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Stcidtbobn am Mexanberplaß, kamen in den letzten TaM allein vier vor. Die Kellner, d,e früher oft das Nachsehen hatten, sind durch Schaden klug geworden und passen schärfer auf. So gelingt denn meistens bte Verhaftung der Preller, die zum Teil denbesseren Kreisen ange- hören, sogar mit Damen gut essen und trinken und sich dann drücken, wenn sich wie Gelegenheit bietet. Diese Leute können sich in bie schleckten 8^^*^ schicken und wollen ihre Lebensgewohnheiten auf Kosten anderer sortsetzen, weil sie sie aus den verminderten eigenen Ein- nahmen nicht mehr bestreiten können.

[Äikgélügen.] Soeben ist eine von Dr Hans Altona verfaßte deutsche Uebersetzung einer Schrift des Fran- zosen Halövy erschienen unter dem Titel: Der Feind rm Land, Erinnerungen aus dem Kriege 1870/71, nach dem Tagebuche von Franzosen herausgegeben. Da liest man außer vielen trüben Erlebnissen von Offizieren und Sol­daten, die an den Kämpfen beteiligt waren, z. B. fol­gendes über die Gerüchte, die in Tours umliefen, als während der Belagerung von Paris die Regierung nach der erstgenannten Stadt verlegt worden war. Man hört die lächerlichsten und unsinnigsten Nachrichten. Garibaldi ist in Bayern. Er marschiert auf Berlin los. Er hat alle Nonnen Burgunds gezwungen, ihre Klöster zu ver­lassen Ueberdies sind die meisten Nonnen freiwillig in dem ^eere Garibaldis als Marketenderinnen mitgezogen. Die französische Flotte hat sich mit Gewalt den Zugang zum Jadebusen erzwungen, die preußische Flotte zerstört und 15 000 interniert gewesene Gefangene befreit. Diese 15 000 haben eine Armee gebildet und sind durch das von Truppen entblößte Deutschland nach Berlin gezogen. Trochu hat einen großen Ausfall aus Paris gemacht und 40 000 Preußen kampfunfähig gemacht. In einer klei­nen Stadt fand man um dieselbe Zeit folgende Depesche angeschlagen: Der Bürgermeister von Valmont an den Bürgermeister von Fecamp: Paris entsetzt! Bismarck mit 80 000 Mann in Versailles eingeschlossen! 50 000 Gesangene! 50 erbeutete Kanonen! 200 Kanonen ver­nagelt! Dem Prinzen Friedrich Karl ist der Kopf durch eine Kanonenkugel sortgenommen worden! Es be­währte sich das Wort:Am meisten gelogen wird vor einer Wahl, nach einer Jagd und während eines Krie­ges."

$ kEine unheimliche Fahrtj hat nächtlicher Weile der Arbeiter Michael Block aus Gozolawa von Magdeburg nach Braunschweig gemacht. Da er kein Geld mehr hatte, um sich eine Fahrkarte zu lösen, setzte er sich heimlich auf einen Puffer des 11 Uhr 34 Minuten von Magdeburg abgehen­den Zuges und machte auf diesem gefährlichen Sitze die Fahrt nach Braunschweig mit. Aus dem dortigen Bahn- Hose wurde er aber angehalten und der Polizei übergeben.

O lDes Zaren Borgesetzter.j Der Zar ist ein fleißiger Radfahrer. Letzthin radelte er im Parke von Gatschina in der Uniform eines Kavallerie-Obersten. Aus einen Wink wurden die Tore geöffnet und Zar Nikolaus radelte eine Strecke auf der Landstraße. In flottem Tempo wollte er an einem in großer Gala-Uniform daherfahrenden General vorbei, natürlich ohne an einen militärischen Gruß zu denken. Der General ruft seinenRang-Untergebenen" herbei, um ihm die Meinung zu sagen. Tableau! Aber der Zar reichte ihm lächelnd die Rechte mit den Worten: Verzeihung, General, aber ich habe so viel tüchtige Leute in meinem Heere, daß ich sie wirklich nicht alle kennen kann!"

^ [Sie Exekution auf der Straße. | DieArena" von Verona erzählt in ihrer letzten Nummer folgendes Geschichtchen: Zwei Ohrfeigen, gespendet von der Hand einer eleganten Signora, fielen gestern Nachmittag gegen 5 Uhr auf das Antlitz eines Herrn nieder, der mit der Dame in der Via Nuova spazieren ging. Wenige Minuten später, auf der Piazza Erbe, begrüßten zwei andere Ohr­seigen, von derselben Hand verabreicht, denselben Herrn. Als ba«3 elegante Paar auf der Piazza Bra angekommen war, versetzte die Signora aufs neue ihrem Begleiter zwei-allende Ohrfeigen. Eine große Menschenmenge schloß sich den beiden Spaziergängern an, die nunmehr den Korso Cavour betraten, wo sich das akustische Ohr­feigen-Schauspiel wiederholte. Auf bem Korso bestieg dann das Paar einen Wagen und begab sich nach Hause. Die Erklärung des seltsamen Vorganges ist darin zu su­chen, daß die Signora von ihrem Gatten mit einer Balle­rina betrogen worden war. Die Untreue ihres Mannes wurde der Dame biuterbradjt. Es kam zu einer argen

Dr. Rumseys Patient.

Roman von Dr. Halifax und T. L. Meade.

-Autorisierte Bearbeitung von C. Weßner.

Ißj (Nachdruck verbot«.)

Nanu, was ist denn mit Dir los?" fragte er.Ich denke, Du liegst längst im Bett? Du siehst aber schrecklich elend aus, Fanny, was ist Dir nur?"

Es handelt sich nicht um mich, John, sondern um Hetty. Sie ist ganz elend. Die ganze Zeit über war ich bei ihr und komme nur herunter, um Dir zu sagen, daß ich heute nacht bei ihr schlafen möchte. Gute Nacht, John."

Gute Nacht, Fanny", sagte ihr Mann.Vergiß nur nicht, morgen möglichst zeitig aufznstehenrief er ihr noch nach.

Hab' keine Sorge", gab sie zurück,ich bin spätestens um sechs auf."

In Hettys Stube angelangt, schloß sie abermals die Thür hinter sich ao.

Wie kamst Du gestern abend hinaus?" fragte sie leise.

Durchs Fenster!"

Na, das muß ich sagen, Du bist eine nette Pflanze! Doch jetzt ist keine Zeit zu Vorwürfen und Ermahnungen überdies müssen wir denselben Weg nehmen, damit uns niemand sicht. Man wird denken, wir seien schon längst im Bett. Komm schnell, geh' voran und zeige mir den Weg. Wir haben keine Minute Zeit zu verlieren, es ist weit bis zur Ebene."

Frau Armitage war fast .ebenso schlank und klein wie ihre Nichte. Sie legte den Weg durchs Fenster, über das Dach, in den Banm und von dort zur Erde ohne Schwierigkeiten zurück, und bald liefen die beiden Frauen so schnell sie konnten, der Ebene zu, wobei sie sich immer möglichst im Schatten hielten. Kein Mensch begegnete ihnen. Sie sprachen kein Wort miteinander. Jetzt waren sie angelangt. Hetty zitterte an allen Gliedern, als 'A-das Erlengebüsch erreichten, nnd konnte sich kaum auf den nutzen halten.

0rabcn"Ut' ^^^ ' ^èrte die Tante,wir müssen den Stock be-

»Nicht begraben, Tante Fanny", stammelte Hetty.Ich

Szene zwischen den beiden Gatten, und der ungetreue Eyemann konnte die Verzeihung seiner Gattin nur da-- durch erlangen, daß er einwilligte, sich von ihr aus den belebtesten Straßen Veronas, wo man ihn häufig mit der Ballerina bemerkt hatte, ohrfeigen zu lassen.

tEine merkwürdige Ordensdrüderschastl hat die Polizei in Bristol vor einigen Tagen entdeckt. Ein ^unge Namens Charles Maggs wurde wegen Diebstahls vor Gericht gebracht, und der geladene Polizeiinspektor erklärte, er habe erfahren, daß der Angeklagte einer Or­densbrüderschaft angehöre, die sich selbst als die Söhne der Ruhe" ober dieBrüder des Schmutzes" bezeichnete. Die Mitglieder dieses Ordens halten ihre Zusammen­künfte auf einem Schutthaufen ab, und eine ihrer ersten Pflichten sei, nicht zu hungern, so lange sie noch etwas zu essen erwischen könnten. Um diesen Grundsatz zu be­tätigen, braucht man zwar nicht erst in die Gemeinschaft derSöhne der Ruhe" einzutreten, aber der findige Po- lizeiinspektor hatte mehr ausgekundschaftet. Jeder der Ruhebrüder" hat die Pflicht, soviel Nahrungsmittel zu sammeln, wie er nur kann, und diese dann mit seinen Gefährten zu teilen. Keinem sei gestattet, M arbeiten, bevor er das 21. Lebensjahr erreicht habe, und auch dann müsse sich jeder bestreben, so wenig als möglich zu tun. DieseSöhne der Ruhe" streiften in Rotten umher und betätigten ihre Grundsätze, so viel wie möglich einKU- heimsen und so wenig wie möglich zu arbeiten. Der Ge­fangene wurde durch den Spruch des Richters gezwungen, wenigstens für drei Wochen den Regeln seines Ordens untreu zu werden. _ ___

Bunte Chronik. In die Leitung des Zentralverban­des deutscher Industrieller wird für Dr. Tille, der vom Januar ab nach Saarbrücken übersiedelt, um E Drenfre der Saarindustrie tätig zu sein, nach rheinischen Blattern Regierungsrat Leidig eintreten.

Der Arzt Dr. Kothe in Bockenem wurde wegen Ver­brechens gegen das keimende Leben zu einem Jahr brei Monaten Gefängnis verurteilt.

Mit dem Pferde schwer gestürzt ist in Wittenberg der Hauptmann v. Reckendorf vom 20... Infanterie-Re­giment. Herr v. Reckendorf hatte'kürzlich ein neues Pferd gekauft und seine Gattin wollte nun von Roß und Reiter eine photographische Aufnahme machen. Hierbei scheute das Pferd plötzlich, der Hauptmann kam zu Fall, wurde * ein Stück Weges geschleift und erlitt sehr schwere Ver- ! letz ungen.

I Die Strafkammer zu Bonn setzte in dem Prozeß gegen den praktischen Arzt Dr. Schulze und den Chef- * redakteur der Kölnischen Zeitung Posse wegen Beleidigung von Beamten der Kölner Gefängnisverwaltung in neuer Verhandlung, die s. Z. auf 300 Mark bezw. 150 Mark bemessenen Geldstrafen auf 100 Mk. für jeden der beiden Angeklagten herab.

Unterschlagungen in Höhe von 141 000 Kronen wurden bei der landwirtschaftlichen Sparkasse der österreichischen Gemeinde Hohenroftersdors entdeckt. Man vermutet, daß die Defraudationen von einem inzwischen verstorbenen Kassierer begangen worden sind.

. Der DampferScotia" mit Mitgliedern der Schotti­schen Südpol-Expedition hat seine Reise angetreten. Die Expedition, die von Privatleuten ausgerüstet worden ist, bezweckt, unter Leitung Bruce's wissenschaftliche For­schungen zu machen.

Die Blättermeldung, Miß Alice Roosevelt habe sich verlobt, wird jetzt von zuständiger Seite für unbegründet erklärt.

Eine Deutsche, Frau Regina Ketterer in Cincinnati, Die im Jahre 1854 aus Saßbach in Baden nach Amerika ausgewandert ist, feierte kürzlich ihren 84. Geburtstag, zu welchem nicht weniger als 91 direkte Nachkommen sich um die Jubilarin versammelt hatten.

Das Beste aus den Witzblättern. Parvenü- Stolz.Dn, Mama, welcher Finger ist denn eigentlich der Goldfinger?"Bei Dir, liebe Else, ist einmal jeder Finger ein Goldfinger."

EnfantTerrible.Karl, du darfst nicht reden, wenn ich rede!"Aber, Mama, da muß ich ja war­ten, bis du zu Bett gehst."

glaube, es ist besser, wir versenken ihn in den Teich in zehn Minuten können wir dort sein. Wir beschweren den Stock mit einem großen Stein und werfen ihn ins Wasser."

Das ist ein guter Gedanke, Kind. Machen wir es so."

Achtes Kapitel.

Die Dorfbewohner dachten noch lange an jene Woche, in welcher der junge Baron von Audrey großjährig wurde. Während jener Zeit fanden gar seltsame Ereignisse statt. Die Festlichkeiten waren auf Montag festgesetzt, au welchem Tage Baron Robert einundzwanzig Jahre alt wurde. Am darauffolgenden Donnerstag sollte seine Hochzeit mit Margarete von Schönburg stattfinden, und an den dazwischenliegenden Tagen Dienstag und Mittwoch fand die Gerichtsverhandlung gegen den des Mordes beschuldigten Frank Everett statt. Die Aufregung, in welche diese aèr- gewöhnlichen Ereignisse die Landbewohner versetzten, war unbe­schreiblich. Abgesehen von der hoben Stellung, welche Baron Robert einnahm, war der junge Majoratserbe weit und breit beliebt. Er war eine interessante, sympathische Persönlichkeit. Aber selbst, wenn dem nicht so gewesen wäre, würde allein schon seine Großjährigkeitserklärung und seine Heirat mit der Nichte des reichen, angesehenen Wildensteins alle diejenigen, die ihn kannten, mit lebhaftem Interesse erfüllt haben. Er stand im Mittelpunkte der Ereignisse, auf welche die Bevölkerung mjt Spannung blickte. Aber so groß das Interesse für den Majorats­erben auch war, es war dennoch gering im Vergleich zu der Teilnahme, welche man dem Manne entgegenbrachte, dessen trauriges Schicksal die Herzen und Gemüter aller Dorfbewohner erfüllte. Die stärksten Indizienbeweise sprachen gegen Frank Everett und beimod), dennoch wußte man nur Gutes von dem armen jungen Mann zu berichten. Er hatte ein tadelloses Leben hinter sich. Er war das einzige Kind einer Witwe, einer Dame aus den vornehmsten Kreisen. Frau Everett hatte Zimmer in einem Hotel in Salisbury genommen, wo sie den Ausgang der Verhandlung erwartete mit welchen Gefühlen, das ist leicht zu beschreiben.

Je näher die Zeit ihrer Vermählung heranrückte, desto ernster und beklommener wurde es Margarete ums Herz. Man suchte in ihren Zügen vergeblich jenen glückseligen tebrucf, den eine Braut zu zeigen pflegt. Sic vermochte kaum an etwas anderes als an die kommende Gerichtsverhandlung zu denken. Einige

Giessener

* Beigeordneter Grüneberg f. Ein arbeitsreiches

Leben, ein Mann, welcher seit über 25 Jahren der Oeffentlichkeit seine Kraft gewidmet, ein treuer und sehr gewissenhafter Beamter hat mit ihm die irdische £auh bahn beendet. Seit ungefähr 10 Jahren von einem Gallensteinleiden geplagt, hat ihn nach nur kurzem Leiden eine Lungenentzündung dahingerafft. Welche eminent große Arbeitskraft der Verstorbene war, Ersehen wir daraus, daß er lange Jahre die Provinzial- und Kreis- kasse und die Kasse der Israelitischen Religionsgemeinde verwaltete und als Rechner dieser beiden Kassen pen­sioniert worden ist. Bis an sein Lebensende war er aber außerdem noch Rechner geblieben der geistlichen Witwen­kasse für die Provinz Oberhessen, der Kasse der Land' judenschaft von Oberhessen und dann noch von dec Ge­meinde H e u ch e l h e i m. Im städtischen Verwaltungs- ( dienst stand er seit 1878 als Stadtverordneter, im

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1878 als Stadtverordneter, im 'Lauf ------------ zum Beigeordneten gewählt. - Sein Familienleben war ein zufriedenes und glück-

Uebermorgen, Mittwoch, werden von Seiten deö! u « Freisinns und dec Nationallibecalen die wohl-!

Jahre 1892 wurde er

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y r e t) in n 5 uno oecNarronaknoeralen Die roa^'1 ,^rd berechtigten hessischen Staatsbürger unserer Stadt an [ 1 L die Wahlurne gerufen, um ihre Stimmen d en Wahl-H männern zu geben, welche für eine Wiederwahl unseres bisherigen langjährigen Landtags-Abgeordneten unö j q

UiyytLiycii lunyjuy ngin ^uiiuiußs-av^uLuiuaii uiiv Stadtverordneten, Herrn JustizratDr. G u t f l e i sch II cintreten. Nicht so ganz ruhig wie man allgemein der Ansicht ist, wird der Wahlkampf vor sich gehen. ! Sollte es nicht vielleicht die Stille vor dem Sturme sein? Die Sozialdemokraten haben ihren eigenen Kandidaten in der Person des Herrn Stadt­verordneten Krumm aufgestellt und dazu eine sehc rührige Agitation entfaltet. Das Erscheinen ber Wähler in sehr großer Zahl ist darum sehr geboten, i Soweit man jetzt das Wahlmanöver überschauen sann, 1 ist eine Mehrheit für Herrn Dr. Gutfleisch Thatsache.

** Zur Laudiaeswahl. Am nächsten Mittwoch dürfen alle diejenigen hessischen Staatsbürger wählen, welche die ersten beiden Ziele der directen Steuer, odec, wenn sie nur Kommunalsteuern entrichten, von diesec die drei ersten Ziele bezahlt haben.

** Der Großherzog hat den Charakter als i Regierungsrat" dem Steuerkommissäc Jakob Stein­häuser zu Alsfeld, dem Steuerkommissäc Adam Hübner zu Ober-Ingelheim, dem Steuerkommissäc Karl Schneider zu Seligenstadt, dem Kassier bei dec J Staatsschuldenkasse Adolf Schläger zu Darmstadt, dem Obersteuerinspektor Dr. Adolf Heil z. Zt. in Offenbach,! dem Obersteuerinspektor Adolf Weißenbruch in Gießen verliehen.

** Dec Großherzog empfing am 25. Oktober den Obertammerherrn Riedesel Frhrn. zu Eisenbach, den Oberstleutnant Graf v. Westarp, Kommaadeuc des 1. Feld-Artillerie-Regiments Nr. 25, den Leutnant b. Groote von demselben Regiment, den Oberstleutnant Frhrn. v. Waldenfels, Kommandeur des 2. Dragoner- Regiments (Leib-Dragoner-Regiments) Nr. 24, den Major Kade, Kommandeur des Train-Bataillons Nr.

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118 den Frhrn. Thumb v. Neuburg vom Stabe des .Württembergischen Dragoner-Regiments Nr. 26, den -Leutnant v. Lichtenberg vom Jnfanterie-Leib-Reaiment Großherzogin (3. Großh. Hess.) Nr. 117 öen pcafL Zohna.zt Heilbronn, Vorsitzenden des »weiaes Darm- stadt der Deutschen Gesellschaft für et^e Kultur. dl- Professoren Dr. Heimberger und Dr. Wünsch uoit der Landes-Universität Gießen, den Präsidenten Wolft- kehl und den Vizepräsidenten Geheißn Baurat Bccki vom Musikverein Darmstadt den ßQnbivirtid)aft§lc»rct Lmtz von Büdingen, den Rechnungshof i P Herbert' Zum Vortrag den Staatsminister Rothey den Finanz! minister Gnauth, den Geheimen Kgbinettsrat Römhcli,

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Tage vor der Trauung bat sie ihren Verlobten ernstlich, die feiernd)reit doch um ein paar Tage zu verschieben.

Ich kann Dir keine Erklärung für meine Empfindungen geben, Robert", sagte fie traurig.Aber diese furchtbare Tragödie tmrft so düstere Schatten auf mein Gemüt und verscheucht allen Sounenschein aus meinem Leben. Du kannst natürlich das Fest Deiner Majorennität nicht aufschieben, aber unsere Hochzeit könnte eine Woche später stattfinben. Meine Bitte ist wirklich keine unvernünfttge, ich bin nun einmal abergläubisch, das liegt in unserèr Familie. Meine Großmutter besaß sogar die Gabe bcS zweiten Gesichts, vielleicht habe auch ich etwas von diesen: Erbteil m mir. Ich bitte Dich, Robert, erfülle meinen Wunsch, verschiße die Hochzeit."

Audrey stand neben Margarete. Sie sah angstvoll flehend in seine Augen, die ihr mit einem seltsam verwirrten Blick begegneten. Der Majoratserbe war ungewöhnlich bleich, feine, scharfe Linico zogen sich um seine Mundwinkel.

Ich sagte Dir schon, daß eine mir unerklärliche Teilnalm« Urfigkett in Bezug auf dielen schrecklichen Mord sich meiner bemächtigt hat erwiderte er leise.Ich gebe mir die größte Muhe, Sympathie für den unglücklichen Everett zu empfinden, unb dennoch vermag ich es, nicht. Ich fühle nicht einmal Mitleid für ihn. Margarete, ich würde dies keinem Menschen außer Dir bekennen, Everett ist mir nichts Du bist mir alles meine gauze Welt! Weshalb sollte ich um Everetts willen so lange auf mein heißersehntes Glück verzichten?"

Dir ist nicht wohl, Robert!" versetzte das junge Mädchen, chren Verlobten besorgt ansehend.

Doch, Maggie, ich fühle mich ganz wohl! Dn darfst mich nur mcht anstecken mit Deiner Furcht. Ich habe mich im Leben me wohler gefühlt als jetzt, da Du mein bist, nur" hier drückte er die Hand gegen die Stirn.

Nur?" wiederholte Margarete fragend.

Es ist nichts von Bedeutung; ich habe nur zuweilen ein so dumpfes Gefühl im Hinterkopf. Ich würde dieser Sache gar keine Bedeutung beimessen, wenn nicht"

Wieder stockte er und blickte nachdenklich ins Leer

Was wolltest Du sagen, Robert?"

Du miifct auch davon gehört haben - alle Welt weiß es ja daß manchmal - manchmal - ach Maggie - daß seltsame Dmge in unserer Familie Vorkommen -"

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