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Aus Reffen und nacbbargebieten.

L. Lich, 30. Juli. Unser GesangvereinE ii e i l ia" erhielt auf dem Lahnthalsängerbundfest für den Vortrag des LiedesMaiennacht" von L. Seibert das Prädikat

Obcrhöraeru, 29. Juli. Der kürzlich von hier ver­schwundene Schweinehändler Düringer wurde auf elmm Hasenacker im hiesigen Felde erschossen ausgefunden. D.e Waffe lag neben der schon stack m Verwesung t uberge- aanaenen Leiche. Düringer, der aus Eberstadt (Kreis Biegen) stammte, Halle sich, wie vor einigen Wochen mltge- teilt, Wechselfälschungen in größerem Umfange zu Schulden kommen lassen. _ .

granfcnbcrg, 29 Juli. Bei uns zu Lande wissen wir nicht- von Stellenlosigkeit. Das ersieht man daraus, daß sich aus die vakante Bürgermeisterstelle in dem Städtchen Gemünden an der Wohra nur ein Bewerber gemeldet hat und zwar ein 24jäh'iger junger Mann. Dabei beträgt das Gehalt des Bürgermeisters 1200 Mk. Außerdem st 'd mit dem Posten noch beträchtliche Nebeneinnahmen verbunden.

Frankfurt a. M , 29. Juli. Im städtischen Elektrizitäts­werk trat heute Morgen dec Monteur Karl Bretz aus Ver­sehen in einen Kanal, in dem das kochende Wasser abfließt, und verbrannte sich beide Füße bis an die Knie in schreck­licher Weise. Der sonst mit einer eisernen Platte versehene Kanal war heute zum Reinigen geöffnet worden, wovon Bretz nichts wußte.

Franksurt a. M., 29. Juli. Die Unterschlagungen des KassirerS der hiesigen Verwaltungsstelle des Deutschen Tabakarbeiterverbandes Kraiker belaufen sich auf 1575 Mark

Mainz, 29. Juli. Zu dem Legat von 150,000 Mark, das durch den Tod der Wittwe des früheren Präsidenten des Gewerbevereins, Dieterich, an die Stadt gefallen ist, hat die Verstorbene noch 100,000 Mk. hinzugefügt

Mainz, 29. Juli. Die Fahrkarten- und Drucksachen- vecioaltungen der Eisenbahndirektionm Frankfurt und Saar­brücken werden mit dem 1 Oktober d. J. aufgehoben und ruch Mainz verlegt, wo sie mit den gleichen hiesigen Dienst­stellen vermengt werden.

Wiesbaden, 29. Juli. Beim Nangiermanöver wurde heute morgen ein vierachsiger Personenwagen dritter Klasse auf die nicht vorschriftsmäßig gestellte Drehscheine gestoßen. Der ganze Holzboden wurde eingedrückt und die Hintere Achse des Wagens setzte sich in dec Vertiefung dec Drehscheibe fest. Es entstand nur

Materialschaden.

** Oesttlch, 29. Juli. Gestern Montag Abend C llhrfand dieBeisctzu ng derGemahlindes verstorbenen ^ntrMâi« Marineministecs von Stosch auf dem Friedhofe zu o _ - Mittelheim jaud; die Ruhestätte ihres Gemahls^ statt.

Guntersblum, 28. Juli. Eine Jagd auf Zigeuner

t' Zeit bis M ast di. selbe tot ^an zur Neige. ) Sauer- unb erwünscht. Ja iche ) ist die Nach- in Heidelbeere iL- uab Ttachel- n dieser Woche'- 55-40, Wild- 10, Zohannis- Mk. 12-13, beeren M ^, . 6 per Zentner.

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bat cd heute morgen hier gegeben. Hunderte von hiesigen Personen sah man laufen. In Rheindürk­heim hatte die gefürchtete Gesellschaft einem Lehrer mehrere Hühner gestohlen und suchte noch in derselben Nacht das Weite. Frühzeitig merkte heute morgen dec Bestohlene seinen Verlust, requirierte in Osthofen und hier die Gendarmerie, der es alsbald mit Hilfe der Polizei und mehrerer Zivilpersonen gelungen war, die Schwarzen zu ergreifen. 4 Wagen mit 8 Pferden uno 30 Personen waren es. In einem Wagen befand sich noch ein großer Ballen Kattun, den sie in Worms ge-

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Blick auf den Rathaus Delst von Emden.

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fertig Er ist auch im Winter für die Schiffahrt geöffnet und mit allen modernen Kaianlangen und sonstigen Erfordernissen eines großen Seehafens

Milchen. Im Außenhafen fft ein sogenannter Freibezirk eingerichtet, so daß dort der Schiffsverkehr von der Zollkontrolle befreit ist.

stöhlen hatten. Die meisten Hühner aber waren schon verzehrt. Größtenteils wurden die Damen verhaftet und nach Osthofen in Untersuchungshaft geführt.

Bonn, 27. Juli. Der seit einiger Zeit vermißte stud. math. Karl Kretschmer aus Gnadenberg ist als Leiche bei Lülsdorf aus dem Rhein gezogen worden. Die Staatsanwaltschaft hat die Obduktion der Leiche verfügt.

vermischtes.

* Saarbrücken, 29. Juli. Aus der Grube Camphausen sand heute nachmittag eine Explosion schlagender Wetter statt, durch die 12 Bergleute verunglückten. Ein Berg­mann wurde getötet, 10 wurden schwer verletzt.

* Wie aus Chemnitz gemeldet wird, ist der angesehene Stadtverordnete und Vorstand der Ortskrankenkasse in Hainichen, Lindner, wegen bedeutender Unterschlagungen auf Antrag der Staatsanwaltschaft verhaftet worden.

* Eine fürstliche Belohnung ist nach derDeutschen Eisenbahnzeitung- einem preußischen Eisenbahnbeamten zuteil geworden. Ein geprüfter Heizer hatte kürzlich während der Fahlt von der Lokomotive aus einen Schienenbruch entdeckt, sofort die nächste Station benachrichtigt und dadurch großes Unheil verhütet. Nach längerer Zett uud nachdem ver­schiedene Protokolle ausgenommen morden waren, wurde dem Lokomotivheizer auf Verfügung der Maschineninspektion eine Prämie von zwei Mark gewährt! Es geht nichts über die Sparsamkeit am rechten Ort.

* Augsburg, 25. Juli. Ein Weinrausch kam einem hiesigen Offizier teuer zu stehen. Im Mai d. J. wurde ein Offizier einer auswärtigen Garnison, der in München in Urlaub weilte, nach Mitternacht dabei ertappt, wie er in der Neuhauserstraße Spiegelscheiben von Geschäftshäusern mittels eines Diamantenringes beschädigte. Die Beschädigten stellten sämtlich Strafantrag, zogen ihm jedoch später wieder zurück, was aber auf die Strafverfolgung keinen Einfluß hatte, da nach Paragraph 303 des Reichsstrafgesetzbuches btt der Sach­beschädigung die Zurücknahme des Strafantrages nur dann zulässig ist, wenn das Vergehen gegen einen Angehörigen verübt ist. Infolgedessen fand vor dem Kriegsgericht hier- selbst die Hauptverhandlung gegeneinen Osfizier eines Feld- artillerie-RegimentS" statt, wie sich die Blätter aus Schonung für den Angeklagten ausdrücken, der eine im Weinrausch be­gangene That teuer büßen muß; hat er doch, wie der Ver­teidiger in der Hauptverhandlung mitteilte, mehr als 3000 Mk an Schadenersatz zahlen müssen. Das Urteil lautete, der Augsb. Abendztg." zufolge, wegen dreier Vergehen der Schachbeschädigung auf 15 Mk Geldstrafe bezw. drei Tage Gefängnis. Wegen drei weiterer Vergehen der Sach­beschädigung fand Freisprechung statt.

Donaueschingen, 27. Juli. Gestern Mittag stürzte dec Erbprinz, als er vor dem fürstlichen Palais sich mit Radfahren vergnügte, so unglücklich, daß er einen Schädelbruch erlitt.

* Das Befinden des Professor Virchow ist gegen­wärtig zufriedenstellend. Dec Patient hat die heutige Nacht ziemlich gut verbracht.

* Deutsches Sängerbundesfest in Graz. Die erste Hauptaufführung hat nach Erledigung zahlreicher Ge­samt- und Einzelproben in der dicht gefüllten riesigen Sänger­halle stattgefunden; wohl 20,000 Zuhörer waren anwesend. In der Festloge war der Statthalter erschienen, der sich den Bundesaurschuß vom Bürgermeister vorstellen ließ. Die von mehr als 7500 Personen gesungenen Gesamtchöre übten in

der weiten Halle wohl eine mächtige, aber doch nicht über­wältigende Wirkung auS; das Orchester mit seinen 120 Mann erschien zu schwach gegen die Wucht der Tausende von Menschenstimmen Unbeschreiblicher Jubel folgte dem Vor­trag vonLiebeSmahl der Apostel- unter der Leitung von Kremser-Wlen. Wie weiter berichtet wird, ernteten besonderen Applaus bei den Eintelvorträgen der Königsberger Sänger­verein, der Wiener Mannergesangverein und der Schubert­bund ; Chormeister Wohlgemuth-Leipzig wurde als Dirigent und Komponist lebhaft begrüßt. Heute Vormittag fand aus der Höhe des Schloßbergcs ein Frühschoppen alter Burschen­schafter statt, an dem reichsdeutsche und österreichische Kommi­litonen teilnahmen.

* Verheerende Unwetter sind in ganz Südböhmen niedergegangen. Bei Hohenfurt wurden drei Personen durch Blitzschlag getötet.

*Die Schweiz als deutsche Provinz". Im Verlage von Hermann Walther in Berlin erscheint in Kürze eine Schrift des Universitäts-Professors Dr. Ferd. Vetter- Bern unter dem TitelDie Schweiz als deutsche Provinz. Meine Nürnberger Rede und ihre Folgen." Professor Letter bringt in derselben die in der ganzen europäischen Presse viel erörterte Angelegenheit seiner Nürnberger Rede vor S. M. dem deutschen Kaiser zur Sprache, die zu den weitgehendsten Differenzen mit den schweizerischen Staats- und Universitätsbehörden Ver- anlassung gegeben hat. ___________________

Harzburg. Mtt der Vertretung des verstorbenen Prof. Dr. Gerhardt in Berlin ist Pros. Dr. Grawitz beauftragt worden, der den jetzt Verstorbenen auch während seiner Krankheit vertreten hat. Dem a. o. Prof. Dr. Konrad Beyerle in Freiburg i. B. ist, wie von bort berichitt wird, die etatmäßige Stelle eines a. o. Professor­in der rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät der Frei­burger Hochschule übertragen worden. Aus Rom wird derVoss. Ztg." berichtet, daß Dr. Johannes Haller aus seiner Stellung im preußischen historischen Institut, dem er sieben Jahre lang angehört hat, ausscheidet; den Grund dazu haben tiefgehende Meinungsverschiedenheiten grundsätz­licher Natur gegeben. Marburg. Zu Dekanen für daS nächste Amtsjahr wurden gewählt: in der theologischen Fakultät Pros. Dr. Jülicher, in der juristischen Professor Dr. Träger, in der medizinischen P'vf. Dr. Bach, in der vhilosoph'sch'N Geh. Regierungsrat Pros. Dr. Schmidt.

Arveitsnachweis der Stadt Gießen

Gartenstratze Nr. 2 (Bürgermeisterei­gebäude) Zimmer Nr 14.

Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern (Arbeitern leglicher Art, Dien st boten und Lehr­lingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln.

An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von 3 bis 6 geöffnet.

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2 Hausburschen, 2 Taglöhnec, 3 Lauffcauen, 1 Lauf­mädchen, 1 Dienstmädchen, 2 Waschfrauen.

Lehrlinge: 1 Schlosser.

Nachfrage der Arbeitgeber:

1 Installateur, 1 Schneider, 7 Schceiner, 6 Dienst­mädchen.

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Wuk kiästlgt selbst die dünnste Suppe bei l1/» Pfg. Kosten.

Emden, das "sich für den Besuch des Kaisers gerüstet hat, der im Vorjahre wegen tödt- lichen Erkrankung dec Kaiserin Friedrich die angekündigte Reise nach der alten Seestadt auf­geben mußte, ist nach Art der holländischen Städte von einer großen Anzahl Kanäle durch­schnitten. Ueberhaupt erinnern viele hohe altertümliche Häuser, die nach Art der holländischen gebaut sind, sowie das Aeußere und Innere der Stadt mehr­fach an die Niederlande. Das hervorragendste Gebäude der Stadt ist das am Ratsdelft belegene stattliche Ratbaus, das nach dem Muster desjenigen von Antwerpen erbaut ist und eine reichhaltige, berühmte Rüst­kammer enthält. Dec Haupt- nerv der etwa 16,000 Eiu- wohner zählenden Stadt ist Handel, und zwar in erster Linie der Seehandel, dec in ständigem Aufschwung begriffen ist. Auch die Industrie ist nicht unbedeutend. Emden be­sitzt eine ganze Anzahl in­dustrieller Etablissement, von denen die Schiffswerften in erster Linie stehen.

Der Hafen von Emden, dem vornehmlich der Besuch des Kaisers gilt, ist neuerdings, wie in letzter Montag-Nummer berichtet, zu einem Seehafen für die größten Schiffe aus­gebaut worden. Der Binnen­hafen ist erheblich vergrößert und in allen seinen Teilen ver­vollkommnet worden. Der neue