Kasseler Abendzeitung
S.
Sonnabend, 1. Februar 1919.
RtrnfereAer t51 tm» 85$.
Fernsvrecker 951 traö 952.
Nummer 51
Misign Serstevberg marschiert «ach Bremen
cr-
Bordrrei««n- für *2deim«r.
manschen Kreisen, das, der deutsch-österreichische der nur die m ihnen vertretenen Völker um» N'e'andte in Berlin, Dr. Hartmann, in der' faste. Im zweiten Stadium, nämlich auf der
G. H-
da» nicht durchführen kanv
Die neue« Steuer«.
iithrt »nserc Berliner Lchri^tleiiung von her- Borgeschen ist zunächst ein D-Zug-Pear Wei- vorra^endcr Te'<e noch folgendes: Ter wich- mar-Berlin. Ter eine Zug verläßt Berlin 8 Uhr
frühere Frieden-verh-udlunqen!
Genf, 31. Januar. sDrasttLericht.1 Picks« erklärte out Donnerstag im Kammerausfekmßr ^ie gegen Deutschland nätzerrLckeude Boi-
, Paris, 31. Januar.
HavaS meldet: Leon Bourgeois erklär« Sher den Völkerbund, daß dieser schneller in Erscheinung treten werde, als er vorher zu hoffen gewagt habe. Hinsichtlich der Organisation des Völkerbundes sagte Bourgeois, die alliie»
beiterschaft, die sich.zum Teil zu ihren We.fen, zum Teil zu den Bahnhöfen begab.
Neber den Inhalt der Rotverfa^nng. die seit f eilte vormittag das Kabinett beschäftigt, er-
He RottzefsoffllNst.
Ter Gegensatz zum Entwurf Preuß.
lLrahtberrcht.1
Berlin. 31. Januar.
30 Minuten früh und trifft gegen 12 Uhr in Weimar ein, der Gegenzug verläßt Weimar um sieben Ubr abends und trfft gegen elf Uhr in Berlin ein. Weitere Zugpaare gehen zwischen Weimar und Karlsruhe, sowie Stuttgart.
ArelwiM-e«,AnWerb«*s.
Berlin, 31. Jan/ar. sDvahtbcriclr.s Wie tm'r crfahreu, haben bte letzten beiden Wochen mehr als vierzigfausettd Nenanweibunzen für die freiwilligen Heeresbestände des Reiches gebracht. Bei weiterem günstigen Forlschre'.teu der Freiwillizen-Anwerbungen werden nicht nur in das spartakfst'sch rei rte br ntif re Gr- biet, sondern auch nach anderen Städten in denen eine spcir'akisiifche Minderheit enrregen dk>n> Volkswillen di« öffentliche Gewal' ok'u- p'.ert hat, Truppenverbände zur Wie. dexherstellung der öfsentsicheii Ordnung nn^ Sicherheit abgehen.
nach Berlin ein zuberufen, um dann zu der Verordnung Stellung zu nehmen. Der Zentralrat und das Sr'eqsmn-ifterium haben sich mit der Einberufung des Kongresses. der in Berlin 'tattfind'n soll, einverstanden erk'ärt. Zum Schluß wurde mit großer Mebrbeii die Resolution der unabhänai^n S-ei a demckraten an- -enommen, die geacn die Neuregelung der Kommandogewalt protestiert.
amt mit der Vorbereitung einer Anzahl Gteuervorlngen an dir S'ationmaer- lammluuU. Rach unseren Informationen sehen die neuen Steuervorfchlige einen jährlichen Mehrertrag von rund einer Milliarde Mark vor.
Sie Mlkerdmih ffragr.
3« den Pariser B er Handlungen.
(Drahtberichl.)
strnktion auch sonst ähneln würde. Die Sou- • rrän'tät der Rationalcersammlung würde allerdings auch in diesem Falle nickt berührt werden. Der eigentliche DerfaffungSentwurf würde nun zunächst asterdinvs dem Staateu- lianse zugehen Tie Rationalversamnilmg nürde abe» uovstöndig frei entscheiden können, eb Pc die Rotverfastung. oder den Entwurf deS TtaatssekretärS, oder aber ein eigenes B e r- assiingsgesetz leschliefen will. Und das provisorische Staatenha"s würde sofort z« begehen aubören. oder sich eine Umwandlung gefallen lallen mvffen, wenn die Nationalversammlung ein von der Rotversaffung abweichendes Gesetz beschließen sollte.
Das bewaffnet» Proletariat.
Bremen, 31. Januar. IDrahtbericht). Dir Arbeiter der Aktiengesellschaft Weser stnd gestern im Verein mit M.troseu sehr zahlreich zusammengezogen worben. Ein k'a es Bild, wie das scharenweise bewaffnete P r o l e t a r i a t sich zum Wider' and gegen dle •wrüifenteii Re iernngst upevn rüstet läßt sich noch nicht genau feftstesten. Zur Stunde ist in Bremen alles ruhig.
rad ila le* -Ende zu 6e-eiten e'n^e-ftan'icw erklärt. Ju Brrl n nnp Bow-ttn ist die Za l der Arbeitslosen nach zuderOssire i E'u e 6c richten auf fast Vierhunderttaus ud ae'lie.^n.
Leut'ch'SMerrelch? AnWstz.
Hartmann in der Schweiz.
lDrahberich!.)
Wien. 31> Januar.
DaS „Stelle Wiener ^onntil" de ichtet ans Bern: Das ^n'elligenzblatll' meldet ans biplo-
8»6nftteseTi,n»en und Sfrei'S d e Be rieSSk'v- ''--stier Jnknest!- a>'f-ehren büvfe->. Al? keedit^bio o'k- nur e>-> San^. da? ein nneni dehrlick-es ®r-e*- der Welr irtf a't ist, ein «and boS durch produktive Arbeit Berte 6*oFfi. R"r wen De' tsbland tief? Voraus erfüllt wir» es dr" int rn-ti0"a'en Kredit erhalte" »h"e den es seinen Wiede--'"'s
sTrahtbericht.l
Bremen, 31. Januar.
H-er wurde gestern vom Arbeiter- un- Sol dateurat bekannt re-eben, daß gste n und >n der heutigen Rächt die dem Oberbefehlshaber Noske unterstellte Division Gerstenberg in Serben eiimetroffen ist. Sie besteht ans der Matrosendivision und der Landes kckützenbiigade. Der Div ston ste en sänttt<e Kampfmittel zur Ber'ü una, wie sie an der Krönt verv endet wurden, ftftfver der Division ist Oberst Gerstenf era. Sie h't meitge ende Vollmachten. umdieRusteund Ordnung im Reicke besonders in Bremen und andere« Orten wiet-erfer-itfteHen. Die er Meldung Fftite rer Bremer Ar«"i«er- und So'dtemrat hinzu: Der Rat de» Do^b-anf ate- tert sofort m-t ter .Zentrale in Be l'n in Verbindung ,nn über den Einna sb der Diviflon Gerden ber" Erkunvi i'ngen rinzn i Heu. D' in Bremen keine pursten (?) herrschen, will der Rat der Volksbeau'trar.ten um Auskunft eifa - ck-n, welcher Grund b'e Re ie una z i dem genes" eten Einschreiten veranlaßt hat e. Auf die Meldung hin erfolgte beute o’tem s«hs Nhr auf ter Werft der Astien esess ha'i »W s t“ das Alarmsignal für die bewa uetr Ar-
Sckwciz weile, um in Ententeterisen für den Anschluß Deutsch-Oesterreichs an Deutschland Stimmung **t machen. Ins besondere sollen die von der sozigliMchen Konferenz eiugeladenen Sozia'istenführer zur Gel tendmachung ihres Einflusses gewonnen werden.
Einstimmig für die'Ängliederunn.
Wien, 31. Januar. (Drabllericht). Der Staatsrat van Deutsch ^eft 'ref' Hat in seiner KabinettSsitnmg am DonnerSta" einftimm'g den Gestkantrag an Vie öfter ei <>ilche Rational versanimlnng an-enommen. der Tenrsck- Oesterreich als Bestandteil deS deutsche« Reichest erklärt-
man eine Arbeitszeit von sechs Uhr morgens bis lechs Uhr abends forderte.
Außer diesen Forderungen kamen aber auch seltsame Wünsche zum Vorschein, b’e durch das Gesetz besriedi'gt werden sollten. Da verlangte ein Mustermaler, die Schablone müßte abgs> schafft werden, damit die Mnsiermaler besser« Arbeit hätten. Ein Arbeiter forderte den Er» laß eines Gesetzes, nah dem es den Droschken, kntschern verboten werden sollte, Pakete von und nach der Eisenbahn zu b-fördern. oder wenig, stens Pakete von anderer als bestimmte» Schwere zu fahren, damit dadurch viele andere 8eute Brot bekämen. Andere forderten das Verbot oder die Einschränkung der Maschinenarbeit, auch das Verbot der Mädchenarlteit im Posa- mentiergewerbe. wieder andere wollten, daß feinem fremden in Berlin Arbeit geoeben werden dürfe ufw. So gab es ein wirres Dnrcheinau. der von berechtigten und von unerfüllbaren oder gar komischen Forderungen und Wünschen, und nur wenige Arbeiter erfaßten den Zusammen bang zwischen bett sozialen und den politische» Fragen. O. <
ten Regierungen setzten zunüchsi die BedinamW gen und Grundregeln für den Bölke-bund feft
Aus dkA Fahre 1848
Arbeiterforderungen von damals.
Wertumecretf«: DU flebengefpeUttt jette für emedmtfdn Wefdjdhe ao n» an«, wärttoe «tue-gen 3-1 Pt SteflameeeUe Nir einbetmtfdie «efdxtfte 74 $t> hte anämaTttge (Sefdjäfte 1 ' r (MnfaSe Setlagen werden mit '• Statt »ro taufen» berechnet, alle« mit W, Sen m «.Zu chtag. M Neb«rn>tllm»g en « »eigen auf lelep». toege wir. füi W it» Hör. feilet tietrergetnfeneArr.unterkelnerletHaNungüdernommen W die«ntaahtne oon_«n»eigen an - eft»tarnten Titten ober «läsen rotrb» Zt.feine Gewähr geleiftet ®efdtäl:«fwne: <oln. str s
Itt «af.eler a.eue. en 9<aärtdrten eifdjttnen troctentUa teetfntai unk »war a t enoe Der «benneinentiptete tete’gt tnonaU 1.20 «'art ! et freier ZnNellun, ine Hau« iPefteUungen werden eletjett oen Bet ffleftbättSfielie ober ten Seien entfeg.ngenommen. -rattere:, «erlag unb Seba'.tten e*la<tt»otflraSe 28/30. ui «wer! an gl etngefarbte »ettrage atm bte Sei atitoi eme Kerauiroortung ober «gewähr in keinem 7ave übernehmen Jtutteoi lung be« ne bf8 oder Dn'prückt rv-flen e»n>ai^ern cktori-nuvysnrntz arr Lie trur ^ ausgesckioffen
Wenn man fetzt die Lohuforderungeu bei Arbeiter in Berlin und sonstigen Städten, na mentlich auch in den Jndnstriebezitken liest, si denkt man unwillkürlich) zurück an die gute alv -leit, wo man mit ein paar Mark täglich aus kommen konnte. Als die Schneider in Hamburg 1848 eine Mölfstündige Arbeitszeit, freier Sonntag und zwei Mark Tageslohn forderten tourben tonen die beiden ersten Forderungen
Set IfiHftige Kredit.
Amerika« Beveutuna für D uts lau"».
Teutsch/Iand ist durch oen Kteeg ein a.mee Sa d g worden, e n Land, das auf ausländi- scheu Kredit angewi.-sen sein wi d. um den Wie- derarifban seiner Rte fdpft di rchfijhren zu können. Dor »en Kri-ge toar unser Lan» aus der Rolle des Kreoiirebmers bereits in die be-S Sreditoebers i^>ergegangen. Man schützte den Besitz W deutschen Voltes ei cnt’I'-'n' ^en Werten so vie Ktepiialien, ie wir enA z land vorgestre» hatten, auf etwa 30 Milliarsen Mark. Damit ist es nun vorbei De.-is "land wird in Znki nft stark n ßr»brt in Anspruch reh. men müssen Wer soll diesen Kredit geben unb wem soll dieser ausländische Krevii gegeben werden? Wir brauchen ausländische Kredite für wf.’ren Beda'f an Rahnrngs- Mitteln und an industriellen Rohstoffen. Un - willkürlich rickien sich die Blicke des beittfaen Volkes dabei aus die Vereinigten Staaten. Sie waren sckwn vor dem Krt ge ein starker Rod- stofslieserant Tei tschfands. Sie werden es in Zukunft in noch iveit stärker"m Mäße sein. ®etre:be. Kupfer. Baumwolle lauten b'e Honrw« posten unserer Einfuhr am? Amerika. Die Kre- bittoai'saktionen, die für diese <rmerika ' 'che Nnf'chr notwendig waren, gingen aber über Loudon reeif vor dem Kriege der Sterling- Wechsel die W lt beherrschte.
Das bat sich während des Krieges geändert; der Dollarwechsel hat mehr "tib mehr da; Pfund Sterling vech-ränat. D r Kaptealsreich- hrnt hat außerdem durch d-n Krioz einen h r- ten Swß »rlitteu. lodaß Enoland, auch wenn eS wollte, asz Kreditgeber Deutschlands ni -t in ^rn-» komm-"- würd» Rewio'k wird fnffa der Mittelv-nkt des Weltkre its s in. Die w t Str faten Staate" tef-n eben das - bisher ne Geld.-entrt m der Welt England, ebenso ab. wie England sei» b m f’nbe d ' nopoteo If ei Kriege bte frühere führend- Kavitelmabt. f>ob ton», in den A'nte-qrnnd gedrängt Hw Das deutsche Geschäk' f»» die Ein»uhr von Rohstoffen wird sich alte kstnfeia über Rewvork W-- weoen. B r werden «der nicht nur Kredite flr Me Robstost-infuk- in A"faritch nehme-' müst fen. auch unsere Jndrsirie wird fü- den ®t >e-. »öfbntt g- f mislärdiVe- Kre-it arge i se-> fein Wlrd mm dos <1(’’teloi1 Kredite bietet Art bewilligen? W'r' haben Gr-nd zu der An- nabme. daß di» anterik-ni'che Ban'- und Jn- wrsirr wett sich biete? Geschäft nW werden e Neb»n lallen, daß sie bereit sein wechen. fl-»'fte Meter Ar« in au^re-chende n Umfme z-- P r» Bwita »" stellen. Eine Dora Ss-tzU"i *r -sich muß dabei erfüllt werden, i- De"tschla " mu': Ruhe unb Ordnuna herrsch-n. alle Erlch-te nrr«ru. bte i men hm«-- c<e B »Isch mis Bf S aber auch olle "rscheinnngen er Ä * pt faksseindk'chkei« ntfi ten verlchwi"d n Kredit"e^er Uflehen Für Gefahren, bi" ihnen beob ", sehr feinfühlig z>, fein, ste meiden di« Käncher. jn denen sich G-sahren »ief»r Art an femm-eln. Mit Rech« saot man: „^rebit zur El edera' frtchtnng wird ni* dem Porte non WMe oe-ebon. sondern dem M-lnrn d z orga"i rMöriV'en Ur'-rn-h-^er#". Mr werden Kredit von reu Amerikane'-n nur Kenn erhafee» wenn nutete Jndullr«e sich, un-e^ö-' von well' fernher Erneri'nentierfi cht. frei b tätigen fo-n.
Wstel«kredit aibt eY n - für ein Land daß em G7i»s der W Wirtschas' fitbet. Ein Sta-t «h-r b-r iinveben von Ländern nrf kavitali BWifrer Wek«m>etb»ne fei»» WirEchaftsch-siz vö' P* ändert si" Völls" so-ialisie t wird nHi al? Eltfev der M"ltn'irtst-nk' angeleßeu wer'-en, und wird deshalb a"ch keinen Wel«kreb erßal' tm können Es rft fein Zufall, daß mS^tenb be? Krieae? troll de" U"bcrmach« unserer Jein^e die ne'-tros n Böfeer de-isib- Jnd "ftsietei iere ermord, n. wäll'end ste i»llt ersch-eckt d'-teh ü er ftstr,«e So>'!osi'g»rungSbe'«rebungen ihre Gel ße» anS Dentschlan-d v rüchieben. Wir werden tefr da-n wiede" als kred-'sShfa on-efefew wer den, wenn b»r o^aub* Kern unserer WrEchgfe durch dere"tia» Erverim'nt» bch och« i** ttwb w-nn hie Arbeite" eingesehen chrden w"r- , hm häll sie nicht we'te" dwech ll«-"" rn-'iu»
•tu Wtfe*! v or b#n Kkrb«sf»»w«u<g.
Merlin. 31. ston «ar kDoaht'-erichti. Da «etell ifeter den Arbe'tszwoua wfrd iH. feipc BMchsi'lles >wr Reaterun' de" Ra""na - verson'mluno in Weimar bereit* na' Erle 11-
ti.ifte ünterschied zwifa en dem Rvt"esetz und dem Entwurf des StaatSseiretärs Preuß besteht darin, daß das Staatenhmis, welches das Rotl-esetz ebenso enthält, wie der Entwurf von Preuß, fetzt, offenbar auf die Einwäickie der Süddeutschen hin. nicht auS einer allgemeinen BolkSwakf hervorgellen. sondern von den ein- zclstoatliilren Regierungen ernannt werden soll; nn'e'Shr in dem Stimmenverhältnis des bts- herieen Bundesrates, dem die ganze Kon-
allgemeinen Friedenskonferenz in Gegenwart der feinblichen Delegierten, werden ine Alliierten als Friedensbedinqung den M i t t e l m S ch>
wurden ihnen bte beiden ersten Forderunge bewilligt, während die Schneidermeister erkläi ten, unmöglich zwei Mark täglich zahlen zv können. Roch bescheidener waren die Anspriicht der Arbeiter und Gesellen in Berlin. Etn Arbeiter forderte, die Fabrikbesitzer müßten eütai Lohn von fünfzehn Slibergroßen (lchv Mark; für die Arbeiter gewähren, mit weniger kömu kaum ein Einzelner, viel weniger ein Familien. Vater auskommeu; auch dürften nicht einzeln« Arbeiter nach dem Feierabend zur Arbeit heran, gezogen werden, da dadurch andere brotlos gemach; würden. ,
Ein anderer, der Vertreter von dreißig Ar- beiEo-sen, verlangte Arbeit und Lohnerhöhung. Wie Dtreckfuß berichtet, berechnete er in drastischer Weise, was in Berlin ein ü' ensch zum Leben gebraucht: zum ersten Frühstück für brei Pfennige Brot unb drei Pfennige Kaffee (bret alte Pfennige zu zwölf, gleich einem Silber» grvscheu, gleich zehn nette Pfennige), zum zwm-- ten Frühstück für sechs Pfennige Brot, für sechs Pfennige Butter, für sechs Pfennige Bier oder Branntwein, für das M'ttagcssen zweieinhalbeu Sikbergroschen, für den Rachtnittag sechs Pfennige für Brot und Kaffee und für das Abendbrot emeinlhalben Silbergroschen, also im ganzen secktseinhakbeu Silbergroscheu für Nab- ruugsmittel. Dazu kämen Äfeibnnff-Ääto^- Siiefel, Wohnuna und Heizung im Winter. Wi- soll sich ein Einzelner und gar erst ein Familienvater durchschlagen, wenn er nicht wenigstens vier Taler wöchentlich verdiene, da von dem Lohne doch auch für die traurige Zeit etwaiger Arbeitslosigfeit etwas erübrigt werden müsse? R'chi bloß war der Tagelohn damals unter zwei Mark, sondern auch die Arbeitszeit war ungebührlich lang. Vierzehn Siuniten täglich, wozu noch meist mindestes eine Stunde für den Weg zur Arbeitsstätte hinzugerechnet werden müßte. Da war es gewiß bescheiden, daß
®e<ett di« « ett» -kom»«ndo-G«watt.
Berlin, 31. Januar. IDrah«bericht.) Im Ab- "eordnetenhaus traten gestern die Arbeiter- und Soldatenräte Grotzbeckins zusammen, um sich mit der Neuregelung der Komman- vogewalt an beschäftigen. Kamerad Kaul berichtete, daß die So 'taten! omMission zu der n^berzeugung gelangt wäre, daß an her Verordnung nichts zu ändern fei, weil die Vertreter emze'ner Korps nicht befugt seien, derartige Erlasse abzuändern. Die Kommrsfion hat sich aber auch nicht auf den Standpunkt gostelli, daß der Geist der Verordnung den von den Rätekomm'ssiosinen beschlossenen sieben Hamburger Punkten entspricht. Die Kommission hat besckLossen. eine Reichskonsereuz aller Soldateuräte Deutschlands
ten den Eintritt in den geschaffenen Völkerbund auferleßen, der vor allem Sckieds-- gerichtszwang und Einschränkung der Rüstungen bezwecke. Deutschland und seine Bundes- genoilen werden natürlich, um auf gleichet Stufe mit den anderen Nationen behandelt w«v den ;n können, den Beweis erbringen müsse« daß sie nicht mehr auf Eroberungen ausgeher und in vollem Umfange für bte von ihnen a» gerichteten Verwüstungen auch auflomm««.
Hur.g der Brrfa^uugSira"e zu eben. Der Zen ---------- - --------
tralnrt per deukfchen Republik 6n« ü* mit den! Berlin, 31. Januar. sDrahtbericht.) Wie Wefetzentwurf. den unh-ltbarcn Zuständen eiu'unL gewelbd wird, besaht stch das Reichsschatz.
Berlin, 3L Januar. (Drahtbericht.) Aus Anlaß der Tagung der Rakionakversammlung tu Weimar soll bekanntlich ein reger Zugverkehr zwischen Weimar ihtb Berlin und .den anderen Großstädten eingerichtet werden.
AM Neueste NMchtm
Hessische Abendzeitung
ZU BMffM Der W M WW Ok Bremer „wissen von nichts"!
<in Antrag fP.r Berlin.
Berlin, 31. Januar. sDrahtbericht.) In der gestrigen Stadtverordnetenverfamwlung Wurde der Antrag der bürgerlichen Fraktion angenommen, nach welchem der Magistrat ersucht wird, nochmals Antrag auf Einberufung her deutschen Ration a lv er sa m m - ung nachher Reichshauptstadt Berlin zu stellen, um gegen jede Zerstückelung Preußens uni» ber Beseitigung Berlins a's dessen Hauptstadt mit Entschitbenheit vorstellig zu werden. Im Laufe der Beratungen machte Oberbürgermeister Wermuth bte Mitteilung, von einem Schreiben ber Regierung, wonach für den Beschluß ber Reichsteaierung hie Erwägung entscheidenb war, daß etn Ort gewählt werden mußte, ber allen Teilen des deutschen Volkes bas Bewußtsein gibt, daß nicht nach dem Muster des alten Deutschland Wünsche unb Forberungen gettenb gemacht werden können.