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Kasseler Abendzeitung
Hessische Abendzeitung
Stummer SS
Sonnabend, 2S. März 1919.
V. Jahrgang.
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Ablehnung der Danziger Volen-Laubuug
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Das Erste, worüber Wir an gleicher Stelle
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Lieferungen ans Schweden
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Harnbura. 28. März.
*efT«let »««st«, M-chricht«, «rschrtn«, wich «Mich f«*«mat nab war ab«»»«. T« MkoxKrainulvicl* beträgt menatl. 1J0 Mark b«t fr «ter 3*ft«a*n« tx« Hau, $«fteSu»g«n toetow t«b«n«it »en der »«schLftssteo« ikn den Beten «etgegewgenemmen. $rudmi, Kerlag en» Redaktion, Tchiachthefstrast« 28/30, Für »»verlangt «lngesandte Beiträge Cann bi« Itebettten eine Verantwortung eben @ernähr in keinem Falle übernehmen. Rückzahlung b«6 Beteglgalbe« oder«nlprüche wegen etwaig«*nichtor»nang«mät!ger Lie'erung ansgelchlaffen
Rheinland und die Blockade.
Basel. 28. März. (Drahtberstbt.) Die Pariser Preffeinfarmation meldet: Nach einer Mtt- t ei tu im des Belgischen Auslandsministerrums beichlossen die Alliierten eine Begünstigung des besetzten Rheinlandes durch weitere teilweise Aufhebung-er Blockade. Es dürfen künftig gewisse Mengen von Lebensmitteln und Rohstoffen ans alliierten und neutralen Ländern eingeführt werden, wenn die Be- setzuna«autoriMcn das jeweilige ’StebürfitiS als tot üraroh »--»äUseu.
aber nicht einiserkiqe ernährungs-, sondern auch bevolksrungspotttische Ziele verfolgen, fo könnte man nach denselben Berechnungen auf dem urbar gemachten Lande 70000 Familien atqiebeln. Auch das sind Aufgaben. mit denen sich un- ‘cre Regierung bald zu befassen baden wich: ste liegen im Interesse der Allgemeinheit! P. B. S.
3nfevtiontor«ire; $te ftebengefpa!t«t« geil« für einheimische G «schätz« M Gsg. für n,. »ärttge «»zeigen 35 Pf. Setlame«eile für «i»tz«im>.sche »«schäfte 75 Wf, für aetoärttge Geschäft« 1 »lk Einfache Beilagen werben mit 5 Mart pro Saufeeti berechnet, aller mit 24»tz Seneruns, «.Zuschlag. Bei UebermltMunfl ran «nzeigen ans teleph. Bege rote» für burch Här. fehler heroergemfen« Irrtümer keinerletHaftung übememmen. Für »te Aufnahme »onlnutg«« an bestimmten Sagen ober Plätzen rote», Zt. keine Gewähr geleistet. Geschäfts stelle: Rita. Str. 5
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Die deutsche Antwortnote
Untere Lebensmittel.
50 Dumpfer aus K-mburn ausgckanfcn. (Drahrbericht.)
Berlin, 28. März.
Am 26. März lief beim Vorsitzenden der deutschen Waffenstillstandskommisfion in Spaa folgende Rote des Vorsitzenden der franzö- fischen Kommission General Nudant ein: „Sn Uebereinstimmung mit der Entscheidung des Obersten Kriegsrats der Alliierten und assoziierten Regierungen wird General Rn- daut tu Ausführung der Klausel 16 des Waffenstillstandsvertrags vom 11. November 1918 fordern, dass die Deutschen gestatten, dass die Armee des Generals Haller, welche ein Teil der alliierten Armeen ikt. durch Danzig in Richtung auf Polen durchmar- schiert mit dem Zwecke, dort die Ordnung aufrecht zu erhalten. Die Deutschen werden sich weiterhin verpflichten, alle Erleichterungen für die vorüberaedende Einrichtung jeder Art zu geben, die für diele durch diesen Hafenplatz marschierenden Truppen notwendig sind. Die W e i g e r u ng dieser Forderung zu entsprechen, wird als Bruch des Waffenstillstandes durch die Deutschen angesehen werden. Snfolaedessen bitte ich Sie. von der deutschen Regierung Ke Vollmachten zu verlangen, die notivendia sind, um die Art und Weise der Ausführung auf Grund gegenseitigen Uebereln- kommens zu regeln, gez. Nudant."
Kölm 28. März. (Drahtbericht.) Die ^kölnische Zettung* meldet aus Stockholm: Der amerikanische Gesandte Morris erwirkte nach längeren Berhandlunqen von den Alliftr- ten die Erlaubnis, für das schwedische Rote Kreuz unverzüglich 50000 Tonnen Roggen- und Weizenmehl nach Deutschland zu schicken. Schweden soll von Amerika . hierfür Ersatz erhalten. Die Zahlung soll in deutscher Kohle oder anderem schwedischen Bedarf erfolgen. Die hochherzige schwedische Hilfe ist das Ergebnis eines Be- rtMes der unlängst aus Deutschland heirnqe- reinten Studienkonrmission. die ein wahrheitsgetreues Bild der bitteren Rot der deutschen GroßstadtbevöNerunq. für die die Hilfe aus- kchlienli^ bestimmt ist, entwarf.
wurde im Laufe des «estrigen Tages nach eingehenden Bcratuirgen im Kabinett um unter Hinzuziehung der Parteiführer aller" Fraktionen fertig gestellt. Sie bat folgenden Wortlant: Gemäss Artikel 16 des Waffenstillstandsvcrtrages vom 11. November 1918 hat sich die deutsche Regierung verpflichtet, den Alliierten freien Zugang über Danzig und die Weichsel zur Aufrechterhaltung der Ordnung in den Gebieten des ehemaligen russischen Reiches zu gewähren. Der Beschluss dieses Vertrages ging jedenfalls davon aus, dass eS sich n u r u m Durchzug alliierter Truppen handeln könne. nicht aber um polnische Truppen. Die deutsche Regierung bat sich aber nicht verpflichtet freien Zugang für eine polnische Armee über Danzig und Westpreussen zu geben. Mit dieser Auffassung gebt die deutsche Regierung vor, bestärkt durch die unerhörten Vorkommnisse bei der Gewährung deS freien Geleites für den polnischen Ministerpräsidenten Paderewski, der unter grober Verletzung der gewährten Gastfreundschaft auf deutschem Boden in Posen
-das Zeichen zum Aufruhr und Bürgerkrieg gab und bei feiner Anwesenheit in Pofen am 12. Dezember 1918 sagte, wenn die polnischen Divisionen aus Frankreich und StaTien erst in Danzig sind, so werde ganz Danzig und das ganze Westpreussen polnisch werden. In der gesamten polnischen ' Oeffentlichkeit wird auch die Armee Haller alS polnische Armee bezeichnet. Seit dem Abschluss des Waffenstillstandes vom
gemitteln. Hier, muss die Regierung mit allen ihr zu Gebote ste-enden Mitrelni eingreiferr! Arbeitskräfte müssen zur VerfiiMng gestellt werden: die Preis- und Verteilungspolitik muß einet gründlichen Revision unterzogen werden, da ja einerseits erhÄckiche Einfuhren ?itr Rationierung kämmen, andererseits der Schleichhandel jedes DerieAungsshstem durchlöchert. Für Kaki und das rollende Material, das ihn bringt, wird unbedingt zu sorgen sein, eine Aufgabe, die O e s e r als neuer Verkebrsmincster zu löse» haben würde.
Abg. Graf Posadvwsky (Dentschnattonar): Der Minffterpräfldertt hat gestern die Teilnehmer der Versammlung- im Zirkus Nitsch scharf angegriffen. Kann der Ministerpräsident sich wundern, wenn unter den BertMnMen der Revolution man sich in weiten Greifen des Bolkes nach dem Zustand vor der RevÄntrov zurücksehnt? (Sehr richtig! rechts. Rufe lnW: ' Kreigsgewimilcr!) Ist es bei den jetzigen Zu, ständen ein Wunder, Herr Ministerpräsident wenn weite Dolkskreife zurückdenken an dir 3fit, wo im Staat rechtliche Ordnung und Sicherheit der Rcchtssphäre jedes Einzelnen bestand ? Wenn der Ministerpräsident solche Sttm- mttngen nicht vertragen kann, so soll er nicht mehr von der Freiheit im Reiche sprechen Wenn ich mir die Reden vergegenwärtige die früher von der Partei des Herrn Ministerpräsi- derrten gegen die Regierung und gegen die bür- gervichen Parteien gehalten wurden, mit welcher Schürfe und mit welcher vernichtenden Bit- fcrte*. nrtd toam ich jetzt ftke. in welche Auh
Sie Landwirtschaft.
Lebensmittel. -EigenproduMou. - Moorkultrrr.
Im Mittelpunkte des Interesses aller Deutschen steht unsere Lebensmittelversorgung Was jetzt im Preußen-Parlament sich ereignet, was man in Weitmar redet, oll man zur hämischen Freude des feindlichen Auslandes »Schuldfragen* stellt und Wasser auf die Mühle des Verbandes fetter, ohne zu bedenken, dass cs einmal einen Suchomllinow-Prozeß gab, der doch mehr als deutlich zeigte, wo Kriegsschuld zu finden ist, — das alles mag für den Politiker sehr interessant fern, erreicht aber bei wertem wicht die Bedeutung der Ma- geufrage, die eben jeder von uns am eigenen Leibe spürt. Um sie dreht sich eben aller, selbst Spartakus und der Bolschewismus zum großen Teil. Die Gemüter bewegt heute immer mehr die Frage, wann denn die LeLenSmttetl-Schiffe anko-mmen. wrevtele ht nuferen Häfen landen, was sie bringen ustv. Da interessiert es natürkich auch, wie hoch deutsche NativnaMonomen die Zuschußmengen errechnet haben, die bis zur neuen Ernte nötig sind. Der Summe beträgt 820000 Tonnen (im Monat 0. Zu diesem Zweck wäre es, entgegen den Mengen, die Wir Voraussicht- lich erhalten, nötige daß wir jeden Monat 400 000 Tonnen Weizen, 100000 Tonnen Fett und Fleisch und insgesamt sine Million Tonnen
11. November 1918 hat sich zudem die Lage in Posen, Danzig und Westpreussen vollständig verändert. Es würde nach den berichteten Bor- fiäugeu in Posen durch die Anwesenheit polnischer Truppen iu Danzig die Deutschen in Westpreussen auf das schärfste gefährdet werden. Niemand kann die Behauptung begründen, dass die polnische Minder- heit in Westpreussen ruhig bleibt, wenn die Armee Haller fich in Danzig aufhält. Rach den der deutschen Regierung täglich zugehcnden zahlreichen Kundgebungen der deutschen Mehrheit Wcstpreussens muss auch damit gerechnet werden, dass die deutsche Mehrheit gegenüber polnischen Eingriffen
gewaltsamen Widerstand
leisten wird. Heute herrscht in diesen Gebieten Ruhe und Sicherheit. Wenn aber die Minder- heil Polens nach dem heutigen Stand der Dinge zu blutigem Kampfe in diesem Gebiet auffordern, so wird ausserdem die deutsche Ostfront gegen den russischen Bol- schewismus gefährdet. Die geringen deutschen Kräfte, welche die Sowjettruppen zn- ruckhatten, hätten dann im Rücken gleichfalls den Feind und würden zwischen zwei Feuer geraten und den Bolschewisten bann den Weg nach Westpreussen und nach Pillen frei machen. Die deutsche Regierung kann nach eingehender Prüfung eine Massnahme nicht verantworten. die ohne Schaffung sicherer Garan- tten den Jürgerkrieg im eigenen Land Hervorrufen muss. Dagegen ist die deutsche Regierung nach wie vor b e r e i t, die Landung der Armee Haller in Stettin, Königsberg, Memel oder in L i b a u mit allen Mitteln zu er- leiHern und dadurch die Absicht der Alliierten rn Polen die Ordnung aufrecht zu erhalten, mit Kräften zu unterstützen. Die deutsche Regierung erklärt sich ausdrücklich bereit, für alle Erleichterungen zur raschesten Landung und
zur Durchreise der Armee Haller nach Polen Gewähr zu leisten. Dies» Wege führen auf eigenen Bahnen technisch und schnell »hne jede Störung der Lebensmittelführung nach Polen zum Ziel. Um die in der Note deS Generals Foch gewünschten Vollmachten zur Rttzrelmrg der Art und Weise der Ueberführung auf Grund gegenseitigen Uebereinkommens erteilen su können, ersucht die deutsche Regierung nm alsbaldige Mitteilung auf folgende Punkte: 1. Zusammensetzung der Armee Haller und Starke derselben. 2. Zeitpunkt der Ankunft. 3. Angabe der Zeit der Durchbeförderung der Armee Haller nach Polen. 4. Welche Ge -'ühr könnten die alliierten und assoziierten Mächte dafür leisten, dass sich nicht die Armee Haller oder ein Teil derselben an politischen Knndge- bungen oder sonstigen Vermntaltungen der pol- ntschen Minderheit muh den Vorgängen bei der Anwesenheit des polnischen Ministerpräsidenten Assderewski in Polen beteiligen, oder solch» mit Nche^eit zu erwartende aufrührerische Ereig- mffe Hervorrufen wird. -
____ gez. Reichsminister Erzberger.
Die an^etflouifificn Lebensrchit- telschiffe. die am Mittwoch kn Hamburg eintreffen sollten, find nicht nach Hamburg gesandt worden, dagegen trifft heute früh ein Dampfer mit 2300 Tonnen bestem amerikanischem Weizenmehl in Hamburg ein. Ferner »st ein Dampfer von Rotterdam nach Hamburg unterwegs. Im Laufe des gestrigen Tages find weitere fünf Lebensmitteldmnvfer abgegangen. Damtt sind im ganzen fünfzig Hamburger Dampfer zur Auslieferung in Seegegangen Ausserdem sind drei Wohn, schifft und vier Dampfer für bat Abtransport
i Aus der Tagesordnung steht der vierte Nach» ■ iragsetat für 1918 und der Notetat für 1919.
Der Rachtragsetat enthält di« Anforderungen für den Reichspräsidenten (monatlich 100000 Mark AuiftvandÄgerder), sowie für das Reichs- arbeitsuMisterium und das Reichsschatzmini- sterium. Der Notetat sieht die vorläufige Regelung der laufenden Ausgaben für das Rech itungsjaHr 1919 vor. ReichSfinwymiWstei Schiffer begründet beide Vorlagen. Abgeordneter Schulz-Osrpreußen (Soz.): Jedes Mal. wenn die politische EMwickefttns eilten etwas richigeren Gang artzunchmeu Wen, kamen- Be- drckhamgen von innen und außen. Unser Boll bvaucht Frieden, Arbeit und Mot. Damit tofiit Wgleich gegen den Bolschewismus ein Damm aufgerichtet worden. (Sehr richtig! bei den S.) Bei der gestrigen Rede des Herrn Scheidemmm kam von rechts der Ruf: .Unwürdig!" Ich nehme am, mit dresemt Ausruf sollten gewrss, Straßenldemonftrationen gekennzeichnet werden. Es heißt, die Würde des deutschen Volkes wahren, wenn umn einen derartigen politischen Bubenstreich a>b schüttelt. Dafür sind wA dem Ministerpräsidenten Scheidemamm danssbar, nicht Äs Parteigcm-ossen (Lochen rechts), sondern als Vertreter des parlarnentarischen Deutschhatds. (Beifall bei den Soz.) Ader diese Vorgänge am So-nntag sind nur ein harmloser Auftakt M den gestrigen Vorgänge« in der preußischen Landesversimimlimg. Hier hat Herr von Kar- dorff eine aufreizende Rede gehalten, die nicht» weiter als Schilderhedung der Gegeu- revolution bedeutet. (Sehr richtig! bei den Soz.) Fch sehe davon ad, daß er die niedrige Berda-lsiiMng aussprach), sosialdenwkra-rsch« Agitatoren hatten sich in unehrenhafter Weise art öffentlichen Geldern bereichert. (Sehr richtig! rechts.) Dagegen nntß ein Wort der leidenschaftlichen Abwehr gesprochen werden, auch gegen einen anderen Satz, den er aussprach: -Die Revolution ist das größte Verbrechen, das je am deutschen Volke begaugeu worden ;it.“ (Srurmische Ruft: Sehr richtig! rechts. Unruhe, Lärm und Pfuirufe bei den Sozsi Weiß denn Herr Kardorff nicht, daß er damtfi die Gefiihle von- MMivnen Deutscher sMllt-o- nen Verbrecher! Große Unruhe bei den Soz.) m unerhörter Weise verletzt? (Beifall bei den Sw.) Wir Sdqüildemokraten haben die Red» lUition nicht gewollt. Wir hätten gewünscht, daß freie Bahn auch ohne die GSvttltfamÄtziten eiium Revolution geschaffen worden wäre. Sv- 'bakd die Revolutwu-auf einmal da war, gift und galt es für uns SoKückdemokraten, sie den Interessen des deutschen BoVes dienstbar zu machen Daran haben Wir unausgesetzt gearbeitet feit dem 9. November. Reichswehrminister Noske: Ich habe zu erlWren: Deutsch« Truppen haben rn den letzten Wochen nur eine Oheratton von ganz geringfügiger Bödeuttmg vorgemmrmen. ES handelt sich dabei lediglich inn dls Besetzung einer Bahnlinie aus beschranktem Raume, imn den Nachschub besser sicherMstellen. Seitdem M ein Stillstand bei Operationen eingetreten. ES besteht zwischen der Oberen Heeresleitun«, mir und der Rerchs- lettung Ueberefirftimmung darüber, daß von der rischen Truppen kerne Offensrv-Be. w egung in Kurland und Litauen unternommen wird Abg. Mayer-Schwabach (Ztr.) : Di« Anforderungen für den Reichspräsidenten werden wer genau prüfen. Mtt der Sanierung uw- skrer Rcichsftnamzen muß bald begonnen roer- den Wir sind bernL die 14 Punkte WLson^ Tpftf^inKbi loyal zu erfüllen. Wir erwartet das Gleiche aber von Urtieren Gegnern. (Sehr richtig' bei der Mehrheit.) Regierung und Ra. twnalversanvmlung haben die Pflicht, alle Ber> suche, diese klare Sftllungnrthme zu durchkreuzen mit Entschiedenheit zurückzuweisen. Solche Versuche bestehen Kicks und rechts. (Widerspruck rachts.)
Wird die Eigenproduktion fo unter allen Umstimden zu hebert fern, so käme auch noch eine gründliche Kultivierung der Torfmoore als Mittel zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit wie auch zur Steigerung der Lebensmittel-Erzeu- g u n g in Frage. Wenn auch die geplante Z e r- stückelung eines Teiles des Großgrundbesitzes in Kleinbauern- rrnd Lmch- arbeiterstellen vom sozialen und bevölkerungspolitischen GesichtztzuuLte zu begrüßen ist, so birgt sie doch in diesem Falle urtd zu diese r Zeir für Volks ernäbrrrnq und Reichsftnan- zen Riefengefahren in sich. Man sollte daher, anstatt bestehende Landwirtschaftsbetriebe aus- een, vorerst einmal ans die noch verfiig-
t Oed- und MoörW,Lereren zurückgreffen, ton denen wir in Teuffchland mehr denn dvei- tinhaM Millionen Hektar zur VerKgung hüben. Mein Preußen besitzt an Hoch- und Riedc- nrngsmooren 2,25 MMonen Hektar, von denen unter anderem auf Hessen 1135, auf unser- Nachbarproving Hannover cS«cr über eine #aföe Million entfallen. Es soll ja nicht gesagt sein, daß das Gesamt-Arreal zu KulturMvecken aeeianet ist, aber «»«nrrlwtt Sehr Sch durch j
IMMMUMMMUkkUMW
Franzvfische Drphung. — Ablehnung der deutsche» Regierung.
(Drahtberichte.)
Sin Rededuell.
Posadowsky gegen Scheidemmm. U (Dvcchchericht.)
Weimar. 27. März.
»Mais Kr die Auffütterung unserer Viehbestände ernsühren. Unsere eigenen Mittel reichen nach Dr. Heim (in der Ratronal-Verscnmn- lnwg) bis Ende AvrA. Ms dahin ist auch der Zuschuß von 270000 Tonnen mrfgebrauchi. Wickelt sich dann die weitere Zusendun glatt ab, dann könnten wir über den „toten Punkt* hinweggleiten. Wir kämen dann ”Ser die Schrecken eines neuen Hungerjahres pnädiiglich hinweg. Aber Zweierlei tut not!
strielle Arbeit aufs Aeußerstt angesvo wird. Sie schafft uns den Kredit zum Äni___
neuer Wareunrengsn Das Zweite Ober ist, raß unsere deutsche Landwirtschaft wogkicksst bckld auf die Höchstleistung emporge- fuhrt toitbv von der sie iUfdlge des Krieges hat hmÄhsteigen müssen. Wenn die Zuschüsse auch mw halbwegs ausreichen sollen, daun muß die landwirtschaftliche Eigenproduktion an Rahrungs- und Futtermitteln schnellstens zu der Höhe geführt werden, auf der sie vor dem Kriege stand. Auch hier ist die p er- sönkiche Mrdeft eine der Hauptforderungen. Es kann nicht nur edenfoiviel, wie etwa im Jahre 1913, nein, es muß erhMich mehr gearbeitet werden: schon aus dem Grunde, weil die VvnmssetzuMgM schlechter sind. Diese Forderung ist zwar leicht gestellt, und der Bauer, dessen darf man sicher sein, will 'ihr auch ncch- kommnen, wenn ihm die Grundlage zur Arbett gegeben wird. Auch er steht teilweise vor einem Neu-Aufbau, insiofern, als fein Acker, der rm Kriege unter ungünstigen Bedingungen hat AnßerordentricheS hergeben müssen, erschöpft ist' Aber es fehlt an sorMftiger Pflege, an Zugtieren, an Maschinen und — an Dün-
zweckentsprechende, großzügige MeftorationK- l der abaemnüert».
arfKtten tut fo erheblicher Teil der Hoch-, Nie- Gnatonb ä^ian *
derungsmoor- und Oedftachm z. B ch «ttltt- -venfalls unterwegs.
vierte Wiesen verwandeln, daß nach den Beroch» nungen des Geheimrats Fleischer insgesamt l rund 163 Millionen Doppelzentner gutes Kloe- grasheu zu gewinnen wären, was einer Unter» pgltsmenge von fast zweieinharb Millionen SEck Großvieh entsprechen würde. Wollte man