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Meter Neueste Nachrichten

I

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

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S. Jahrgang

Freitag, 4. April 1919

Stammet 104.

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Generalstreik-Velvegung in ganz Deutschland

lDrahtberichr.)

Die Lege in Württemberg

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Stuttgart, 3 ApiA. (Drahtbericht 1 Der dritte Streiktag hat mehrere Opfer

Sie deutsche Saar.

Eine Staffelet Massenkundgebung.

<Me Oeffeier Neuesten Rechriche« erschein« wich««» sechtmel und pee* abend«, »er KtenuMnenttpr et* betrügt meeiea. 1.70 Stert bei freier Aust eiern, M Hau« Best eil««« Werden t*errett nee der »efchüfUftele eher den »eNn eutgegengmemmex. "ruderet. Verleg und «ebettten! echlechthefftrehe »». Ftr emo erlangt etagefenkte 85 et träge teem die SUsettton eine «eraxtroertung ebn »ereäbe in keinem Feie Übernehm«. »Üitzahlmig des ®n*gl«elbe« oder Nnlnrlchen-egen etwaig«nicht ordnuxgSmühiger Liekerung ansgefchloffen

Die deutschen Sst-Trupven.

Die Entente gegen eine sofortige Rückkehr. (Drahtberichk.l

Frankreichs Grenze gegen Deutschland.

Basel, 3. AprK (DrabtteeiM) Die Blät- ter berichten aus Paris: Kn den beiden all« täglichen Zusammenkünften des Vierer-Rates hielt der belgische ArbeitSminister Huy S- mans gestern einen Vortrag. Es gelangte die Neuregelung der deutsch-französt- scheu Grenze zur Sprache. Wie in gut tm« terrichteten Kreisen verlautet, wird die Bekannt­gabe der FriedenSbedinaungen an die deutsche» ünterhänidfer in einem weit vom Paris entfern» ten Orte stattfinden. In Versailles foS ledig­lich bi« Unterzeichnung der Verträge erfolgen

Berlin, 3. April.

Roch recht erbeblicke deutsche Trupp-nkörper befinden sich in den östlichen, augenblicklich noch unter dem Machtgebote der Entente stehenden Gebiete. Die Frage ihrer Rücksendung bewegt naturgemäß die deutsche Oeffentkichkeit anhaltend, lieber die Rechtsfrage wäre das Folgernde tu bemerken: Rach Artikel 12 der WafkenUllstaildSbedingunqen müssen deutsche Truppen die östlichen Randftaaten verlassen, sobald die Alliierten den Zeitpunkt dafür ge­kommen erachten. Bei der seinerzeit erhobenen Forderung des Verbleibens deutscher Truppen :n jenen Gebieten, war für die Entente nicht zuletzt der Gesichtspunkt maßgebend, daß als­dann gegen die bolschewistische Flut nnd zur Sicherung der Ruhe und Ordnung die deutsche Trupvenmacht notwendig sei. Die deutsche Regierung bat seither ständig um die Rückkehr dieser Soldaten sich bemüht. Die

Unsere Lebenrmittel.

Anfuhren aus Amerika und Skandinavien.

Hamburg, 3. April.

Am Freitag nachmittag wird im Hamburger Hasen, direkt von Newyork kommend, der ame­rikanische LebenSmittrldampferWestwonke" eintreffen. Es ist dies dann der fünfte ameri­kanische Dampfer, der hier einläuft. Er bringt eine Ladung von 6400 Tonnen Mehl. Von skandinavischen Ländern sind seit der Freigabe der Einfuhr nach Deutschland sechs Dampfer mit Hrriugen und Fischkonserven unterwegs.

D*« Schatze de- Hamburger Hafens.

Hamburg. 3. April. (Drahtbericht.) Wäh­rend in Deutschland überall große Not und großer Mangel herrschen, sind im Ham­burger Freihafengebiet noch jetzt riesenhafte Lebensmittelmengen, vor allem Butter. Speck, Schinken und Kon­serven etc. in Schiffsladungen aufgespeichert, die sich zum Teil in der Gefahr des Verderbens befinden. Von sozialistischer Seite aus war von neuem auf die Gefahr aufmerksam gemacht wor­den. Die stellvertretende Intendantur des 9. Armeekorps bat denn auch schließlich zugeben müssen, daß die Erhaltung dieser großen Le­bensmittelmengen mit ScAvierigkeiten verbun­den ist und daß ein gewisser Teil der Lebens­mittel durch die lange Lagerung und die feuch­ten Hamburger Witterungsverbältmsse in ge­wissem Grade umkommen würde. Trotz der großen Gefahr des Verderbens und trotzdem die Heeresverbande fast vollständig aufgehoben worden sind, hat die Verwaltung für alle Anregungen, diese Lebensmittel­mengen für die Zivilbevölkerung s r e i z u - geben, taube Ohren gehabt. Eine von der Delegrertenversammlung aller Hamburger TrnppenveiMnde eingesetzte Lebensmittcl-Un- tersuchltnaskommission hat dann an den Reichs- wehrminister in Berlin, an das Generalkom­mando deS 9. Armeekorps in Schwerin, an die IntendanNlr in Altona und an das Hamburger Kriegsversorgungsamt eine Denkschrift gerichtet mit dem dringenden Verlangen, die Lebensmittelvorräte der Heeresverwaltnn für die Bevölkerung freizugeben. Wie das ^Ham­burger Fremdenblatt" erfährt, werden nun­mehr di« hier lagernden Vorräte der Heeresverwaltung demnächst an die Be­völkerung Hamburgs und Großberlins zur Verteilung gelangen.

Stadt, am Wilb.'ln'.sba-i. wurde von Sicher» heitsrruppm mehrfach -ruf Ansammlungen ge­schossen. Dabei sollen einige Personen getötet oder verletzt worden sein. Den gan­zen Tag über hörte man im Stadtmnevn Ma- schinengewebrfeuer und vereinzelt auch das Einschlrgm von Handgranaten. Au größe­ren Zusammenstößen ist es aber nirgends ge­kommen. D-e Streikleitung hat für gestern itnfb heute die Parole aus.zrgeben, den Streik fort;nseyen bis 3um Siege oder lös zur Erschöpfung. Dem Ausstand haben sich nunmehr auch die Bauern angeschlossen. Seit gestern stockt die Milchznfuhr fast gang,' statt sechstausend Liter, die erwartet wurden, sind achtzig Litw eingetroffen. lieber die Lage in Wurttemhecg wird weit.'! gemeldet: Auch in Cannstadt rmd Ost beim hat es heftige Kämpfe gegeben Die Streikleitungen sind von der württemberMchen Regierung anfaeho- bcn worden; die Regierung ist Herrin der Lage.

Um den Frieden.

Die Hetze französischer Anueriouisten.

(Dvahtbevicht.)

Basel. 8. «pr«.

Aus authentischer Quelle verlautet, daß Mt französischen Annexionisten den gegenwärtigen Besitz des Rheimrfers für die geeignetste Ge- Ugcnbcit halten. Deutschland definitiv zu un­terjochen und deshalb nach einem Dorwand suchen, um Wilsons Vormundschaft Mznschüt teilt. Wilson drohte bereits mit seiner Rückkehr nach Amerika und Zurückziehung der amerikani­schen Truppen. Die französischen Generale rei­zen jedoch Chemencean, hart zu bleiben.

AttrSckelnder Streik Im Ruhrgebiet.

Essen, 3. Arik. (Drahtbevschti Die Meldun­gen über die Sireikla.ze im Ruhrgebiet taffen gar fernen Zwei ftl darüber, daß auch gestern von einem Gesamtstreik nicht ge­sprochen werden konnte. Fn der gestrigen Frühschicht hat di: Zahl der Ausständigen etwa 110000 Mann b'tragrn, doch soll sich die Ziffer der Srreikendm in sämtlichen Bezirken aus etwa 215000 bis 220000 Mann belaufen Das dürft« ittaM die Hälfte der Belegschaften fein, die sich im Ausstande befinden. Nach allen im Laufe des gestrigen Tages hier eingegangenen Nach­richten auS dem Ruhrr.-vter zeitzt sich überall ein Zusammenbrechen der neuen hommu« nfftizchen Bewegung. Jen Ruhrrevier geht der Streik über die ursprüngliche B-eteMgung von etwa dreißig bis fünftlnddrcißig Prozent der Arbeiterschaft nicht hinaus. Der Einmarsch der Regierunzs truppen vollzieht sich reibungslos.

Unter dem Belagerungszustand.

Essen, 3. April. (Drahkbericht.f Die Ver­hängung des Belagerungszustandes hat nir­gends besondere Erregung hervorgerufen. Die Arbeitswilligen sehen in dieser kräftigen Maß­nahme rar einen Schutz gegen die drohende Terrorisierung durch eine radikale Minderheit. Dte Drohnna mit derEinschränkungher Belieferung mit AuslandslebenS- mi11eln hat ihren .Zweck erreicht. Einige tau­send Mann der Rsgiernngstruppen sind im Ge­biet von Hamm untergebracht. Auf dem Möl­lerschacht der staatlichen .Zeche BerqmamrsgWck in Buer wird nur teilweise gestreikt. Auf der Zechenantax: , Westerholt*. Schacht 2, ist alles emgefahren. Zwische-rrfalle sinh nicht vorgekom­men. In R ecklinghausen ist gestern nach­mittag tue Belegschaft her .Zeche General Blu- menthal noch im Ausstand gewesen. Im Bottroper Bezirk sind von der Zeche Prosp-r zwei Schächte in den Ausstand getreten. Auf allen anderw .Zechen wird noch gearbeitet, wenn auch mW in d:r vor einer Woche einge­führten SechSstundenschichr. AM DurSbur» aerRevier rvrrd auch nur teAweise gestreikt. Ruf der Rheinb ibenzechr hat Vie Belegschaft die eigenmächtig eing-fiihrte SechsstuMenMckl selbst wiedw auf siLbm.nnhalb Stunden erhöbt Fm Dortmunder Bezirk ist die Streik» tage gegen gestern unverändert. An Ham­born, wo sich bisher nur die Belegschaft der .Zecke Lohberg int Ausstand befand, sind nun­mehr trotz der Beschlüsse der Obfeitte mehrere Belegschaften der Zeche der Gewerkschaft Deut­scher Kaiser drm GesamtauSstcmd beigetreten.

Viermal ist das Saargebiet tn feier­lichen FriedenSschWffen van gang Europa Deutschland zugesprochen worden: 1648, nach dem drerßigjährtaen Kriege: 1679, als die Franzosen unter Ludwig dem Vierzehnten das Land drei Jahre lang besetzt gehallen hatten, 1097 nach dem AdvotatenftM der .Neunten*, , und dann vom Diener Kongreß 1815. Wir müssen es vernehmbar den Gegnern im di« Ohren schreien, daß wir einen Kampf um un­sere Existenz, um unsere LebenSmöMhkeiten durcksechten und daß ihre Forderungen geeig­net sind, nnS die Möglichkeit, diesen Kamps zu führen, unter den Füßen weazuziehen. Frcmk- l eich steht heute Wieder am Scheidewege, ob es erneut Feudalismus- und KabinettS-PolttA «reiben oder ehrlich mit Wilson in die neue Zeit gehen will. Wir eiwarten Antwort auf diese Frage und Mit unS wartet die gange Well! Ein Frieden, zu dem man uns mit der Hungerpeitsche die Anfreckterhaltung der Blockade zwingen will, ist olles andere, nut kein Völker fried', kein Petttändigunys- friede, kein- Gerechtigkeit gegen Deutschland, von der Mlson so viel iwr aller Welt ge­sprochen hat. Es ist an der Zeit, daß auch die Entente einmal um mit Dr. Sols zu reden an die Zentren deS W'llgewissens appeMert. Die Bevölkerung deS Saargebiets ist deutsch nach Sprache Nati-maliM und Kultur, und Europa würde sich selbst ins Gesicht schlagen^ wenn es die feierfüteu Fricdensscklüffe, von denen schon gesprochen wurde, desavouieren wollte. Das Saarbrückener Land M auch wirt­schaftlich so mit Deutschland verwachsen wie mit Sprache inrb Kultur. Deutsches Land muß deutsch bleiben! Daran hat auch der Arbeiter ein brennendes Frvterefle. Will die Entente nicht einen GerechtiitkettSfrieden, einen Wilsonschen Völkerbund, dairn wird sie den Völkerbund des Bolschewismus er­leben. der zum Abgrund führt. ... Das Saar­brückener Land ist di: Drohe aufs Erempel!

Eine unter allgemeiner .Zustimmung aoae nomm-we Entschließung brachtt zittn Aus­druck. daß tairfatb deutsche Männer nnd Frauen ans allen voMifcken Parteien einmütig ent­schlossenen Einspruch erheben gegen die unheü- volle Absicht Frankreichs, das urdeuffche Saar- gebiet au sich zu reiften. Seit kost elf Jcchrhmv- brrcn io beißt er in bet EntMlreßnng ist dieses Gebiet dnttstb. Mehr als sechshun- derttausni'a M-nscken fet': ident scher Art und Ge­sinnung sollen vergsvlcktigt werden, weil Frankreich bi* int Saartande rvhenden Rvderv- schätze begehrt. Die Verwirklichung dieses Pla­nes und aller anderen feindlichen Absichten, Me darauf hinauSgelten, deutsches Land mtt deut­schen Brüdern vom Vat.rLande loszureißen, steht in schreiendem Widerspruch zu den vier­zehn Punkten WPonS. Im Vertrauen aus die von Wilson zugesicherten SelbstbestimnnrnaS- rechte der Völler hat Deutschland die Waffen aus der Hand gelegt. Ein Bruch dieser Zu- sicheruna würde eine brutale VergSwalkimmg

Im ganzen Deutschen Reiche flammen ent­rüstete Proteste gegen die immer fchroffer zu­tage ttetenden französischen Eimvevleibtmgs- gelüste hin sichtlich deutscher Gebiete, namentlich van Danzig und vor allem des Saarge- b t e t s aus. Hier in Kassel organisierte die Ge- sellschast für Gemeinwohl eine ähnliche Kund­gebung. Alle großen Parteien konnten dafür gewonnen iverden. Gestern abend lief diese Kundgebulta vom Stapel. An tausend Meir- schen füllten bat großen Stadtparkjiaa!. Die Versamml-mvg leitete der fezialdemokratische Stadtverordnete. Schriftleiter G. Häring Er gab dem lebhaften Bedauern Ausdruck, daß die Kasseler U naLhängigen entgegen der Hal­tung der U. S. P. nt der RattonailL^rsamnÄMg, ihre Teilnahme versagt habett. verlieh alber dem Hoffen Raum, daß Vie Angehörigen der U. S. P. auch in Kassel mit dem Ziele der Ver- tammbung, gegen Vergewaltigung kerndeutscher Gebiete Emfpruch ru erheben, innerlich einver­standen Fttü) WaS der Redner des Abends, Professor Dr. Strecker aus Darmstadt, ge« tade über die französischen Annerionsbestrebun- gcn, soweit sie das Saargebiet betreffen, zu sagen hatte, sollte in a I I e Schickten der Be­völkerung getragen werden. Geschieht dos. so ist der Erfolg der Kasseler Demonstratioil ge­sichert. Möge es so sein! Wir fühlen nnS fo sagte der »darmhefsische* Redner alle eines Volkes, und das Band, das uns eint, das deutsche Volksgefühl, kann kein rachgieriger, raublustiger Feind abschneiden. Diese Gemeinsamkett muß immer tmd immer wieder vor aller Welt betont werden. Anderer- feti® tarnt die gatte Wett nicht laut genug daran erinnert werden, waS Wilson als Frie- denSfordernngen aufgestellt und mit fernen: Worte bekrästtgt hat: »Wir verlangen nicht mehr von Denrschland, alS Wir zu bewilligen

-ernmirng franzSfischer MachtgelÜsts,

Genf, 3, April. (Drahtbericht.s In der französischen Presse liegen mm ehre Reihe von Informationen tmd Regiernngsättßerimften vor. die in ihrer Gesamtheit wohl einen den Tatsachen annähernd entsprechenden Rückschluß gestatten. Gegen die einfache Annexion Eisast-Lothringens durch Fratttreich wird tnnerhalb der Konferenz von keiner Seite Widerspruch erhoben. Man nimmt allem Anscheine nach an. daß Deutschland sich in letzter Linie dem Schiedsspruch des Präsi­denten Wilson unterwerfe» werde, wenn die vetteren Friedensverhandlungen deshalb in Frage gestellt werden sollten. Schon deshalb wird der Eintritt Deutschlands in den BölkerSünd von der Anerken. nun» der ZngehSrigkett Elsast-Lothrin- gens zu Frankreich abhäugen. In bezug anf die weiteren AnnexionSgelüste Frank, reichs scheint die Mehrheit der Konferenz eS abgelehnt zu haben. Gebiete mit deutscher Be­völkerung vom Reiche abzutrennen. Sie hat sich auch dagegen gewehrt zur Bildung von so­genannten neutralen Republiken, links oder rechts des Rheins, beizuttasen. Die fran­zösischen Ansprüche auf verschiedene Gebiete deS linken Rheinufers, außer Elsaß-Lothrtnqen, können also alS auSgef Aaltet betrachtet gelten, wobei es sich auch nicht um eine ;v i r t s ch a f t- liche Hypothek anf daS Saargebiet handel» Die Konferenz wird gegenüber den französische»» Forderungen an dem Staildpunki fefthalten, daß für die zukünftige Gestaltung des sinken Rheinnfers nur militärische Si­cherheiten maßgebend sein sollen und daß jeder Eingriff m tre politische Verwaltung die­ses deutschen Gebietts dagegen einen bauenr den Frieden unmöglich machen würde nnd des­halb nicht mit der Verantwortung der Friedens, konferenz zu vereinbaren wäre. Was den Er. fatf des in Frankreich und Belgien entstandener KriegSschadenS «mbetrisst, so haben eS di» Franzosen von Anfana an abgelebnt, den vor

Die deutschen Delegierte«.

Berlin, 3. April. lDrahtberiM.s Reich» m-tertfter Erzberger ist gestern gegen 5 Uhr nachmittags in Spaa einaetroffen. In seiner Begleitung befindet sich Freiherr Langrvoth von Simmern, ferner der Vertreter der deut­schen Zenttalstelle des Grenzschutzes Ost, Major im Generalstab, Freiherr von W i I l h s e n, so- wie der Vorstand der Unterkommisston für Transportwesen bei der deutschen Waffenstill- standSkommiMon in Spaa. Major tat General- stab von Bötticher, ferner der Oberbürger­meister der Stadt Danzig, S a b m, sowie W Referenten Dr. Hammer tmd Dr. Driesen Zum Empfang des ReichsmmÄterS war d« Vorsitzende be'r deittscken WaffenstrMaNdSkom« utiifftott in Spaa, General von Ha mm er­st ein. mit seinem Gefolge am Bahnhof er­schienen. General Foch wird beute früh in ©ixta eintreffen Die VerharMunaen Mer bt" Landima vo-lnöscher Truvven ta Danzig begftt- nen heute ftüh um zehn Uhr in der Villa Renve- bois Reuter meldet: Mt dem vor wenigen Tagen geschaffenen Expreßzug Köln-Paris langten gestern morgen um sieben Uhr die Mitglieder der deutschen Finanz- kommisfion tn Pont Marenze an. Die den acht deutschen Herren Mgegel6enen beiden fron- Sen Offiziere verabschiedeten sich auf dem steig von denselben, worauf die Kom­mission sich in drei Automobilen nach dem Schlosse von Messorwille bei Comvisgne begab.

DentfchkaNdr fetn und eine dauernde Gefähr­dung deS Pöwerfrtedens mtt sich bringen! Schließlich wird die bestimmte Erwartung aus­gesprochen, daß Regierung und Nation crwer- wnmlmtg alle Forderungen auf gewaltsame Losttennung deutscher GebietSteÄe entschieden rnrück-veisen rmd verlangt, daß das Selbst­bestimmungsrecht der Bevölkerung auch auf das Saargebiet angewandt und eine dem Willen der BsvöAenlng widersprechende, lang» dauernde Besetzung ebenso bekämvft werde wie eine offene Aneignung. Diese Entshfießung soll fowohl an die Reichsregiernna. als an den Präsidenten Wilson gerichtet werden. WaS der Redner gesprochen, was in der Resolution nie­dergefegt worden ist. bestätigten in kurzen Er­klärungen die Vertreter der beteiligten Par- teten: Liebig für die Christliche DoMspartei, Mütze für die Demokraten. Dr. Hopf für die Deutsche Volkspartei. Blume für die Deutsch- national:» und Struve für die Sozialdemo­kraten. Daß die SaarbewMner den festen, un­beugsamen Willen haben, keine Franzosen $»» werben, bestätt.tt ein» glücklich zu uns herüber- geschmnggelte feierliche Erklärung der Einwoh­nerschaft von Saarbrücken, daß sie immer deutsch gewesen ist und deutsch bleiben will! H.

Sie Streik-Aewegrmg.

Beunruhigung der Eisettbahner.

(Drahtbericht.f

Berlin. 3. April.

Von verschiedenen Seiten häufen sich, dem Lotalanzriqer" zufolge, die Anzeichen, daß wir imS für die nächsten Tage abermals auf eine Stillegung des Eisen­bahnverkehr« gefaßt machen »müssen. >I» Berbindunig mit den Bemühungen politischer Kampfgruppen, eine neue Generalstreik­bewegung, wenn möglich in ganz Deutschland, in Fluß zu bringen, hat sich auch der Arbeiter und Beamten der Eisenbahn eine starke Beunrnhigitng bemächtigt.

Entente hat sich aber bisher immer gegen diese Wünsche und Bestrebungen ablehnend verhalten. Vorerst ist es nickt möglich, sie v r irr e oii fiiu«w me 0 rere ü?ftr zurückzubefördern Anariffsbeweaungcn führen gefordert. An emet» der belebtester Punkte der! unfere im Osten siebenden Streitkraft« nkft aus