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Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung
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Nummer 105.
Fernsprecher 951 und 951
Sonnabend, 5. April 1919.
Fernsprecher 951 x»b 951
9. Jahrgang.
Der Vielverband und die Meinlande.
Reue ZrschStterungen.
Lu den Streikunruben.
Schon tpicbet sieht unser Land in gärfitder Unruh' Wenige Tage nur hielt der „Friede" cn, der seinerzeit ja auch nur mit Wassenge- wält erzwungen werd.m konnte. We damals, (» soll auch jetzt vom Ruhrgebiet aus der Ausland in das Land getragen werden. Und wieder wie danralS sind es kleine, aber entschlossen« Minderheiten, die von spartakiMschrn Elementen geführt und geleitet weiden. Auch über Berlin ballen sich neue unheil- drohende Wolken zusammen. Geheime und geheimste Konventikel sind geschäftig bei ihrer Unterrniniernngsarbeit. ES ist nur aut. daß wir über bte Plane, die dort gesponnen werden, doch all« unterrichtet smd. Wir verraten auch kein Geheimnis. wenn wir erklären, daß die Regierung aus alle Möglichkeiten gerüstet ist. und daher den kommend-» Ereignissen in voller Ruhe entzegewsteht. Die Regierung ist auch der berechrulten Meinung. daß eS gar nichts schaden kann, wenn das offen ausgesprochen wird. Der Plan geht diesmal dahin, in den allernächsten Tagen mit schlagartiger Ueberraschun« eäwi geivaltigen Putsch zu in» szenieren. durch dessen Wucht die Regierung gelähmt und tunlichst sokort beseitigt wuroe. Die Spartakisten vertrauen darauf, daß die tedyni« scheu MachlMitt:!, über die sie verfügen, zur Durchführung eines solchen Streiches ausreichen. Dia bauen ihre Hoffnungen aber auch auf andere Eriwä-vmgen: ES gibt in aewisten sogenannten intellektuellen Kreisen, t.rtsächlich Strömuirgen. dir auS strsch verstandenen Emp- sinLun’aen und Gefühlen heraus mit der radi- kalen Bewegung svmpatHMeren. ES sind daS die iEllaktuellen Spartakisten, die aber nicht minder g-esahrlich sind.
Sie wollen ja gewiß mit den politisa^n Zielen des Spartakusbundes sich nicht identist- iieten. aber durch ihre moralische Unterstützung der spartakistischcn R'rckftung im allaem^nen schaden st« den Interessen der Gesamtheit auf das gröblichste. Die akademischen Koeise hin- gegen hakten sich von derartigen Tendenzen völlig fern. Namentlich die Studentenschaft dürste im geeigneten Moment eine Schutztruppe der Regierung werden. Die sogenannten Intellektuellen halben sich allerdings noch zu keiner Leit als Männer von großer poetischer Einsicht und Voraussicht er» Wielen. Jeder Versuch, der von ihnen unter» romimrn worden ist. um auf die politische Ge- staktuwz be* Dinge M uns Einfluß zu gewinnen, mußte scheitern an der gänzlichen Urteilslosigkeit und AttionsunHähiakeit dieser Kreise. llSenn auch heute gewisse Künstler- und namentlich Malergruppen der svartakistiffcheu De- wegung nahe stehen, und für ste auch offen ein» treten, so kann man daS nur als ein Kokettieren bezeichnen. daS in der Richtung all jener Exzentrik liegt, die nun einmal in den ©rsö» f en glicht wird. Das Akademikortum aber «reift alle derartigen Bestrebungen weit von sich
Es stnd hier und da ?,weifel kaut geworden. ob nicht auch unter den Regierung s- truppen Absplitterungen zu befürchten seien, dtz« unter Umständen eine gefährliche Wendung S die Lag!- der j-tzigeu Regierung Herbeire n könnten. Wir sind im der Lage, der- mtkge Ved-nken, wenn sie irgendwo auftreten sollten zu zerstreuen. Die Regierung hält stch ihrer Truppen fürvollftändigsicher, und st» ist der Auffassung, sie. wenn eS auch einmal wieder znm Aeußersten kommen sollte, noch fester zu ihren Ausgaben zu stehen, alS das bisher schon der Fall war D-ie Regierung versichert des weiteren, daß ihre Machtmittel durchaus ausrcichen, um alle Störungen zu ersticken. Man ist sich dabei in der Regierung vollstän- dk« klar darüber geworden, daß ein Kampro- mmeln, ein Paktiere» mit Spartakus «Um öglich ist. Man ist entschlossen zu ßMrfster, und wenn eS sein muß. rücksichtS- lofester Abw-He, ohne fegkiche Senttmentakität. AkS ein Zeichen für dies; fest: .Haltung der Regierung darf man wobl auch ihr Vorgehen im Ruhrrevier ans-chm. Di« Verhängung deS Be- fagernngs t nstand-e- unter gleichzeitiger Ent. Ziehung allell ausländischen Lebensmittel ist elwe scharf', mitleidslose Waste deren Anw-n- vnua 'aber ht dem anasabkiMchen Erisienz- kamps den to;r nm die deutsche VolkSw'rft'chaft und dannt nm d«e LebenSorundlgge des oan- M» Volkes alkSauffcht'n baden, eine nneibitt- stch« 9toto»endigkeit geüwrden ist.
K!bssa««n des Streiks.
Essen, 4. April. (Drahtbercht.Z Rach den deute von den verschiedenen Zechen vorliegende» Meldungen ist ein Abflauen deS Streikes wohl erkennbar. Die Gesamtzahl ber Streikenden wird zwar im Gegensaft tu leiem wahrscheinlich eine Erhöhung erfahren hoben, oa auf einzelnen Zechen di: Belegfchaf- trn von neuem in den Ausstand getreten sind. N»<6 ist an? s» meist-» der ix Xnüftanb befind
liche» Zeche» ein Rückgang in der Zahl zu ter« zeichnen, der sich allgemein auf mehrere hundert Mann beläutt. Auf verschiedenen Zechen ist sogar die Arbeit schon wieder in vollem Umfange aufgenommen worden. — Die Anartzell- ten der Gewerlfchaft Deutscher Kaiser (Thyssens in Hamborn beschlossen in einer Bersamm- tonn, die Arbeit heute nicht wieder aufzunehmen. da die Direktion die ihr gestellten Fordermmen auf Einführung der durchgehenden T'/a stündige» Arbeitszeit, fowir der Erhöhung der Gehötter abgelehnt hat.
Um das liefe Merrmker.
Nur eine andere ft-orm der Abtrennung. lDrahtberichtj
Bafel. 4. April.
Nach der Meldung eines Mailänder Blattes ist im Viererrat die Forderung TardieuS durchgedrungen, daß die Gebiet« des linksrheinifchen Ufers politisch und verwaltuugStechnifch von Berlin getrennt werden. Deutfchland darf auch die auf dem linkrheinischen Ufer geborenen Einwohner nicht zum freiwilligen Heere anwer- 6en. BiS zur vollständigen Bezahlung der Entschädigungen sollen die Rheinland- von Deutschland so getrennt g-haltcn werden, daß die Möglichkeit ihrer vollständigen Lösung stets gegeben sei. falls eine BolksabMmmung sich für eine selbständige Republik entscheidet. — Ein Pariser Blatt berichtet: Um Frankreich eine festere Lage auf dem linken Nheinufer zu sichern, wird eS ein internationales Mandat erhaktcn. das es beauftragt, die Innehaltung der im Friedensvertrag enthaltenen Bestimmungen zu Überwachen. DaS wirf, fchaftliche Regime im Saarbecke« fall durch ein Berwaltnngsfyflem erlangt werden, daS den Frankreich zustehenden Rechte» besser angepaßt ist. damit Reibungen mit den Nachbarn vermieden werden. Für die f nmt- riellcn Entschädigungen wird man den schmerzlichen Opfern Frankreichs in weitgehendem Maße Rechnung tragen.
Franko-amerikanisch«, Serensatz.
Genf. 4. Avril. sDrahtberichtü Obwohl die aestrige Meldung der amerikanischen Blatter. daß wobl Frankreichs Ansprüche gegen Deutschland auf fünfzig Milliarden, herabgesetzt werden dürsten, offiziell dementiert wird, so geht doch aus den Aeußerunge» der gesamten Presse deutlich hervor, daß der sranko- amerikanische Gegensatz über die Frage der Kriegsentschädigung nicht besei- t ifl t werden konnte. Rach einer Pariser Meldung soll der Rat der Vier die Möglichkeit in Erwägung ziehen, daß in dem Friedensverttag überhaupt keine Angaben über die Höhe der ^iegSentschädigung eingesetzt werden, sondern daß man sich mit der grundsätzlichen Verpslich- tun« Deutschlands zur Tragung gewisser kategorischer Kriegsschäden begnügen werde.
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Die EntschSdignngS-Ansprüche.
Haag. 4. April. kDrahtbericht.j Ei» Ha- oaStelegramrn meldet a»S PariS: Heber die Frage der von Deutschland zu zahlenden Entschädigung wird berichtet, daß Deutschland vorgeschlagen hat. den Gesamtbetrag sowie ben Bettag der beiden ersten jährlichen Zahlungen festzusetzcn. Diese soll dann sofort gezahlt wer. den. während über bk folgenden Zahlungen eine Spezialkommifsio« entfch-idm soll und zwar im Zusammenhang mit ber Untersuchung Über die Erttägniffe bes beutschen HanbelS. Die Kommission soll bann iebeSmal aufS neue feftSeBen und über die Zahlungsart entscheiden, damit die Alliierten möalichst wenig Schaden erleiden. — Londoner Dlätttr melden anS Barts: Fn ber Konferenz zeigt sich wach- fenbe Stimmung für eine bedeutende Herabsetzung ber von Deutschland zu le stenden Entschädigungen. Die Hälfte oder Dreiviertel bar Forderungen an Deutschland sollen überhaupt nur mit deutschen AuS- fuhrartikel» beglichen w-rben.
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„Ikuhhande! hinter den Kulissen."
Genf. 4. April. f®rabtberi<6t i lieber d e vorgestrigen Beratungen der vier RezierungS- oberhäupter in Paris ist eine kurze amtliche Mitteikuug ausgegeben worden, die nur besagt, daß General Smuths nach Ungarn geschickt worden ist. Die französische Regie- rungsprcffe gibt zu. daß in Wirklichkeit die Diskussion über die französischen Ansprüche auf das Saaracdiet und die dauernde Besetzung des linksrheinischen UserS die Berdandtongen ber FriedenskoniercnU vr» ■‘nfte auf einen toten
Punkt aeMhrt hat. Ein Parifer Blatt gibt der Vermutung Ausdruck, daß die Konferenz schließlich in einen Kuhhandel hinter den Kulissen ausartet: andere Blätterstim- men legen ebenfalls Unruhe an den Tag. angesichts der Widerstände, denen Frantteich begegnet. So gibt der .Temps" zu. daß Nordamerika und England nichts davon wissen wollen, Truppen zur dauernden Besetzung des Rheiu- users auf deutschem Gebiet zu belasse».
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Neuregelung der Besetzung.
Basel. 4. April. tTrahtbericht.I AuS Paris wird gemeldet: Aus einem Bericht der HavaS- Agentur über di« Beschlüsse des Viererrates wird erkennbar, daß Amerika und England ihre Truppen aus dem linksrhei. Nischen Gebiet Deutschlands zurückzie- ben werden und die dortig- Besetzung den Franzosen nnd Belgiern voraenommen werden wird, bis Deutschland seine Kriegs-nt- schädiguna bezahlt hat. Dieses Verfahren nennt der Rat der Vier Reutralifierung desGebietes. Rach führenden französischen Blättern ist Frankreich mit dieser Maßnahme befriedigt. Die Schweizer Blätter erblicken in dieser Tatsache einen Rückzug Wilsons.
ll-sere Zusatz-Rationen.
Speck, Fett und Auszugsmehl.
(Drahtbertcht.)
Berlin, 4. April.
Wie der „Vorwärts" von zuverlässiger Quelle erfährt, werden die von dem Ausland« eintreffeaben Lebensmittel es in ber nächsten Zeit schon ermöglichen, füt tue Fndustrie- gemeindcn und die Städte von mehr als 50 000 Eiirwohner» Zusatz- Rationen auSzugeben, Mtt bet Verteilung wird voraussichtlich Mitte April be. gönnen werden können. ES sind folgende Zu- fatzratione» in Aussicht genommen: In ben genannten Gemein«» erhalten alle Versorgungsberechtigten aufvieWocheunbbenKopf 125 Gramm Speck und 50 Gramm Fett. Wenn die Zufuhren wie bisher auhal- icn, werden alsbald auch die Heineren Gemein- bttt in ber gleiche» Weife beliefert werde« kön neu. Außerdem werden wöchentlich 250 Gramm Auszugsmehl fr eines Weizenmehl) an alle Bersorgungsberechkigte In sämtlichen Gemein- den auSccgcbcn werbet«. Die Preise für Speck und Schmalz werbe« 4,50 btS 5 Mark pro Psuno betragen. Das Mehl dürfte sich auf 2 Mark das Pfund stellen.
Der Kronprinz über Ludrudorff.
„Verlogene Berichte". (Drahchericht.1
Berlin. 4. April.
Die .B. Z. a. M." bringt eine Unterredung des ehemaligen Kronprinzen mit dem Berichterstatter des Kopenhagener Blattes .Bertingstt Ttdend.'", die ht der Mitteilung gipfelt: Lu- dendorffs Berichte waren hn letzten balben Fahre v:rlogen bis zur Lächerlichleit. Mann nicht wie Herr Ludendorfs 300 Geschütze und 30000 Mann verlieren itnt> gleich, falls melden, daß man einen Abwehrsieg ersoch- tcu habe! Es gibt Grenzen dafür, wie plump eine Lüge sein darf. DeuMÄmd unter dem Befehl Erich Ludmdorffs kann man mtt ehten: Motor vergleichen, den man ununlerbrochea Fahre himidnrch mtt d«t größten Umdrehungs- zähl laufen läßt. Einer schönen Tages ist er aber abgenutzt und bricht o-bne Walnuug zu- fauvmen. Am Sommer 1918 sagte ich dem Kai- scr: Die erste Gardedrviston ist Mit schwere» Bertosten <tu3 der ,Früb:ahrSoffeirstve gekommen. Die Division braucht mindestens vier bis .finf Woch.'». um wieder »u Lrästrn zu kommen Aber jetzt ist ter Befehl da. sie wieder nach einer Doch; Ruhe einzusrtzcu. Der Kaiser hörte mich austuarkfun an und am nächsten Vormittag beim Gsneralstabsvortraa erhob er sich und »ahm daS Wort: .Mein Sohn, der Kronprinz, hebt hervor .. • Ltchendorff sprang auf. rot vor Wut. starrt; bttru, den Monokel den Kaiser m Grund und Boden und warttre kaum, bis Se?ne Majestät m Ente gesprochen hatte. .ES ist unerhört, daß solche Tinge über. Haupt dem Ob ’rft -n Kriegsherrn rrm erb rettet werden Dee Kronveinz weiß uichtBe. schei" , worüber er sprich!. FL verlange, daß ct künftig ser» =*ntrreff; auf die Gebiete be. arenzr, die feiner Desehl unterstellt sind und sich nicht in unste LiSposition^» mistbt. Di» erste Gardedwissen muß und wird an dem von unS festg.7s!tzten Zeitvmckt in dm Kampf kommen." Die d.t Berichterstatter wette» rtel- trt, bot der Kronprinz seinen Eid an, daß der berühmte Kronrat in PotSdam nie« ntals startgefunden fiat.
5m Stadlparlammt.
Kritik ent «r Lebensmiltelverteitonz.
Kassel, 4- April.
Wenn irgend etwas Kampsesstimmunq «• wecken kann, so sind es die Lebensinitteluöte. Das bewies auch die gestrige Dauerützimg iw Lnffelee Stadtparlament. Der neue soziaidem»- kratrsche Siadtverordnete Haupt hätte eine Anfrage an den Magistrat hinsichtlich der Der- teilung von Lebensrnitteln gestellt, und bei der Begründung warf er Oberbürger» meister Koch btu Fehdehandschuh hin. Haupt stellte di« Behauptung ans, daß ein großer Teil der Bevölkerung über die Art und Weise der Bert^lang der Lebensmittel und anderer not» wendiger Waren erbittert ist. daß eine Lrtiii« tenntg so Mvenv-iegetid hervorgerufen ist, daß. ent Teil ver Einwohnerschaft demonstrierend vor das Rathaus zog. Der Redner spiel!e dabei auf die betrnuten Seifentumulte in der Altstadt an Wer ein Telephon habe, so sagte er. habe bisher immer vom Stabtciniaur ev« fahren, wenn etwas Besonderes verteilt wurde. Fn derselben glückliche» Lage waren dieieuigen, die über Vitt freie Zelt verfügen und immer vachfra.vn könne», ob etrvas Besonderes zum Verlauf kommt. ES ist inchedntgt erforderlich, saß alle Reststestände. ob bei den Metzgern oder bei sonstizeri Händlern, genau erfaßt und der Allgemeinheit zugesührt werden. HinstchtliQ) der jetzt von jedem ErsttssunqKzroang befreiten Eier forderte er stSdttschen Einkauf. Oberbürgermeister Koch anrwortkt«. Er bestritt die Alögkilchkeitw. einer Verbindung mtt dem Srädt- einkauf und beteuerte, er könne mit einem gewissen Stotz behaupten, daß die wenigen Le- bensmittel, die zur Perfüg-ring stünden, in Kassel besser und gerechter verteilt worden smd, als m vielen ander-» Großstädten. Mas die Eier attberrifft, so würde ein städtMer Einkauf dir Preise nur ms Unigemessen« steigern. Bei dem angegriffene» Seifeverkauf in der Altstadt bandele ei sich um den — allerdings formell berechtigten — Fehler eines Angestellten.
Oberbürgermeister Koch bedauerte eS mit besonderer Schärfe, statt Dank nur heftige Krfttt zu veruebmen. Ein« Bemev- lmrg, daß in den fast fünf Fahren Krieg weiter nichts vorgekormn-n fei, als die erwähnte Sei- fcngefchichts. rief wiederum den Stsdtverord- t'flen Haupt auf den Plan, der mit noch viel mehr Äsäteriäl aufzmmarten versprach. .Wunder würden dir Huren erleben." Do lautete ein Zwischen ruf. Nachdem der Demokrat Horn- f Ä) u noch einmal die E ier in daS Licht feinet Betrachtungen gerückt hatte, eröffnete der Tv- zialdemokrat Wtttrock einen Zweikampf Mischen sich und dem Oberbürgermeister. Die Stadt habe bei ihrem Stabtetnfauf Millionen zugesetzi, aber Die. die mit der Stadt Geschäfte wachten, seien zu Millionären geworden. Zu den Kamen, dre der Redner nannte, gehören die der Grvßkaufleute Haas. Trost und Weder. Zu der letzteren Dache äußerte sich der Dernv- rrat HanS Wild. Klein« Unregelmäßitzkeiteu kämen in jedem Geschäft vor. Die Kttegs» kommission habe sich auch mit den Gewinnen der Großkanfleutc b.'faßi, aber feststellen müssen, daß b'efe nicht übermäßig waren. Die Er- wäbnlmg d>.'r Millirmenverluste des Stadt-in» kausS verleitete den Oberbüraermeister. irneut das Wort zu ergreifen. Wohl hatten sich diese Verlnsw vermeiden lassen können, wenn die Stadt feine bewußten ZuschutzHr- schäfte betrieben oder die Preise — beifpiek-?- weiße für Kartoffeln — höher angesetzt hätte. Dieses Verfahren habe die Stadt aber »ich! einscktlazen wollen. Ferner benutzte der Od-r- bürgermeister di« Gelegenheit, für ferne Mitarbeiter einspntreten, d-ie angesichts der ffrtttf aus den Reihen der Stadtverordneten ihren »n- eigennützigen Eifer atrfstecken könnten. Etwas Oel auf die brandenden Wogen schüttete der koz ialdemokratisch * Stadtvei ordnete jm««>
faitbt Er zollte dem Oberbürgermeister und dem Diagistrat volle Anerkennung tmrßt- aber
bie Erbitterung
in vielen Kreisen der hiesigen BevSktermm zu, geben, die mir durch intensive Mitarbeit Aller obgebaut werde» kau». Erneut brachte Witt- r o ck die Millianergewinne Einzelner »ui Sprache Di« Stad« dagegen stehe am Äu&e ihreS Laieinö. Ferner rollte er die Geschichte deS längst toten Staby-crfaufS in der Overn- straße auf und richlett di« direkte Fra« an den S'abtt-ü Wasner ob er die *taet*in« wattschrft zur Einstestuna eines in d'e'er Sache chtaefciteten Verfahrens beeinflußt tzgfte. 7»n- teressant waren die Ausführungen, die Oberbürgermeister Koch fodonn über die Grund- taaen des jung-» Reichtums bei .K1 fe*« Weber machte. Dieser hab«, solange ntxe »k Möglichfett dafür bestand, für ganz DerttstkHand die Emfuh.- aus Holland und der Schweiz fce <orgt, von der Stadt aber sehr niedrige Preis, beansprrrcht. Fm Namen der demok.nstkck^r Fraktion fpr-ch Stadtverordneter Seine- l»eber allen Herren Dank aus. btt bisher ra'>.