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Hessische Abendzeitung

Kasseler Abendzeitung

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S. ZahrgLMg.

DienStag, 1. April ISIS

fternfpredkt 951 #nb 952.

Nummer 1C1

Fernsprecher 951 und 951

Deutschlands Ausnahme in den Völkerbund

I

11

I

bewetft, daß d-is französische Po- - unb £1TX5irrot)n eime Sage schnf,

Führend« fnmmlunn in

ßcitmer, ! KA in Mi

Einschiffung po nischer Truppen.

Genf, 31. März. (Drahtbericht.) Ein Pa­riser Statt meldet, daß 35 009 Polen und 45 000 Enlentettuppen in den nordfranzSsischen Höfen «achDanziannd Poleneingeschifst werden. Schweizer Blätter melden aus Pa­ris. daß die französische Heeresleitung die be­reits entlassen gewesenen Gernetruppen saft ausnahmslos wieder einberust. Sie sollen f u r diepolnischeFront «eaen dir Bolschewr. sten bestimmt sein. Au» London wird ge- nlcldet. daß mit dem Eintreffen der polnischen und alliierten Gruppen an der polnischen Front auch die bisher deutsche Front c'fieu Rußland von alliierten Truppen besetzt wird.

=tofertioiitor«tfe: »t« flebengefraittte RetH f6t «tirtrtmtfd)« «»schäfte 80 Pf», für es«, ätttee Snieigtn 35 S9f. Reklamezetle litt NxhetmNch« »«schäft« 74 P« ftrr au#ro<irtlRe »«schäft« I Ml ain'a»« aetagtn werten mU 5 M-rl 5re laufine berechnet, aüe« mit '*i. Zeii.'rwi^.BuWae. S«t Urbmn'.tHung ten «''»etgeu auf I«irt>». D>««e rot« für durch Hör. ftblet 6eroetarnileneOtttütner tetnertet Haftung üfceTnomnt«sv Firr die Aufnahme oanStmet««» e bemannten lagen -der Plätzen wirdAl. lebte «ewädr geletltet »«schSfttzflelle: L»ln.Ltr.L

Weimar, 31. März.

Abgeordnete der Nation'lver. Weimar haben es für ihre Pflicht Kundgebungen und Bekennt-

Meue Pslen.Angrlffe.

BerNn, 31.. März. (Drahtbericht.) AuS Danzia wird gemeldet, dar- die Polen seit Sonnabend wieder die Eisenbahn Schnei­demühl-Bromberg mehrfach beschie­ßen. AlrS Danzig wird weiter gemeldet, daß am gestrigen Sonntag in Mestpreusicn mehr n*S sechshundert Vollvertammlunoen stattaefu den haben, die gegen die Zuteilung westpreußi­scher Gebiete an Polen nnd gegen die Landung polnischer Truppen in Danzig protestierten.

stillstanbskommission gerichtet wurd:n. durch den AuSdnlck ihrer Uebcrseugung zu bekräfti­gen Abag Graf PosadowSky, Dr. Rießer, Dr. Gröber. Dr. Naumann, Dr. Dernburg nnd Hermann Müller haben dem Porsitzenden der Waffenstillstandskommission eine Reihe von Er. Närunoen abgegeben, die sänltlch in einem scharfen Protest gegen die Vergewaltr- gung der Entente gipfeln.

gehalten, die _________________

nisse zur deutschen Einheit, die an- läßll'ch bei angedrohten Landung polnischer Tnipven in D a n z i g aus allen Teilen Deutsch» landS an die ReichSreqierung und die Waffen-

rie Zanziger Frage

Proteste deutscher Parteiführer.

(Drahtbericht.)

11« teil eilt Si«u«r,en y«ftrt<6t«n erscheinen wöchentlich sechsmal unb «war abends Der «demnemenlsprell beträgt menett 1JO Marl bet freier Aufteilung in« Hau» eefletlimgen werten ftberieit »en der «eschäftssteve «der b*n Teten eutgegengenemmtn. $ ruderet, «erlag und AedalNen kchl-chlbo'Nratze 28,-SO. Siir unverlangt eingesandte Beitrage lnnn die »ed.ltten eine Berautrocrtimg eher Eewätzr In feinem Salle übernehmen SlüdjaHung Be|»t«1e:be« OderMilprüchc wegen eroatger n,<6t er»nung«mättger £i« trur 1 ausgeschlegen

vorläufigen FriebenSverkrageS die ersten Vorarbeiten zu treffen, woraus die Groh- luächte den Wortlaut sesilegen werden. Wenn die btutfdKti BevollutzächisisibN unter Führung deS Grasen Brockdorff-Rantzau in Ver­sailles aagekommm sein werden, werde daS Sekretariat für die Dau-r dieser Besirrechunyen nach Verfa-ll'S übersiedeln. Wahrscheinlich wer­den die Besprechungen sich hauptsächlich auf die st ahluu gsweise deS Schadener­satzes erstrecken. Oberst House hat Wilson vor- geschlagen, die Japaner an den Vesprechnnyen des Vierer-Rates zil beteiligen. Die Kommis- sion für den D^l^rbund hrt endgültig Genf zum Sitz d's Völkerbunds bestimmt.

_ Innenpolitik aufbmren würde. Da? ober ist bisher ebensowenig der Fall. Wenn auch die Unabhängigen bezw. Rommu- nisten planvoll uns zreDewußt darauf ksin- arbetten, wenn sie auch mit großem oryanis-ato- risSten, wie agitiwrtschen Geschick unablässig in vieser Richtung tätig sind und dcmerlenstzvert? Einzelerfolge hatten, so stößt doch eilte rein s-siatiftksche Innenpolitik Nicht nur bei einem große» Teil der Mehrhettssozia- l i st e n, sondern auch bei den Mittel- und Rechtsparteien auf Widerstände, bereit Beseitigung noch tamyer Kämpfe bem.r- icn wurde, deren AuSqantg nicht einmal «mz sicher feststabt. Käme aber ein solcher Um« ichwung nicht, dann müsste Lenin, um zu einem deutsch-russischen Bündnis zu kommen, seiner kommurvistischen Endziele entsagen Daran aber denkt er gar nicht! So sehen wrr, t- für eine solch- KurSschwenftr-ng »nach Osten). die heute m so vielen deutschen Köpfen pult, die Voran Ssetznngen fehlen. SDaS bleibt, ist nur «in außerordentlich ge- jährliches Sviel, das setzt direkt in die Anarchie führen müßte. Warten wir daher zunächst den Frieden ab! P. B.S

Sie Preußen-Tagung.

Än der preußischen Laubesversammkung wurde am Sonnabend die Beratung der An­träge auf Hebung der Landwirtschaft und Ver- beflcrung d--r Volksernährung fortgesetzt. Reichsminister für ErnährrmgFwesen Schmidt: ES ist tu befürchten, daß wir wochenlang kerne Kartoffeln sirr die städtische Bevölkerung Haven werden. Was jetzt an Lebensmitteln aus dem AuSkaude hereinkommt, soll zunächst zir beson­der >n Zuwendtmgen an die großstädtische Be­völkerung benutzt werden. Die Preise, dis wir dem Auslande zahlen, sind enorm hochz ttotzdcm werde ich die Preise nicht erhöhen. Dir werden den Preisunterschied dadurch her- ans zuholen versuchen, daß wir guteS Mehl an die Bevölkerung zu höheren Preisen abaev-n Die aus Rotterdam komnrenden Waren, hauvt- lächlich Fett und Speck, sollen in erster Lrnl« ins Ruhrgebiet, ferner nach Berlin, Schlesien nnd Sacksen kommen. Solange in Dortmunv gestreikt wird, können dorthin keine Leben»- inittelzufuhren aus Amerika stattsinden. Bei der Lebensm'tt'-lverteiluna werden die Arberterrätt eine wirksame Kontrolle ansüben können. MV o-i'lse der uns zugesagten Einfuhr hoffen wir bis zur neuen Ernte cmSzukommen imb sogar einige Erleichterungen gewähren zu können, f» fern die Belieferung durch das Ausland keim Störung erleidet. (Beifall) Landwir'fchgn» Minister Brann: Tie Landwirtschaft sollt« nicht fortgesetzt besonderen Dank verlangen. Di« Ve» soraung der Landbevölkerung mit Schuhznrg ff durch erneute Verteilung von 300 000 instand gesetzten Militär schuhen gefördert worden Ick hoffe, daß die ArbeiterverMtnisie allmah-l-ck gesunden und wir einen selbständigen Land mbeiterktand bekommen werden. Ein Schluft antrag ivirv unter den Pftn-Rufen der unab hänaigen Sozialisten angenommen. Das Hauk v«7tagt sich baut auf Donnerstag, den Ist Aprtsi zwei Uhr nachmittag».

UN Ls« Frieden.

Bollzu« der Friedensvertrnge bis zum 1- (Drahtbericht.)

Zürich, 31. März.

Die Züricher Volkszeitung" meldet aus Paris: In den letzten Tagen hat sich unter dem Eindruck der Ereignisse eine merklich« Zunahme euer Stimmen ^zeigt, die die sofortige Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund wünschen. Namentlich von amerikanischer Seite erfährt diese Absicht starke Unterstützung. Elemencean opponiert vorläusig heftig geöen diese Idee, doch scheint c5, daß ,zn- gletch mit dem bevorstehenden Präliminarsrieden Deutschland bereits in den Völkerbund m,sge- nenmten wird. Londoner Blätter melden All« Friedensverträge sollen bis 1. Inni vollzogen sein. Unmittelbar nach Absckssuß de? deutschen Vertrages vom 9. April toll der Friedensvertrag mit Oesterreich abgc- s.bfossen werden, dem im Mai das FriedenS- abkommen mit der Türkei und Bulgarien folgen kosten. Ungarn bleibt zunächst außerhalb des allgemeinen Friedens und zwar in Wahrneh- müng deS früheren BefckssusseS der Alliierten, mit terrorisierten Staaten keinerlei S3ertrüge, welcher Art sie auch seien, abzuschließe«.

Sie Kavital-SrttaostWN

Erfassung des Renten-Elnkommen».

Die Kapitalertragstener, Me im Entwurf des Reichsschatzamts vorlicgt, s» den Gedanken verwirklichen, daß das arbeit» lose Renteneinkommen in höherem Maße zw Tragrmg der Steuerlasten herairgezogen wird al» das erarbeitete Einkommen. Das Reute» Einkommen soll durch das nette Gesetz mit eine- Steuer von nicht weniger als zeh» Prozent vorab belastet werden. Wirtschaft licke Rücksichten hrben ,n B e f r e i u n g » v or schriften geführt wie sie im Paragraph $ deS Gesetzes ihren Ausdruck finden. Wenn bc den Kreditinstituten einerseftS der Devostte»

ein Der»«ndr-Ksmpr»miß.

Zürich. 31. März. fTr«ht.bericht.i Ter Pa­riser P-rtreter eines Mailänder Blattes drahtet tatrtNeuer Züricher Zeitung*, daß anfangs dieser Mecke der Vierer-Rat in Paris end­gültige Beschlüsse fassen werd«. Als Siooer geht zweifellos weder die tmttomie Politik der Alliierten, noch die Ideal-Polisik Wilsons hervor, denn die Macht der Umstände drängt zu einem Kompromiß. Nach welcher Richtung dieser Kompromiß geht, deutet der Berichterstatter au. wenn er von Kompensatio­nen für gewisse Verzichtleist-angen Frankreichs und Italiens spricht. Zugtinsien Frankreichs dürste eine Einigung mit England über die syrischen Ansprüche erzielt worden fein; und von Italien heißt eS. daß eS wirtstknftlich durch rohstofsreiche Dianbatsländei entschädigt werde. Vermutlich bandelt es sich um Verzechte an? Ansprüche, die entweder nmsiritten sind, öder tut das Gebiet der strategischen Acheri'.ngen fallen.

hieitr Kakastroph« führen muß und die in den Worten gipfelt:Der BolffcheyvismuS breitet sich in Mtiel-Europa ständig auS: eine Alli­anz , der vielleicht auch Deutschland <N!ge- böwn würde, ist im Entstehen begriffen.^ DaS beweist auch daS Kleinlauter-Wer­den Frankreichs, das cffenbar ans den Druck WilkonS, Lloyd Georges und OrlaudoS Win? Bkable et« wenig zurücksteckt. Ein ge­wisser Optimismus scheint also in diesem Falle als tatsächlich gerechtfertigt: eine Möglichkeit, der wir an gleicher Stelle schon vor einigen Laren Rechnung trugen. Mer trotz unb trotz «Vem halten wir den Gedanken, der mein, al8 nützlich sein dürste, mit dem Rußl-wd Lenins liebäng-lt, für ein .Spiel mit dem Feuer" Denn zunächst sind wir keineswegs her Ausicht, Deutschland bilde auf die Dauer Seinen outen Nährboden für den Bolfchewis- AiuS: gegen diese Auffassung sprechen ja schon dkr blutt gen Sckrreckniffe, die von Berlin, Bre- znen. Halle, vom Ruhrgebiet her rrsw. noch in aller Gedächtnis haften. Tas ffi eben jener Volscheivismus d-r Tat. der Mallen fanatisiert Itnb zum Blutraulch treibt. UnddieserBol- kchewismuS hat leider seinen Nähr- Hoden, auch in Deutschland! Zum an­deren aber birlleu wir die DorauSsetzun- ien für eine Neuorientierung nach

sten dem käme doch «in Zusammengehen trJtt dem Sowjet-Rußland gleich Serie noch feinerfakks für gegdtden. D«S erkennt man, wenn man einmal näher dararrs elnzevt.

Eine solch? Ntuorienti«run>g unserer Politik g«ch Qsttn bin setzt voraus, daß die gesamte deutsche 9itgieruna einheitlich nach ziel- fieber den neuen Kurs steuert. Tut sie das? BiSber liegen mir die PnrlamentS- ftinmten einiaer Regisrun^Smktolicher vor. die >«*t Belfchi'wiSmus in Deutschland als eine fWenmcnbe Warnung der Entente Vorhaffen, teenr. sie unS das Kren, brechen würde. Wir «<nch?n zwar, daß man amv im Sckoße der Meternng sich allmählich mit dem beTtoeto^itt ..«etr ^edarcken an.xfr»ursSet bat, als der letz- wn Rettung, wenn alle Stricke reifen. Mer wen etner ausgesprochenen F«st- tzagung auf diesen Kurs ist ebenso- ft» e n i g d i e Rede, wie von einem fest um* M men außenpolitischen Programm »perhaupt! Zweitens aber hätte ein sol-

Kurs nur dan: Sinn und Verstand, wenn te ruf einer entsprechenden s 2 ,z i e. listi­gen n^t sri c ldeurvin -tks ch*«!

Aus dm Parlamenten.

Die National-Versammlunss

7-'1 (Drahtbericht.)

Weimar. 31. März.

Die Sonnäbeud-DormittagSsitzirng wurde durch die zweite B-uatzaug des Nachtrags- e t a t S, sowie des N o t e t a 1 s ausa.esüllt. AuS deut Nachtrag':tat ist besonders hervorznheben, laß der Ausschuß in seinen Beratungen bi« persönlichen und sachlichen Bezüge des ReichS- präsidcut-n getrennt hatte und nun vorschlug, dem JiüchsprLstdenteu ein persönliches Gehalt von jährlich 100 000 Mark zu gewähren und für bie mit dem Amte verbundenen sachlichen Ausgaben £00000 Mark jährlich einzusetzen. Mit Ausnahme der unabhängigen Sozial­demokraten. denen diese Summe viel zu hoch erschien, stimmten die übrigen Parteien dieser Forderung zu und der Nachtrags-Etat wurde gegen die" Stimmten der Unabhängvgen ange­nommen. Bei bei Beratung über bie sogenann- irit Notetats wurden zunächst 250000 Mark al» Beihilfen zur Verbesserung der Einrichtungen ür das wirtschaftliche Auslands­nachrichten wefen bebatteloS bewilltgt. siu einer größeren Debatte kam es bei den an- -eforverten Tnucmen zur Unterl:altung de» ReichsluftamteS. Hier wurde von allen Seiten daraitf hstrzewiesen, bah in den Staats­betrieben eine große Verschwendung von ReichS-zelbern getrieben werde. Minister R o S k? mußt? auch seinerseits dem für eure Anzahl Betrieb? zu stimmen, weil die bezahlten hohen Löhne in fernem Verhältnis zu der ge­ringen Arbeitsleistung ständen Er erklärte in 'cür energischer Weis«, daß er der Strcrkdrohuug der staatlichen Munitionsarbeiter mit der grötz- ten Rübe e"tg.>gens;he. daß er aber dafür sor- oen werde, daß für die Streiktage auch nickt ein Pfennig bezahlt werde. Darm wurde der NacktragSettt, sowie der Notetat in zweiter und dritter Lestmg endgiltig angenom­men. Nach längerer GesÄmftserdnungsdebatte wurde dem Präsidenten die Ermächtigung er­teilt dir nächste Sitzung anzusetzen, jedoch, wenn nickt unerwartet.' Ereignisse eintreten, nicht vor Mittwoch drr übernächsten Woche.

8i« gefährliches spiel.

Der Ruf nach dem Bolschewismus.

Kn diesen Tagen, die erfüllt sind von po* /itffcher Hochspannung, begegnet man nicht nur in mündlichen Aussprackzen. sondern auch in Klffchriften. und was noch gefährlicher erscheint, ur der Brest«, bie für die Ocssirrtlicfkeit Echo und Ruser i« gleicl-rr Weise ist. vielfack» einem Optimismus, bett man in die Worte klei­den kann: .Laßt die Entente nur ihre: Diktat- frieben uns aukbürden. Uns ist nickff bange dawum Wir betFcbicören uns bann, wie Un» f«rn dnn BolschewiSuntS und tragen ihn zu fcen Siegern!- Dielen OMmiSrnuS. der im un­serer Lage anmutet. irSe ein grausiges Gemisch aus dem Galgenhumor cineS Delinguentcn und einer geradezu trostlosen Resig-nation, findet mmt ro.d)t allein in KnLS gerichteten Wärtern, g. V. in derFranks. Ztgff, auch ansgesprochm rechtS orientierte Dlätter, wie derHannov. Kurier", geben sich ifmt offen lsiu. Rät das Frankfurter Blatt mit größerer Vorsicht zu einem Bündnis unter gewissen schützend en Be­dingungen, so ist daS Haunoverfche der Mei­nung, daß wirlieber freiwillig mit ihm «dem Bolschewismus) gemeinsame Sache macken und die Flut über unS hinweg in die Länder des VerbrndeS brausen lassen". Dem­nach soll Teutschrand selbst den schützenden .Damm einreißen" unddaS C b a o S soll über uns und unsere Feinde kommen". Diesen Gedanken möchten wir, so unsinnig daS auch llingeu mag, alsnationalen Bol­schewismus" bezeichnen; gipfelt er doch in dem reinen nationalen Gefühl, daß itiir Deutsche Nicht zu Sklaven und Fronknechten unserer Feinde gemacht werden dürfen! SS ist gleich­sam ein letztes, verbissenes AufbLumen gegen di? Fesseln, die un5 di« Entent« nm unsere Mon so sehr kraftlosen Handgelenke letten will. llrJb kro-pdem liegt darin eine Riesengefahr auch dann, wenn man mit dem letztgenannten Matt p-tetben wollte,der gesunde Sinn d:S derttschen DolkeS biete fernen dauernden Nähr­boden für den BoschewiSmuS".

ES soll keinestvegS bestritten werden, beiß der Bolschewismus al» solcher bett Feinden schlimm w erscheint. alS die Pest, daß mithin der »wr'cks Umsturz in Ungarn ihnen tirmer« »in zur Warnung dienen kann, ja, daß man von unS aus ein« gewisse Mäßignng Frankreichs feststellen darf. DaS zeigt nicht «Kein P i ck o n s Rede ttt der französischen

Foch will Garantien geben.

Berlin, 31. März. (Drahtbericht.) Aus die am 28. Mär, in der Frage der Landung polnischer Truppen in Danzig ergangene Antwortnote der deutschen Regierung hat am 20. Mär, Marschall Fach durch seinen Vertre­ter in Spaa. General Rudant, folgenden Be­scheid überreichen lassen:Ich habe bie Note vom 28. Mär, 1919 dem MarsckaLObe'-stkom- mandierenden der alliierten Armeen übermit­telt. der dieselbe den alliierten nnd assoziieren Negierungen zur Prüfung unterbreitet hat. Ick hab« ganz besonders seine Aufmerksamkeit auf folgenden Satz der fraglichen Note gelenkt: ,Die deutsche Regierung kann nach eingehmder Prü­fung eine Maßnahme (b. b. die Ausschfff tng polnischer Truppen in Danzig) nicht verant- Worten, die ohne Schaffung ausreichen. derGarantienden Bürgerkrieg im eigenen Lande Hervorrufen muß." Der Marschall tele­graphierte mir am 29. Mär, folgende Antwort: Ich werde persönlich in Spaa alle Aus­künfte und alle verlangten Garan- tien dem deutschen Bevollmächtigten geben, der mit den Vollmachten versehen fein soll, die nötig sind, um in 48 Stunden zu entscheiden. Die Zusammenkunft wird stattfinden am 3. April, e» sei denn, daß dies nickt möglich wäre." ES wird gebeten, sowohl die Antwort dw deutschen Regierung als au.ck die Namen der designierten deutschen Bevollmächtigte« nächstens «ritzutet- Itn. t Nuda » t."

* ar aufbin bat bie d «irische Regierung am 80. Mär, beschlossen alS Bevollmächtigte« zur Entoeaennahme aller her vom Marschall Fach in Aussicht gestellten Auskünfte und aller bet Garantien, die die deutsche Regierung verlangt, den Vorsitzenden ber deutschen Waffsnstill- standskommission Rcichsministcr Erz beiger nach Spaa zu entsenden.

Die Schadenersatz-Summen.

Haag. 3t. März. sDrckhtbericht.) New- üortcr Blätter melden mt» Pari»: Die Scha­denersatz summe, die von Deutschland ge­fordert wird, beträgt 45,3 Milliarden Dollar. Hiervon entfallen fünfzehn Milliarden auf Frankreich, siebeneinhalb Milliarden auf Belgien, fünf Milliarden auf England, sieben Milliarden auf Rußland, eineinhalb Milliarden auf Italien, je eine Milliarde auf Serbien «w, Rumänien, dreiviertel Milliarven auf die Bereinigten Staaten, fünf* hundert Millionen auf Griechenland, zwei.- blnrbertfünfziq Millionen auf Portugal, hmrdert Millionen auf Ehina und zwerhim dertfünfzig Millionen auf verschiedene Herne Länder zusammen. Ta aber der Gesamtbetrag über die ZahlunaSkraft DetttsihlandS hlnauS- ceht. müsse er auf etwa zwanzig bis brei|tg Milliarden Dollar herabgesetzt werden.

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V»rarbei<en zum Frraden.

Haag, 31.M in. (Drahtbericht ) Au» Pa­ri» wird amtkich g«m:kdtt: Ter Rat der Zehn wird nicht »or Sienttaa zusimm-?nkon:men, unb an biefrm Tw.- bie Berichte bt» tschechs^lovtH- schen Kvurite-r brhand-lu. Ter Generaliekretar der Käufer««' ist nach Versailles abgeretfi, um im Zusammruhilüg mtt der Unter Zeichnung deS