Kasseler Abendzeitung
Ti« »offder «eue?«sNachricht« erldjeounwSchmiüch fe**tnel aab paar «bea»*. Der arbcn-iHtunttotttS beträgt etoaotL L20 Rort bei tret« ZafteSang tnS Haa«. Sefidlwegen werden jtbet*«!! w« bet »eschsftrstell« «bet bet Boten entgegengenotntnen. L rackeret, Verlag unb Rebellion: Schlachihofftraie 38/S6. gär uacerlangt eineefonbte Beiträge kann He Medaktion eine SierontirOrtung aber Gewahr in keinem Falle übernehme». Rüüzahvmg be* «e*ag*zelbes oberLnirrüche wegen eüvatg«Richt arbmmgbmLhiger Steuerung aaggefchlolsen
Hessische Abendzeitung
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dLummer 6s
Sonnabend, 22. Februar 1919.
S. Jahrgang
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Terror des Sparlakusbundes im Reich.
iure)
ter und
Lrrrvhrnr in Herne.
Di« Lag« in Doch«».
Sus Prenßek-Kabinett
Die Regierung und Spartakus.
Berlin, 26. Februar. (DraMericht.1 Die
Tie neuen Ministerien. (Drahtbericht.)
Heute abashMench Ministerrat beschästiate sich mit der Angelegenheit. Ter Führer der Matronen, Lutter, wurde gleichfalls verhaftet. Die an dem Putsch beteiligten Matrosen erklärten, irregeleitet morden 51t fein. Ihre Waffen haben sie freiwillig abgeliefert. Da der verfassunggebende Landtag morgen im LaNdtagsgebäude Zusammentritt, bat der Ratekonareß beschlossen, seine weitere» Beratungen vom Landtagsoebäude i'ach dem Deutschen Tl>eater zu verlegen. Die Regierung traf die nötigen Massnahmen, um den Landtag zu schützen. Me Regierung wird auch die Schuldigen d«S heuttgen Unter« nehmens verfolgen und warnt dringend vor ftgschem Putschversuch, von welcher Seite er auch immer angezettelt sein möge.
maM-ontur von aus Wilhelmshaven gekommenem Matrosen b osetzt worden feien. Ter Atchtfommantzant, der Polzejpräsident, fotoic der Sekretär des Ministerpräsidenten feien ver- haftot. Die Gebäude :vurden bald wieder von
Weimar. 2L Februar.
Die Verhaftung be§ Dorsstzenden des Weimarer Arbeiter-und Soldoten-
abhÄrrgigen Sozialdemokraten und die Kommunisten haben iu der Rächt versucht, ihn au« der Haft zu befreien. Der Versuch ist mißglückt. Nmchhängig von diesem Vorfall find in bett letzten Tagen in Weimar einige weitere Verhaftungen vorgen omuten worden. Es handelt sich um junge Bursche», die aus den Bestände« der Re> gierustgstrnppe» Waffen und Munition ge- stöhle« hatten und sie verkauften.
rev-uÄikanischt>n Truppen und von einer Abtcj- bmg deS Leib-Grenadier-Regiments befreit und di-o Verhafteten wieder in Freiheit gesetzt. Df er Sekretär des Ministerpräsidenten machte im jKmrgreß die Mitteilung, daß Prinz Joachim von Preussen, der sich im Hotel Bayerischer Hof in München unter dem Neimen /eines Grasen Mexz mrshielt, verhaftet worden fei, weil er im Verdacht siebe, mit den Nm-
rateS ist «egen Verdacht des bedachten H 0 ch. »errateS erfolgt. Die Anordnung zur Der-
nacten rne vrvattung und die aeffrnn «nd wirtschaftliche Hebung der Eingeborenen zur ersten Pflicht machen. Besondere Bestftmnun- gen werden die Unterdrückung der Sklaverei und des Mlavenhandels. des Branntwein- genuffes, des Waffenhandels, sowie die Be- lämpsung der gemeingefährlichen. Krankheiten zu regeln haben. Im weiteren Verlaufe wftd es sich vjsskteichr als zweckmässig Herausstellen, Merchestforderungen für den «rdeiterschntz und für den Schn tz d e s Gr unddef itzes ner Erngeboreiren zu forrraSiereu. Das Inter-
Weimar, 21. Februar.
Gestern wurden hier wieder neue Konferenzen über die Zusammensetzung des künftigen preußischen Ministeriums in politischen Steife« gepflogen. Danach soll setzt das Kultusministerium den Demokraten und daS Justiz Ministerium dem Zentrum überlassen werden. Die Vozialdemokroten haben angeblich die auf sie entfallenden Armier wie folgt besetzt: Hirsch (Ministerpräfidenft. Düdekum tFi- nanzministeri, Braun iLandwirtfchaftSimni- sterft Hue und Ern« lMinister ohne »orte, freiste). Doebne wird Unterstaatssekretär i« Lriegrministcrium bk-ibnu.
Koloniale Politik,
von
• dann and) gleich zu einer Plänkelei zwischen ; Vogler und Erz btrger. um das Schreiben des ReichSwirtsckeastsamtes in Sachen der ' Ablehnung der Sachverständigen bei den Waf- 1 fenstillstandSverhandlungen. Dabei gab es wieder recht lebhafte Szenen. Namentlich wurde Erzberger von rechts her mit scharfen Zurufen attackiert, fodass der Präsident eingrei- fen mußte.
In der fortgcfetzten polittfchen Aussprache erhält der deutsch-nationale Abgeordnete Pfarrer Traub das Wort. Er wird mit heiteren Aha-Rusen empfangen. Er spricht sehr rubia und maßvoll im Ton. aber scharf in der Sache, Es konlurt dabei sehr oft zu lebhaften Kund- gedungen Rechts und Links und gegenseitiger stürmischer Zwiesprache. Die Mittel- Parteien Verhalten sich im allgemeinen ruhig. Nur einmal kam cs zu einer Bewegung, die das ganze Haus erfasste, als Traub das Werden der deutschnattonalen Volkspartei bespricht und auf die ftürmi-schen Zurufe von Links nicht leugnet, dass selbstver- stLndl-ich noch Zusammenhängemitder' alten Parteien beständen. Als er hinzu fügt: Wir sind nicht so chgratterlos, da gibt ef Zurufe, Heiterkeit und stürmische Unterbrechens im Hause, vor allem auch Zurufe, die aui Traubs eigene Vergangenheit sich beziehen. Man hält ihm vor, dass er erst links-liberal, dann nationalliberal, dann links-konsereatir und jetzt rechts-konsrrvativ geworden fei.
Inzwischen hat sich im Saale manch interessante Partei-Kombination ergeben. Der Zen trumssührer Gröber begibt sich zum Führer der Mehrheitssozialisten Lobe und nimmt für längere Zeit auf der Bank der äusseren Linken Platz. Später verbandelt Gröber mit Payer. Zu ihnen gesellt sich Erzberger, und drei wärt tombergische Erzellenzen verhandeln miteinan der. Später tritt Payer zu Löbe und spricht noch mH ihm längere Zeit. Die Parteiführer suchen nämlich zu einer Verständigung über den Arbeitsplan zu gelangen. Man ist der Auffassung, daß der Gespräche nun genug seien und daß Zeit und Raum für rasche positiv: Leistungen geschaffen werden müssen. Inzwischen haben nämlich die Unabhängigen einer Antrag eingebracht.
die 25 Milliarden.Kreditvorlage überhaupt zu ftteichen und nur die 300 Millionen für das Wohnungswesen zu belassen. Staatssekretär Schiffer wendet sich in scharfen Worten gegen diese Forderung, auch gegen einen weiteren Antrag, nur 18 Milliarden zu bewilligen. Er wäre sonst gezwungen, in kürzester Frist mit neuen Forderungen zu kommen. Fm übrigen wissen wir ja, dass von den 25 an- geforderten Milliarden heute schon mehr
Geh. Reg.-Rat Dr. Julins Rappet Vortragendem Rat im RrtchS-KolonialÄutt.
Dt» Purks« *ton(«en* tzat sich für Me Jnternakko- waHltanmg der deutschonNoIonten auigefprochen. Sagegen «6ctt @«tetottat Stoppel die fotgmbm fierbt- «ngen fivcdke S'Ättmz der «slonteawt ESlkerbm»^ Dem Döllkerbirnde. der das Kernstück des immneitdeu Wettfriedens SAden soll, wird auch auf folmrialem Gebiete eine große Aufgabe gestellt werden. Es besteht noch wertgeh ende Un- tiar&ert über die Art Weser Aufgabe. DaS Schlagwort »FMen«lrtfo«aKsie rung der Kol onien' verführt z» Darstellungen, deren Derwirk- lichung sich bald als Unmöglickckert Heraussteller» tenttbe. Der Vökkerbund sM allgemeine MeufchhertAntevesseo wahren GM es solche auf tolorritilem Gebiete f Die ältere Koloniab- prMrk hat nichts von ihnen gewußt. Sie verwaltete die überseeischen Besitzungen muh streng nationalen Grundsätzen. Ganz allmShkich D iu dieses System Bresche geMagen worden. Schrttüveckse wurden die KrSonien anderen Nationen geöffnet und Abmachungen von Staat ru Staat über Vie Unterdrückung des Sklaven- yartdels waren die ersten Martste-ne aus dem Wege za internationaler Regelung. Bei Beginn »er neuesten Äera der SowniakpokitS haben dann die Genenürttten der Berliner und der
In Got h a dürfte General Marker in kurzer ileit einziehcn . Infolge der Verhaftung der Führer des roten Soldatenbundes in Berlin ist eS in Berlin vollständig ruhig geblieben. ES soll alles getan werden, um Zufammenstöfie zwischen dem Korps Lüttwitz und der republikanischen Soldatenwehr und der BolkSmarine- divifion zu vermeiden. Ter Bolksmarinedivision sind nod? zwei Tage zum Verlassen des frühere» Marstalls zugestanden worden.
SMertetis-Setoegmig
Berhnstnngen in Weimar.
(Drahtbericht.)
Regierungstruppen haben ihre Operationen im Ruhrgebiet noch nicht allgemein cingeleitet. Wie in Bremen und Berlin will d'e Regierung zur Bermeiduug unnStigen Blutvergießens ab- martett, bis sie fo stark ist, daß von vornherein feder Wider st and aussichtslos ist.
Herne, 51. Februar. (DvaHtharichL) Gestern kam eS hier verfchichenMch zu UnMhen. Auf der Zeche Shamrock erzwangen die Spar, akrsten die Freilaffung eines ihrer Führer, der von der Siche ehe ftemehr verhaftet worden war. Gestern nachmittag fattd ine Versammlung unter freiem Himmel statt, in der die Spartakisten dis Wegnahme der Ma- chftlengtweHre v«n Rachanfe verlangten. Der Arbeiter- und Soldatenrat lehnte VerhaudÄin- ten darüber ab. Ms dann btt Menge zum Rathaus zvL wurden die Maschinenae»! wehre iu Tätigkeit gesetzt Die Schüsse- ...... .. .... W,VWW1 wn u„„ gmgen über dre Kopfe der Anftürmenden hin»» trisben im Zustmumenbauq zu stehen. Ein noch weg Als di« Mcherhetismwinsihaften aus- v -------------'
schwärmten, gelang es ihnen, die Menge zurück- zudränge» und völlig zu zerstreuen. «?
unter Artilleriefeuer genommen haben. Der Aufmarsch der Regierungsttuppen zwischen Münster und Dortmund wird fortgesetzt.
Ei» Matrosenputsch in MKnchen.
München. 20. Februar. lDrcchtüericht.) Vm' oem LanMWMWM wo zurzeit der RSteSkongreß tagt, erschien heute r.achinittag eine etwa sechzig Mann starke Matrofen-Ab- terlung irr der Absicht, das Landtagsgebände zu Gesetzen. Später gesellten sich dazu noch Pioniere. Einige Matrosen deanaen in den Eingang des Landtagsgebändes ein und warfen Hamdgranaten. Von der int ssiebLude befindlichen Wache wurde mit ©e'vefrrfeuer ge- anLuortet Dabei wurden zwei Personen ver- letzl. Jnr Rätekoirareß, der ttotz der Zwischenfälle weitcrtagte, wurde mitzeteilt, daß der P.achnhof. das Telegraphenamt, das P'rnl i z e i p r ä f i d i u m. sowie die Stodtkom--
,tn. 7sse nn
als zwei Drittel verbraucht sind. Ter Reichsminister vwthein, früher Parteifreund Traubs, (trnu in einer langen und sehr scharfen Rede gegen Traub und feine Ausführun aen vor. Die sckarse OPPositionSstellung. in welcher sich heute die gefamte Rechte gegen die Regierung befindet, rückt er deutlich in dn- Vordergrund. Es ist keine Minister-, es ist vielurehr eine parteipolitische Rede. Das ist ja dos Kennzeichen der Zeit, daß man gerade vom Regienurgstische aus jetzt viel mehr partecholitische Reden hört.
Tie Ausführungen Gocheins finden auf der Rechten scharfen Widerspruch. Schließlich verlassen die Abgeordneten der Rechtsparteien fast sämtlich den Saal. Während Gotheiu spricht meldet sich Erzberger wieder zum Wort. Fe^- renbach legt enffetzt die Hände zusammen, denn er.sitzt wie auf glühenden Kohlen. Möchte er doch heute unter assen Umständen die Kreditvorlage unter Dach und Fach bringen. Erz- berger aber macht es kurz. Er geht in ausführlicher Rede in Polemik gegen Traubs Ausfüh- ntnaen. unter großen
Schutzmaßnahmen für Weimar.
Weimar, 21. Februar. (Drohtberiaxt.) General Berger, der den Oberbefehl über die Truppe« zur Sicherung der Rattonalverfamm- lunst führt, hat dem hiesigen Soldatenrat be> kanttt gegeben, daß auf Befehl des Kas- selerelftenArmeekorpSinde« nächsten Tagen die Aufhebung des hiefiaen Soldatenrates erfolgen werde. Gleichzeitig hat ©enernl Berger angeordnet, daß alle 4söffen, Pie sich noch int Besitz des Soldatcnnttes befinden, als Heeres gut zu betrachten sind und ausgeliefert werden müssen.
Die Kreditvorkage.
Unter Dach und Fach. * (Dmhkbericht unseres Parlament. Mitarbeiters.)
Weimar, 20. Februar.
Die politische Spannung, die in Anschluß an die jüngsten erregten Debatten über die Waffenstillstandsbedingungen hervorgetreten ist, h ä l t n v ch a n. Sie lag auch, tro» der sichtlichen Ermüdung, über der gestrigen Sitzung. Fm Saale und aus der Regiemngs- tribüne butten sich schon lange vor Beainn lebhaft debattierende Gruppen von Parlamentariern und RegierungSverttetern. Erz her- ger und Graf Brockdorfs-Rantzav sitzen lange allein auf bet Regierungsbank und sprechen miteinander. Später gesellen sich die Minister Schiffer, Landsberg und Wissel hinzu und alSbald erscheint Schei- bentann im einfachen grauen Anzug. Der Beginn der Sitzung verzögert sich, weil zwischen dem Präsidium, dem Direftor des Reichstages und dem Abgeordneten Vögler noch lange Besprechungen über eine von Vöglet vorgelegte schriftliche Erklüruuq ftattfmlben. Es kommt
mternattmmfen Regimes nicht buch dile deutschen Schutzgebiete, sondern alle Kolonien, oder, falls dies nicht erreichbar «ein sollte, wenigstens alle tropischen ©dbiete Afrckaz und der Südsee emgubeziehep.
^Der wichtigste Gegenfwud der materiellen Vsrichriften wird der Schutz der Einge- borenen fern. Ztr dieser Beziehung sind < Grundsätze voranzrrstellen. die den Kolon: al- flaaten dre Erhaltung und die geffttae w-rrrschaftliche Hckbimg der Emaeborenev
V-rchum, 91. Februar. (DttchKericht.) WÄ- lenb der letzten Stunden ist die S t i m m u n/g der Bele gschaften über den Aus rang der Ltrefks z u v er srch t k i ch e r geworden, die Spartoftlsteute verüben ihre Gewaltmaßnahnien unter beut Eindruck, daß ihnen der Erfolg der* sagt bliebt, was in der Heurpffache damit, in Berbrndung gebracht wird, daß die fuchr^ St<berbeit5»ebr noch zum größten 3^'il den Berg- und Hüttemverken zur Auftcchtert«l- tung der Ordnung zur Berfiigung steht. ;
* 1
Terr»r im Dorrtnuuder Bezirk
Dortmund, 91. Februar. <Dnchchericht.i >' Der Teilstrekk auf der Zeche .Union' ist beendet. Auf der Zeche .Tremonia' w^irden rte eme Stillegung fordernden Sp «rta- kr st en von der Sicherheitswehr Bert rieb en. Aus der Zeche , jpanfa" demolierten die ■ Spar- tWrtt bte Vorrichti'ng für künstlichen Lllftzug, icwatz die Belegschaften Mr Anssghrt ge-wun- gen waren. Tie Belegschaft der Zeche .Erin' war, zur Ausfahrt aezwungen. bes<t>loiss aber emstnmmg dre Wiederaufnahme der Artont. Auf Zeche .Teirtovurgia' siebt die Solinger Sicher- heftswchr Posten und sorgt Mr Ordnung.
e
D«iS-»rK von SpL'.chakiste« urn^ingett.
Bochun«, 21. Februar. «TrckKkbericht.) Tie Säße im Ruhrrenirr mar -testvn atzend »oKfiäwb‘8 unverändert. T u t 6 '> rrsrg wird »pb den Dpanakitzen nmüirtgelt, die die Zechen und ZechengebLude vor/ Tutsbura
esse der ehihekurischen Bevölkerumg und der Kul. turnattontn verlangt ferner die Festlegung des Prinzips der .offenen Tür' im weitesten Ausmaße für alle Kolonien. Das Prinzip umfaßt die gteichmätzisse Zulassung zur Niederlassung und wirtschosiltchen Betätigung und die glrtck- mäßigp Behandlung des Handelsvertchrs und der Schisfahrt. In dieses Kapitel gehören ferner Vorschriften über dre.Freiheit der Missionsarbeit und der soustigen Fürsorgebestrebungen, über den Sckmtz der Fauna und Flora, über die Freiheit der Wissenschaft- kicher- Forschungen. Der Weltkrieg hat schließlich die absolute Notwettd-igkeit der völligen FriedenSsicherung für die Kolonien auf das douklichste gelehrt. Zn diesem Zwecke ist ihre bairentbc ReutrnWerung. die Besthränkung der mflitSrifchen Machtmittel auf das für die Auf- r«htersi.cktung der inneren Ruhe erfordeMche Maß, das Verbot von jeder Art von MÄitari- siermrg und der Berwettdun-g Eingelwrener auf fremden .KriegSschaublätzen herbeizuführen. Zur Durchführung emes solchen internätionaleu Gesetzbuches für die Kolonien ist die Schaffung besonderer Organe und Efnrichtungerr des Völkerbundes ,muMAMÄich -rotweutzig. Sie sollen dazu dienen, die Verwaltung der Kolmrien zu überwachen und Verletzungen bet aufgesiellten Grundsätze für die Zukunft zu vermeiden.
Brüsseler Koniferen; für TeD> von Afrika bereit# drei große Gedanken in die Form Völker- rechtlicher Gesetze eegoffero: den Schutz rmd bio Heb««« der eingeborenen LftvSIkeruugen, die Fr ei he ft der wirtschaftlichen und kul- :nreuett Erschließung der Kolonien für alle Völ- endlich d» Sicherunq des Friedens in den lolonucken Gebieten. Diese Gedanken sind DtzenschbeitSgedauken, beruhend auf der Er- tl,w„.
hchvmg ist a.-s ergnr
Kitten, an den Schätzen der K^ousirlgebiete imd — - -
das Recht und die PfÄcht haften, an der großen Aufgabe der Empo-rentw:cklun« der zurtick- arbliobenen Länder mitzuwirken. Dem BöLer- bnnd als der organisierten Kulttrrrnensthheit wird eS obliegen, das Werk der beiden Konferenzen fortzuführen. Et wird Vorschriften iür d:e Verwaltung der Kcklomen anfzusiellen lind deren Ausführungen zu überwachen Haben.
Wenn dagegen Jnternationakisie- k ung der Koronöen chre Uebertmynna auf den Sölkerbund und ihre gemeÄttchastkiche Vor. waltung durch ihn bedeuten soll, so darf man von einer solchen Lösung befriedigende Erfolge ficht erwarten. Die SchwierstAeiten der prock- upchen Durchführung wären ungeheuer, und ein rtttss Funktionieren des evforderl-chen intet- natumalen VerwaliungSapparateS spare nicht ssur nicht gewährleistet, sondern höchst'unwabr- icheinSich. Die von General S m u t S aume- ■ stellte Man dats-THeorie. die große?lus-
Wirllichleit zu werden, zu Haben scheint, imll dre ^Kolonien zwar dem Völkerbund übertragen, sie aber durch ihn einzelnen Staaten nM dem Aufttage, sie für ihn zu verwalten, überantworten lassen. Sie hat einen Vorzug, her sie offenbar bei den Verhandlungen in Va- T!f in den Vordergrund hat treten lassen: Sie irleubtert die Uebertragnng kolonialer Gebiete von einem Staat auf den anderen, indem sie rIX anstößigen Begriff der Annexion auS- s^ießt I» dieser Beziehung könnte sic fegens- rerch Warfen, wenn sie dazu benutzt würde, eine neue Verteilung der gesamten Ko-
lEröß-e der Nol-onmDaaten -erde^irfürpren. SsL ,rr dagegen nur dazu diene«. DoutschLand um Besitz zrr bringen, so Wäre sie ledtzglrch bostmrmi, ein schreiendes ttu- "ckt zu bemänteln, und deshalb abtzulehnen. Di- Autzabe. die dem Völkerbund auf koü>- n6lS?I«,^^retc ^"fÄlt, erblicken wir hiernach :n der Aufttellung von Grundsätzen für die Ver- IwMtuiW der einzelnen Kolonien und in der -i-berwachung ihrer Anwendung. Da» Mel ist cw Wahrung der allgemeinen MenschHeitsrnter- rssen., SÄbrrversiändÄch sind in den ßettuna«,