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Sie Lage in Berlin noch unentschieden

P. B. S.

den soll.

Die

Zollen in Marsch uefrfct

Die und

Freie -and der Negierung.

Leipzig, 9. Januar. lDtahiberrcht.)

Auch andere Truppen sein, die tat Laute

des Tages in Berlin erwartet werden. Ihr Eintreffen wird die Entscheidung bringen und Berlin zum Schauplatz schwerer Kämpfe ntn« eben. Die Regierungstruppen erhalten fortge­setzt Verstärkungen. Es haben sich sehr viele entlassene Soldaten während der bei­den letzten Tage in den Dienst der Regierung gestellt, um mit Waffengewalt den Terror der Spartakusleute niederzuschlagen. Diese freiwil» ligen Truppen setzen sich auS allen Berufsschich­ten und allen Ehargen zusammen. DaS Ber­liner Offizierkorps ist ehrenwörtlich auf den Oberkomrncmdierenden von Berlin, Roske, ver­pflichtet worden. Die Regierung soll zur Bil­dung von Offiziersbataillonen geschritten sei«,

Shue Waffe» und Licht.

Berlin, 9. Januar. sDrahtbericht.s Die Ar­beiter de« Großen Berliner Wallerwerks sind in den Ausstand getreten. Ein erheblicher Teil der Stadt i# daher ohne Leitungswaffer. An Friedenau hat außer dem Wasserwerk auch daS Elektrizitätswerk den Betrieb eingestellt. Rrie- dcnau ist also ohne Wasser und Licht.

BerN« «uter Belag«rungSz«sta»d?

Berlin, 9. Januar. (Drahtbericht.s Da» Achtuhr-Abendblatt meldet: Der Oberbefehl» Haber, Volksbeaustragter Roske. hat den Bela. gerungSzustand über Berlin verhängt. Rach einer späteren Meldung soll der ad» aerungSzustand noch nicht bestehen, aber i« Aussicht genommen sein.

Erfolge der RegkerungStruppe«.

Berlin. S. Januar. iDrabtbericht.) Zur Bestätigung, daß eS setzt der Regierung ernst sei. wird darauf hingewiesen, daß im Laufe des gestrigen Abends bereits die Gardepio- nier-Kaserne von den Regierungsiruppen zurückgewonnen sei. Das Brandenburger Tor und der R e i ch s t a g, die von Spartakus geMrmt waren, sind nun durch Regierungs­treue zurückgewonnen. Auch sonst hat es den Anschein, als ob im Zentrum der Stadt die Regierungsiruppen das Ueberge- wicht hätten. Am Osten der Stadt dagegen und in den Ausläufern Berlins hat Sparta-

Ergebnislos« Verhandlungen.

Berlin. 9. Januar. (Drahtbericht.)

Aufruf des Berliner Mraerrats.

Die republikanische Volkswehr.

(DmhSbericht.)

Berlin, 9. Januar

D« Bürgerrat Grotzberlins veröffentlicht folgenden Anfruf: Zu den Waffen, Bürger und Arbeiter! Die von Verbrechern gefährde«: Ordnung und Sicherheit unserer Reichshaupt - stadt erfordert unverzügliche energische militärische Maßnahmen. Die Reichs- rcgierung ist fest entschlossen, Sicherheit und Ordnung wieder herzustellen. Eure Pflicht ist es. ihr dabei zu helfen. Wir fordern jebee waffenfähigen Mann auf. sofort tn dir republikanische Volkswehr einzutre­ten. Meldet Euch sofort beim Regiment Rein­hardt in Moabit, Kaserne des 4. Garde regt ments zu Fuß, bei her Garde Kavalleriedivision Dahlem, Podbic'Sklftratze 78. Bedingungen ind: mobiles GehaP für alle Dienstgrade und 5. Mark pro Kopf und Tag, kurze Kündi- gungsfrift, freie Unterkunft und Berpe'lezung Entlassungsgeld. Keiner darf Zurückbleiben.

Machtzuwachs der Regierung.

Berlin. 9. Ammar. (Drah-tbericht.) Die Regierung Ebert-Scheidemann scheint durch den Zuzug regierungstreuer Truppen sich hallen zu können. So zogen über Kalensee geschlossene Formationen in die Stadt und traten in Kampf mit den Spartakiden. Von besonderer Seite wird dem Achtuhr-Abendblatt erklärt, daß die der Regieruna anhängenden Truppen setzt so weit gesammelt sind, daß sie keinerlei Ueberraschungen mehr zu befürchten braucht. Heute nacht sind von außerhalb starkeTrup- penmassen zur Verstärkung in Berlin eingetroffen, ohne an ihrem Anmarsch von spartakistischen Angriffen behindert worden zu sein. Ähre Zahl kann aus begreiflichen Grün­den nicht näher angegeben werden. Wie aus der Reichskanzlei mitgeteilt wird, herrscht bei der Regierung die fest« Zuversicht, daß es ihr gelingen wird, in kurzer Zeit der Aufrührer Herr zu werden. Nach einer Meldung der »Deutschen Abendzeitung* ist eine vollständige Division mit Artillerie und Maschinen- gewchren auS Richtung Potsdam im Anmarsch.

Die Marin« iw Anmarsch.

Berlin, 9. Januar. sDrahtbericht.) Aus Be­treiben des Volksbeauftragten Roste sind M a- rinetruppen von Kiel nn Anmarsch die ihm zuverlässig ergeben sind. Die Matrosen, die sich gestern in dem Streit zwischen Regie­rung und Spartakus neutral erklärten, haben, wie sie aufs bestimmteste versichern, alle Be­ziehungen zu Liebknecht und den Un­abhängigen abgebrochen, die ihr bisheri­ger Führer, der Matrose Dornbach, angeknüpft hatte. Dornbach ist seit gestern aus der Di­vision ausgeschieden. Er ist geflüchtet und oll von den Matrosen verhaftet werden, wenn er angetroffen wird. Die Haltung der Matro- sen ist von umso größerer Bedeutung, alS sie seil einigen Dooen bic Bew achnna der

Flammenwerfer »nb Panzerwagen.

Berlin. 9. Januar. (Drahtbericht.', Bon gut unterrichteter Seite verlautet, baß die Re­gierung nunmehr größere Truppenmassen um Berlin zusammengezogen unb zum' Teil auch schon nach Berlin hineingezogen hat, sodaß hin. ter den von der Regierung geplante« Maßnah­men wirklich «sh die dazu gehörende Macht steht. An verschiedenen Stdlen. die besonders gegenüber den Angriffen der Sparta. knS-Banden gefährdet sind, wurde« von Regie- rnngstruppen Flammenwerfer aufge- stellt, also auch an dem Zugang der Wilhelm- straße nach den Linden, wo verschiedentlich die Spartakusleute versucht habe«, m i t P a n z e r- wageu durchzubrechen.

Leipz. Reuest. Nacht.' melden aus Berlin: Ge. stern abend sind die Verhandlungen mit Spar­takus von der Regierung als aussichtslos ab­gebrochen worden und die Regieruna hat wieder freie Hand. Sie ist entschlossen, von dieser Handlungsfreiheit weitgehenden Ge­brauch zu machen. Jetzt sollen alle Rücksichten fallen. Wie eS heißt, ist die Versorgung der bolschewistischen Truppen nn» genügend. Sie haben zwar das Proviant­amt in der Köpenickerstraße und die Militär­bäckerei in Besitz, doch fehlt es ihnen infolge der Absperrung an Fahrzeugen, um diese Nah­rungsmittel abzutransportieren.

Ziele führen! Im Gegenteil müßte eine Fort- daucr der Berliner Kämpfe auf die Beratungen zurückwirken, in der Art, daß man auf der geg­nerischen Seite zur Ueberzeugung kommt, das, an einen Frieden mit einem so elend zerrütteten Deutschland, das keine Gewähr für Einhaltung der ihm aufgelegten Verpflichtungen bieten kann, nicht gedacht werden könne. Schon be­sagen einzelne Nachrichten, die Vertreter des Verbandes drohten, sich diese Sicherheiten au eigene Faust zu verschaffen. Was dann? In Berlin aber hallt die Straße wider von dem Knattern der feuernden Massen. Me lange noch? Ebert-Scheidemann müssen ganze Ar­beit tun. wenn Schlimmstes abgewendet wer-

kuS die Oberhand. Die Gardeschützendivision in Stärke von etwa 8000 Mann ist aus den Vororten zurückgezogen.

her die erste Forderung der Reichsregierung. die Räumung des ..Borwärts". nicht erfülle», ebenso fittb tz , revolutionären Obleute nicht imstande gerne- *:c8 zu veranlassen. Die Regierung hat sin -eit erklärt, falls der ..Vorwärts" sofort ge«- «1 wird, heute vor- mittag um 10 Uhr mit deut Zentralrat in Un­terhandlungen einzutreten. Die Spartakiden hatten bei ihrem Angriff auf das Brandenbur­ger Tor, tote es heißt, zwölf Tote unb zwauzig Bern,unbete verloren. Gegen sechs Uhr würbe das Brandenburger Tor wiederum unter Feuer genom­men. Gegen einhalb fünf Uhr nachmittags un- ternahmen die Spartakiden einen Angriff auf das Auswärtige Amt in der Wil- helmftraße. Es entwickelte sich ein lebhaftes Gefecht. Die Spartakiden mußten fick znrück- ziehen. Um Mitternacht haben fick im Südwesten und

im Zentrum der Stadt neue Kämpfe entwickelt. Die Haltung der Berliner Garni­son. die in den letzten Tagen recht unsicker war, hat fick seit gestern mittag geändert. Die Re­gime n t e r, die bisher eine neutrale Stellung etaf.eiutmmen hatten, haben sich setzt offen auf die Seite der Regierung gestellt. Der Stadtbahnverkehr war seit gestern abend secks Uhr wieder unterbrochen. Auch die Ber­liner Sicherheitswache, die bisher ge­schlossen für Eichhorn einstand, hat ihre Hal­tung geändert unb ist zur Vfeiler ung übergegangen. Ein Aufr,.- des Bürger, rate Großberlin fordert leiten waffenfähigen gedienten Mann auf. sofort in die republikam- fcke Volkswehr einzutreten. Die Studierenden der technischen Hochschule haben beschlossen, sich der Regierung zur Verfügung zu stellen.

Me große Gefahr.

ff erlitt unb die Trierer Verhandlungen.

Der Berliner Hexenkessel brodelt über und seine Spritzer tragen weit ins Land hinein. Ueberall. wenigstens in fast allen Großstädte». Macht sich die spariakistische Bewegung breit Und droht dar, was als Rest an Ordnung noch vorhanden ist, über den Haufen zu werfen. In Oberschlesien ist erneute Streikgefahr und ebenso hn Essener Bergrevier, wo der Awrmruf .Generalstreik' bereits aus gege­ben wird und die Kohlenförderung zum Still­stand kommen, läßt. Was das für eine enorm« Gefahr für die gesamte Industrie und damit naturnotwendig auch für die deutsche schwer­industrielle Arbeiterschaft bedeutet, liegt klar auf der Hand. Das drohende Gespenst der Ar­beitslosigkeit greift weiter mit seinen dürren Armen um sich und aus seinen Händen will es die Hungersnot als furchtbare Gabe spenden. Wohin aber soll das führen? Die Verhetzten, denen ein Paradies vorgegau­kelt wird, graben sich selbst ein armseliges Hun, gergrab: sie bringen sich, ihre Frauen und ihre Kinder ins grenzenlose Elend. Daran denken sie nicht, weil sie vor Spartakus und seinen Pbrasenfchwangeren Verlockungen fanatisiert sind. Und Liebknecht selbst bentt nut an sich unb seine Herrschaft, die er blutrünstig, befleckt von bei Ehrlosigkeit, auf den Leichen derer aufbauen will, die er lnS Feuer peitschte. So flackert überall ein unheimliches Leuchten trost­losen Verfalls tat Reich« auf und die Feuer, die hier noch mit kleinen Flämmchen brennen, er­halten von Berlin aus immer neue Nahrung, bis sie zur alles zerfressenden Flamme auflodern

In Berlin selbst aber tobt der blutige Kampf weiter. Nicht Ebert-Scheidemann tra­gen die Schuld daran. Allzu lange zmrderten sie und zeigten eine Lammsgeduld da, wo nur energisches Zupacken geholfen hätte. Heute sehen sie ein. daß es so nun nicht weiter gehen fr.nn und darf, soll nicht das Spartakus-Ehaos Deutschland vollends in den Abgxilnd stürzen. Zu spät fast dämmert ihnen die Erkenntnis, daß Gewalt nur durch Gewalt gebio- d-zn werden kann. Das Blut, das dabei ver­gossen wird, komme auf Liebknechts Haupt! Noch ist nicht ganz klar ersichtlich, wie der Kampf «uSgehen wird. Wenn aber nicht alle Anzeichen trttaeit, kann man damit rechnen, daß es Ebert-Scheidemann gelingen wird, das Ru­der in bet Hand zu behalten. Aber diese 5>ände müssen auch für die Zukunft, bis zur Rational-Vetsammlung stärker sein, als bis- lang. Denn das ist sichet, Liebknecht-Luxem­burg und bet russisch« BolsckewistenWngel, bet sich in Berlin mit tausenb Leuten breit macht, werden selbst dann, wenn die fetzigen Putsche keinen Erfolg bringen sollten, nicht locker lassen, auf den Trümmern ihr Reich zu gründen. Und sie werden mit der schlechter werdenden Versorgung mit Rcck.rungSmitteln für W deutsche Volk neue Waffen finden. Darum ist Kraft und Entschlossenheit notwendig. Rur sie örtnaen die Ordnung, die not tut und die ge­rinnet ist, die Ernährung eint<rermatten sicherzu- ssellen und damit Liebknecht seiner stärksten UgitationSwaffsn zu berauben.

Gelinat dies der Regierung Ebeit-SHeide- mann nicht. und die Gefahr ist vor wie nach keineswegs gänzlich gebannt, dann geht unser Land dem Schreckfichsten entgegen, was nut je daS Schicksal verhängen konnte. Der Bru­derkrieg würde wiederum aufleben und neben ihm her ginge dann bet Krieg mH den äußeren Feinden. Denn Berlin und Titer (bezw. Svaa'i stehen in engstem Zu­sammenhang. Die Fortdauer eines sogenann­ten .Friedens,nständeS' haben wir doch nur, wenn bet .Waffenstillstand, der am 17. dS. ab- lauft, verlängert wird. Der Vorsitzende unserer Abordnung Er»betger. hat damals durckge- drückt. daß der Waffenstillstand bis zum 17. Ian. u. darüber hinaus bis zum Vräliminarfrieden verlängert würde, vorbehaltlich der Zuftim- tmtna des Verbandes. Be>de Parteien waren damals der Auffassung, daß diese Zustimmung ohne weiteres gegeben werden dürfte. Run fasen aber, wie wir bören. Sonnabend vor acht Taaen bereits in Svaa private Aenßemngen der Gegenseite vor. daß von einer stillschwsiaend einletzenden Verlängerung des Waften- st'llstandes über den 17. Januar hinaus keine Rede sein könne, wenn die Dinge in Berlin so weiter liefen wie bisher: vor allem dann nickt, wenn eine Regierung Liebknecht-Ledebour ans Ruder kommen wurde. ' für befem Falle dürften auch die Verhandln«» , r-n in Svaa sofort abgebrochen werden, wo- 1 durch automatischder Kriegszustand 1 rieber eintrefen würde. An dieser Auffassung 1 Iber bäft der Verband beute noch fest, wie aus »er Meldung .Die Waffenstillstandsfrage* bet« ' orgebt. Man ist wohl bereit, in Trier neue Verhandlungen ,u pfiegen. Aber es steht 1 «ineswegs fest, daß bhek dadurch auch »um

8i»Regiemngs-Ausr«f.

««walt gegen Gewalt.

(Drahtbericht.)

Berlin, 8. Jamrar.

Die Regierung veröffentlicht folgenden Auf- ruf: Mitbürger! Spartakus kämvkt heute um die ganz« Macht. Die Regierung fall mit Ge­walt gestürzt werden. DaS Volk fall nickt sprechen dürfe». Seine Stimme soll imterbrückt werden. Die Erfolg« habt ihr gesehen. Wo Spartakus herrscht ,ift jede persönliche Fr- heft unb Sicherheit aufgehoben, bie Presse unter- drückt, der Verkehr lahmgelegt, einzelne Teile Berlin- find z« Stätten blutiger Kämpfe verwandelt, andere find schon ohne Wasser und Licht. Proviantämter werden ge­stürmt, die Ernährung der Soldaten »nb der ZiviloetoSlkening wird unterbunden. Die Regierung trifft affe notwendigen Maß - nahmen um dieses SchreckenSregiment zu zer­trümmern und seine Wirkungen ei» für allemal z» verhindern. Einschneidende Handlungen werde« nicht mehr lange auf fick warten lassen. Es muß aber gründliche ArSei t getan werden und diese bedarf der Vorbereitung. Habt nur noch kurze Zeit Geduld. Seid zuver­sichtlich wie wir es find und nehmt ©irren Platz entschlossen ein für bie, bie Euch Freiheit und Ordnung bringe» werden. Gewalt kann »nr mit Gewalt bekämpft wer­de»! Die organisierte Gewalt des Volkes wird der Unterdrückung und bet Anarchie ein Ende machen. Teilerfolge ber Feinde ber Freiheit bie von ihnen in lächerlicher Weise ansgebnuscht werben, find nur von vorübergehender Scheu- fang. Die Stunde der Abrechnung naht.

Berlin, 8. Januar 1919.

Die Reichsregierung:

Ebert, Scheidemann, LandSbcrg, Roske, Wiffd.

Einzelheit«« ««» d«n Kämpfen.

Berlin, 9. Januar. (Drall-ck-richt.) liebet die Straßenkämpfe werden t£«SHngenbe Ein. zelheiten bekannt: SBefonberf.^.'v ,'1 wurde am Anhalter Bahnhof gekämpft. - ^Rach einem Straßenkampf versuchten die Spariakusleut« den Bahnhof zu besetzen. Maschinengewehr« feuerten Vie angrenzenden Straßen entlang. Nachdem auf beiden Seiten Verstärkung heran, gezogen war, setzte eine förmliche Stra. ßenschlacht ein. Trotz des rasenden Feu­ers der Maschinengewehre versuchten die Spar, tafisten viermal einen Sturmangriff, der auch zweifellos gelungen wäre, wenn nicht die Re- gierungstruppen im letzten Moment Hilf« er­halten hätten durch einen Militärzug, der mit frischen Regierungsmannschaften aus einem Vorort eintraf. Erst nach dem Eingreifen dieser Truppen zogen sich die Spartakusleute flüch. tenb zurück. Bor dem Brandenburger Tor nnd dem Reichstagsgebäude fanden um die Mittags- stunde fortgesetzt heftige Kämpfe statt. Die Spar, tafisten haben sich »um Teil imTiergarten eingpgraben und verschanzt und feuern von hier aus auf das von RegierungStruppen besetzte Brandenburger Tor und das Reichs- tagsgebäude. Fortgesetzt knattern Maschinen- geweckre und Flintenschüsse. Heftet die Zahl der Toten und Verletzten ist nichts ftdannt. Ge­gen ein Uhr mittags erschien eine Extraaus­gabe des »Regierungs-Vorwärls', die in einer anderen Druckerei als Flugblatt gedruckt war und in der es heißt, daß eine fünfgliedrig« Kommission her Buchdrucker, Buchbinder und graphischen Hilfsarbeiter beschlossen habe, te den Gesamtstreik zu treten, falls nicht alle Ber­liner Zeitungsbetriebe freigeaeben werden. Streiten die Buchdrucker, bann werden auch bie Blätter der Unabhängigen und der Spartakus, leute nickst erscheinen können. Der Aufruf for­dert das Personal aller Berliner Zeitung«» zum sofortigen Anschluß auf.

Reichsbank übernommen haben. Die Ma­trosenwache soll entschlossen sein, die Bank ge­gen leben Angriff zu schützen unb ihren Ge­schäftsgang sicherzustellen.

Verhandlungen zwischen Reichsregierung Zentralrat befinben fick im gleichen Stadium wie DienStag abend. Die Zentralleitung bet Unabhängig««, die sich als bie Mittelsperson für Verhandlungen angeboten hatte, konnte bis.

Kasseler NM Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

®t< «aff«Ur Heeeftte 91ed>rt*ten erftSetnen wlchentlich fe*»mal UN» |»«t «»end«. Set bennexient«»ret« betrügt monaU. Ufl Mark b«t freier Safte Sun» tu« Hau« Verteilungen "»erben jebtrjett oen ber »efchäNdflell« -ber Ben Boten entgegengen-mmen. »ruderet, erlag un» MeiattUn i ed)tad|t»offtreie 38/30. Für unverlangt etngefonbte Beiträge kann Me «eoattion eine Heran troerttmg »der Gewähr tn feinem Feie übernehmen Rückzahlung de« 8eiug«gel»c« «Bet Kni »räche wegen etwaiger nicht -rBnungSmättger Lieferung eutgefdjlofien,

Nummer 32. Fernsprecher 951 und 952. - Freitag, 10.

gntertUneoreU«; Sie rtebengefpeltete Zeile für einheimische Gefchette W »fg, füt «u«. »ärttge An,eigen 35 Pf. Reklame,eile für einheimische Geschäft, 71 «f, für antnärttge Geschäfte 1 Mk Einfach« Beilagen für die »efamtauffage werden wrtt 5 Hart »r- tauten» Ne. rechnet. Wegen ihrer dichten Verbreitung tn »er Stestdenz UN» der Umgebung Nn» »te «artetet Sleueften Nachrichten ein »er,üglid)e« Jnserti»n«»rgan. Mr »le Nutnahm, »en «njeigeu an befttmmten tagen ober Plätzen rott» j. Zt. keine Gewähr geleistet. GetchäftSstelle; R6tn.$tr. 6

Zanuar ISIS. Fernsprecher 951 und 952. S. Jahrgang.