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Meier Nemste NaMten

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

Nummer 58.

Fernsprecher 951 und 952.

Sorrrttag, 9. Februar 1919.

Fernsprecher 951 wrd 952.

9. Zahrgaug.

Heue schärfere Bedingungen der Entente.

ilichen Gleichgewichts Deutschlands und

P.B.S.

das traurige Kapitel.

F'

Die Mittw ochsfitzimq des Oberen SrwgS-

Deien AUStaulrm VS war vic zw " - "w n :

Emung getroffen werde«, daß -^iQdTn^aüw.Sdme^se perrovifihe Steferx«.

sind, die den Transport hätten übernehme« känneu. Auch hrerix hatte die Entente ein­ewillig:. Tie Dampfer sind vollkommen worden und waren bis «Jf die bereit rum Auslaufe«. Es war die An-

Weimar, 8. Februar. Die sozialdemokratische Mehrheitspartei hat den Fraktionen den Ent­wurf eines Einheitsarbeisplanes überreicht. Eine Besprechung zwischen den Führern der Sozialdemokraten, des Zentrums und der deutschen Demokraten ergab, daß alle grundsätzlich für geuwinsames Arbeiten bereit sind. Das Zentrum steht auf dem Standpunkt, dass cs dadurch, dass es einen Vizepräsidenten aufgestellt hat, seine Bereitwilligkeit zur Mit­arbeit bekundet habe. Bei den Besprechungen der sozialdemokratischen Partei Hal sich erge­ben. daß die Sozialdemokraten und das Zen­trum gewillt sind, die Beorderungen der deutsch- demokratischen Partei nach Schaffung eines Einheitsarbeitsplanrs anzunehme«.

ab gelaufenen Vierteljahr beliefen sie sich aus zwölf Milliarden.

Regierung mußte selbstverständlich auch die Te- vwbkiisierung dieser Truppen vornehmen, deren Rücktransport in die deutsche Heimat war aber

Proteft»ersa«mlms«r

Gegen die Absichten unserer Feindes Für die Erhaltung der Kolonie«.

Kassel, 8. Februar.

Zur machtvollen Kundgebung des deutsche Gedankens wurde eine Einspruchs-Versamu lung, die gestern abend im Stadtpark abgeha ton wurde. Der Versammlungsleiter, Oberpo:

ungemein schwierig. Man mußte zunächst von der Entente die Erlaubnis haben, diese Truppen auf dem Seewege nach Deutschland zu bringen. Nach langen Verhandlungen ist es gelungen, von der 'Entente hierzu die Genehmigung zu erhalten. Die deutsche Regierung hat auch dafür gesorgt, daß in Hamburg be­stimmte Dampfer bereitgestellt worden

Auf dem toten Punkt.

Genf, 8. Februar. (Drahtbericht.) Die Ver- handidrnaen der Pariser Frredenskonseren; ha­ben während der letzten Tage keixe erkenn- baren Fortschritte gemacht. Dre. unter dem Vorsitz Wilsons arbeitende Kommrsston für die Gründung des Bölkervererns hat sich provisorisch über einen Teil der Verfassung dieses Vereins geeinigt. Tie Frage, ob die Gründung des Vereins der Festsetzung der linaintcten der Entente vorangeben feC, ist aber, wie da» Mrende Po°

und.t« Konstantinopel aufhielten. Die deutsche Kill st"n de" Ä Blatte?

"verlangen cinstinrmig, die Deutschland auszuer- legettden Bedingungen ^sollten nn- »achsichtlich durchgqfuhrt werden, da­mit Ulan in Deutschland endlich einmal wisse, woran man mit den Verbündet«: ser. So be­merkt das Pariser BlattJournal des TebatS", die Weimarer Nationalversammlung erwecke nicht den Eindruck, daß Deutschland sich ver. pslichtet fühle. Es sei Sache der Verbündeten, dafür zu sorgen, dass Deutschland nicht wieder das Haupt erhebe, yn erster «inte müssen wir von Deutschland bic Räu­mung polnischer Gebiete verlangen, einschliesslich der StadtTanz,g mw Oft- prentze«. Ferner müsse Deutschland die re- nprätiriftbe Liefern« n«n

Zusammentritt bei Aetteftenrats.

Weimar, 8. Februar. Heute wird der A el- testen-Rat wahrscheinlich zum erstenmole zusammentreten. Für seine Zusammensetzung ist eine Verständigung mit den Parteien in der Form erfolgt, daß diese je einen Ver« treter in den Ausschuß gewählt haben. Der Vorsitz füllt von selbst dem Präsidenten der Nationalversammlung, also Dr. David, zu. Kn der heutigen Sitzung bringt wahrscheinlich Staatssekretär P r e u tz den Entwurf über die Bildung einer provisorischen Reichsgewalt ein.

Elsatz Lotzhringer und Weimar.

Weimar, 8. Februar, hinter Führung deS früheren Krieasminiyers Scheüch verhandelt eine Deputatiou von Elsaß-Lochringen mit dem Fraktionsvorstand der deutsch-demokratischen Partei, in die Nationalversammlung als voll- gülsiae Mitglieder aufgenommcn zu werden, entsprechend dem Verhalten der Franzosen ge­genüber den Elsaß-Loihringern. Am Diens­tag wird die Fünfundzwanzig-Milliarden-Vor- lage, über die eilte andere Meldung berichtet, auf die Tagesordnung gesetzt werden.

Die große Kreditvorlage.

Berlin, 8. Februar. (Drahtbericht.) Der Nationalversammlung wird eine Krcditvorlagc zugehcn, in der fünfundzwanzig Mil - liarde« gefordert werden. Diese gewaltige Stttnutc ist mit der Tatfache begründet, dass die Ausgichml des Reichshaushaltes zurzeit noch um etliches über den Kriegsznßanb erhöht wor­den sind. In dem feit dem 9. November und Helgoland Kohle« für diese Dampferfahr­ten zur Verfügung zu stellen hätten. Da began­nen die Ungeheuerlichkeiten deutscher Soldateuoäte. Die von Wilhelmshaven nach Hamburg sich unterwegs befindenden K oh- len präme sind vom Soldatenrat von Curhaveu beschlagnahmt worden. Einer der für die Fahrt nach Konstantinopel bestimmte« Dampfer sollte nad) Kiel gehen, um dort zu kohlen. In Hamburg brachen aber wie­der einmal Lohnstreitrgkeiten aus, sodaß das Auslaufen dieser Dampfer hierdurch verhindert wurde. £Vm deutschen VoNe wird man sehr wenig Verständnis dafür habe«, daß unsere deutsche« Truppen im Orient, deren Heimreise von de« siegreichen Femden gestattet wurde, deshalb der Heimat sernbleiben müssen, weil deutsche Arbeiter und Soldaten sinnlose Politik ihrer Grundsätze allein machen. Augen­blicklich liegen die Verhältnisse so. daß zum Rücktransport unserer Truppen aus der Turke: keine Dampfer mehr zur Verfügung stehen.

Ser WaffMMan».

Für Deutschlands Versklavung. (Drahtbericht.)

Genf. 8. Februar.

runa, denken auch an manche widenv artige Er­scheinung bei den A.- und S.-Räten. Es ist schon mehr ein Trauerbuch, denn ein Trauerkapitel! Und eine der Stellen in diesem Buch ist so trostlos, daß sie selbst all die Hoff­nungen beschattet, die wir angesichts der Wei­marer Tagung hegen. Es ist jener Fall, da durch den unverantwortlichen Terror unverant­wortlicher Minderheitsgrüppchen deutsche Männer der heißersehnten deut­schen Heimat ferngehalten werden! Sie zogen für das Vaterland aus: zogen über glutverdorrtos Balkauland zum Orient: sie blu­teten, starben oder waren wund; aber sie zogen aus für Deutschlands Kampf und Sieg. Und seit dem Adler die Fittiche brachen, daß er keine Schirmkraft mehr hat, seitdem schmachten sie int fernen Land. Die Regierung nahm sich ihrer an; sie verhandelte mit dem Feind, der sich auch »erweichen' ließ. Da atmeten Mütter freier und Frauen wurden froh in dem Gedan­ken an die Heimkehr des Gatten.

Aber und das ist jenes traurige Kapitel, von dem hier gesprochen werden soll die Hoffnungen blieben unerfüllt. Es gab und gibt tat deutschen Lande Volksgenossen, die schlim­mer als der sonst so unerbittliche Feind han­delten. Sie lassen die dentschen Manner, fern der Heimat, fern ihren Angehörigen, ent un­gewisses Schicksal tragen. Der Gegner: er war bereit, die Kämpfer, die auf türkischem Boden und aus dem Schwarzen Meer von dem Waffenstillstand überrascht wurden, in die Hei- mit gelangen zu lassen. Deutsche Schiffe sollten ungehindert die tapferen Männer aufnebmcn und zum heimifchcn Gestade führen. Die deutsche Regierung tat, tote gesagt, das ihrige: Die Schiffe wurden beordert; sie feilten fahrtbereit gemacht werden, und tausend Hoffnungen von Taufenden Deutschen gingen den umblühten Pfad der erfüllten Sehnsucht: und kehrten ent- täuscht zurück. Denn deutsche Man» «er verhinderten die AuSsghrt je­ner Schisse, bettoge« die Wartenden hüben nttb drüben um die liebevoll gehegten Wünsche. Das ist grausamer noch als das Berliner Blut- elend. Es ist der Schatten über Weimar. Ist

inspekbor Leineweber, betonte in der Eröj nuuasausprache, daß die bürgerliche« Parteien ttotz'ihrer Versch iedenheit in den politischem Ar schmmngen das gemeinsame Band de de u t sch e n G e d ankens nicht vergesse« ha ben. Die Unabhängigen lehmen ab, die Mehr hertssozialdcutokrateu entschuldigten sich mit der Abwesenheit ihrer Hauptredner. Dann sprach Amtsgerichtsrat Rohl aus Gudensberg über Elsaß-Lothringeu: Weg mit aller Ge walt auch im Völkerrecht, und freie Bahn dem heiligen Recht aller Völker/ Heber die Deutsch-Oesterreicher verbreitete sich Oberstabsarzt Dr. M ö h r i u g. Ihr Selbftbe- timmungsrecht muß respektiert werden. Stu­diemat Gäbel trat sür die Ostmarken etn und erklärte: Deutschland ist nichts ohne die Cftnwrf, deren Abtrennung die Veruichnmg des toirlschastlichen Gleichgewichts Deutschlands und damit Deutschlands selbst bedeutet. Die Ost­mark ist deutsch Und bleibt deutsch, ohne die deutsche Ostmark ist Deutschland ge­wesen! In einer längeren Aussprache forderte ein Redner Zulassung der Elsaß-Lothringer zur Nationalversammlung. Sergeant Bonhage verwies daraus, daß wir ohne den deutschen Osten verhungern müssen: auch Kassel be­kommt seine Kartoffeln aus dem Osten. Architekt Bosch versicherte als Bauer, daß man in sei­ner Heimat nicht so denke, wie Kurt Eisner; dieser fei nicht ernst zu nehmen und kompro­mittiere das Reich und jeden Deutschen. Pro­fessor Sokolowski verbreitete sich über die Rordmakk. Das Schlußwort fprach Dr. Fa- b ar ins-Witzenhausen fiir die Kolonren.

Die Kolonial-Versammlung

war ebenso wie die Versammkung im Stadtpark recht gut besucht. Der Direktor der Kolonial, schule in Witzenhausen, Professor Dr. Faba« ri«S, behandelte hier die Kolonialfrage vom wirtstbaMichen Standpunkte aus. Ohne Kolo­nie« könnte das deutsche Volk feine Stellung unter den Deltvölkern in der Welt gerade als ein arbeitendes Volk nicht behaupten. Die Kolo- neu sind für uns nicht entbehrlich, weil wir auf den Weltverkehr angewiesen sinv. Dazu kommt, daß der Drang iwch Auswanderung nach an­her en Ländern ht ungewohnter Stärke rn btt Erscheinung treten wird; schon jetzt wird die Wrtzenhäuser AnSkunftssielle mit Anfragen überschwemmt. Die englische Mar, ton könn­ten nicht kolonisieren, wird schon durch die Treue der Schwarzen von Deutsch-Ostaftrka tm Kampfe mit Lettow-Vorbeck entkräftet. Unser Haus muß sich wieder dehnen, wir müssen

kämpfe« und arbeiten,

daheim an den Grenzen und über dem Meere ! Schuldirektor Dr. Friedrich erhob EinsPruck, gegen das Schn'eigen der Regierung gegenüber 'cumialen Frage« und das Zögern hei -er Be»

Schlimmer al- der Feind!

Berkin, 8. Februar. (Drahtbericht unserer

Berliner Redaktion ) Es ist bekannt, daß zahl- ««. oi, ^,T «r,

reiche deutsche Truppen sich im Schwarzen Meer rates in Versailles galt t« erfter 2tme T«r st

An trauriger Kapitel.

Die Deutschen in der Türkei.

Der Tag der 9lationalversammlung ist da. Kn der deutschen Klassikerstadt rüstet man sich rach dem ersten Auftakt zu einem Tun, das keoeusreich für unfer armes, gequältes Land Derben und eine Zukknft unserem Volke her- MsMhren kann, die irgendwann einmal in fer» lerer oder näherer Zett Hoffnungen er­füllt . Die Möglichkeit, und das ist immerhin etn rröftender Lichtschimmer in dem drückenden Hunkel unserer Tage besieht; wenn denn auch pic neue Aera noch oft unter ben Wehen dos nrr jungen Morgenröte sich Drängenden schmerzhaft aufzucken wird: Der Anfang ist ge­macht. Reue Männer sind mit Attverdienten in Weimar versammelt, und hoffentlich offen- hart die Tagung ebensoviel neueKöpf e*. Bann mag daS wohl gelingen, wonach sich das VrÄ sehnt und was damit nachträglich btegie- aotitiim-" als in der Tat berechtigt erscheinen läßt. Ordnung im eigenen Haus, und Ord­nung nach außen hi«: Das ist es, was erreicht werden muß! Ob das so bald gelingen wird, ist noch recht zweifelhaft. Und so lange es nicht der Fall ift solange die Unordnung chre Arme zu regen und alles in ihren Bann­kreis zu ziehen vermag, was an Ordnung rest­lich vorhanden ist, solange ist das bisherige Gr« aebuls seit dem 9. November ein trauriges Mchitel.

Wen« wir von einemtraurigen Kapitel" frredien, denken wir an Einzelerscheinungen, an Berlin, an Bremen, Wilhelmshaven. Hamburg und Kiel, an alles, was auf das SHuldkonto

Aeußeren ficumnenden Rote ausführlich betont, immer noch nicht gelöst worden. Die Romtnn» sio« der Großmächte zur Prüfung derGebiets- ansprüche hat in ben letzten Tagen die y o t - bernngen der Tschechowlvvake^Grre- chennnd Araber des HedfchaS antzehorr. D.e ftanzösischc Reg'erungspresse unterstützt natao- lich die ausschweifenden Forderungen der Tschecho-Tkovaken mit großem Eifer, s

Wctttw Ders^arst»«-.

Genf. S. Februar. (Drahtbericht.) DaS Matt etai'cnceauS kündet eme meitete Berfchär- ing der WaffenstillftondS. bebixgunge« an; das Blatt fchrciht: -.en S>7'''-Hewismus vor de« Tore« der beicmen >U.je kk-men mir durch Lnsdehnung der hesgtzte» Zewe befcitigm.

Bekiesung nach Berlin?

(? ,/ Unbegründete Gerüchte. . , (Drahtbericht.)

*,r Weimar. 8. Fcblgar.

Wie vor Beginn der Rationalverfammluns. fo laufe« autb jetzt wieder Gerüchte Über Berkegung der Rationalverfamm- l n n g « a ch B e r l i« um. Im Zusammenhang mit dem von den Unabhängige« Sozialdemo­kraten geplanten Antrag auf beschleunigte Her- bciführung dieser Verlegung wird mitgeteilt, dass dies« Verlegung «ach der Ofter- pause crMflcn soll. Alle diese Nachnchtcu und Gerüchte sind vollständig unbegtün» bet jedenfalls ist der Reichsregierung nicht das mindeste hiervon bekannt Auch i« den MchrheitSIreifen werden sie nicht geteilt

Wieder ei«Reichskanzler".

Weimar. 8. Februar. Fn der Verfassung ist bekanntlich der Posten eines R e i ch s m i n i,» ster pr äsid ente« vorgesehen, der schet- demann Qberttageu werden soll. Wie per ,2o!aIan;eiRcr' erfährt, wird btefer Posten nieder den alten Namen .Reichskanz­ler- bekommen. Neu geschaffen wird ejn fogenanntes .Reichsverterdrgungs- Ministerium". Es wird die bisherigen Refforts des Heeres und M-rineweseus über« nclimen. Zum Leiter ist. tote schon resMtzt, Volksbeauftragter Roske ausenehcn. Dchon setzt kann es als sicher gelten, daß Graf Brock- dorff-Rantzau fein Amt als Reichs- Minister des Aeußern behalten Wwd. August Müller, -er Leiter des Retchswirt- fchaftsämtes. Wird, wie verlautet, diesen Po- sten verlaffen und durch Oberst K o e t h vom Demobilisierungsamt ersetzt toerden Der bisherige Zustand, wonach dar Reichs kolo­nial amt keinen eigenen Retchsmimster bat. sondern gewissermaßen tote früher nur eme Art Unterabteilung im Auswärtigen Amt darstul., soll eine dauernde Einrichtung Werben. Gegen diese Absicht Eberts nnb seiner Freunde wer­den sich die Freunde einer deutschen Kolonuu- polftik aufkehnen. weil sie darin einen stillichwei- genben Verzicht ans Kolonialbesitz sehen.

Eisenbahnmaterial «ab Maschinell auf erlegt werde«. Der Emwand, daß Deutsch­land dadurch veriklavt werde, fei Mcht ftiawab tig und Zwangsarbeit sri für das -enffch« Volk durchaus gerecht Das Blatt faßtet dann noch die Befetznng deS rheinisch, weftfäl,scheu Anvustriegebie.tS wr, das ausschließlich für Frnnkrelch rxfervterk wer. den müsse. Während der Änmmeruinwa eteifl-- ncte sich ein Zwifchenfall. Don d«l mtt Dol- baten überfüllten Tribünen fiel auf die Depu­tierten ein Siegen von Flugblättern, die von dem Synvikat der Eiscnbahnarbeiter herruhr- icn. Der Kammerpräsident Deschanel ordnete schließlich die Räumung der Tribüne« an.

Wen« uns jetzt die Kolonien genommen wor­den sollten, dann wird die einzige Lücke ge­schlossen, in die wir im Wettbewerb mit den an­deren Völkern einfpringen könnten. Der Name Lettow-Vorbeck und die Treue seiner Schwarzen weckte lauten Beifall. Die Flagye Schwarz-Weiß-Not soll auch ht der Folgezeit wieder einmÄ stolz wehen.

Die Entschließung

die etastinmiig angenommen wurde, legt ent­schiedene Verwahniug ein gegen die immer deutlicher zutage ttetende Absicht unserer Feinde, deutsches Land und deutsches Volk «- vergewaltigen. Deutschland hat die 14 Punkte Wilsons als Grundlage des Friedens angeiwtn men; es muß erwarten und verlangen, daß sie nun auch volle Berücksichtigung ftndcn. Die Nationalversammlung muß deshalb mit allem Nachdruck von unseren Feinden for­dern: Rücksendung unserer Kriegsgefangene«, über das SÄckfak Elfaß-Lothringens haben alle Elsaß-Lothringer, auch di« aus ihrer Heimat vertriebenen und außerhalb Elsaß- Lothringons wohnenden, in freier unbeeinfluß­ter Abstimmung zu enffcheiden; dem von unse­ren Brüdern in Deutsch-Oesterreich ver­langten Anschluß cm das Deutsche Reich wird zugestimmt; die deutschen Ostmarken, die erst durch deutsche Arbett und deutschen-Fleiß auf eine Kulturstufe gehoben sind, hinter der die der benachbarten polnischen Gebiete weit zu­rücksteht und in denen es keinen Ort gibt, der eine rein polnisch-- Bevölkerimg im Sinn« der Wilsonschen Punkte «mfzuweffen hat, muffen deutsch bleiben und ein starker Grenzschutz ist berertzustellen; unsere Kolonien müssen z«- rilckgegeben werden; das Astzlrecht wird für keinen deutsch«: Staatsangehörigen verletzt.

N MA eines VVM-MkWl«

Das Zusammenarbeiten der Parteien.

(Drahkberichte.)