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SpaüMS-MmhW M SMM Reich

Äetaertti zegsnrevolirtionüre Bestrebung

Bewegung, e in den Stra-

aebi e« um Leben und Tod der Industrie: die s britsstelle. Sch-n .

Ä'd^unaeir der I Eslinven Massenumzüg

»en fML Au Zwischenfällen oder Schieße­reien ist es bis z. Stunde noch nicht gekommen.

und etwa 170 Gefangene daraus AreN. D« Polizei ist nicht dagegen einaeichriren, da sie schon in der Nachr zum größten Lei! zu den Spartakusleuten ubergegan. aen sein soll. Tie Persönlichkeiten, die ;n der gestrig Nacht als Geiseln feMeno-mm-n wer­den sollien, Hecken sich fast allelrnkedes Rhei- nes in Sicherheit gebracht. Die Arbeit ruhte heute in den meisten Betrieben. Ein Sparta

AuSsta d der Militärärzte.

Halle, 11. Januar. (Drahtbericht.) Infolge Anordmco des Doldatenrats. daß alle Rang­abzeichen abzulegen sind, streiken heute m sLmsiichen Lazaretten und Hrlsslazaretttn d.e Aerzte, SanitSlsunterofllzrcre, Mannschaften und Schwestern, wodurch hter­

nt den Morgenstunden

6Nettflti5 Merski!

Sozialistische Republik Bremen.

(Drahtberic'at.i

Bremen, 11. Januar.

Gestern nachmittag sand eine ^^Demon­stration der Kommunisten auf dem Markrvlatze statt. Sie verlangten sofortige KH des Senats, Entfernung derRegie- rungsfoziaAsten aus dem Arbeiterrat und Er­setzung derselben durch Kommunisten und Un­abhängige. Der Aktionsausschuß des A-- und S.-Rates bat diese Forderungen bewilligt. Da­rauf wurde anschließend die sozialistische Republik Bremen ausgeruien.

ree Kamtzf tu Berlin.

Viele hundert Tote.

(Drahtbericht.)

Berlin, 11. Januar.

Am gestrigen Abend haben die vereinigte« Berliner und Potsdamer Regimenter die Entsetzung des BorwärtSgebSudes in Angriff genommen. Tie Besatzung bat die Urbergabe desVorwärts" verweigert Es wurden deshalb schwere Feldgeschütz«

Kassel, 11. Januar.

Sn der letzten Zeit wurde in der Presse mehrfach von Differenzen gesprochen, die zwischen der Obersten Heeresleitung und dem Soldatenrat bei der Obersten Heeresleitung ausgebrocken seien. Diese Differenzen waren zuriickzusnhren auf die in Soldatenkreise« ver­breitete Auffassung, die O. H. L. sei gegenrevo- li'tionaren Bestrebungen nicht abgeneigt. Als nun noch die neuesten Spartakusputsche m Berlin hinzutratcn und Gerüchte von entern bevorstehenden Regierungswechsel schwirrten, forderte eine Abordnung der Zentral-Soldaten- räte des 11. und 15. A.-K. und des Soldaten­rates bei der O. H. L. eine gewisse Kontrolle über die Letztere. Darüber wurden unter Lei- tung des Kasseler Zentral-Arbeiter- und Soldatenrats eingehende Verhandlungen mit der O. H. L. aepflogen. zu denen auch der w- eben von der Berliner Regierung als Bevoll­mächtigter zur O. H L. delegierte frühere Reichstagsabgeordnete Dr. Mar Ouarck h.r- anqezogen wurde. Das Resultat war: Die O. H L. ließ durch Herrn Major vonJahrets erklären, daß sie in,keiner Weisean «e- genrevolutionäre Bestr ebu ngrn denke. Solche Pläne in jetziger Zett zu he­gen, sei Wahnsinn. Weiter wurde festge­stellt, daß b;c Kontrolle über die D- H- L. nor- molcr We-se durch die Bevollmacht gten der Voltsbeaustrachei- ausgeführt Wirb, dab aber , Zt. der geforderten Kontrolle .ine sc.che in­folge Abwesenheit des früheren Regi rungsvrr- treters iiberbanpt n cht ausgeübt wurde daß der Soldatenrat bei der O. H. L. aber das Recht habe die Erweiterung der Zahl oder die Ab­berufung der Neg'erunasbevollmach-iigten zu verlangen, lieber solche Anträge soll der Aen-

tralrat der Republik entscheiden, jedoch soll ge­fordert werden, daß der Soldatenrat der O. H. L. in der Abteilung IS. derselben (Soldatenan- gelegenh eilens zur Mitwirkung herangezogen Wild.

Darüber hinaus war das Ergebnis der Aus­sprache, daß von den Arbeiter- und Soldaten- Vertretern einstimmig in namentlicher Abst m- mung folgender Beschluß gefaßt wurde: ,~ie versammelten Vertreter des Aentral-Arbeiter- mid Soldatenrates Kassel, der Zentral-Solda- tenräte des 11. und 15. A.-K.. sowie des Sol­datenrats bei der Obersten Heeresleitung stehen auf dem Boden der jetzigen Regie­rung. Sie unterstützen dieselbe naadruanch gegen alle Putsche, von welcher Seite dieselben auch kommen und treten für bte restlose Durchführung der Wahlen zur Na - tionalversammlung ein. Namens der Vertreter der Unabhängigen Sozialdemokran- kch-n Partei wurde erklärt, wich sie hatten die­sem Beschluß zugestinrmt, weil sie noch heute aus dem Boden der von Haase abgegebenen Erklä­rung sieben, in welcher der jetzigen Regierung ein gedeihliches Wirken gewünscht wurde. Wei­ter wurde einstimmig beschlossen: Alle Schritte, die künftig nach Meinung von Vertretern der Arbeiter und Soldaten gegen die Oberste Hee­resleitung unternommen werden massen, wer­den zuvor mit dem Zentral- A r b e ti e r - und Soldatenrat Kassel den Zentral-Soldatenraten r- - - ii und 15. A.-K. und dem Soldatenrat der Obersten Heeresleitung bekrochen und Avi­sen. So die gefakten Beschlüsse. Rach Mei­nung der Vertreter der Arbeiter und «>a en ist hierdurch eine Grundlage geschaffen, dse bei beiderseitigem guten Willen fernere Differenzen auszuschließen vermag.

tal und Reserven der Industrie aumezehrt ha­ben." Staatssekretär Bauer ist 9$et<*ci An- sicht. Nur die vom Liebknecht'schen Phrasen- schwall fanatisierten Massen seb-'N nicht, daß der Kreislauf zum Hungcrelend- führt: sehen mo t, daß Lohnerhöhungen «ner Preisermäßigung diametral entaeaenwirken. Unser Erport wird unmöglich: ohne ihn aber hört ein Import auf; mit seinem AnRall kommt der Mangel an al­lem und Damit der Hunger. Schon ver­langen die Arbeitslosen 10 Mark Tagegeld ohne Gegenleistung! Wohin soll das denn fuhren? _Diese wenigen Beispiele schon aenugen. um die Regierung erkennen zu lassen, daß ent Stea Ebert-Scheidemann Ro'wendiakelt ente Lebensnotwendigkeit ist. Vortäufm sind wir ans dem Revolutionsweae auf den Standpnn t Kerenskijs angelangt. Daß die Lime n-cht weiterhin gleich verkauft- daß Wir nicht in Li b- knechi den Kurs Trohbj-Lenin bekommen, das muß der Leitstern fein. l - ö-

Zkü»pf« in Dr-rden.

Dresden. 1L Januar. (Drahtbericht.) In den Abendstunden kam es am Wettiner Platz vor dem Gebäude der .Dresdener Volkszeittuig zu DemynstraHonen, bk einen ern­sten Charakter annahmen. Vorher hatte eine fotramtnistisd< Versammlung siottgefun­den, nach deren Schluß ein Ton der Demon­stranten m das Gebäude ber ^Dresdener Vvfts- zeitung* einzudringen verstichte. Sie wurden mit Maschinengewehrfeuer empfan­gen. Es «ab 8 Tote und etwa 20 Verwundete.

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Srn-ralreik in Leipziq.

2eU>aie, 11. Januar. (Trahtber.cbt.) In gestrigen Massenversammlungen wurde der Generalstreik aus heute proklamiert. Er ist in den frühen Morgenstunden anO> tat' sächlich ausgebrochen, denn d-e mechen Arbeiter erschienen nickt mehr -ur ihrer Ar

iu Stellung gebracht und Stummen» werfet bereitgestellt. In der fünfte« Morgensmnde Hai die Befchießung des Borwärisgebäudes begonnen. In der Je- rusalemerstraße wogte der Kampf die Nan. ze Nackt hin und her. Die, S»arta*u8- leute haben immer noch Gelegenheit, mit ihre« Anhängern in Verkehr zu treten und fick frisch zu verproviantieren. Gegen das Polizei- p r ä f i d i u m sind in den entfernteren Stadt­vierteln Steilgefckütze ausgestellt. Bor- aussicktlick wird die Beschießung des Polizei- Präsidiums zuletzt vorgenommen, wenn di« Verlaoshänser der bürgerlichen Zeitungen um» des ..Vorwärts" befreit find. Das Mossehaus in der Jerusalemer strafe ist von Mafcki« «ge- wehrkuaekn wie durchlöchert. Gasbomben haben das Gebäude mit einer schmutziggraue« Farbe überzogen. Heute früh fünf Ahr gelana es den Rcgiernngstruppen, die benachbarten Häufer zu nehmen, fodaß man lur heut« mit einer Entscheidung der Aktion rechnen kann. Tie Zahl der blshengen Opfer läßt fick noch nickt übersehen. Daß fie jedoch sehr hock ist. geht daraus hervor, da« im Scklefifckeu Bahnhof hundert, im V'eböahn. Hof sechzig. im Leichensckauhaufe dreißig, i« Garnisonlazareil fecksundzwanzlg und jm Polt, zeipräüdium und im Mar stall

Leichen liegen. Die Gesamtzahl des Opfer der bisherigen Ztra^enkampfr kaMtz mit vielen Hundert beziffert uw« den. Soweit bis jetzt Feststellung^ möglich waren, find S« den Erschossenen über«,. C nndzwonzig Harm lose P a s s a n t e «. i- die ahnungslos in eine Schießerei gerieten und

8« gleicher Aule!

AeesleilHe au» der Nevolutio«.

Nickt umsonst lesen wir immer wieder das Wort .Bolschewismus*, das wir dem Russi­schen entlehnten; ist dock die deutsche Revo- Intron in ihrem bisherigen Verlauf und rn ihrer ganzen Jdeen-Armut nichts als ein Ao- llatsch dessen, was der Osten nach dieser Rich­tung hin bot. Beide UmsMrzbewegunacn der- laufen ihrer geistigen Struktur nach in gle.o er Linie; bauen auf die in Kleinigkeiten abgewau- : beiten Werte Marristisa er Doctrin; finden im Kriege von außen zuströmende Nahiimo; beide erstehen nach verlorenem Kampf zu ihrem un- heiuilichen Leben. Dio Regierung des bavis'en Kronprinzen ha.t über der Ostgrenze das Re- k-ime d-s Fürsten Lwow zur Parallele: die von Ebett-'eidemanu eine folcke von Kerenskn; die Liebknecht-Bewegnr g ähnelt der eines Trotzkij-Lenfti und was dergleichen Züge mehr find. Selbst die ererbt tonte Lohnbewegung, die Sozialisierung-Bestrebungen, die letzten Ber­liner Vorgänge stützen sich auf östliche Vorbil­der. Und daher ist ein Verglich mit Rußland gerade jetzt sehr lehrreich! Auch die russischen Arbeiter glaubten nach der Revolution da- .Paradies* in irdische Nähe gerückt; zwar sträubte man sich drüben anfänglich gegen die Sozialisierung der Betriebe nnd dachte zunächst nur an eire Besserstelli"»a der Arbeiter rein wi'Us^'aftlich. Indes gaben bald die Bolsche- wicki die Parole auS. sofort alle Fabriken den jeweiligen Arbeitern also svndikalistisch . 2/ieiär iscrf" Mahnende Stimmen ivur- ben laut: Die Industrie werde so der Vernich­tung anheimfallen: darum ... nsw. genau. Wie bei nns! Aber das half nichts: d'e Propa­ganda führender Theoretiker ließ die Ansiriiche her Arbeiter inS Astrlose branden: d'e Massen tmalitten ihren Führern: die Treue gegen sie versagte und gellend dominien'e über aller Ver­nunft allein die Beaehrlichke t.

lind a'ick was dann kam. gleicht der Ent- wiSlimg bei uns aufs Haar. Laut ward der Ackt-Tt,luden tag verlaugl. gegen den sich dt e führenden Industriellen aussvrachen. wen sie wußten. trc3 damit kon'men würde; diese Jorderuua sei biS nach Jriedensschluß zuruckzu- stellen. die Er'-ugung sei gesunken und mit dem Arbeite'mangel gebe Hand in Hand der Sun- ger nach Waren. Was war die Jolae? Ge­walttaten übet Gewalttaten gegen die Jabri­kanten Drohungen über Drohungen wir bei uns! Und es kam auch der Acht-Stnnden- tag und mit ihm ein Sinken der Erzeugung. Das waren immerhin .Erfolge*, die Mut machten zu weiteren Lohnsteigerungen: Der Mindest lohn wurde mit 13 Mark pro normiert. Der Appetit kommt beim Essen; ES mußten, dem Zwang gehorchend. Lot ne von 90 ja von -*045 Mark den Tag gezahlt wer­den! Der Ruin stand vor bet Tüt. Immer dringender war der Hilferuf der Fabrikanten: « verklang ur.gebört. Denn msttle woile waren in Petersburg-Woskau die Rad-.kaliften ans Ruder gelangt. Sie fanden, daß es glerckv gültig sei. wenn Div'denden. Reserven und Kapital aufgozehrt würden, ba es den Uebcr- gang in den paradiesischen Zukunft-stcia. be­fördere So brannten die Oefen leer; traurig ragten'rauchlose Schlote zum Hiwmcl: der Zu­sammenbruch wat da! Man siebt sc.an ans dieser knappen Skizzierung, wie abhängig un­sere Revol'.ch!on in ihrem Verlauf von ber rttffif-r «n ist. Es fehlt nur noch die radrka ist - sche Regierung dann ist das Unheil kampelt. Daß sie das Heft in die Hand bekommen nwchte. dafür gibt es in der jetzigen Sdartakns-Bewe- gung der Beweise mehr als genug; wie es bann werden würde, darüber können ke ne Zweifel mehr obwalten. Loh'-forderiiugen v:§ Ünaemessene. Einstellung der industriellen Be­triebe. daraus resultierende ArbclslM'.g c.t. Das alles würde enden wie in Rußland tnt völligen Rui«.

Wenn also die Revolutionen hier tote dort In g'eicher Linie verliefen, wenn mei tote d-rt feie gleichen Bestrebungen nach einer Loz.alisie- tnng oder e'ner Lösi'ng der !

kaliftischen Sinne trnben. io erGbt st,> daraus auch ohne weiteres, in welcher Gefahr to>r schweben. In diesem Zusammenhang b-kom- men a>-ch die DetNncr Kämpfe ein anderes Ge­sicht: das Leuchte«, das drohend vm; ihnen aus- geht, zeigt den Blutwirrwart nicht nur al- .Briiderktiog*. sondern als den Kampf um die foiortioe Soziasisietung, die mit einer Di.tatur LiebkneSI-Luremburg a temvo einsetzen u d, da­mit die letzte Ertstenzmöglichkeit Deu.schlands vem Gebiet be» Handels und der Wrt etnrod) »calSHen würde Man scheint m Ber­sin i« erkennen, wie gefährlich eS ist, bie vr Wartungen der Masse inS Unendliche zu über- tbatmen Simon, der .unabhängige* Mini- stet, prägte da, Won vom Revost:tlons-G^ toimtiti*. und R-ihena

xnefctt der Sozialisierung, tief entsetzt: .Jetzt

kusführcr erklärte gestern in einer Versamm­lung, daß, wenn die Regierung Ebert-Scheide­mann am Ruder bliebe, der Generalstreik im Bergbau kommen würde.

Ci« amtlicher belgischer Bericht.

Brüssel, 11. Januar. (Drahiberichl.s Ei« amtlicher Bericht über die Lage in Düsseldorf besagt, daß alle städtischen Beamten und höheren Regierungsbeamten sich auf das linke Rheinufer geflüchtet haben. Zahlreiche Einwohner der Stadt, die der toten Revolution zu entrinnen wünsche«, kommen auf der von den Belgiern bewachten Brücke an. Nur die mit Pässen versehenen dür­fen passieren. Aus zahlreichen anderen beut» chen Städten trafen ähnliche Nachrichten eüt-

Besetzung Düsseldorf» durch Belgier?

Düsseldorf, 11. Januar. (Drahtbericht.) Dom Oöerkommandieteuden der belgischen Besatz- ungsarmee ist die Entwaffnung der Düs. fdborfer Sicherheitswehr gefordert wor­den. Es müssen danach die Mannschaften die­ser Webt, welche heute die Befehle der Sparta­kisten auSführen, alle Gewehre und Munition avliesern. Tie Herrschaft der Spartakisten wird dadurch auf die eine oder andere Weise ihr Ende finden. Wenn die Waffen nicht abgeliefert werden, dürfte die Besetzung DÜP seldorss durch belgische Truppen erfolge«.

Sp«rta?«»propaga»da In Baden.

Mannheim, 11. Januar. (Drahtbericht.) De» spartakistische Putsch in Berlin sollte, wie nun keststeht, auch auf ganz Mittel, und ®üb- deutschlanv übertragen werden. Schon feit Tagen treffen ununterbrochen vereinzelt ode, in kleinen Trupps bolschewistische Ele- mente in den süddeutschen Großstöbten ein, gitteren für Spartakus. Hetzen bit Massen auf und versuchen Putsche zu inszenie- ren. Dies ist ihnen in München und Stuttgart gelungen, dagegen bisher noch in keiner einzi­gen badischen Stabt In Mannheim erlassen >ie Unabhängigen und Spartakisten Flugblät­ter, in welchen eine Gegendemonstration ange­kündigt wird, für die Massenumzüge am 7. Ja­nuar, welche gegen Spartakus gerichtet waren. Die erklären, daß dies ein Tag der Schmach für das werktätige Volk gewesen fri. In den partakifrischen Versammlungen wird in erster Linie die Besetzung der bürgerlichen und mehr- Hertssozialistischen Zeitungen, alsdann Prokla­mierung des Generalstreiks und schließlich Absetzung der gegentoärtigen Regit- rnngsgewalte» gefordert.

Demonstrationen in Düsseldorf.

Düsseldorf, 11. Januar. (DrahtbeiAt.) Am gestrigen Nachmittag verarrstalteten dre Mchr- yeitSwzialisten und die Demokrattfche Pitttei Mafsendemonstraitonen für die Regierung Ebert - Scheldemann. Von zwei Uhr ab war der Stratzenbahiwerkehr in allen Hauptstraßen eingestellt und d-e Ge­schäfte und Büros geschlossen, um Men A^- ftettten die Teilnahme an den Massenkund­gebungen zu ermöglichen. Stundenlang beweg­ten sich an zehntausend Menschen durch die Straßen, um gegen die Vorkommnisse zu pro­testieren. die das friedliche Leben der Stadt Düsseldorf in den letzten Tagen e,npftndnch ge- tort batten. Bei den Demonstrationen kam es am Breidenbacherhof zu einem ^bhusten Feuergefecht. Dort hatte eine Reche von Personen das erste Stockwerk eines, Gebäudes besetzt und auf die untenstehenden Dicherherts- manrrschaften ein regelrechtes F e ue r eroifnet. Auch am Christlichen Hospiz kam es zn einem Gefecht zwischen den VolittschenGegnern m am B a h n h o f, der von den Svartakuslleuten ab- aesverrt war, kam es zwischen diesen und den Teilnehmern der demokratischen Demonstratlmi zu einem heftigen Feuerwechsel. Dre Dwirtakus- leute gaben ans einem Maschinengewehr ernen SchreüsÄmß ab und als dieser Schuß nicht die erwartete Wirkung hatte, begannen sie mit scharfen Schnssen auf die Menge zu fckießen. Es ist bisher noch nicht fFgeztellt, wieviel Verwundete es gegeben hat. Auto am Ständehaufe, wo die Spartakisten ein Gebäude besetzt hielten, ist es zn einem lebhaften ^cuer- gesecht gekommen. Am Tage vorher hat eme große Menfchenmenge

das Gekfing«» gestürmr

S. ZahLgQNg,

Fernsprecher 951 und 952.

Ssnrrtag, 12. Zanuar 1919

Fernsprecher 351 und 952.

Nummer 34

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