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K I btlduna sollen nicht nur Berufslehrer- fcr bcnt auch andere geeignete Persönlichkeiten
I Lerangerogen werden.
nen großen Saal des Siawparks erstmalig | j* bevölkerte, war Gewerkschaftssekretär G r z e -
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P. B. 8.
Eschen Kulturkrerses betonen.
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Neues aus Raffel
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Sicher»«- der Äonstitxant«.
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Latte als Regisseur namentlich für meisterlich belebte Massen gesorgt. Sein Verdienst um die AuMhrung mutz besonders anerkannt werden. Wi» aber wäre es, wenn er den Turiddu dunkel anstatt germanisch blond gehen ließe? — Die musikalische Leitung war bei Herrn Dr. Zulauf im allgemeinen gut aufgehoben; indes HSte ich mir den Schluß des Intermezzos kraftvoller durchglüht gewünscht. Alles in allem war der Abend <48 künstlerisches. Plus zu Intdien; und dafür dankte das Haus bei-
Berlins? Entwaffnung.
Berlin, 18. Januar. (Drahtbericht.) Die Zahl der bei der Entwaffnung in Berlin durch die Regierungstruppe» erbeuteten Maschinengewehre aus Spartakushänden ist bis reute früh aus fünstrndvierzig, die der Hand- duerwafscn auf über fünfzehphundert gestiegen.
Sie FrskSMs-Lelegation.
Aufgaben und Ziele der Delegation.
(Drahtbericht.)
Berlin. 17. Januar.
Wir wir schon gestern meldeten, wird die deutsche Friedens-Delegation unter der Füh- runq des Staatssekretärs d. A... Graf Brock- dorff-Rantzau und Schcidemann stehen, denen die nötigen Referenten beiqege- geben lvcrden. Ihre Aufgabe ist, das Wilson. Programm sesrzuhalten und darüber hinaus gehende Forderungen der Gegner abzuleb- n c n. Die muß sich der Wetterführung des Wirtschaftskrieges nach Fricdensschlutz widersetzen. 68 wird unverzüglich eine auf Billigkeit und (Gerechtigkeit beruhende Verein- äarung über di« gegen seitwe Einfv.hr von Rod-
Berlin. 18. Januar. (Dr-chtbericht).' gestrige Sitzung der Großberliner Soldatenräte nahm nach Abschluß der Debatten eine Resolution an. in der sich die Regierungstrup- pcn verpflichteten, die Regieruna bei der Entwaffnung der Zivilbevölke- rnng, der Sicherung der National- Versammlung und der Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung zu unterstützen. Ande- wrfeits wird verlangt, daß nach dein Abschluß der Wahlen die auswärtigen Truppen von Berlin Mkückgezogen und die freiwilligen Wehren entwaffnet und aufgelöst werden.
Zeiteinteilung für die Stimmabgabe bei den Wahlen.
Im Hinblick nuf eine rasche Abfertigung und zur Vermeidung starken Andranges in den Mittags» und Abendstunden wird den Wählern bringend empfohlen stch in sämtlichen Stimmbezirken nach nachstehender Einteilung zu richten:
Vormittags 9—u Uhr Buchstabe A—F
. 11—1 , . 6—F
nachmittags 1—3 . . K—N
. 3—5 , . 0—R
5—7 ' , S-V
. 7—8 , , W—Z
Kassel, den 17. Januar 1919.
Der Magistrat.
Genf, 18. Jamrar. (Drahtbericht). Pariser Blätter melden: Die AMertcn-Konftrcnz hat dem Wilsonschen Borschlag zugeAmmt, Blockade gegen Deutschland Herstellung von Sicherheiten aufzuheben.
handbmg der territorialen Fragen in Europa und Vorderasien werden unsere Unterhändler das Prinzip des S lbftbestrmmunasrechtTs der Völker ebenso wohl zugunsten anderer anerkennen. wie sie es «t<mm-ften des deutschen Volkes in Ampruch nehmen müssen. Dies gilt insbesondere fiir die türkische und elsaß- lotbrinaische Frage. Unsere Vertreter sind schließlich angewiesen, nach alle« Kräften die Errichtung des Völkerbundes im Geiste der Wilsonschen Vorschläge und in Verbindung mit der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit zu fordern, weil hierdurch allein ein Zustand dauernden Friedens verbürgt wird.
finski, Mitglied des Berliner Zentralrats, Vorsitzender des Kasseler Ä.- und S.-Rats. Er erklärte u. a., die Sozialdemokratie wolle herbeiführcn, datz auch alle Privatangestellten Arbeit und ausreichend zum Leben basten. Zur Sozialisierung sagte er, sie werd« da durchgeführt, wo es möglich sei. Es gäbe eine ganze Reihe für die Sozialisierung überreife Betriebe, so den Bergbau, fast die gesamte Industrie der Bodenschätze, die Kaliindustrie, das Versicherungsgewerbe u. a., alles Privatmonopole. die nur übernommen zu werden brauchen. Bei dieser Sozialisierung hätten die Angestellten und Arbeiter am wenigsten zu befürchten. Die besten Köpfe müßten daran arbeiten, daß es möglich wird, nicht allein die politische, sondern mich die wirtschaftliche Vorherrschaft Einzelner zu brccken. Die Versammlung, in der die Deutsche Demokratische Partei am mess n Angegriffen wurde und in Architekt Bosch einen warmherzigen Verteidiger fand, in bet iber auch verschiedene Redner für die Sozialdemokratie eintraten, verlies mit der Aufforderung an die Privatangestcllten, für den Wahl- tzorschlag Scheidemann zu stimmen. -m-
Refide«zkh«ater.
Der Juxbaron.
Man denke stch da einen Landstreicher, zersetzt, veoschmitzt, schlagfertig wie nur einer iein kann; man denke sich diesen verschlagenen Gaiw- nerttzp, darnach im Bratenrock und steifen Oberhemd, im Salon, alkwo er einen Rrtter- gutsbcsitzer mimen soll. Und man denke stch unter Vieser Vagabundenseele Peter Prang; dann hat man den Kern der Sache in der Hand. Ja, dieser Peter Pnang! Ohne Aufdringlichkeit drängt seine Kunst vor, bedeutet Mittelpunkt und Krönuna. Man lacht Tränen und wcitz doch immer, daß dieses Spiel hart am Possenreißertum vocheischneidet und tot Grunde mit all den gesunden Daja-gosdrünaen ms* tiefere charakterisierende Ktekickunst ist. Dazu kommt in diesem Jurbaron die äeutßere Beweglichkeit, das Tanzen und Springen, das voll faszinierender Laune ist. Kurz, dieser Jux- baron »ar ein guter Griff.
Eine Menge reizender Schlager, altbekannter Schlaget tauchen auf. Wenn ein Mädel einen Herrn hat... »Sophiechen mach' die Augen zuf.. und wie sie alle heißen. Alle- straffe, sprühende, niedliche kleine Dingerchen! Man war mit Stift ttnb Liebe bei der Sache. Fräulein Riedel beinahe südlich-temperamentvoll, Fräulein Bredull sehr beweglich und ftohgelaunt. Herr Salzmann gesanglich und darstellerisch gleich gewandt, der fidele Herr Beck köstlich als stotternder, iänz<.lnder VagMmtd. Herr Schmettan rocht humorvoll, Herr Pastonek in kleiner Rolle vor- trefflich. Der Spielleitung des Herrn W e st phal, wie der temperamentvoll-exakten must- kalitchen Leitung des Herrn H a a s ein besonderes Wort der Anerkennung. Angenehm fei ein neuer hübscher Bübnenvorchang auf: wie ich höre von Herrn Georg Wagner verfertigt. Das Haus war dicht besetzt, der Se.f- stark. EL P.
Staatliche Schauspiele.
Cavalleria rustieana. — Der Bajazzo.
Die Italiener, die wahrend des Krieges schweigen mutzten, kamen gestern abend wieder zu Ehren; mit ihnen die langentwöhnte veri- stiffch-smnliche Musik im Orchesterpart und die schöne Linie eine edlen Kantilene im Gesang. Dos Haus war ausverkauft sind ging freudig mit. was sich auch daraus erklärt, daß beide Vorstellungen wirklich recht gut waren. Die Santuzza kann ja nicht leicht umgebracht werden pmt so mehr zu loben ist daher, wenn Frl. K o p p ihr in jebem Zuge ihres Tempermnents eine starke, eigene Note mitgab, die oben großes Talent bedingt. Herr W i n d g a s's e n lebte als Turiddu in Wohllaut und war auch darstellerisch von Leidenschaft. Aber: könnte das Schleifen der Töne nicht um etwas gemildert werden? — Herr Groß mochte aus dem episodisch behandelten Alfio eine abgerundete Charatterthpe. Tie Lola der Frau Tanner- Wünsch wat kokett. Zu erwähnen ist noch Frl. Schulz als Lucia. — Von den Genannten kehren im .Bajazzo" wieoer Herr Groß als SÄvio, der ihm nicht besonders liegt, urrd Frau Tanner-Wünsch als Nedda bezw. Colom- 6 ine. Ihr hervorstechendsier Zug, ihre Grazie, konMu der Colombinen-Äomödie sehr zu statten, ist aber der Nedda hinderlich; sie wird da zu weichlich zu hold, zu sentimental, ich möchte sagen: zu dem ich! Das innerlich Temperamente Beschwingte fehlt ihr als Nedda, die große Arie erfordert mehr Kraft. Herr Kanzow har
Wahl-Allerlei.
Die Teutschnationale Volkspat- fei teilt uns mit. daß noch in letzter Stunde bei Oberbürgernleister Koch eine Listenver- bindung zwischen der Demokratischen Partei und der Deutschnationalen Volkspartei an- gestrebt worden sei. Der Oberbürgermeister »abe aber abgelehnt unter dem Hinweis darauf, daß eine solche Verbindung mit den rechtsstehenden Parteien Hunterttanseude bestimmen würde, zur Sozlalbernokratte uberzu- «eheu: das könne auch die Deutschnatwnale DolkSpartei nicht wünschen. — Unteroffizier Nlb. Brand vom Arbeiter- und Soldatenrat bittet um die Feststellung, daß nicht er es gewesen ist. der in der letzten Versammlung ber Deutschnationalen volkspartei als Redner auf- ^treten ist. — Im heutigen Anzeigenteil befinden sich mehrere Dekanntmachnnaen. die noch auf die morgen stattsindende Wabt Bezug haben und Berichtigungen und Ergänzungen dringen, dann aber auch eine ernste War- nung vor Wahlfälschungen. Jeder darf mtr in einem Wahldettrk ^MEN. . Wahlberechtigt sind nur Deutsche, d'.e am Dabltaa das Ai. Lebensjahr vollendet haben. und die weder entmündigt noch unter vorläufiger Vormundschaft stehen, noch infolge eines rechtskräftigen Urteils der büraerfichen Ehrenrechte ermangeln. Deutsch-Oefter- reicher dürfen mtr gegen die vorgeschrtebene amtliche Bescheinimmg deS Konsulats wählen. Jede Zuwiderhandlm 1 ist zur Bestrafung on- kuzeigeu.
Vke Ugtsanslvrrsammims.
Berlin oder eine andere Stadt?
lDrahtbericht.s
Berlin, 18. Januar.
Die .Deutsche Allgemeine Zeitung' nimmt im, daß die Nationalversammlung mm doch in Be r lin zusammenireten werde, botn die Ruhe sei gesichert und eS liege fern Gründ vor, die Versammlung an einem anderen Ort abztthaltcn. Ein Entschluß sei aber noch nicht gefaßt. Wie verlautet haben in den letzten Tagen Sachverständige bte Frage, ob tu einem anderen Orte in Mitteldeutschlands fiir die Nationalversammlung die nöttgen Räume und die sonstigen Vorbedingungen vorhanden s-ien, an Ort und Stelle untersucht. Anders lautet eine Meldung des .Lokalanzeigers'. Wie dieser erfährt Hai die Reichsregterung sich nach reiflicher Ueberlegung mmmehr endgüing entschlossen die Nationalversammlung nicht in B erlin zusammentreten zu lassen. Maßgebend bei dieser Entscheidung dürsten tn erster Linie die von süddeutscher Seite geäußerten Wünsche gewesen sein, die Nattonälver- saMMMng in einem mehr zentral gelegenen Orte Deutschlands tagen zu lasten. Man wird also damit zu rechnen haben, daß ein Ort in Mittelderttschland als Ver- 'ammlungsort gewählt wird.
Lokalnachrichten vom Taqe.
Alliierte Militärärzte in Kassel. Gegenwärtig halten sich hier frembe Militärärzte auf. Es handelt sich um eine Ärztekommission und Delegierte der Entente, die alle ehemaligen und etwaigen jetzigen Arbeitsstellen und Aufenthaltsorte von Kriegsgefangenen oder Zivilinternierten Franzosen, Belgien Engländern, Serben, Italiener, Portugiesen, Japanern, Amerikanern, Montenegrinern. Griechen und Brasilianern bereisen. Den Delegierten ist Zu. tritt zu allen Orten zu gestatten wo Kriegsge fangene nfro. sich befanden oder vermutet werden. Kriegsgefangene und Zivilinternierte haben sich sewst schriftlich oder mündlich bei den Delegierten zu melden. Alle, die über den Verbleib eines alliierten Kriegsgefangenen, ob krank ober gesund, unterrichtet sind, haben der Klmmmndanlur des Kriegsgefangenenlagers Niederzwehren oder dem Polizeipräsidium so- fort Mitteilung zu machen. Die Maßnahme ist notwenvig, weil die Entente baß ihre Kriegsgefangenen und Zivilinternierten in Deutschland zurückgehalten werden.
Einführung der neuen MagisiratSherren. Der to ber letzten Sitzung der städWcheu Aon perschasten gewLUte Gehemrrat Dr. Schröder und du» neuen Madträte Jordan und Struve werden in einer aMermchenMben Sitzung der Stadtverordneten am Montag abend 6 Uhr in ihre Aemier eingeführt.
-r-, Kehraus bei der Feldpostsammelstelle. Nunmehr ist auch die Sammel-steLLe ber Feldpost tm großen Stadtpark-Saale »uf- gehoben worden. Feldpostsendungen sind m Zukunft bei den Postämtern aufzuliefern oder in die SttaßenbrteffSsten zu legen.
-- Ein Appell an die Hausfrauen! Adr alle, die Kartoffeln tot Keller haben, vor altem an die Hausfrauen, ergeht auch heute wieder die ernste Mahnung: Spart Kartoffeln! Schützt Euren Haushalt vor Kartoffekmangel und verbraucht nicht mehr als sieben Pfund wöchentlich für jede Person!
Körperliche Ausbildung der Jugend. Die Hebungen der Wehrschule zur Heranbildung der Jugend zur Wehrfähigkeit sinh auf Anordnung des Kriegsministeriums eingestellt worden. Reisen der Oberleiter. Vertrauensmänner und Hilfsoffiziere der Wehrschule fiu- den nicht mehr statt. Die Bekleidungs- und Ausrüstungsstücke. Karten usw. sind wieder in staatliche Verwahrung zu nehmen. Der Versicherungsvertrag ist gekündigt worden. Der Handelsminister will aber die körperliche Aus- bildtmg ber Jugendlichen durch die Fortbildungsschule nach wie vor fördern, sei es durch lehrplanmäßigen Unterricht, sei es durch fre;* willige Veranstaltungen. Turnen und Jugend- Piel haben nach wie vor im Mittelpunkte des Unterrichts zu stehen. Dazu kommen auch Märsche und Wanderungen, die mit Hebungen zur Schärfung der Sinne, zmn Znrechtsinden tm Gelände nnd ’Um Kartenlesen zu verbim
st assen und Sebensmtteln zu treffen und für di« Zukunft eine wirtschaftliche Annäherung der Völker unter möglichst gleichmäßigen Bedingungen anzustreben feilt. Dazu gehört namentlich, daß die Frage des Arbeite rschutzcö «nd der Ar beiterve r sicherung auf der Grundlage der von dem letzten internationalen Kongreß gefaßten Beschlüsse für alle beteiligten Staaten ttlnlichsi gleichmäßig gehandhabt werde. Weiterhin werden imferc Vertreter zu erklären hoben, daß Deutfchland bereit ist, gemeinsam mit den mtberen Staaten zu Lande, zur See und in der Luft abzurüsien. Die Delegierten sind angewiesen, auf die Hefin» sendung aller gefangenen Deutschen schon bei Beginn der Verhanolungen nachdrücklichst zu bestehen. Six werden ferner für eine Wieder- ci-tfetzung Deutschlands in seine k o l o n i a l e n Rechte im Rahmen des Wilsonschen Programms ei-nMtrr'en haben und dckbci die Sorge für das Wohl ber eingeborenen Bevölkerung als geminsame Pflicht aller Völker des euro-
Wiederverwendung benutzter Behittniss für Arzneien. Verwendbare reine Gläser. Kruken, Pappschachteln und Pulverkäfichen kön nen bei Wiederholungen zur Ausnahme br Arznei in bte Apotheke gesandt werden. Rar der Deutschen Arzneitare ist dafür der voll« Preis anzurechnen. Das Ministerium des I» nern hat jetzt dem Vorstand des Verbandes zur Wahrung der Interessen bei deutschen Be triebskrankenkassen in Essen anheimgestellt, die Mftglieder der Krankenkassen anzuweisen, beim Arzneibezug verwendbare reine Flaschen, die von der Kasse gesammelt sind, für die Aufnahme von Arzneien nach den Apotheken mit- , zugeben. Es kann aber fein Zwang auf di« Apotheken ausgeübt werden, auch ohne Arznei. entnähme leere Arzneigefäße zurückzukaufen außer wenn dies etwa to den Lieserungsver- trägen ausgedungen ist.
-> Die Wiederherstellung der E-sentzahn fahrzeuge. Die Schwierigkeiten beS Eisenbahn- bettiebs beruhen jetzt in erster Linie auf dein ungewöhnlich schlechten Zustand der Lokomotiven. Dies gilt auch für die Wagen. Zur be- schileunigten Ausarbeitung der Rückstände ist bi« Leistungsfähigkeit bet Eisenbahnwerkstätten wesentlich gesteigert worden. NotleidendeWerke, bte bisher mit Heereslteferungen 'beschäftigt waren, werden möglichst herangezogen. Durch Vermehrung der Arbeiterzahl und Einführung des mehrschichtigen Arbeitssvstems wird die Lerstungssähigkeit der Werkstätten bald mindestens verdoppelt sein. Die Eisenbahnbirekttonen sind beauftragt, besonders solche Arbeiter ein» zustellen, bte von bisher mit Heereslteferungen beschäftigten Werken ftedwillig abgegeben toerben. Abgesehen von der Heran,iehtmg geeigneter Privattoerke sind bte Direftionen nnd baS Zentralamt angewiesen, nach Möglichkeit Teilarbeiten an notleidende Werke zu veraebeu, namentlich bei den Lokomotivkesseln und Ersatzteilen UeberdieS werden 60000 Pufferfedern Pufferhülsen. Pufferstangen. Schraubenkuppe lungen, Lnghaken ttnb . Achsbuchsen sowie 120000 Bremsksötze beschafft. Der ganze Be- darf an Werkstattmaterialien und Geräten für bte Zeit bis Ende September 1919 Wirtz schon jetzt bestellt und auf Lager gelegt
-l. Wahltag ttnb Sport. Die hiesige» Sportvereine haben in Anbetracht des morgi» gen Wähltaaes in ihrer Mehrzahl davon abg» sehen. Spiele austulragen. Von größeren Spielen ftofbet mtr eines zwischen Hermmtia ttnb Fußballverein an der Stmtbbach statt.
--- Bon ber KrtegSwaffenpftege. Zum Schutze von Kindern verstorbenen Kriegs teil- nehmet von Verwahrlosung und wirffchastlicher Schädigtmg war schon rm Februar 1912 die Bestellung eines Beiftandez m geeigneten Fallen gettossen worben. Es genügt aber nicht, wenn die Prüftmg, ob dieses Mittel anzuwenden ist, nur einmal aus Anlaß der Einreichung be# Vermögensyerzeichnisses borgenommen wirb. Der Justizminister hat jetzt empfohlen, biete Prüfung muh später von Zeit zu Zett bei allen Fällen zu wiederholen. Bei der Aufklärung der näheren Umstände können bte amtlichen Fürsorgestellen für H-ttttethkiebene von Kriegsteil- nehmern wertvolle Hilfe leisten. Wo bte Fälle solcher Beistanbsschaften sich häufen, kann bet den kommunalen Behörden die Einreichung einer Sammelbeistanb-schaft nach dem Vorbilds ber Benifsvormundfchaft angeregt werden.
Die älteste Wählerin. Eine ber ältesten Kasseler Frauen, die morgen zur Wahl gehen MÄlltzu, ist zweffellos bte Witwe EWabeth Ochs in der MüUengasse. bte heute to wirk- sich seltener körverkcber und geistiger Frische ihr 86. LebenKjahr vollendet.
--- Militäranwärter ohne Prüfung zur Post. MMtäranwärter, die den Berechtigungsschein für bett einjährig-freiwilligen Militärdienst be« sitzen ober den für bte Annahme als Post- oder, Telegraphengehilfe vorgeschriebenen Bildungsgrad durch Schulzeugnisse nachweisen können, sind bei ber Bewerbung um Einstellung in den Dienst der Reichs-Post- und Telegraphenver- waltung von der Ablegung der Prüfung befreit. Diesen Grundsatz hat jetzt das Reichs- Postamt in bte allgemeine Dienstanweisung ausgenommen.
„ Unfug am Feuermelder. In hei letzter Zeit sind wieberholt bte Feuermelder von Bu- henhänden in Betrieb gesetzt worden. Meist bandelte eS sich um jimge Burschen, von denen ein Teil zur Anzetoe gebracht werden konnte. Alle Fälle — das sei hier besonders bervorgeho« ben — in denen die Feuerwehr böswillig alar«. mitrt tmb dadurch deren Schlagfähigkeit vermindert wird, werden mtnachsichtlich der Staatsanwaltschaft zur Einleitung des Straf. Verfahrens mitgetcilt.
Liebesgaben für Kriegsgefangene in Deutschland. Die Detriebsschwierigkeiten aus den deutschen Bahnen haben die Besürcktung, ergeben, daß auch Verzögerungen in der Besörde. tunfl ber Liebesgaben für feindliche Kriegsgefangene eintreten würden. Dies kann unter
Das Kaffeler Wahlergebnis
kann in bett morgigen Abendstunden noch nicht mit Sicherheit sestgestellt werden- Es ist auch nicht mit Meldungen über den Ausfall der Wahlen in unfernt 19. Wahlkreise zu rechnen. Tie Kasseler Zeitungen haben deshalb davon abgesehen, morgen abend noch irgendwelche Meldungen bekanntzugeben. Rusammlungen an den Geschäftsstellen der Zeitungen sind daher zwecklos. Es wird auch dringend gebeten, von telephonischen Anfragen abznseden. Tie Kasseler Zeitungen hoffen, in ihren Man» tagausgaden ausführliche Meldungen über den Ausfall der Wahl bringen »u können.
Wahlkampf... Maikrtzchem.
Wählt! In bunten Farben schreit eß von allen Häuserlwänben dem einsamen Wanderer entgegen. Wählt! Rießer, Luppe, Scheidemann, in allen Schriftarten grüßen die den Kindern schon geläufigen Namen. Flugblätter drängen stich aus. Bekannte, die einander be- gegneih rufen die rasche Frage zu: Wen wühlst Du? Wahl, nichts als Wahl! Wie ein Fieber rast es durch den Vokkskörpcr!
Weh dem, her heute nicht zu einer ber letzten Versammln geht. Vater ist tot Mutter ist ber große Bube hie wahl
berechtigte „jftoeftcr. Alle haben ihre Wahlversammlung. Wie kann da zuhause gekocht werden, wenn — sagen wir einmal so — cto Koch die Massen anzteht, oder bei Luppe bte Parteien unter bte Lupe genommen werden?
So kaut ich über int Königsplatz, sich den heute reicher als sonst beschickten Wochen- marft und — in Kötzen und Körben — seidenweiche Kätzchen an dunkelbrauner Gerte.... die erstenMalkätzchen! Tie größte aller deutschen Wahlen tot Zeichen ber MaMtzchen. Wird noch ein schöner Frühling für nufer armes, armes Vaterland aus dieser Wahl erbWhen....? H.
Momente, die direkt überraschen, anvere wiebel, die einen irre machen. Wie glänzend müßte die Höhe fein, wenn der Ton lockerer aus- ftrmnfc?! Herr Wuzöl charakterisiette den Prolog hervorragend. Hätte aber in der Tra gödie, bei aller stimmlicher Schönheit toobl um Einiges hämischer sein können. Herr War - .... _ . .. deck ils Harlettn. verr Bey er Iden sind.