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' P^i°nen M c. Aus bem Kreis Gießen. Die Obstpreise sind bei lè 2 â ' !<n Versteigerungen bereits etwas im Stocken und ^' 1 5Ceileit (1 dürften infolge der großen Mengen noch mehr herunter Uett Aoriste» gehen. Die Gemeinde A llen dorf a. d. Lahn , die

'^nt^1'^® ,^n reifen Birnen hängen solche von derselben Sorte ^ik.» o I 17 A vollständig unentwickelt und etwa daumesdlck

M f(1 s,'„°d ^es- rühren wohl daher, daß der Baum, 1 ^rt,;"Nc Nachdem die ersten Blüten teilweise erfroren waren, h*j>tt7/q nochmals zu blühen begann.

V* »4 o. Krochori Die Gemeinderatswahlen M ' Wa™ , tott den einzelnen Gemeinden der vereinigten Bürgermeisterei ^ Ä^ Atzbach-Launsbach stehen bevor und liegen die Wähler- °'^>i,^,„« listen diesmal nur auf dem Bürgermeisteramt zu Kcof- ’nI(W^ darf zur Einsicht offen. - Die hiesige vierte Lehrcr- ^i^idrllok ,, ?''W stelle ist durch die Pensionierung des Lehrers Weil zur Sem Wâo2° ^ Erledigung gekommen, denn die drei übrigen Herren Wänbm S"' : su'd aufgeruckt. Dem seitherigen Praparandenlchcer ' fcma ß y™' ' f>ercn Kissel aus Herborn ist die vakante Stelle libec-

^« Betrieb ein'

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Planes übit: wchruhmcn, daß M fertig WeJt »â"S M geigen. taet, fiir § «ne Stätte d«z

c. Aus dem Kreis Gießen. Die Obstpreise sind bei

^acm Ferdina^ Evangelische Pfarr- vmstaöt unb ani Kiingenschmidt zu Alsheim, ^toai

tragen worden. , . t t. ,

** Aus Oberhessen Auch bei den diesjährigen, durch den Artilleriekampf mit scharfem Geschütz besonders aus­gezeichneten Manöver des 18. Armeekorps haben Die Truppen sowohl in der Wetterau, wie den am Abhange des DogelèbergeS gelegenen Orten eine so gute Aufnahme ge- funDcn, daß darüber nur einstimmiges Lob herrscht. Die Fürsorge für die Soldaten ließ selbst in den Orten nicht nach, die stark und infolge der Vorbereitungen zum ArUllerie- lampf lange mit Einqua'tierung bedacht werden mußten.

** Wie uns aus Lich mitgeteilt wird, findet an der Strafkammer am 8. Oktbc. die Verhandlung über den in Ankiagezustand versetzten Bürgermeister von Lich statt. Diesem Herrn wird zur Last gelegt, Beglaubig­ungen Don Unterschriften vorgenommen zu haben, die während seiner Abwesenheit seinem Gehilfen vorgelegt wurden, die ec aber eigentlich nicht beglaubigenJoiinte und durfte. Die gange Sache scheint aber einen t eferen parteilichen Grund zu haben. Es existieren nämlich in Lich Leute, denen dec jetzige Bürgermeister nicht ganz paßt, und dem sie in Folge dessen auf die ginger leben. Auf den Abschluß dec^ Verhandlung darf man

schon fertig. Bei nur einigermaßen günstiger Witter­ung im kommenden Winter hofft man die Bahn am 31. Juli 1903 dem Verkehr übergeben zu können.

m Aus der Wetterau, 29. Sept. Die Kartoffelernte ist seit einigen Tagen in vollem Gange. Mit dem Ertrage ist man im allgemeinen recht zufrieden. Obwohl die dies­jährige Kartoffel sich sehr leicht zerkocht und in Betreff deS Geschmacks zu wünschen übrig läßt, kann man die heurige Ernte, entgegen früheren Jahren, immerhin noch als eine ziemlich gute bezeichnen.

m Butzbach, 29. Sep. Das hiesige neue Realschul­gebäude neben der Turnhalle ist nunmehr vollständig fertig­gestellt. Die feierliche Einweihung desselben findet am Dienstag den 14. Oktober d. J. statt.

** Hanau, 29. Sept. Ueber das Vermögen der Z garrenkistenfabrik P. I. W. Bessert in Rückingen wurde das Konkursverfahren eröffnet.

** Kastel, 29. Sept. Unter lautem Lärmen näherten sich gestern Abend dem Posten am Pulvermagazin Nr. 19 an der Hochheimer Landstraße ein halb Dutzend Burschen. Als der Posten dieselben mit „Halt wer da!" anrief, schrie einer von ihnen: „Revolver raus und schießt!" Sofort knallte auch ein Revolverschuß. Jetzt gab auch der Posten Feuer, worauf sich die Gesellen schleunigst aas dem Staube machten.'

m. Biedenkopf, 29. Sept. Die Kartoffelernte ist hier im vollen Gange. Der Ausfall derselben ist befriedigend. Der Preis ist verhältnismäßig gering; der Zentner wird für 1 50 Mk. bis 1.70 Mk verkauft. — Feldmäuse treten hier nur vereinzelt auf.

nach Freienseen und Stockhausen. Bei der Auszahlung sind nun über 40 Unregelmäßigkeiten vorgekommen. Er hat den Leuten Geld im Betrage von weniger als 1 Mk. bis über 100 Mk. zu wenig ausgehändigt. — Der Angeklagte giebt zwar die Schuld zu, doch macht er geltend, daß er geistig nicht ganz intakt sei. AuS den Zeugnissen geht hervor, daß eS bei der Auszahlung der Gelder recht sonderbar zuge- gangen ist. Er soll die Hand auf die Stelle im Register gelegt haben, wo die Beträge ausgezeichnet waren rc. Ueber- dieS war er später bereit, die fehlenden Beträge zu ersetzen. Als Sachverständiger zur Beurteilung der GeisteSbeschaffen- Heit des Angeklagten ist Dr. König anwesend. — Nach seinem Gutachten ist der Angeklagte völlig zurechnungsfähig. Der Staatsanwalt Reuß beantragt 1 Jahr Gefängnis und drei Jahre Erverlust. DaS Urteil lautet auf 9 Monate Ge­fängnis und 3 Jahre Ehrverlust.

gespannt sein.

Büdlugen, 28. Srpt. DaS Scharsschießen am Galgen­berge hat nach einer Berechnung von fachmännischer Seite 21/» Millionen Mark (?) gekostet. Den Hauptteil davon trägt Krupp, weil auf feine Veranlassung eine Neuerung an dcu Geschützen auèprobierl werden sollte. Seither erlitt das Geschütz beim Schuß einen Rückstoß, der das Geschützrohr mitsamt der Laffitte rückwärts bewegte. Jetzt geht blos das Rohr zurück uns von selbst wieder vor. Es befindet sich zu bie|em Zwecke in einem Cylinderlager, das mit Glycerin^ein- gefittet ist.

** Laubach, 29. Septbc. Wie seinerzeit berichtet, war der Weiterbau der Eisenbahnstrecke Laubach —Mücke in sehr unliebsamer Weise bisher sürdiegtMPch "^ oberen Wettecthal, in der sogenannten Steinbach, der Presse èa^ Sich gchemmt worden, unb zwar durch die Verweigerung he zu bringen. Sinti- dcc Bauerlaubnis Don feiten des Grundbesitzers Göbitsch. \^t bdannt gegeben, D.e Angelegenheit des Erwerbs dieses Grundstücks ist aer Lrulk auf bie dod nunmehr am verflossenen Dienstag in letzter Instanz Mm üniultiifn, | durch einen Schlußtermin des Pcovtnzialausschusses er- Mâ tu titi W I ^dlgt worden. Man hatte dem betreffenden Grund- — ' 1 beitet früher 45 Pfg. pro Quadratmeter angeboten,

was demselben aber zu wenig war. Heute nun erhielt derselbe nur 40 Pfg. zugespcochen. Im übrigen hat , „ ^cc Bahnbau gute Fortschritte gemacht. Dec Viadukt

Ü lu dec Steinbach, woducch die Wettec verlegt wird, ^n bmüè s ill fertiggestellt; die Fundamente des Stationsgebäudes â X gevd in ^^^N-lunweit des Friedhofes)^in^

; ^iner Feil von W Ä leL5Tk^^?J^^°^iI!LJl^ es

L^ aubtttn Sebent: ^n, nach dm Pol. st auch Lie Suade > ihren Wagen viüjah assen der Waren i^ ? Publikum gewährt I zu respektieren. - lese schöne Sitte M

^e , vsse..lliche Mij- (taube chrer Kritik zi

Dein in W^m^MA r StaatsviM W|

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at. w«‘ »w- und lv^ sre ^

'ach. *É d-e solg' ■ve mW* ^ '“ fügung H!' Z, L«,

i:s--3S LS-"" li jpotben.

Bus dem «ericblzsaal.

Strafkammer sitzung.

Gießen, 27. September.

Der Fall Schreiner.

Der im Jahre 1860 geborene Wilhelm Schreiner, Gcmeinderechner, Rechner der Spar- und Leihkasse, des Gym­nasiums, der Israelitischen Religionsgememde in Laubach und Rechner des Landwirtschaftlichen Vereins für Oberhessen ist des Betrugs und der Unterschlagung in über 30 Fällen beschuldigt. Der eine Fall ist von den übrigen getrennt. Es verhält sich damit so: An der Sparkusse in Laubach hat der Bäcker Chr. Batz aus Fceienseen zwei Einlagen, eine I für sich und eine für seine jetzt verstorbene Frau. Batz I wollte eines Tages die Zinsen der beiden Einlagen erheben. Die Zinsen von seinem Kapital wollte er sich auszahlen lassen; sie betrugen 105 Mk.; die Zinsen für seine Frau betrugen 62,90 Mk., die Batz dort ließ un) dem Kapital seiner Frau im Betrage von 1777.31 Mk. zuschreiben ließ. Das machte zusammen 1839.50 Mk. die an 1900 Mk. feh­lenden 61.50 Mk. ließ Batz von seinen Zinsen abziehen und dem Kapital seiner Frau ebenfalls zu schreiben, um dieses abzurunden. Er hätte also noch 44.50 Mk. herausbekommen müssen. Nach seiner Behauptung jedoch hat ihm Schreiner nur 34 50 Mk ausgezahlt, also 10 Mk. zu wenig. Ec hat den richtigen Betrag quittiert, den Fehlbetrag erst später ge­merkt und alsdann den Schreiner darauf hingewiesen. Der ließ sich anfangs auf nichts ein, bestritt vielmehr die An­gaben des Batz und war erst später, als die Sache bereits gerichtlich anhängig gemacht war, erbötig und bereit, das Manko zu decken. Er ist von Batz bei der Staatsanwalt-

schaff w.gen Betrugs angzelgt woroen und hat sich heute zunächst deshalb zu verantworten. — Die übrigen Sachen hängen mit der jetzt im Bau befindlichen Bahn Laubach- Mücke zusammen. Die Gemeinden, Die ein Interesse an der Bahn haben, sind verpflichtet, das hierzu erforderliche Ge­lände kostenfrei zu stellen Sie gründeten eine Esenbahn- gemeinschaft, deren Kassenbeamter der Angeklagte Schreiner wurde. Zu den Kosten der Bahn steuerte Laubach 8000 Mk., Freienseen 10 000 Mk. und die Sparkasse zu Laubach 6000 Mk. bei. Die Gemeinden kauften das Gelände von ihren Ge- me.ndemitgliedecn und Schreiner wurde beauftragt, den be­treffenden Leuten den Kaufpreis am 2. Mai dieses Jahres auszuhändigen. Ec begab sich auch mit den Geldbeträgen

Neueste Nachrichten.

Dresden, 30. Sept. Der Buchdruckereibesitzer Anton Schultz in Heiningen wurde unter dem Verdacht jahrelanger Falschmünzerei verhaftet.

Jena, 29. Sept. Der Leutnant Thieme, der im Januar ds. J. den Studenten Held im Pistolenduell erschoß und zu 2^4 Jahren Festung verurteilt wurde, ist laut „Jenaer VolkS- blatt" begnadigt worden. Die Begnadigung ruft großes Aufsehen hervor.

Wien, 30. Sept. Die hiesigen sozialdemokratischen Ar­beiter veranstalteten gestern lAbend^ im Arbeiterverein eine große Trauerkundgebung für Zola, bei .der Dr. Adler eine ergreifende Rede hielt.

Rom, 30. Sept. Im Vatikan'hat der Tod ZolaS einen tiefen Eindruck gemacht. Der Papst soll beim Empfang der Nachricht gesagt haben, Zola war wohl ein Feind der Kirche, aber ein ehrlicher Gegner. Gott sei seiner Seele gnädig.

Wien, 30. Sept. Wie ein Telegramm aus Wien meldet, ist dem präsumtiven Thronfolger in Oesterreich- Ungarn, dem Erzherzog Franz Ferdinand gestern Abend von seiner Gemahlin, dec Fürstin Hohenberg, ein Sohn geboren worden.

Breslau, 27. Sept. Nach einer Meldung der „Bres­lauer General-Anzeigers" aus Görsdors wurden daselbst durch eine Feuersbrunst 25 Gebäude in Asche gelegt.

I Gestorbene.

Am 29. Sept. Pauline Wenzel, geb. Jäger, 66 Jahre alt, Ehefrau des Kaufmanns Karl Wenzel ba* I hier. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 1. Oktober ds. Js., nachmittags 3 Uhr vom Sterbehanse, Frank­furterstraße 40 aus statt.

Am 30. Sept. Wilhelm Block, 76 Jahre alt, I Forstmeister i. P. dahier.

Marktbericht.

Gieße«, 30. Sept. Auf dem heutigen Wochenmarlt kosteten Butter per Pfd. 1.10—1.20 Mk. Hühnereier 1 St. 7—8 Pfg., Enteneier St —00 Pfg., Gänseeier 1 St. 0—0 Pfg., Käse per St. 5—9 Pfg. Erbfen per Liter 19 Pfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Paar Mk. 0.60—0.80, Hühner per Stück Mk. 1.00—130, Hahnen, per Stück Mk. 0,60—0.85, Enten per Stück 2.00—2.30, ®än)e p. Pfd. 0.60—0.75 Mt., Ochsenfleisch per Pfd. 66—76 Pfg., Rindfleisch per Pfd. 60—64 Pfg. Schw-mefleisch per Pf). 70—80 Psq. Schwnne- fleisch gesalzen per Pfund 0.84 Pfq., Kalbfleisch per Pfd. 68—70 Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 50-70 Pfg., Kartoffeln per 100 Kilo 3.80—5.50 Mk., Zwiebeln per Zt. Mk. 3.30—3.50, Milch per Liter 18 Pfg.

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, a n B6» 5*^”^^^ ^"ânkbeitsfällen giebt es nichts besseres als eine stärkende Bouillon ~ Diese bereitet^ah^iYFèinfachsten~mit

W tzlar, 27. S.'pt. Auf dem hiesigen Wochrnmarkt kostete das Pf md BuNer 1.30 Mk., Eier diS Stücks /-Pf^ _____________

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