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einem ev. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an dec Gc- meindeschule zu Ehringshausen, Kr Alsfeld, die mit einem ev. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Münster Kr. Friedberg, sämtlich mit dem gesetzlichen, nach dem Dienstaltec sich bemessenden Gehalt.
D Wie unS mitgeteilt wird, ist in den letzten Tsgen der Din dem Großh. Hydrograph schen Bureau herauS- gegedene erste Johresband des „Deutschen Meteorologischen Jahrbuchs für 1901, Großherzogtum Hessen" erschienen. Derselbe enthält die in genanntem Jahr in dem Groß- Herzogtum angestellten meteorologischen Beobachtungen nach den internationalen Vereinbarungen bearbeitet und in übersichtlichen Tabellen zusammengestellt, die Beobachtungen der Stationen 2. Ordnung Darmstadt und Gießen sind in ausführlicher Weise zum Abdruck gekommen, als typ sch für den südlichen resp, nördlichen LandeSteil; außerdem sind die Ergebnisse von noch 41 weiteren meteorologischen Stationen ausgenommen, die in zweckmäßiger Weise über daS ganze Land verteilt sind Der Terttett enthält u. a. erläuternde Bemerkungen zu den Tabellen, die Ortsbeschreibungen der Stationen 2. und 3. Ordnung und eine kurzgefaßte Wit- terungsübersicht für daS Jahr 1901. Beigelegt ist eine Karte, aus der die Verteilung der Niederschläge im Jahr 1901 im Bereich des Großherzogtums in Farbendruck dargestellt ist.
V AlsLeiterdesstädtischenElektrizitäts- lverkes ist von der Stadtverordneten-Versammlung in nichtöffentlicher Sitzung der Assistent des Direktors vom Gas- und Wasserwerk Frahm durch die Stadtverordneten ernannt. Herr Frahm, welcher als tüchtiger Gastechniker gilt, wird die neue Stellung im Nebenamt verwalten, also dabei vor wie noch seine Thätigkeit auch dem Gaswerk widmen.
"Turnverein. Am Abend des 2. grertag^ war daS Ziel vieler Familien und junger Leute die geräumte Turnhalle des hi sigen Turnvereins. Nach altem Herkommen hffen eS sich unsere Turner nicht nehmen, Weihnachten auch in ihrem Verbände zu feiern und daß d ese Feste immer und immer wieder neue Anziehungskraft, immer und immer gern besucht werden, dafür zeugte |ber diesmalige Besuch wieder. BiS a if den letzten Stuhl war die Halle gefüllt, wer spät kam, mußte m t einem besch idenen Platze zufrieden sein. — Der Krauße'sche Turnermarsch „Gut Heil", eine flott gespielte Fest-Ouverture von Gottlöber und kann der
etwa- getragene Gesang: „Es ist ein Ros' entsprungen" (gesungen vom Sängecchor des Vereins) leiteten den Abend wÜxdig ein. Die nächste Nummer des Programms war die von der kleinen Ottilie Prrc und den beiden Knaben Ried Wiegand und Semmler au^gesührte Deklamation: „Die Weihnachtsrose". Frisch und ohne Stocken entledigten sich die drei Kinder ihrer Ausgabe zum großen Beifall des Publikum-. Die Haupmnmmer war wieder ein Theaterstück. Diese- Mal hatte die Direktion ein solcher ernsteren Charak- —- — , ters gewählt, ein Familienbild auS dem Volk heraus: „Am ret ßfinwr für Weihnachtsaben d" ob<r „Verloren und wiedergesunden" von 1 C.to TrendieS führt vor Augen, wie leider so oft ein glückliches Familienleben untergraben wild durch schlechten Umgang und schlechtin Lebenswandel des Vaters. Auf ihr andern Seite aber bringt das Stück bildlich wie mächtig der Anblick eines Wcihnachtsbaumes, Weihnachten selbst auf daS Gemüt einer Verlorenen wirken kann. — Nach Beendigung der Theat.r- drückte der Vorsitzende des Vereins Herr Metzgermeister Pirr in recht herzlich-srffcher Weise den zahlreich Erschienenen im Namen deS Vorstandes den Dank aus daß sie gekommen sind, um den Turnern ihre Weihnachtsfeier mit zu verherrlichen, wünschte aber c ulch, daß die Hei- leren und besonders ernsteren Vorführungen einen tiefen Eindruck in t hinterlassen michten. Er folgte dann eine Verlosung, wobei noch mancher Scherz ^mn Äusoruck kam. Danz war wie 'mmer der Schluß d s angenehmen Aoend.
’ . Dec Fechtvecband G i e ß e n - L a h c feierte sein
Weihnachtsfest im Postkellec. Kein Apfel konnte zur Erde, wie man zu sagen pflegt. Dilcch Voctcag gc- eignctec Lieder und Kouplets solvie durch Aufführung
ttitti.
st Adolf Keilnut or. Verses, iebri^ Zölibat Jorml in gltijn it Mohy, bqip ^bauamt Muti Aanuac 1903 5
eines der Weihe des Tages entsprechenden Einakters wurde die Feststimmung noch bedeutend erhöht, sodaß man nach Veclebung recht gemütlicher Stiinden den Heimweg gern antreten konnte.
* * Die „Eontentia" mar am 1. Feiertag Abend auf der „Schönen Aussicht" zu recht familiär: fröhlicher Weihnachtsfeier versammelt. Die Räume waren viel zu eng, so zahlreich hatten sich die Mitglieder eingefnnden. Weihnachtslieder und eine muntere Verlosung hielt die Eontentianer bi* zu später Stunde versammelt. Der Erlös ist zufriedenstellend.
* * S tadtth eater. Nachdem am 1. Festtag auch für das Theaterpersonal Feiertag gewesen, gelangte âm zweiten Weihnachtètag Nachmittag bei kleinen Preisen „Alt-Heidelberg" vor anSverkauftem Hause zur Ausführung. Zu bewundern ist nur die Geduld des hiesigen Theaterpublckums, immer wieder mit diesem Stück bedient zu werden. Könnte dies denn nicht vom Repertoir verschwinden? Abends ging das bre aftige Schauspiel „Im bunten Rock" von Franz v. Schönthan in Szene. Auf eine nähere Besprechung können wir heute des gedrängten R.iumes wegen nicht eingehen, doch dürfte Herr v. Stahl als HanS Wiedeprecht etwas weniger schwulstig thun. Frl. Margarethe Feige und Herr Heinrich Gerlach entledigten sich ihrer Rolle mit gutem Geschick, ebenso Herr Ramseyer. Bei der Wiederholung des gestrigen Lustspiels am morgenden Sonntag hofft man auf etwas mehr Sicherheit der Mitwirkendelt.
* * Dem auf dein letzten Becbandstag der hessischen l a n d lv i r t s ch a f t l i ch e n Genossenschaften zu Darmstadt erstatteten Jahresbericht entnehmen wir, daß dem Verband zur Zeit angehören: 3 Zentral- geschäftsanstalten, 365 Spar- und Darlehenskassen, 122 ^ezugsgenossettschaften, 29 Molkereigenossenschaften, 10 Winzergen offen schäften, 16 sonstige Genossenschaften, zusammen 545 Genossenschaften mit 55,250 Mitgliedern. Neben der gesetzlich vorgeschriebenen Verwaltungsrevision fand eine freiwillige Rechnungsrevision auf dem vom Verbände hierzu eingerichteten Rechnungsrevisionsbureau statt, welches immer mehr von den Verbandsgenossen- id)afteu in ihrem eigenen Interesse benutzt mirb. Die Geschäftstätigkeit der einzelnen Vecbandsgenossen- f (basten zeigt ein stetiges Vorwärtsschreiten. Es betrug: im Jahre 1901 der Gesamtumsatz aller Genossen schäften 120 272 264 Mk. gegen 103 780 329 im Jahre 1900. Im gleichen Zeitraum stiegen die Akt'va um 5 279138 Mk. die Passiva um 5 213 777 Mk. der Reingewinn ist um 72477, der Verlust um nur 7116 größer geworden. Nach der Wiederwahl des Verbandsdirektors Geh. Regierungsrat Haas und dessen Stellvertreters Defonomieiat Dettweiler hielt der Generalsekretär Dr. Neumann-Darmstadt einen Vortrag über „Die Organisation der genossenschaftlichen V i eh ver lvert u n g in Deutschland". Der Redner setzte die Bedeutllng und den Umfang der Viehhaltung, namentlich für ben Mittel- unb Kleinbesitz auseinander, schilderte bann die derzeitigen Schäden der vielen beim Viehhandel beteiligten Zwischenglieder, solvie die Siofor men, welche auf diesem Gebiete durch die Gesetzgebung ober landespolizeiliche Verordnung unb durch Selbsthilfe (durch Gcünduilg von Viehveckaufs- unb Schlächtereigenoffenschaften) an gestrebt werden. Schließlich empfahl der Vortragende, daß, w.nn das Bedürfnis der Errichtung von Viehverlvertungsgenossen- fdjaften in Hessen vorliege, diese bann auch an die Berliner Viehzen tca le angegliedert werben müßten.
I Hessen teilt man unS mit, daß der Jagdaufseher Werner da. selbst eine Trappenhenne, welche eben im Ausstiegen begripen war, flügellahm schoß und dann abgestochen hat. Der Voge , welcher 10 Pfund wog und mit ausgefpannten Angeln } Meter 75 Ctm. mißt, wurde an das Hotel Prinz Karl ^nach Gießen verkauft, wo derselbe als seltene Delikatesse, als ^i)b vesterbraten serviert werden wird.
sblatt, Kci' öezembec entD nd yermeifung« bahn von lärm- / er^omftaM betr ^djnung Gcoß^ nr 1.901/02 - d II. A. eine mit
Zum Schluß referierte ber Vecbandsdicektoc Geh. Re- giecuugsrat Haa s-Dacmstadt über „DasSalpeter- unternehmen ber deutschen Landlvict e", iu- bem er die Gründe für die Errichtung der Aktiengesellschaft „Deutsche Salpeterwerke zu Hamburg" hervorhob unb auf die Endziele, welche diese Gesellschaft an strebe, uäher einging.
** Seltene Jagdbeute. Aus Burg-Gemünden in Ober-
Hn$ dessen und Nacdbargebieten.
Buubach Oberlehrer Adolf Mut.h wurde auS Cchullehrerscminar nach Friedberg versetzt.
** Friedberg Das hiesige Echull«yrerseminar hat gegenwärtig bie höchste Schülerzahl unter den gleichen hessischen Schulen^ Die ganze Anstalt hat 130 Zöglinge
* * Frankfurt a. M, 26. Dez. Am heiligen Abend drang ein 47. Fahre alter Schuhmacher, der von feiner Frau getrennt lebt, in deren Wohnung in einem Hinterhause der Rotlintstraße ein und feuerte auf die unglückliche Frau, die mit ihren 7 Kindern zn stiller Feier vereint war, einen Schuß aus einem Flobert- gduebr ab. Die Kugel draug ihr in den Nacken. Außer- bem brachte der verkommene Trunfcnbolb der Frau auch noch (dauere Hiebwunden an der Stirn bei. Ein Schutzmann nahm ihn fest.
* * Vom Main, 26 Dezember. (Glückliche Gegend.) Unter den 77 Gemeinden des unterfränkischell Amtsbezirks Gerolzhofen sind 31, die keine Umlagen erheben
□ Darmstadt, 2g. Dez. Das Bt finden des Prinzen Dieter zu Ismburg-Büdingen hat sich so weil gebtffeit, daß mau begründete Hoffnung aus Erhaltung seines Lebens hat. Allerdings konnte die Kugel bis je^t noch nicht entfernt werben. Prinz Dieter ist ber Sohn des in Büdingen lebenden Prinzen Alfred zu djmburg in Büdingen.
Wiesbaden, 2U. Dez. Entgegen der vielfach auf- tauchenden Mitteilung, unser Intendant Kammerhccc b. H Ülsen solle Intendant der Kgl. Schauspiele in Berlin werden, schreibt Herr v. Hülsen selbst ans Berlin an einen hiesigen Herrn . .: „Beruhigen Sie sich, ich bleibe Wiesbaden erhalten".
□ Kassel, 26. Dez. Die Konservativen unb National sozialen unseres Reichstagswahlkreises unterhandeln wegen Allsstellung einer gemeinsamen Kandidatur
Kirchliche Nachrichten
Evangelische Hemeinde.
Sonntag nach W ihnachtcn, den 28. Dezember Gottesdienst.
In der Stadlkicche.
Vorm ttags 9 30 Uhr: Pfarrer Schlosser.
Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Scheunemann.
Sylvester, den 3t. Dezember
Abends tt Uhr: Pfarrer Schennemann.
Neujahr, den 1. Januar
Vormittags 9 30 Uhr: Pfarrer Schlosser.
Nachmittaps 5 Uhr: Pfarrer Scheunemann
In der Johanneskirche.
Sonntag nach We-Hnachten, den 2K. Dezember: Vormittags 9 30 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Nachmittags 5 Uhr: Siehe Sladtkirche.
Sylvester, den 31 Dezimber.
Abends 8 Uhr: Pfarrer Euler.
Neujahr, bett 1. Januar 1903.
Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Nachmittags 5 Uhr: Siehe Sladtkirche.
Nach allen Gottesdiensten Sammlung für die Armen.
Druck und Verlag her (Siebener Verlagsdruckerei. Donn. Wilh. Kelln'sche Buchdruckerei lqegr. 1783) ;
für die Redaktion verantwortlich 'H Ibut Äle in, dienen
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Vergeht die hungernden Dögel nicht!
wirb Mts) lang • ttng^eni einmal - weil bdb rusiifdn fimgsniäfjigei Ta i aber and) weil bie j igegaliit gelähmt / de ^um ^renreidr 9 eigenen, bewußten i tfuing würbe è . rrcid) unb ans beut r rat in &emeinld)dft i (ßait gebiet immer l Wb (dimäblid) tw tèbetiidjernng beut , r erwä(bit, eine ^ / , liebern emidit thut’ .
Bekanntmachung.
Es ist uns ein Waggon Briketts zur Verteilung an solche ^anü i n überwiesen worden, in welchen ein Elternteil verstorben ist und noch schulpflichtige Kinder vorhanden sind.
Meldungen sind bis zum 3. Januar k. I. bei uns vorzubnngen.
Gießen, 24. Dezember 1902.
Die Armen-Deputation der Stadt Gießen.
Mecum.
Bekanntmachung.
Da- Armenamt befindet sich Dem 29. Dezember b. I ab im 1. Stocke des Hauses Neuen-Bäue Nr- 43.
Gießen, den 19. Dezember 1902.
Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen.
M e c u m.
in
I VA; Erhöhung I
111 7' fit1«»-**1' I iss«-*!
Bekanntmachung.
In der Zeit vom 20. bis 27. Dezember 1902 wurden hiesiger Stadt
gefunden: 2 Portemonnaie- mit Inhalt, 1 Haudtäschchen mit Inhalt, I Henkelkrrb mit Inhalt, 1 Gegeuschirw, Briefmarken und 1 Gürtel aus Kleiderstoff;
verloren: 1 gold. Damenuhr, 1 gold. Medaillon, 1 graues Perlentäschchen, i wollene Vuhdecke und 1 Brodsack.
Gießen, den 27. Dezember 1902.
Großheczogliches Polizeiamt Gießen. Hechler.
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Sonntag, den 28. Dezember 1902:
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Uli unsere Protest. Glaubensgenossen!
B)eihnachte»r! Sein Licht soll auch unseren Stammesgenossen in Ct^cciad) leuchten. Gedenket in diesen lagen daran unb bringt ein besonderes Opfer für das große Werk, ben Protestantismus bei unseren Stammesgenossen zu sichern unb zu mehren!
Gaben nehmen entgegen Herr Rechnungsrat Stade in Halle a. S., Domplatz 1, außerdem die Herren Kapitänleutllant a. D. Grill in Bensheim a d Y., Dr. med. Bennighof und Pfarrer Li< ^aik in Darmstadt
Der Ausschuß
für die Förderung der evangelischeil Kirche in Oesterreich Superintendent D. Mayer, Zwickau i S.