericht.) Von der deutschen Reichsregierung ist ein Entwurf über den zu schaffenden Völkerbund ausgearbeitet worden, der gestern das Kabinett in einer längeren Sitzung beschäftigt hat und der auch heute Gegenstand der Beratungen fein
Maj zu verlängern. Gleichwohl dürften die Besprechungen mit der deutschen Delegation beginnen, soweit die Artikel des Bertraaes bereits vorliegen. Man sehe daraus, daß die Deutschen gegen die Bestimmung über die die Herabsetzung der Heeresstärke und über da« Schicksal Danzigs Einspruch erheben werden. Die Rene Züricher Zeitung meldet ferner aus Wien: Aus der Umgebung drö ftanzöfischen Gesandten verlautet, daß Frankreich eingewilligt habe, bei den bevorstehenden Pariser Verhandlungen Deutschland keinen Diktatfrieden aus- Luerlegen. sondern die Abänderungsvorschläge cnzuhöreu.
Slsab-lothringische Frage«.
Einteilung in Departements.
, (Drahtbericht.)
Bom Zrirdenswerk.
Die deutschen Delegierten.
(Drahtb« richt.)
Genf. 23. April.
Obgleich die deutschen Unterhänd
«mrnrommanvantur an. daß sämtliche Tages- Basel. 23. April. (Drabtbericht.) Die Schwei, zs.tungen und periodischen Zeitschriften sofort I zer Blätter berichten aus Paris: Wie zuverlas- verboten werden. Flugblätter und Maueran-1 sig verlautet, hat die Konferenz sich in der chläge anznfertigen und zu verbreiten ist ohne«Danziger Frage auf ein Kompromiß Genehmigung der Stadtkommandantur aufs aeeinigt in der Form, daß das Gebiet Dan. strengste untersagt Wie der T U M1 a a autonom erklärt wird, die Bevöl-
Z mttgetnlt fcrunfl sich ih„ Verwaltung selbst wählen kann,
P” lneStadtkommandantur den ver- sodaß eine gemischt deutsch-poln i-
^chärften Belagerungszustand Ö6etI fc6e V erwaltung zusammen käme.
Bremen verhängt. Der Telephon- und Tele-1 *
besteuerung vor: An die Stelle der Gewichts- steuer auf den Inlandstabak. des Gewichtszol- les für ausländischen Tabak und des Wertzoll« zuschlags für ausländische Tabakblätter soll die Besteuerung der Ferttgfabrikate treten,; und zwar in Gestatt einer Banderolensteuer mit starker progressiver Staffelung nach dem Klein« Verkaufspreis, die die mittleren und besseren Sorten am stärksten trifft. Der Entwurf bet neuen Tabaksteuervorlage ist der Oeffentlichkeit noch nicht übergeben worden, wir sind jedoch in der Lage, über seinen Hauptinhalt — die Steuersätze — folgendes mitzuteilen.
FünffLhe, was ihr Weizen wert ist. Also wie mtb wo rst .freies Land*?
In den Vereinigten Staaten ist bereits alles Land, das der Mühe wert war, lange zurück in feste Hände gelangt. Der nördliche Nachbarstaat Kanada sollte viel unbesiedeltes Land haben, und hat viel unbearbeitetes, was man als .der Mühe teert" bezeichnen kann. Aber! Hier hauptsächlich tritt mm die novdameri- konische Methode des Trust«, deS Company- Wesens, des „allmächtigen" Dollars klar zutage. Umr-^äblt sind die Namen, die Verfahren der Landgesellschäften in beiden Ländern, die alles, vom ausgesogensten bis zum lichen Boden, vom Sumpfloch bis zur wüste, dem vertrauenden ReuKng anbieten, und merket wohl, sie fangen nicht nur die Masse der auf das Motto: »Zurück aufs Land" eingehenden Nichtlandwirte, sondern manchen, der es besser weiß und sich durch Anderer Beispiel verlocken läßt. Doch was hat doS mit dem freien Land zu tun? — Viel, sehr viel, denn wöhlge- nterft, einer, der drüben Erfährtmg hat, geht nicht auf das freie Land, sondern kauft, wenn er sich an die Scholle binden will und kann, eine fertige (ünproved-) Farm auch in dem Kontinent der ewigen Bewegung und Ungebundenheit. Dies nun bedeutete bei den durch den »boom" künstlich hinaufgetriebenen Preisen eine meist schlechte Kapital-Anlage. Denn wenn der Acker Hunderte von Dollars für das Land wie das unsrige, und von etwa fünfzig Dollars aufwärts für künstlich bewässerte Miste kostet, — letzteres mit Wasserkosten und viel Arbeit verknüpft, die von der teuren Farmhilfe des Westens nur im GWcksfalle richtig und zuverlässig besorgt wird — da, ihr. Leser, ob Landwirte oder nicht, könnt ihr euch selbst ein Bild machen, wenn der geringe Preis der Produtte nicht vergessen wird.
$on der Wasserkante., ____________________________________
»"IW“ ***>L MÄÄSSMWFe
(Drahtberichte.) soll ber Entwurf veröffentlicht werden.
ler nach neuesten Meldungen erst am 28. ds.
in Versailles sein werden, ist man in Pa-, „
ris davon überzeugt, daß die Verhandlnn- Mr Zigarren
«en sich nicht über den 15 Mai hinaus sind vierzehn Steuerstufen vorgesehen, von de« hi-kziehen werden. Pariser Blättern zufolae neu aber die erste Hälfte nur theoretisches In» werden die Verbündeten fni-hrm tw« JL t?reffe hat, Werl sie bte Zigarren im Kleinver- UnterH°ndle 7of°rtu«Araek kaus^reile von 8 Pfennigen bis -u 25 Psen-
itns ' "I e,l. *ne” ni9en das Stück umfaßt; eine billigere Zigarre
unb sich dre Bestätigung durch bie Ratio- als zu 20 bis 25 Pfa. das Stück wird eS in nalversammlung Vorbehalten. Auf keinen Zukmvft schwerlich geben, es ist sogar zweifel- Fall würden die Verbündeten gestatten daß die W- es möglich sein wird, eine Zigarre Bedingungen einer später erfolgenden Volksab- unter einem EinzewerkaufSpreise von 30 bis 40 Pfg. das Stück herznstellen. Dte — hypothetische — 25 Psg.-Zigarre soll nach der Regierungsvorlage eine Steuer von 5L Psg. das Stück tragen, die 40 Pfg.-Zigarre 10,4, die 50
Meiden wir zunächst beim Ackerbau, denn fast alles andere kommt nur für den eigenen Bedarf in Frage. Wohl haben da einzelne Kapitalisten, die ost mit ganzen Zugladungen von Maschinen aus den .Staaten" aus neues Land (Gesellschastsland) in Kanada übersiedelten, Geld gemacht, dann aber meist auf Kosten anderer. beim bei ihnen ist es größtenteils eine SpÄulation. Wir aber wollen Klarheit, wie eS den vielen .Homseekers", den eine ständige Heimat suchenden europäischen Einwanderern, ergeht. Seid ihr also nicht Kapitalisten, die mit wenigstens 20000 Dollars (früher 80000 Mark, jetzt etwa 200000 Mark) eine verbesserte Farm mit Gebäuden, 320 Acker groß, für mindestens 12000 Dollars, Maschinen und Geipann «000 Dollars und Zubehör 2000 Dollars, kaufen könnt und damit noch lange nicht ohne Schulden und Sorgen durchkommt, so bleiben auch, sofern ihr etwa 3—5000 Dollars bar beutzt, folgende beiden Hauptmöglichkeiten, euren ehrlichen, ernsten Willen gegen die vielen dortigen Witterung^- -und anderen Hindernisse ins Treffen zu führen: A. Freies Land (homesteads). Wo? — Es waren mal überall Hunderttausende Acker. Aber was in
Sos teuere Rauchen.
Zu den neuen Tabaksteuern.
Unter den Steuervorlagen, mit denen sich die Nationalversammlung nach der Osterpans« zu beschäftigen haben wird, beanspruchen besonders die geplanten neuen Steuern aus den Tabak das allgemeine Interesse. Das alte Wort Bismarcks: »Der Tabak muß mehr bluten", findet angesichts der trostlosen Finanzlage des Reiches jetzt seine Erfüllung in einem Umfange, wie es sich vor dem Kriege niemand hätte träumen lassen. 800 Millionen sollen allein durch die Besteuerung des Tabaks in den leeren Reichssäckel geleitet werden; 500 Millionen entfallen davon auf Zigaretten, Rauch-, Kau- und Schnupftabak, die Übrigen 300 Ml- lionen soll die Zigarrensteuer einbringen. Zu diesem Zwecke schlägt die Regierung eine grundlegende Aenderunq im System der Tabak-
Auswaudermgsfragen.
Das „freie Land" Nordamerikas.
3buh «Eher rfltft «in Stieben, bei eeufto- land« Leben««»glichkeie auf« eng»« elnschn« ten whrb unb damit bi« in ber gesamten Press« dehsnbelte eefabr einer ee«N>«ebe- »ung in bie Stabe riidt. Zn« »«gemeinen anflKjtnng geben ww daher den naehstehen. den Zeiten, die dm» einem Senner amerNaNische, DerhSltnisse geschrieben find, Reum.
Leider war vor dem Kriege über das zur Einwanderung freie Land der Union so ziemlich gar nichts bekannt» und wenn daher mal jemand etwas erfuhr, war es einst tilg und entstellt. Meist nämlich ging es dann von Agenten für Einwanderung des betreffenden Landes auS. die natürlich alles rosig malen. Auch Landsleute, dir drüben billige Arbeitskräfte brauchen, taten dasselbe. Nordamerika, nä-mlich die Union und das nördlichere Kanada, brauchen Einwanderer, besonders im Westen; beide haben fast gar keinen gesunden Mittelstand, da dort fast all« körperlich Arbeitenden zum Proletariat gehören oder bald hinabgedrückt werden, mit einem Wort, ständig von der Hand in den Mund leben und fremdes Kapital verzinsen. Der Unterschied im Großen ist allerdings der, daß der Landwirt in vielen Distrikten allein produziert und daß der kleine Farmer meist 160 bis 380 Acker Land hat und haben muß, nm überhaupt vorwärts zu kommen. oder eine Familie zu ernähren, doch nur, wenn er ganz bescheiden lebt. Denn alles, was zum! Leden gehört, war da stets sehr teuer, und nicht einmal sein Mehl kann er selbst erzeugest,, wenigstens nicht in den Distritten, wo es »freies Land" gibt, vielmehr zahlen alle gewohnHeitsmäßig für Mehl das Drei- bis
behllstich; aber Krankheit, Viehverlust und der! sehr häufige, dort unversicherbare Hagelschlag haben schon manchen hoffnungsvollen Anfang und viel harte Arbeit zunichte gemacht Leider rst nun auch noch gegen den .Mittel-Europäer" erne fo vorurteilsvove Stimmung unter der Bevölkerung. daß der neue Siedler, der, je I ftrstber (greener) er dahin kommt, affd desto mehr Affe mit Rat und Tat bedarf, für lange kerne DrlllMng und Anerkennung seines Rin! ZE mn Gründung einer Existenz erwarten kanst, fei er noch so tüchtig und mit noch so I wenigem zufrieden. a. Seh.
Hamburg. 23 April. (Drahtbericht). Unruhen der beiden Ostertage nahmen heute ihren Fortgang. Bewaffnete Autos ber- rertten während des vormittags in St. Pauli Waffen und Munition an die B-völkevung Daraufhin zöge« 200—500 Mann durch die Sttaßen, raubten Passanten aus. stürm' ten einige Kleidungskammern am Paulinenplatz und versuchten wieder, mehrere Wachen in ihren Besitz zu bringen. Die Wache 15 in der Paw- linenstraße wurde von ihnen genommen.
I Pfg.-Zigarre 13 Psg., die 75-Pfg.-Zigarre 21 Pfg. Steuer, die Zigarre in der Preislage zwischen 75 Pfa. und 1 Mark 30 Psg. Steuer uttjr höhere Preislagen den Höchstsatz von 50 Pf« entrichten.
Die Zigarettenfteuer
weist elf Stufen auf. Bis zu 3 Pfg. das Stück soll die Steuer schon 1 Pfg. für jede Zigarette betragen, bei der 5 Pfg.°Zigarette 1,9 Pfg., bei der 8 Pfs.-Zigarette 3,2 Pfg., bei der 10 Pfg.« Zigarette 4,1 Pfg., bei der 12 Pfg.-Zigarette 5 Pfg. In der Preislage vo-n 15 Pfg. sollen 6,5 Pfg. Steuer erhoben werden, bis 20 Pfg, Kleinverkaufspreis 8,5 Pfg. Steuer, bei 25 Pfg 11 Ma. und bei teureren Zigaretten 14 Pfg das Stück. Mir feingeschnittenen Rauchtabak, Pfeifentabak, Kautabak und Schnupftabak sind gleichfalls sehr hohe Delastungen vorgesehen So beginnt die Steuer für fe i ngeschnitte- Inen Rauchtabak mit einem Satze von 14 Mark für das Kilogramm der billigsten Sott«
(bis ju 10 Mark das Kilo Kleinverkaufspreis), bei einem Preis von 30 bis 40 Mark beträgt die Steuer schon 20 Mark, und die feinsten Sorten im Kleinverkaufspreis von mehr alL 80 Mark sollen sogar 60 Mark Steuer tragen.
Die Steuer auf Pfeifentabak
ist in sieben Stufen gestaffelt: Ms zu 5 Matt Kleinhandelspreis das Kilogramm 1 Matt Steuer, in der Preislage von 8 bis 10 Matt beträgt die Steuer schon L50 Mark, bei 10 biS 15 Mark 4L0 Matt, bei 15 bis 20 Matt Kleinhandelspreis 6,50 Matt und bei noch teil» reren Sorten 9 Mark für das Kilo. Für Kau. t a b a k steigt die Steuer von 1.20 Matt für das Kilo bei den billigsten Sorten bis zu 6 Matt KlemvettausSpreis in sechs Staffeln bis zu 3,50 Matt Steirer für die teuersten Sorten (über 14 Mark das Kilo KleiNvettauss- Preis) und für Schnupftabak von 1 Matt bei einem Einzelvettaufspreife bis zu 5 Matt das Kilo gleichfalls in sechs Stufen bis zu einem Satze von 3 Matt bei der Preislage von mehr als 12,50 Mark das Kilogramm. Tabaks« ähnliche Waren sicklen wie Tabakerzeugnisse ver, steuert werden. Zigarettenpapier, soweit es nicht zur gewerblichen Verarbeitung bestimmt ist, sok in Zukunft eine Steuer von 10 Mark für tarn send Zigarettenhülsen tragen.
^E^ehr ist für Privatpersonen gesperrt. Abänderung-Vorschläge erlaubt. Sämthche Kinos und Theater haben sofort zu « — _?» JLL, - -
sckstießen. Jeglicher Straßenverkehr ist von rif ®eati’ S”« ^,6i««”!«.'”»«*>«»*“«■ «"« «rche Schulen bleiben geschlossen. Frauen«s -----
Wie der Matin meldet, hat die französisch« Regierung auf Beranlassung der Studienkom- misflon für Elsntz-Lothringen die Frage einer Reueinteilung von Elsaß' Lothringen geprüft und beabsichtigt, aus dem Effab.drei neue Departements *»
Die Lage in Hamburg.
Hambmg. 23. April. (Drahtbericht).) Die Mitteilung, daß nach Hamburg auf Anforderung Regierungstruppen unterwegs seien, entspricht nicht den Tatsachen. Der Kommandant von Groß-Hamburg glaubt genügend Lebensmittel und Mannschaften an der
Hand zu haben, um die Unruhen die während der letzten Tage entstanden waren, unterdrücken ________________ __________________ zu können. Zu diesem Zwecke wurde Über MraLe da war. und, Spar.selbS.Mer^bmfdettHambur«. «l>ona und WandSbeck der
Merlen (himdettfünfzig Kilometer) von ersterer, aufzunehmen. Die Folge war. daß viele aus mangelnden Kenntnissen oder Geldmitteln ge- rade nur eben, und zwar nberschuldet, ihren Landtitel (nach drei Jahren) erhielten und d«rn ausgekaust wurden. Heute haben, da nur ettwi oer Zehnte auf feiner alten „homestead" nau sitzt, die E ompany-Landspekulanten alles ubr,ge gute Land in Händen.
Rur sehr vereinzelt, meist hoch an Bergen, unbewasserbar, ohne Wasser für Mensch und Zrer, fast stets steinig, sind Heimstätten mit I ^Eweise an und für sich fruchtbarem Do- (30 bis 80 Acker) zu finden, doch da meist dre 160 Acker quadratisch nach vermessenen 8t= nren auszunehmen sind, so ist selten einer, der von heute noch zu findendem freien Lande mehr als em kümmerliches Dasein fristet. Sein Los und fein (?) Land sind wohl stemereich: aber nremand wird davon steinreich; vielmehr 60 Prozent aller Heimstätter »hungern aus", d. h. nach mehr oder weniger hartem Kampf sind die mrtgebrachten Mittel anfgezehrt, und bevor dre »Bedmgmrgeitt erfüllt sind, zieht der gänzlich Verarmte wieder in Distritte, wo es Ar- heit gibt, die ihn ernährt. Beding ringen: 1. Aufenthalt unb stete Arbeit am Land von (je nach der Provinz) sechs bis hinaus zü zwölf Mmraten und zwar ununterbrochen für drei z^ahre. 2. Errichtung von Gebäuden, die 300 (öder mehr) Dollars wert sind, und Einftiedi- gmrg der ganzen 160 Acker. 3. Bebauung s) a«s offenem Prärie-Land von zebn Ackern pro Fahr, cckso dreißig vor Besitzerteilung, b) aus Bnschland von acht Ackern unter Saat unb werteren' acht von stehenden Bäumen ge- faitbett. (Leider ist Hol, dott wertlos.) Alles dres nimmt neben Auslagen unb viel Arbeit sreie Bewegungsrecht des Mannes so fort, zS.* f?-?18, UteI leichter empfunden wird: b. Ebenfalls frnrgftäuliches Land von großen wie Effenbahn-Landgesellschaften, m 100 Acker^Farmen zu 20 Dollars und aufwärts per Acker in leicht erscheinenden Raten b“ vCTblAvt^Ä^o-^ -otoinaHnaen enter ,pater erfolg________________
Ä unterworfen werden.
Winter Untätigkeit durch Ausarbetten einzubrin» I * * •
SÄÄKMfc “fr"»««**» arbeit getan werden. Diese Landkompanien ■ dasel, 23. April. (Drahtbericht.) Nach machen bei der Ratenbezahluny (oft auf Mmn- Pariser Havasbericht veröffentlichen die zrg Jochre verteilt) beim dottigen hohen Zins- -ölättcr folgende Rote: Die deutsche Regierung st-ße (8 bis 12 Prozent) gutes Geld und sind “uf Mitteilung der Alliierten und asso- dem guten Zahler auch wohl in vieler Weife I Regierungen geantwottet. daß sie ihre "*■ - - - - - I Bedingung annehme und bie Delegierten
nach Versailles entfenben werde, die mit den erforderlichen Vollmachten zu Verhandlungen über die Friedenspräliminarien versehen sind. Dio deutsche Delegation, die mit Einschluß des Gefolges e t w a 7 5 P e r- f»nen zählen wird, dürfte voraussichttich nicht Vor dem 26. April ein treffen.