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Meier Neueste Nachrichten

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Kasseler Abendzeitung

5nfertton*pretfe. Dte ftebengetpeltete Seile für ebnetettf<be BefBWte * Wg, für OM. mtttig« Bneetgw * Bf. flettameeette für eteheimifche Geschäfte 75 »f, für oMäaeärttge Beschütte 1 Mk »infache Beilagen für Vie »efanuanflage «erben nett S Start pro Lauf end be. rechnet. Sogen ihrer dichten Berbretomg in bet «efidon» unb bot Umgedamg stab die Moffetea ReneHw «ochrichten ein vorzügliche« JnfertionOotgan. Kür bin Bafnagme non Bweigen «n bofttmmten Sagen ober «lägen Wird b gt keine Gemäht getetftet GofchüEelle »Mn.Str. i

Hessische Abendzeitung

Nummer 47.

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Dienstag, 28. Januar 1919.

Fernsprecher 961 xn» 95L

S. Zahrg aug.

Das bisherige Ergebnis der Vreutzenwahl.

Sie Brenßeswahl.

Borläufige Teilergebnisse.

(Drahtberichte.)

Wenn bisher auch nur vorläufige und nur Teilergebnisse vorlttgen, so läßt sich doch jetzt schon ziemlich eiwattbfrei feMllen. daß eine kleine Verschiebung nach rechts stattgesimden hat. Offenbar tritt auch die er- Leblich geringere Wahlbeteiligung zu Tage. Lat sse für die c n g e r e Heimat das fehlen eines zugkräftigen Namens wie Schein bemann zum Grunde, so fftr das übrige Prenßenland die naturgemäße Reaktion auf die Siedehitze dez Wahlkampfes zur National­versammlung. .Im einzelnen geben wir nun folgenden Ergebnissen Raum:

Der den gestrigen Wahlen SU der Preußischen Nationalversammlung war die Beteiligung eine erheblich schwächere als vor acht Tagen. In der Gtadt Hannover und alle Parteien mit einem Verlust beteiligt, vis «ruf die Deutsch-Hannoveraner, die eine Zu­nahme von ea. 7000 Stimmen tu verzeichnen haben. Es wurden abgegeben für die Sozial­demokraten: 83972 Stimmen, für die Deutsche Denwttattsche Partti 10615, Unabhängige 1835. Deutsche Volkspartei 21 295. Deutschnationale Volkspartei 4484, Deutsch-Hannoveraner und Zerttrmn 48889. In der Stadt Linden wurden abgegeben: Für die Sozialdemokrat en 32611, für die Deutsch-Demokraten 2335, Un­abhängige 1267. Deutsche Volkspartei 1590, Deutschnütionalen 258, Deutsch-Hannoveraner und Zentrum 7654 Stimmen.

Altona. Aus W von 91 Bezirken: Sozial­demokraten 83605. Unabhängige 4252, Demo­kraten 16785. Deutsche Volkspartei 3217, Deutschnationale 2921. Zentrum 1306 Stimmen. _J8cttin. £vn 32 Stimmbezirken mit 80462 Stimmbercchtuttcn wurden abgegeben: 36866 Stimmen gleich 45 Prozent. (SS erhielten die Demokratische Partei 5638. Sozialisten 11649, Unabhängige 10731. Zentrum 1913, Deutsche Volkspartei 2276, Deutschnationale Partei 5566. In 44 Bezirken der Stadt Spandau und SremenSstadt sind abgegeben wor­den: Demokraten 9029 (11205), Sozialisten 18232 (22621), Unabhängige 12906 (15839), Deutschnationale 4002 (4230), Deutsche Volks­partei 1541 (1849). Zentrum 2899 (3117). Ins­gesamt haben sich 10571 Wähler weniger an der Wahl beteiligt als vor 8 Tagen. In Schöneberg-Friedenau: Teilergebnisse aus 11 Bezirken: Demokraten 6748. Sozialisten 12274, Unabhängige 3141. Zentrum 1715, Deut­sche Volkspartei 4040. Deutschnationale 5196.

Stettin. DaS bisherige Ergebnis von 85 von 91 Bezirken ist: Demokraten 24 059. Deutsch- nationale 8597, Deutsche Volkspartei 1631, Mehrheitssozialisten 45260. Unabhängige 5080.

Königsberg. Don 172 Wahlkreisen 150 Ergebnisse: Demokraten 2305. Mehrheit«- sozialisten 41827. Unabhängige 17274. Deut- che Volkspartei 20381. Deutschnationale 6866, Zentrum 8551.

Xilfit In Tilsit-Stadt: Demokraten 5829. MebrheitSsozialiften 2352. Unabbängige 191. Deutsche Volkspartei 1133, Deutschnatio­nale 278. Zentrum 281.

Bre 8 lan. Lus 363 Bezirken liegen 880 Ergebnisse vor. Es haben erhalten: Die MehrheitSsozialisttn 128605. Demokraten 39465 Zentnwr. 37023. Deutschnationale 20749. Un­abhängige 596 Stimmen.

Görlitz. Teilergebnisse der Wahl: De­mokraten 13 216, Sozialdemokraten 23219, Scuservative 4737. Zentrum 3046.

Magdeburg. Magdeburg-Stadt: Un° Cttäufltae 4803. Mehrheitssozivlisteu 45 771J

Arbett-Arbeitslofiglett

Die sinkende AubeitSleistuM.

U eher das traurige Kapitel der Lohnschraube lmd der Arbeitslosigkeit ist an gleicher Sttlle des Ocfteren geschrieben worden. Daß dtt Re­gierung Zwangsvorschriften etwa in der Art des Hllfsdienstgesetzes plant, ist gut und schön: wir glauben, daß eS ohne einen solchen Zwang kaum wird gehen können. Arich die Ab­änderung -er Verordnung Über die Erwerbs-

Sen mit Austtmen nicht b-ttiffgt und als toei= tnc Folge, das, die Maschinenfabriken und Kon- struktronswevkMten Rot leid-n mrd nicht wis­sen, wie sie die Arbeiter beschäftigen sollen. Die Aenderung zum Guten bat, wie au6 std»fieheM>em klar hervorgoht, dieses Mal le- mglich der Arbeiter selbst in der Hand.

313000, Mitte November 250000, Ende Novem- ber 230000, am 3. Dezember 227000 Tonnen. Daxu kommt der AnSfall des Unksthemischen u»ND

Diese Erscheinungen sind die Folge eines ferneren Zustandes des Menschen. Daraus ergibt sich aber die Begrenztheit der sicheren Mtttel -nrr Abhilfe. Es ist gut. daß Me Verordnung Wer die Erwerbslosen-Fürsorge abgeändert wurde, man wird der Regierung nicht die innere Berechtigung bestreiten körmen, daß sie, kn dem Zustande nationaler Not und Gefahr, in dem wir nnS befinden, ähnlich dem Hilss- dienstgesetz ein allgemeines Dienstgesetz als Er- flänzung der ArvettSlosen-Fürsorge einbringe, äber man darf sich nScht täuschen, daß all das noch nicht genügen wird. Die mehr oder we- «kaer nicht Arbeitenden müssen außerdem ISeneuji werden, daß auch ihre Arbett und intensive Arbeit eine Lebensfrage für die Ml- Eeinhert ist, überzeugt durch eindringlichsten pruch derjenigen, die auf sie unmittelbaren stutz haben. Wie wir schon sagten: es ist Sache der Arbeiterräte, der Arbeiterführer, zu zeigen, was sie können:

Wen können, aber der Einfiuß auf daS .Wie" des Arbeitens bleibt ihr versagt. Und doch kommt es auf dtt I n t e n s i t ü t der Arbett vor allem an. Was aber gerade diesen Punkt feetrbfk so sind Anzeichen da. die den Weg jum Abgrund weisen. Wenn zum Beispiel in ftaat- kichen BetriebSwerkstättt-n um die Weihnachts- jett herum m den wirklich nicht zn kmchp be­zahlten Arbeitsstunden Spielzeug für den eige­nen Bedarf oder zur Erhöhung der Einnahmen hergestellt wurde, in einer Zett, wo Forderun- gen de» Feindes nur mit Anspannung aller Kräfte erfüllt werden können, so hat dieses Symptom ein Kefernstts Gesicht. Ganz beson­ders deutlich tritt dieser Mangel an Arbettslusr, der Mangel eines Pslichtbcwußiseins, auf das wir Deutsche stolz fein zu dürfen glaubten, im Kohlenbergbau zutage. Das gerWezu er. schreckend geringe Ergebnis der Kohlensörde. «mg kann nicht allein auf Arbettermangel zu. rückgeführt werde«. DaS sollen die folgenden Zahlen Mar machen, die zwar nicht den Wert einer amtlichen StatistS haben, aber alS durch­aus znverlLGg selten können. Die Durch- kchnittAeWung des Hauer» betrug ttn Frieden 2,2 Tonnen, zurzeit 1H Tonnen: der durch, ßchntttliche Effekt aller Zechenarbetter betrug im Frieden 1,05 To , im Dezember 0,7 Ta, nn

1^5 Tonnen, er bettägt heute 0,7 Tonnen und Mrd zweifelsohne noch tot Januar auf 0,6 To. Men. Durch der Einführung der Achistunden- fchrcht, die sortwahr.'nden Loharrhöhungen und vaS starke Zurückgehen der Seiften gen per Ar- bctter werden Selbstkosten erzeugt, welche für das ganze Wirtschaftsleben den Ruin be­deuten. Jeder übersieht, daß dieser Zustand nicht lange andauern kann, und in der Bcjurch. ttmg der baldigen Katastrophe beschränkt er setoe Bestellungen auf da? Notwendigste. In­folgedessen geben die Industrien Aufträge für Erneuerung der Betriebs anlagen, di« fiir Hun­derte Millionen bereit lagen, nicht heraus, und

Ein Gutachten.

In entern an die .Franks. Zig" gerichteten Schreiben äußert sich Herr Kommerzienrat Pe­ter Klöckner (Duisburg) dahingehend, daß die immer bedrohlicher wachsende ArbeitS- los iglest nicht ihren Grund im Mangel an Arbeitsgelegenheit habe, sondern hauptsächlich im mangelnden Arbeitswillen. Kmmner- zienrat Klöckner schätzt, daß allein im Kohlen­bergbau und Hüttenwesen je 100120 000 Mann fehlen, die ttotz eiterigster Tätigkeit der Unter­nehmer und der Werbebureaus nicht herbei«. schasst werden können, und schreibt weiter: Wir leben also jetzt in einem Zustande, wo auf der einen Sette 200000 Leute fehlen und auf der anderen Sette in den Großstädten Arbeitslosig­keit vorhanden ist. Wenn den Zechen und der Schwerindustrie die fehlenden Arbeiter zuge- sührt werden, tonnte die Kohlenförderung er­heblich gesteigert und die Produktion der Eiseir- werke, welche zurzett kaum mehr als 30 bis 40 Prozent der Leistungsfähigkeit 5^trägt, erhöht werden. Halb- und Fettigfabr'ckatt, welche als. dann mehr zur Walzung kommen, würden be- fruchtend auf die wetterverarbeitende Industrie einwirken, und mtd' dieser die Dtoglichkett ge­ben, mehr Arbeiter einzustellen. Do» schlimmste an der ganzen Sage heute ist, daß die Ätber- ier, welche noch tätig sind, in den Leistum- gen immer mehr zurückgehen. Es wird nicht mehr gearbeitet, wie dem Unternehmer bei Einführung der Achtstundenschicht in Aussicht gestellt worden ist, sondern bedeutend weniger, Der Effekt geht deshalb immer weiter zurück, wie Sie au§ folgenden Zahlen ersehen werden. Bei unser m Zechen betrug nn Frieden die reine Durchschnittsleistung des Hauers X2 Ton­nen. ste beträgt barte L6 Tonvea. Ter durch­schnittliche ®f»«tt tite W*t Ni grtäet

Deutsche Demokratische Partei 30533, Deutsche Volkspartei 341& Deutschnationale 3823. Zen­trum 1965.

Halle-Merseburg. SHS 11% Uhr abends wurden gezählt: 54 266 Stimmen. Davon ent­fielen auf die Demokraten 14 784, Sozialdemo- Iraten 12024, Unabhöngige 18906, Deutsche Volkspartei 379, Deutschnationale 6272. Zen- trum 1281.

Bochum. Die Beteiliaung cm der Preußi­schen LandeSwcchl war im ganzen Rheinisch- WestfMschen Jndustriebezirk teilweise sehr schwach. Bis gegen 6 Uhr hatten nur 60 Pro­zent der Stimmberechtigten ihr Wahlrecht aus- geübt. Besonders teilnahmslos zeigtt sich ber Hamborner Bezirk, wo offenbar in Er­innerung an die Vorgänge vom vorigen Sonn, tag das bürgerliche Element aus Furcht vor spartafistifchen Gewalttätigkeiten dem Wahlakt fernblttb. Aus Bochum. Dortmund, Essen, Duisburg. Mühlheim, Ober­hausen wird ruhiger Wahlverlauf bei mä­ßiger Beteiligung gemeldet.

Düsseldorf. Rach den bis zehn Uhr nachmittags aus den Revieren vorliere-don Nachrichten sind die Wahlen ohne Ruhestörun­gen verlaufen. Die Wahlbeteiligung war all­gemein wesentlich germger, als am vorigen Sonntag. Mr Düsseldorf ist erst heute das Wahlergebnis zu erwarten.

Köln. Die Wahlen zur Preußischen Na- tionalversammlung im Bezirk Köln haben sich ohne Störungen vollzogen. Die Beteiligung war nicht besonders lebhaft. Die unabhän­gigen Sozialisten hatten in der Erkenntnis völliger Aussichtslosigkeit keine Kandida­ten ausgestellt und Wahlenthaltung empfohlen. Statt dessen veranstalteten sie gestern morgen im großen Gürzenichsaale eine Trauerfeier für Liebknecht und Rosa Luxemburg.

Teilergebnisse au» Aessen-Nasfau.

Kassel-Stadt: 10122 Deutschnational, 2501 Deutsche Volkspartei. 4295 Christliche Volkspartei (Zentrum) 22 760'Tem Giraten, 43 103 SoziMdemokrnttn, 988 Unabhängige. Wähler 84261 (am 19. 1. - 93 000). Im Ver­gleich zu den Wahlen um 19. Januar haben Deutschnationale einen Zuwachs von 700, Deutsche Volkspartei einen Verlust von 100, Zentrum einen Gewinn von 200, Demokraten einen Verlust von 2300, Sozialdemokraten einen solchen von etwa 8000 und Unabhängige einen Verlust von 200.

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Niederzwehren: 345 Deutschnationale. 14 Volkspartei, 33 Zentrum, 522 Demokraten, 1883 Sozialdemokraten, 31 Unabhängige. Oberzwehren: 121 Deutschnatto-nale, 14 Volks- Partei, 1 Zentrum, 177 Demokraten, 599 Sozial domokrateri. Wolfsanger: 26 Deutschnatio» nalc, 6 Volkspartei, 6 Zentrum, 186 Demokra­ten. 923 Sozialdemokraten. 41 Unabhängige. Gntsbezirk (Schloß) WilhelmShöhe: 104 Deutsch­nationale, 11 Volkspartei, 36 Zenttum, 114 De­mokraten, 110 Sozialdemokraten, 11 Unab­hängige. Harleshausen: 167 Deutschnationale 37 Volkspartei, 24 Zentrum. 176 Demokraten, 1239 Sozialdemokrat. Crumbach, 68 Deutsch- nationale, 32 Demokraten, 438 Sozialdemokrat. Waldau: 71 Deutschnationale, 2 Volks- Partei, io Zentrum, 95 Demokraten, 415 Sozial, demokraien, 2 Unabhängige. Heiligenrode: 35 Deutschnationale, 4 Volkspartei, 66 Demo­kraten, 638 Sozialdemokraten, 4 Unabhängige. SandcrSlmusen: 30 Deutschnationale, 6 Zen- irmn, 73 Demokraten 655 Sozialdemokrit>.n, 16 Unabhängige. Bergshauscn: 12 Deutsch»., 4 Volkspartei, 59 Demokraten, 270 Sozialdemo­kraten. Eschenstruth: 41 Deutschnationale: 57 Denrokraten, 315 Sozialdemokraten. AhringSlzausen: 61 Dautschnatiomile, 2 Volks- pentei, 7 Zentrum. 144 Demokraten, 772 So­zialdemokraten. 16 Unabhängige. Wellerode: 3 Deutichnationale, 30 Volkspartei, 30 Demo­kraten. 432 Soz ialdemokraten. Heesfeld: 836 Deutschnationale. 439 Volkspartei, 173 Zen­trum. 842 Demokraten, 2106 Sozialdemokrasin. Cschwege: 591 Deutschnationale. 156 VolkS- Partet. 283 Zentrum, 1726 Demokraten. 3180 Sozialdemokraten. 318 Unabbängige. Hof> neiSmttr: 426 Deutschnationale. 142 Dolkspar- tei. 92 Zentrum, 557 Demokraten, 810 Sozial­demokraten. slinlda: 876 Derttschnattonale, 130 Volkspartei. 7178 Zentrum 1380 Demokra. ten. 2067 Sozialdemokraten, 189 Unabhängige. Hanau: 488 Derrtschnationale, 1793 VolkS- Partri, 1673 Zentrum 5601 Demokraten. 5448 Sozialdemokrat., 5278 Unabhängige. Frank­furt a M. (Teilergebnis) Schwächere Wahl- beteMgung: Derttschnationale 3163, Volkspar- *ei 6403, Zentrum 9792. Demokraten 18289, Tozialdemokrattn 107 873, Unabhängige 10^<8.

Sioe Wilson-Rede.

Dtt Kolonialfrage.

(Drahtbericht.)

London, 26. Ianuwk.

Neber die Pariser Konferenz des Friedens» kongresses wird nach London gemeldet: Bei den gestrige« Verhandlungen über die Kolonie» erhob Smuths hn Namen der Südafrikaner Anspruch ans da« deutsche Südwest, asrika. Heber diesen Punkt herrscht vollMn. feines Einvernehmen. Großbritannien ift be­reit, sich für Togo, Kamerun und Süd- ostasrika mit irgend einer Form von Reu- tralisserung zu begnügen. Jnsolgedessen braucht man nur noch darüber zu verhandeln, was mit den Samoainseln und den Pazasi- schen Inseln geschehen soll. Japan hat vor emkger Zeit vorgeschlagen, dass für feie Zutei - tonn dieser Inseln der «etruafor als ^südliche Grenzlinie festgesetzt werden sollte. In diesem Falle wird Japan die Karolinen und M< Marschall-Inseln erhalten.

Sei dieser Sitzung, der zweittn die öffent- sich war. las Clemenceau eine Entschließuw, kür die Bildung eines Völkerbundes vor. Je der hieran anschließenden

Rede Wilsons

heißt eS u. a.: Wir versammelten unS zu Meier, lei Zwecken, um die gegenwärtigen Vereinba­rungen zu treffen, die durch den Krieg nötig ge. wostden sind, und auch um den Frieden bet Welt nicht nnr durch die fetzigen Vereinbarun­gen, sondern durch Abmachungen M sichern, dtt wir auf der Konferenz zur wckttren Aufrechter­haltung beS Friedens treffen. Der Völker- bttnb erscheint mir nötig für beide Zwecke. ES ist nötig, daß wir ine öffentliche Meinung der ganzen Welt zufttadenstellen. Wtt haben daher dtt heüi-ge Pflicht, trott erraffe Abmachungen zu treffen, dtt verbürgen, daß Gerechtigkeit geschieht und der Friede gesichert wird. Dtt Vereinigten Staaten würden das Gesühk haben, nicht an der Garantie für diese eirropäischen Regelungen teilnehmen st tonnen, wenn diese Garantie nicht die dauernde Uoberwachung des Weltfriedens durch dtt assocttrten Nativnen dez Welt einschLießt. Daher müssen wir den $81« kerbnnd zu einer Lebensfrage machen, $u einem Wesen, das Älezeit tätig fff, um die Interessen der Rationen M überwachen, und dessen Fortbestehen nStig ist. Wir werden es nicht wagen, auch nur einen einzigen Punkt d«S Programms und unserer Jirstrukttonen umzustoßen. Wir werden nicht wagen, als Vor­kämpfer der Gaxbe des WeltsrredenS in tvgend« einem Punkte ein Kompromiß « fchlttßen. In dieser gerechten Haltung, diesem Grundsatz, daß wir nicht die Herren irgendeines Volkes sind, müssen wir daraus sthen, daß jedes Volk der Welt seine eigenen Her­ren wählen und sein eigenes Schick­sal bestimmen soki^ nicht wie wir et wünschen, wie es das vielmehr selbst wünstlst Wir sind, kurz gesagt, zu dem Zwecke hier, dar, auf zu halttn, daß auch mit den Grundlagen dieses Krieges aufgeräumt wird, jenen Grund­lagen, die von kleinen Eottrien von Herrschern und MMtärstäben errichtet wurden. Nichts weniger als die Freihett der Welt solcherart wird den Frieden herbeissihren. Me tonnen daraus ersehen, daß die Vertreter ber Vereinig ten Staaten aus dem Munde niemals tn Ver­legenheit gebracht werden, welchen Weg sie alS den MeckmLßiasten einfchlagen sollen, weil sie für sich nnabänderliche Grundsätze fest gelegt haben. Und diese Grund lini en für eine Regelung winden Gott sei Dank von all den hochherz-igen Männern angenommen, die mit denen, die diesem großen Unternehmen die­nen, zu tun hatten. Ich habe zu meiner Fronde von Tag xk Dag mehr gefühlt, daß wir in die­ser Sache nicht allein stehen, denn überall be- finden sich Verfechter dieser guten Sache. Ick habe nnr versucht. Ihnen in dem. was ich sagte ent Bild von der Quelle der Begeisterung zu geben, die w-r für diese Sache Whlen, denn es scheint mir, daß diese Quelle au8 all den alter Unknlden und Sympathien der Menschheit her- vorstrebt. Es scheint, daß bei diesem Unter nehmen der innerste PulSschlog ber Welt fühl­bar wird.

Nach dem Präsidenten Wilson erhob sich Lloyd George,

um die EntschSeßung zu «tterstützen. Er sagte': Ich würde durchaus nicht eingegrifsen haben aber ich habe das Bedürfnis, ru erklären, mr welcher Begeisterung das britische Voll hinter diesem Vorschlag steht. Hätte ich den geringsten Zweifel Lb-r den Wert dieses Völkerbundes gehabt, so wäre er verschwunden vor dem <schawfpttl, daS sich mir am letzten Sonnabend bot. als wir die Gegend befuchttn die noch vor wenigen Jahren eine der schönsten tn einem sehr schönen Lande war. Mr sichren -.ämtibatiana durch etae Wildnis Der Zerstörung