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s. Zabrgan«

Freitag, 31. Zauuar 1919

ReTnfyrrdKr 951 mr» 9»5.

Fernsprecher 951 unä 952.

Nummer 50.

ScferttxmSprtife: »t< Iktxngehroltsu Sette tüt eüti>etimfd)« Äoichätt- 3U $fg, tüt «tu», wärttae «njeieen Bf. Reklame,eile für ewhriEche Beschatte 75 Hs. n-r auch«artig? Beschütte l Mi Einfache Deilaze» werden mit s Wort pro Tausend berechnet, oM mit Wi, Seu-nat s.Zu'chlos. Bet Uebermiitlun, en A zeigen auf trteph. Wege rott, für durch Hör. fehler heroorgernfene grtifimcr tetnet!etRottung übernommen itür bte Ausnahme vonAnzeigs« mt dettimmtin Lagen oder »lüden wird > S>. keine Bewähr geletttet. BeschättSttelle: Köln. Str 5

Tie kkasfeler e.euei en Nachrichten er scheinen wüchenUta techkma. und zwar a k e n d Ter LdonnemenlkpreiS telrägt monail 1.20 Varl sei steter -tttNellunz in, Han, . DefteliMlgen werden ederreir von der Beschütt,IteNe ober ten Boten ent^egingcrommen. 1 rudere , Verlag und Redattion: rchlLchthoMratze 28/SO. ur mwerlang: eingesandte Scitrüge lan« die Redaktion eine < etantroottung ober Gewähr in keinem falle übernehmen Rülkzat lung de? i>e,ug,,e de, OderAn.ptrichewegen eironkem chtorrnnng'.mdtz aer Sih ervn 1 ausgeschlossen

Kaffckr Neueste Nachnchteu

Kasseler Abendzeitung EH» Hessische Abendzeitung

Aotweudise Wschrönkung der EniShrungslage.

Sem Friede« entgrge«!

Ter

Kräfte beraub«».

Seift wirb sich auch wieder

Genf, 30. Januar.

Mutransche verwrDerte Phantasie zu erdenken

Die Siodelungfi-Beftrebunzen.

Halle a. G. 30. Januar. (StdWtWY Wie der Direktor der Nest«» land Ortschaft, licken Kammer. SandesSkonomierat Rabi mit» teilt, fielst die VerwirNichuna eines Kefedcnt- wmfeS über Siebelungen bevor, wonach der Großgrundbesitz 10 Prozent feines Landes abtretrn mutz, Ferner sollen eingezo- gen werde«: 1. G ü t e r die von K r i e s S « e - winnlern getauft find. S Güter, dir in den letzten zwanzig Jahren mehrfach den Besitzer mwechselt haben, 3. Güter, dir schlecht bewirt schäftet sind. 4. Güter, deren Besitzer sie nW selbst bewirtschaften. 5. Güter, dir «ms Bauer» ftfilent Mfammeugekmrft find.

Berlin, 30. Januar.

Wie in den letzten Beratungen der Reich? «itimine mit den brnShrunsssiellen PrenfenS und des Reiches fe?ae«ellt werten konnte, rei­chen dte Seten$mit<ef bei ungestörter Zu fuhr und einigen notwendig werden» den Einschränkungen bis gelten Ente April, berw. Mitte Mai. Man tt--1 net vast biS dahin die «-gesagte Ernährundstechilfe der Cntenre praktisch zur Wirkung kovnneu wird.

Pariser Blätter melden: Die französische Ar- beiterschöst demonstriert kommenden Sonntag in rttvn achthundert Versammlungen innerhalb Frankreichs für einen beschleuntgten Friedens sch lu st.

Arbeitskammergesetz vorznb«re-'te« gr- denke. Sie hte deshalb die zuständigen Mini­ster nach Berlin einMlaven.

Lin preußisches VerfsffnnfiZ-Srfetz.

Berkin. 30. Januar. (Diechwericht). Das preußische StaatSminisierium hat den Eut- wnrfeineS Berfafsungsgefetzes für P e e u ß e « in Berafma genommen, Enr rontf teilt sich fachlich mit den Besiimmunnm drS Nei«ver-affun«rSgefetze'', fie'si ater «rn der Spitze kernen Prüsitemen Mr' irr ein» ein zlchr klammer, d»S Preußische ?kbgs- ortnetenhans, vor.

Ei« Alk»h»f.«es<-.

DerNn. 30. Januar. fDrahtberichft. Au Mieterherstellun» der ermatteten Volk kra't find, wie e'ne hiesige Korrespondent hört, an znsiLnvige» axttli ten Steven aes'tzlicke Maß­nahmen energisch in Borbereitun a. In erTer Reihe dürfte ein Alkoholsesetz enkstetea, das für die Zukunft den Alkoholmiß- V r a ««st beenden will. Angesicht» ter zerrsttte- tr« VollSrraAhrunz liegt dir Wicht'^keit e uer derartigen Gesetzbi'dunq aul te- H nd. Mettre Geketze über den Alkoholm'st-ra ick sosie i hier­bei als Unterlage dienen, wie «nck das Gesetz zttr Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten.

Für einen schnellen ssrieSm.

Massenvrrfammfnnfxn französischer Arbeiter. (Drahtber>cht.j

A ilsonS Abwesenheit von Paris.

Amsterdam. 30. Januar. (Drahtberichi). Ans Paris wird gemeldet, daß der amerika­nische Kreuzer .New-Mexiko" in Brest ange- kommen ist um den Präsidenten Wilson wi der nach Amerika zu bringen. Rach vier» zehntägisrr Abwesenheit werte Wilson wieder ,« den Pariser Beratungen znttlckkehren.

Ein nevei ArSeit-kammer-Gesest.

Dr Sten, 30. Januar. sTrochtberichtj. Wte verlaniet, hat die VL'chSl^esietnua den etnsctr«e:i Regierungen mitgeteilt. test sie ein neues

Das deutsche Volk ist durch ein Meer von Mut nrtb Tränen ae schritt en. Sunde rttau sende unserer Besten deckt fremder Erdboden. Mil- f »nm teben Gut und Blut, haben ihre E ritz en-, frae oestnrden Glieder, die irische ihres Sehens für ein neues Deutschland geotfert. Fürwahr w-r haben unendlich die! an unserem fWnm Bcsile gnf tmacken Auch das Sckreck- Ackste der Krie-»bschrecken ist uns nicht erspart «*M:eten, VoOkse-c.aaffen bekämpften Vo<kSg-- neffen mit KriegSmitteln, welche wir ein« vs

Oe» Ausschluß Dentsch-VssterreichS.

Genf. 30. Januar. sDvahtbericht). Rach mie vor macht sich in ftanzötzschen Kreisen eine starke Strömung gegen den Anschluß Deut'ch-Oesterreichs an Deutschland geltend. Ein Pariser Blatt will setzt di« Gültigkeft der österreichischen Wahlen nicht anerken. ne« Durch den Passus des Wahlgesetzes, daß in O fterreich anwesende Reichsdeutsche eben - falls das Wahlrecht besitzen, ist nach Ansicht deS Blattes zu befürchten, daß die Mitteilungen über den Anschluß Deutsch-Oesterreichs au Deutschland gefälscht werden könnt.«.

Eine GegenbewegnnK.

Esse« lRuhr), 30. Januar. fDvahkberich"). Die Dereiuigimg ter niederrheinischen, tovst- fäb'scheu und sürnvestdentt.ten Handelskammern w ndet sich in einer Entschließung gegen die Bildung einer mebr oder weniger sechstän ^t- <*en Repuölil Westdeutschland, ©ic Hafter die Aufre MerMbtnr und verstärkte Durckfüh-ung ter wirtschaftlichen und wirt- schaftspoli.'ifchen, 6er Verkehrs- und Reichsein­heit des gesamte" deuftchen Gebietes, unter An- üchkub Deutsch-Oeflerm^s für e:ne der wichtig stcn Aufgaben der Rat onalversammlung.

Rhsrnlsnd-WeMslev.

Die Bildung elneS neuen Staates.

lDrah-Kerlchi.l

Elberfeld, 30. Januar.

Di« Frage ter rheiuisck-weftfäli- schen Republik ist der Enifcheiduuz sehr nahe rerückt. Wie verlaufet sollen die wirt­schaftlich und landscha tlich in Zusammenhang ftehenten Gebiete zu einer neuen Staate» eiuheii verbunden werden. In Brtrackt kom men Rhe'nkand und Westfalen mit OstsrfeSlgnt im Nörten, Hessen und Hessen-Rassau, sowie die Pfalz im Süden. Al» Hauptstadt kommt Köln in Betracht. (Wir brauchen wohl kauim zu be­tonen, ixxft von einem Anschluß Hessen und Hessen-Nassaus an eine evtl, zv bi! terte rbeintsich»-westfälische RLpubkrk für uns gar keine Rede sein kann, wenn eine selbständige S'trt n'ür'itrq g-rechttertigt ist. daun ist es die e:ne? Groß-H.ssen, zu der ja bekanntlich eine frärtrflc Bewegmtg eingesetzt hat. Die Schriftteitung-i

sehung von Sukmsee mit ter polnischen Be­völkerung in einen Kamps. Die Abteilung 8<Ite in Kulmsee eingnartiert werten. Rach rtillerievorbereituuq wurde Kulmsee hn Sturm genommen. Die polnisihen Verluste be- trueen mehrere Tote und Verwundete. Auf un­serer Seite sind keine Verluste zu verzeichne». An die poluische Bevölkerung waren vor dem Eintreffen der Lentschr» dreihundert Gewehre mit Munition verteilt worden. Neber Kulmsee ist der Belagerungszustand verhängt «orten. Aus Sckneidemühl wird ge­meldet: An ter Pofenscken Front find pol» nische Legionäre mit reicknr Artille­rie einaetrofsen. Die Wiederauftuchme der Kämpfe steht unmittelbar bevor.

Ter Glaube an uns selbst.

Nachdem das teitW Boli seine inneren Angelegenheiten, wenn auch unter heftigen Sor­gen, Schmerzen nnd Leiden, nunmehr hn we­sentlichen geordnet hat, tarnt es dazu schrei>en, sich wieder all den Fragen zuznwenden, über die ge'enwäriig ohne sein Zutun draußen verhandelt wird. Schon viel zu lange hingen unsere Ni-icke aebaunt an den mehr oder weniger d«h nur totalen Ereignissen, die uns in Span­nung heiften. Es beftand aber die große Ge­währ, daß darüber die wichtigste» Reben.nter- essen vergessen tourten, die es gerate jetzt für so viele Jahn;ehn>e hinaus wahrzunehmen, zu sick-ern attt. Wr stehen augenblicklich in der letzten Heriote des Kriegs-Zustandes, wir ha­ben die Waffen niedergelegt, wir haben uns fctC-Jt wehrlos gemacht und w:r sind heute wil­lenloses Objekt unserer Gegner. Wr haben auclz, gerade durch diese Entwickelung, das Mit- heftmvuntwgsrecht an der äußeren Form deS künftigen Friedens verscherzt. Unser ganzes nationales Ansehen, das uns einst groß, stark und achtuntzssebfeteNd machte, ist vertan. Wr ft'.n am Vesten die Ange» für das Vergangene zu scsKeßen, mit allem, was uns zu diesem un- heülvollcn Zustande führte, zu brechen und un- ge'ruhten BlickeS in die Zukunft M schauen, die m3 ein neues rationales Leben, erfüflt von ur- sttoün^icher. völkischer Kraft und befeuert von lritenfch-astlicher Vaterlands- und VolkeSNebe bringen soll.

Wir steuern dem Friede» «ntgegenf Ausga­ben von erdrückender Wuckt und Schwere sieht sich das deutsche Val? gegenüber. Unser Wirt- zchaftszustand einst ter Stotz des. eurschen, ist zerrüttet; wir sehe» nns hier furchtbare« Gefah­ren gegenüber, wenn nicht rechtzeitig di« Ver­nunft noch obsiegen wird. Tie Parole für un­ser WirtschaftAe-ten ist Beute; Arbeiten oder verhungern! Wir dürfen und können un5 auch jetzt nicht auf Verheißung -n und 5? et Str?» chungeu von anderer Seite einkaffen, wir wer­den mehr als je auf unserer eigenen Hände Ar­beit, auf nufere eigne Tat- und Entschlußkraft angewiesen se'n. und mehr akS je zuvor wird sich die Wahrheit deS Wortes bestätigen, daß «iemand uns helfen kann, wenn wir uns nicht

M MiMiMW« w M MM AngestSrte Zufuhr Vevingung.

(Trahcherichte.)

__ Tie freiwillige Sturmabteilung Rotzvach, vermochie. Laßt jetzt Mc Waffen nchn! Wir. zi-u Grenzschutz-Ost eehörig, geriet bei der 8k-

D!e Wnff-tstillstavd« K-«misfisn.

Berkin, SO. Januar. (Drab'terichks. Die deutsche WaffenfiillstandÄommi.sfim. hat. wie berichtet, die Alltzette» ersnckff. anstelle te? von ihnen für die Eisenbahnbetriebe im b Letzten Gebiete eingeführ.en Zehnstundentgges. wieder die achtstündige Arbeitszeit sinzufüh- r-u, die berei's vor der Besetzung in Kraft war. Daraus ft General Fock mitteil.n, et könnte dem deutschen Ersuchen sicht Folge a-b.-a. Da.- geaen werde den SifenbaSnamreftellte» im be­setzten Gebiet gegen Bezahlung von de« Alliter- ten. die für eine ausreichende Ernährung not­wendigen Lebensmittel gelsisert werten.

habe« itttfere Kräfte mit friedlichen Waffen nun mtdt in großen Wahlschlack;ten gemessen! Laßt uns friedli chwefter kämpfen, mit friedkichen, ehrlichen Mittel», mit Waste» deS begeisternden, überzeugenden, belehrenden Wortes, laßt uns arbeiten. Wir wollen Hand in Hand, lich­tenden An-S-s, entschlossen«» Blickes, festen- M». te», zuversichtlcter Hoffnung und imterörWi» chen Glaubens, trotz allem, an unser deutsches Recht und unsere deutsche Zukunftslraft, tetr Frieden entgegen schreiten! Dr. Kr.

sekbst zu helfen vermögen . Durch unsere geisit- g«n, materielle» und p-rsönlichen Kräfte müs­sen wir uns all das wieder entfern, was wir setzt verloren hÄben. Man kann uns alles weg» nehmen, ober man kann nuS nicht der über»

ragenden geistigen deutsch« entsckkoffene

einmal durchringen. Die RevolutionSwochen haben zwar auch diesem lebenskräftigen Ele­mente einen schweren Stoß versetzt, sie baden aber biS fetzt doch nicht vermocht, die triebhafte Rvgsamkelt. d!« nach BoWrmgen und Verwirk- kiche» drüngenten inneren Kräfte des Tentfchen nieder zu rimgen. Wäre es anders gewesen, so hätte unser tentsches Volksleben keine vierzehn Tage einer Revolution ausgehalieu.

Das Schliinmsk freUich, was den deutschen Bolle passiere» könnte wäre, wenn es ten Glauben an sich selbst, ten Glauben an ferne Z 'kunst, den Glartben an den gu'en S ern Dentschlands aufgsben würde. G.wiß, es ist schwer vom guten Ltern Tentschkartds nach die­sem furchtbaren Schicksalsfchkaoe zu sprechen. Aber will sich «inet unter uns vermessen, die Wege der Vorsehung xn kennen? Können wir wissen, was unsere Bestimmung im Rate eines Höhere», der über uns waltet, isi? Die Welt­geschichte ift und bl-eibt das Weltgericht. Frei­lich schreitet sie nicht in ten Säumen ten Jah­ren, tote das Leben der armen Menfc. enkinder. Ihr Lcr- f zählt naeh Abfchniteen von Jabrchun» ten. Wenn sich auch di» Methoden ändern; nichts in den Weltererfck-eirmngen zeugt so viele und verblüffende Wiederholungen, als bte Weltgeschichte. Ebbe und Flut, Anfstie- und Absturz lösen sich ab im Leben von Völkern. Wir sehen nnd fühlen in ibr den Fiw'er Gottes. Hatte nickt bei un? «i» allzu krasser Materialis­tin s Matz gegriffen, der nns gottSHnlicki wäh­nen ließ und dessen Zusammensturz jetzt aber erst ««zeigt hat, welch k-i-mmerstche »retortfte Men V-m wir sind. Die Schuldfrage von d'e'er Sette zn betrachten wird gamicht umaanaen werden können. Ti« Moral-Philrfophse ter Kriegsvorocfchicht« wird an ter Untersuchung der Dolks-Pshcholsgie nicht vorüber gehen fivnnen.

Gke Ablnrnnsing bet Reich<!anbe.

Köln. 30. Januar. fDrahtberichtl. Hier fand gestern abend eine außerordentlich stark besuchte Persaemnluna statt, in der sib Redner aller Parteien ausdrücksich gegen e;tte Ab- sonderung der Rerchslande von Deutschland äußerte». Der Hauvtredner war der ZentrumsabgcsrdnLte Trünboru.

Sie Ae?skr Im S^sn.

Polnische BersiärkrmMu.

(Drah'bericht.)

Grautenz. 30. Januar.

Sie Reichössewatt.

Der vorläufige Gesetzeutwurf.

Die ReichSregierung veröffentlicht ten Ent wurf eines Gesetzes über die vorläufige Nei-chS getoalt Dieser Entwurf ist aus den Beratu« gen der bundesstaatlichen Kommisswn hervor ygangen und hat in einer sehr langen Bera­tung des Kabinetts am Tie ns tag einige Aen- terungen erfahren. Ter Entlours lautet: Para­graph 1. Di« verfassunggebend« dentstto Xa» tionaldersammlung hat die Aufgabe, die künf­tige Reichsverfaffung, sowie auch sonstige brau gende Reichsgesetz- zu bejchließen. Paragraph 2. Die EiinDringuM von Vorlagen ter Reichs. legierung an die Nakionarversammftmg bedarf, unbeschadet des Absatzes 4, der Zustimmung des Staatenausschusses. In dem Staaten- ausschuß hat jeder deuifche Freistaat mindestens eine Stimme. Auf die großen Freistaaten ent­fällt grundsätzlich auf eine Million Lau. deseinwohner eine Stimme, toovec ein Uederschuß, der mindestens ter Einwohner­zahl des kleinsten deutschen Freistaates gleich» kommt, einer Million gleichg^rechnet wird. Tom- gemäß sind ihr Staatenau-sfchuß vertretend Preußen mit 19, Bavern mit 7. Sachsen mit 5, Württemberg und Baten je mit 3, Hessen mit 2 nttb die übrigen Bundesstaaten mit je e:nct Stimme. Den Vorsitz im Siaatenchause führt ei» Mitglied der Reichsregierunq. Wenn Deutsch-Oesterreich sich an das Teutsche Reich anfchließt. erhält es das Recht der Teil­nahme am Staatenaus-schuß mit einer durch Reichsgesetz festzulegenden Siimmenzahl. Bi» dahrn nimmt es mit beratender Stimme teil. KoMMt eine UcSerein^nnmung Mischen ter Reichsregterung und dem StaateuauSf-kmß nicht züstasite, fo darf jeder Teil feinen Entwurf der Nationalversammlung zur Beschlußfassung vor- legenL Paragraph 3. Die Mitglieder der Reichs- regier««! und des Staatenausfchusses haben das Recht, an ten Verhandlungen der Natio­nalversammlung teilzunehmen und dort -jeder-- zeit das Wort zu ergreifen, damit sie Ansickten ihrer Regierung vertreten Paragraph 4. Die künftige Reichsverfassung wird von der Rationaltersammlnng verabschiedet. Es kann jedoch der Gebiets zu st and ber; Frei stauten nur mit ihrer Zustimmung ge« ändert werden. Jin übrtaen kommen Renhs-- gesetze durch Uebereinffhnmiing zwischen ter Ra- tionnlterfanrml'.mg und dem Staatenausschuß zustande. Ist eine solche Uebereinsiimmung nicht zu eryefen, so hat ber Reichspräsident die Entscheidung durch eine VoSsabstim-mnng herbeiznfithren. Varagravh 5. Aus die Natto- mÄvnfammlung finden bte Artikel 21 bis 23, 26 bis 32 der bishertge» Reichsverfaffung ent­sprechende Anwendung. Paragravh 6. Die Ge­schäfte des Reiches werten vom Reichspräsiden­ten geführt. Der Reichspräsident hat das Reich- völkerrechtlich zu vertreten, im Namen des Rei­ches Verträge mit cnvswärtig-en Mächten eins zugehen, sowie Gesandte zu beglaubigen itnb zu empfangen. Kriegserklärungen - «nb Friedens­schluß erfolgen durch Reichsgesetz. Sobald daS - Deutsche Reich einem Völkerbund mit dem Ziel des Ausschlusses aller GeheimvertrLge beigefre» ten sei« wird, bedürfen alle Verträge mit den hn Völkerbund vereinigten Staaten ter Zustim­mung der Nationalversammlung und des ©4aa- tenausfchusies. Der Reichspräsident ist verpflich­tet, die gemäß Paragraph 1 bis 4 und Para­graph 6 beschlossenen Reichsgesetze und Vorträge im Reichsgesetzblatt zu verkünden. Paragraph 7. Der Reichspräsident wird von ber Ra- tionalversannnlung mit einfach er Stim­menmehrheit gewählt. Sein Amt dau­ert bis zum Amtsantritt des neuen Reichs­präsidenten, ber auf Grund ber neuen ReichS- terfaffung gewählt wirb. Paragraph 8. Ter Reichsvräsibent beruft für bie Führung ber Reichsregierung ei» Reicksminisierium. dem sämtliche Neichstehörden und die Oberste Heeresleiinng unterstellt sind, ein. Tie Reichs- rimttfter bedürfen zu ihrer Amtsfirhruna des Vertrauens ter Nation.assverfuumttmg. Para­graph 9. Alle zivilen und mikitärncken An-ord» timw tntb Verftigunte» des Reickspräsidenteik, bedürfen zu ihrer Güttiakeit der Gonohmianng durch einen Reichsminisier. Tie Reicksm'nister sind für bi» Führung ihrer Geschäfte ber Ratia» nafoerfammTung verantwortlich.

BorlSusises WahI-ErgeSnis.

380 Manvatr feststehend.

fDrahtberichr.j

Berlin. 30. Januar. '

Tas Endresultat aus den Wahlen zur Preußischen Landesversammlung liegt nunmehr: nach n-tchtamtlichen Meldungen vor. Lediglich das Wahlergebnis aus dem Wahlkreis 8 fPosen^ mit 21 Mandate» fehlt noch und konnte bisher nicht beschafft werden, ba feit gesier» mittag jede tekephsnische Perbindung rnft unf-rer Ageu- für Polen gesperrt {ft. Von ten 481 Mandaten entfallen auf: Sozialdemokratische Par- Itei Deutschlands 142, SbliäLi&t VoM.