ffrtitaö, 21. Mär, 1919.
Kasseler Neueste Nachrichten.
* Ke.hrZarrg.
Ei«« Note Erzberger»
M.
(Drahtberichi.)
'nil
srriaruugm s. daß sie
Vie Haltung der Seeleute, U tu Versorgung in Frage gestellt.
FLnfnndsechrig Menstjahre.
Wer kennt ihn nicht, den greisen Galerie- aufseher Gustav H o ß f e l d, bei ungebeugt, in stolzer altsos^atischer Haltung die Schätze der Bildergalerie hütet? Ohne die Nembrands, Rubens. Iordaens und i h n kann man sich die Gemäldegalerie kaum vorstellen. Seit mehr beim dreißig Fahren versteht er allein an die- er Stelle seinen Dienst. Und wenn er heute, am 20. März, auf funfundscchza dem Staate geleistete Dienstjahre zurückblrckt, so wird er ebenso erstaunt befragt werden, wie gelegentlich des letzten Kaiserbesuchs in der Galerie vom
Ihre Mutter empfunden. Hai mir Ihr ver- storbener Großonkel bereits durch seine Erräh- langen oingeflößt. Mer da wir einmal über diese Sache sprechen — auch ich habe das Gefühl, als hätte Ihr Fräulein SckHvefler rrsend etwas gegen mich, und da- beunruhiat und aitäft mich. Sie haben ganz recht. Fred: irgend etwas ist da nicht klar. Lieber Fred, ich wäre Ihnen so von Herzen dankbar, wenn Sie herauSckekonnnen könnten, was Ihr Foäu lein Schwester gegen mich einnimmt*
Fred sah erregt im das blasse, ruckende @e> sicht des Barons.
lernte, wer mit ihm plaudern durfte, staunt und freut sich der Frische des Jubilars.
Gr. der letzte Unteroffizier aus dem alten kurfürstlichen Leibgarderegiment, diente dem letzten der hessischen Kurfürsten, folgte ihm in das Eril nach Prag. legte ihn dort auf daS Paradebett. kehrte mit der Leich« des kurfürstlichen Herrn nach Kassel zurück, wurde Hüter des hessischen Staatsschatzes, der lange an der Schönen Aussicht aufbewahrt wurde, und Kam dann zur Galerie. Do diente er etom Kurfürsten drei Kaisern, einer Rcvolutionsreaie- rnng und daneben noch dem Landgrafen, war ein guter sorgender Pater und ver'o'gt mit brennendem Interesse die Ereignisse der ?eit in dem starken Hoffen, daß Deutschland tot’ber so glücklich werde wie es früher war. Den Hut ab vor diesem Jubilar I . H.
. Verlin, 30 März. (Drahtbericht.) Reichsminister Erzberger hat bunt eine Rote in Spaa bei bei Entente um baldige Aufklärung ersucht, ob die bisher amtlich unwidersprochen gebliebenen Meldungen der englischen und französischen Presse über die Erklarnngm Lloyd Georges und Pichens, daß Alliierten sich in keine Debatte mit den T<___
scheu über den Vorfrieden einlassen werden, als zutreffend angesehen werden müssen. -
WS der Baron mit seinem hinten Freunde smn Schießstand schritt, sagte Fred „Diele Fortschritte werde ich voi
„Haben DU Ellinor noch nicht selbst darum gefragt?*
Der Baron nftrfte düster.
.Ja, aber sie wich mir aus und wies mich kM zurück, als ich sie fragte, ob Sie mir zürne. See muffen mir helfen, das aufziMiren, lieber F-T«?-, Das wäre ein großer FreundschaftS-
Fred nickU eifri«.
Ja, natürlich. Ich werde es schon heraus- bckomnwn — schon Ellinor zuliebe will ich daS. Denn ich fühle es, sie qnäst sich da mit etwas hemm Ich habe sie sogar einmal überrascht, da hatte sie rotgelr-emte Augen. Und feh Diut- teri T 0be habe ich Ellinor noch nie wieder toei» nen sehen.(Fortsetzung folgt.)
In den „WinzerOuben", Das, was man Stimmung nennt, waltet in diesem Brettl. Das
„Diele Fortschritte werde ich vorläufig nicht wachen, Herr Baron, da ich im Oktober das Gymnasium besuchen soll. Aber fern ist es doch, daß ich erst noch mit dem Gewehr umgehen kerne. Mein Vater hatte es mir «sch schon versprochen. Run habe ich schon die Anfangs- studren hinter mir, wenn er kommt.*
„Ihr Herr Datei wird mm bald kommen, 8fteb ?*
Ein guter Rat.
Der EHes eine- größeren Geschäfts kn einer $rwht}ftai>f hatte seit einiger Jett bemerkt, daß fein erster Buchhalter, den er, nebenbei sehr schätzt, in eine tiefe und dauernde ^chwenmit verfiel, aus der ihn nrc.rü h-raus- retften konnte. Er tat sein ®efs?5. nm ihn «ufSunMprtern und versuchte auch mehrmals, mm aitr den Jahn zu fühlen, um zu hören, was es wäre, das so schwer ans ihm laste. Aber er bekam keine Antwort. Eines Tages in- dessen entschlüpfte dem jungen Mann das v» heimms: er war verliebt.
Ein Eherner Fnnkfpruch an Wilson.
Thorn, 20. März. (Drahtbericht). Die THorner „städtischen Körperschaften beschlossen die sofortige Absendung eines Funkspruches in englischer Sprache an den Präsidenten Wilson, in dem nachdrücklich gegen die Pläne b e r Zerstückelung Westpreußens und die Abtretung von Thorn an Polen Verwahrung etnleat und Präsident Wilson drinaenv gebeten wird, gegen die Abtretung dieser Provinz und Thorn zu stimmen, daS zu zwei Drittel von Deutschen bewohnt ist.
Die BechMdlungeK in Posen.
_ . Abbruch bet Beratungen.
< , : (Drahrbericht.)
Berlin, 20. März.
DU" Verhandlungen der Unterkommisston der deutschen WifseustillstandSkommikston mit bet interalliierten Kommission zur Festsetzung der AuSführungSbestimutungen für die militärische Demarkationslinie sinst gef,ern früh in Posen abgebrochen worden. — Zum Ab. druck bet Verhandlungen in Posen wird bef Frankfurter Zeitung noch aus Bersin gemeldet: Die interalliierte Komm'ssion und die deuscher Delegierten haben Pofen verlassen und so bleibt also die Unsicherheit der Verhältnisse an der Ostfront bestehen. Das Ist bedauerlich, wäre aber leicht zn vermeiden gewesen wenn Herr N o u l e n S nicht von vornle eia hie Partei der Polen ergrif-en hätte, sondern sich bewußt geblieben wäre, daß die polnischen Land Steile staatsrechtlich immer noch deutsches Land sind nnd die Entssigidung über ihr Schicksal nicht einer intera'likerten Kommission kn Posen, sondern der Friedenskonferenz in Paris Vorbehalten ist.
„Ja, wir haben sie unsagbar geliebt und, kannte, habe ich eine große Hochachtung für Vevedrt. nnd können es den Lossower Der--1 <m-*^----*-*•••■*■ — H
wandten Nicht verzekhen, daß sie unsere Muster ictzschweigen wollten. Gelt, Herr Baron, SU tarieren den Wert eines Menschen wicht nach solchen Aeußerlichkeiten?"
MMTvsnAfföN
tS) von s. Couetl S-Mahlee.
Wieder war Fred eines TaaeS in Lindeck. Der Baron batte ihm ein Gewehr versprochen, Fred sollte sich unter feiner Aussicht tot Schießen üben.
Hamburg, 20. März.
ißlet hat eine Massenversammlung der Seeleut« und Arbeiter im Zirkus Busch einstimmig folgende Entschließung angenommen: Die heu- ttge Versammlung der Seeleute aller Art verweigert die von der Entente geforderte AuS- lieferung der deutschen Handelsflotte und niadrt es allen Seeleuten und Arheitern zur Pflicht, die A r b e i t auf den Schiffen zu verweigern. Begründet wurde diese Entschlie- und da,mit, daß wir außer der von der Entente garantierten ersten Lieferung von Lebensmitteln nach Auslieferung unserer Handelsflotte keine Gewähr dasür^haben, auch tatsächlich weitere Lebensmittel zu erhalten.
Einfgu«gtverhattd;«n-,en im
Berlin, 20. März. (Drahtbericht). Die ReichSreaiernng bat Verhandlungen mit bett Hamburger Seeleuten eingeleitet. Es soll unter allen Umständen bie Ausfahrt der Le denSmittcldampfer für diese Woche erreicht werden. — Der deutsche Transpo tarbeiterver- band. Sektion Seeleute, vrrte'sie gestrrn abend ein Flugblatt, in dem er sich gegen den Bescklun der Hamburger Seeleute, keine Schiffe ausfahren zn lassen, wendst und Betont, dass die Seeleute trotz fremder Flagge unter deutschen Recht imb Kommando stehen.
liche Liste auf, nur die soziardemokrat. Partei schloß sich endgültig davon aus.
Vergeßt der treuen Toten nicht!
Am Sonntag öffneten sich die Tore der Turnhalle der Kasseler Tnrnaemeinde 1848 erneut dem Turnbetrieb Schlichter VLattschmuck zierte den Raum. Am Aufmg neuen Leckens stand eint Gedächtnisfeier für h-e grfallen-n Turiwr! Chöre des „Simckränzchen* aaben fftot mungentsprechend m Auftakt urtb bann gedachte der fteCvtrtrefentx Vorsitzende ber Kasseler Turnerschaft, Herr Herzog, mit herrlichen Worten Derer die nicht an die geliebte Turnstätte zurückkehren. Zweinnddreißig Mitglieder des Vereins sanden den Heldentod Nach echt deutschen, von Viktor Fei-gk verfaßten dichterischen Worten, die ein Turner und eine Turnerin sprachen, wurde eine von der alten 48er Fahne bedeckte Ehrentafel enthüllt. Und wieder Chorgesang des „Sin-gkränzchen*: dann schloß die Feier, der Hunderte, Angehörige der Gefallenen und Turner, beiwohnten. Mit dem Gedächtnis der treuen Toten tot Herzen, sollen nun Bausteine firm Neubau des Vaterlandes herbeigetragen werden.
Lokalnachrichten vom Taee.
Neues aus Kastel
Morgen ist Urühiings-Anfang...!
Sieht'S näck^Frühling ans? Aenpstliche Gemüter raunen sich schreckliche Gerücht« zu, es käme eine neue Kältewelle, verschlinge die lctzren, teuren Kohlen — wenn überhaupt noch .das winzigste, Nestchen vorhanden -st — und die unbehandschuhten Händen gleichen noch öf. tcrs gesottenen Krebsen ... Zweifel über Zweifel!
Stark im Glauben an die Wissenschaft aber bekennt der Sternsorschrr: „Mit dem 21. März — dem Tag- und Nachtgleiche — tritt bie Sonne in ihrer scheinbaren Iahresbchn aus bent Zeichen der Fische in das dez Widders und überschreitet den Schnittpunkt des Aegua- torS mit der Ekliptik. Damit beginnt also im astronomischen Sinne der Frühling und das Tagesgestirn verweilt an diesem Tage von 6 Ubr abends an. bis zum 24. September, 4 Uhr früh, während des Zeitraums zwischen den beiden Tag- und Nacktgleichen nördlich vom Aeqnator. Die nördliche Halbkugel «mp- ängt in diesem Halbiahr mehr Licht und Wärme alS die südliche; die Tagesdauer übertrifft die Länae der Nacht, und die Wärmemengen, die uns das Zentralgestirn in den folgenden Monaten freigebig spendet, führen allmählich die wanne Jahreszeit herbei.
Danach haben wir Frühlingsanfang und müssen daran glauben. Und wenn erst der Mnteesiberzieher mit dem Mottenpulver Bekanntschaft schließt nnd Iveißgek'eidete Mädchen im sonnigen Freien nach Veilchen suchen ... dann ist wahrhaft Frühling auf der Welt!
Tanzspkele Ruth Schwarzkopf.
Ruth Schwarzkopf ist wieder da! Und sie bringt den alten Zauber mit — nein: vermehrt' Das Faszinierens« ihrer ganzen. Art ist auf den Höhepunkt gestiegen. Ihre Kn;:'! hat sich verstest, der aparte, süße Reiz ihrer Erscheinung sich verstärkt. Ihre Schönchen ifl reifer geworden, es hastet ihr etwas verklärtes, veredtftes an. So auch wird ein .Cbopins-Ver Walzer* in seiner wundervollen Vertiefung zum eigenen Erlelmis, oder Webers „Anforderung zum Tanz* im wetten Bieckermeierröchchen blaßgrün und weiß. Rosenkuvsmu als Schmuck, em unvergeßs-iches Vikd füß-keuscher Mädchen, baftivkeit. Alles an Ruch Schwarzkopf atmet IndMduakstät' Alles ist Schönheit an ihr Grazie, Geschmack!
Dieser schlarcke, weich« Körper mit feiner Herden, süßen Frisch«, ist so wimdensam geschmeidig, fr> förnrlich vollgesoqen mit Musik; K>ne köstlichen Bewegungen sind Bilder und fstmnnt Lieder. Die Technik ftibli man kaum. Zit geht verschmolzen wie seMstverftändlich mit der Seele dieser ganzen Kunst Hand in »and. Abwechselnd mit den weicheren, verträumteren Tä.ozen kommt wieder ein BAd ivie es nur Ruch Schwarzkopf tanzen kann, beWielrweise die „Amazone* von Schirbert oder der wilde feurig« „Herentanz* von Do- well, im grauen Kittel mit fliegend brandroten Haaren, oder „AnitraS Tanz* von Erreg, ein« L>tud-e in Bl aß lila und Cw!d mit flirrend-n braunen Ketten ... Die Schönheit der Kostüme zu beschrecken. wäre überhaupt ein Kapitel an sch, aber es wäre dock» nur Halbheit, weil bie Lanze Verschmelzung her Tänzerin mit dieser persönlich-aparten Pracht erst das Bild vol-' lenden kann. DaS Publikum schien ganz im Bannedieser schönen, jungen Tänzerin und ub-rschuttete sie mtt Beifall. E p
Preußen ist eine RepucklÄ, bann ist eS lächerlich, wn iParagraph la zu sagen: die Hohenzollern sind abgesetzt. Paragraph 1 wird unverändert nach den Beschlüssen deS AuSscknisses angenommen ebenso Paragraph 2. Die Weiterberatung wird auf Donnerstag drei Uhr vertagt.
.92ein, Fred, wahrhaftig nicht!*
Fred sah ehte Weile schweigend und nachdenklich vor sich bin. Dann atmete et tief au" und fragte zögernd:
„Herr Barmt. weiß meine Schwester, daß Sie anders als die Lossower über unsere Mutter denken?*
„Ich weiß es nickst. Mr Haden wohl ttoch nicht davon gesprochen.*
„Hm!* machte Fred nachdenklich. Nach einer Weile ftchr er fort: „Nun kt — mit fremden Menschen spricht man auch nicht über so etwas, was einem am Herzen liegt. Aber wir sind dock Freunde, nicht wahr?*
Lächelnd legte der Baron seinen Arm um Freds Schukter und sah Ahn mit warmem AnS- dnrck an.
„Ja, Fred, wir sind Freund« —
„O, da danke ich Ihnen. Ich habe ein so großes Vertrauen zu Ihnen, daß ich alles mtt Ihnen besprechen könnte.
„Dai freut mich, lieber Fred. Aber nun lotsen Sie mr.r mal erst, warum Sie wissen wollten, ob ich mtt Ihrem Fräulein Schwester über Ihre Mutter gesproch-en hacke?*
Fred fögerte eine Weile, dann sagte er rasch:
„Es kst nur, weil ich meine Schwester in bezug auf Sie nicht versiehe. ES ist da etwas UnflareS, was ich nickt verstehe. Manchmal scheint es nrir. al» gälten Sie Mr sehr viel obwohl sie «S nicht zu-gibt: dann ist »S wieher, a& bebt Ellinor etwa» gegen Sie. Da (Not irgend etwas vor, was mir unklar tft. Da dache ich mir, Sie hätten Ellinor — vrellejM unabsicktsich — in unserer Mutter gekränkt Darin ist sie nämlich sehr empstttdflch *
Hein, Lind eck lauscht« mit atemlosem Interesse. ,
„Nein, Frkd, da- hocke ick nicht getan. Scho« bevor ich und Ihr Fräulein Schwester
^Ia. Gott fei Tank. Meine Schwester hat sibteckliche Sehnsuch mich ihm. weil sie Am doch Viel Sänger nicht gesehen hat als ich. Mr bän- gen sehr aneinander, hätten auch den Verlust «nseret übet alle» geliÄsten Mutter noch nrcfrt ^überwinden können, wenn imsere taps-te Mllinor nichr ihren eigenen Schmerz bezsvun- K damit Varer und ich wieder Conme hatten.
Sie alauden nicht, Herr Boron, was Mr 9*1 berrluHer Mensch meine Schwester ist'*
Hein, Lindeck hatte andächtig Fredhs Wor- ßM gelonscht.
«Dock, Fredy, ich weiß eS — weiß eS ganz 5^27 *a — ich vetrhre .Ihre Schwester «gbar. Sie kst ein bewundernswertes Geck s. sagt- er bewegt.
Fredp nahm sich vor, das Ellinor getegent« M wieder zusagen.
, , -I«,' sagte er strahlend, „man muß sie be- WtoTWetn. Sie gleicht der $hitter tu allen Ulü^en, das höchste Loö aus Vaters Mnud«.* Paton Tindeck sah mit glanzenden Äu-gen "Hi Freds Gesicht.
Mutter muß eine herrliche Frau ge- stßesen fern, lieber Fred.*
Der Knabe nickte stol»
i wähs-n. dann der LLallpriisungS-, W'bl. toti EtatSsnrscknß und Si«c-f ist die Er-ärizunqS Wahl von sechs tocirj; .vLßiq «rS'chÄrmdr» Stadttären und ein-- we'.ler zmst»--tr7tr>' dtti vorzunehmen. Ter E at sann de-,'äusig n'ch serüggesi lll werden. Tie Beratung und dü nufftettrng soll unter der Mitarbeit der neue, ZrtadtvSter erfolge,!. Erst im Juni wird bti öffentliche EtotSberatong beginnen. Die Stadt verordneten werden deshalb den «»
mächtigen, bis Ende Inn, Ausgaben Lasier
des zu bildenden Voranschlages zu l i-tett
7- 988 AtbeitSlof« im Februar. Nach bete druckt des Stadt. Arbeitsamtes wurde bie <S*t werbS'osenfiirsorge im Monat Februar von 318 -rwachscnen männlichen Und LS jungcndliche« männlichen, von 278 erwadyfenen weibliche» und 247 jugendl clcn weiblichen Personen, intt» gesamt 98S, in Anspruch genommen. In' opt* )cken Werken kamen zahlreide Me-ckanike'- zu» Enttassuna, auch in der Tertilindustrie steigerts sich bne Arbeiik-losigleit, ebenso herrscht sie ht Ntr Leder, und Papierindustrie, im N chrn-<'K- uttz> Genühmittelgew-rbe. rm Vervielfälti. »ungsgetverbe und vor allem in kau'rnänrch teckmischon Berufen. Abaenommen bat "ie Arbeitslosigkeit rm Metallaewerbe bei den Schreinern und 'm Masergewerbe. Di« ?ahs der stellenlosen k ellner stieg nach dem Zugang ans dem Ausland zurück-ehrender ArbeitS- krätt»
--- Kein Haushalt >h*c Mebltese ve! M, der Magistrat mittet». Dtzt es sich nick' Über, sehen, ob rie seitherige «rot. und Mehl. Zuteilung aufrecht ertmtten bleiben kann, vr mahnt daher die Baushattungen, sich ein, Mehlreferve zmückzlck-a«n und verteil« zn die, sem Zwecke das Mehl. HM alS „Auslandsmehl« bekannt ist. Es Hande?» sich tatsächlich mfl Meol, das nach den gessftttchen Bestimmungen mit 94%iger Ausmahlung aus i n länbik-s-en, Getreide heraestellt toornen kst. Der Preissest. ,etzilng des Stadteinkaufs ist die Berechnung r<r Reichsgetreidestelle zugrunde gelegt Die Stad« fita’.'bte dieses Mehl j tzt als Rot- st a n d s. ft u w e i s u n g zur Verteflung brtn. gen xu müssen.
+ Festnahme eines Einbrechers. In bet letzten Zeit war bei einem Kaufmann in der Obersten Gaffe zweimal eingebrcchen worden. Den Dieben fielen für nuchrwe tausend Mark Waren in die Hände. Nunmehr faßte bie Kriminalpolizei bei Täter in bet Verson eines Maschinisten ans Bebra und setzte ihn hinter Sckloß und Riegel. Da ftwei- ftl an ferner Zurechnungsfähigkeit zu kläre«, waren, toyrbe er zur Untersuchung in bie Städtkaserne überführt, aus der er dann nackt« entwich. Im Hemd, nur eine Decke Wergs- tvorfen, begab er sich durch die Stadt nach seiner Wohnung in der Obersten Gasse, wo er schließ- l>'ch von der Polizei gestellt und nach harter Ge. genwehr überwältigt wurde. Die Kriegersanitätskolonne beförderte ihn wieder nach der Stadtkaserne.
-T- Die Zeit der Einbrüche. In der vergangenen Nacht drangen Einbrecher durch Erbrechen der TÜ« in die Hinteren Räum- einer Drogerie in der Hohenzollernstraße, r-ruckten grd, fier? Mengen Waren und erbrachen auch den Kaffmschrank. Ihre Bente bestand Hier aber nur in einigen hundert Mark.
Ein Weiterer Einspruch.
Berlin, 20 März. (Drahtbericht.) General von Hammer st ein erhob in einer Rote in Thaa förmlichen Einspruch dagegen, oaß die Gegner während der nächsten Zett Forderungen an Deutschland in der Werse übermitteln, daß kurzerhand eine Entscheidung der aflherten Regierungen in der betreffenden Fraatz prrtgetevtt werde. Diese Form fei, wie der deutsche Vorsitzende bervorbob, umso unge« wövalicher, als es sich dabei mttst um Forde- rur.-gen handle, die über die Bedingungen des Wasjenstillstandes htoausgingen. Herr von Hammerstein sprach die Ettvartting a.uS, daß die Formen, wir sie unter glechckerechtiet-n Staaten awgezeigt sind, in Zukuirfi gewährt werden. Er erinnerte daran, daß et bereits suüher einmal darauf Hinweisen mußte. General N u d a n t entgegnete, daß er sich Mühe geben werde, daß diese BorkoPmmiisse sich nicht wiederholen.
--- Allerlei vom Tage. Zum Bezug von Je Pfund geräucherten Fischs sind morgen (Freitag.) «mb am Sonnabend die 1 und 2 Personen-Haushaltungen der Bezirke 5, 6, 23 und 23 an der Reih«. Verkauf nur gegen bte Frschkarte in den städtifchen Fifchläden, 6et Klippert und Eblers. — Der Magisttat legt auf »te Festollung besonderen Wert, daß es NH bet den jetzt zur Verteilung gelangenden „Staffelet Suppen* nicht um die bekannten „fod fertigen lvten Suppen* handelt. — Die Schlack'träume deS städtischen Schlachtboses sind an alltn Wochentagen der Monate April bis ein» schließlich September lSommermonaiel vor, morgens 8 bis abends 6 Uhr zmn Schlacht.n sm vnu>«. — Gestern nachm'ttag beschlamahntt» die Stadtwehr in der Nähe der Fulda, brücke sechs Zentner Rartoffeln, die in einem Keller lagerten
„Soso, weiter nichts?* sagte der Ches. „Nq, so betraten Sie sie doch!*
„Ach nein * seuszte der liebeSkoanke Buch, haltet^ „sie ist aus einer der besten Famäkieu der Stadt, itnb die Eltern würden niemals ihre Zustimmung zu unferer Heirat geben!*
„Ach, Unsinn! Sie haben ja hier in meinem Geschäft eine ganz gute Stellung und einen guten und geachteten Namen. Ich will aem bei den Eltern des Mädchens für Sie sprechen. Liebt es Sie wieher?*
„Ja. ich weiß, daß meine Liebe erwidert wird, acker ich Weitz auck>, es würde nichts nützen, die Alten zu bearbeiten. Sie werden nicht auf Sie hören.*
.Ra, so entführen Sie si« doch! Kenne ich das junge Mädchen?*
„Ja, gewiß. Sie kommt nächsten Dien Stag ans Ihren Ball.'
„Hören Sie zu, was ich Ihnen sage," sagte d-er Chef. „Verlassen Sie ganz ruhia mit ihr zusammen den Ball etwas früher. Ich stelle Ettch meinen Kutscher Josef zur verftigmw. Er tvartet vor der Tür mit dem Wagen auf Euch, und ich werd: ihm Bekehr geben, daß er Euch nach dem Bahnhof fegt«, ohne ju kragen. Wenn Ihr wohlckehafttn fort seid, so Verspreche ich, die Angelegenhesi mtt dem Ba- ter des Mädchens zu ordnen.'
.Raten Sie mir wirklich brtw?- fragt« bet vetkiebte junge ®!ann erstaunt. „Meinen Sie, ich sollte a tun?*
,.Ja, ich rate Ihnen, das w,tun. So. nun will ich ein ftöhkiches wrd Bon-wnasvollsS &t'i cht sehen!*
Am nächstes Tage trug ber Jungt Mann der Geliebten die,en Plan vor, gegen den sie zwar anfangs Einwendungen erhöh, auf ben fte aber doch schließlich emßtag.
.Nun ja, wenn er uns wirklich dazu ermm». tert hat, fo nehmen wir ihn ecken beim Wort!'
Man kann' sich die allgemeine Bestürznua deiÄen, als man beim Ende des Balles er", fuhr, daß die junge Tochter des HauseF verpritzt wurde.
MUSnHfcnTffl Dtimnmng nmw. waltet in diesem Brettl. Da,
Aach der Einführung i;i das „Burq^zn Fricke-Trio, in be'ttr Harmonie einge^piflr.
Am da» Posener Stadtparkamenk.
Posen, 20. März. lDrahtberickt). Die Po- Jen hacken die Neubildung der hiesigen Staotverordnetenversammlung an. geordnet. Die Deutschen beschlossen an den Wahlen teilzunehmen, da bi« Polen sonst in den nächsten sechs Jahren eine rein polnische Stadtverwaltung haben würden. Die verschiedenen deutschen Parteien stellen eine einheit»
--- Der Zusammentritt des neuen Stadtpar. laments. Die neugewählten Stadtverordneten sind nun ofiziell zum Montag, 24. Mörz, abenvz 6 Uhr ein berufen worden. Die Einladung zu dieser ersten konstituierenden Versammlung Kommandierenden General: „Ja. wie alt sind I ging vom Bürgermeister Brunner als V rtrc- Sie denn?" Im Juni vollendet Gustav Hotz- ter des in Weimar weilenden Oberbürgermei- seid sein 86. Lebensjahr! Wer ihn näher kennen I sterS. ‘ "" ™ ' - —•