Einzelbild herunterladen
 

Hessische Abendzeitung

Kasseler Abendzeitung

S. IQbrassNsss,

Fernsprecher Sil tm> #52.

Mittwoch, 8. ^ebrnrrr 1919.

ftetnfimcber 951 und SSL

«Rümmer 54

Tie flaftler S.«u«f «n Nack richte» ertcheNie» wöchenMck. I«ch«»a> mtS i»ar afe«6*. Ter Lvmmemmtüprri« tetrfflt mmiatt 1.20 «Fad tet freier PufieStme teS »<* E-»«0m>ge-> werde»ebene« ->-m der E-fchLIttste?- oder ten Toten eMseg-Nk-n°mrrren. rrudere!. Ceti« und ffiebattirra; eSI-chttzoflirckLe 28/30. ' !ir rawedanpt einsefanbte TeUrage tami itr S.-batttait eine Geranin?ertmtg »der Gewähr in feinem ?alleUbernchmen «udjoi lupgbe« czug»re beS oberLiwrüch- »egen eusaicer« dfi Ott nimgemO® oer Ste eruni auigefdilofTen

Werttmdpreife-. Die liettengefoaUeie gelle fiit einbetmifeDe Geschäfte 30 Mx.» »ärttaenmeta« 35 Df. ReNmete-eile für einheimische Geschäfte 75 Bf, fite auftoartige (BefÄäfie ! M! EUefache Beilagen »erben mit 5 Start pro laufen» berechnet. «Oe* mit 0*\ -v n., ».QU-6L-IS. Set Uebermttthmg « « teigen attf telep». Wege wir. für d irch Hot. kdler bervoraerufene Jrr nmer keinerletHaftnng Wernomuten ^«r die Aufnahme v«tLm-ta«r « MtaStoU ober t räte« »ttb .Y.fdn»®e»äbr ge.eifiet «eWMli.lte: 3

>»

es

Bremen von allen Seilen umzingelt

-amburi leistet keine Fvlxe.

Berlin, 4. Rcbntar. chDrahtber'cht.i Ans Hamburg ro:rb gemeldet: Tie Mehrzahl der Srtlickfen Soldatk''rSte im 9. Arm e'orps hat beschlossen, dem Ersuchen des Doldaten ates beim Generalkommando des 9. Armeekorps, die militärischen Maßnahmen des Leiches gegen Bremen mit der Mobilisierung des S Ar­meekorps zu erwidern, keine Sollte zu leisten.

daß der nickt pünktliche Eingana der deu'schen Lebensmittelfckift- für dir Berpslichtnng Ame­rikas eine völlig neue Grundlage schasse.

Kommunist»» Hesetzen Hafeneebiet».

Hannover. 4. Februar ADtaWrW) «ftS Verden an der Aster w'r-> gemeldet: Tue Kommunisten haben die Hafengeb le- t e der Nnterweser beseht. Die Re-serungs- trnppen standen gestern abend sieben llhr zum Ämnarsck in Bremen bereit. Die Vmrmgr- lnna der Stadt war so gut wie beendet.

Vie Kolze» der Bremer Borgtkusie.

Basel. 4. Februar. iDrahtlerichih Lon­doner Blätter melden aus Newpork: Die Börse verkolat mit gr-ißtrr Sparnnna die v o l s ck e - wiftiscken Vorgänge m ten deut­schen Hafenstädten. TaS St atsttepar- tement in Washington eTHrte. es s'-ausge­schlossen. daN Amerika a" b Ache oistls ' regierte Städte Lebensrnittel sende und

truppen nun ihre weiteren Anordnun­gen. Tie Division Grrstenberg ist fettt soweit vor«arschiert. daß Bremen fast vollstän» bis »«stellt ch. Der Rorpaste», de

FLkuadgeambieN^iemng.

Ein Konflikt Hessen-Thüringen.

(Lrahtberrcht.)

KassÄ. 4. Februar.

Ueber die Vorgänge in Eisenach, über die wir gestern in einer sinnentstellenden Drahbmeldung berichteten, erhalten wir vom hiesigen Zentr il-Drbeitör- und Soldatenrat fol­gende Darstellung: , . ,

Auf der Konferenz in Etsenach bestand ein Konflikt zwischen de» Thiirinper Staaten und der 22. Jnfant.-Tivifiou (Hessische Staa- ten). Die hessischen Garnisonen lehnten sich gegen den Beschluß der Thüringer Staaten auf, indem sie erklärten, nach wie vor hinter der Regierung Eb ert - S ch et de m a nn z« stcde«. was die Thürtnger Staaten ablehntc«. D'e hessischen Garnisonen wa­ren durch eine Stimmenzahl von 53 zu 59 in die Opposition gedrückt und mußten enter Pro­test ten Saal »erlassen. Sie kehrte» nachher in ihre Garnisonen zurück. Die 22. ftrtatrtttte- Division hält heute mittag nn Ratbanse diesbe­züglich eine Äitzunq ab und wird sich evtl, von der thüringischen, der 38. Dwi<>on trennen, da letztere die Negierung Ebert- Scheidemann nicht anerkennt.

SeglerungsWnetie vor Bremen!

Ständig« Verstärkungen.

Ile Lasse in Bremen.

Bor dem Einmarsch der Truppen.

(Drahlbericbt.)

Bremen, 4. Februar.

Die Verhandlungen in Bremen spitzen sich zu. Tie Führer der Rexierungs- truppen bezeichnen die Lage bei wetterer Un= Iäti"keit direkt als u nha l t b a r. da die Spar­takisten bereits il)re Bortruppen angriffen und einzelne Bosten vor.Bremen aushoben Tie Füh­rer der Division Littwitz und Gerften- berg richteten gestern nachmittag an Roske das Ersuchen, am Dienstag in Bre­me» eiurückeu zu dürsen, um die Ar­beiter entwaffnen zu kännen. Beide Führer hezen einl'ellig die Deberzeugung. daß trgend etwas xefck ehen müsse, weil sonst nicht zu über­sehende schwere Folgen zu erwarten seien.

Bremen umzingelt.

Bremen, 4. Februar. (Drahkbericht.) So­wohl in Bremen als auch in Ä e r d e u sind neue Verhandlungen ausgenom­men worden, bei denen die Division Gersten- bcrg erklärte, daß sie auf Anordnung der ReichS- re"ieri!Ng nach Verden abgezanzen sei, und daß sie" sich streng an den ihr aufgeTebenen Auftrag halten müsse. Tie könne sich daher auf die ett- änderten Bedingungen nicht ein- lassen. Taraushiu ist von ten Spitzen dxr Rexierim-'Firrwpeu zur Wiederaufnahme der Berhandlnugen ein Telegramm an den Ober- be ehlSl-aber Roske nach Weimar abeesandt worden. Bon diesem erwarte» die ReeieruugS-

in eine schärfste Gegnerschaft zu Wilson zu tre­ten, um ihre Hegemonie weiterhin auszubauen d^d«rtsche Volk in seinen breitesten Schickten kümmert sich ia kaum um das, was kein eigenes Schicksal für die Zukunft ausmacht. Wie fanatisiert, hat man aus der Revolution eine Lohnbewteaung gemacht, die alles Teitten beherrscht Selbst d'e emzel- nen politischen Parte'en setzen nur noch nach ihrem Partei-Supp entopf. Und doch müßten ge- rade sie es zum Programmpunkt der Rat ona.- Versammlung macken, daß das Volk tn set- n e r G e s a m t h e i t zmn flan.mer.den Aucdrnck bringt, was uns zur Erhalttmg unserer Kon­kurrenz fähialeit gegenüber dem Auslande not- tut: der koloniale Besitz nnd mit chm &w B e. teiligung am Rohstoff, und Lebens- mittelmarkt der ganzen Welt! Tas sanze Volk ohne Ausnahme mutz hinter bte Be- »ossmächtigt-n treten, um ihren Bemühttngen ans der Friedenskonferenz den nöligen Rach- dntck zu geben. Koloniale Politik berentet für das einzige Mittel, uns lersiunaFsäh'g zu erhalten und uns vor ärgster Rot zu stutzen. Was geschehen kann, muß ht diesen nächsten Wochen getan werden, soll es nicht ein für alle Mal zu spät sein. Mer n'cht nur Deutschlands, nein, Europas Zukunft entscheidet sich jetzt n Paris; Wilsons Kampf gewinnt dadurch e ne alles überragende Dr'eutung. Rur, wenn Deutschland die Möslickkeit zum Re-mufbau, wozu die Kolonien nötig sind, geaeben wird, wird der a'.ten Welt ein» friedliche Entwicklung auf die Tauer beschert sein Sonst sät man in beschert sein. Sonst sät man in Paris nur den neuen Krieg der Zukunst. P. B. S.

Osten und der Dsidosteu der Stadt find von den Negisrmnstkuppen vollkommen besetzt. Es bleibt nur noch der Ausweg nach Westen offen, der aber auch in iet er Meise von den vorgeschobenen Posten kontrolliert werden kann. Tie Bahnen nach Hamburg und Hannover find fest in tet Hand der T t. Vision. Tie Bahn nach Wilhelmshaven verehrt noch, wird aber von der Division beaufsichtigt. Kein Zug kann Bremen erreiche» »der verlos' sen, der nicht von der Divtfiosin lotttroLiert wer, ben könnte. Alle übrigen Bahnen sind gesperrt. Es verkehren säst keine Züge. Heute nacht w ben die spartakistischen Anhänger vereinzelte k leineDorstötzt gegen die vor- geschobenen Bataillone der Division nnternom- men. Tiefe kleinen Scharmützel, die sich ereig­net haben haben eine ganze Reihe von Opfern zur Folge gehabt. Insgesamt haben die Spar- takuSleute dreizehn Tote zu vermeid)- nen. während die Tritppen der Division Gersten, berg vier Tote hatten. Diese Sckieß«ei dem- erte von 4 Uhr 30 bis in den Bonwttag hinein. Es handelt sich aber nur um lokale Ereig­nisse. Ter eirentiitfe Bormarsch der Timsion «nen Bremen ist noch nicht erfolgt. Borlänstg darf man sagen, daß die Opernttoneu so weit gediehen sind, daß der Einmarsch der Dtoiflon in Bremen zu feder Zeit erfolgen kann.

Bewaffnung d«r -amrnrge» Maffe«.

Hamburg, 4. Februar. (Drahtbericht.) Wie die , Hamburger Volkszeitung" meldet, ch tn Hamburg in Ausführung der am 1. Februar gefaßten Beschlüsse des Großen Arbe terrates alles getan worden, um die Bewaffnung des Proletariats vor zu bereit en. Hafen und Anmarschstraßen sind durch verstärkte Wachen besetzt. Tie am Hafen liegenden, meh­rere Millionen Mark Wett darstellenden Le- bensmittelvorräte sind von dem Arbei­ter- und Soldalenrat beschlagnahmt wor­den. Aus der Wulkan-Werst in Hamburg muß­ten gestern wegen Kohlenmangels zwei Drittel der Arbeiterschaft zuttickgeschickt werden. Dar- aushin beschlossen auch die übrigen Arbeiter, nicht zu arbeiten. Die veranlaßten am Mittag eine Demonstration zugunsten Bre­mens vor dem Hamburger Rathaus und zogen dann zum Gewerkschaftshaus.

englisch» Kriegsschiff« in d«r Elbe.

Hamburg, 4. Februar, chrahtbericht.) Bier englische und amerikautfche Kreuzer und ZerstSrer sind am Sonntag tu die Elbe eiugelaufeu und befinden sich auf der Fahrt nach Hamburg. Sie tommen, wie es offiziell heißt, zur K ou t r o kle über die ab- zuliefernden deutschen Lebensmittelschiffe.

Dielleicht, daß unter diesem nicht tNißzuver- flehenden Druck die Anssahtt nun erfolgen kann. Sie sollte ja bereits am zweiten, und zwar in einer Stärke von siebzehn Schiften erfolgen. D,e Abfahrt war aber unmöglich, weil die erforder­liche Einigung des deutschen Seemannsbundes mit den Reedereien noch immer nicht erreicht war und der deutsche Seemannsbund gedroht hatte, die Schiffe nicht auslausen zu lassen, so­lange seine Forderungen nickt erfüllt fe en. Se­her weitere Kommentar dürfte SberflLM sein.

ä

Braunschweig» diplomakis'sferWess.

Braunschweig. 4. Februar. sDrahtbericht.f In Braunscheveiger RegierungAre.sen , wrL man einen Konflikt mtt der ReichÄettung jetzt rrnt allen Mitteln v e r tz i n d e r n nur eine PerstLndiguna herbeifuhren. Zu diesem Zwecke rtzoste», der waren zwei Vertret« be» Drsunschweimr Ar-

rrelolonkakenFragrsl.

Betrachtungen zur Paris« Konferenz.

Amerikas Präsident kämpft ln Ports seinen schweren Kampf: er wollte Siftopa von einer Lngeblicken Dorherrschast Deutschlands befre.cn, 1 mn durch einen alle Interessen berückjrchttgen- _-n Frieden den allen Erdteil aus emem waz- fenfiarretfben Heettager in ein friedliches Eden , tu verwandeln, in dem die Ratwnen eng der- , Hunden neben einander wohnen. Deshalb setz.e er die HeereSuraschinerie der Union in Be- lt-soung; ihr Stoß sollte Teutfchiand zur Rack- ttiebiäfeit bringen. Ter Stoß war aber so hart, daß unsere Waffen zerMellteu. Und mm ist »as etncelre'en. was Wilson, wenn man fet­ten von idealem Geist getragenen Reden alau- , ben soll, nicht beabsichtlgte. Er, der vrelleicht das Gute wollte, schuf eine Gewtchtsverschre- buna ganz zugunsten per Entente: und dre.es irfährfitf-c Uebergewrcht ist umso großer, a.s mit Deutschland auch Oesterreich, Rußland und die Türkei ohnmächtig am Boden l'.egen. Wil- 1 fen sckuf einen Napoleonismns in an- i derer Form und bei den Pariser Wortduellen i mag ihn manchmal der lastende Gedanke besal- jen: .W-lch -in Gespenst bracht' ich nach Haus? Immer mehr emanzipieren sich Elemeneeau, Lloyd George, Dmuts, nrrd rote die Trabanten Albions alle heißen mögen, vom Einfiuß- fcns. Er. der die Franko-Briten in den eahel tob, muß mm sehen, wie die Machtgelüste bet . Sieger immer größer, immer uferloser werden. Man will nicht nur in Europa, sondern auch ht Borderasien und Afrika nach Gutdünken schalten und walten.

Zweifellos gibt Wilson sich alle erdeEiche Miche, jene Heaemsniegelüfte zu brechen, und Meng-? Amerikas Truppen noch auf dem Fest­lande stehen, kamt er seinem Willen einen ge­wissen Nachdruck verleihen. Ob aber auf die Dauer, das erscheint fraglich. Ter Kampf in Paris, der mit den Besprechrn-en über Deutschlands Kolonien eine gew.sse Schärfe annahm, scheint für den i. räsidenttn nicht so ausgelaufen zu fein, wie er es selbst Wünschte. Im fünften seiner vierzehn Punkte sprach Wilson sich für eine freie, weit- h'erzige und unbedingt unpartei- lßche Schlichtung aller kolonialen Fragen aus. Was aber ist aus dem Vor­schlag Wilsons» den wir gutgläubig anttahmen und zu dem sich auch die Entente fcheinhe.lia bekannte, geworden? Wilson hat erreicht, daß die deutschen Kolonien und dir türkischen Be­sitzungen in Asien (vornehmlich Syrien und Me- Eopotamiens dem ganzen Völkerbund anheim­allen. der sie an einzelne Mächte vergibt, die ie .als Mandatare des Völkerbundes zu ver­walten 6abcn*. Die Struktur des Völkerbun­des nimmt aber immer mehr ein Entente-'csicht an uttd so bedeutet das alles nichts anderes, als die Absicht, Deutschland aus seinen Kolo- nial-Ansprüchen heranKzudtticken, es trott jedem Kolonialbesitz auszuschließen. ist an spricht Deutschland die »koloniale Desähigung", bie nur Frankreich und England gepachtet haben, rund­weg ab. Und wie bewiesen diese Mächte sie? Dock mehr durch Feuer und Schwert, als dttrch Iiritur--Ke Hebung!

Erzbergerbat schon Recht, wenn er sagt: .Was die Alliietten jetzt in Paris wollen oder schon beschlossen haben, ist keine Schlich» tUng aller kolonialen Ansprüche, sondern ein M a ch t d i sst a t gegenüber den deutschen Kolo­nien Wir wissen aus den Zeitungen, brfc trän ben Vorschlag gemacht hat, man möge ben deut­schen Kolonialbesitz internationalisieren und dem Völkerbund zur Verwaltung unferrfef'en. Diese Lösung der kolonialen Frage müs­sen wir, mag sie auch noch so gut von Präsi­dent Wilson gemeint fein, rundweg ab­lehnen. Wenn die deutschen Kolonien tnter- nationalisiert werden sollen, so können w r uns nur unter der Voraussetzung damit abfinden, daß der gesamte Kokoniakbesitz aller Mächte in­ternational fiert wird. Deutschland hat aber nach dem WÄsonschen Programm ein unver­äußerliches Recht auf ein eigenes, selbständiges Kolonialgebiet. Mau täusche sich nicht: der Raub in Paris bringt kein Glück für die Welt. Er ist der Raub des Lebens des Völkerbundes. Darum müsse unser Volk sich wie ein Mann erheben nnd einen ehernen Protest einlegen, den man an der Seme, an der Themse und in Washington hört und beachtet Ob em solcher .eherner Pro'est^ viel Wert hat. be-wejfeln wir ja. All diese TrofeRe. sie sind feit unserer Woftensirecku'ia mm fckon Legion geworden sind weiter nichts als Hetzen Papier für unsere Gegner Sie scheren sich den Teufel darum. Das beweist nickt nur ihr Verbalfen in der GefanM"ensta^e. in den Fraren Mfaß-Lothringens und des Saarbek- kens. das beweist atttfi wieder bte Pattser Re- gelang des kolonialen Besitzes Teutschkands. Selbst Italiens Einspruch wird nicht viel an dieser vorläufigen Regelurrg ändern können, chrankreich und England haben eben das Heft NI Nt KöÄdr st: «EM LS ÄSt toctete l-Sst

beiter.- nnd Soldaienrttes in Berlin, um sich mit der Reichsleitung über bte schwebenden Fragen auseinanderzusctzen. x.ic Besprechung führte dahin, daß alle weiteren Ttfierenzeu auf dem Wege diplomatischer Ver- Handlungen beigclegt werden sollen.

Di« Regiernnz frft entschlsffen.

Berlin, 4. Febrttar. (Trahtdericht.) Wie bet Vorwärts" erfährt, bereitet die RegrernnH einen Erlaß vor, der durch das Reuhervortreten gewalttätiger Unternehmungen veranla/r rst. Die Regierung erklärt darin ihre Entpchlossett- heir. gewaltsame Erhebungen gegen die frc.hett. licke Ordnung der Demokratie ntederzuhalten ttnd betont, daß zu diesem Zwecke genug geetge itete Truppen zur Verfügung stehe«.

(Drahtberichi.z

Berlin. 4. Februar.

In breiter Front ist in der verginge ne« Nacht die Artillerie der Reg'«- runqstruppen vor Bremen ausge. fahren. Tie Ftfde der Truppen ist cl 30 000 Mann gestiegen. Es trafen noch all- stündlich Trupp-« ein. Seit Mitternakt sollen neue Einig«ngsv:rhandlungen in Bremen en- geleitet feilt, rock ist bis xur Stunde n'ckts sest- ^ustessen. Bis «rft l'hr ftt-h war bn Em marsch in Bremen nockk nickt angetreten.

EN« Zwischenfall in Wr?«r-»r.

Berlin, 4. Februar. (Drahtberich!.) Das zu« Quartiermachen voraus geschickte, 100 Manu starke Kommando der nach Weimar beorderten Regierungsirnppen vom Landes-Jäger. Korps wurde nach seinem Eintreffen in Weimar vom dotttgen Soildatenrat des Infanterie-Regt- ments Z4 entwaffnet. Angeblich erfolgte die Entwaffnung, weil der Soldatenrat es ntcht gern sähe, daß nach Weimar Soldaten ent,andt werden, die nicht zum elften Armeelon-s ge­hören. Am Kaffee Sperling hatten sich bte Cfft«. tiere des Kommandos der Entwaffnung wrder« setzt, woraus sie kurzerhated verhaftet wurden.

Ankumft der Reglet «ng.

Weimar. 4. Februar. lDrahtbericht.) Ge­stern nachmittag 1 Uhr 30 Min. traf mit etwa 30 Minuten Verspätung der Extrazug aus Ber­lin mit der R e i ch s r e g i e r u n g, den R e f- sort-Ministern. zahlreichen Abgeord­neten und Vertretern der Presse hier ein. Tas Kabinett dielt bereits um fünf Uhr nachmittags eine Sitzung ab. in der die Ge- ietzesvorlage des ReichJschatzsekrekärs behandelt! wurde. Heute vormittag 10 Uhr beteiligen sich die fünf Bosksbeauftragten an e.ncr Frafttons-t sitzung der Soziald"mokraten. die im Wetmar-c! Bolkshause flattfinbet. Tas unter dem Kom-j mando des Generals Merket stehende L a n jägerkorps in Stärke von etwa tausendi Mann hat die Bewachung der Stadh übernommen. Die Differenzen zwischen beiu hiesigen dem elften Armeekorps angehSrende^ Trugen und dem Landjägerkorps sind rax» nicht endgültig beigelegl.

Zu den GMemdewMen.

Proteste gegen überstiirzte Neuwahl. ' iDra-tbettcht.l

Berlin. 4. Februar,

I« einer gestern vom Bürgerrat von Groß bett'« einbernfenen. zahlreich besuchten Vev sammlung, zu der die Vertreter von etwa sechL hundert wirtschaftlichen und kulturellen 9?erbäte den Einladungen erhalten hatten, hielt der PrL ftdent des Reick ßbürgerrates Tr. Wessel tat Reser,tt zu dem Thetua: .Bürgertum und Kom mr.naTtoa6Icn< Es sprachen ferner Bettre^y der Chttstlicken nnd der TeuischuattouÄe, Vokkspartei. Tie Versammlung nahm mit über wältigender Mehrheit folgende EntschliesitM! an» die dem prrußikchen Staarsministerinu drahtlich rnttoeteilt wurde: .Tie heute in do 'Akademie versammelten Verireter zahlreiches wirtschaftlicher und lulturellet Verbände Groh Lerlinö erheben enri^ben und eimmütia Eit, spruch gegen die übersturzf An fest zung von ErueuerunLswahlen fS