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go^ â^2 (chi-ken-r Pag-vraw Htnaöhängige Tageszeitung (Hietzener Seilung)

â^dH für Qberheffeu und die Kreise Marburg und Wetzlar: Lokalanzeiger für Gießen iinb Umgebung ^tct(^ 5^ alle amtlichen Bekanntmachungen de

MÄA M» Renen und hictoargebielei"

,enl°bt. SerHeh. " gritbbtrg, 26. November. Bürgermeister u$Sefprai Landmann dahi r hat unglücklicher Famil enver-

tißland-,^ halber sein Amt, das er erst seit einem ^ahre

nupt bet t»n »4 iinehatte, i e d e c g e l e g t o6t ist ff^>lw " farinftabt. Außer einemHofmarmocisten" iHite ta^rr^?^ '. liebt es nach derFranks. Ztg." in Darmstadt eine uknden Ptt-imy.^ dir. Holkrauteinschncidersmitwc" und einenHofkronken-

w ertenS^ Schöne Titel!

âdm baskn â>u.^' -Frankfurt -. M., 27. Einen Todessturz toethen jur fjneu"^ -ijnt heute der 27jährige Brauer Friedrich Ackermann 's" beu nfWdxnVlu ii bre Essighaus-Braucrei Er wollte die Klappe über u.EnngreK tin\ubenffn «Man Schacht wegziehen und fiel dabei 12 Meter tief ^ ^W mit e*ttm cfn denselben hinab. Mit zerschmettertem Schädel wurde m Hi ^" ^hmM rM Bedauernswerte, der in diesen Tagen Hochzeit J,/ , lotsten wollte, tot unten aufgefunden.

(ff1*, Seite t>- Franlsurt a. M, 26. November. Aus falschem ii& mü/!!!'! '7 ^U <'h geiz ersckoß sich auf dem Sachsenhäuser Friedhofe Sinet ä!?U« 'ta Sutereybebient Heinrich Lang. Er war im t 250 §éntM kbenbe Rundlichen Teil des EisenbahnsikretärSexamen durchge- ßtinieiiin von ^°li,n^ ^en und hatte sich das so sehr zu Herzen genommen, men Kafalba erhalten. \ 11,1 ec s""cm Leben ein Ziel setzte. Eine hochbetagte os-sorm des Namens Nt Mutter trauert um den einzigen Sohn lathilbe von Sawgen, te " Franksurt a. AI, 26. Nov. (Kriegsgericht der zewählt mirde. 21 Division.) Am 13. November entfernte sich der Rekrut

Erstes Blatt. Donnerstag, den 27. November 1902.

11. Jahrgang.

IutcctiovSvreiS : Die einspaltige Petit,eile für Gießen wie ganz Oberbesien, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg.; Reklame« die Pelitzeile 30 resp. 40 Pfg

Postzeitungsliste No 3032.

Siebafton und Expedition : Gießen. Neuen weg 28.

Ferns; recha«schlaß Nr. 368.

mmut] Ein FarmarbeitnHandel von der 6. Komp. 81. Jnf.^Regls. (Frankfurt a. M.) nen Zahn von sieben englshm- der Kaserne, in der Absicht, in seine He mat zu pilgern 1 Breite, beflen Qktoid)t r6^mb seine Stiefmutter durchzuwalktn, weil sie ihm weder vuroe von Sachverstâ'nöl^ ß^h noch Packete schickte. Die Stiefmutter hatte Glück ÄT^ ^". der ihr anè Fell wollte, wurde unterwegs auf.

kwtn ,?i ^-n und seinem Truppenteil wieder zugeführt. Er büßt bem"SM^ Streich mit 4 Monaten Gefängnis. - Der Land- ls dem Staâ gemacht." Ermann Wilhem Ruckes vom Bezirkskommando Limburg würde nämlich ba# awÄ b- ^ hatte sich im abgelaufenen Sommer, als er eine eutf in Chicago das gaH M'wöchentliche Uebung machen sollte, dadurch von derselben Beschlag belegt hätten lgi?Irvcken wollen, daß er dem Arft w.ismachte, er leide an den Armour usw.) und es «Milden. Thatsächlich waren die Lider gerötet Das rührte gesehen hätte, daß ein jed^âr von einem Pülverchen her, das sich der Drückeberger erwüstungen unter her tforanf gestreut hatte. Da er immerhin noch ein edles chtet, als es selber mit1 Mtw Hute er ist der Ernähr r seiner alten Mutter, die l^pbru. tr IV 4t glaubte allein lassen lU sonnen sammt er mit

)kak9.

. des 27. November.

*r n cht glaubt? adrin lassen zu können, kommt er mit Irn lugen Mittel ant st davon. Die U bung hat er doch Machen müssen. In der Absicht, den Tod irgendwo im Nây'r zu suchen, weil ihre Eltern nichts von sich Hönn Nen, entfernten sich am 21 Oktober die Rekruten Konrad rcha'er (aus Wiesbaden) und W-'h/lm Cromm (aus Sossen-

8 ' kMuuim (aus oiinen*

und sMkr Anders hmi non d-r 5 Erk 6 Thür Ula- fn «Regiment« (Hanaul

^rtenbarg m t

aus ihrer Kaserne. Mit den Selbstmordgedank-n scheint es so ernst nicht gewesen zu sein, denn anstatt ins Wasser zu gehen, wa.dcktcn sie fürbaß gen Fra: kfurt am Main und von da nach Nied, wo sie sich bei einer Schwester des Cromm in Zivil warfen. Verschiedene Dienstgegenstände gaben sie preis, andere schickten sie von Mainz aus ans R-giment zurück, nachdem sie die Kleidungsstücke durch Abtrennen der Litzen beschädigt hatten, Schäfer gelangte bis ins Luxem­burgische, kehrte dann aber um und stellte sich in Metz. Cromm hatte schon vorher Kehrt gemacht und hatte sich in Hanau wieder gestellt. Als weiteren Grund ihres Weglaufens gaben sie an, daß sie ein Unteroffi/vr immer so angtflu^t habe. Schäler erhielt 3 Monate und 1 Woche, Cromm 4 Monate Gefängnis.

** Vom Rhein, 26 Nov. Infolge der eingetretenen milderen Witterung hat sich der S ch i ff f a h r t S v erke hr wieder belebt. Von den niederrheinischen und Ruhrhäsen sind bereits wieder größere Schleppzüge, namentlich mit Kohlenladungen, abgegangen.

** Ziegenhain, 26. November. In Neukirchen stürzte beim Dreschen mit dec Maschine ein 16jähriger Bursche so unglücklich vom Scheuerboden ab auf den Kopf, daß der Tod sofort eintrat.

L Kelsterbach, 27. Nov. Die Ehefrau des Gastwirts Ludwig Börner dahier füllte heute morgen ihre Lampen mit Petroleum auf. Sie hatte dieselben dabei auf den Waschkessel gestellt, unter dem Feuer brannte. Plötzlich entzündeten sich ihre Kleider, vor Schrecken ließ sie die Lampe fallen und das Petroleum ergoß sich über ihren Körper. Im Nu stand die Frau über und über in Flammen. In der Verzweiflung rannte sie über die Straße in ein Nachbarhaus, wo man die Flammen löschte. Die Brandwunden sind so schwer, daß an ein Wiederaufkommen der Frau kaum zu denken ist.

** Miltenberg, 27. Nov. Wegen Wilddieberei standen der Fabrikarbeiter Franz Stefan Wolz aus Rüdenau und seine Haushälterin Maria Prochus vor der Strafkammer in Aschaffenburg. Namentlich die Prochus ist viel im Walde umhergestreift, wobei sie die Büchse unter der Schürze hatte. Dec Staatsanwalt beantragte gegen Beide je 5 Monate Gefängnis. Das Gericht hielt den Beweis nicht für vollständig erbracht und erkannte auf Freisprechung.

** Hanau, 26. Nov W gm Steuerhinter­ziehung wurde ein Fabrikant des b. nachbarten Groß- Steinhe-m mit 12 000 Mk. Strafe belegt. Derselbe bat | arichtfi*? Ents^e'^ung annern^n, sa^av sich h mnabst tve I

Strafkammer zu Darmstadt mH dieser Sache zu besassen haben wird.

** Butzbach, 28 Nov. Fubrkuecht J. Schmidt (Gam- brinuS Brauerei) verunglückte gestern Abend auf dem Heim- etk Zwischen Lang-GönS und Kirch-Göns schwer. Infolge eines entgegenkommenden unbeleuchteten Fuhrwerks scheuten die Pserde des Bierwagens. Schm, wurde von seinem Sitze geschleudert und fam unter die Räder, wodurch er einen Arm­und Beinbruch davontrug. Der Schwerverletzte wurde noch am Abend in das Johanniterhospital nach Nieder-We.scl verbracht.

Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Ekartenstratzc Rr 2 (Bürgermeisterei­gebäude) Zimmer Nr 14.

Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern (Arbeitern jeglicher Act, Dienstboten und Lehr­lingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln.

An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von bis 6 geöffnet.

3

Angebot der Arbeitnehmer:

1 Zimmermann, 2 Schlosser, 2 Wagner, 8Schmiede, 1 Schuhmacher, 3 Schreiner, 1 Kellner, 15 Haus- burschen, 1 Buceaudiener, 5 Taglöhner, 8 Fuhrknechte, 2 Lauffcauen, 1 Laufmädchen, 4 Dienstmädchen, 1 Kleidermacherin, 2 Büalerinnen, 1 Nähterin, Lehrlinge: 1 Kaufmann, 1 Metzger.

. Nachfrage der Arbeitgeber:

1 Krankenpfleger, 1 Schneider, 5 Knecbte auf Weihnachten, 1 lediger Herrschaftskutscher, 1 Fuhrknecht, 1 Zimmermädchen per 1. Jan. 1903, 8 Dienstmädchen, 1 Lauffcau, verschiedene landw. Mägde nach auswärts auf Weihnachten, 1 Laufmädchen.

Lehrlinge:

2 Bäcker, 1 Kaufmann, 1 Schneider

Druck und Verlag der Gießener VerlagSdnickeni, borm. Wilh Keller'sche Buchdruckerei l gegr. 1783) ; für die Redaktion verantwortlich .Aldin K l e i n. G i e ß e n.

Billiges Kochrezept (Preisgekrönt). Sämtliche Braten- Fleisch- und Fischsaucen werden außerordentlich kräftig und wohl­schmeckend, wenn man denselben für eimm Pfennige in kochendem Wasser aufgelöstenWUK zusetzt.WUK besitzt reinen, sehr kräma-m concentrirten Fleischbrithegeschal ick und iit überall schon in Uxrnfvbüsben a 25 Pfo zu haben.

Dr. Rumseys Patient.

Roman von Dr. Halifax und T. L. Meade. Autorisierte Bearbeitung von C. Weßner.

(Nachdruck verböte».)

34 bin froh, daß Sie zurückgekommen sind", sagte er

"Wie sonderbar, daß Sie das jetzt sagen", versetzte Audrey,

eit ««Ht 3* Innern Sie sich nicht, daß Sie 7s"w-I-i7d-r'mich L ^iM?mr°wahrninuni md »Wohl erinnere ich niich. Aber seit der Zeit, da ich Ihnen Ä'^!84 1"* aUftaae"bC ^"ândemng mit Ihnen vor- raren dem > ^ je?Meinen Sie, daß es schlimmer mit mir" hren. "..........

St/^b SonnèA .Aerzte sind, auch nicht unfehlbar", sagte er. rovL lalltet K-nu u° t'msey, die Wahrheit zu gestehen: ich fühle mich »eit ^ Ä^ fro^el F^e Ji» nicht mehr so gesuhllos, so innerlich tot, wie hen Y^u L nie ®fl^ ° »Ich muß offen gegen Sie sein Andren c an« und â<m.7wjM^^ für sehr bebenffi»." ' ^ '

!n und 3u'°"2icnhâupd' . D» Baron stutzte: weniger Rumseys Worte, als der Ton .tauft Die ^mjlienan^ " ^Äf" sir yelvrochen wurden, mackste ihn aufhorchen.

^ 00 /^ rötete * ifirei .Bitte, reden sie deutlicher. Doktor, und nicht in Batkin"

'd WT Rest-n , 'L -36 will , deutlich fein. Ä-in am r Freunds ich UL

M.» py. Sie an bte unglückliche Geschichte Jhfes Hanfes zu

&» Sin»-, ia". unterbrach ihn Rumsey.

Aerzte sind auch nicht unfehlbar", fnnte er.Denn, lieber mich viel besser. Ich > v "£e»i"«'»i iv mm, mm im, wie sonst"

:^Ä,°^ W"- Andrey. Ich hatte Ihren

id »«M

Audrey erschrak sichtlich.

ÄÄ^^ etwa?

h»r neu .wue meinen Vie oc Sn ^ ^'^^.Da ist der Fluch

11UM J?«ujtigr ^â Meinen Sie das e. -

senden!iM ' ' hm A-te 'tb meine das schreckliche Erbteil der Audreys, die .... (ie zu kon^ir; k ^Miche Krankheit, welche männliche Glieder Ihres Keschletchè ieratc »« Äschen, ^ i Ä«^ 7°"°^ hmdmch h-iingemchi hat. Es ist ein liiM & ""^rben. D'f Ä^M'â Verhängnis - ich muß zugeben: ein surchtbares ' t ^bi^'^t ein« % 6^'Ä«!- ?(ubren b'-k-s furchtbare Derbängnis^at auch te "Éfheit ^^«iie" ,, -,"ä?n ÄiU^i^"". veneyte der Baron dumpf, âch sagte je #16 gern E ^rM ° ^^* hätt! ^anâ ' "^- Sie wollten es ja nicht glaubew" (bef ^s huré "1C St' , .trr" te yy^ ?,s7 ^è auch keinen Grund, cs au glauben. Jetzt her nnrd «"her W IFLMA '^xJÖV überzeugt. Das Schwinden der Er- ,,!6tc Ä bet Ji kÄe Äael?â S?. ^"^4«- Symptom, ist bei Ihrem ^zuerst ^^ , t ttiÄ'5* «u- Hochwichtige Thatsache aus

* IL bemWt^

Nein, da irren Sie sich, Doktor!" widersprach Audrey.Ich habe bis jetzt nur meinen Spazierstock vergessen. Ich weiß, daß ich ein komischer Kanz bin, daß ich mich manchmal in einer Ver­fassung befinde, die viel zu wünschen übrig läßt. Aber außer dieser einen Ausnahme habe ich in meinem Leben wirklich noch nichts von Bedeutung vergessen. Erinnern Sie sich nicht, daß Sie selber diese Vergeßlichkeit hinsichtlich meines Stockes als höchst belanglos bezeichneten?"

Diese Vergeßlichkeit ja! Aber Sie haben noch etwas anderes absolut vergessen, und es ist meine Pflicht, Sie daran zu erinnern."

Ich soll noch etwas anderes vergessen haben?" fragte der Baron.Und was wäre das?"

^Sie besaßen ein Kind, ein liebes, schönes Kind."

Der Baron unterbrach ihn mit einem spöttischen Auflachem So hat sich diese Illusion auch bei Jhneu eingellistet? Ich sage Ihnen. Doktor, ich habe nie, nie ein Kind besessen!"

Sie besitzen jetzt keins mehr, dennoch haben Sie ein Kind besessen, einen herzigen, schönen Knaben, der vier Jahre lebte; jetzt ist er leider tot! Heute uachmittag wurde seine irdische Hülle ins Grab gesenkt. Er starb nach vierundzwailzigstündiLer Krankheit. Seiner Mutter brach fast das Herz über den Verlust ihres süßen Lieblings, und Sie, sein Vater, haben seine Existenz völlig ver­gessen. Hier ist das Bild Ihres Kindes kommen Sie ans Licht und betrachten Sie es!"

Dr. Rumsey war bei diesen Worten an einen Tisch getreten und hatte von demselben eine Cabinet- Photographie genommen, die er dem Baron jetzt vor die Augen hielt.

Dieser streifte das Bild mit flüchttgem, fast mitleibigem Blick und zuckte die Achseln.

,Ich kenne das Kind nicht", sagte er.Wie koinmt das Blw übrigens hierher? Ist Margaretes Geist wirklich so unmachtet, daß sie glaubt, der Knabe auf dem Bilde hier- sei unser Krnd?

Diese Photographie ist das Bild Ihres Sohnes", wreder- holte Rumsen langsam mit nachdrücklicher Betonung. Dann stellte er das Bild an seinen Platz zurück.Audrey", fuhr er dann lauft und eindringlich fort,ich kann nicht Unmögliches von Ihnen erwarten ich kann nicht verlangen, daß Sie sich an Dtnge er­innern, die ans Ihrem Gedächtnis ausgelöscht sind. Aber es ist meine Pflicht, Ihnen frans und frei Herauszusaaeu, baß Ihr Zustand, sofern nicht bald eiue BesseniW in demselben emtntt, zu völliger Geistesumnachttma fühtt, die ^ie auch körperlich mcht lange überleben werben. Sie sagten mir einst, Sie leren ein Mensch, der eine tote Seele mit sich Hermnttägt. Damals glaubte ich Ihnen das nicht. Heute glaube ich, daß Ihre damaltge

Schilderung Ihres Zustandes auch nicht im mindesten übertrieben war. Raffen Sie sich auf, lieber Freund, soviel Sie können. Wir müssen auf alle Fälle versuchen, Ihre Gedächtniskrast zurück­zugewinnen!"

Aber wie?" fragte Audrey niedergeschlagen, der trotz seiner Teilnahmlosigkeit bot Rnmieys Worten ein Interesse in seinem Inneren auffteigeu fühlte.

Vor allem müssen Sie - ob Sic sich nun erinnern können oder nicht so thun, als ob Sie sich erinnerten. Sie sagen zum Beispiel: Sie hatten nie ein Kind besessen! Es ist Ihre Pflicht, so zu thun, und zu handeln, als ob Sie eins gehabt

hätten." , . .... ,

Der Baron zuckte die Achsel«.

Das ist unmöglich/' entgegnete er kurz.

Es ist nicht unmöglich" protestierte der Arzt. ~ Ihre Willenskraft jetzt auch sein mar r erworben, als daß Ste nicht den Rei. au1Wnuu,um,Mu«,u ^iuu^. Wie ich sehe, hat Ihre Frau Gemahlin ihre Trauerkleider abgelegt. Sie bars oas nicht, sie muß sie sofort wieder anlegen. Es wäre eine in Worten garnicht auszudrückende Herzlosigkeit, wollte man von ihr verlangen, daß sie umhergehe, ohne, ihrem toten Kinde die gebührende Trauer auch äußerlich jat bezeigen. Und Sie selber, Audrey, müssen Trauer anlegen. Sie müssen ferner Ihrer Gattin gestatten, daß sie von ihrem Liebling spricht. Kitrz und gut: obgleich Sie selber nichts glauben, müssen Sie sich ohne Wider­rede von denen lenken und leiten lassen, die sich int Vollbesitz ihrer geistigen Gesundheit befinden. Vielleicht gelingt es dann, dem unseligen Erbübel einen Damm entaegenzusttzen."

Ich ü erstehe zwar, was Sie meinen", gab der Baron zurück, aber ich weiß nicht, was ich thun soll, um Ihre Ratschläge aus-

. rte der Arzt.So schwach ig, sie ist noch nicht so völlig ist zusammennehmen könnte».

zuführen." ....

Um Ihrer Gattin willen murren Ste es eben versuchen, außerdem aber füib Sie auch der Welt gegenüber dem taten Erben Ihres Geschlechts Respekt schuldig."

Ach, jetzt verstehe ich! Sie meinen, ich müßte einen Trauer­flor um Arm und Hut legen?"

Jawohl."

Das ist eine Kleinigkeit, lieber Doktor. Wenn Sie und Margarete das wünschen, dann muß ich es vernünftigerweise thun. Doch, um auf mich zurückzukommen, Sie glauben also, ich sei dem drohenden Verhängnis verfallen?"

Noch nicht ganz, obgleich Ihr Zuftaitd bedenklich ist. Ich glaube, Sie können gerettet werden, wenn Sie die ganze, Ihnen noch verbliebene Willenskraft rusammenraffen!"

was