einige Tag« Geduld, der betr. Herr will sich von seinen ermüdenden Examarbeiten erholen und dann werden wir die „Memoiren" von Gießen aufführen. Bis dahin empfiehlt sich in Vertretung des zweiten Plumps die Redaktion.
a. (Ernennungen Die Herren Schreibqehilfen Otto Stier nnd Ernst Rumpf sind zu Registratoren des Amtsgerichts Gießen durch Entschließung des Großherzogs vom 18. Juni ernannt worden.
* Das Regierungsblatt, Beilage Nr. 18, vom 21. Juni enthält u. A. Uebersicht der vom Ministerium des Innern für das Jahr 1902 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der israelitischen ReligionSgemeinden der Kreise Alsfeld und Gießen.
r. Veränderungen in unserm Regiment, Lt. IebenS ist für die Zeit vom Schluffe der Kriegsakademie bis zum Zusammentritt der UebungSflotte auf ein Schiff der 1. Geschwaders nach Anordnung der Chefs des 1. Geschwaders für die Zeit vom Zusammentritt der UebungSflotte bis zum Schluffe der Uebung zur 1. Matrosen-Art.-Abteil, kommandiert. — Dr. Hen el (Gießen), Assistenzarzt der Reserve, ist zum Oberarzt befördert.
IV. Wetzlarer Besuch. Der Verein „Berggeist Wetzlar" stattete am Sonntag unsern Braunsteinbergwerken einen Besuch ab. Die Teilnehmer (Damen und Herren) versammelten sich um 2 Uhr nachmittags in der „schönen Aussicht" und gingen dann unter Führung des Herrn Obersteigers Becker und der übrigen Beamten nach der 20 Minuten entfernt liegenden Grube. Bekanntlich ist das Braunsteinbergwerk bei uns das größte in weitem Umkreise. Die Besichtigung der vielen Betriebspunkte und Einrichtungen dauerte über 2 Stunden. In die Stadt zurückgekehrt, nahmen die Teilnehmer nach der Besichtigung noch einen Dämmerschoppen im „Felsenkeller" ein, um 8.38 Uhr wieder nach Wetzlar abzufahren.
p. Fahrradmarder Gestern Nachmittag entlieh sich ein fremder Handlungsgehülfe in einer hiesigen Wirtschaft von einem Arbeiter ein Fahrrad, um damit einige Mal die Straße auf und ab zu fahren, verschwand jedoch mit dem Fahrrad und bot er in einer anderen Wirtschaft zum Verkauf an. Der Thäter wurde verhaftet und das Fahrrad wieder zur Stelle gebracht.
V Im „Philosophenwald" herrschte gestern ein äußerst munteres und vergnügtes Leben. 70 „Fünfziger" waren mit Mann und Maus hinauSgezogen, um das zurückgelegte halbe Säkulum mit einander festlich zu begehen. Die ganze Veranstaltung hatte sich zum besten Familienfest auSgebaut, Herr Stadtverordneter Kirch gab der Bedeutung der Tages M^ einer herzlichen Ansprache Ausdruck, Herr Pfarrer Henz- Weseck toastete auf die Damen, auch sonst wurde dem „freien" Wort gehuldigt. Für die Kleinen hatte man in bester Weise gesorgt: bei Wettlaufen, Sackhüpfen, Seilziehen, Weckschnappen, Seilspringen, Reifwerfen wurden die heitersten Scenen geliefert. Die Heimkehr erfolgte sehr spät
. □ Der Hessische Athleten Verband hielt am Sonntag vom schönsten Wetter begünstigt seinen 4. Verbands-Weltstreit inHersfeld a. d. Fulda ab. Nach vorauSgegangenem Kommers am Samstag Abend begann am Sonntag früh der Wettkampf. Es waren 123 Konkurrenten von allen Vereinen des Verbandes anwesend. Von den Mitgliedern des 1. Gießener Stemm- und Ring-Klub erhielten Preise im Stemmen t. Klasse: Herr Joseph Stein den 5. Preis und Herr Schwaner den 6. Preis. Im Stemmen III. Klasse erhielten Herr Emil Simon den 7. Preis, Herr Aug. Hägele den 14. Preis und Herr Lorenz den 18. Preis Äm Ringen l. Klasse Herr Stein den 4. Preis Im Ringen III. Klasse Herr Adolf Schmidt den 7. Preis und Herr Hermann Lorenz den 8. Preis. Im Steinstoßen I Klasse erhielt Herr Joseps Stein den 5. Preis, Herr Wilh. Schwaner den 8. Preis. Im Sleinstoßen der III. Klaffe Herr Adolf Schmidt den 1. Preis, Herr Lorenz den 7. Preis und Herr Eckensels den 9. Preis. Im MeifterschastS- stemmen von H.ffen erhielt Herr Joseph Stein unter 14 Be-
Werbern die II. Meisterschaft. Als Kampfrichter fungierte Herr Wilhelm Gelzenleuchter von hier.
e. Der Geselligkeitsverein Gleiberg hält am 30. Juni wie alljährlich aus der Burg Gleiberg seine Generalversammlung ab.
ie. Feuerwehrübung. Gestern abend übte die Gießener Frriw. Feuerwehr. Unter Trommelwirbel und Hörnerklang wurde gegen 9 Uhr mit der großen Leiter, zwei Steiger- zügen, zwei Haspeln und der Metzer-Spritze nach Oswalds Garten gezogen. An die Exerzierübungen schloß sich ein Brandangriff auf das Turmhaus auf dem Brandplatz. Dem Angriff lag die Voraussetzung zu Grunde, daß in dem brennenden Hause Menschen in Gefahr seien. So rückte denn zuerst der zweite Steigerzug mit den RettungSuten- silien an. Tragbahre, Sprungtuch und Rettungèschlauch traten in Thätigkeit.
a. Neues Musikchor. Nach der Feuerwehrübung G- F. F. (Gieß. Freiw. Feuerwehr) traten gestern Abend 12 Mitglieder des Korps zu einem Musikchor zusammen. Es soll Blechmusik und Streichmusik gepflegt werden. Die Leitung der neuen Kapelle übernahm Herr Musikus H erm. Weller.
Wir werden um Aufnahme folgender Zeilen gebet-n:
Aufruf! Ihr Gehilfen und Lehrlinge des Buch- und Papierhandlungen, wendet Euch vertrauensvoll an Eure Prinzipale mit der Bitte, die Geschäfte in den Sommer- Monaten Sonntags zu schließen. Ihr werdet keine Fehlbitte thun.
* Wann ist eine Festlichkeit öffentlich - Ein für Vereine interessanter Fall wurde von dem Schöffengericht in Oberhausen verhandelt. Zwei Vorstandsmitglieder eines dortigen Turnvereins hatten polizeiliche Strafbefehle bekommen, weil sie eine sogenannte geschlossene Festlichkeit veranlaßt hatten, die nach Ansicht der Polizeibehörde öffentlich war. Gegen die Strafbefehle war Berufung eingelegt worden, aber ohne Erfolg. Aus den Zeugenaussagen ging hervor, daß Personen Einlaß erhielten, die nicht ein geladen waren, diese gingen zur Kasse und wurden unbekannter Weise von einem Mitgliede eingeführt. In der Begründung des Urteils wurde angeführt, daß Festlichkeiten schon dann als „öffentlich zu betrachten seien wenn Personen Zutritt erhielten, die vorher nicht eingeladen worden waren.
t Bou der Rcichspost. Die Frist für den Umtausch der im ReichSpostgebiete und in Württemberg bis Ende März d. I. gültig gewesenen Postwertzeichen mit der Inschrift „Deutsches Reich" wird bis Ende Dezember 1902 verlängert. Dev Umtausch kann nach wie vor bei allen Reichs-Post- anstalten und Königlich Württembergischen Postanstalten sowie bei den Landbriesträgern bewirkt werden. Soweit noch Sendungen mit alten Postwertzeichen vorkommen, werden sie von den Postanstalten bis zum Ablaufe der Um« tauschfrist nicht in der Beförderung ausgehalten und auch nicht mit Nachtoxe belegt werden. Dies gilt auch für Sendungen mit württembergischen Postwertzeichen, die im Reichs-Postgebiet, und für Sendungen mit Reichspost-Wertzeichen, die in Württemberg zur Auflieferung kommen.
— lieber die Verantwortlichkeit für den regelmäßigen Schulbesuch eines Kindes ist vom Berliner Schöffengericht eine der bisherigen Praxis entgegenstehende Entscheidung dahin getroffen worden, daß für den regelmäßigen Besuch der Schule von jetzt ab nicht mehr der Stiefvater, sondern allein die Mutter in Anspruch genommen werden soll. Denn nach dem Bür erlichen Gesetzbuch hat der Stiefvater eines Kindes übe Haupt keine elterliche Gewalt, er kann also für ein Kind nicht verantwortlich gemacht werden. Dagegen hat die Pflicht, über daS Kind in jeder Beziehung zu sorgen, sie hat deshalb auch darüber zu irachen, daß das Kind regelmäßig die Schule besucht.
* Sondcrzug Frankfurt-Hamburg Zur Erleichterung des Besuchs der deutschen Dtorbfee, sowie von Kiel und Glücksburg wird am 7. Juli, abends 9 Uhr 15 Min.
von Frankfurt-Hauptbahnhof ein Sonderzug nach Hamburg über Gießen-Kassel-Hannover abgelassen, der am folgenden Tag vormittags 9 Uhr in Hamburg eintrifft. Zu diesem Sonderzug werden in Frankfurt und Gießen ermäßigte Rückfahrkarten nach Hamburg mit einer Gültigkeitsdauer von 45 Tagen ausgegeben. In Hamburg stehen ermäßigte Rückfahrkarten nach Helgoland. Norderney, Westerland, Wyk auf Föhr, Borkum u. s. w., ferner nach Kiel und Glücksburg zur Verfügung.
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Hus stellen und Nacdbargebieten.
O Klein-Linden Stiftungsfest des Arion. Sonntag Nachmittag versammelten sich die Mitglieder und deren Angehörige in dem neu restaurierten Saale deè Restaurants Hinterlang zu gemeinsamer Unterhaltung, aus Anlaß des 12. StiftungSjahreS. Das vor wenigen Wochen daselbst aufgestellte Orcheftrion spielte seine lustigen Weisen auf. In der ftattgefunbenen Ansprache wurde insbesondere die Einigkeit und der Friede als Mittel zu einem guten Fortbestand hervorgehoben.
A Lollar, 23. Juni. Der Brand in der elektrischen Lichtzentrale soll nur einen Schaden von 15 —20000 Mk angerichtet haben Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt. Der Betrieb des Werkes ist nicht gestört.
mp. Butzbach, 23. Juni. Dem Staatssekretär i. P. Kreuder, der über 40 Jahre in hiesigen städt. Diensten thätig gewesen ist, wurde am Sonntag nachmittag das ihm vom Großherzog verliehene Ehrenzeichen für langjährige treue Dienste durch den Kreisrat Fey im Beisein des Stadtvorstandes überreicht.
** Burkhards, 21. Juni. Große Freude herrschte gestern Abend in der Familie des Schneidermeisters Adolph, galt cs doch, den Sohn zu empfangen, der 3 Jahre vom Hause abwesend, seiner Militärpflicht in Kiautschau genügte und froh und gesund wieder ins Elternhaus eintrat. Der Gesangverein (gemischter Chor) unter Leitung des Herrn Lehrers Mohr hatte es sich dann auch nicht nehmen lassen, seinem früheren Mitgliede ein Ständchen zu bringen, dem sich ein „feucht fröhliches" Zusammensein im „Gemeindewicts- Hause" anschloß. Ansmerksam lauschte man den Erzählungen des jungen Mannes von seinen Erlebnissen während seiner Dienst- und Kriegszeit. (Die Heim- sahrt war äußerst stürmisch. Im „Roten Meere" wurde der DaMpser von einem Organe so bedroht, daß die Rettungsbote in Bereitschaft gestellt werden mußten.) Viele Geschenke aus dem Lande der Zöpfe hat der junge Mann, dessen Brust auch die China- denkmünze ziert, mitgebracht. Wünschen wir demselben alles Gute!
= Trais-Horloff, 23 Juni. Ein ganz gewaltiger, nach Tausenden zählender Fcemdenbesuch fanb heute hier statt. Mü den Bahnzügen, die alle überfüllt waren, zu Rad und zu Wagen strömte das Publikum herbei, um die noch immer im Brand befindliche Unglücksstätte zu sehen Die Wirtschaften vermochten zeitweilig nicht alle auszu- nehmen.
pp. Kirchhain Dem Nachtwächter das Horn zu stehlen, dürfte doch selten vorkommen. Doch ist dieser Fall in Kirchhain in der Nacht vom Samstag auf Sonntag oorgekommen. Da war der Nachtwächter mit dem Verkünden der Mitternachtsstunde zu Ende und wollte in das Wachtlokal zurückgehen, als ihm plötzlich von hinten das Horn entrissen wurde. Der unbekannte Thäter verschwand bald in der Dunkelheit und die Verfolgung erwies sich sruchtlos.
M * Wie es auf einem Gesangverein S- Stiftungsfest zugegangen ist, darüber wird bet „Hess. ^Landesztg." berichtet: Beltershausen, 23. Juni. Anläßlich des 10jährigen Stiftungsfestes des Gesangvereins „Germania" hatten sich
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Geerteerd.
Novelle von E. V e l y.
M «Nachdruck verboten.)
Die Hühner flattern auf sie zu und heischen ihr gewohntes Futter. Als sie's ausstreut, kommen die Spatzen in Schauren heran und ein wahrer Kamps entspinnt sich um die Brosamen. Geerteerd sieht zu und denkt, wie's im Leben auch so ist, daß . der Größere mit dem Keckeren zu ringen hat. Sie setzt sich aus eine Kiste, welche ein Stück Strandgut gewesen ist, der Wind reist an ihren Zöpfen, röthet ihr die Wangen.
Plötzlich hebt sie die Augen wieder, sie hat ein Gefühl, - als wenn sie nicht unbeachtet ist. Zehn Schritt von ihr stèht Jo Toben, den Arm in der Binde, das Gesicht bleich, den Hui tief in die Stirn gedrückt — das alles giebt ihm ein fremdes Ansehen. Sie macht eine Bewegung, als will sie in* Haus: daß sie ihn nicht gesehen hat, glaubt er nicht, “ denn ihre Blicke haben sich ja getroffen — da ruft er hin- - über: Wenn ich Dich vertreibe — so ist's nicht gemeint.
. O! sagt sie verächtlich, zieht die Lippen spöttisch zusammen ' und greift noch einmal nach dem Futter.
Wie er keine Antwort erhält, macht er ein paar Schritte in die Verzäunung hinein.
< Habe dableiben müssen — zwei Rippen und der Schulter- . kttvchen, erzählt er. Jetzt ist's heil.
g Sie weiß ja, daß sie im Dors meinen, der Meeric fei der Unfall recht, damit sie den Mann zu Hause behielt.
Die Zeit ist Einem lang, sagt der Schiffer,
; Frag' Andre, wie sie kurz wird, antwortet Geerteerd.
Er hat ein bittres Lachen. Meine, Du bist recht dazu. Der Thurmwächter kommt oft —
Sie sieht ihm*gerade in's Gesicht und erwidert laut: Geht's Dich an, Jo Toben?
Nein, stammelt er betroffen.
Dann scheucht sie die Hühner zurück und will hinein — Mit einem raschen Schritt hat er sich so gewendet, daß er
ihr den Weg vertritt. Wenn Du den nähmest, Geerteerd — just den — sagt er athemlos.
Geht's Dich an? fragt sie wieder.
Diesmal wird fein Gesicht roth und heiß. Meine doch, murmelt er und streckt die linke Hand gegen sie aus. Weil ich Dir so gut gewesen bin.
Sie lacht schrill auf. Denkst noch daran, Jo Toben? Ist
Eine auf der Insel, die heißt Meerie — der sag's nicht.
Immer denk ich dran, ruft er, Tag und Nacht.
Inst, weil ich nicht fort gekonnt habe.
Meeric soll's recht sein.
Er macht ein zorniges Gesicht. Die taugt nicht für einen Schisser!
Der schwarze Mädchenkopf kommt ihm näher.
Weißt Tu's jetzt schon? Andre brauchen länger dazu.
Gleich habe ich's gewußt.
Jo! eè klingt verächtlich, sie unterdrückt, waS sie noch etwa hinzuzufügen hätte.
Weißt Du, wie's Ueberreben gemacht wird? fragt er.
Sie schüttelt den Kopf.
Ich aber — ich weiß eè jetzt.
Bist doch ein Mann ! sagt sie.
Er schlägt sich gegen die Stirn.
Vielleicht gerade deshalb, ruft er und stockt wieder.
Sie sieht ihn fest an. Waè hat Reick gegen mich?
' Da kömmt ein ächzender Laut aus seiner Brust — Frag das nicht, Deern — frag das nicht!
Sie fielst, daß ein qualvoller Ausdruck in seinen Zügen ist und preßt die Lippen zusammen, daß er so reden muß — jetzt schon, will ihr fast wie eine Genugthuung erscheinen. Dann tritt er ganz nahe heran, sie spürt seinen Athem, wie er sagt:
Da war's noch nicht zu spät, damals, am Hochzeitstage — aber hören hast Du mich nicht wollen —
Mit der flachen Hand wischt sie über die Stirn, eine Sekunde lang ist ein rother Feuerschein vor ihren Augen und ein Sausen vor ihren Ohren.
Geerteerd, flüstert Jo, wenn Du ein gutes Wort für mich gehabt hättest, sieh, auf und davon wär ich mit Dir — wie wir'è als Kinder gewollt haben, fort über's Meer — kein Mensch hätt's gewahrt, Keiner uns eingeholt.
Und dann? fragt das Mädchen leise.
Keiner hätt uns gesunden, murmelt er noch einmal, die Welt ist so weit. —
Die schlanke Gestalt richtet sich auf, es ist bittersüß gewesen, so eine kurze Zeit sein Seufzen und Klagen und die Stimme zu hören, die ihr so lieb — aber hinter ihrer braunen Stirn wohnen auch grausam klare Gedanken.
Jo Toben — 'â war auch da schon zu spät, ist Eine, die heißt Meerie.
Er lacht beinahe höhnisch. Geerteerd — Du und ih wären die Ersten nicht —
Welche? ruft sie mit dumpfem Laut.
Die auf und davon sind von dem Eiland und von denen Keiner wieder etwas gehört hat.
Sein Ton ist so eigen, fein Blick so seltsam. Langsam schüttelt sie den schwarzen Kopf.
Ist Alles zu spät. Wie Glocken klingt es vor ihren Ohren — eè ist das Geläut, unter welchem Jo und Meerie zur Kirche gegangen sind.
Da schnellt der Seefahrer zurück. Heißt's, daß Du de» droben Dein Wort gegeben?
Nun ist's, als ob zwischen die Glockentöne Fritz West^ helle Stimme spräche.
Wenn's so wäre — flüstert sie, aber diesmal bleibt ihr das kecke „Was ging's Dich an?" auf den Lippen zurück, denn es ist, als ob Jo von einer fremden Hand geschüttelt wird.
Geerteerd — Geerteerd — ich leide es nicht — ich kann Dich keinem Andern gönnen — lieber — ja, lieber seh $ Dich todt vor mir! ruft er.
Seine wilde Leidenschaftlichkeit freut sie doch, obwohl sie | ' abwehrend die Hände gegen ihn streckt. 11
(Fortsetzung folgt.) |
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