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f WenRrig. T37^Än«nt 1319.

158.

Die letzteren haben überall

Neues aus Kastel

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Letzte Meschen

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Sie Wahlen in SSdÄeutschlsnd

V»rfve«na der MehrhettSsozialiste«.

Usch «ritt fit die Pslsn ei#?

Basel. 13. Januar. (Drohtbericht) Dis pof- nifche Telegraphenagentur täfit ans Baris telegraphieren: General Fach hab, den Präsi­denten der WaffenstiSstandSkommissiön ersucht, die deutsche Regierung nuhufoebetw, den pol­nischen Truppen jede Bewegungsfreiheit au Wasser. zu Lande und kn der Lust za belassen, damit sie den Bolschewismus in seinem Aus- . marsch aufhaften kSnnen. sowohl in Bolen wie in Litauen. «88 dürfte fick hier wohl um eine 1 Tendenzmache handeln. SchrisLi

Msrwogsn fordert Schadenersrtz.

Zürich. 13. Januar. (DrahtberiM.) HavaS meldet aus Kopenhagen: Die Norwegische Regierung beschloß, von Deutschland eine» Schadenersatz von einer Milliarde Kronen für die Torpedier«#, norwe­gischer Schisse in fordern.

schlecht abgeschnitten und nur ganz we­nige Stimmen, auf dem flachen Lande zum Teil gar keine Stimmen erhalten. Die Wahlhand­lung in Bayern vollzog sich in voller Riche.

pol Theater: Die Frauen des Josias Gfo*«, fenreuth.

und mit sichtlichem Jubel aufgenommene Ent» schließung einstimmig angenommen:

Die von vielen Tausenden besuchte Wähler­versammlung der Deutschen Demokratischen Partei erklärt, daß si, von der FriedenSkonse- renz die ehrliche Durchführung der von allen kriegführenden Mäch­ten angenommenen 14 Wilsonschen Punkten verlangt: sse verlangt die Anerken­nung des freien SelbftbessimmungSrechtes der Völker auch für Elsatz-Lothringen. für die Deutschen Oesterreich« und die Deutschen Böh­mens, sie verlangt auch die energische Abwehr der französische« Begehrlichkeit auf das linke Rheinufer und das Daargebiet und der polnischen Ansprüche aus rein deutsche Gebiete im Osten."

Kuhnt interniert.

Hanckurg, 13. Januar. (Drahrberöcht). Der Präsident von Okdendmca, K u hnt, ein Anbau «er des Spartakushundes, «motze in Wilhelms-

Arbett des kpartakur-Vxrltzer.

Ammer wieder diePresse-Freiheit." (DrahttneDung.)

Essen, 13. Januar.

tRheinisch-WestfUischen . aus die Aufforderung des SbundeS ein neues Organ des Spar- tzrkuSbnndeS unter dem TitelSpartakus."

9. Jahrgang. « Nr. 8L' .

Di« demokratisch« Prentzen-List«.

Die Liste der Deutschen Demokratischen Par­tei zirr Preußen-Versammlung um­faßt fotzende Namen: 1. UniversitätSprosessor D Rade- Marburg, 2. Kaufmann Ehlers- Frankfurt, 3. Lehrer K rmpel-Kasfel, 4. Gastwirt Goll-Frankfurt, 5. FnMzrat Dr. HeWrumr-Frankkurt. 6. Oderbahnassistent Kö­nig-Kassel, 7. Schukvorsteberin a. D. Fräulein von Kaestner-Kassel, 8. Landwirt Forst- Niederneisen bei Dbez, 9. HandccksSammer-Shn- dikus Dr. Trinnpler- Frankfrrrt (Main), 10. Oberbürgermeister Hikd-Hanan, il. Landrat Biichting-Limburg, 12. Mechaniker Jüngst-Her- born, 18. Eisenbahnwerkführer Harth-Frank­furt, 14. Privabangestellte Frl GÄdesmanu- Frankfurt, 15. Pfarrer Maurer-Heftrich (Tau­nus), 16. Reckt?anwalt Dr. Rußbaum-Hanau, 17. Landwirt Klinoekhöfer-Aumiihle bei Wetter, 18. SvudSus Dr. Wendlandt-Berlrn-Friedenau, 19. Seminaroberlehrer Wolter-SMüchtern. 20. Tapeziergehilfe Kühne-Kassel, 21. Land­wirt Weiß-Mndemiihtz (Dillkreis), 22. Eisen- bcchnaflistent Mihm -Fulda.

Lattma«« und Vie Erbschaftssteuer.

AMtsgerichtsrat Lattmonn teilt uns mit. die von gegnerischer Seite aufgestellte Behauptung, er habe Hegen die Erbschaftssteuer ge­stimmt, sei unwahr! Er habe mit der Mehrheit seiner Partei immer für die Erbschaftssteuer auch die erweiterte gestimmt. auch in der Schfußabstimmuna.

Das ffrt«6ni< ix Württemberg.

Stuttgart. 13. Januar. (Drahtbericht.) Die

Wahlen zum württembergischen Landtag hatten folgendes Ergebnis: Die unabhängigen Sozialdemokraten erhiel­ten vier Ditze, das 3 e n t r n m 31. Bauern­bund 10. Weingärtnerbunds. Demo­kratische Partei 3& die Sozialisten 52. die Bürgerpartei 11.

(Drahtberichk.)

München. 13. Januar.

«entrtr Keuelfe kkaHrschtew?

' .....

Masaryk für «In« VerstSndlgnng.

Zürich. 13. Januar. (Drahtbericht.) Die° tiefst Morgenzeit,mg"" meldet aus Prag: De« Präsident der tschecho-slowakischen Republik, Masaryk, will ei« Verständigung ,mit den Deutschen anbahne« «nd die Führung der deutschen Parteien in Oesterreich zu enter Besprechung einladen. Auch bayrische Politiker sollen im Anschluss an die Besprech untren mit dem tschechische« Staat it^Laibach? konferieren.

Blrttig« Krawall in DreSben.

Dresden, 13. Januar. (Drahtbericht.) Auch Hker ist cS zum Vlutvergiesten glommen. Rach «iner Brandrede Kühles zogen di« Sparta- Mste« zum Gebäude derDresdner Volkszei­tung-, stiessen aber hier auf Truppen, die den -Kampf aufnahmen. Man meldet dreißig <$ate und zahlreiche verwundete.

Grenzschutz gegen Krie-Sgetvinnl««.

Konstanz, 13. Januar. (Drohtbericht.) @8 besteht die Absicht, an der deutsch-fchweizeri. scheu Grenze einen verstärkte« Grenz­schutz zu errichten, der verhindern soll, daß Kriegsgewinnler zum Schaden des deutschen Reicher ihr Geld nach der Schweiz schmuggeln. Da die militärischen Behörde« sich infolge Mannschaftsmangels al» unsähig erklärt haben, den Grenzschutz «t verstärken, sol­len für diesen Grenzschutz ebenfalls Frei­willige angeworben werde«.

Ein badisches Vvlkshrer.

Karlsruhe, 13. Januar. (Drahtberickt.) Di« badische VolkSregierung erläßt heute eine« Aufruf zur Bildung eines badische« BolkSheereS. Zimächst werden freiwil­lige Bataillone in Heidelberg und Bruchsal ausgestellt, welche gleichzettig Lehv> bataillsne zur Ausbildung von Gendarmen und Schutzleute« werde«. Strenge Disziplin ist Vorbedingung. Rur bewährte Kriegsteil- nehmer kommen in Betrag. Die Löhnung be­trägt bei freier Unterbringung und verpfleg« und 180 Mark monatlich für jeden Mann. Ok». fiziere erhtckte« immobile Sätze.

Schwer« Pslen-Derlnfte.

Dchneidemühk, 13. Januar. (Drahtbericht.) Wie die Telegraphen-'ynion zuverläfsia mel­det. habe« die Kämpfe i« Sokmar den Pole« die fchwersten Verluste gekostet. Die hatten nicht weniger als 150 Tote zu verzeichnen. Irr tümlicherweife schossen die Bolen bei >«tt sich entwickelnden Strastenkamps in der Ottzdt aus ihre eigenen Landsleute, da diese sich in Ne* scher Uniform befanden, fotmß st, ihre eigene« Verluste «och in beträchtlicher S9«if« «rgröß»- tetL I« Schneidemühl und Umgobnua ist alle«

Hindenburg und NnffenAllstand.

- Die Härte der Bedingungen.

(Drahtbericht.)

Genf, 13. Januar.

Der Berichterstatter eines Rewyorker Blattes hat über eitte Unterredung, die er mit Hindenburg in Stoffel hatte, feinem Blatt allerlei Einzelheiten gedrahtet. Der Marschafl erklärte danach, daß die Truppen fich östlich des Rheins in guter Ordnung und so rasch wie möglich zurückzogen. Sie führten die Bedin- gungen deS Waffenstillstandes durch, so, wie die zur Berfügttng stehenden Mittel es erlmckten. Aber," so sagte Hindenburg,die Strenge der Bedingungen zieht ibn in die Länge und gestaltet ihn schwierig. Vielleicht ist es unmöglich, sie vollinhaltlich aus zu führe n." Hindenburg, von dem man gesagt hatte, daß et sehr niedergeschlagen und erschöpft sei, ist im Gegenteil wohlauf. Er sagte:Sie find in einer Zeit der Trauer «nd des Elends zu uns gekommen. Die härteste Bedingung bc6 Waffenstillstands ist die Aus lieferung einer Anzahl von Lokomotiven und Wagen in vinrr so kurzen Zeit. Tas kann nicht ohne schwere Leiden für das deutsche Volk so vor sich gehen. Ich bin an der Spitze des deut- geblieben, weil ich es für meine Pflicht hielt, hier zu bleiben und mein Vater­land vor deut Chaos zu retten. Wenn die «r- m« demobilisiert ist, wird meine Aufgabe ge­löst fern. Ich werde alt und möchte mch zu- rückzehen. Ich kann mich nW über politische Fragen äußern; sie find nicht mein Gebiet. Was die Z ukunft betrifft, so müssen die Ereignisse entscheide«. Die Fortsetzung der Blok- kade setzt Deutschland Entbehrungen aus, aber tch hoffe, daß jetzt, wo der Krieg beendet ist, wtr unsere Beziehungen zu bat Beremkg- ttn Staate» wieder aufnehmen."

Raffel im Wahlkampf.

Professor Walter Schsicking sprich«!

Die Stzdtholle war am Sonnabend wieder bis über den allerletzten Ptztz hinaus besetzt. Redner des Abends war Professor Walter Schucktug aus Marburg, Kandidat der Deutschen Demokrattschen Partei. der bekannte Pazifist, von dem Lehrer Mütze in bei Be­grüßungsansprache sagte, bat er während des Krieges schon für Völkerverständigung eintrat iktzt als Mitglied her WaffenstillsianbÄsmnns- iu>n im Kriege begangene Völkerrechtswidrig- ketten nachprüft und wohl auch als Delegierter an der Friedenskonferenz teilnehmen wird. Lebhafter Beifall empfing den Redner, der zu- näckst eine Schilderung der letzten Berliner Vorgänge gab, wie er sie selbst erlebte. Auch er stellte die Schuldfrage. Das deutsche Volk ist danach mit reinem Gewissen in diesen Krieg gezogen und wenn auch die anderen Mächte nicht weniger Schuld tragen: Die deutsche Po- litik ist doch höchst leichtfertig gewesen, als sie den Präventivkrieg eröffnete, der schon als solcher zu verwerfen ist. Zu den schwer­sten Sünden einer seit zwanzig Jahren ver­pfuschten auswärttgen Politik gehört das un­selige Verhalten Deutschlands auf der Haager Friedenskonferenz und die Tirpitz'sche Flotten­politik. Vieles, was der Diplomatie in die Schuhe geschoben wird, hat ber MilitariS- mus verschukdet. den der Redner selbst ver­spürt hat. als ihm während deS Krieges er hatte 1915 im Haag einige Friedensföden cm- geknüpft jede au (klärende Betätigung unter­sagt wurde. Bom Generalkommando in Kassel wurde ihm erklärt, sein Verhalten grenze an Landesverrat! Es gab im Wahlkreis Hessen-Nassau Leute, die es wagten, ihm die nationale Gesinnung abzusprechen (Pfuirufe). Im kommenbeu Volksflaat sollen wichttge Staatsangelegenheiten nicht unr die Parlamente, sondern das Bolk selbst entschei­den. Notwendig ist eine

«»«pvonhung Deutschlands.

das neue Deutschland muß in wahrhaft deut­schem Geiste aufgebaut werden, indem man sich nach großen Stämme» orientiert. Letzten­endes wird auch hier das Seibstbestimrnungs- recht der Völker entscheiden. Was Wilson an« betrifft, ist er sicher redlich bemüht, das Zeit­alter des Rechtsfriedens herbeizufüh­ren. Jedenfalls dürfen wir bei den Friedens- Verhandlungen nicht demütig Bittende sein, wir müssen unser Recht fordern, nach­dem wir die 14 Punkte Wilsons angenommen baden. Nachdem sich der außerordentlich stür mische Beifall gelegt, kam eine Aussprache zu- tatten, in der Parteisekretär Gadomski die elsaß-lothringische Frage anscknitt, während das A.- und S.-RatZmitglied Riekeheer bar legte, die einzige Partei, die das pazifistisch« Programm verfochten habe, sei bte sozialdemo- lratische (Prof. Schücking erklärte im Schluß­wort, die Praxis habe anders ausaesehen als die Theorie) und Frl. K o e t h e die Frauen als geborene Pazifisten bezeichnete; sie, die bas Le­ben geben, stehen auf dem Standpunkte, baß das Leben nicht leichtfertig geopfert werden darf. Professor Askerodt sprach der Bildung einer geeinten Kampffront der Sozial­demokraten und Demokraten zum Äcmchfe ge­gen die Erfahr von Rechts und vorn Bolsche­wismus. vom Terror, dos Wort. Ein« zün­dende Ansprache »en Architekt Bosch, die in der Forderung ei««, Verbrüderung zwischen Süd und Nord, .preußifche Ordnung, aber mehr süddeutsche Verhältnisse" gipfelte, fand lebhaften Beifall. Schließlich wurde folgende von Prof. Schücking vorgelegte

Lokalnachrschten bom Tage.

4- Auszahlung ber Militärrenteu-Teue rung-3,Zulage. Schon am 15. b. Mrs. werden bte oinmligen Teuerungszulagen en Empfänger von laufenden Militär - VersorgungsgeHührnf ftn der Zahlungsart R vom Postamt 2 Hohen- zo-llernstraßc gezahlt. Jeder Empfänger einer R.-Rente erhält außer dem schon gezagten Be­trag für Arnuar den gleichen Betrag als ein« malige Teuerungszulage gegen besondere Quittung.

-T- Bon der LebenSmittelverteilung. Heute (Montag) bis morgen erhalten die Haushaltun­gen des 5. Bezirk von 3 und mehr Personen, soweit sie ihre Fischkarten noch nickt ein­lösen konnten, bei Klippert (Wilhelmstraße) und Ehlers (Oberste Gaffe) je ein halbes Pfd. Seefisch. Der Schwartenmagen-Aufruf für Schwerarbeiter in ber SonntagSauSgabe ist ungiftig; es wirb auf die heutige Anzeige ver­wiesen.

-7- Nachzahlung für abgelieferte Türklinken »nd Ferssergriffe Für in der Zeit von'. 1. Mai bis End« November 1918 in der sMtrschen MctallsLmmelstelle abgelieferte Türflinken itnfo Fenstergriffe sind außer ber bereits gezahlten Äusbaubcrqütuna von i Mark für das Kilo­gramm wettere 3 Merk für bas Kilogramm als znsätzsiche Nusbauvergütnng nachzuzahlen. Dir in Befrackt kommenden Haden die Nachzahlung biS spätestens am 15. Januar in genannter Sammelstellr in Empfang zu nehme«. Rur dis zu diesem Tage noch ist die stLdt'fche Bilal!- sarmnekstellr geöffnet. GIS dahin erfolgen auch nur AvSzahlunge« von U«b«rnahmrpreis»n für abflefiefette Metalle gegen Dorgriigung d,S An- etkenntniSscheineS.

-T- Schießerei i« der Hvhrnwrstraß«. In der vergangenen Rächt bekam ein junger Man« im Verfolg eine, Schlägerei dnett U^rvgl-

Ws bleibt die Butter?

Die Butter! Sie. bie frühes als Selbst­verständlichkeit betrachtete, wurde während deS Krieges zum heißbeg-chrten Feinsliebchen und gevade deshalb stöhnen wir fett Wochen, beim Studieren de? Lebensmittelaufrufs, mit dem seligen Heinrich Heino;

Morgens steh ich Ms und frage: Kommt Feinsliebchen heut?

Abends sink ich hin und klage: Ausblieb sie m«h heut'!

Im Schneckentempo nur kommen die Bukter- nuinmern und niemals scheint die eigene Haus­haltungsnummer unter ber RnNikSB.rtter'' zu sichen. Immer nur Margarine essen! Es gibt Leute, die behaupten, sie stände schon zum .. na, wir kennen ja alle den Vergleich. Daß es Beschwerden über Beschwerden bei der ftälbt Verteilungszentrale gegeben hat, liegt auf. der Hanlr. Nun hat sich bie Stadt auf gerafft und gibt eine ErKämug ab., Danach befindet sich unter den Speisefettmengen, bie ber Stadt zur Verteilung überwiesen werben, nur sehr wenig Butter und diese muß, wie ohne weiteres von ber Bevölkerung verstanden werden wird, in erster Linie den Gchwerkrauken in den Krankenhäusern und ben Personen zugeführt toreben, die auf Grund des Gutachtens der Aerztekommffsion Butter unbedingt notwendig haben. Die übrigen Buttermengen werben nach dem Rurnmernaufruf an die Bevölkerung aus­gegeben ...

Jetzt toiffen wir zur Genüge, woran wir sind, und ba wenig Aussicht besteht, daß es in abseh­barer Zeit wieder Wecken gibt, darf mit gutem Gewissen über die Träume von goldenen But­terwecken ber Satz geschrieben werben, den Dant- geprägt hat: Laßt alle Hoffnung braußen... 1

. Wahle« zum konstituierenden baprrischen fHmcktag find, soweit zur Stunde Berichte vor- Äe#en. im ganzen Lande i« bester Ordnung vor Uch gegangen. Die Ergebnisse liegen «ock nicht vor und können auch noch nicht annähernd an- «egete« werben, boch ist aus dem Stimmenver- HältniS so viel zu ersehen, daß die Mehr- H«i«Ssozialisten einen erhebliche« »«rfprnng gegenüber de« übrigen V « «1 e i« « haben, während sich Zentrum und Demokrat« ungefähr die Wage zu batten Mei« M* Die vn«bhä«gigen hgbe« offenbar »*t schleckt abgefchnitte«.

WAKrcheu, 13. Januar. (Tvahlbericht). Di: Ivochlen in Bayern beben dem Zentrum u«b Sozialdemokratie die weitaus msi Stimmen gebracht. Sin Mwgült »s Ergeb- W» steht aber «och nicht fest. In ALnchen >t*t« »le VozialdemokroMi üssiett. I« RugSburg erhielt daS Zentrum 17987, vir Lemokratr« 16690, Sozialdemokraten 29080 WW) bfe Unabhängigen 423 Stimmen. I« R«. aen Sburg das Zentrum 16686, Demokraten .3SS, Sozmlbemvlrateu 8308, btt Unabhängtgen

verfchuß in den Unterleib. Auf der Wache der Kriegersanitätskolonne wurde er verbuu- den und heute früh nach dem Elisabethkranken- haus gebracht. Einzelheiten anzugeben toetgerte er sich

-r- WaS einem Zwischenrnfer passieren kann! Aief dem Friedrichsplotz machte gestern mittag em junger Mann höhnische Zwischenwse. Die Umstehenden brackten ihn handgreiflich z« Ruhe. Dabei erhielt er einen Stockshlaa, bet Zwei Nässende Kopfwunden bervorrief, bte von der Kriegersanitätskolonne verbunden werden mußten. Außerdem erlitt er Beiuverletzmigen.

-T- Allerlei vom Tage. Wegen Anschüttung ist die Eisenschmiede Mischen Quellböfc und SchlMmLergstraße vor heute ab «ff die Dau«« von eiwa sechs Monaten für den öffentstchen Fuhrvcrkehr gesperrt. Die Unftitte, am fuh­ren d c Straßenbahnwagen zu sprin- gen oder von ihnen äbzuspringen, haz wi-dee zwei Unfälle gezeitigt. So wurde am Bahn- Hof eine Dame mitge'ckleift, kam aber mtt leichteren Hautahsckwlsungen davon, wLbrenV. ein- Dame, die im Grünen Weg mi-sprin­gen wollte und am Anhchrger hängen blieb, so erhebliche Kopf und Beinverlehungen erlitt, daß ein Arft zu H-kfe gerufen werden mußte. In ber Wes er st raße scheuten die Pferde eines Trainkuhrwerks und gingen durch. Si« rasten schließlich gegen ein anderes Fuhrwerk. Dabei wurde der Kutscher herabgeschlcudert und übetfabtyt. Er trug Verletzungen am Kops und am Mßgelenk davon.

-T- Bilder von der Massenkundgebung. Pho. tograph Eberth in der Hohenzollcrnstraße hat. Szenen von der Massenkundgebung auf dem Friedrichsplatz und dem StraßenumKug im Brld fesigehalten. Diese Bilder sind in der Ge " schüftsstelle derStoffeier Neuesten Nachrichten* in der KAnrschenslraße ausgestellt.

Beranstnlttmgen am Dienstag. Beam­te n b u n d: Ehri nghauSv erfammhfng, Stadt- Halle, 8 Uhr. Mittelstand verband: Vortrag Thanheifer, Vereinsharps, 8 Uhr. Wilhelmshöhe: Deutschnationale Volss* Partei: Kaffee Mulang, 8 Uhr. S ta a 11. Schauspiele: ^.Die Straße nach Steinayck^ TA Uhr. Resi benztbeater:Famifi« Hannemann" mit Peter Prang. % 8 Uhr. Kaisersäle:Der lustige Kakadu", f<8 Uhr. Hassia Lichtspiele:Die smgem'e Hand",Das wbrilige Feuer". Metro-

pichsplatze lösten sich bie schon vereinzelten Zü­ge (es spielten bie Militärkapellen, die Kapel­len Henkel und Henschel!) auf. Oftmals tour. Ben die Marschweisen besondersO Deuisch- 5anb hoch in Ehren" mitgesungen.

v rttgx,

Bei den Ln«dh8ngige«.

Zur sturrndurcktobtesten Versammlung, die bet Kasseler Wahlkampf bisher gesehen hat, iwurve bie gestrige Wählerversammlung der kUnabbängigen. Ter große Stabthallen- Jfaal war dicht besetzt. Den Reigen der Redner -«röffnete eine temperamentvolle Frankfur er Dame. Frl. Sender, die auch auf der unab­hängigen Kandidatenliste steht. Sie beschwerte Tt<6 darüber, daß die Regierung die mißliebig ! gewordenen Landräte ufto. noch nicht beftitigi .habe und führte einen besonderen Fall in Ha- ixmt an. wo die Unabhängigen den Landrat (absetzten. die Berliner Regierung aber diese Maßnahme wieder aushob. Die Unadhkngigen (wollen keine soziale, sie verlangen eine soziqli- Msche Republik. Da dies Ziel noch n ck: er« «reicht sei. werde weiter gekämpft, koste es. was «es wolle. Der frühere Dolksbeaustragte D i t i- mann, der angekündigt worde« war, erschien nicht, desgleichen das bisherige M. b. R. Hütt- teumn, bafiit hatten die Berliner Arbeiter zwei tRedner entsandt. Ein Dr. B r o h bestellte iro- «ische Grüße der Berliner Unabhängigen auch tonGenosse Hindenburg", bezeichnete .Wil­helm ben Deserteur" und ben Militarismus g Eiterbeule, die aufgestochen Werben müßte polemisierte vor allem gegen die Mchr« Ssozialisten. Jedesmal, wenn die Namen rt und Scheidemann fielen, wurden auf der .««Mvore und im Saale wie auf Kommando ) Hochrufe auf Ebert und Scheidemann aus- 'aeBradrt. Die Vorgänge in Berlin suchte er harmloser hinzustellen, als ei in ber Presse be­reichtet werde. Ebertnnd Scheidemann [feien lediglich Schergen der Bour- M t o i f i e. fle feienWilhelm- und Ludenborff-, Ersatz". Jedenfalls würde sich die jetzige Regierung totsiegen. Auch der Berfi- mer Arbeiter Liebnitz bezeichnete neun Zehn- «l der Mekdungen über

»le Beeline« Doegäng»

ockr Lüge «nd erklärte, binnen zwölf Tagen fei die Regierung Ebert-Scheidemann hinwegge- Seflt «nd werde durch eine Regierung ersetzt, He aus ie zwei Kommunisten. Unabhängigen nd MehrheitSsozialdemokraten besteht ben« chel und Sohn in Kassel beispiels-

«eife sei längst reif zur Sozialifie- unfl. Wäre dies schon der Fall, dann hätte heimrat Henschel der Deutschnationalen

olksvartei nicht hunderttausend Mark für den WahlsondS jur Verfü- ng stellen können. In der an und für sich zen Aussprache kam ei $um Höllenlärm, als iftleiter Häring sich gegen die ftunden-

langen Angriffe auf die Mehrhcitssozialisten verwahrte und einer Einigung das Wort re» Lew, nach Ablauf ber ihm zugebilliaien zehn 'Minuten Redezeit aber unter allen Umständen weiter sprechen wollte. Es fehlte nicht viel, daß (Heißfporne handgreiflich wurden. Im ganzen Mtole bildeten sich Kruppen, die erregt auf.-in ,«nb«L eittrebeten. Man glaubte vor einer i btaufenben See zu stehen. Schließlich kün« biafe Häring an, Scheibe mann werde mn Donnerstag selbst die Antwort erteilen. An ietne Beruhigung der Gemüter war nicht mehr Sw denken, dennoch führten Frl. Sender und 'Dr. Broh die Schlußworte durch, in denen her letztere nochmals Ebert-Scheibemann den Vor- ivurf deS Brudermordes machte. Unter ftürnvi« sthen Debatten verließen die Teilnehmer nach vfereinhalbstündiger VersanmSungsdauer die tStadthalle.