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eignet, gelangt zur Enteignung, da den Eigentümern der offerierte Preis aus den verschiedensten Gründen zu niedrig ist.
Man begreift eigentlich nicht, weshalb die neuen Kliniken gerade auf diesem wertvollen Gelände stehen müssen, zumal benachbartes, wesentlich billiger zu habendes Land in leder gewünscht n Menge vorhanden ist. Ob man einige Minuten mehr oder weniger zur Klinik zu gehen hat, das kann doch nicht so wichtig sein, als daß man darum mehrere Privatbesitzer zwingt, ihr Besitztum zu einem Preise herzugeben, der dem Werte nicht entspricht.
—* Von den beiden hiesigen Turnvereinen gehen morgen W Wettturnec zum Feldbergfest. Wir wünschen denselben zu ihrem friedlichen Wettkampf guten Erfolg.
St. Die Meinungsverschiedenheiten, welche zwischen dem Landesverein Hessische Aerzte und der staat- lichen Betriebskrankenkasse für das Großherzogtum Hessen bestanden und im März dieses Jahres zu einer Interpellation des Abg. Reinhart-Worms in der Zweiten Kammer Veranlassung gaben, sind durch Vermittelung der Ministerialabteilung für öffentliche Gesundheitspflege im Wege beiderseitigen Nachgebens, sowohl seitens der Aerzte, als auch seitens der Krankenkasse geschlichtet worden. Die Betriebskrankenkasse hat bezüglich der ärztlichen Besuche die Minimaltaxe von einer Mark pro Besuch eingeräumt, dagegen haben die Aerzte einer Herabsetzung der Kilometergebühren von einer Mark auf 80 Pfennig pro Kilometer der Entkernung für die Extrabesuche außerhalb des Wohnortes der Aerzte zugestimmt. Ein Unterschied in der Honorierung der Stadt- und Landärzte soll grundsätzlich nicht stattfinden.
— * Die Einziehung der Noten der Bank für Süddeutschland in Darmstadt ist im „Reichsanz." bekannt gemacht worden. Die Roten müssen bis zum 31. Dezember 1902 bei der Kasse der Bank für Handel und Industrie in Darmstadt und bei der Kasse der Filiale dec Bank für Handel und Industrie
Mb bie 50 Mußkj ^tbgtenabier unter Direktion beF "ttge zwei auöei 'ins-Gnrten bey f sich betanntliil — n- — ------ ------ , - — .
ein planmäßige- - in Frankfurt am Main gegen Bargeld umgetauscht zu bieten. Dieè» werden. Nach bent 31. Dezember 1902 hören die mit
usik aus aller Hem der Firma dec Bank umlaufenden Noten auf, Zahlungs
mittel zu fein; sie behalten jedoch die Kraft einfacher Schuldscheine und werden als solche bei der Bank für Handel und Industrie in Darmstadt und bei der Kasse der Filiale der Bank für Handel und Industrie in Frankfurt a. M. bis zum Abläufe des Jahres 1905 eingelöst werden.
— * Mahnung. Gegenwärtig, da die Natur im vollen FrUhlingsschmucke prankt, ist für Große wie Kleine die Versuchung am stärksten, Wiesen, Bäume und Sträucher zu plündern; geschieht die» nun meist auch in dec Absicht, den Blüten daheim im Wasserglase noch ein paar Tage des Prangens zu gewähren, gewissermaßen also den Lenz in die Stube zu verpflanzen, so zeugen doch die vielen abgerissenen Reiser und Blumen, welche man so oft über die Wege verstreut findet, daß vielfach nur Mutwillen die Flur ihres Schmuckes be-
blichen, eigens Mi rs folgt.
n Jahren, so werd» nckergehtlsenK jannes Gutenberg n lest findet Sonnk) tlhl wird ein Spaziii anschließendem Fritz findet um 1 Uhr in beginnen die Festlich Konzert, mannigsach en animirten Berlen
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Verdingung.
pti. Die Weissbinderarbeiten zur laufen den Unter halt-
•tin hält am Kontos ung des städtischen Kasernements an dL- Grünbergerstratze sollen
TO vtvw«4. " Dienstag, 24 Juni d. Js, vorm. 11 Uh» Dlnrftanbäwobl sA- öffentlich verdungen werden.
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Dlenststunden auf unserem Bureau. Zimmer Nr. 2 — Schreibstube — zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, dec daselbst erhältlich, sind bi« zum genannten Termin bei und einzurciche n. — ZuschlagS- frift 14 Tage. 1198
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raubte. Mögen alle jungen Leser und Leserinnen, die sich jetzt da draußen in Gottes freier Natur ergehen, die Worte Jean Pauls beherzigen:
„Auch sag’ ich's Euch, 's ist Alles heilig jetzt;
Und wer im Blühen einen Baum verletzt, Der schneidet ein, wie in ein Mutterherz;
Und wer sich eine Blume pflückt zum Scherz Und sie dann schleudett von sich sorgenlos, Der reißt ein Kind von seiner Mutter Schooß; Und wer dem Vogel jetzt die Freiheit raubt, Der sündiget an eines Sängers Haupt;
Und wer im Frühling bitter ist und hart, Vergeht sich wider Gott, der sichtbar ward."
Aus stellen und Nacdbargebiesen.
o. Staufenberg, 21. Juni. Unser Kriegerverein feiert morgen und am Montag sein 25 jähriges Stiftungsfest. Dabei wird dem Verein eine Fahnenschleife als Geschenk des Kaisers und eine Ehrentafel von der Kriegerkameradschaft H a s s i a überreicht werden.
K. Lollar, 21. Juni. Gestern Mittag 3/< 12 Uhr brach in den Buderusschen Ei senwerken plötzlich Feuer aus. Die Pflichffeuerwehr sowohl wie die sreiwillige und die Spritze der Werke nahmen das Feuer sogleich in Angriff, sodaß es bereits um 2 Uhr mittags gelöscht war. Das Feuer beschränkte sich aus die elektrische Zentrale und das Dach des Sandschuppens. Zwei Dynamomaschinen sind zerstört. Der Betrieb ist im allgemeinen nicht unterbrochen. Nur die Lichtanlagen versagen zum größten Teil den Dienst, weil viele Leitungsdrähte zerstört sind. Der Schaden ist ziemlich beträchtlich und soll sich auf etwa 40 000 Mk belaufen. Jedoch hat man darüber bis jetzt kein genaues Urteil. Die Werke sind versichert.
Ueber die Ursache des Brandes ist man verschiedener Meinung. Die einen behaupten, er wäre durch Entzündung von Kohlenstaub entstanden, während ihn andere auf elektrischen Kurzschluß zurückführen. Menschen wurden nicht verletzt.
u. Dutenhofen, 21. Juni. Morgen feiert der Gesangverein „L i e d e r k r a n ^" sein 25jähc!ges Stiftungs- fest auf der Dorfwiese. Ein Tanzzelt ist auch vorgesehen.
m. Nidda, 20. Juni. Am Samstag, 28. und Sonntag, 29. wird hier das diesjährige Bezirksfest des Bezirks Nidda verbunden mit der Fahnenweihe des Veteranen- und Militärvereins Unter-Schmitten festlich begangen. 2V- Uhr wird sich ein großer Festzug mit Musik und Ehrenreitern durch die Stadt bewegen. Nach der Weihe und Uebergabe der Fahne findet Tanz statt.
Darmstadt. Das Ministerium, Abteilung für Landwirtschaft, hat für dieses Jahr die Untersuchung der Weinberge und Rebanpflanzungen einer größeren Anzahl Gemeinden Rheinhessens auf das Vorhandensein der Reblaus angeordnet. Weiter hat das Ministerium sämtliche landwirthschastliche Bezirksvereine des Landes aufgesordert, zu der Frage der Errichtung einer Landwirtschafts- tammer Stellung zu nehmen.
Stan-esamt-Rachrichteu der Stadt Gießen.
Aufgebote.
Am 15. Juni: Jakob Hinkler, Fabrikarbeiter in Steinberg mit Margaretha Wagenbach dahier. Am 16. Juni: Wilhelm Krätzer, Wirt mit Barbara Mater. Am 17. Juni: Ludwig Geiß, Bäcker mit Karoline Luise Krafthöfec; Rudolf Hermann Grams, technischer Betriebsleiter in Leihgestern mit Lina Katharine Georgine Sier dahier; Georg Mayer, Gr. Geometer 1. Classe dahier mit Auguste Stute in Höxter. Am 19. Juni: Heinrich Leinberger, Lagerarbeiter mit Eltse Deiß.
Gheschlteß»»,-«.
Am 14. Juni: Friedrich August Louis Wilhelm Peter Konrad Benk, Eisendreher mit Auguste Frank; Friedrich Karl Adam, Spediteur in Butzbach mit Ottilie Pfaff dahier; Theodor Wilhelm Carl Martin Klingelmeyer, Schreinermeistcr mit Auguste Stoll; Friedrich Karl Schmidt, Schlossermeistec mit Katharine Schneider.
Ceboteee.
Am 8. Juni: Dem Bautechniker Peter Grobe eine Tochter, Maria Gertrude. Am 10. Juni: Dem Schmied Heinrich Becker 6. ein Sohn, Wilhem Friedrich Heinrich. Am 15. Juni. Dem Geometer 2. Classe Philipp Eisenhardt ein Sohn. Am 16. Juni: Dem Schlosser Wilhelm Kahn ein Sohn; dem Lokomotiv- Heizer Heinrich Linkmann ein Sohn. Am 17. Juni: Dem Kutscher Johannes Scharmann eine Tochter.
Gestorbene.
Am 15. Juni: Arthur Fourier, 17 Jahre alt, Telegrammbesteller. Am 16. Juni: Georg Volprecht Wenzel, 5 Monate alt, Sohn des TaglöhnerS Johann Friedrich Wenzel; Konrad Quandt, 33 Jahre alt, Kauf, mann. Am 17. Juni: Okto Steitz, 18 Jahre alt, Schreinergeselle. Am 18. Juni: Marie Kreiling, geb. Francke, 67 Jahre alt, Lauffrau. Am 20. Juni: Karl Dickhardt, 51 Jahre alt, Möbelschreiner. Sämmtlich dahier.
Neuem Nachrichten.
Berlin, 21. Juni. Aus Anlaß des Ablebens des Königs Albert wird das Kaiscrpaac seine gegenwärtige Reise in Wesel abbcechen und Sonntag früh nach dem Reuen Palais zurUckkehren. Am Montag Vormittag reist das Kaiserpaar nach Dresden. — Die Abreise Kaiser Franz Josefs nach Dresden erfolgt Sonntag Abend. In Begleitung des Monarchen werden sich der Erzherzog Otto und seine Gemahlin Erzherzogin Maria Josepha, eine Tochter König Georgs, befinden.
Graz, 21. Juni. In ganz Steiermark herrscht in- goige der andauernden Niederschläge ernste H o ch w a ff e r- tefah r. Viele Flüsse sind bereits aus den Usern ge= steten und haben große Verwüstungen angerichtet.
* Krefeld, 21. Juni. Auf Befehl des Kaifers bei einem gestrigen Besuch soll Krefeld eine Garnison er, malten und zwar ein Regiment Husaren.
Ein Schlosserlehrling gesucht. Von wem? sagt die Exped. tb93L_____^__7O5_
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