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zeichnet. Eine baldige Hermschaffung der deut­schen Kriegsgefangenen ist kaum durchführbar.

Dk« beutfdhen Kries-qef«n-enen.

Bakel. 18. Mär,. (Drahtberäckt.) Maläv- der, Blätter melden auS Pari? - Die Entschei­dung der Alliierte^ über das Schi SsaL der Kriegsgefangenen wird am Mrntag fallen. Die gegenwärtigen Maßnahmen der Alliierten werden nur als vmsi-eraeb nd be.

Ergänzungen zum Abkommen.

Genf, 18. März. (Drahtbericht.) Pariser Blätter, darunter auch das Organ 6lernen» ceaus. bereiten in ihren Auslastungen zum Abkommen über die deutsche Handelsflotte dar­auf vor, daß das Abkommen weitere Er­gänzungen im Vorfriedensver­trag zur Folge haben werde. So schreibt ein Blatt, die Alliierten würden den Weg vorschreiben, der die deutschen Transport­mittel in den Dienst der Weltversorgung stellt.

Hafenarbetterstreik in Rowhork.

Bern. 18. März. (DrcchtberiM.) Nach New- »orker Meldungen ruht inf»lge de? kürzlich ausgebrochenen Hafenarbeiterstretks die gesamte Schiffahrt, sodaß kein Sch°fi nach Europa auSlaufen kann. Die LebenSmit- tkltranSporte werden von anderen Häfen auS- gehen, doch wollen auch die dortigen Hafenar­beiter den Solidaritätsstreik beginnen.

Die ersten englischen Schiffe.

Rotterdam, 18. März. (Drahtbericht) Lon- doner Blätter melden auS Liverpool: Auf der Sonnabend-D3rfe wirrde von der Reederei der Allan-Linie die Abfahrt der ersten vier englischen Dampfer nach deutschen- ken für den 28. März anaezeigt. Die Dampfer gehen nach Hamburg. Wert und Ladung find unbekannt. ES soll sich um Rohstoffe handeln.

Folgen des Berliner Streiks.

Berliner Schadenersatz-Ansprüche.

Berlin, Itz. März. (Drahtbericht.) Aus der Stadt Berlin stnd aus Anlaß der lebten zehntägigen Sparta^nSunrnhen wegen Zerstö- rungen an Amtfet.i, WohmlngSeinrichtungr« und Geschäftshäusern Schadenersastan. sprüche in .tzghe von über fünfhun- dertsiebzig Millionen erhoben worden.

DieMedem Konferenz.

Wilson besteht auf dem Bällerbund. lDrabtbericht.)

Genf, 18. März.

Die Bertretcr der Großmächte auf der Pa­riser Friedenskonferenz nahmen Montag nach­mittag in Anwesenheit WilsonS ihre Ver­handlungen wieder auf. Im Anschluß an die Deutschland aufzuerlegenden Entwaff­nungsbedingungen wird cS DDr'itS- stchtlich zu einer grundsätzlichen Aussprache über die Abrüstung kommen, die mehrere Sitzungen ausfüllen dürfe. HavaS hat vorgestern eine Mitteilung der amerikanischen Friedensabord- nung veröffentlicht, in der mit aller Bestimmt­heit erklärt wird, daß Brästdent Wilson nicht daran denke, die Gründung deS Völker- bundeS von dem aklgemeine« Frte- denSvertrag zu trennen. Die Konfe­renz habe in Ihrer Sistuna vom 25. Januar öffentlich erklärt daß die Gründung des Völ­kerbundes einen wesentlichen Bestandteil deS FriedenSvertrages Silben müffr. und Wilson erachtet diese» Beschluß für endgültig. ES liege also kein Grund vor. Nachrichten Glau- $en zu schenken. oTS ob er seine Ansichten ge- ändert habe. Die französische Regierungspresse ist durch diese Erklärung ernstlich verstimmt worden, denn sie hatte das Vnblikum seit vier­zehn Tagen darauf vorbereitet, daß die Frie­denskonferenz schon in ihrer nächsten Sitzung das ganze in den Kommissionen auSoearbeitete sranzösisch-englisch-itaKenische Eroberungs- Programm unterschreiben werde, obn- sich vorerst nm hie znrückgestellte wrage deS Völker- bundetz rn kümmern. Die Blätter Elemeneeang iammern nun über die anaebliche Verschlepp,mg der Berbandlunaen und die maug-lhasten Ar­beitsmethoden der Friedenskonferenz.

Hamborn will man die Ersüllunig dieser un- stnuitzen Forderung durch Streik, Steuer- Verweigerung und andere Gewalt- Mittel erzwingen! Warum auch nicht? Das sind ja jene Clemente, die einNirwana" wol­len. Es kommt schließlich noch so, daß täglich eine Stunde gearbeitet wird; das macht dann sechs Stunden die Woche, entspricht also dem Umfange eines geforderten Arbeitstages; der Tag aber fällt just auf den Sonntag, und dcr isst C«nn| arbeitsfrei! Nein: so taut und darf es nun ilstd nimmer weiter gehen. Jeder Arbeiter denke doch an Weib und Kind, denke daran, daß die Arbeit auch fein Kredit rst! Nun wir unter Riesenrpfern die MSglich- keit. haben, den Hunger von unserer Schwelle abzuwekiren. gebe es mir einen Willen der Schaffenden: Arbeiten, arbeiten, und abermals arbeiten! P. B. S.

Verhaftete Spartakus lsuLs.

Berlin. 18. März. (Drahtbericht.) Durch die Driaade Reinhardt sind während der SvartakuS-Revolten über Uverhnndcrtfsinfzig Personen in das U n t e r suckun a S g e- sängnir Moabit einaeliefert worden In richterlicher Haft auf Grund erlassener Haftbe­fehle des UnlerfnchungsrichterS befinden sich über fiinfvbnhmtdert Spartakisten, darunter auch eine Anzahl kmmnun irischer Arbeiterräte und mrbr als sschzjg Rusten.

In Erwartung der Lebensmittel.

Berlin, 18. März. (Drahtbericht.) In der Erwartung der Belieferung von Lebensmitteln seitens der Eutsnte für die Monate April und Mai hat die Retchsregäerrmg die in Frage kom­menden Dienststellen fReichSernähruugSamt und BerteilungJstcllen) angewiesen, Bertei- lnngSpläne für das Reich aufzustellen. Die Ein­fuhr der Lebensmittel soll über Bremen und Hamburg erfolgen, die weitere Anfuhr nach den einzelnen Distrikten DeutschlmrdS soll so­wohl auf dem Schienenwege alS auch auf dem Wasserwege erfolgen. Bit diesem Zwecke soll be- mitragt werden, die Küstenschisfahrt in Rorbsec und Ostsee sreizugeben.

Verschleppung der pariser Verhandlungen.

Prentzen-Tagung.

Beratung über den Antrag Hoffman». (Drahtbericht.)

Berlin. 18. März.

In der gestrigen Sitzung wurde die Bera­tung des Antrages Adolf Hoffmann (U. S.) auf Aufhebung bei Standrechts und Belagerungszustandes fortgesetzt. Dazu liegt" ein Antrag der Unabhängigen vor auf Einset­zung eines Untersuchungsausschusses aus Mär» gliebern der Lanbesveksammlung und des Ber­liner Vollzugsraies, der die Vorgänge, die sich auf den Straßen Berlins ht den letzten Wochen abspielten, untersuchen soll. Ein Antrag dcr Mehpheltsssozialisien will die Kommission mit der Feststellung der Ursachen und deS Umfan­ges der Unruhen fcetrmten. Mnisterprasidenl Hirsch: Mit der unrichtigen Meldung von der Ermordung der sämtlichen Beamten des Lich­tenberger Polizeipräsidiums hat das Mini- stcrium deS Innern nichts zu tun. Die Nachricht stammt von dem Oberkommando der Schutz­mannschaft. Die Beamten sind in rohester Weise mißhandelt worden und wurden wiederholt mit Erschießen bedroht. Den SpartcckismnS werden wir, soweit es sich um eine geistige Be­wegung handelt, mit geistigen Waffen bekämp­fen. Aber der ©Malt wird die Gewalt ent- ge^eirgesetzt werden. (Beifall.) Kriegsminisier Reinhard: Der Kampf gegen den Bolschewis­mus ist unbedingt notwendig und wir müs­sen erwarten, daß den Männern, die im Kampfe gegen baS plündernde Gesindel ihr Le­ben einsetzen. einstimmig gedaE wird. Gestern sind in AdlerShof große Mengen von Waffen und 475000 Patronen eingebracht worden. (Zu­rufe bei den U. S.: Lüge! Großer Lärm.) Präsident Leinert: Ich bitte die Herren -der Unabhängigen So; ^Demokratischen Partei,

den Parlamentär isckren Anstand zu wahren. (Lärm bei den U. S.) KriegKmmister Rein­hard: Die Behauptungen des Herrn Adolf Hoff­mann kann ich im einzelnen nicht beantworten. Das ist eine Unmöglichroit. (Sehr richtig!) Der Minister schildert die Grausamkeit bet Spartakisten an einzelnen Fällen. (Zuruf von Adolf Hoffmann: Für jeden Fall können wir hundert andere Fälle von Ihrer Seite nen­nen ! Pfuirufe bei der Mehrheit.) Helfen Sie dem ReichSwehnniussster, unsere Wehr so aus- zugeftalten, daß unsere Truppen aus die Höchst­stufe der Disziplin kommen. Srf> muß mich verwahren, daß einzelne Ausschreitungen die auS der Jugend der Truppe zn erklären stnd, auf eine Stufe gestellt werden mit den Taten der Plünderer, Räuber und Mörder. (Sehr richtig!) Ebenso lege ich Protest ein gegen die Art. mit der Abgeordneter Hoffmann den Kai- s e r kritisierte, der sich lediglich ans vaterländi­schem Empfinden nach Holland zurückgezogen hat. Jetzt ist die Zeit, in der alle Volksgenos- sen zusammenhalten müssen. Sie malen so gern die Gefahr der Gegenrevolution an die Wand, Welchen Anlaß haben Die dazu? In diesen Kämpfen haben Die gesehen, mA welcher un­bedingten Treue und Hingabe sich die Führer und Truppen dein sozialistischen, nicht militäri­schen Oberbefehlshaber unterstellt haben. (Bei- fall.) Mbg. Dtering (Soz.): Die Spartakisten sind vom ersten Tage des Generalstreiks mit Waffengewalt gegen die Regierung los gegan­gen. Daß die Regierung gegen dieses Ver­brechertum mit den allerfchürfsten Mitteln los- zieht, begrüßen wir. Abg. GronowSki (Ztr.): Ich frage die Regierung, welche vorbereitenden Maßnahmen sie getroffen hat, um künftigen Unruhen und Blutvergießen vorzubeuaen. Wo ich die TrenmmgSlinie zwischen Unabhängigen und Spartakisten ziehen soll, weiß ich in btefetr Augenblick nicht. (Sehr richtig! im Zentrum.) Tie Grenzlinien zwäsck^en Mehrheitssozialtsteti und Unabhängigen sind vielfach auch noch zu verschwommen. Aüg. Riedel (Demokr.): Die Atbetterschafi wird mit größter Leichtfertigkeit aus einem Streik in den anderen gejagt Der Generalstreik sollte nur das Mittel zum Zweck cineS politischen Pttt'ckes sein. In Tüsieldo-rs

Ansporn zur Arbeit.

Die Lebensmittel und ihre Bezahlung.

Run haben die deutschen Unterhändler, wie /« unseren Lesern aus den Meldtmgen der letz­ten Tage bekannt ist, erreicht, toa? in Brüssel erreicht werden konnte: Das LebenSmittel-Ab- kemmen ist unterzeichnet. Das ist immerhin cir. Schritt vorwärts, ist eine Beruhigung für das deutsche Volk, dessen Ernährung noch für ciwa? über einen Monat reichte, dann aber von einer Katastrophe, einer Hungersnot mit all ihnen schrecklichen Folgeerscheinnngen abgelösi worden wäre Damit ist auch dem um sich grei. senden Bolschewismus ein gewisser hemmen­der Tamm entgegengesetzt, der seinerseits wie­der der Regierung eure Kräftigung gerade gegen diest auf bert Hunger spekulierenden bö­sen Elememe gewährt. Dennoch aber wird man nach unserer Ansicht gut daran tun. von vorn­herein keine allzügroßen Erwartun­gen an das Abkommen zu knüpfen. Richt nur, raß wir hier, wie in allen anderen Fällen, nur Bittende sind, die für dasdankbar" zu sein haben, was des Seeger?Großmut" uns zu- kommen laßt; unsere Unterhändler haben auch nicht erreichen können, den Verband zu einer festen, bindenden Verpflichtung zu bestimmen. Garantien für eine Beliesse- ritn.5 bis zur neuen Ernte, aüfo bis zum 1. September, sind seitens der Entente nicht ge­geben worden; daS einzige, was wir also sicher erhalten, und wofür ja auch die Entente- Forderungen in dem Brüsseler Depot von 220 Millionen Gold, sowie in deutschen Auslands- Werten Deckungen haben, sind die bewußten 200 000 Tonnen Weizen und 70 000 Tonnen Schweinefett bezw. Schmalz. Alles andere, das heißt, der gesamte fient des Abkommens, be- deutet für uns nur ein Reckt,ein» Höchsl- raenge (370000 Tonnen) an LeLeuSrnitteln uns monatlich durch felbständigen Abfchluß von Verträgen in den seindikichen oder acutralen Staaten" zu sichern.

DaS aber ist eine geradezu befchämende Erlaubnis: sie zeige wied-r einmal ausgiebig, wie weit das deutsche Volk bereits strangu­liert war. Es berührt einen, als wollte man einem armen Delingnenten, den man schon am Galäenbaum zappeln ließ, den Strick ein wenig keckem mit den Wohlwollend-christlsschen Wor­ten:So, nun darfst du auch wieder einmal atmen!" Sv ähnlich ist doch das Abkommen: .Wir erlauben euch gütigst, einmal zuzuscheu, wo bei uns oder im neutralen Ausland ihr Lebensmittel findet; wenn ihr dann Geld habt

Lloyd Georges Taktik.

Genf., 18 Marz. (Drahtbericht.) Die An- tunst Wilson? bat nicht, wie mau erwartete, eine Besckleuniauna. sondern vorlöu'ia eine Dtockunain den Verhandlungen gebracht. Die Schwierigkeiten liegen bei den militärischen Bedingungen des W a f f e n st i l l st a n d e 3. bei der sogenannten .Entwaffnung" Deutschland«. Aus Wnnsck Wilson? wurden die Beratungen diese? Dro- aramms von Samstag auf Moutaa vertagt und dafür eine andere Frage auf die. Tagesordnung gesetzt. Dieses Thema konnte feborb ebenfalls nächt behandelt werden, da Llond George er­klärte. daß er semerk-its mit dieser Materie noch nicht fert-g sei. Die Siß'mg wurde aus- gehoben Llovd Georae erklärte ferner, daß er Ende dieser Wocke nach London zurückkeh- re» müsse. Die Kontereuz wird dann also ebenso beschlußunfähig sein, wie vor der erwgrteten Rückkehr Wilson?.

zu bezahlen, dann wollen wir euch gestatten, euren Einkauf zu machen." Und wir sind dann noch heilsroh. wenn wir für Geld und mite Worte etwas bekommen;dankbar" Missen wär noch feist für die Erlaubnis, für unser teures Geld einkauson zu dürfen; denn die Blockade alssolcheist nach wie vor nicht aufgehoben, sondern nur ein wenig ge­mildert worden! Wenn hieran anschließend die Ueberzenaung in uns ist, daß wir bei Äus- stbimg tiefer gütigen Erlaubnis toll be­wuchert werden, wie wir es fchon in vier kawxen Krivgsjcchren wurden, dann scheint uns M dieser pessimistischen Ansdht nach all dsni w»S wir Visher erlebten, mehr Grund vorhan­den zu fern, als zu der gegenteiligen, die nach Berhincr Auffassungen dahin gebt: Cs frä vor­teilhaft. daß Deutschland nickt den teuren Wei­zen aus Amerika zu belieben braucht, sondern Ku da kauft, wo eS ihn am billim'ten erhält. Als ob wir etwasam billi«ften" bekä­men? Wir fürchten, daß der gmeri-anische Dri- |m an? zweiter oder dritter (neutraler) Hand noch teurer sein wird als etwa direkt aus Tt. S. A. Aber wie immer dem auch sei: Das sind Sorgest, die in zweiter Linie kommen. Die n ä ch st liegende ist, daß wir überhaupt etwa? ins Sand ein führen, können. Und da? hat man uns jaerlaubt".

Also: Dcr Blockadestrick ist gelockert!Die «rh-Äung der Kreditfähigkeit Deutsch- kand? gegenüber den l'efentden Ländern ist «ver die Voraussetzung Mr die Möglickk-it der Uns Nutzung der CinsuhrerlaubmS, und daher fst jetzt unsere wichtigste Aufgabe die «östlichste Steigerung unferer Aus- Juhr." Wir oft ist nicht schon dieser Satz, er dsse offiziöse fOMbitne über das Abkommen t-kchloß. in dieser ober jener Abwgn.dlmm von u« und zahllasen and-ren Blättern aller M'chfirnaen behandelt, wie oft äst nächt ver' -ckt woÄ»m. diese Kardinalforderung in fc'T» Köpfe irregeleiteter Arbeiterschare» zu Sämurrrn! Wird sie diesmal, wo der Geaner pn-S klipp und klar fast, daß unsere Str* wett unser Kredit ist der die Hunaers- Wt fernhäTt. wird sie diesmal fnubthares Erd- tritt; finden? Man sollte nach rheinischen Mcl- tmu.aen barm zweifeln: In verschiedenen Perg- «rvkeren ist eS zu neuen Verwicksungen gekom- ' wen. Täe Bergleute fordern jetzt die ' »echSstündige Arbeitszeit, die auch : tellenwokfe unter bem Druck der VcrbältnUc i NÜSillizt weiden mußte. In Sterkrade und 1

Sie ersten Lede«,mittel.

Ausschluß Streikender und Arbeitsscheuer.

(Drahlbericht.)

Rotterdam. 18. Marz.

Aus Rewvork wird gemeldet: Nach Rot­terdam und Kopenhagen sind 6erettS 2800 00 Tonnen Lebensrnittel un. terwegs, die zur Versorgung der Mittel­mächte dienen sollen. Die Alliierten werden eigene Kontrolleure in Deutschland einsetzen, die die AuSgab« von Lebensrnittel an Streikende und ArbeitSunwilli- ge verhindern sollen. Weiter melden Londoner Blätter auS Newvork: AuS Hobo- ken sind Sonnabend früh einundzwan­zig LebenSmitteldampfer nach Rot­terdam. die für die Mittelmächte be­stimmt sind, auSgolaufen. Die deutsche Han­delsflotte wird in den ersten Tagen der kom­menden Wocke aus den deutschen Häfen flehen.

Schwierigkeiten der Versorgung.

Rotterdam. 18. März. (Drahtbericht.) Der amerikanische LebensmAtelkontrolleur Hoover hat bei seiner Rückkehr aus Brüssel dem Pari­ser Korrespondenten eines Sondoner Blattes einige Einzelheiten über die Schwierigkeiten der Nahrungsmittclvcrsorgung mitgcteilt. Er sagte: Die schwierigsten Monate wür­ben A p r i l. Mai und Juni sein. Nack die­sen drei Monaten wäre der Zustand gebessert, iöeü bann schon die Ernte in den einzelnen Ländern beginnen werde. Hoover teilte mit, daß Deutschland ungefähr zwei Millionen Ton­nen Schiffsraum zur Bersügung stellen werde,, fürchtete aber, baß noch einige Zeit vergehen könnte, ehe diefe Schiffe ht Dienst gestellt wer­ben können, weil sie fctzr mttgenommen feien. Auch er betonte, daß Europa nur mit Hilfe be? deutschen Schiffsraumes ernährt werden könnte, da es die die Pflicht Deutschlands sei, txre Schiffe zn diesem Zwecke herauSzugeben, da Deutschland ja eine Menge versenkt habe.

veranstalteten m-äns Parteiffreimbe einen Um­zug und da schossen Spartakisten und Unabhän­gige ohne jeden Slnlaß mit Maschinengewehren hinein. Vierzehn Tote, dreißig Derwrindete. fHört! Hört! unb Wbafte Zurufe der Demo­kraten: Mörder!) Daß der BÄagertmgszusignd nicht anfgehoben werden kann, versteht sich von selbst. Der agitatorische Anttag der Nnobhän- gägen soll nur die Niederlage verdecken, die sie sich bei dem Generalstreik geholt haben. Mg. Dr. Kauffmann (Deutschnail.): Gegen die Un- abhänaiacn lehnt sich da? ganze. Volk empört auf. Mg. Dr. Obtick (U. «.): Wir Nnabbän- ugen verwerfen alle Gewalt. (Lachen bei bet Mehrheit.) Dir erstreben die Verwirklichung deS LoziafiiSnnls, nickst in der Theorie, son. dem rn der PrariS. Iustizminister Heiner Wit haben den Belagerungszustand ohne Be- frngintj her LaubeSverfammhmg verhänger müssen, weil die Einberufung wegen der Un­ruhen und des Streiks nicht möglich war unk wir den Freunden des Aorr-wr«rS ntdtt fr*

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Kasseler Abendzeitung

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Mittwoch, 19. März 1919

9. Jahrgang,

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