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Meter Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung ____________

9. Jahrgang.

Sonntag, 19. Iaarrar 1919

gernfrredter Ml rnd Ml

Numrner,40

Fernsprecher 951 nnd 952.

Sechs kriegsstarke Divisionen im Osten.

Sie SAMS ÜK BMWIW.

Mitbüraer!

Mit ungeheurer Mehrheit, nämlich mit 40.3 .«n nur etwa 50 Stimmen bat im Dezember »er Reichsrätekongreh der Arbeiter« und ®ol» d.!ten-Räte Deutschlands beschlossen, am tont * «eichen Sonntag, den 19. Januar 1919, die L chlen zur Nationalversammlung vorzuneh- r ."tt, welchen sich am 26. Januar 1919 die Wah- f?n zur preußischen Landesversammluns! an« r i«ßen werden. Ueberdies bat am letzten Sonntag die Kasseler Bevölkerung ans der im« po'anten Kundgebung aus dem Fried richsplatz bekundet, daß unser Volk am 19. Januar die freie Entscheidung über sein Schicksal herbei führen soll.

Mitbüraer!

naht der Tag der Entichetdnna nnd nun mutz scher Staatsbürger das Recht Aller aus ungestörte Ausübung ihres Wahlrechts unbe- respektieren. Wer es nicht tut. der begeht, ro e die BolkSbeanftragten in ihrem Aufruf vom 14. d. Mts. mit Recht betonen, ^in schweres S aaiSverbrechen und muß auf strengste Bestra- si-ng gefaßt sein". Gegen jede, auch dir aller- M ingste Störung der Wahlhandlung, werden >r r ungesäumt rücksichtslos einschreite«.

Mitbüraer!

Wir rechnen schock, damit, daß der Geist der Be­sonnenheit und die hohe Achtung vor dem höchsten Rechte deS Bottes, die wir bei allen Be« irobnern Kassels Voraussehen, uns davor be- wahren werden, dieser Ankündlguna Taten fol- ren zu lassen, die bei Nichtbeachtung dieser unvermeidlich wären.

Alle Dorkehrungen zur Sichernug der unge- b nderten Wahlausübung stnd von «ns getrof- 'rn worden!

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Verbote«

ist am kommenden Sonntag bis abend? 8 Ahr icglicher AuSsckmnk von alkoholhaltigen Geträn« r*'rt sWeine, Liköre usw.). Der AuSschank von vier fällt nicht unter dieser Verbot.

Kassel, den 16. ifamtar 1919.

Arbeiter- nnb Soldatenrat

R. Sauschttdt.

Zur hessische«Frage".

Von

Fritz Stück-Niederzwehren.

Zwar gehört die Entscheidung über die zu­künftige Staatsform Neudeutschlands und hier­mit auch die Angelegenheit der Schaffung dieses gesamthessischen Mittelstaates vor das Dorum der Nationalversammlung. Wir wollen und dürsett dieser Entscheidung nicht vongrelfen, wir denken nicht daran, schon heutegenaueGren- zen eines gesamthcssischen Staates sestzu'egen, aber wir müssen auch dem in den letzten Tagen mehrfach erhobenen Einwand begegnen, daß un­sere Bestrübunge'.l zwar berechtigt, aber ver­früht seien. Dem mutz mit allem Nachdruck widersprochen werden, denn wir erblicken in einer solchen uns empfohlenen abwartenden Haltung die bedeutende Gefahr, daß uns wie­derum von Berlin oder von anderivärts eine weder stammlich noch wirtschaftlich begründete, von land- und sachfremden Erwägungen aus­gehende Staatssorm aufgezwungen werden, und die Stimme des Volkes auch jetzt wieder nicht zur Geltung gelangen könnte. Gerade Hessen darf unserer Meinung nach jetzt nicht den Kopf in den Sack stecken, wo ringsum in Hanno­ver, Schleswig-Holstein, Westfa- Ien, Rheinland ja sogar in Ostpreu« 6eu die LoS-von-Berlin-Bewe- g u n g immer weitere Greife zieht und zu den natürlichen Schlußfolgerungen drängt.

Wir wissen, datz hier in Kassel eine ein­flußreiche Gegeifftrömnng lokalpoliti- schen Charakters sich durchzusetzen ver­sucht, Vie lediglich svr einen Ausbau des sehr problematischen SelbstverwaltunHsrcchtes im Nahmen des preußischen Staates eintritt. Das würde für ums in Hessen, bedeuten, datz wir alle unsere internen Lunoesgesetze und Institutio­nen auch für alle Zukunft aus dem Umwege über Berkin beziehen würden. Hierfür ftn* aber weite Kreise des h ojssisch n Bokk-s n.ichUi zu haben: sie fordern eben in Uebereinstimmung mit der Mehrheit des deutschen Volkes die Aus­teilung Preußens in wirtschaftlich und stamm- lich begründete Einzelstarten, denen im 3tah- men des grotzdeutsck>en Staatenbundes diesel­ben Rechte und Pflichten, wie d«m süddeutschen Bundesstaaten eingeräumt werden müssen. Die° ses ist die prinzipielle Forderung, und diese prinzipielle Forderung kann nicht früh und nicht laut genug ausgesprochen werden ES handelt sich um keine parteipolitksche Angelegen­heit. denn um das Schicksal unseres Hessenlan­des muß der Bauer und der Bürger, der Arbeiter nnd der Soldat gleichmäßig be­sorgt fein. So verschiedenartig also die Motive sein können nnd tatsächlich sind, die in allen Kreisen beider Hessen diese Forderungen heute laut weiden lassen, so übereinstimmend ergibt sich hieraus als des Volles Wille die Losung: freigeeinten Grotzdeutschland ein den au» deren Bundesstaaten gleichberechtigte» Hessen!'

Nachdem in den letzten Tagen die bislang

im wesentlichen auf Mißverständnis beruhende Zurückhaltung eines großen Teile- der Press« in der Angelegenheit des gesamthesstschen Problems aufgegeben worden ist, und sich in beiden Hessen und den Randgebietm nunmehr drs allgemein« Interesse dieser Angelegenheit zr wendet, ist es wohl gestattet, noch einige auf- klärende Worte zu sagen. Damit erledigen sich auch zugleich zahlreiche telephonische rmd brief­liche Anfragen, deren Beantwortimg direkt lei­der nicht möglich ist. Die ganz« Sachlage hat sich inPvischen ganz wesentlich im Sinne der Bestrebungen unseres .Hessischen Vollsbundes' verschoben insofern, als nunmehr breits post' t v sest steh « n dürfte, datz alle auf den Ein­heitsstaat hinzlelenden Bestrebungen, zum min­desten Mr Zeit unerreichbar sind, und daß d e einzige Möglichkeit für die Ausrechterhal- rung der gesamtdeutschen Einheit unter Einbe- ' ehung der deutsch-österreichischen Länder in der Grundlage eines föderativen Aus­baues betrcühtet werden muß, d. h. in der Schaffung eines wahren Bundesstaates, beste- h. nd aus annähernd zwölf bis sechzehn Einzel» wudlilen, die durch deine Zentralregierung rnbeschadet der Entwicklung ihre stammlichen Eigenheiten in festem Bund zusammengesatzt werden müssen. Dafür ist Voraussetzung die Austeilung Preußens, von der wir be-

Berlin, 18. Januar. tDrahtbericht.) Wre die T.-U. berichtet, meldet sie O b e r st e H e e- reSleitung: Die letzt en Terle der noch abzubefördernden Divis tonen 'M Osten sind mit dem gestrigen Tage a b g e, a n dt. Es bleiben nun noch einzelne Formattonen abzu­transportieren. Zm Osten :verd:n Ruck- - t der -s c to ) et«

S«rdzus«p!an der S-wjetS.

Rotterdam. 18. Fanuar. lDrahtbericht.) Londoner Blätter melden aus Petersburg: Sowjet wurde der Feldzugsplan für 1919 vorgelegt. Er sieht den Angriff gegen die Alliierten mtt Hilfe des deutschen Proleta­riats vor. Zn diesem Zwecke wurde D eu tsck- land in fünfzehn Beztrke einge- teilt. Die Beratungen begannen, bevor dte Spartakusbewegung in Bersin zusammenbrach.

NNcktv-frtrbewcgung der Ruffe«.

8er SstSchutz.

Mehr als sechs kriegsstarke Divisionen.

(Drathbericht)

Danzig, 18. Januar.

DieDanziger Zeitung" meldet: Die mili­tärisch« Truppenmacht für di« Rücker­oberung Polens wird feit Tagen nach dem Osten überführt. Mehr als sechs Di­visionen sind jetzt kriegsstark im Osten konzentriert. Bereits die kommende Wo­che wird voraussichtlich den Beginn der Of­fensive gegen die Polen bringen. Wie dieSchlesische Bottszeitung" aus sicher^: Quelle erfährt, steht das militärische Auf­gebot gegen die Polen unmittelbar vor seiner Vollendung. Sobald die Verlegung des deutschen Hanptauartiers nach dem Osten vollzogen sein wird, ist mit schnellen operativen Handlungen zur Wtedergewtnmmg der deutschen Ostmark zu rechnen.

ceits gestern berichteten, womit man in allen ntatzgebenden preußischen Kreisen bereits rech­net, und wogegen jeglicher Widerspruch nutzlos sein wird urtb nur zu inneren Komplikationen uibren kann. Tie Schaffung eines solchen l-ästigen Mittelstaates Hessen (nicht .Groß- bessen"), der ein Bindeglied zwischen Nord und Süd wt ne Ueberbrückung der der Geschichte angehöre n Mainlinie bilden wird, ist eine deutsche Angelegenheit: sie ist vom groß- ---------------

deutschen Gesichtspunkte betrachtet einfach zu wärtsbewegungen - - - - x,

cSTXmZE Fordeckua arworoen! iTruvpenvou Milan und Tnttum auf Ntga

gemeldet. Ein Zusammenhang mit dem ge­meinsamen Vorgehen der esthnischen Truppen von Süden her und der finnischen Truppen von Dorpat ist nicht ausgeschlossen. Das Vorgehen der Rttssen auf Kowno erfolgt offensichtlich in zwei Kolonnen, eine von Nordosten über Wilko- mir. die andere von Wilna über Landwawno- Zosle. Nach Acußerungen zurückkehrender österreichischer Offiziere beabsichtigen die Rus­sen nur bis zur deutschen Grenze vorzurückett.

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Pslnische Hilferufe an bi« Entente

Basel. 18. Januar. lDrahtberichth Die Baseler Nachrichten* melden aus Warschau: Die polnische Regierung hat einen Hilferuf an die alliierten Regie­rung e n« gerichtet, möglichst rasch Truppen zu entsenden, da die bo r' ch ew istisch e Ge­fahr äußerst gesardrohend sei. Der Warschauer Vertreter eines Londoner BlatteS drahtet, wenn die Bolschewisten an der Polni­schen Grenze nicht aufgehalten werden können, was unwahrscheinlich fei. so dürste Polen, daS reichste Hilfsquellen Mer Art besitzt, von den Bolschewisten verwüstet werden.

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Di« etr«it&«toc$ung*

Beuchen. 18. Januar. (Drahtbericht.s Die Berhandlungen in Kattowitz. die in der Hauptsache um tote ffiorderuugen der Brrqar- beiter um einen Zuschuß von achthun­dert Mark geführt wurden, haben zu dei­nem Ergebnis geführt. Die Berliner Re­gierungsvertreter Hirsch und L a n d s b e r g sind deshalb wieder nach Berlin abgeretst. Die Arbeitersekretäre fetzen jedoch die Verhaud- mit nett Arbeitern fort. ES besteht aber r.-i-j -acht «kV Einigunati Rn den iaud- lichen Kreisen Oberschlesiens wollen die Bauern für den LubUnitzer Bezirk keine Lebensmittel mehr liefern, da sie keine Kohlen erhalten. ES wird sogar damit angefangen. daß dte Bauern ifite Gehöfte bewaffnen.

Sie SetHnet Mer.

Heber achthundert Tote!

(Drahchericht.)

Berlin. 18. Januar.

Die RegierungStruppen haben bei den Kämpfen rott den Spartakuslertten in Ber- Im zweihundertsünfzeh« Tote »er- loren. Davon entfallen allein auf die revu- blikanifche Goldatenwehr hundertsünfundsieb- zig Tote wie das Kommando der Schutztruppe bekannt gibt. Die Verluste von Sparta­kus sind, wenn man die Verluste der Regie» rungStrvvPen prozentual zu Grunde legt, mit mindestens sechshundert Toten »u beziffern. Von der Zivilbevölkerung sind sechsunddreißig Personen erschossen und über achtzig verletzt worden.

H»ftb«s«hl s«8<* Stchh-r«.

Berlin, 18. Januar. lDrahtbericht.) Gegen die noch nicht ergriffenen Führer der Svarta- kusbewegung. darunter Eichhorn, ift nun» mehr richterlicher Haftbefehl erlassen worden. Die Untersuchung wird geführt we­gen Aufforderung z-mn Massenmord.

Lt«b?n«chLS Tod nnb M« Schuldfrag«.

Berlin 18. Januar. lDrahtbericht.^ Wie die .Deutsche Tageszeitung« erfährt, hat die kriegsgerichtliche Untersuchung ge- gen die militärischen Begleich:annchcrften Lr:b knechts und der Rosa Luxemburg bereits ein- wandfrei ergeben, daß eine ichuIdbare Abficht am Tode der beiden Gefangenen die Begleitm-annschasten nicht trifft. Entge­gen allen anders lautenden Dersichmengen er­klärt der Gerichtsarzt. daß die tödlichen Schüsse sich im Rücken Liebknechts befinden.

Rl«senb«Wtonstratton in Leipßig.

Leipzig. 18 Januar. lDrahtbericht.) Hier fanden gestern denganzenTa N über M a s- fendemonstrationen und Protestkund­gebungen der Arbeiterschaft, Unabhängigen und Spartakisten wegen des Todes Liebknechts und der Rofa Luxemburg statt. Die nach Meten Zehntausenden zählenden Massen zogen durch die Straßen unter Borantragen von Plakaten und roten Mahnen, und schließlich auch zu den bürgerlichen Zeitungen, welche ge­zwungen wurden, den Betrieb ernzu- stellen Gestern und auch heute erscheinen keine Leipziger Blätter. Die Straßenbahner haben sich der Bewegung angeschlosien. sodaß keine Straßenbahn verkehrt. Die Bewegung nimmt eine riesenhafte fform an.

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Kassel im «Mampf.

Die Antwort auf die Scheidemann-Rede.

In einer teilweise recht stürmischen Ver­sammlung, die gestern abend von der hiesigen Unabhängigen Soziald emokratt- schen Partei im dichtbesetzten «roßen Saal der Dtadthalle abgchalten wurde, gab es g«vis- fermaßen die Antwort auf die Scheide- mann-Rede an derselben Stelle. Der Hauptredner des Abends sollte der bisherige Vertreter Kassels im Reichstage. Hüttmann- Rranffurt. sein. Wie der Versammlungsleiter, Hartmann vom A.- und S.«Rat, mitt eilte, lag Hüttmann in Bebra rmd hatte keine Mög- liÄeit, nach Kassel zu kommen, wie er sagte, .in Ermangelung eines Sonderzuges!". An feiner Stelle sprach Unteroffizier Wecker le außerordentlich leidenschaftlich über die letzten Vorgänge in Berlin und machte Ebert und Scheidemann für die Ermordung Liebknechts und der Rosa Luxemburg verantwortlich. Di« etzigen RegäerungKntLnner hätten sich zum Be» baitern aller aufrechtstehenden Sozialdemokra­ten voll »Nd ganz ins Schlepptau der Genera­lität nehmen lassen. Die Ereignisse in Berlin zeigten, daß sich Ebert und Scheidemann von den rein Bürgerlichen latnn noch unterscheiden. Deshalb müsse das Proletariat den Kampf ge. gen diese Art Leute unbedingt wieder aufneh­men. sLebhaster Widerspruch bei den im Saalr anwesenden Mchrheitssozialdemokraten.i Di< Sozialisierung müsse rasch kommen, um zu ver­hüten, daß Henschel auch in Zukunft Hun« berttaufenbe bem Wahlsonds volksfeindlicher Parteien spende. 5lm Lause einer lebhaften Aussprache, in der teils für, teils gegen Scher- bemann gosprocheu wurde, erklär!« Rechnmms- :at S ribel vor. der D- --ru- partei, es fei unwahr, daß Geheimrat Hen­schel seiner Partei 100000 Mark gegeben habe, sonst würde dte Partei noch «an, anders arbei­ten als bisher. Diese Mitteilung rief neben Pfüirusen ungeheueren Lärm hervor, sodaß der Redner schließlich abtreten mutzte. Kurz nach 10 Uhr erschien auch noch Kurt Effel anS Ber­lin. der über die Ermordimg Liebknechts und Rofa Luxemburgs berichtete und den Vottsbe- auftragten Scheibemann angriff: .Das Blut her gräßlich Ermordeten komme Über dich, ©<betbemann!* (Stürmischer Beifall, lärmende Gegenrufeft Schließlich ging die Versammlung äußerlich ruhig auseinander

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«ufere ÄrUgieef«Ki«nen.

Eine stattliche WShlerversammlung be# Deutschen VolkSpartei hn Stadtpari brachte eine ganze Anzahl Redner auf das Po­dium. Landesbibliothekar Dr. Hopf erflarte u. a., man könne mit der gegenwärtigen Re­gierung arbeiten ihtb doch im Herzen ein guter Monarchist sein. Er nahm sich auch der O sfr- zier e an, wofür Major Hübner, der vie­len ehemaligen R. 83em bekannt tst besonders dankte. Dr. Breithaupt polemisierte wie­der gegen Oberbürgermeister Koch. ?hn weite­ren Verlaufe der Aussprache, an der sich auch Redner anderer Parteien beteiligten, wurde na­mentlich mit ber Sozialdemokratie und ber De- mokratischen Partei gerechtet. Die Versamm- lauft fand ihren Ausklang in einem einmuttgen und flammenben Protest gegen die immer offenkundiger werdende Absicht der feindlichen Regierungen, besonders der fmnzösischen. ent. gegen den Bestimmungen deS Wafsenftillstands- Vertrages und entgegen allem Recht, die dend scheu Kriegsgefangenen in Frank, reich zurückzuhallen und sie als Skla­ven zum Wiederaufbau der im Kamvfe ver­wüsteten Teile Nordfrankreichs und Belgiprl za verwenden. Es wurde gefordert, daß bte gegenwärtige Regierung nnd die Männer und «rauen der Nationalversammlung nttt allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln dahin wrr- ken, daß die deutschen Kriegsgefangenen un­verzüglich aus Frankreich entlassen werden, daß Deutschland auch in ber Niederlage Vov ber Welt nach Recht und Menschlichkeit behau beit Wirb! e

Wie uns mttgeteilt wird, findet demnächst in Kassel eine größere B ersammlung statt, bie sich mit bem Schicksal unserer K r r e gs ge­fangenen befassen wirb. Hoffentlich Wirb baS deutsche Volk nach dem ersten Freber deS Wahlkampfes zur Besinnung kommen, daß et nnd» andere große Aufgaben hat. daß gewal­tig« Dinge berantreten, die eS bis jetzt unbe« greiflickürweffe fast völlig übersehen hat.

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<pri*a«.Arr«efttltten.Versaromlr»i»g.

Der Hauptredner einer stark besuchten Ver» sammlung der Angestellten aus dem Hande! und der Industrie, die von der Arbettsge« meinschaft der freien Angestelltenverbande em- berufen Sester» abend den wredergewoung'