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Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

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Nummer 77

Dienstag, 4. März 1919.

Fernsprecher 951 und 951

S. Jahrgang

Fernsprecher 951 «nh 951

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Die Entente bleibt bei dem Gewaltfneden!

spartakMfchen Stürmen.

se waren

©etoälffrieben übelster F»rm

Sie Lage im Reich

Spartakus im Hinterhalt.

Ein Aufruf der Reichsregierung.

rerseits der Waffenstillstand infolge unvorher- geseliener, aber unvermeidlicher Umstände von

Um die Kolonien.

Lands-erg über wirtschaftliche Frage«. (Drahtbericht unseres parlam. Vertreters.) Weimar. 1 März.

lirffc Bewirtschaftung eignen oder der öffent­lichen Kontrolle unterstellt werden können. Der Aufruf toendet sich dann gegen die wilden So­zial,siertlngsversuche usw. Die Revolution gebe keinen Freibrief auf Raub und Mord. Neber allem ftelfo- das Leben des Volkes. Das ganze Volk möge sich uns anschließen gegen Veraewal- tMtng, Zerstörung mid Zufannnenbruch.

dem Feinde gekündigt werden könnte. Die Na­tionalversammlung müßte dann ständig zu einem sofortigen Zusammentritt bereit sein.

muß. Maßgebend für die Erörterung der Frage ist, daß nach menschlichem Ermesse» der Präli­minarfrieden vor der Tür steht und daß ande-

beschastigte sich dann mit den belgischen Fragen. Ter Unterkommission für Flüsse. Eisenbahnen und Häfen wurde von den englifche» und fran­zösischen Delegierten Vorschläge über die in- ter nationalen Freihäfen überreicht. Die Prüfung der Fragen wird diese Woche fortgesetzt

Ruubzüge bei Hannover.

Hannover, 3. März. (Drahtbericht.) In der Provmz Hannover wurden in der Nacht zum Samstag in bäuerlichen Ortschaften twit bewaffneten Räubern Raubzüge unternom­men, bei denen fünf Personen getötet wurden. Verschiedene Landwirte beginnen jetzt damit, ihr Eigentum und vor allem ihre Stal- lm^en mit Stacheldrähten zu umgeben, die mit elektrischer Hochspannung geladen sind.

RegieruugS'Znsel.

DaS umbrandete Weimar.

8SS der raid-Sale Eisner,^ der MehrheiL-- sozivlP Auer und ein Zentrmnsmanu unter mörderischen Schüssen zusanrmenbrachen, war es unschwer vorausguffehen, daß diese Untaten, denen unmittelbare Triebfeder jene ungesunde Revolwtiionshysterie ist, unter deren krampfarti­gen Schmerzen das deutsche Land sich stöhnend windet, den Auftakt bilden würden zu neuen

Gens, L. März.

Nach einem Lhoner Blatt werden di« B e. dingungen des Präliminarfrie­dens Deutschland binnen zehn Tagen bekannt gegeben werden. Präsident Wilson wird stünd­lich durch Funkspruch über die Arbeiten der Kommission benachrichtigt. Vorgesehen ist eine Herabsetzung de« Standes des deut­sche« Feldheeres aus 200000 Mann, mit einer starken Kontrolle des Artille­rie- und Fliegerwesens durch die En­tente. sowie einer Einschränkung der Produktion der deutschen Kriegsindu­strie. Deutschland soll jährlich zehn bis fünfzehn Milliarde« zahlen, die durch besondere Steuern und Kontrolle der Zölle durch die Entente erhoben werden, die Dauer dieser Tributzahlungen wird auf dreißig bis vierzig Jahre festgesetzt. Des Ferneren muffen innerhalb vierzehn Tagen alle U-Boote und alle U-Bootwerften (gemeint sind wohl die Mutter- und Hilfsschiffe. Die Schnitt.) ver­nichtet werden. Ebenso müssen alle im Bau befindlichen Kriegsschiffe innerhalb drei Mona­ten abmontiert werden und di« noch nicht aus- gelieferten deutschen Kriegsschiff« müssen den Alliierten gleichfalls übergeben werden. Die deutschen Funkfpruchstationen in Nauen. Hannover und Berlin werde» unter die K o n t r o l l e der alliierten Mächte gestellt, die weder politische noch militärische Depeschen dulden werden. Präsident Wilson soll nach offiziösen Berichten die vorstehenden B"din- gungen bereit« bewilligt (?) haben.

Nur so Wßt es sich verstehen, daß aus tner Lohnbewegung, denn eine wiche war ja anfängNch der Streik im nieder- rheinischen und mitteldeutschen Jndusttie-Re- vrer wieder eine ausgesprochen politische Bewegung wurde; und dar­aus wiederum folgt, daß sich die neue Welle vor allen Dingen und zuerst gegen die je t - rige Regierung Ebert-Äheidemann wen­det. Und wenn neben dieser Parole noch die andere auSgegeben wird: »Mr die Soziali- sienrnA", so ist auch dies dem Sinne nach eine polMche Kampfansage, unter der von Spar­takus suggestiv gebrauchten Behauptung, der Regierung sei es mit dieser Maßnahme nicht ernst. Es ist mm ja viel leichter, eine solche Foderung zu erheben, als sie in der trostlos schwierigen Lage, in der Deutschland sich befin­det, ausziu führen; das sollten die Arbeiter im eigensten Interesse einsehen, da Ueberstürzuna ihnen nur selbst enormen Schaden bringen kann. Andererseits aber läßt sich nicht ver­schweigen. daß die Regierung auf dem Gebiet der SogiMsiersiung (besonders der Bergwerke) nicht glücklich operierte. Es rächt sich an ihr die übersvannte Erwartung, di« sie m urteAstrüiben Köpfen groß werden ließ Die Regierung ist es also di« den Treibern der neuen, überall aufflammenden Bewegung dre scharfen agitatorischen Waffen selbst in die Hand gab, die sich nun drohend gegen sie wen­den. Ob sie daraus die notwendigen Konse- auenzen ziehen wird und kann? Um ihre ergene Stellung zu festigen, nm also die Er- sMge einer demokratischen Revolution zu sichern, um durch diese Sicherung die ibr nun einmal zugefallene Macht wieder zu kräftigen, damit einigermaßen Rübe und Ordnung Ein­kehr halten, müßte sie Taten bieten. Diese aber könnten vorerst nur auf dem Gebiet der .Verstaatlichung des Bergbaus' liegen. Nitr so kann sie jetzt noch den SpartEsten jenen ac- (ährlichen Wind aus den Segeln nehmen, den sie selbst hineinblies: und nur so kann sie sich Kaffen schmieden zur scharfen Handhabe ae- , gen den Kommunismus, wenn er über die­ses Ziel hinaus den Kampf Aller gegen Alle , betreiben sollte.

Weimar 2. März. (Drahtbericht.) Das Retchsrnmisterrum richtet eisten Aufruf gegen die drohende wirtschaftlich« und politische Änar- chie, in dem eS unter anderm heißt: Wir kön­nen uns nicht aus eigenen Vorräten bis zur neuen Ernte ernähren. Die Blockade zehrt am Marke unseres Volkes. Täglich gehen Tau­sende an Unterernährung zu Grund«. Eine un- geherrre Armee von Arbeitslosen ist angewach­sen. Ta lautet das erste Gebot: An die Ar- beit! 9htt sie kann uns ertte». Rur die wirt­schaftliche Demokratie kann alle Kräfte wecken. Wir sind dabei, das Gesetzbuch der wirtfchaft- liHen Demokratie zu schaffen. Wir werden das Ziel der wirtfckmftlichen Demokratie erreichen. Tie konstitutionelle Fabrik auf de­mokratischer Grundlage, und das in Verbindung mit der Sozialisierung der Wirtschaftszweige, die sich, wie vor allem Berg- we-ke und Erzeugung von Energie, zur Ueber- --°bme tu öffentliche oder aemischl-wirtschast-1

Halle a. S., 3. März. (Drahtbericht.) Aus dem H interh alt wurde Per Hauptmann Jakob sohu vom Stabe der Division Mer­ker durch einen Bauchschuß schwer ver­wundet. Ein englischer Journalist, der sich der Expedition angeschlossen hatte, wurde von den SpartMsten verhaftet. Am Sonntag herrschte Ruhe. Es gab Heinere Schießereien bei denen es jedoch keine Verwundete gab.

Der Präsident eröffnet die Sitzung um zahn Uhr. Es folgt Die Beratung des von sämtlichen siebenunddreitzig weiblichen Mitgliedern dep Nationalversammlung eingebrachten Antrages, der die sofortige Aufhebung her Hungerblok- Iahe und die Zurückführung der deutschen Kriegsgefangenen fordert. Der Antrag wird ctnstrmmig angenommen. Zur Verhandlung gelangt hierMtf eine von allen Parteien mit Ausnahme der unabhängigen Sozialdemokratie eingebrachte Entschließung, welche die Wieder­einsetzung Deutschlands in seine kolonialer Rechte fordert. ,

Signale und ihr peitschender Schrei fand Wi­derhall. Daß die neue Spartaftrs-Bcwegmrg aber ein derartiges Ausmaß nehmen konnte, er­klärt sich nur aus der völligen Verwirrung und Zersetzung, die an jene Stelle traten, an 'bet aufbauende Geistes- und Willenskräfte hätte« unablässig ordnend tätig sein müssen; und gerade dieser Mangel ist hauptsächlich schuld daran, daß die Entwicklung der Revo- lutron eine so überaus verderbliche Richtung bekam. Die Bewegung vom 9. November baute sich Doch auf politischen Ideen auf und erst in zweiter Linie standen die einzelnen wirtschaftlichen Momente. Die Männer nun, die sich aus dem Wege des Umsturzes selbst zur Regierung machten und daun auch vom Volkswillen bestätigt wurden, hätten die Revo­lution auf der Bahn der politischen Auswirkung erhalten müssen, um erst auf ihr alles zu er­reichen, was zu erreichen war: und im Zusam­menhang mit diesem Neuwerden mußte dann der Neuaufbau des Wirtschafts-Systems unter twnMcker Schonung des Bestehenden allmählich erfolgen. Umgekehrt aber verfuhr man, rndem man dem Kamps den Charakter einer Nur-Lohnstreikbewegung gab; man spannte die Erwartungen fanatisierter Arbeiter- kveise mft Worten, wie »schnelle Kommuni- sterung^ so hoch, daß ein schlag von uu- abhängiaer und fpartakistischer Sette unaus­bleiblich war. da keine schnellen Taten folgten. Heute zetert man in Weimar ,Mov- dio", vergißt aber, daß man erntet, was man säte. Der Vorwltrf Wßt sich der Regierung mcht erspare«.

Dre Regierung Hat das wohl mich erkannt and vielleicht verzweifelnd an den Kopf gefaßt: »Die Geister, die ich rief, ich kann sie nicht mehr bannen!" Sie verftel auf dieArbeite kam- m e r n" Daß es aber mit diesem Zugeständnis nutzt getan ist, beweist die unheilvolle Lage am Niederrhein und im HaNischen Ser«» retoier. Jeder Tag bringt nette Schreckens­kunde. In Düsseldorf wurden die städti­schen Kaffen .radikal" ausgeplüudert und alles, was an Lebensmitteworräten zu erreichen war wurde von Spartakus beiseite geschafft, als Re- aierungstruppen kamen. In Hamborn floß Blut. Artillerie mußte in den Kampf ums Rat­haus einigreifen. In Mülheim

UMM WMWM.WWM

Deutschland zur völligen Ohnmacht verdammt.

(DrühÄerichte.)

Weitere Entente-Beratungen.

Pari«, 3. März. Der Konferenzausschuß trat vorgestern nachmittag zusammen. General Fach übermittelte die Berichte der militärischen Vertreter der Alliierten Über die dem Feinde aufzuerlegenden Bedingungen. Die Kom­mission für die belgische und schleSwig'sch« An­gelegenheiten unter dem Vorsitz Tardieus setzte die Prüfung der schleSwig'schen Frage fort und

preßten Vertreter d«S A.- und S.-Rats von der R eichsbank-Nebe nstelle 74000 Mark. Don hier aus branden die Wogen mit Gewalt nach Halle, Erfurt, Gotha, Leipzig. Es Ist, wie Wenn ein Sturmwind mit entfesselter Kraft daherbrause und alles vor sich nieder- breche. Die Züge, die unter Dampf sieben, wer­den angehalten; die Kesselfeuer verlöschen; aller Verkehr ist wie abgeschnitten. Bon Norden her droht das Berliner Schreckgespenst; auch dort rüstet sich Spartakus zu neuen Taten; denn der Rote Soildatenbund* fordert zum politi­schen Generalstreik auf. Wohin man immer irrenden Anges blickt: Ueberall tosende BrastdunL deren Wogenprall gen Weimar drängt. Dort sitzt die Nationalversammlung, um die neuen Regierungsmänner geschart. Es frfmnrt viel Rat aus redeseligem Mund; aber die Tat wir denken jetzt gar nicht mal an Gewalt, sondern an reife, ruhige, weitaus- schanende politische Tat die T a t l ä ß i auf sich warten! Weimar, von dem be­fruchtendes Leben ausströmen soll, ist vom Verkehr gänzlich abgeschnitten: und die Män­ner sitzen dort auf einer Insel, wartend .. bis die bolschewistische Welle sich etiva verlau­sen hat. Tie aber tobt lueitct: Stur; der Re­gierung, Diftatur im Räteshstem, Abschaffung des Parlaments, heult b* Sturm. Dringt sein aufschreckender Schrei nicht auf die Regierungs- Insel? Mit Aufrufen allein fft's nicht getan..! p. b. 5.

l und -Wirtschaft, namentlich aber unsere Be. I Handlung der Eingeborenen den Besähigungs- inachweis gebracht hat Unabweisbar und int» I verzichtbar ist Deutschlands Forderung nach Wiedererlangung seines Kolonialbesitzes, eine' Lobensnotwendigleit für ein 70-Millionen-BoIk.

| Darum gebe ich der Stimmung, nicht nur der Nationalversammlung, sondern des ganzen deutschen Volles AuÄwnck, wenn ich die drin­gende Erwartung ausspreche, daß im Sinne irnd Geiste, der Wrlsonschen Botschaft das Ko- lomalprogramm bei den Friedensverhandlun­gen in einer Weise gelöst wird, die dem Stand­punkte des Rechtes und der Gerechtigkeit ent- spttcht und Gewähr für einen unerschütterlichen Völkerbund und dauerhaften Weltfrieden bie­tet. (Lebhafter Beifall.) Nachdem noch der unabhängige Sozialist Henke sich grundsätzlich gegen Kolonialbesitz ausgesprochen hatte, wurde die Entschließung gegen die Stimmer der unabhängigen Sozialisten angenommen.

Es folgt die Beratung des Gesetzentwurfes bett. Verbot des Agiohandels mit deutschen Banknoten, sowie zwei roetterer Ent­würfe zur Erfassung der in deittschem Privat, besitz befindlichen ausländischen Wertpapiere für den Bedarf des Reiches, sowie für Bekämp- iuna der Kapitalsflucht. Tie drei Gesetzent- ... « - würfe werden darauf in allen drei Lesungen

Konstituante i« Permanenz? angenommen. Ein Antrag, der die Regierung

(Drahtbericht.) . I ermächtigt, zur Durchführung der Wasfensttll-

Weimar, 3 Mär, standsbedingungen die nötigen wirtschaftlichen

In parlamenta-ischen Kreisen mir» P® finanziellen Maßnahmen anquordnen, wttd terbrechung der Boll versammln»-der Verkehrserschwerung bei Zahlungsfristen gen emtreten kann, oder ob nicht die National- Es folgt der Gesetzentwurf, durch welchen Versammlung dauernd zusammen bleiben I 'ür Leistungen, die in dem von feindlichen Act- < ------ ----- ~ - - ren besetzten Reichsgebiet, außer Elsaß-Lothrin-

gen, gemäß den Waffenftillstandsverttä-gen für den Unterhalt der feindlichen Be- «atzungstruppen oder aufgrund von Re. gmsitionen bewirft worden sind, Vergütung ae- | währt werden soll. Der Entwurf wird von Rednern aus allen Parteien willkommen ae- I beißen und ein ähnlicher für die Ostgebiete verlangt den der Innenminister Preüß in Aussicht stellt. Die Vorlage wird in allen drei I Lesungen einstimmig angenommen. Zur dritten Lefun-g des UebergsngSgesetzes liech em deutschnationaler Antraa vor, der die Frist von drei ,Monaten, innerhalb welcher die Na. tionawersamMlrmq das Außerkrafttreten von Verordnungen beschließen kann, streichen will. Abg.Tr. Rösicke wendet sich besonders oegen die Verordnung über di» Sicherung der Acker- und Gartenbestellung. Es fei ein Ausnahme-

I Seiet? erster Ordnung. Abg. Braun-TLsseldori erklatt gerade diese Verordnung für eine bet I wertvollsten und wichtigsten. Ahg. Winnefeld (Deutsche Bpt.) verlang gründlich« Nachprsi sung aller Verordnungen der Volksbeaufttaater I *n kmer Kommission. Auf Borichlaq des Präsi. I Renten wird die Weiterberatung um ein Uw auf y/. Uhr nachmittags vertagt.

Gegen Uhr wird die Verhandlung wie» ver ausgenommen. Abg. Dr. Heim (Bayerische» Bauernbund?: Die Anbauverordung ist ein ao- jährliches Erperi^rent. Wir werden auch in stl». kunft über einen Anbauzwang nicht frintoe» kommen. Wir haben noch für neun bis zehn Wochen Lebensmittel. Wir stehen vor eines* Abarunde. Die Hoffnuna auf das Ausland ist

Frankfurt, 3. März. Zu de» dauernde« Waffenstrllftandsbedingungen bemerft di« Franfturter Zeitung" unter anderem: Borans- Nnam üb?r di?Li?au"nae^'w7vöE'L" I Kolonialminister Bell: Als einen Lichtblick Waffenstchftanves be» Ln 3üit *** ich es bezeichnen, daß in

xyunenniunanree Den Tatfackien entsprechen. I der kolonialen Fraae eine erfreirfirfie ac »rt$i? mlt £r V b6 n.s,uUebereinstimtnung zwischen Regierung, Parla- i " j1 hi2t,®!h lrt bcr denkbar übelften ment und Volk besteht. Sine schmerzliche Ueber- Sieae? aufetteattü'^ »'"-"?" und bittere Enttäuschung bietet dem

"<b tms- ®e»altfttebc«s be- deutschen Volke der Artikel 19 des Gesttzent- Diese Bedingungen verstoßen in der wurfes des Völkerbundes, der über die deut- dtt BuchsiMn» unt> [4m Kolonien Besftmumn.gen trifft, die unter

Wllsonfchen Ankündigungen, dem Zeichen des Rechtsftiedens verschleierte ?le unleugbare Tatsache, Annerron darstellen. Wir appellieren an dar daß die Giitherßung der vierzehn Punkte Wrl- 'Gerechtigkeitsgefühl des Vräfi. war S h,rbh- bic Voraussetzung deuten Wilson und erwarten, daß n sein

k«"ten^üstann- w^-E'Ellung der Feindselig- Urteil nicht einseitig auf die Anklage unserer ',£nn dw Forderungen I an dem Erwerbe deutschen Kolonialbesitzes in- finUt»er *rt M.»^Lertf" V' r befangenen Gegner grün-

m ;r * wären, so blerbt von den del. Wir sind m der Lage, eine Reihe engst- Wtlimt fiqen Pnnzrvlen und von den Hoffnun- scher und sonstiger einwandfteier sieugnrffe SL7LL ae- darüber zu bringen, daß unsere Kolonialpolftil

knüpft worden sind, mchts als die Ettnnerung '" ------------- - - -

isfcrttt. DaS Blatt fiat Grund zu der Annahme, rast unser».Km-gtzgegner. e-i-tchliestlich der B-r- einigten Staaten, wirklich entschlossen zu ter d-m erborgten Namen von WaffenfttllftandSbedingungen eine Reihe von Forderungen aufzustellen, deren Erzwingung eine von dem Wilfon'schen Gedanken völlig un- bettchrte» Gewaltfrieden ausmachen würde, und deren brutale Einseitigkeit und Willkür sich schon dadurch kennzeichnet, daß. sofern man sich auf die Nachrichtengnelle verlassen kann, mit keinem Wort der Herausgabe der Gefangenen und der Rnchebung der Milderung der Blok- kade gedacht ist. Das heißt brutale Gewalt!