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Neuelle Yachrichten
#5, 247. Erstes Blatt
~ gement breiâ • in Gießen, abgehollmonatlich 50 Pfg-. *;^uä gebrach, M P^ ^durch die Post bezogen v.ertel- «arddébeilafltn Ob-'btikische FamU1e»zeitu»g(täglich) -berhessisch5 Zeitschrift für Landwirtschaft, Qbft n«d Gartenbau, wwie die Gießener Seifenblase» wöchentlich). DaS BlaN erscheint an allen Werktagen nachmittags.
Donnerstag, den 23. Oktober 1902.
11. Jahrgang.
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3nsr» tion-pretS : Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbessen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg.
sonst 15 Pfg.; Reklame» die Petitzeile 90 resp. 40 Pfg.
Postzeitungsliste No. 3032.
Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. kernst rechanschluß Nr. 368.
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— ^abeustrab, 8.
(chiekener Tagevtatl)
für Oberhessen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei Gießen.
Deutscher Reichstag
— Hafer und Gerste. —
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CB. Berlin, 22. Oktober.
Nach dem gestrigen großen Tage machte heute der Reichstag einen ziemlich flauen Eindrnck. Oben und um len, d. h. auf den Tribünen und im Sitzungssaale, war schwacher Besuch; auch auf den Bundesratstribünen sah man manche Lücken. In einsamer Größe saßen dort der Staatssekretär Graf Posadowèky und der preußische Landwirtschastsminister v. Podbielski, aus den anderen Bundesstaaten waren nicht die ersten Sterne, sondern nur die Nebenplaneten vertreten. Einen feierlichen Lindruck aber machte es, daß auf dem Präsidentenpulte anläßlich der 200. Sitzung ein mächtiger Strauß aus Dahlien und Chrysanthemen prangte, gestiftet von den Schriftführern des Hauses. Graf Ballestrem sprach für diese zarte Ansmerksamkeit seinen Dank aus und bemerkte in seiner launigen Form unter schallender Heiterkeit des 5oauses, er hosfe, daß diese duftige Spende ooii guter Vorbedeutung insofern sei, als die Tagung schone Blumen und segensreiche Früchte zeitigen möge. Dann wurde in die Verhandlungen über Hafer und Gerste eingetreten.
Die bisherigen Vertragssätze für Gerste betrugen 2 Mark, für Hafer 2.50 Mart. Die Regierungsvorlage schlägt vor 3 Mark bezw. 5 Mark als Mindestsätze. Der äomniissionsantrag geht auf 5.50 Mark für beide Getreidearten. Ein Antrag Heim (Zentr.) wünscht diesen Satz auf 6 Mark zu erhöhen.
Abg. Freiherr v. Wangenheim hat seinen Antrag auf 7.50 Mark zurückgezogen.
Schwer mit Aktenmaterial beladen, bestiegen nach- inanber die Kommissions-Berichterstatter, die Abgg. Speck (Zentr.) und Graf Schwerin-Lowitz (kons.) die Rednertribüne, um die Kommissionsantrage zu empfehlen. Ehe der letzte Redner noch geendet, hatte sich schon der schlanke und stets elegant auftretende sozialdemokratische Abgeordnete Dr. Südekum neben dem Rednerpulte aufgestellt, um, zum Worte zugelassen, in schärfster Tonart gegen die Zolle loszugehen. Deutschland verbrauche 40 Millionen Doppelzentner Gerste, erzeuge aber nur 12 Millionen. Durch einen Zollsatz aber könne dieses Quantum, das doch für Brau- und Futterzwecke unentbehrl ch sei, nicht gesteigert werden. Insbesondere schädigt i an die Schweinezucht; das Schwein aber sei die Sw lasse des armen Mannes. Das Schlimmste dabei ici noch, daß der Schlag der Agrarier ich direkt aegen Rußland richte, denn dieses werde durch >ie hohen Zölle geradezu von einer Lieferung ausge- chlofsen, während Amerika durch geeignete Dampferlarife alle Zollaslen umgehen könne. Mir jugendlichem Zener ging nunmehr der bejahrte reichsparteiliche Ab-
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Dr. Nnmstys Patient.
Roman von Dr. Halifax und T. L. Ri eade.
Autorisierte Bearbeitung von C. Weßner.
11] (Nachdruck verboten.)
„Nun, Hetty, ich halte es für meine Pflicht", sagte er ernst, „Ihnen zu sagen, daß Sie recht schlecht gehandelt haben und zum großen Teilt die Verantwortung für jenen entsetzlichen Mord tragen. Weinen Sie nicht so, Mädchen! Gott weiß, ich will die Last Ihres Kummers nicht noch erschweren. Da sind wir am Kreuzwege, wo unsere Wege sich trennen, nud Sie haben mir immer noch nicht erzählt, was Sie gestern abeuo sahen."
"Ich kroch durch mein Stubenseuster",. berichtete Herty, tl- Ä - und Tante waren schon zu Bett. Das Fenster liegt Duett über dem Kuhstall, ich kanu mich vou da bequem auf Die 8 Akazie schwingen und dann den Bodeu erreichen. Ich beavstchtlgte, Herrn Franzins zu folgen. Als ich auf die Straße o bereit gleichfalls unterwegs war. Ich der Ebene, viel besser, als Herr Everett. Ich schi.ltt ajD einen großen Bogen ab und kam an beii Feldrosen- * lln^4 l)n ?0^’ er ^egl nicht weit vom Schlosse. Kanin war ich dort angekommen, da erblickte ich auch schon Herrn Franzi in.'. — er rannte furchtbar schnell — ich glaubte, er käme bireft aus mich äst — er machte große «Sprünge nud raunte wie besessen - plötzlich stolperte er und fiel hiu. Ich wollte ihu anriis-u, aber ich brachte keinen Lant heraus, meine Zunge war wie am Gaumeu festgeklebt In diesem Augenblick ging ber gerade unter, und ringsum herrschte tiefstes Tuntel Hip bauliche Schatten krochen umher, ich fürchtete mich schrecklich, aber entschloßen, zu Herrn Franzins zu gehen. Da Mpcrte Aanmwurzel iiub stürzte. Einige Sekunden blieb im nm betäubt liegen: als ich mich ausrichtete, bemerkte ich zwei Männer aus der Ebene. Sie stauben einander direkt gegen- uver . . . Herr Baron, mehr will ich lieber nicht sagen."
^‘Cbr nicht? Sie müssen weiter sprechen, Mädchen!" rief oer ^arou m hochgradiger Erregung. „Sie sahen also zwei Manner - Franzins und Everett - nicht wahr?"
Hetty schwieg. Es riefelte ihr eiskalt den Rücken hinab. Nach einer kleinen Panse, während welcher ihr Herz so stürmisch klopfte, daß es ihr bie Brust zu sprengen drohte, fuhr sie ganz lene fort:
^„G’S lvar so dunkel, daß die Männer wie zwei große Schatten AM «eil-. ich horte ihre Stiulmeu — sie zankten sich. Plötzlich sprangeu iie aufemauder los, wie — wie wilde Tiere
Unabhängige Tageszeitung
(Hießener Zeitung)
georduele ö. Kardörff ins Feuer, dem sein Tempera, ment vielleicht einen gewissen prophetischen Blick ver liehen hat. Denn im Eifer der Rede sprach er vor dern „Fürsten" Britow, den er an ein Wort seines gro, ßen Vorgängers, daß Politik und Vertehrsbeziehunger nichts miteinander zu tun haben, erinnerte. Erst bat Gelächter des Hauses machte ihn auf seine prophetisch, Entgleisung ausmerksam. So war das Haus in beste: Stimmung, als der freisinnige Abg. Dr. Mülle r-Mei ningen mit einem an Sarkasmus streifenden Humor der Kampf gegen die Zölle begann. Er sprach von Wasser stieflern' nud Wadenstrümpslern, bezog diese Zeichnung aber nicht auf die Freisinnigen, sondern auf die Aara rier, als deren robustesten Wasserstiesler er den Zen- trnmsabgeordneten Dr Heini vorstellte. Warum er ge. gen diesen oorgina, sollte das Haus gleich erfahren; ei bekämpfte ihn als den Scharfmacher in der Gersten dawsky. der für seine Mühe so viel erdulden müsse. Gra' Suppe versalzen und er bedauere den Grafen Posa dowsky, der für feine Muse so oiel erdulden müsse. Graf Bülow fei nun ivieber in unerreichbarer Wolkenhöhe verschwunden. und Herr v. PodbielSk' lasse sich gewiß nicht dnrch allzuviel Arbeit vor den ^auch stoßen. Wo sei nun der Helier in der Not? Er sehe ihn nicht. Der bayerische Finanzminister sei es jedenfalls nicht, denn der habe iu München einen schönen Bierkeller und brauche deshalb ausländische Gerste. Er könne also keine Erhöhung bewilligen, wenn er keine Staatsgelder verprassen wolle. Sonst würde ihm das Streichquartett Schädler, Pichler, Kohl und Gerstenberger gefährlich. Summa Summarum, der Gerstenzoll fei nicht zu erhöhen. Der gegenteiligen Ansicht aber ist der nationalliberale Professor Dr. Hieber aus Stuttgart, der auch der heimischen Haferproduktion einen höheren Zottschutz erobern will. Die Schwarzwaldbauern produzierten soviel Hafer, daß sie jährlich für eine Million Mark Ware nach der Schweiz ausführten. Bäuerliche Tätigkeit aber betreiben 95 Prozent der Württemberger und das Schwergewicht ihres Einflusses sei so stark, daß sogar sieben demokratische Abgeordnete — die bekannten sieben Schwaben — für höheren Zollschutz eintraten. Trotz dieser Empfehlung vermochte er den bayerischen Ministerialdirektor c. Gey- ger nicht zur Milde zu stimmen, denn dieser sprach sich — allerdings' unter vielen. Wenn und Vsber — gegen eine Erhöhung des Gerstenzolles aus — ein Trost für den nachfolgenden Redner, den wildliberalen Abgeordneten R ö s i ck e-Dessau, dem ob der Zölle die Zornesröte ins Gesicht stieg. Rösicke ist Brauereidirektvr und daher mit Herz und Hand naturgemäß einem niedrigen Gerstenzoll ergeben. Er scheint aber dem Wetter nicht zu trauen, denn er sprach sich mit tonloser Stimme dahin aus, daß allem Anscheine nach doch die Hossnung auf das Zustandekommen der Vorlage bei der Mehrheit nicht geschwunden sei. Da er sich wegen
und sümpften miteinander. Ich hörte sie keuchen, baun stürzte der eine zu Bodeu, sprang aber sofort mieber in die Höhe — sie rangen wieder miteinander, darauf ein Schrei — so ein dumpfer und doch entsetzlicher Schrei — das Geräusch eines schwer zu Boden fallenden Körpers — darauf Totenstille, grausige Totenstille. Ich kauerte mich hinter das Gebüsch, ich zitterte an allen Gliedern. Nach langer Zeit — mich dünkte sie wenigstens furchtbar lang - ging der eine von dannen, der andere blieb liegen, das Antlitz gen Himmel gerichtet. Der Mann, der ihn getötet, schlug die Richtung nach dem —"
„Welche Richtung?" fragte Audrey hastig, als Hetty stockte.
„Die Richtung nach" — Hetty blickte fest in des Barons Gesicht, dessen Augen sie offen, ohne zu zucken, ansahen — „den Weg nach dem Dorfe, Herr Baron."
Sie holte tief Atem.
„Ah — nach dem Dorfe!" sagte Audrey mit nervösem Auf- lacbeu. „Ter Art und Weise nach zu schließen, wie Sie nud) rusahen, glaubte ich, Sie wollten sagen: nach dem Schloße.
„Herr Barou", stammelte das Mädchen bebend, „glauben Sie — daß es — Herr — Everett war?" t .,
„Wer sonst könnte es gewesen sein?" versetzte Audrey rasch.
„Wer sonst — könnte es gewesen sein!" wiederholte Hetty rümpf. „Dabei also werde tch bleiben! Ich dachte nur, es würde Ihnen lieb sein zu hören, daß ich dabei bleiben werde. Als die Schritte des Mörders verhallt waren, stahl ich auch an Herrn Frauzius heran und versuchte, ihn ins Leben zurückzurusen, ber umsonst — er war tot. Da verließ ich ihn und wanktenach Hause. Es war gegen vier Uhr morgens, als ich in meiner ^tnbe staub. Keine Menscheusee le weiß, daß ich in der Nacht Draußen war, niemand — anßer Ihnen, Herr Baron. Darum kam ich hierher, um Jhuen zu sagen, ich würde fest dabei bleiben, daß es Herr Everett war, der den — Mord beging. Gute Nacht, Herr Baron." _ . . ,
„Gute Nacht, Hetty. Sie müssen das, was <-ie nur soeben erzählten, natürlich gleich morgen früh meinem Vater mittet len.
„Ach — nun, wenn Sie es wünschen, gut." _
Hetty kehrte um und ging langsam ins Dorf zurück. Audrey blieb noch eine Weile stehen und schaute il)r_ nach. Gute wn ängstliche Beklemmung lag während einiger Sekunden auf ihm, baun wandte er sich um und ging nach Hame. Er betrat das Schloß durch dieselbe Seitenthür, welche er am Abend vorher benutzt hatte schritt einen langen Korridor entlang, über. Die große VorhaÜe hinweg und betrat das Wohnzimmer, wo seine Schwester Annie saß.
der rücksichtslosen Interessenvertretung der Via tarier beschwer, hatte zog er sich einen heftigen Angriff deS Zen- trumSahgeordneten Gerstenberger zu, der die Frage auinxnt ob es denn nicht auch 3iueref(enpoHut sei, lvenn ein Brauereidirektor Zollfreiheit für die Malzfabrikate verlange Ueber die Frage, wer eigentlich Interessen- pofitil treibe, verbreitete er sich dann auch noch der freisinnige Abg. Gothein in längerer, etwas pathetisch vor- getragener Rede.
Die Politik.
Der Zentrumsturm wankt. -
^ Der linke Flügel des bayrischen Zentrums hat sich von der Parter getrennt und wird demnächst ein neueS Blatt unter dem Titel „Die Zeit" herausgeben. Die Spal- kung ist dadurch eingetreten, daß ein Teil der Partei in eine grundsätzliche Opposition zur Regierung treten will, weil Diese den seitherigen zentrumsßreundlichen Kul- tuSminifter von Landmann ausschissen lieh. Durch diesen Vorgang ist die unbedingte Mehrheit des ZentrpmS im bayerischen Landtag gesprengt. •
Ein Attentat auf den Präsidenten Loubet?
O Der „Figaro" berichtet, daß Pariser Polizeibeamte einen Anarchisten ergriffen haben in dem Augenblicke, als er über das Gitter klettern wollte, welches dre elysäi- . scheu Felder vorn Garten des Palastes trennt. Man hat bei Dem Verhafteten einen geladenen Revolver und ein auar- chistifcheö Blatt gefunden. Der Alante des Verhafteten wird geheim schalten; doch wird er für eine überaus gefährliche Persöiilichkeit an gesehen Man glaubt, daß er
• dem Präsidenten der Republir im Gebüsch auttauern wollte, um ihn zu ermorden. , j
Der Achtstundentag in Kraukreich. ^ / - • ^
rst Ter französische Marine minister hat verfügt, daß bei den Arbeiten der Ar1illerie>-Arfenals in Toulon und der .
Marinekesselfabrik in Lorrent vom J. ydovember ab versuchsweise der Achtsturidentag ein geführt wird. Wenn diese Maßnahme ein günstiges Resultat haben sollte, soll der Achtstundentag vom 1. Januar ab aUge^in emaeführt werden. ------ ---------------
Kurze politische Nachrichten
* Berlin, 22. Oktober. (Hofbericht.) Henie, «ant Geburtstag der Kaiserin, fand Abends um 7 Uhr int Neuen Palais eine Theatervorstellung mit darauffolgen- )em Souper statt. Morgen Abend findet im Neuen Pa- .ais eine kleinere Tanzfestlichkeit statt. — Kaiser Wilhelm soll bei feinem Besuch in England in einem Hafen an
„Da bist Du ja, Robert!" rief diese, sich schnell erhebend als sie den Bruder erblickte. „Ich bin so froh, Dich jetzt einmal allein zu haben. Heute nachmittag freilich hattest Du so viel T mges mit Margarete zu sprechen, daß Du von uns anderen gar feine Notiz nahmst. Und ich bin hoch bald gestorben vor Neugier, Robert, ich möchte so gerne Näheres über den Mord hören. Komm, sei lieb, setze Dich zu mir und erzähle mir die L' ^Ta^rebe mir einer von Frauen und ihren zarten Gemütern", versetzte Audren in neckendem Tone. Doch sofort darauf dachte er an Margarete, und seine Züge nahmen einen glücklichen, weichen Ausdruck an. Auch sie, die gewiß das beste, gefühlvollste Herz von der Welt besaß, auch sie hatte die Geschichte von dem Mord ausführlich hören wollen. .
„Weißt Du, Amue, tagte er freundlich, indem er sich ui. einen Stuhl neben den, der Schwester niederstes;, „ein uner-. gnicklicheres Thema als das von dem Mord giebt es für mich saunt. Die Angelegenheit wirbelt felblhieritäiiblicn viel ^taub auf, die Untersuchung findet in nächster Zeit statt, und dis Leitungen werden wochenlang nichts anderes bringen als dis schreckliche Geschichte. Genügt Dir das nicht elgemüch? Soll ich Dir wirklich die traurigen Einzelheiten erzählend
Annie war ein herzensgutes Mädchen.
„Wenn es Dir unangenehm ut natürlich nicht,, versetzte sie liebenswürdig. „Aber eine Frage mußt Du nur wenigstens beantworten. Ist es wahr, daß Tu mit dem.unglücklichen Manne, der geinordet wurde, gestern abend noch gesprochen hast?"
'„Es ist wahr. Ich hatte sogar einen kleinen Streit mit ihm,4* Mein Gott, Robert! Wenn Tu gestern abend noch wäh aukgewesen wärst, hätte man am Ende den Verdacht auf Dich
aemorfen
des Barons Gesicht schoß eine jähe Dlutwelle.
Zufälligerweise ging ich aber gestern zeitig schlafen", gab eQ zurück wenigstens ist wir w —" dabei blickte er mit gerunzeltes Stirn' und wie fragend auf seine Schwester.
„Natürlich gingst Tu sehr früh zu Bett. Weißt Du nichts mehr, daß Tu sagtest, Tu seien todmüde? Dora und ich bateir Dich, mit uns zu singen, Du schlugst es jedoch rundweg ab, weid Du heiser seiest, wie ein Rabe, und gingst sofort nach dem Abendbrot in Dein Zimmer. Ich fürchtete, Dich zu störeü, deshalb Hopfte ich auch später nicht an, sondern schob mein Briefchen mit der Nachricht über Margarete unter Deine Thür.^
Bei dem Namen Margarete streifte Annie den Bruder mit einem schelmischen Blick. Er bemerkte es nicht, er war tief in Gedanken versunken.
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