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9. Jahrgang. — fft Ä
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funben, »ft blühend-schönen Ton und seelKch, brsonder^ dm lyrischckverchen Moment, durch ein vertieftes Einleben. Neben Schubert und Bruch spielte er kleinere Sodxn von Menhelsfohn, Martini. Dvorak, Tartini, Tschaikowsky und Wiemmvski, Auch dar kleine, schon öfter gehörte .Menuett' seiner eigenen Reber ltand auf der Dortragssolge und holte sich einen lauten
auf beiden Seiten mit zwettausenbzweihunoert deftffett, darunter »wölshundert Tote.
fen zeichnete, gefiel sehr gut, wenn auch die Darstellung nicht immer so war, wie man sie hätte wünschen mögen. Gut ausgebaut und das Chavakterprofil scharf um reißend waren der Richter CreSpo des Herrn B o h n ö e und der General Don Love des Herrn Jürgensen. Den Geist ihrer Rollen zeichneten auch mit an» crkennenSwerter Nüanzieruna die Herren Pik. fett als Don Mendo und S t r i a l als dessen Diener. Irl. Mund versagte gerade in der großen Szene, da sie nach der Vergewaltigung den Vater wiederfindet. ziemlich vollständig. Von dem inneren Aufschrei aus ihrer seelischen Not merkte man dieser Isabel nichts an. Alle übrigen Leistungen wurden auf Durchschnitt eingestellt. DaS wenig gut besuchte Haus dankte aber beisallSftoh. p. B. 8.
die Bezahlung her Lebens rnittrieinftihr erwartet werden dürfen, ferner haben die aflociier» ten Regierungen, um aus die Belebung der industriellen Ausfuhrtätigkeit und damit aus die Wiederherstellung der inneren Ordnung in Deutschland einzuwirken, verlangt, daß die Ein. fuhr niemanden zugute kommen dürfe, der in» folge eigenen verschuldens arbeitslos ist. Die deutsche Negierung hat sich schließlich bereit erklärt. in Brüssel ein Depot von elf Mil. Honen Pfund Sterling in Gold zu hinterlegen, damit mit der Lieferung sofort begonnen werden kann. Das Depot ist zurürkzu. geben, sobald andere Mittel bereitfteflettt wer- den. Rihr die überlasten en ausländischen beschlagnahmten Wertpapiere an die associierten Regierungen foll von den WToct irrten und Deutschland ein Komitee gebildet werden. daS an einem noch zu bezeichnenden Platz zusarn- mentietcn wird. Die associierten Regierungen verlangen ferner, daß mit der B eschlagnah. me der ausländischen Wertpapiere sofort vorgegangen werden wird, was deutscherseits anerkannt wurde. Durch die bislang Von den astociierten Regierungen anerkannten Zahlungsmittel wird etwa nur die Hälfte der Lebensmittel zu decken sein, deren Aussicht nah Deutschland gestattet ist. Die Frage der Dek- kuna deS Reste» muß späteren Verhandlungen Vorbehalten bleiben. Das Abkommen über diese Zurverfügungstellung der RIotte enthält die AuSführunasbestimmungen zum Trierer Abkommen. Hierbei sind eint« Zusagen gemacht worden. Insbesondere sind gewisie Ausnahmen. wenn auch vorläufig nur provisorisch, zu- gestanden. ebenso bezüglich der deutschen Mannschaft und der Schiffsladungen. Auf di- Frage der Delegierten ist in einem Sinne entschieden Worden der sein Arbeiten erhoffen läßt. Der wesentlich« Unterschied dieser Vereinbarungen gegenüber den bisherigen Verhandlungen liegt darin, daß die associierten Regientnaen nicht Deutschland die Lieferungen einer bestimmten Menge von Lebensmitteln g^ranti-ren. sondern daS Reckst einräumen. Lebensmittel in der Höchftmenae von 370 000 Tonnen monatlich durch selbständigen Abschluß von Verträgen in den feindlichen oder neutralen Staaten einznführen. Die Erhaltung der Kreditfähigkeit Deutschlands gegenüber diesen Ländern ist daher die Voraus. setzuna für die Möglichkeit der Ausnutzung der Einsithr-rlaubnis und deshalb ist unsere wichtigste Ausgabe letzt die möglichste Stei» gerunaderAuSfuhr von Rohstosfen und industriellen Erzeugnissen.
Der Rußhgkl-Sport.
In der A-Klasse waren gestern scharfe Kämpfe die mit nur knavven Ergebnissen ende, ten. Spielverein Rothenditmold könnt» Sport, freunbe mft 2:1 schlaa-n obgleich Sv'rt'r?un>« eine Zeitlang Ich geführt hatten. Hermania blieb knapper Sieger über Spielabt-'lung Helfen mit 2:1. Die Marburger Mannschaft deS Rußballvereins 7 konnte gegen Sport nicht wffommen und mußte 4:0 besiegt nach Hause fahren. Die Marburger sind der Kasse'er A- Klaste noch nicht gewachsen. In den unteren Klassen spielte Rußballverein 2 gegen Rasen» sportverein 2 mft 2ch. Sport 3 : R. V. 3 mit 4:0. Sviekverem 4 : Hermania 4 mit 3 3 Spiel- Verein 3 oeaen Hermania 3 mit 2:2, Hermania 2 gegen Münden 1 mit 13.
Ne«» Straften bahn»Verteueritng.
Die Große Kasseler Straßenbahn hat bei der Aufsichtsbehörde beantragt. ,u den fetzigen Tarifsätzen noch einen Aufschlag erheb-n zu dürfen, der die Einnahmen mit den erhöhten Ausgaben in Einklang bringt. Dem Vernehmen nach sollen auf jeden Rahrsckein 5 Pfenn g besonders erhoben werden. Hinflchtl'ch der neuen Verteuerungspläne gilt daS über die letzten Gesagte. Vor allem muß die Stadtverwaltung ihre Siedelung-Jnteressen wahren.
Sollte dem Ansinnen der Großen Kasseler Straßenbahn Rolge aeleistet werden -r hoffentlich nur dann, wenn eine neue Verteuerung unbedingt, aber auch nur unbedingt, notwendig ist —, so Ist die Rorderuna zu erheben, daß Netz-. Strecken- und Schülerkarten von der Mehrabgabe befreit bleiben.
Mehr und mehr ist die große Heerfchar d-r Privatangestellten und der kle'nen und mittleren Beamten in wettentleaen- Stadtteile gedrängt worden, die GehaltSverhäktniss« viel en keinen Schritt mit den verteuerten Lebende dingunoen. und deshalb darf ihnen die Rohrt zur Arbeit nicht noch kostspieliger gestellt werden, als es setzt bereits der Rall ist.... -u.
Turnen, Sp»rt und Spiel.
Nach dem in der Mtgliederversammlung des Turnvereins „R a 6 n* erstatt-ten Bericht des Turnwarts waren von 116 M't. gliedern 84 zum Kriegsdienst eiugezogen, elf Turner fanden den Heldentod, fünf Turner befinden sich leider noch in feindlicher Ge^angen- fchgft. .tytm dauernden Gedächtnis der Gefallenen soll eine Ehrentafel mit den Warnen der Gefallenen für den Turnplatz beschafft werden. Die städtück« Schulturnhalle in der Sedanstraße die während des Krieges z"m L->. gern von Kartoffeln d'ente, s-ll voraussichtlich am 1. Avril wieder fteiaeg-ben werden. sod->ß der regelmäßige Turnbetrieb wieder aufgen--m- men Werden kann. Die Spiel- und Svort-Ab- teiluna bat bereits ihre Tätigkeit aitfoenommei und übt vorläufig Sonntag vormittags auf dem städtischen Spielplatz unterhalb des »Belvedere*.
«Dann müßten Sie alle Tage kommen. Wollen wir gleich befthnmte Stunden festsetzen?'
Heinz Li »deck sah Rred dankbar an.
„Gewiß, wenn es dem anAdigen Rrairleir
recht ist?* (Fortsetzung folgt.)
Neues aus staffel
JSStSfe« »es.
Ko«zert-Chr-nik.
Kromer-GieverS.
mit rechnen, die Mieter würden lieber je8* MietSerhöhung bewilligen, als sich der Gefotzt kein neues Unterkommen ,u finden und w» Unannehmlichkeiten undKosten eines Umz tg«i unter den fetzigen Verhälm ssen auSzuf tze«. Wenn der Mieter in die gewünschte Steigern«» niefrt willigt, muß der Vermieter die Grün»», auf die er eine solche Künd-gung stützen W können glaubt, zunächst dem Mieieiniguna-anck darleaen: dieses teilt sie abschr ftl ck dem Mw» ter zur Aeußerung mit und fällt dann iintt# Berücksichttmmg des Vorbringens beider Tot-» die Entscheidung,ob eine Kündigung erfolge« darf oder nicht. Das Mieteinioungsamt betw tritt also hier die Stelle des Gerichts: <6 ist keineswegs, wie fein Name anzudeutatz scheint, nur dazu berufen, eine aütiae EinigunM zu versuchen. Mieter wie Vermieter b'rfe* darauf vertrauen, daß d'e Entscheidung vn*e» gereckter Abwägung der beiderseitig-n Ritterest» fen erfolgen w'rd Da diese Vorf^rif-en 'rotz ihrer großen Bedeuttma für die Allaem-inbeil immer noch nickt überall bekannt sind, fei a»^ läßlich des bevorstehenden VierteljahrswechseM nochmal- auf sie hingewiefe«.
Die Beweg««- in München.
München, 17. W (Drahtbericht.) Drei groß« ArbeltSlosen-Versammlun» gen, an denen auch organisierte Arbeiter teil» nahmen, verlangten unter deren Zustimmung die Absetzung bet Gewerkschaftsführer. Man solle sofort In das Gewerk- schastshauS etnbrhtgen und die Führer verhaften, das HauSaber «18 Eigentum der Arbeiter erklären. Die unabhängigen Sozialdemokraten und die Kommunisten erklären durch Maueranschlag, daß sie der Aufforderung zum Generalstreik fernftänben.
da capo-Ersolg. Margarete GieverS em Flügel war eine Begleiterin von erstaunlich feingedämpfter, vornehmster Anpassung. Auch hier ergoß sich der verdiente Beifall. E. P.
Weidkimmn Lvdmbokff.
, Reue Dokmnentr der Regierung.
y (Drahtberckts
1 । Berlin, 17. März.
Minlsterpräsivent Scheidemann über • Mittelte dem „Vorwärts" folgende E r k l S. rung: Aus der Presse erseh- ich, baf; der General Ludendorff am 13. März wieder einen Brief an mich aeftfnieben heben foll. Er fdjetnt also bte Handhabung der Presse - Propaganda immer noch wie im Kriege zn bestehen. E ne nochmalige Antwort me,nerfeitS erübrigt sich, nachdem ich dem Herrn General am 7. März mitnctellf habe, daß bte Regierung demnächst tine Sammlung von Dokume-'te'i herausaeben wird, dirrch bte die Haltung be^ Herrn Luden - dorff vollkommen klargelegt werden wird.
Staatlich« Schauspiel«.
»Der Richter von Zalomea".
Von Ealderons zahllosen Bühnenarbeften behauptet sich heute auf der modernen Bühne nur noch daS oben genannte Werk, das in feiner ganzen Struktur und in feiner etwas an sbakespearifchen Geist gemahnenden Feinheit als fein bestes Drama angefprochen werden muß. Die Neueinstudierung, für die Jürgen -
»Ach, Jagen Cie, bitte. Fred zu mir, Herr Baron, em Herr bin ich noch nicht," lachte der Knabe vergnügt.
.Wenn Sie erlauben, gern, lieber Fred." . , FrAsah ,hn mit den offenen, schönen Augen der Schwester an und gewann barmt im Sturm fern Herz.
Sie gingen mtn in die Ställe hinüber, Elli- nor zwischen Fred und dem Baron. Freds Mintterkctt viß Ellinor mit fort. Entzückt lanjtbte der Baron ihrem warmen, frohen Lütbfit1.
Er farmte den ganzen Lemtzower Stall und fand fofort ein passendes Pferd für Fred. Es "*6 „RaOorit* und war ein schön gebautes, stMankes Tret mit ft einem, schmalem Kopf und ichlauken Fesseln.
Fred brannte darauf, ehren Versuch mit .Favorit' zu machen, und ließ einen Sattel auflegen.
Gewandt schwang er sich artf den Pferde- ;£?en- “"b mit einem leichten Zungenschlag das Tier an.
Elegant tänzelte eS durch den wetten Hof mch schlug unter Freds Führung verschiedene Gangarten an.
Ellinor und bet Biron standen nrbcnrinaw der und beobachteten Rreb. Sie wechselten da. bet nur einige sachlich» Worte.
Fred sah strahlend zur Schwester hinüber, dam^ hielt er das Pf.d vor ihr an.
- ,-F^"°St Ich erwähle Favorit zu meinem Seivroß. Dann ritten m’t emS, Ellinor? Ich brerme darauf, den Wald zn durchstreifen!'
.Wann du willst, Fredy."
»Dann gleich nachher.'
.Heute nachmittag wollt« wir «Her doch nach Lossow reiten?'
.Ja, daS ttm wir auch Ich btt, ja fiw — gespannt auf unsere Verwandten. Aber deS. halb können wir doch vor Tisch einen Keinen Proberttk machen.'
-Gut, ich bin einverstanden." *
Fred sv.ang aus dem Sattel und ließ b«S Pferd we^führen.
Aushebung de» Standrecht».
Berlin. 17. März. (Drahtbuicht). Reich?» stvehmmnistrr N o S k c erläßt folgende Bekanntmachung: Die militärischen Maßnahmen in Großberlin sind zum Abschluß gelangt. Die Kämpfe haben aufaehört. Deshalb hebe ich den Befehl vom 9. März auf. wonach zu erschie. ßen ist. wer mit der Waffe in der Hand gegen die RegierungStruppen kämpfend angetroffen wird. Dabei gehe ich von der Annahme auS, daß Ordnung und Sicherheit nicht mehr gestött werden. — Der Sonnabend und Sonntag sind in Berlin ruhig verlaufen. Die Spartakus. Devolution scheint endgültig niedergefckla- yen. In einer gestrigen Konferenz von Arbeiterräten des Nordens wurde die Gesamtzahl Der Opfer der achttägigen Kämpfe MnorvonLossow 46) Rem*» »en H. CourthS.Matzler.
Fredy hatte den Baron fofort erkannt. Mtt ettum schnellen Blick sah er zu seiner Schwester «nrf. Da war toietvr der unsichere Ausdruck tu ihrem Gesicht
Sie Hatton beide zu den Ställen hinüber- tzehen wollen, um rin Reitpferd für Fred anS- Mfuchen. Rim gingen sie mit dem Baron ins HauS zurück und ließen MrS. Sternberg rufen Ellinor und der Baron mußten an feinen ersten Besuch in Lemkow benken
MrS. Sternberg, in welcher der Baron eine sehr finge, sympathische Dame kennen lernte, machte in untadeliger Weise die Honneurs deS HauseS und wußte den rechten Ton zu treffen. Der Baron fühlte sofort den harmonischen ©rurtbion, der in der Familie Fritz Lossows zu herrschen schien, heraus und doppelt be. trübte ihn der schroffe Ton. den Ellinor ihm gegenüber awschlug.
Desto herzlicher und fteundlicher kam ihm Fred entgegen. Beide fühlten sich fofort M- rinander hingewgen und schlossen schnell Freundschaft. Gemeinsam ging man nach den Ställen hinüber, um ein Pferd für Fred auS- Husuchen.
Fved bat Lindeck, mtt nach den Stätten zu Sten, um rin Pferd für ihn ausfuchen zu hel- Ellinor wollte es erst verhindern.
,SBtr dürfen den Herrn Baron nicht beläfti. yn. Fredy,' safte sie rato.
«her Fredy lachte und hing sich in deS Ba- rvnS Arm.
.Nicht wahr, daS belästigt Sie nichts Sie helfen mir doch gern, Herr Baron?' fragte er «ruherzig.
Hein- Liftdeck hätte den Knaben am lieb- sten ans Herz gedrückt. Er fcßft aber nur feine Hand mit festem, warmem Griff.
r3d> hoffe und wünsche, daß Sie davon -immer überzeugt sind und über mich verfüge«.
Am Sonnabend spielte Richard Kromer im Murhardsaal vor einem zahlreichen Publikum, das ihn mit Beifall und mit Minnen überschüttete. Herr Kromer ist ein guter Künst- lcr, wenn ihm auch heute noch die letzte Klärung fehlt. Er besticht bis jetzt durch-------
sunden, oft blühend-schönen Ton un'
Fran Schievekbesn-Mttich.
Ter hübsch« Saal des SocklwesternheftnS an der Jordanstrabe war am Sonnabend mit einer feierlichen AndachtSstimmung ausgestillt, die über der zahlreichen Zuhörerschaft unserer bekannten heimischen GesangSlchrerin Rrau Ida Schievelbein. Wittich lag. Wieder kam die edle, weiche Tonbildung. die wohllliu- gende Aussprach«, alle ins feinste dring-rüx Gew-iflenhaftigleit zum Ausdruck, die wir an dieser Sängerin schon immer schätzten. Was sie bot, war flickte Lyrik von Brahms, Liszt und Hans Pfitzner. Blumen und fast jubelnder Beftall dankten. Die Gegenleistung ... eine Programm-.Aufbesserung'. Die Begleitung am Klavier — Frl. Lina Großcurtb — verdient vollste Anerkennung. Hier bewährte sich cim reifes Können. Anspruch auf ernste Bewertung erheben ferner die Grigenküirste der Damen Hilde Mayer-Menzler und Else Henke. Bach, Spohr und S'inding kamen ,elbst in schwierigsten Sätzen entsprechend zur Geltung. h.
•
Ei» kriegsblinder Pianist.
Sicher wird MM Salzmann, ein Kof- sclauer, der mit Sen Frankfurter Siem im Reto war und draußen erblindete, seinen künstlerischen Weg durck's Leben finden. Gurch Herr» Knauf vom »sfronprinz' mitten in die vreit-sie Oeffenttichkcit gestellt, bot et am Sonnabend und gestern hervorragende Proben der ©entaß. töt und wohl auch der Virtuosität. Unter feinen Händen sang und jauchzte und klagte der Flügel Die Töne waren so ganz, ja so ganz reine Seele, wie sie nur Künstlern eigen sind, benen Gefühl, Gehör und Innenleben das geraubte Lockt der Augen vergessen läßt. Erschließt sich -hm der Konzettfaal... die Musikwelt wird es nicht bereuen. -m.
Urühlingssehnen.
Don Freez Mahlke.
Ich möchte so gern durch eine Meß- geh««, ganz mit Tausendschönchen beftidt und mtt Verftßmeinnichrsternen Oder einen Schlehenx« lnisch möchte ich sehen int weißen Blüten, mautel und möchte sehen, wenn ihm eine son» nenbintgrigc Lercke auS der Tafck-e entrvftckt
Wenn die festlichen Birken am Watohang knien in heilig stillem Träumen, und wenn bet Morgenwind heimlich kommt und auf der großen Waldorgel die fromm en AeolSbarsen» regifter zieht, dann ist es immer, als fäugen 'w iereS Herr sott« liebe Engel itore himm lischen Melodien. Ack, ste sind so sckön, die morgen- rötlichen Feierstunden unter der grünüberdachten bronzenen Daldotge! .
Denn, doch erst bet Frühling käme ...!
IS, möchte so gern einen bunten Käfer frlht- men sehm. in einem jungen Rosenblatt, ober tine goldene Diene in einer süßen Blumenschaukel sehen. Oder wenn eine früblinastruw fene Mückenfamilie im Abendglast tanzt/daS « auck schön.
An einem einsamen Waldwewer mSckt« ich mich verstecken unter einem Rofenbufck tmb matten, bi« eine Reh mutter ksrn-nt mft ibr«< flmWn und möchte sie bef«.,fcken, wenn sie dankbar aus dem dunklen Dakdweiherau« tunken,
Wenn doch erst der RtWing käme .. !
Ich wnß schon, wo« ich dann mach«, tzf« 'st meine gute Rreunbin. S-c mi* irgendwo ein paar Veilchen hinzaubern, und wem, ich sie geftinden habe, bte ersten Früh. lingSveilchen. Hann laufe ich und rufe mir dw den Frühlin; lieh, wie ich.
. Um wir feiern mtt den Veilchen Geburt».
Lokalnachrtchte« vom Taar.
-4- Stadtverordneten • Konstitnante am 241 März? Wre wir hören, wird die erste un» zwar dis konstituierende VersamnNung bei neuen Stadtparlaments zum 24. März etnb«. rufen. Stadtderordneteitvorsitzetrder wirb bw kanntlich Griverlschafts-Sekrerär GrezestnSft, Heute mittag beftimmte der Wahlausschutz mehrere Ersatzmanwr für Frl. Frieda Tierfl (Deutsche Volk Sparten und die Sozialdemokr«». ten Sekretär Geora Thöne und Polizeiwach»' meister Bruno Schäfer, die auf ihre Maftda« verM-iet haben Als Ersatzleute kamen vom Wahlvorscklag der Deutschen Dolksparlei Buch» druckerelb>.-siner Georg Stöhr und von de« der Soziatoemokratie Dreher Georg SB a n gef und S-ckreiner August Enge! in Bftwckft
-z- Entlass,mg weiblicher Personen. Person nen, die nickt auf Erwerb angewiesen stns, be* sonders weiblich?, sotten jetz, nicht beschäftigt werden. Bei dein DeMobilmacbungSamt und dem Minffierium des Innern laufen jedoch faft täalid, Beschwerden darüber ein, daß nicht nutz priixfte Arbeitgeber, sondern Mtch Staats, uitfe- Gemeinde bebövd en noch in ,'a'>lrelchen Fälle» solche Personen nicht nur beschäftigen, sonder» teilweise sogar , neu einstellen, während bete» Ersatz durch Kriegsteilnehmer und stellungsloje- Personen mit unterstützunaspflichtiger Familie durch eine Verordnuna vorgesehen ist. Das Ministerium deS Innern hat deshalb die nach» geordntten Stellen von neuem auf ihr? Pflich» ten besonders aufmtifratn gemacht. Die mal* gebenden Gvimdsätze müssen auch in Betri ben und Büros der Körpersckof-en des öffentlich«» Rechts sinngemäß durckaeführt tocrtxn.
-r- Gut« RSn-v der Stadt wehr. Die Stadt wehr batte am Sonnabend einen glückliche« Tag. Wiederholt beschlagnahmte sie Lebens* mittel, die im Schleichhandel abgetan werde«> tollten. So wurden einer Bauersfrau am WestrIng zahlreiche Eier abgenommen, am Bahnhof Bettenhausen nahmen sie zwei Einbrecher fest, die in St. Ottilien 38 Würste, 8 Seiten Speck und 5?a Mark Bargeld geraubt hatten. An gleicher Stelle wurden einer Bauersfrau ein Zentner Fleisch und mehrere Brote beschlagnahmt und schließlich hielt die Stadtw >hr an demselben Bahnhof noch ein ländliches Fuhrwerk an. in dem sich verschiedene Zentner Pferdefleisch b-fanden, die einer WirtsckM zugeführt werden sollten.
-4- „Soldatenbrief" nicht mehr „Relbpost". Es wirb erneut darauf hmgewteseu, daß infolge d r Demobilmachung die den HeereS- und Marinebehörden im Jnlande gewährten PottovergÜnstigungen für Feldpostsendungen erloschen sind. Seit dem 1. Februar werden nur noch Sendungen an die Angehörigen des HeereS und der Marine im Jnlande nach den für FriedenSzriten besiehmdcn Vorschriften als „Soldatenbri-ft befördert.
ck Allerlei vom Tage. Dar Zweigpost, amt 4 in der Frankfurter st raße Wirtz am nächsten Montag wieder geöffnet. An Sonn, und Feiettagen bl'ibt das Postamt geschlossen. — In Zukunft bleibt die Kasse bei Bezirkskommandos an jedem Sonw
Nicht lebe Steigerung anerkennen!
Das Mietelm gtmasamt hat kürzlich darauf üingewiesen. daß Mieterbökninaen ditrch den Vermieter mir mit vorher einaeholter Genehmigung des MieteinigunaSarnteS erfolgen dürfen. Hierdurch soll verhindert werden, daß Vernileter, wie dies mitunter vorkommt, die bestehende Wohnungsnot unangemessen auf Ko» sten der Mieter kür stch m,«nutzen indem st? da.
»Daun will ick die Herrschaften ntot auf* batten und mich empfehlen,' sagte et.
-Eckade, daß Sie nickt, wie gestern, zu Pferde sind, Herr S&tron!“ rief Fredy.
»Wariml?'
»Dann hätten wir Si« ein Stück Wegs begleitet.'
»Fredy, fei nicht so voreilig,' sagte Ellinor weiß nickt, ob es sick in Deutsch. lonb schickt, daß man einem Gast das Geleite acht. Der Herr Baron ist in solchen Fragen sehr emvfindNck.'
LinÄecks Stint rötete sich jäh. Er ftlhlte nur zn gut, daß Ellinor ihm heute sehr tchrofs aegenüberstand. Aber er hielt eS für besser, den Ausfall zu ignorieren.
»ES wäre wundervoll gewesen, Fred,' safte er lächelnd. .Nun tut eS mtt herzlich leid, daß ich htt Wagen g-»ommen Mit Aber viel, iricbt machen Wir morgen einen gemeinsamen AuSffug zu ssfferde? Vielleicht nach Trassen, sekd« oder Sindeck, wenn Ihr Fräulein Sckwe. ster er gestattet» Diese Gegenden sind Ihnen Ivohl auch nock unbekannt, gnädiges Fräulein »' du bist dabei, nicht wahr»
Ellinor mutzte nachgchen — und trotz der berat!td-en zribftootmürfe tat sie eS gern.
, -Rach Lossow kommen Ste wohl heutt m*t* Gitta befiKf«? mich dieser tag? und er- WaFmte, St? li-ßen sich dort gar nicht mehr sehen, saft, si« mit einem seltsamen lUtterton. den er nicht verstand
st«» desckäkttft. mein gnädiges Rraulein,* antwortete er ruhig
.$*»4 wie wftt ist der neue Tennisplatz tafrti mein gnävige« Fräulein?'
.r°> « fertig und lieft famos im
Grunin!' rief Fred fifrxt „Tie hohen Bäume nnasum gehen prachtvollen Sckatteu. Ein rei, lenfeer Keimt Pavillon legt dicht dabei, wo Ellmor hübiche Korbmöbel hat cufstellen lassen Dw hat mich heute morgen schon h»n«-kührt Spielen Sie mit uns?' ,
,©o oft Sie es Wünschen.'
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