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fielet Neueste Nachnchteu

Hessische Abendzeitung

Kafleler Abendzeitung

9. Jahrgang

Fernsprecher 951 und 952.

Freitag, 2L Februar 1919

Fernsprecher 951 und 952.

Rumrner 88

Mtzmhmeu der Regierung gegen Spartakus

Foch für die Spartakus-Adwrhr.

35600 Mann im Vormarsch!

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lBfeTtton«»«tfe; $>te NrdengrtzurU«« S«Ue Mr ^»heimisch« »«chüftr SO $- 'S» «* roärtiae Smeigtr. 33 Pf. Sttlamtjeile füt eUWmtfdU 3efd)äfte 75 Pf, »te culwartige Se!<safte 1 Mr GtoffuSie Seitdem raerben mit 5 'Statt yr» TLntrnd berechn«!. alle? mir '0','. Seuere^a«-5ufditag. BeiTteSctmltthmg »en «»reize» aerf tetegl^ Wege wir» für durch Hör. fehlet Herroteetcfms Irrtümer keinerleiHtchtmg ftbemonrate. Für Li- Sufnatjme estiJlnaeigen an befiimmten Zagen aber PlLtzen wird i. fli.feineSerolat «eteiltet. DrtchLf!?ft»8-: Site..:«?.>

«en demokratischen Standpunkt der Entente stel­len nnd ttr.5 ihren Identen arrschlietzen. Rur fv kann ein mächtiges Polen mit Anschluß un das Meer erblichen. Bleiben wir aber schwach und uneinig und treiben wir eine Klas- fenpolftÄ, so sind wir auf bie Gnade der Selbstbestimmung angewiesen. Daß wir. soweit eS die bestehenden Gesetze ermöglich' in dieser Nichtung gearbeitet haben, ist jedem bekannt, und wer die Vorgänge während des Krieges verfolgt hat, weiß, daß wir stets unter

. Essen, 20. Februar. Bei Bottrop ist es arfk-rn zu einem Kampfe zwischen der SickerheitSwehr und den LpartaNsteu gekom­men. Die Spartakisten, etwa 700 Mann stark, rünten mit Maschinengewehre« u n d G e s ch ü h c n von Hamborn g'gen Bott­rop vor. Sie drangen unter Maschinengewehr- und Gescküdseuer vor und legten trotz hefti­gem Widerstande der SicherhcitStruppen fast alle Zeche'n und Betriebe still. Bis­her haben d!e Spartakisten aus ihren Geschüt­zen über 100 Schüsse abgegeben. Aebrr dir augenblickliche Lage in Bottrop ist nicht» zu er­fahren. M jeder Verkehr dorthin unterLurckr« ist. Die Fernkprechleitungen sind unterbrochen, der StcatSbahuverkehr eingestellt.

Sitte befristete FordsrrrugE

Basel. 20. Februar. sDrahckerichi.) Die ..Morningposch meldet aus »em besetzten Ge­biet: Bei dem Oberkommando werde Ücker me mangelhafte Ablieferung deut, stber Kohlen an die Industrie geklagt. Dte Alliierten beraten über eine befristete For derung an Deutschland.

Münster, 20. Februar. Ge-reral Foch hat gestartet, daß zur Abwehr de SS P a r t a. kus-Treibens in Düffeldorf Neg-erungs- truvpr« verwendet werden, dock Müsse . dir Stärke der verwendeter! Truppen nutge- teiit werden Rach den Bch.inw-mtgen des W a f s e n st i l l st a n d s v r r t r a g e 8 Mt Düsseldorf in die neutrale Zoirr, in der zwar Neo'.erungsiruppen gehalten Werder biixfett, aber nur in einem so beschränkten 1 ufange, das? die erfolgreich? Bemvenduna^ch m d,e Tausende bewaffneter Spartakisten «UMSgl.ch sein würde. Durch das neue U-beremkommsn istdreRegierungindjeLa g e v er f e M. eine umfangreiche Anzahl von ^e- gicrnngstrnppcn nach Düsseldorf «u entfendem um den Kamp? gegen die Kommunisten ^rt

ein » kokort und energisch aufzunehmem

Ein schweres Spiel.

Die nächsten Bedingungen.

lDra>hrdericht.>

Weimar- 20. Februar.

lieber die nächsten Bedingungen der Entente verlautet in Weimar, daß die Beswechmwcn. die demnächst wieder in Trier ausgenommen iverden sollen, bereits den Charakter eines Borsriedens tnu-en werden, fe sollen ie- de'alls bis r»r endglltieen Unterzeichn««!, des siedens ht Kratt bleiben Die Bedingungen werden hanvisäMch die Einschränkung der deutschen Militärmacht fordern, e- dock ist eilte weitere Besetzung deutsche« Ge­bietes nickt geklaut. ES ist »ar. daß Deutsch­land diesmal ein sehr schweres Spiel haben wird, da im Auslands die Mernnng verbreitet ist. die Regierung muffe alle Bedingungen an- nehmcn um nicht neue Unruhen hervorznrnßen. Ob die Entente bei Annahme der-neuen Bedm- anugen aber auch ihrerseits bindende Ansagen für die Lrbensmitteilzufuhr Deutsch­lands macken wird, steht noch dabin. An Wei­mar ist die Meimma vorherrschend, daß nach den jünsssten unerfreuliche« Debatte« in der Ra tionalvrrsammlunq die Habgier imserer Feinde nitfct gedämpft worden ist. Die Sprache des Marschalls Fock bei den nächsten Verhandlun­gen wird den Beweis dafür liefern.

Polen jwn Königreich erhöbe«'. . Mtev^e! 'orafAttaer konnte nun der Gegner seine wflv täriiÄ'e tzrhebun« vorbereiten, «m m-Mickst weste' Geb^Wtr.'cke» »utsich zu ttLrw.mis di? Fri-densl«rser-nz vor vollendete Darsachen zu stellen, damit die Befreinna des Sandes .nutzt mechanisch* erfolgt, die Polen nicht amf d»e , Gnade der Selbsivestimrnung angewiesen vler- ^en und sich nicht mir denVersprechungen der Entente" zu begnügen brauchen Was Wn dazu die Herren von Grrlach und Ersner? Mas d'e Vertreter »nserer Feinde in Trier, dte ums Einstellung der Feindseligkeiten gegen sorche Gegner anzuflnnen wagen?

Tie «afitler ».«uei en Man richten ci|d;cinen leödirntU* techsmai tmv fiear e f e n B 6. $et Mt>mmement6prti6 ttträet tnor.atl 1.20 Start tri freier MNevunz ins C-au« Degellungen oertoen berget: een Der »elchLUSstctle etter Mn Voten entteflensenomtnen. 2 räderet, eetto« und R-dalUon: SchtachtboMrabe 28/SO. Für mroertangt elngetanBte Beitrage rann die Ster «Ilion eine 5'erantroortnng ober KewShr in keinem lalle übernehmen KfidjoHttnji beS des odedAn'vrüchewepen eiroafcern S>1 ordnun-smätz perlte eruvZ susgearivnen

Hokttische Aussprache.

Aus der Nationalverfammrung. lTrahtberiM unseres parlam. Vertreters.^

Weimar. 19. Februar.

In der gestrigen Sitzung der Rationakvcr sammlung kamen zunächst h-chpolitische Dnig- zur Sprache. ReiÄsm'.nifter Erzberger ack eine Erklärung über die Ablehnung der In­dustrie Vertreter zu den Wassenstiklstauds Verhandlungen ;.u entsende», ab. Danack stellt sich bi? Lage derart dar. daß der Generald rek- ror V ö g l e t, der Begründer der Interpellation gegen Erzberger. selbst sich geweigert habe au b:;t Reratttnaen in Span teilznnehmen. Auch die übrigen Großindustriellen hatten, d e Derl- mchme echyelchnt, weil Strnnes nicht hinzu gezogen wo-.den fei. Das alles sei in amtlichen Schreiben und Protokollen festgclcgt. Dicft Feststellungen Erzbergers wirken sensar onell. Sie riefen lebhaftes Echo im Hause hervor. Aus der: Bänken der Rechten herrscht eine große Un­ruhe. Dte Abgeordneten treten zu Gruppe» zusammen und debattiere« erregt die Ausfüh­rungen. Zu starker Unruhe kam es dann wie­der. akz der Krieqsminifter die CrÖruna ab- ca&, daß der Fortgang der Spattakusnieder- werfung gerade durch die Wr^e Saale vcr-- zöaeri worden sei. Diese Feststellung benutzt Haase, um mit den Seinen wieder einmal kräf­tig Radau zu machen. In der fortgesetzten Po- lftischm Aussprache kam dann znm erste« Male in der Nationalversannttlung e i n - F r a n Mm Wort, und zwar die der Mehrhülssoz-a^emo- kratie angehörende Frau Inckarecz. <sie spricht sehr gewandt und nt'l gut hörbarer trimme. «V pmemstirrt in der Hauptsache gegen dte SoÄakvokftik und geaen" Dosadowskv. Sie gierst bie RMtSparteirn heftig an und ruft damit starke Temveranlentsansbrüche hervor. Schließlich Strudelt sie auch Mit Haase an. dem sie einen ganz niächtigen Korb erteilt, und merkwürdig. Haase schweigt.

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R«§ dem SitzttttgSberichL.

Auf der Tagesordnung steht zunächst die erste Lesung des Gesetzentwurfes weaen ASdn- derung der Verordnung über die Riickaabe der tu Velaren und Frankreich wegaeno^ menen Vetriebseinricktungen vom 1. Februar 1919. Danach soll die Anmeldung der betreffenden Emrrchtt'noeu nickt bis spätestens zum 20. Fe­bruar erfolgen, vielmehr soll der Termin vom Innenministerium festgesetzt werden. Erzberger bitter, dem Entwurf zuzustiumten. da er eme Folge des soeben abgeschloffenen Waffenktill- stcmosabkommens sei. Hierauf wird der Gesetz­entwurf unverändert a-igenommen. Es folgt die Fortsetzung der Sememen Ansspracke. Preußischer KriegSm-.wster Reinhardt: Von Rußland her mit Menschen. Geld und Werbe­mitteln unterstützt, entfachen die Sparta- kusleute gegen de« Willen der LberwAti- genden Mehrheit des arbeitenden deutschen Volkes nack der Novemberumwalzung einen «euen Büraerkrieg. Truppen und Frei­willige mußten notgedrungen wieder an die Kampfarbeit. Ich »erde den Tag segn-«, wo die Verwendung der Truppen als PokizeitrtlPPe aufbören kann.

Aba. Frau Mari« Iuchareez (Soz.l: Der neuen Führung verdanken wir unsere S.tze tm -Parlament. Für Deutschland 'st dre ^auen- trage dcckurch gelöst. Die neuen Reckte können tmS niM wieder genommen werden, dock «er­den wir nie unser Frauentum verleugnen, west nun auch wir in die bolitiscke Arena gestiegen sind. lAllseitiger BeifaLl Bei Beratung der neuen Dersaffung werde« wir xn sorgen haben daß nun auch in der Verwaltung dte Frau als gleichberechtigt mit herangcioa-n wird, vor allem für die Jugendpflege. Ine Wo s a h r t s P f l e g e. ES « daS Fwckibarsfe was die Entente in diese, Swnde sich /uschulden kommen läßt, daß sie daS wehrlose deutsche Volk «och weiter dem Hunaertode üderUnertt Die Völker der ganzen Welt sollten tusammew- wiften, um bet Gerechtigkeit und Menschl ck- keit zum Vear zu verhelfen, lebhafter Beif^V

Aba. Maper-Kaufbeuren (Ehr. Dvt.i: Mr begrüßen die Zusammenarbeit von Man« wnd Fra« m diesem Hause. Rur die soft'rttgk Auf- stcbltna der Ostseeblockado und raschester »triebe können uns retten. Witt) das fetzige Svßem nnserer Avwstrger nickt bast>igst beendet, so ttr bt> Katastrophe für unser Volk unvermeidttch. Daß die gewaltiae« Höherbelastunae« ««mög­lich durch Steuer« aufgebracht werden könne*, liegt auf der Hand. Dabei wifle«l wrr noch nicht, was wir an die Feinde zu zahlen sw»» Die Entschädigungen »r bie t« den setzten Gebieten oerursachien ^ckade« zehn Milliarde« kaum überfirigern Unsere fman-ielle vag» Ware trostlos, wen« vie fast hundert Milliarde« Kriegsanleihe eine Schuld an das Ausland dar stell en würben. Daß vas nickt der Fall ist. ermöglicht es allein, -m einen Wiederaufbau Deutschlands zu graube«.

WSklkr AW gegen ßWMk« W MU Heftiges Geschühfeuer. Fast alle Zechen stillgelegt.

sDrahtberichte.)

Weimar, 20. Februar. Rach Mitteilungen i« den Fraltiouen werden die gegen das Ruhr, revier vorrüSendsn Regier u n g s t r Up­pen auf insgesamt 35000 Mann ge­bracht. DaS militärische Gesamtaufgebat wi-v

der Wortlaut der VotüePinu«8en für die Friedeus-Berhandlungen der deutschen Neaiernnq untetbreftet -.Serben .arm. Dis Entente 'würde damr der Reichsremerun-s oualversaurnlunq J»

etrna eine Wocke Frist gewähren. ,k6 zu äußern, sodaß etwa am 23.März die^ E ut- i ch e i d u n g lallen konnte. Demnach hat man oute« Grund anznnebmen, daß die druckende Ünqewtßheit, die in be;u.a auf bieAbsichten tz« (§n«nte gegeniiber Deutschland besteht, in stra- t-stens siinif Wocke« ihr Ende erreichen ward. Aeüiglrch t<er Bedrngungen des dauernden Was» fenstMiandes bestätigi eine offiziöse Rote des französischen KrieaSministerrums, daß General Foch fchon am Donnerstag oder Frei­tag in der Lage sein dürfte, der deutschen WakftnstiÄstandÄommimofin die entsprechende Mitteilung zu machen.

M Attentat aus k'emmeim.

Der Gründ für de« Anschlag.

(Drahtberickt.s

Parts. 19. FSbrimr.

Nach jinet Retttentteldnng wurde ans Ele- memea« ein Re«olverattento.t verübt; der ter Poti« mir Ramen, «ab aus bat Minister- präsideitten fünf Schüsse ab. Eine Kuml drang durch die recht? Rückenseite m den NMerle'd, verletzte aber bie Eingeweide nicht. Der Zustand des Schwerverletzten ist beftiedigend. Ein weiterer Drahtbericht meldet: Bei seiner Ber- hastung äußerte der Täter, «r habe den Mmi- stervrästdenten töten wollen, weil er 'n ihm da» Haupthindernis für einen schnel­len «üb gerechten B Sklersriede« fetze. Seine Tat werde nicht die einzige blei­ben. Im Zusammenhang mit diesem An­schläge auf Clemenreans Lebe« scheittt folaenve Werbung zu stellen: Na» einem Pariser Trle- ormnm wnrde die Bariset Arbeiterbörsr behördlich gescklossen. Im Seine-Dtvarte. ment find die Führer des spartakistischen sytcki- kalistischen Verbandes festgenounnen.

©rau'ame Härte der Fr«ttj»fen.

Karlsruhe, 20. Februar. kDrahwericht). Die Franzosen verhänge« im besetzte« Bad urr Land strenge Strafen wegen germgfüqi- per «ergeben. DaS Geld der Strafen muffen bie Leute selbst nack Kehl wf be Kommandan­tur tragen, wobei ein Kavallerist de« Bestraften begleitet. Wer fick mehr als N Meter »«« sei­nem Häuft ent'ernt. muß einen Erlaubnrösckei« habe«. Bauersleute, bie ohne einen solche« Schein Rüben vom Feld bolte«. wurde« zu ÜO» Frank Gckdstra'e verurteilt. Ein heimgekehr-er Krieoer, welcher ein Andenken nack Hause brachte, wurde, weil er fr-nzSsischrS Eigentum angeblich entwendet hatte, zu 2V Jahren Zwangsatbeit «er. urteilt. Ter Zugverkel'r wirb sehr streng kort- itoviett. besonders auf »ie Miimchme von Briesen.

polnischer Fahne segelte«, und es war uns klar, daß mir der Sieg der Entente über «nseren größten Feind, Deutsch­land, zur Einigung eines polnischen Reiches führen konnte. Weit über die Landesgrenzcn Verbreiteten wir unser Ziel und gaben dort fd!on m b-it ersten Monaten des Krieges un­teren Zweck bekannt. Im Frühjahr 1915 ging Tr. Seydo als unser Sendbote nach der Schweiz ttnb schuf einen lebendigen Kontakt zwischen unserer Hetn.<»t und bet polnischen Aktion im Ausland, was zur ©rfinbuna der polnischen Ägenmr in Lausanne führte, dank der Verettti- tmrg unserer Pol- mit der der Entente. Jn- «lerhaD des Tenttct cu Reiches mnßtx sich un- £re Tätigkeit auf die streng übettvackte Presse

schröiisen. Nachdem zum Jubel des Volkes diese Schranken fielen, haben sich die Söhn- toter Mutter (Polen?' zu einer Volkseinheit jmsammettgeschloffen. Somit müssen wir »Ker Macht dafür e t n t r e te n. daß die Be­freiung Polens nicht mechanisch et- tolat Dies sieht die demokratische Partei in allen drei Teilen Polens als ihre heftigste Gsicht an/

Hier wird also mit dürren Dorten irrnttt- tat, daß bie Polen seit Kricgsbeginn geheime Fäden gegen nns spannen, und daß olle Konzessionen, tu denen sich die preußische Re- ßieruna in Hinsicht auf die gebrachten Blutopker Ser polnischen Soldaten entschloß, eindruckslos von ihnen gkwrallten ihre Ziele nicht im min­desten verschoben. Aber die Militärzensur ber­iet in peinliher GewiffenHastigkeit noch 1916 M Posen einen wiffenschasllicken Auft'ay über Morgäi-ae von 1818, urrb im November wurde Nti lrdiaftck drtrck deutsche Tnnweu befreite

N-chgebe« der NeichSreaietu«« gr- genüber de« Forderrtrmen ber Spartakisten ist na» den bestimmte« VerstcherUttgen der Reg.r- tu»g nickt z« denken.

Ztalienische Warnung f»r Frankreich.

Lusano 20. Februar. (DrahtSericht.) In einem Artikel des Mailänder Mattes6ornere bettet Sera* werden die Franzofen ermahnt, sich in ihren politischen und wirtschaftlichen Forderungen nicht von leidenfchaftlichem Racke- aefühl kstureißen zu lassen, sondern nach einem Frieden zu trachten, der dauernd sei. Es dürsten keine neuen Irredenttsten geschaffen werde« tmd man müsse v-rhinidetn, daß die wittschastlicken Lasten die Straft der Dentstben nicht übersteigen, denn dann würde Deutschland zugrunde gehen und gar nichts zahlen können Wiederholt warnt das Blatt Frankreich davor, die Bildung eines neuen Donaustaates aus bloßer Furcht vor dem Anschlnß Deutsch-Bester- tricks an Deutschland zu begünstigen und droht damit, daß eine solche französische Politik die Italiener zu den Deutschen treiben «tützte.

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Wann fallt bie Enscheldunsi.

Genf, 20. Februar, r Drahckericki.) Ei« Ly­oner Blatt veröstenllickt ht feiner gestrigen Ausgabe folgende aus Paris datierten M'.nei- lnygen vom 18. Februar: Rack einer ans den besten Quellen geschöxsten Auskunft ist die An- nobme gestattet, daß gegen den 15. Marz

ToWsche8seftöndsii>.

Bekehrung für Getloch, E>Snct und die Entente.

Vor einigen Togen riefelten aus einem pol­nischen Flugzeug kni Lissa i. P. Blätter meder, die ' ben deutschen Soldaten zur Rückiehr in feine Heimat bewegen sollten. Wrr mochten, so etwa beißt e$ darin, mit Euch m t> neben üb-n und uerleibie.cn nur unsere« HeimaKoden. Heber laßt die Ofnzrere ihrem Schicksal; sie sud die Hetzer der AeEon mck wollen truck wie­der knechten. Haltet darum die revolutionäre Freistrit hoch Zudem ist der Komps auZsichts- ws und bedeutet nur unnützes Vftr!verg:eßen. Ihr kennt die unbeslcglickcn Stnrmkolonnen Euerer einstigen polnischen Kameraden. d:e sich »um Schutz der eigenen Scholle bis auf den letz­ten. Manu erheben würden. Tann aber ist das Schicksal der Provinz Posen bereits enischrSde-r: sie wird früher oder später dem poln)s:l)en Reich angefciiebert, womit sich ihre deutschen Bewoh­ner bereits abreftmden haben. Die Entente nnd olle Völker des Erdballs stehen hinter Polens Reckt Bei uns wird keinem Bürger ein Haar gekrümmt: wtt schützen alle, ohne Unterschied der Rationalitätt Was es mit dieser Bebaup- .:urw ans sich bat, rkt oft in letzter Zeit gefchck- bert worden. In Kongreßpoken haben die Wah­len, sogar in den großen Städten, mit einer sckevereu Niederlage der Sozialdqmokratie ge­endet Die Errungenschaften der Revo­lution erscheinen also in Polen weit mehr gefährdet als bei uns. Mer was die FriedeuAlebe nuferer Gegner, ihre bis­herig:, auf dem Schlachtfeld erprobte Loyalität, sowie ihre Uüffchte« gegeMber der Friedens- trinserenz t-elriffi, so ist es von WichtlÄeit, den Dingen etwas tiefet nachzuspüren. Do geben «ns zwei Zeitun-gsstimmen aus der Provinz Posen ettvmfschten Aufschluß. Im »Kmyer Pioznaneki- vom 31. Januar heißt es:Wir wollen uns nicht mit den Verfipreckungen der Friedenslonfercnz begnügen, sondern unsere Forderungen mit einem Argument der Gewalt beginnen, indem wir die Grenzen er- kLmttfeN', die uw? erforderlich erscheinen/

Nock miuerblümter äußert sich die »Gazeta Polst.,' in Kosten: Von allen Fesseln befreit, nimmt Polen jetzt ben ihm gebührenden Platz unter den Großmächten Osteuropas ein. Der Zusammenschluß aller pokaischen Gebiete war bisher nicht-zlich, aber zurzeit hat D e u t s ck- faud nicht die Macht, ihn zu verbiu- der« Jetzt liegt es an uns Polen fetoft un­sere Hoffnungen in Erfüllung zu bringen. Dies kann nur geschehen, wenn alle vor der Teilung tu Palen gehörenden Völker ihre äußerste po­litische Energie für den Ausbau eines festen, tMächtioen Polens irnsetzen. Gegenüber dem nisstsckicn Dolfckewismtts und dem aktdentschen Trotz können wir dieses Vorhaben nur dadurch verwirrlichen, daß wir uns aus den ztdÄ'ster-