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Kasseler Abendzeitung
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Hessische Abendzeitung
gxfertteetprtlfet ®te tedjtgefvalitte AtNt kür einheimisch« »efchLsi, K gäfg. für tu«. n> Artige Hnietgen M Vs. RetlBmejeKe für einheimisch« SeschLfie 75 Pi, kür autmlrf.ge «eschäfte 1 VU «infache Beilagen für btt SefemtauRage werden mit 5 Mark pro taufeni> be- rechnet, wegen Ihrer dichten Verbreitung tn b« Reffbenz und der Umgebung ffnb die paffet« neuerten Nachrichten ein narKgNche« gnf«tlen«ergan. Für die Bnfnapme oon gagetgen an befitmmten lagen wird lebte Sewähr übernommen Geschäftsstelle Köln.Strait 5.
Stammet 33.
ftrntforräer 951 und 952.
Freitag, 11« Zaimar 1918.
8. Jahrgang.
PrmtfinedxT 951 und 952.
Wilson als krlegsverlöngerer.
Sie Kainlinie.
Für und toHee das gleiche Wahlrecht.
Am Freitag» den 11. Januar, wird der Wahlrechtsausschub deS Preußischen Abgeordnetenhauses seine Arbeiten wieder auf- »Trijrtau Er hatte, ehe er auseinanderging, die königliche Staatsregierung um Diatena! über die Wahlrechte der Vundesstaaten, die Vorschriften über die Bildmig der ersten Kammern in den DundeSstaaten und die Zusammensetzung bet Kammern in den autzerdeutschen Staaten ersucht. Der Zweck dieser Uebung war der, sirr eine allgemeine Debatte umfangreiche- Material zu erhalten. Ziemlich einmütig sah die öffentliche Meinung darin einen Verschlep- pungsversuch.
Aber auch im politischen Leben gilt daS Wort von den Kräften, die manchmal das Böse wollen und doch das Gute schaffen. Ter Mint- ster des Innern, Dr, Dr ew s, hat sich beeilt, das verlangte Material herbeizuschaffen, und eS ist jetzt dem Preußischen Abgeordnetenhanse zugegangtm. Aber die Gegner des gleichen Wahlrechts und besonders die Herren Verschl^- pungSlomimissare werden von der ersten Frucht ihrer Tätigkeit sehr wenig entzückt sein. DaS verlangte Material ist ein einziges glänzendes und erdrückendes Plaidoyer für das gleiche Wahlrecht in Preußen. Geht doch aus der Zu« sanrrneu^ ing hervor, daß in ganz Südden'sch- K.nz> oereitS daS gleiche, geheime und direkte Wahlrecht für die Landtage besteht. Da heißt eS bei Baden: MgorrwineS, unmittelbares, gleiches und geheimes Wahlrecht; bei Payern: direkte, geheime, gleiche Wahl; bei El« sa ß«2 o ?h ri nge«: allgemeines, direktes, geheimes, gleiches Wahlrecht: bei Württembergs direkte, geheime, gleiche Wahl. SS be- steht also eine Mainlinie des gleichen Wahlrechts. und für Preußen ergibt sich jetzt die geschichtliche Pflicht, diese Mainlinie zugunsten der preußischen Bürger zu beseitigen. Man sollte annehmen, daß kein Abgeordneter de» preußischen Abgeordne« trnhanseS, der sich auch mrr einen Rest von Ge- rechtiqreitsgfiihl bewahrt hat. imstande wäre, nach diesem beispiellos opferreichen Kriege den preußischen Bürgern das Maß Von Bolks- ;«w.en vorzuenthalten, dar der Baiser, der Württcinberger, der Badenser und der Elsaß« Dothringer genießt.
Bei wem aber solche Zweifel noch bestünden, dem müßten sie vergehen, wenn er einen Blick in dir Urbrrstcht über die Zusanimensetzung der Kammern in den außerdrutschen Staaten wirst. AuS dieser Uebersicht acht hervor, daß das direkte, geheime und gleiche Wahlrecht un- ter anderen besteht in Argentinien, Australien und A-euseelmch, Bulgarien, Dänemark, Fin« land, Frankreich, Griechenland, Großhritonnien und Irland, Japan, Italien, Lurrmburg, Norwegen, den Niederlanden, in Oesterreich, Rußland, Schweden, Serbien, Spanien und in den vereinigten Staaten von Amerika. Die .Mehrzahl unserer Feinde und fast alle neutralen Staaten besitzen also für ihre Kammern das Reiche, gcheime «nd direkte Wahlrecht. Soll Preußen hinter allen diesen Staaten zurück- ftchen? Doll der preußische Bürger minderen Rechts sein, als die Bewohner unserer Verbündeten Staaten Oesierre'ch nnd Bulgarien? Schon die Aufwerfung dieser Fragen beweist deutlich die Unhaltbaickeit d«S Standpunktes der WahlrechtSaeaner. Hoffentlich versäumen die Nnhimzer deS gleichen Wahlrechte- und mich die RegiernngSvertteter nicht, mit Nachdruck die richtige Nutzanwendung cm- dem vorliegenden Material zu ziehen.
3m Lande regen sich erfreulicherweise bereit- einflußreiche Stimmen zugunsten deal e i ch« n Wahlrechtes. So hat eine stark be« suchte Äersamnck»mg deS nationaMbeniien Verbandes in dem Riefenwahlkrerfe Teltow-BeeS- kov>Storkow-Charlottrnhurg-DilmerSdorf nach einem Dortrage des Majors Prof. Dr. von Parftval eine Entschließung angenomnien, in der sie bestimmte Zuversicht ausgesprochen wird, daß die nationauiberale LandtagSfraktion auf der Grundlage deS gleichen Wahlrechts eine Derständigung mit den reformfreundlichen Par- Wien derbeiführen nnd daß sie hierbei auch mit cffi.tr Entschiedenhett aus baldige Derab- schiedung der Wahlreform binwirien wird. DaS alles Ist Material und Stimmen- gewicht zugunsten drS gleichen Wahlrechte-, da- auch aus die rückständissten Vertreter im preußischen Dreiklassenbause Eindruck machen soll. Die nächsten AbsttumninzeN in der Wahlrechts« konnni siou werden zeigen, ob bie5 der Fall ist.
Dei". alten reaktionären Preußen, aufae'-aut auf al rhand Klassenvorrechten, hatte die bekanntlich am Totensonn ta^ veröfsentkichte Wahlrechtsvorlage daö GmrbgeSwt an^esttn-uN. Die Begründung, di, die preußische Regieruns ihrem vorbab«t gab, wirkte, daran darf heute erinnert werden, wir eine LedächhriLrede auf
di« Hunderttausend« von Männern nnd Jvng- lingen, die in heißer Liebe, ohne Unterschied deS Standes und der Klasse, jeder alS rwllwer- tiger Bürger, ihr Leden für daS Vaterland gelassen haben. Diesen Männern, di« da- höchste Ideal menschlicher Gleichheit erreicht haben, das gleiche Wahlrecht geben, heißt nicht, wie die alldeutschen Blätter behaupten, Preuße»' der 'Demokratie ausliefern, sondern heißt, den Geist deS großen Befreiungskrieges, den Geist SteiuS und HarhenbergS erneuern und ein Preußen schaffen, daS mit frischen Kräften in einer neuen Zeit neu« große Aufgaben übernehmen und zum Ziele führen kann, zmn Heile deS ganzen deutschen Vaterlandes, denn so ruf! unS der Verkünder deutschen Wesen-, Paul d e Lagarde, zu: .Ich werde nicht müde wer- den zu predigen, daß wir entweder vor einer neuen Zeit oder vor dem Untergänge stehen. Dorläustg glaube ich noch, daß Deutschland daS Herz der Menschheit ist."
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Wilson» Kriegsriele.
Kein« Beschränkung seiner Forderungen. rPrivat-Telegramm.)
Berlin (Z), 10. Januar.
Rach einer Reutenpeldung aus Washington übergab Prästdeut Wilson gestern dem Kougrrss eine Botschaft, in der einleitend auf die Besprechungen in Brest-Litowsk hingewiesen wird, aus die die Aufmerksamkeit der Kriegführenden gelenkt wurde, nur fekkufteüen, ob diese Besprechungen möglicherweise zu ein« allgemeinen Friedenskanserenz o.uS.«i">ch. uck wären. Die KerntuMe der Wilsonscl-en ß-ricfccuSfrcbiuffutiReu baden wir bereite gestern mitßtirilt und sie auch gestern schon undiSkula- bel genannt, der nun vorlieneude Wortlaut der Botschaft bestätigt sie. Wilson schließt feine Botschaft mit folgenden anmas«üdcu Worten: --Bezüglich der wesentlichen BericAigung von Unrecht und Durchsetzung deS Rechtes fühle« wir uns mit allen Negierungen und Völkern, die sich gegen die verbündeten Kaiserreiche verteidigt haben, in einer Gemeinschaft. Wir tuet- den bis zum Ende für Vereinbarung nnd Vertragsbedingungen solck>er Art zusammen sichen; ab« nur roeü wir die Vorherrschaft veS Rechte-, sowie einen gerechten und dauerhaften Stieben wünschen, wir er lediglich durch Beseitigung der hauptsächlichsten Kriegsursachen erzielt werden kann. nmS durch die- Programm erreicht wird. Wir wollen Deutschland nicht Schaven oder ihm, was seinen rechtmäßigen Einfluß oder seine Machtstellung anbelangt, im Wege stehen. Wir wollen eSauchnichtmitderWaffeoder durch feindselige Handelsverträge bekämpfen, wenn eS b«eit ist (!) sich mit unS nnv den anderen ftiedliebenden Ratto neu der Welt zu vertraglichen Bedinrrunern von Recht und Rechtlichkeit sowie Billigkeit zn vrr. einigen. Wir wünschen nur, daß eS einen Platz der Gleichheit unter den Völkern der Welt einnirmnt anstatt einen solchen der Herr, schäft. Ebenso nehmen wir uni nickst heran-, irgend eine Abänderung feiner staatlichen Einrichtungen zn verlangen. Aber eS ist nö- tig, daß wir wissen, für wen seine Unter- hikkdler sprechen, nämlich ob Mr die Reich-. tastSmehreit oder die Militärpartsi. (DaS ist eine Frechheit f) Ein deutlich erkennbarer Grundsatz zieht sich durch daS ganze Pro- grmmn. das ich umriffen habe; eS ist der Germdsich de» Gerecht itzleit gegenüber allen Böllern und Rationalitäten und ihr Recht, *uf dem gleichen Fuß der Freiheit tfltb Sicherheit miteinander zu fe*ew. ob sie nun mächtig oder schwach sind. DaS Volk der Bereinigten Staaten kann keinen andern Grundsatz zerlassen, nnd zn feiner Geltendmochttua ist es willens, sein keben. seine Ehre und all«. waS ed besitzt, cinzusetzen."
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©le deutsche Presse lehnt eK
Berlin, 10. Januar. (Eigene Meldung, 2) Der Eindruck, den die Frieden?bots«afr Wilson- hervorgerufen hat, gleicht dem der Rebe Lloyd Georges. Alle Blätter, soweit sie bi- jetzt dazu Stellung rrr-men, erklären die Feie- denSbedingunsen Wilson -al - völ» ligundiSkutabel. Rur das Zentralorgan der Sozialdemokraten versucht, aus den vierzehn Proarammpunkien mühsam eine Grundlage zu ffriedenSverhandluugcn herauSzutüf. teln, obgleich auch diese- Blatt jene Puntte betont, di« für Deutschland und die MrttelmSchte unannehmbar ftnv. Immerhin antwortet der .Vorwärts'' nicht mit einem hatten Nein. Wenn die VerbarrhSregierunsen. so sagt er, 0c- w-ise für ihre Absicht erbringen, einen Frieden
kchließen, bvr dem drtttschcn Volle keine PretSMibe hWsien, war eS vor dem Kriege besaß, uni leine Areulosiskrit zmtrutet, dan.c wird dir
deutsche Regierung zur allgemeinen Friedenskonferenz gehen. Ganz ander- äußert sich die halbamtliche .Norddeutsche Allg. Zei. tu n g*. Sie erblickt in dem Friedensprogramm eine wahre Symphonie des Willens zrnn Un- friÄen. Wilson hat, so heißt es, nicht den ge- ringstcn Versuch gemacht, die Hindernisse, die einer Ausdehnung der Bresi-Litowsker Ver- handlurigen entgegensiehen, Hinwegzuräumen, vielmehr dies« Hindernisse auseinandergetürmt, neue Hindernisse herbeigetragen und auf diese Weise einen Damm gegen einen allgemeinen Frieden errichtetz Die »P o sch nennt das Frie- denKprogramm einen Spott auf die nationalen Rechte deS deutschen Reiche- und seiner Ver- bündeten. Nur ein glattes .niemals^ tarnt die Antwort auf solch verstiegene- Ansinnen sein. Die .Tägl- Nnndschau" schreibt: All die maßlosen Vernichtungsreden der Gegner auf unser letztes und weitgehende- Friedensanoebot lehren zur Genüge, daß die Polttik der Friedensangebote endgülttg ein Ende haben mutz, denn sie stärft, wie die Reden Lloyd Georges und Wilsons zeigen, nur den feindlichen Ver- nichttmgSwillen und zögert daS Ende des Krieges Immer weiter Humus. Die alldeutsche .Deutsche Tageszeitung' benutzt die Rede Wilsons als Waffe gegen di« Vertreter des DcrftänDigungSftiedenS. Tie Botschaft des amerikanischen Präsidenten, so sagt das Blatt, ist sehr lehrreich für alle die Kreise im deutschen Reiche, die etwa noch über die Wirkung des Czerniu - Kühlmonnschen Verzickstfriedensange- bots von Brest-LitowÄ im Zweifel sein sollten. Die ^Freisinnige Zeitung^ verwirft ebenfalls das Wilson sch« Programm mtb ist de* Ue6*t}e»fun«r. daß di? M^s«tt das V51P- sonsche Ltebrswerben in gleicher Weise einschät- ren werden, wie das Friedensangebot Llovd Georges. Die .Morgeupost" hält es für überflüssig, sich mit Wilsons Traktätchen aufs neue auseinanderzusetzen, da seine auf die Erfüllung der VerbandSpläne üinauslausenden Vorschläge für uns undiskutabel sind. Die .Bossische Zeitung' erblickt zwischen Eu^and und Amerika gemeinsame Arbeit, deren aemeinsames Ergebnis man nicht mehr alS englischen, sondern als anaclsächsischen Frieden bezeichnen müsse. Die Gefahr eines solchen Friedens sei durch die Botschaft WilsonS nSher- gerückt. DaS Blatt, das seit dem Auftauchen deS FriedeusgedanfenS einer gegen England gerichteten Kontinental-dolitik daS Wort redet, fügt aber warnend hinzu, daß sich «nS Wilsons Programmrede ergebe, daß daS geschlagene und zerrüttete Rttßland eben doch nicht in dem Sinne, wie eS sich manche Leute in Deutschland vorftellen, auf di« Verständigung mit uns ange- wiesen ist. wenn eS auch den Frieden braucht.
auch die Fraktion der sozialdemokratischen MehrheU sich diesem Standpunkt genähert habe.
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Türkei ttstb Vatikan.
Berlin, 10. Januar. (Eigene Information, Z.) Die Türkei hat wegen bc-3 Verhaltens des Papstes in Bertin Vorstellungen erhoben. Der Reichskanzier wird inzwischen den Vertreter deS Vatikans in München unterrichtet haben, dass verschiedene Kunogebnugen in Nom. so auch wegen der Bombar': i'rung von Padua, in Deutschland und Oesterreich an mehr als einer Stelle peinliche Uebereaschung. wenn nicht gar Befremden Hervorgernfen hat, am stärksten aber bei dem Reichskanzler selbst, gerade weil er in besonderer Verehrung zum hl. Vater ansblickt. Tost Deutschland die Rechte der Türkei auf Palästina voll vertritt, versiebt sich bei unserer Regierung von selbst.
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Elscrß-Lothringens RekchStreu«.
Straßburg. 10. Januar. (Privattelegranmr, Z.) In der Eröffnungssitzung des elsüssischen Bezirks-öages erOrte der zum Präsidenten ge» WähM Unterfwatssekretär a. D. Dr. Petry: »Man kann nicht oft genug wiederholen, daß eS für ims in Derttschland keine elsaß-lothringische Frage tot internationalen Sinne geben kann. Ich erkläre hiermit am Fuße des Straßburger Münsters, baß eS ein Verbrechen an der Menschheit ist, das Blittvergießen nm einen einzigen Tag zu verlängern, mn dieses Land vom altenMuttcrbSden losreißen zu wollen
Die fchwebenden Fvsgerr.
Berlin. 10. Famurr. (Privattelegramm, Z.) Wie die .Morgenpost" erfährt, hat der stellver- iretende Staatssekretär des Answärttgen Amtes von dem Busche gestern nachmittag die FLihrer der ReichstagSfraftianen empfangen, tttn mit ihnen über die schwebenden Fragen zu verhandeln und khnen Aufklärungen zu geben
Der Verband in Eetvarlnng.
Kopenhagen, 10. Januar. (Eigene Mel. düng, Z.) Während der letzten Wochen ist die ganze englische und französische Presse mit Svannung erfüllt in der Erwartung der angeb. lich bevorstehenden deutschen Niesen- offensive. Der Berichterstatter des „Daily Telegraph" in Frankreich sagt, dich die Deutschen offenbar hinter der Front große Vorbe- rcittmgen träfen, die Engländer und Franzosen verharrten aber auch nicht mit den Händen im legten aber such nicht die Hände in den Schoß.
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Auch Frankreich will sprechen.
®$r S-anetMefl.
Genf. 10. Femuar. (Eigene Drahttneldimg. Z). Journal fceS Devats schreibt: daß nach ben Eicklänmgen der engftfd>en und amerikanischen FriedonSbepingungen auch die französische Regisrmrg ihre Mindestforderungen für einen Frieden bekannt «ben wird.
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Frieden-wetten.
Genf. 10. Januar. (Eigene Trahtmeldung. Z). Nach einer Meldung de§ .Mcttin" auS Loudon standen die Wetten für einen russischen Sonderfrieden mit den Mttel- mLchten bei LloydS in London am letzten Sonnabend auf vier »u eins, während der Stand in bet letzten DezemÄerwoche eins zu eins war.
Zie iontte fl!8ttmg.
Zusamntenhatt der ReichStagSmehrhcit.
(Eigene Information.)
BerNn (Z), 10. Januar.
Man neigt in den Berliner regierenden Kreisen «z der Auffassung, dass die Lage nach innen und außen sich nach mehr als einer Seite geklärt habe. Der von mancher Seite gefürchtete Abfall der Sozialdemokraten von der Reichstagsmehrheit ist nicht ringe» •‘reten. Wenn auch die Schwierigkeiten in den Verhandlungen mH dem Rußland Lenins und TrotzktzS noch keineswegs überwunden sind, so glaubt man setzt etwaigen neuen Zwischen- fällen mit mehr Gelassenheit und Meichmut entgegensehen zu tonnen, zumal auch Reichstag und öffentliche Meinung sich inzwischen die UeberyuRung verschafft haben ßnnten. daß nicht der Bierbund, sondern lediglich Rußland bei neuen Stockungen in den FriedenSverhand- lnngen zn et Heren hat, und daß wir dir stärke, ren Pfänder hr der Hand halten. L-.an glaubt in der Wilh llmstraße (Auswärtiges Amt), daß
Gross« Erfolge Kapitänleutnmrt Steinbrincks.
(Amtliche IVsiL-Meldung.)
Berlin, 11. Januar.
Kräftig durchgeführte Angriffe brachten einen, nuferer erfolgreichsten stl-Bvots-Kommandan- ten, Kapitünleutnant Steinbrinck, im West- ausgnug des AermelkannlS einen Erfolg von 27 000 Bruttoregißertonnen ein.
Don den sechs zum grössten Teil bewaffneten Dampfern wurden drei grosse ttesbrladene mrS durch Zerstörer, Fifchdam-Pstr, Luftschiffe und Flugzeuge besonders stark gesichertem Geleitszuge hcrauSgeschossen. Art und Stärke der Sicherung lassen darauf schliesien, dass eS sich um Schiffe mit ganz besonders wertvoller Ladung handelte. Einer dieser Dampfer war vom EmheitStYp und mindestes 5000 Tonnen gross.
Unter den übrigen versenkten Schissen befand stch der brasilianische (nach Angabe der Besatzung englisch«) Dampfer „Ccara- (3324 Tonnen). Lutz« den sechs Dampfern wurde ein Bollschifl von mindestens 1500 To. vernichtet,
Der Chef des Admiralsiabes der Marine, t •
Wiederum findet der Name des Kapitän leutnant- Steinbrinck lobend Erwähnung im AdmirakstaHsberickt. — Otto Steinbrinck ist derselbe, der unter schwierigen VerhA.nissen am 26. Juli vorigen Jahres den englischen Kreuzer „Ariadne^ versenkte und der schon im März 1016 für seine schneidigen UnterrebuuA*« gen in den von Sperrminen und WaMschiM» stark verteidigten Gewässern des englischen Kanals mit dem Pour le m6rite ausgezeichnet wurde. Aus einer seiner damaligen Fahrten hatte er allein 22 Fahrzeuge mit 14 500 K .to- regiflertonntn, darunter elf nach Italien und Fraickreich bestimmte Kohlenschifse, -versenkt. Daß er auch gegen stark gesicherte Geleitszüge glänzende Erfolge zu erzielen versteht, hat der heutig« Dericht schlagend bewiesen. Schmerzlich muß unsere Feinde die Versenkung dcS Einheitsdampfers berühren, *enn aup diese Konstruktion haben sie große Hoffnungen