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MW Neueste Nachrichten

Hessische Abendzeitung

Kaffeler Abendzeitung

9. Jahrgang.

Fernsprecher 951 und 952.

Dienstag, 28. März 1919

Fernsprecher 951 und 952.

Nummer 95

Drangsalierung der Deutschen an der Saar

Sie Kaifer-Abdankmß

Kronvrin- hätte bervdrtet während in Wabr- »ei> tni- vkun mr nicht verbandelt worden wa^ «nt> keine Erklärung von ihm verlang. Graf Wesiarv folgert aus diesen Vorgängen mit Recht, dasi Prinz Mar 'einer Stelluno nicht ge- «wachsen war und t-inen Begriss von ftaatsr'cht- fhf-ET und gvschichtl'cher Verantwovwna ge­habt bat und dab sich der Kaiser von seinem ersten politischen Ratgeber und von seinem Vet egt verraten sah. d-r bei Uebernahme des «kinres ansdrsicklich erTTä1" hatte er tue es. um v!e Dynastie zu retten. Ten Einfluß dieses en<ftbcrhaItS aitf die seelische Strömung des t?arer§ tote auf die sachlichen Erwägungen »her dir weiter zu fassenden Enssch'üsse darf Rremand üLcrseben. der sich ein Urteil über die sinchtbare Tragik des 9. November bilden totff.

Harte BedrSürmg.

Französierungs-Maßnahmen.

tDrahrbertcht.l

Zürich. 24. März

alliierten Kreisen der Meinung ist, baß der Vorfriede die Bedeutung ernes end­gültigen Friedensschlusles Ifaoen werde Zu diesem Entschluß trug d'-e Erwä­gung bei, datz bei dergrotzen Aabl der ver- tragschlietzenden Nattonen die Ranfikattcn dei Verträge wohl sechs Monate beanspruchen wer­de und datz es nicht angche. die Wett futem weiteres halbes Jahr ohne den ersehnten den -u lassen. Deshalb wird der Parts-r oder Versailler Borsriede eine besondere Wellung m der Geschickte finden. Ern Mailander Blatt meldet aus Paris: Ptchon erklärte trn Kam- merausschutz für Austoürf.ges auf eine »«* frage Renaudels. er rechne nut demAbschlutz d c r Besprechungen der Alilrertenkonfe- renz für Ende März. Tas Erntresfm der deutschen Delegation sei für drc erste Woche des Monats April zu erwarten.

Sie ZszialWn-KsMeA.

Gegen Vergewaltigung. Die Rötefrage.

(Drahtbericht.)

Weimar. 24. März.

DieZüricher Potz" meldet aus Saarlou's: Am 10 Mär,', hatte der französische Komman­dant in Saarlouis zusammen mit dem Leut aut Balof das Kollegium der Mädchenschule zu sich kommen lassen und diesem deutschen Leh. rerkolleaium in französischer Svrachr Borwürfe gemacht, daß cs für Deutschland wirke. Ich kann FHnrn nur versichern, erklärt- der Kom­mandant. daß Saarlouis schon französisch tft. Die dürfen deshalb nicht weiter den Saß gegen die Franzosen schüren. Der franzö^schr Oftt- zier gab den Lehrern zu verstehen, daß, wenn sie seinen Anordnungen weiteren Widerstand entgegensetzen würden, er sie a u f d a S r e ck t e Rheinuser ab schieb en würde. .Weiter stellte er die Behauptung auf. der Beigeord­nete August Klein von Saarbrücken reife nächster Tage nach Paris, um den Anschluß Saarbrückens an Frankreich zu bewirken. Am folgenden Tage ließ der Kommandant den Kto- chenchor und die übrigen Gesangvereine kom­men. und forderte sie auf. gelegentt-ch des Ein­zuges von Marschall Fock Ende März in Saar­louis bei den Empfangsfeierlichkeiten mitzu- wirken Die Vereine lehnte« diese Zumutung ab Am 17 Mörz rief der Kommandant, die Stadtverordneten von Saarlouis zusammen, um mit diesen darüber schlüssig zu werden, in welcher Weise sie Fock empfangen wollten. Die Kosten des Empfanges sollten von der Staats­kasse übernommen werden, wenn Saarlouis französisch werde. Einem Stadtverordneten drohte der Kommandant bei dieser Gelegenheit die Ausweisung an. wenn er noch einmal die Nachricht verbreite. Saarlouis werde niemals französisch. Unter unerhörten Bedrückungen der deutschen Bevölkerung von Saarlouis p ante man einen theaterlmften Au'zng der den Va- ; rifern und auch der Friedenssoufer'nz «ich. vorhandene Shmpathien vortäuschen sollte.

Gegen Frankreichs Annexionswut.

Frankfurt o. M.. 24. März. (DtahtberichK) Gestern hatten sick die politischen Parteior­gan i s a t i o ne n v o n F r a n k f u r t m,t der einzigen Ausnahme der Unabhängigen tm Scknmanntbeater zusam nengesund n. um m t einer kcaftvo^en Kundgebung gegen die f r a n z ö sis chen G ' ste a u f d as ker ii- de ntscke Saargebiet Einspruch zu eche- oen Als Hauptredner lvrack de- Leiter des hessischen Bildungstocsens Processor Dr. Stricker Si-rauf wurde eine Reibe von Te­legrammen verlesen, darunter ein sol^s des Reichspräsidenten Ebert, des Ministerpräsi­denten Scheidemann, der Retcksminister B r o ck d o r f f - R a n tz a u.V r - «ß. E eber gcr. des Staatsmimsters Sh d o w, Friedrich Naumanns und Bernstorffs. Rack einer Debatte wurde eine Entschließung angenommen, die die Regierung Und die Ra.i- onalversammsnna auffordert, eine langer an­dauernde BescUuna ebenso wie eine offene An­nexion t*S SaargebieteS zurückzuweisen.

Foch und die Rbeinlinie.

Basel. 24. März. lDrahtbericht.) Rach einer Meldung a«S Varis erklärte Sme a.

dem Vertreter eines Pariser Blattese daß Frankreich umsonst gekämpft -a»', wenn es nickt die R h e i u l i n i e er'ange. Das Sozialistenblatt to ist in einem Senat'ileDmt aller Schärfe die Forderung auf das unke RLetuufer zurück, d'.e durchaus unsinn-g fei.

Dorfriede und endgültiger Friede.

Bern. 24-z (DrahtderüSt.) Da? .In- telltgenzblaw' meldet aus Mailand: Mailan-- ba Blütter erfahre aus Paris daß mau i«

Erzberger erhebt Protest.

Berlin, 24. März. (Drahtbericht.) S« einer im Sportpalast abgehaltenenProtest. Versammlung gegen d'e Zerstückelung Deutschlands führte Reichsm,nister Erzberger unter anderm aus: Die Worte TtzilsonS über Polen werden m i ß b r a u cht. In einer seine--Botschaften fordert Wilson, daß alle strit- licen Gebietsfragen so gelöst werden sollen, daß keine neuen Elemente von Zwist »md Gegner- sckaft und von Friedensgefährdung gesckaffen werden. Aber die Polen ziehen den«Weg bet strutalen Gewalt vor. Artikel 16 deS Waffen, stillstandsabkammens schließt das Betreten von Danzig und der Weicksel durch dir .

Das deutsche Volk erhebt einmütig l-'eichen Protest, daß ein in seiner überwiegenden Mehr­heit deutscher und deutschgesinnter Teil seines Gebietes vergewaltigt werd en sou. Deutschland ist bereit zu einer Peutralisier'.ng der Weichsel, wenn Tauzig als Freihafen ein- aeschloslen würde. Das deutsche Volk kann und wird einen Frieden, der mit dm Annexion von Danzig, Westpreußen, und eines Teiles von Oberschlesien belastet wird, nicht untet- eignen. Mas dann kommt dafür überlassen mir die Verantwort,tng einzig und allem der Entente. Sofortige Herausgabe nuferer Kriegs- und Zivilgefangenen fokor- t-ne Auss-ebung der Hungerblockade sind die Punkte, die mir fordern. Als dritte Forde­rung stellen wir auf die sofortige Räumung der besetzten Gebiete. Deutschland kann nur dann seinen Berpklichtlingen Nachkommen, wenn es völlige Bewegungsfreiheit besitzt.

Ma^enkimdgeSungen in Berlin.

Berlin, 24. März. (Drahtbericht.) Rach Schluh der Versammlungen die heute in ver­schiedenen Stadtvierteln über die Frage der Sostrennung deutscher . G ev ietc stattaefundm haben, begab sich em Teil «- Besucher in geschlossenem Zuge nach dem Reichskanzlerhause, um dort die gefaxte Ent- scbließung zu übergeben. Der Bizepräßdent be» Reichsminisieriums Schiffer frtclt darau, von einem Fenster des Reichskanzlerhanses an eine Ansprache, in der es heW: Namens der Reichsregierung habe ich bte EntzchließUna, d.e

Die Konferenz des sozialbemokrat.schen Parteivorstandes und der Kontro-kommaß. n der Fraktion der Nationalversammlung wurde spät abends zu Ende geführt. Die Aussprache über die politisch organisierte und nrumzielle Lage der Partei endete mtt der Annahme ernes Antrages, datz für die V^ngstwoche em Parteitag wahrscheinlich nach e i ma r cinberufen werden soll. Eme gegen ctve Stimme angenommene Entschließung erneuerte das programmatische Bekenntnis zum -<-clbst- b e st i m m u n g s r e ch t d e r V o l k e r und er­hebt feierlichen Einfvruch gegen lebe Veraetoaltiguna deutscher Volks- g e n o s s e n. wie das in Posnr, Ost und WM- preußen. in dem ^kerndeutschen Danzig. r Schleswig-Holstein. <$dfcncn und

Rbeiugeb'et und m Teutsch-Oesterre w von feindlicher Seite geplant fet. Neber dre Rat^ frage erstattete Präsident Sckeibemann ein längeres Referat. Aach längwr Ausspra­che gelangte schlietzhch gegen funf S«-n und eine Stimmenthaltung eine Entschließung zur Annahme, in bet unter anderem iede Form einer Räte-Herrsckaft abgelehnt wirb und aemötz bem Erfurter Programm baS Bekenntnis zu den Grundsätzen bet 'S emrat - sseruna festgelegt wirb. Ferner würben schleu­nige unb burckaroifenbe Maßnahmen zur - e- mokratisierung der Städte und Gemeinden ge­fordert Die Sozralisieruna könne in einem durch vier ickWere Kr-egsiahre verarg ten Lande nur f<6ritttoeise erfolgen Zur Mitwirkung an den Sozialisserm-gs' atzn h- men zur Kontrolle ioiiaWr*« Betriebe und ,UT Ueberwachnna der Gütererzeuanng werden gesetzliche Arbeiterverlretungen geichatren.

3ttfertton«»teUt; $t« fiebengtfpaltete Z«w Mr antii

35 m, ReNamezeile für tlnbelmifdie Sefdjifte 75 Pk^ füt aufroätttge s» »«T yi

Di, «efitltt »ratfien 9ie»ri*ten «tf»elncn roöd),ntUd> fe<fc«mal imfc troax a « Brr,., un» tR.bam«.

(jtne Fälschung am 9. November.

Gras Westarp verösfentlicht in derKreuzzcl- mua" einen längeren Artikel, der von der Hin- dcnburqichen EÄlärung über die Beweggründe ber Flucht des Kaisers nach Holland ausgehl. Diese Enthüllungen sollen beitragen, dav die Bekanntmachung des Reichskanzlers Prmo Mar von Baden vom 9. November mittags d e mit dem Satze begann: .Der Kaiser und> Konrg hat st» entschlossen, dem Throne zu entsagen , rweifelssrei als das erkannt wird, was sie rst.

eine Fälschung". Westarp führt u. a. alt«: "Während in Span die Beratungen des Kar ers Mi- militärischen St-Hen stattfandeu, liefen am 9 vormittags fortlaufend telephonische Nachr.ch ten vorn Reichskanzlerami ein, in denen bte s o- forttae Abdankung geforbert wurde, da sie das einzige Mit'.el sei, um den bl - gen t tra.benkamps in Berlin und den Bürgerkrieg zu verhindern und bi - Monarckie als solche -u retten. Roch eingehenden Besprechungen faßte ber Kaiser Den Entschluß, bem Reichskanz­ler mitteilen zu lassen, er sei bereit, al? bcu f* t Kaiser abzubonken. wenn daS das einzige Mit­tel sei. um Dlutveraietzen zu vermeiden: er wolle keinen Bürgerkrieg, aber er wolle Kö­nig von Preußen bleiben und das Heer in geschlossener Ordnung in die Sei-mat z« r ü S f ü h r c n. Der Kaiser ord­nete an. bas diese Erklärung zunalss schriftlich a-bg faßt von ifep. genehmigt uns unters ^rieben vrfi al«dann nach Berlin mitgeteilt werden solle Der Reichskanzler hatte inzwischen, ohne die in Aussicht gestellte Mitteilung abzuwar en, bereits jene Dekanvtmachuna erlassen: das wurde 2 Ubr 10 Minuten vorn R«rl>?kau-leramt televdsrisch gerneld t Auf Grund dieser Um­stände stell- Gras Westarp fest. .Bei dieser Sach Und Rechtslage war also die Bekarntmachung des Reichskanzlers Prinz Mar von Baden eene

5 er Anna schon deshalb, weil sie zu einer Zett veröffentlicht wurde. alS die Entschließung des Kaisers noch nicht festgekegt und mitgeteil- wor­den war. Sie stand aber auch in Widerspruch zu den Tatka^en, da sie aussvrach, datz der Kai­ser auch als König von .Pre"ßen «bg-dankt habe und da sie die kaiserliche @trläntna über ten Verzicht als Kaiser als eine unhedtntt? und Tttbaitltiae behandelte, während die staa liche W-rssanike-t des Verzi-^te? noch von Stritten abhänaia war. die ber Reichskanzler als versa kUnasniätztg vercm'toor^licher Leiter ber Reicks vdftt-k zu unierrebmen hatte Gras Westarp weist auch mit Recht baravf hin. daß auch die Gründe des Kanzlers für bb Abdankung, bi» et nach Dvaa gen ober hatte, den Tatsachen nch »ntsvrochen batten. Die Auffassung, burck bie «Ddankuna de? Kaisers sei bie Dynastie zu selten, war falsch, wie sich hinterher zeigte. Ebenso falsch ift ber auf bm Kronprinzen bezügliche Teil ber Bekanntmachung des Kanz­ler?. Es bietz darin, datz der neue Ka Fler so Hange im Amte bleibe, .bis di» m:t ber Abdan­kung des Kaisers und bem' Thronverzichte des Kronvrinqen verbundenen Fragen geregelt sind." Daraus mußte geschlossen to rbe^. bet

Muü über die MarNe-Schlacht-

Einzelheiten aus der Schlacht.

<L»»»tbrricht.l

Gens, 24. März.

M-direkt wird ans London gemeldet: Gene- get Kluck bat bem Aorresponoenten eines Lon­doner Blattes folgende Einzelheiten über bte Karnesarlacht erzählt: Man sagt, bafc ich bte an ber Marne verloren habe, weil ich KKtne Truppen durch Gewaltmärsche erschöpfte. Wavr ist. baß ich vielmehr n ,r unter 'Bro» te# vorgerückt bin, nachdem i.t dreimal »en Beseh! erhallen halte, zu marschieren. Die­ter Befehl kam vom Kroßen Generalstab, wo ewrcl Moltke Eb-f war. Man beachtete Memo Einwände nicht, tvotzbem e3 aus der Hand lag. datz, wenn die Franzosen in und um Parts Streitkräfte fänjenttierten, mein rechter Ulüacl bedroht war. T<r deutsche Generarstab Htterschätzte vollkouimcn den Wett der franzost.

schon Reserven unb befahl auf Mt Aftick, ins anaetoisse hinein vorwattszugehen. Ich mutz.e gehorchen, und ick tat gut, mein 5- Armeekott»s auf die reckfte Flanke zu schicken,Bei den dort .olqenddn wütenden Gege'iangrnen der st>an- 'östschen Truppen wußte ich sofort, daß es für Mch nm einen Ausweg, gab, die Rettung m ner Armee. Ich lieb mein Korp? sich w um sich selbst drehen, daß es stets eine neue Front genau in der Anqrisfsrichtung der Engländer und Franzosen bildttc. Dadutck.konnte ich andere Armeekorps zilrückziehen. Dies RuctZugSma- ,-över wurde von den Feinden zu spät erkannt. Wenn sie schneller gewesen wären, hatten sie den Mckzug in eine Katastrophe verwandelt.

Prerchm-Tasung.

Die Frage der Zerstückelung Preußens lDrahtbericht.)

Berlin, 24. März.

In der Sonnabenb-Sitzung wurde die Be- sprechMig der Auftagen über die Lostreunnngs« desttebumreii in Preußen fortgesetzt. Rvg. Kastor (Ztr.): Wir sind für die Errichtung em« rheinisch-westfälischen Republrk. Wir waren uns klar, datz bei den FranzoieS die Annexion mindestens des linken Rhemufer« beschlossene Sackte war, urtb die einzige Mog» sich kett, dem deutschen Vaterlande das link« R h e i n u f e r zu erhalten, erschien, uns dne Bildung einer eigenen weltlichen Reyumtt. Wir erstreben die Errichtung einer westliche« Republik als tteudeutsche, die unter tonen Um* ständen vom Tentschen Reiche getrennt werbe« soll. Wir fordern von der Reichsregrerung bi« schleunige Vornahme eines Referendums übet d e Frage ber rhomisch-toeststfattscken Re nbliL Mit den Alliierten sind Wir in keinerlei Ver­handlungen eingetreten. Wir Wünschen, daß die konfessionelle Volksschule unter keinen Umstan- den zertrümmert wird. Tie westdentsche Repu­blik Wird Frankreich jeden Vorwand nehmen, zur Begründung eines Pufferstaates. Wir hof­fen, deni ßieiche durch unser Veralten rm da* rerläindischen Sinne zu dienen. (Lebhafter Wi- ^^Abg^Stöcker (U. S.) protestiert gegen die Errichtung eines Pufferstaates ?n A-esten mck wünscht datz Deutickland möglichst nnversehtt aus dieser Katastrophe hercmskormne. W Moldeichauer (D. Dpt.): Wir wenden uns ein­mütig go-en alle Versuche. Preußen m einzelne Gliedstaaten anfzulöfen Das ist der Weg zw rück in die Kleinstaaterer. Abg. ,v. d. Asten (Deutschnatt): Meine Fremtde kkrmmrn der gestrigen Erklärung de.S Ministcrvranbenten rückhaltlos zu. Ter jetzige Paragraph 15 bet Reichsverfassung kann durch einfach« Alevr- kieitsabstrrnmun'g des RevchstMes zu emer Au^ tctliiutct fuhren. -T^d) ertodtte,

die Reaierung unter affen Urnftänben verhin­dert. daß dieser Kommissionsbeschluß Gefttz wird. Aba. Limbertz (Soz.) erftatt, bte Be­gründung einer Meinrepublrk wurde sofort den Generalstreik nach sich zrehen.

Demokr.>: Die Demokraten sind mit aller EnH- toic'bßTt'fieit aeaen biß ErrvchtunH einer tMwestfArschen Republik und anch ^S^ Ne PolksabstrmMung. Wir wollen alle bei Prew ' Ken Ma'iben unb erwarten nur, daß die Selbtz- t Verwaltung für die Zukunft in vollstem Maße : ^'^Mont^g?'Uhr: Fortsetzrwg. Schluß 5 Uhr.

«in neue- Veamtengesetz.

Weimar, 24 März. (Drahtbericht.) In einer Verhandlung von FraktionSverttetern von der Demokratischen Partei war Oberbürger­meister Koch- Kassel entsandt worden mit der be-ttschen Beamlenscknkt wurde am Sonrn abend eine Einigung über die Gnindsatie eine- neuen BeamtenrefetzeS erzielt Die Beantten- fragen sind danach endte beS Reichs, vor allem die Grundsätze über Anftelluuas-, Besoldimas- nnd Pensionsverh^ltn'Ke weben s"Wc,t nur möglich gleichmäßig sestaelegt werden.

Sie letzte BnfiAeihmta.

Oberbürgermeister Koch über die ftrrcktbare Lage.

Kassel. 24. März.

In einer gestrigen dentokratiscken Tagung wandte sich Oberbürgermeister Koch gegen dir Anfickt rechtsstehender Kresse, Man hätte die ent­würdigenden Waffenstillstandsbedingnngen der Feinde ablehnen sollen. Eine solche Ablehnung wäre unzeitig gewesen, Hütte Bese.,img weiterer Landesteile, Kohlennot, Hunger und Chaos be­deutet. Die letzte große Entscheidung unseres Volkes kann erst getrcff-n werden, wenn es sich nm den Fri e b e n handelt. Dann bat das Volk zu entscheiden, ob es einen schmachvollen Frieden anuimmt oder lieber untergehen will. Heber die innere Laoe sagte der Oberbürgermeister: Gelingt eS nicht die unselige Krankheit, die unser Volk befallen Hai, wieder i bellen, sielmgtes nicht, jährlich für secks bis acht Mill- arde . Anssuhrwaren zu produzieren, sch können wir auch keine Lebensmittel vrm Akslande ein- lausen. Tann stehen wir vor der größten ,e- f hr, die Deutschland je georoht hat: Wir kon neu nicht mehr unser 70 Millionen-Loch son­dern nur noch Ö0 Millionen ernähren und zwin­gen den Rest, wetm ec gut geht, zum Auswrm- dent, ober aber zum langsamen Berhnnger«.