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Lte Safititr S-euet.en Nachrichten elf.i-einen wochentitch fecMmai nnb »war oben»». Der Übo>...ement8prete beträgt monati t.» Marl bei freier gnNeUnn» In« van« Befielinng« werben «derzeit oon »er «efdtäftSftcüe ober den Boten entgegengenommen. Trurferet, «erlag und «ebaltton . Lchlachldofflrabe 28/SO. .-ut tm» erlangt etnnefonbte V* et träge tarnt bte Rebattton eine Verantwortung ober Semahr in feinem Sone toemebmen Mudiabtung be« Bekucrs^e frei ever An'prruLe wegen etroatotr n thtOTMttmgimn8 att 8te eruna au-gescdlolVen

Mer Neueste Nachrichtm

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

Nummer 45

Reinforecber 951 uns 951 SvNNSl'end, 25. Z«NUSr 1919. RernfpredKt 951 im» «L

v. Jahrgang

Vorbereillwgeu zm Wmfll-Betfammhmg.

Li« UntrrvroduMs».

Tas drohende WirtschastSgesyenst.

Den krisenhaften Zus-and der Ueberproduk- tion LJtt die deutsch« BollSwirrschaft in den letz­ten Dezcnn'-en oft g ttia lenken gelernt. Eine Hockkcnjunk.ur bäte vorher einen gegemeinen Optimismus hervorgerufen, die statilt.yen Ge­winne regten zn immer weiterer Produkttons- ausdehnuna, M8 Wlie&fti) die Absatzmöglich­keit erschöpft war. Wie eine bunte Seifenblase platze dann plötzlich das Phantom der Hoch- sonflmktur. die Preise gingen infolge des Ueberflufles an Waren scharf zurück und mit ihnen dir Erträgnisse, aber auch die Löhne. Es dauert« dann oft jahrelang, bis sich die Produktion wieder der Umsatzmögkichkeit ange­paßt hatte. Diese Ueberproduktions- k r i s e n waren eine der schlimmsten Schatten- rpen der bisherigen Produkt rmrZmethaden. Zahlreiche Vorschläge zu ihrer Vermeidung tauchten auf. Aber immer wieder traten diese Krankheiten deS Wir-schastKkörp«rs in die Er- fcheinung. Jetzt droht dem deutschen Volle eine weit schwerere Krankheit: die Uit< 1erp'r'oduktion. Es droht ihm ein Zu­stand, den man mit den Worten umschreiben lärm: es wird zu wenig erzeugt, weil »« wenig gearbeitet wird. Unterproduk­tion bedeutet aber Schwinden des Polksver- n'ögens, immer größere Abhängigkeit vom Auslände, Schuldsllaverei. Tie sozialist'sche Weltanschauung hat als einen der schwerst?» Krebsschäden der kapitalistischen Wirtschasts- methode die Unterkonsumtion hingestellt. Die Sozialisten behaupteten, daß der inländisch« Verbrauch deshakb nicht groß genug sei. weil die Löhne, und damit die Berbrauchsikraft der großen Massen sich ans einem ni niedrigen ..«rennt bewegten. Deshalb müste em gro/er Teil der erzeugten Waren zu nichtigen Prei- son an das Ausland aboestoßen werden.

Jetzt sehen wir, daß überhohe Lohnforde­rungen und Arbeitsunkust der Arbeiter die Kurve der deutschen Warenerzeugung scharf nach unten drückt, sodaß wir immer mehr dem verhängnisvollen Zwang ai'soesetzt werden, Waren, die selbst unter Berücksichtigung der derrsrchenden Roihstoffnoi ganz gut im Inland« produziert werden könnten, vom Auslande zu beziehen. Es herrscht Knappheit an Kohle und anderen Rohstoffen, an Transpottuüttteln. Darin liegt eine Erschwerung der Produktion, paS soll nick« geleugnet werden. Aber die vor­handenen Rohstoffe würden wenigstens eine mäßige Beschäftigung der Industrie ermög­lichen, wenn die Scharen der Arbeits­losen dazu veranlaßt werden könnten, d a - hin zu 3 teh'e'n , w o Arbeitermangel herrscht. In die Bergwerke, in die Kohlenberg­werke, in den Bravnkohlenb erschau, in die Wag­gon- und Lokomotiveusabriken, die abfe'ts der großen Städte liegen, zu den Kanalbauten, de­ren Pollentzung bte herrschende Tranrportmit- tcvrife lindern würden. In den großen Städten sind Zehntausende von Arbe'tern erw er b s'l'o s, während an anderen Stellen mit ausgesprochener Arbei'ermangel herrscht. Die Bevorzugung der MnnitronserzeuEnq während deS Krieges hatte die Arbeiterscharen an eiri-ett wenigen Punkten konz-ntrierr, an Arbeitsstätten, die entweder in den Großstädten »bcr in der Bäh« der Großstädte lagen. Jetzt hält die Arbeiter die Vorliebe für bi« Groß­

gen. Dadurch steigen die Preise aller Wa­ren im Jnlande, sodaß die Arbeiter alles, waS sie kaufen, auch entjprechend höher bezahlen müssen. Noch gefährlicher aber sind diese Preissteigerungen für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie int Ausland«. Während die amer'kantfche und die englische Industrie be- retts mit einem Abbau der Preise vorgeht, klettern bei uns die P'reise weiter in die Höhe und errichten für den Wettbe­werb unserer Industrie auf dem Weltmärkte einen Scklagbaum nach dem andern. So un­tergraben die maßlosen Lohnforderungen und die Abneigung der Aobetter. dorthin zu gehen, wo Ardtttsmögl'chkeit vorhanden ist. die Grund­lagen unserer Industrie und damtt auch die Zukunft der Arbeiterklasse selbst. Das Gespenst der Unterproduktion kommt Immer näher, und in seinem Gefolge die Not und die Lohnsklave­rei für Rechnung des Auslandes G. H.

Sie Äonftüiiotitf.

Vorbereitungen in Weimar.

(Drahtber cht.)

Weimar. 24. Januar.

Die Borbereitungen der Natio­nalversammlung werden hier unter Lei­tung des RegierungsrateS Schwarz mit Hoch­druck betrieben. Die umfassendsten Arbeiten be­anspruchen die Aenderungen im Nat'ionalthea- ter, wo das Parkett ansgeräumt wird und durch die Sitze und Tische aus dem ReichstagS- sitzungssaale besetzt wird. Für die Telegraphen- und KenchpretAeitung wird ein ganzes Schul­gebäude eingerichtet und mit einem Heer von 250 Beamten unter Leitung eines Tekephon- Jngenicurs des Neickspostamtes in Berlin 6e- fetn roerben. In zwei Gebäuden, bi? in un­mittelbarer Nähe des Rationaltheaters liegen, wird eine Schutzwache aus regie­rungstreuen Truppen untergebracht werden. Tas Großherzogliche Schloß ist bis auf dir Privatzimmer und das Dichterzimmer für die R r i ch s l e i t u n g und ihren Stab mit Beschlag belegt worden. Zur Unterstützung des Telegraphen- und Telephondienstes wird eine drahtlose Verbindung mit Berlin her­gestellt werden. Bezüglich der Beköstigung der Ab-eordneten und Pre^evertreter wird mitge- teitt, daß diese zu gemc'nsamen Mahlzeiten sei­tens der Stadt vereinigt werden. Die rn i l i - tärische Besatzung Weimars wird schon l« den nächsten Tagen bedeutend verstärkt.

$er Reich sL«rf«fsu»c «-Entwurf.

Berlin. 24. Januar. (Drvhkbericht.) Das preußische Dtaatsnrinifterium tritt heute zu einer Sitzung zusammen, um zu dem Ent­wurf der Reichsverfasfung Stellung zu nehmen. Das preußisch« Slaatsmrnifterium erklärt den veröffentlichten Entwurf in der vor- (vegent-en Form als unannehmbar. Es er- blickt in der Verwirklichung der Vorschläge eine außerordentlich groß« Gefahr für das Fortbe­stehen Preußens. Tie preußischen Minister wer­den den Ennvurf der neuen deutschen Verfas­sung mit aller Entschiedenheit bekämpfen und daraus Hinweisen, daß nur gegen ihren ausdrücklichen Willen eine derartig« Verfassung beschlossen werden kann, die mit einer Zer­stückelung Preußens gleichbedeutend fei.

stadt oon nützlicher und gewinmbringender Ar- vett ab. Wenn ihr Ausgleich auf dem AickettS- markt nicht erfolgt, so wird die deutsch« Wirt- stdast ein furchtba'r'es Jannsbild dar- stellen: auf der einen Seite hochgradig« Ar- bettslosiakeit in den Großstädten, auf der an­deren Seite Arbeitermangel außerhalb der Großstädte.

Tie Gefahr her Untervroduktton entsteht fer- wtr aus den überspannten Lohnforderungen der Arbe'ttr. Ti« außerordentticken Lobnforber:m- aen haben für alle Unternehmungen derartige Belastungen im Gefolge, daß sie attf die Dauer nicht netraoen werden können. Viee Unterneh- wntneen arbeiten bereits mit Verlust, zehren vom Kap'tal. oder von den Reserven. Run sind wr bi« Reserven zum größten Teile nicht in barem Gelbe vorhanden, sondern sie stellen wer­dendes Kapital bar, sie stecken in Maschinen mw in sonstigen Anüaaen. Die gewaltigen Summen, bie ber Industrie jetzt durch über­mäßige Lolmforbe runden entzo-en werden, massen beim Wiederanfbau ber Wirtschaft fch- m». Ter Raubbau', ber jetzt durch diese fe*t>rfcfbenrncten an ber deutschen Vo^kS-wirt- towft aettieben wirb, muß sich sehr ba*d an den »heitern selber rächen. Ein Unternehmen, das

Verlust arbeitet, ein Unternehmen, das in- N*6« der hoben Löhne io teuer produziert, daß ai-f dem Weltmärkte nicke konknrrenzfähi» M wird nattrrgemäß daraus bedacht fr n. f ine wSobif-rtion so bald als-chich eirnulchrärken, »Mdurch wird aber den Arbeitern früher oder tzMier die Verdien st möglichkert ge- f3*rtmen. Die hohen Lohnforderungen xw.u

bie Unternehmer ferner zu Preisnhohun-

®ie Aufteilung Preußens.

Berlin, 24. Januar. (Trahtbericht.) Der neue Verfassunzsentwurs sieht bekanntlich eine Aufteilung Preußens vor. An ber Spitze ber Bundesrepubliken, in die es zerlegt wird, steht bie Republik Berlin mit ungefähr zehn Millionen Einwohnern, umfaffenb die Sladt- uud Landkreise Groß-Berlins. Dann soll sich anschließen eilt» Republik Preußen, um» gffeud Ostpreußen. Westpreußen und bett Kreis roMberg, eine Republik Schlesien, bie auch die Provinz Posen, bte Subctenlänber unb OskbShrnen urnsaßt, bie Republik Bran­denburg, umfassend bie Provinz Branben- burg. ohne die zu Groß-Berlin gehörigen Teile, die Provinz Pommern, die Altmark und beide Mecklenburg. Tann Republik Rieder- sach ser., umfassend Hannover, Sckleswtg- Holstein, Oldenburg und Braunschweig; Re­publik Westfalen, umfassend die Provinz Westfalen, den Kreis Schaumburg, beide Lippe und Pyrmont; Republik Hessen, umfas­send Hessen-Nassau und das Großherzoatum Hessen; Republik Rheinland, umfassend bte Rheinprovinz, bie vayerifch« Pfalz und bas Fürstentum Mrkenseid. Der Regierungsbezirk Erfurt soll zu Groß-Thüringen kommen. Wim soll ebenso tote Berlin zur reichunmit­telbaren Stadt erhoben werben.

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Rorbschleswig unb SSntxarl.

Kopenhagen, 24. Januar. lTrahlbericht.) Ein Kopenhagener Blat meldet: Dem Vertre­ter d-4 nord schäeswigschen Ausschusses wurde

auf Veranlassung ber Regierung eine Erklärung abgegeben, dahingehend, daß die dänische Re­gierung in Anbetracht des guten Verhältnisses zwischen Deutschland und Dänemark entschlos­sen sei, mit allen zur Verfügung stehenden Machtmitteln bie von ben dänischen Nationa­listen angestrebte Besitzergreifung zu verhindern.

Ser Sstmarke« Schutz.

Zwei Armee-Oberkommandos.

(Drahtbericht.f

Berlin. 24. Januar.

DaS Große Hauptquartier im Osten wird bereits am 24. dieses Monats nach Kol berg verdat. Zwei Armee-Oberkommandos werden den Schuh der Oftmarken übernehmen. DaS A.-O.-K. Nord in Königsberg, das aber demnächst in eine Keinere Nachbarüavr verlegt werden dürste, und das A.» O. - S. Süd in BreSlau. das nach Sagen ver­legt wird. Oberbefehlshaber im Norden ist Ge­neral der Infanterie Otto von Below, sein Generalstabschef General der Infanterie von S e e ck t; im Süden Generalfeldmarschall von Woyrsch. sein Generalstabschef General der Infanterie von Lohberg. Dem nördlichen A.-O.-K. wird das 10. A.-O.-K. von Falken­hann unterstellt, das blsher in Wilna war und jetzt in Groduo ist. Zum Schutz der ober- schteflschen Bergwerke hat sich ein F r e i w i l l i- genkorpS gebildet, das dem Kriegsmini- sterinm unterstellt ist. DaS Korps soll eint eigene Fahne, schwarz mit dem Totenkops, er­halten. Weiter wird gemeldet: Auf Anregung der Regierung wird in diesen Tagen ein Teil ber RegiernngStruppen, die an den militärischen Maßnab»-»« der letzten Nett in Berlin betei­ligt waren, nach Schlesien zum Schutze der Landesgrenze und zur Ansrechterhaliung der Ordnung im Kohlenrevier ab beordert werden.

El» §röß»re« En1geqsn?sm«en.

Berlin, 24. Januar. (Drahtbericht.) Die Maßnahmen, bie bie preußisch« Regierung in ber Polcufrage getroffen hat, haben bazu ge- Krt, daß bie Polen jetzt ein größeres tgegenkommen an den Tag legen unb zu Perhanldhungen bereit sinb. Es wirb mit der Möglichkeit gerechnet, daß bie Ber Hand- lungen Mitte ber näMen Woche In Ber- l i n beginnen. Di« endgültige Regelung der Pvlenfrage erfolgt natürlich aus der dem- nächstigen Friedens-Konferenz.

Sie PreußMwahl.

Deutschnationale Volkspartei.

Im Vereinshause sprach geüern abetib Rechtsanwalt Brill über bas Tvema: .WaS haben Beamtentum unb Mittelstand von einem sozialistischen Preußen zu ermat­ten?* In erster Linie 6 eit sich der Redner an bie sozialistische Forderung ber Vergesell­schaftung ber Betrieb«, für welche c» ben Mittelstanb, ohne im Einzelnen g gen biefe Forberuna zu sein, als nickt für reif er­klärt. Kaufmanns- unb Handwerkerstand, sagte er. müssen hiervon ausgeschlossen sein. Wi» haben zur Zeit etwa drei Millionen Kle'n' e« triebe in Deutschland, die hierdurch erdrosselt werden. Als gefahrbringend beleuchtete et bie baburch bewirkte Konkurrenzunterdrückung im eigenen Sankt unb bte Einmi'chnna bei Auslanbskonkurrenz. Als praktisches Beispiel führte er an, daß heute schon von eng'ischet Seite aus Kupfer, bas wir selbst nur me 8 Mark Herstellen können, zu 150 Mark ange- boten wird, unb bie Heranziehung tüchtiger Kräfte aus Jnbustrie unb Offizierskrei^en b"tch England. Amerika und Frankreich. Der Red, ner stellt also energisch die Forderungen seiner Partei vor, die Betriebe zu verstaatlicken btt vor allem ber Auslandskonkurrenz fernstehef» unb den

Kaufmanns- und Handwerkerstand, der in diesem Kriege am schwersten gelitz ten und am tapfersten ausgehalter habe entgegen den Behauptungen der Soziali. ften, daß der Arbeiter den leibefCften Teil bebeutc. burch Staatshilfe, besonders Hrrbed fchaffung von Rohstoffen, vor allem auch Be­kämpfung ber Warenhäuser zu untrrstützeu Mehrgewinne im Klein betrieb, satte bet Reimer, werden durch Steuerlasten w'eder auf. gehoben. Ein Wort «ilt ferner noch der äugen» blicklichen Finanzlage, die durch die ieg'ac Sie gieruna ungemein hohe Arbci'sl hazifserr werden angeführt der Erfcköpfing entre geneckt. Mit beredtsten Worten tritt er nock einmal für das Wohl des Mittelstordes ein nut fordert den Anschluß an bie Te:tts.lnatt.na'.» Volkspartei, beten Ziel es ist. aus allen Trüuv mem ein .Deutschland hock in Ehren* erstehet zu lassen. In ber Debatte aing es »iemlick lebhaft zu es melbeten sich Gegner uni Parteigenossen, bie teilweise durch Zuruse auf dem Publikum kaum zu Worte kamen, -sch.

Di« n»a6^8*«<t*n-

Gegen Frtiwilliqen-AnwerbnnI.

Essen, 24. Januar. fDrahkbericht.l Der hie­sige Arbeiter« unb Soldatenrat verbietet erneut die Anwerbung von Freiwilligen für irgend welche Truppenteile, um die Grenzen im Osten und Westen zu schützen, weck der dringende Perdachi bestem, daß die alten re- attttmären Mächte jene Truppen zu einer Militärherrschaft (?) wieder benutzen wollen. Auch die Konferenz ber Arbeiter- unb Soldatenrate des Niederrheins ist gegen bie Bildung von freiwilligen Regimentern nnb be­gründet diesen Entschluß damit, daß biefe Re­gimenter zu gegenrevolutionären Zwecken ge­braucht werden könnten.

Lor Arbeit,l»s«N'Vr»blem.

3n radikalen Maßnahmen entschlössen.

(Drahrdencht.)

Berlin. 24. Januar.

Die offiziösenP. P. R." schreiben: Die un­haltbaren wirtschaftlichen Zustände haben im beutsll/en Reichskabinett nun endlich den Ent- sck-luß reifen lassen, radikal durchzugrei­fen und Maßnahmen ins Werk zu setzen, um den immer mehr um sich greifenden chaoti- fd>cn Verwirrungen unseres Wirtsck>astSlebenS EinRrlt zu tun. Ohne weiteres ist klar, daß der Hauoel das erste brennend« Problem aller zu- ksinftig zu behandelnden Fragen fein mutz. Hierzu wird weitergehend gemeldet: In der zest-'gen Kab'nettSsitzunq mmde beschlossen, ser großen Arbeitslosigkeit, aber auch der mehr uns mehr zunehmenden Arbeits­scheu energisch zu Leibe zu gehen. Zunächst wird die Regierung eine grosrzügige Propa­ganda für die Arbeit auf dem Lande in die Wege leiten, dann aber werden in der näch­sten Zeit auch Verfügungen erlassen werden, die die Erwerbslosensürsorge im ganzen Reiche gleichmäßig regeln und der Arbeitsscheu m** allen Mitteln entgegentreten sollen. Es soll mög. lickst Arbeitsgelegenheit reschaksen werden, da­mit arbeitswillige Arbeitslose auch wirklich überall Arbeit finden und damit die Arbeits­scheuen festgestellt und gegen sie entsprechende Schritte unternommen werden können.

Di« BersammlungSmüdigkeit warf ihr Schatten auch aus die gestrige Versamm'um der .Unabhängigen". Der große Sa« ber Stabthalle war kaum zur Hälft« besetz:. An, stelle des erkrankten Dißmann sprach zunächs L i e b n i tz - Berlin, ber schon in ber Bersamm lung am Demonstta«lonskonntaa geredet hatte Er entrollte noch einmal «in Bild ber Berl nck Vorgänge, wie er sie ansieht unb strllte dab« bi« Behauptung auf. eS fei ein Preis auf L eb knecbts Kopf ausgesetzt gewesen. Di« st irr köpfige Regierung Sbert-Scheibemann Hub nur bi« Gegenrevolution aus den.Pla» gerufen. Kurz über lang werbe bet Tag kom men. an dem Ebert unb Scheibemann beseitig feien unb bann würden bie alten Machihib« wieber in ihre Positionen einrücken (Gelächter. Die auch in Kassel überall prangenden Sckilb« .Es lebe bte sozialistische Republik!* könnte, obgewaschen werden. Tatsächlich sei die soziali ftifche Freiheit verlohn, bie in jenen November tagen errungen wurde, beim bie Sütaer'icb w stoblocken. das Blatt habe sich znunaunsten ber Arbeiter aetoenbrt. Eine Einigung ber drei sozialistischen Gruppen sei möglch. wenn sich bie jetzige Mehrheit zu bem Erfurter Pro­gramm zurückfände. Dann sprach R e m m e l e- Mannheim. Solang« der Kapitalismus herrscht unb er herrsche noch immer gebe es kein» Demokratie. Die Ttnxiae Möglichkeit für den Sozialismus fei bie Diktatur be8 Pra« Jetaria18! (Beifickl.)

Die Rätin,talverfammlunq werde nach wenigen Wochen oder Monaten wieber Verschwunden feie (Bravo!), ohne Ma- totnenfletoewte unb Handgranaten, beim bei benen aerobe bie jetzt am lautesten bana<6 schrien, werde bald ber Katzenmmmer kom neu. Interessant aus des Redners Ausführungen ist noch solaender Satz: .Wilhe'm der Letzte* hatte in ber Theorie aufgestellt, der Soldat müsse aegebenenfaklv auf Vattr und Mutter sutießcn. .Philipp I." hat bie Theorie in d e Praris umgeietzt (Pfuintfe.) Die deutsch? Re­volution von heute <o schloß er ist die Weltrevolnfton von morgen! Ein Dr. Schmidt, von a'Swärts. wie er von sich sagte, .em Ide­alist. ber fein Leben binalbt, wenn Mlli.'nn, Menschen gerettet werden können*, war mti dem Verlaus der Revolution nicht zukr:edev und sprach mit qlühenken Worten für bte Welt- Verbrüderung, für die völkcrbefteieude Sozial-