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Vermischtes.

/ tDie Braut in der Kiste.) Sir Horece Humbold, der frühere englische Botschafter in Wien, hat bekanntlich seine sogenannten „Enthüllungen" herausgegeben, in denen er Deutschland heftig angreift. Trotz dieser Feindschaft gegen uns darf man ihm nicht absprechen, daß er höchst amü­sante Sächelchen aus seiner Diplomatenlaufbahn mit­teilt. Speziell eine aus seiner Konstantinopeler Zeit ist sehr interessant. Ein Korrespondent der „Times" in Kon­stantinopel hatte sich in eine der Töchter eines reichen griechischen Kaufmannes verliebt. Er halte ihr dre Ehe versprochen und das Mädchen liebte ibn wieder. Aber der Vater widersetzte sich der Ehe aufs hartnäckigste und so faßten die Liebenden aus Verzweiflung den Plan, der Engländer sollte die Griechin auf dem Seewege entfüh­ren. Da das Mädchen nach orientalischer Sitte sehr streng bewacht wurde, so blieb nur der Weg übrig, sie in einer Kiste als Frachtgut auf ein Schiff zu bringen, das der Journalist dann gleichfalls besteigen sollte. Tas Unter­nehmen glückte: die Kiste mit der kostbaren lebenden Last gelangte unversehrt an Bord. Aber als dann unter­wegs der Liebhaber sie öffnete — welche Enttäuschung! Das war nicht seine Angebetete — sondern ihre ältere und viel weniger hübsche Schwester stieg heraus. Die jün­gere hatte im letzten Moment den Mut verloren, und die ältere hatte sich entschlossen, sie zu vertreten. Der Eng­länder war zunächst entsetzt — dann aber machte er gute Miene zum bösen Spiel, heiratete das Mädchen und wurde sehr glücklich.

£ (Unsere Kleinen.) Einer Serie humoristischer Aus­sprüche aus Kindermund, die soeben ein süddeutsches Blatt mitteilt, entnehmen wir folgende niedliche Geschicht- chen: Max fragt seine Tante, was Raubtiere seien, worauf ihm zur Antwort wird, das seien solche Tiere, welche andere Tiere aussressen. „So", meint er, „dann ist also bas Pferd auch ein Raubtier. Denn ich habe schon oft gesehen, wie es nach Fliegen schnappte." — Ein ander, s Mal spricht Max mit seiner ziemlich gleichaltrigen Schwester über den Sündenfall, und er wirft dabei zufällig die Frage auf, wann das wohl gewesen sei. „Natürlich im Herbst", meint seine Schwester. „Denn sonst wären ja die Aepsel nicht reis gewesen." — Max hat alle Abend nach dem Zubettgehen ein Nachtgebet zu sprechen. Eines Abends hört sein älterer Bruder ihn das Gebet zwei­mal sprechen. Na meinetwegen, denkt er sich, soll er's nochmals beten, wenn es ihm Seelenruhe schafft. Da wird das Gebet zum dritten Male gesprochen. Jetzt wird der Bruder ärgerlich, und beim vierten Gebete läuft er be­stürzt zu Max und fragt ihn, was denn das heißen solle. „Ja, weißt du," erwiderte Max, „ich habe die ganze Woche zu beten vergessen, und das will ich jetzt nach­holen." — Max ging auch einmal mit seiner Tante spa­zieren und kam dabei an einem herrlichen Garten vor­bei. „Siehst du, Max, hier in biefem Garten hat deine , Tante als kleines Kind gespielt," erzählt die Tante ihrem Neffen. „So, Tante? Ah, der muß aber alt sein," war die unbefangene Antwort. — Ein schon älterer Kuabe hörte seinen Bruder, einen Studenten, darüber schimpfen, daß man immer Tinte und Feder ins Kolleg schleppen müsse. Eines Tages überraschte er seinen Bruder mit einer sehr einfachen Erfindung. „Du, ich weiß jetzt ein Mittel, wie man ohne Tinte und Feder schreiben kann." Erstaunt fragte der Student: „So, wie geht denn das?" „Mit Bleistift," lachte der Knabe.

^: sWie man berühmt wird.) Eine Kopenhagener Sän­gerin, so wird von dort berichtet, war ohne Engage­ment. Glücklicherweise aber wohnte sie in einem Hause, in dem dieser Tage ein schauderhaftes Verbrechen, der bereits berichtete Muttermord, vor sich ging. Ja noch mehr: nur durch eine Bretterwand war das süß schla­fende Fräulein von dem Ort der grauenvollen Tat ge­schieden Sie mußte natürlich zeugen, obschon sie nichts weiter wissen konnte. Doch war das ihr Glück. Jede Zei­tung brachte Violas reizendes Konterfei — tvas Wun­der da, daß die Varietedirektoren der Hauptstadt sich die Beine abliefen, um die bekannte Sängerin Fräulein Viola für ein Auftreten zu gewinnen. ëd)on der erste Abend ihres Auftretens — merkwürdigerweise nennt sich die glückliche Bühne auch noch „Ter Sarg" — hat Frl. Violas Künstlerruhm gefestigt. Ob es lange dauern wird?

|: [Internationale Hciratsvcrmittlung. s In der „Newyorker Staatszeitung" vom 4. November liest man: Das Land, in dem die Grenzen groß sind und der Zar weit ist, stellt an unseren Newyorker Sanitäts-Kommissär, den guten Dr. Lederle, eigentümliche Zumutungen. Das Volk von Rußland hat uns oie egyptische Augen­entzündung gebracht, welche der Arzt bekämpfen muß, und nun kommt gar ein hoher Adel aus dem Gouvernement Grodno und will Lederle zum Heiratsver­mittler machen. Unter „P. C. Briefkasten, Nr. 505" Kus- nitza, Grodno, Rußland, will ein Heiratskandidat Ant­wort auf folgenden Brief haben: „Ich wende mich an Ihnen, allerwertester Departement, miet der Biete, Sie werden mir eine amerikanische Dame nennen, mit wel­cher ich mich spätter in Ehefesseln vereinigen lassen könnte. Bin ich Grundbesitzer und Edelmann. Ist Vatter meines ein General und Mutter ein Edelfräulein aus Livland. Bin ich erzogen in Deutschland und spreche dieses Lan­dessprache nebst französisch und russisch. Junge Dame muß von gutes Familie sein unb 50 000 Dollars haben oder merr, unabhängig für ihr selbst. Bin ich 25 Jahre und würde wünschen Weib von gleichem Alter ober we- niaer. Wenn nicht, bin auch mit Witwe, etwas älteren zufrieden. Ohne Unterschied der Relligion, wenn 50 000 Dollars oder merr." Von den jungen Damen, die in Dr. Lederles Departement mit schönen Wimpern und an Schreibmaschinen „klimpern", hat leider keine 50 000 Dollars mit ihrer zarten Hand zu vergeben. Eine sagte, sie wäre mit ihrem Charley zufrieden, obwohl er kein russischer Graf ist, sondern nur Vormann in einer Tor­tenfabrik. Eine andere stellte sich den Russen als voll­bärtig vor und würde ihrem Künftigen einen stets gut parfümierten Schnurrbart erlauben. Eine dritte erklärte, sich nie mit dem Vertreter einer Nation einlassen zu wollen, die Talglichter ißt und Spiritus trinkt. Nach­dem Dr. Lederle erfahren hatte, daß er seine Damen mit dem russischen Grundbesitzer und Edelmann nicht alück- lich machen konnte, übergab er den Brief der Dessen!» lichkeit.

t c?n^r neuester Kreuzer. Der von der Aktiengesell- schaft „Weser" für die kaiserliche Marine erbaute kleine Kreuzer „Frauenlob" ging von Nordenham aus zu einer zwerten Probefahrt in See, welche trotz des unsichtigen

Wetters ohne SkSrun» verlief. ES wurde zwei Stunden lang mit der kontraktlichen Leistung von 8000 indizierten Pferdekräften gefahren, wobei Maschinen und Kessel zu vollständiger Zufriedenheit arbeiteten.^ Die Geschwindig­keit betrug etwa 21 Seemeilen pro Stunde.

^ Die Löwin auf der ZirkucgArri:. Eine aufregende Szene svielte sich dieser Tage in einem Zirkus zu Bjelzy, Rußland, ab. Ter Löwenbändiger Tatti führte in der Arena zwei a frikanische Löwinnen und ein junges Pferd vor. Während die Löwinnen verschiedene Kunststücke mach­ten, schlug das Pferd plötzlich aus und traf eine der Löwinnen mit seinen Hufen. In wilder Wut lief die Löwin durch die Arena und rüttelte an den Gitterstäben, die den Zirkusraum vom Zuschauerraum trennten. Tatti be­fahl einem Diener, die Käfigtür zu öffnen, um die Löwin in ihren an die Arena grenzenden Käsig zu jagen. In der Verwirrung öffnete dieser jedoch eine falsche Tür, die nach dem Zuschauerraum führte. Mit einem gewaltigen Satze sprang die Löwin hinaus, setzte über bte unteren Stuhlreihen hinweg und stand plötzlich mitten unter den Galeriebesuchern. Es entstand eine furchtbare Panik: in wilder Flucht eilten die Zuschauer dem einzigen Ausgange zu, mehrere Damen wurden ohnmächtig, und es ist ein wahres Wunder, daß sich nicht ein großes Unglück ereig­nete. Einem Schutzmann gelang es, die aufgeregte Menge einigermaßen zu beruhigen, indem er verkündigte, daß die Löwin gefangen sei. Das war aber nicht der Fall; die Löwin spazierte vielmehr auf der Galerie hin und her und schien sich um das Publikum überhaupt nicht zu kümmern. Nacy längerer Zeit gelang es endlich, sie wieder in ihren Käsig hineinzulocken. In diesem Augenblicke aber gab es eine neue Sensation; als die Käsigtür geöffnet wurde, schlüpfte die zweite Löwin hinaus und schritt mit majestätischer Ruhe durch den Zirkusraum ins Freie. Der Zirkus war glücklicherweise eingezäunt, sodaß die Löwin nicht auf bie Straße gelangen konnte. Man rollte schließlich den Käfig auf den Platz vor dem Zirkus, worauf oie Löwin endlich den Rückzug an trat —

/ Der gestohlene Neubau. Daß ein H<ms gestohlen wird, dürste trotz Rabbi Ben Akibas bekanntem Ausspruch noch nicht dagewesen sein. Der Fall hat sich aber jetzt in Steinbruch bei Wattenbach in der Nähe von Kassel ereignet. Als der Besitzer des besagten isoliert stehenden Hauses nach längerer Abwesenheit eintraf, um die Räume zu besichtigen, fand er das Haus nicht mehr vor. Es war wirklich gestohlen, bis auf den Grund abgebrochen — vom Erdboden verschwunden. Der mehrere Stunden ent­fernt wohnende Verwalter des Hauses konnte dem auf so peinliche Weise überraschten Eigentümer als einziges Ueberbleibsel des ehemaligen Besitzes nur die Schlüssel überreichem Die gerichtliche Untersuchung ist eingeleitet.

(t) Unterschlagungen beim Schlesischen Bankverein. Bei einer Revision der Effekten des Schlesischen Bank­vereins hat sich herausgestellt, daß der langjährige Effek­tenkassierer die Summe von 230 000 Mark veruntreut hat. Dabei kommt in Erinnerung, daß genau vor 10 Jahren ein Filialvorsteher des genannten Instituts 300 000 Mark unterschlagen hatte.

F' Sittlichkcitsverbrechen im Bahnzuge. In einem Nachtzuae zwischen Bonn und Godesberg versuchte ein junger Mann aus Neuenahr an einem jungen Mädchen aus Godesberg ein schweres Sittlichkeitsverbrechen zu begehen. Das Fräulein zog die Notleine, und der Zug­beamte nahm den Uebeltäter in Gewahrsam. Die Bahn- beamten überlieferten ihn in Godesberg der Polizei behörde, welche ihn nach erfolgter Vernehmung zur Un­tersuchungshaft nach Bonn abführen ließ.

£ Appetitliche Würste. In Libau wurde dieser Tage eine Wurstfabrik behördlich gesperrt, in welcher die ver­endeten Kadaver von Schweinen, Kühen, Pferden, Hunden und Katzen verarbeitet wurden. Es wurde konstatiert, daß die Fabrik mit dem Libauer städtischen Schinder in Ver­bindung stand und alle Tierleichen von ihm bezog, um sie in das Wurstzeug zu mengen. Der Eigentümer der Fabrik wurde verhaftet. — Da sind die Berliner Roßfleisch- Würste denn doch wahre Delikatessen.

£' Ein kaukasischer Rinaldo Rinaldini. Zu Anfang des Jahres 1900 trat — so teilen soeben russische Blätter mit — im Jelissawetpolschen Gouvernement eine Räuber­bande auf, tue im Laufe von drei Monaten eine große Menge von Raubüberfällen und Morden verübte. Tie Bande wurde von dem Bauern Kjar Mahmed angeführt, einem Manne, der an Verwegenheit und Grausamkeit die meisten kaukasischer! Räuber übertraf. Vor einigen Tagen wurde Kjar Mahmed zum Tode durch den Strang verurteilt, wobei Folgendes über seinen Lebensgang be­kannt wurde: Ter Räuberha iptmann war 1888 wegen schwerer Verbrechen zur Zwangsarbeit verurteilt und nach Sachalin deportiert moroen. Es gelang ihm jedoch bald, von dort zu entfliehen und unter unsäglichen Beschwerden und Gefahren die Heimat zu erreichen. Hier sammelte er eine Bande verwegener Männer um sich und beschloß, vor allem Dinge an dem Manne, der ihn den Behörden ausgeliefert hatte, Rache zu nehmen. Dieser Mann hieß Gamed Mota Basar und lebte in demselben Dorfe, aus dem der Räuber stammte. Kjar Mahmed schlich sich in einer Nacht mit seinen Genossen in das Dorf, drang in die Wohnung seines Feindes ein, ergriff ihn an den Haaren und trennte ihm mit einem wuchtigen Säbelhieb den Kopf vom Rumpfe. Dein Neffen des Gr morbeten, einem Knaben bon 14 Jahren, jagte er kaltblütig eine Kugel durch den Kopf, um von ihm nicht verraten zu werden. Seit diesem Tage verübte Kjar Mahmed fast täglich Ueberfälle auf einzelne Personen, die er unbarmherzig niederstach, wenn nicht rechtzeitig ein sehr hohes Lösegeld entrichtet wurde. Am 7. Mai d. Js. erhielt ein Polizeikommando die Mit­teilung, daß Kjar Mahmed mit seiner Bande sich an einem in der Nähe von Tiflis belegenen Verstecke im Ge­birge aufhalte. Der Schlupfwinkel der Räuber wurde um­stellt, aber Kjar Mahmed feuerte seine Leute an, bis zum letzten Atemzuge zu kämpfen, worauf die Räuber ein heftiges Gewehrfeuer eröffneten. Als die Räuber aber schließlich die Uebermacht und damit die Nutzlosigkeit eines Widerstandes erkannten, schwangen sie sich in den Sattel und suchten in der Flucht ihr Heil. Doch wohin sie sich auch wandten, überall wurden sie von einem Kugelregen empfangen, durch den ein Räuber nach dem andern von dem Sattel geworfen wurde. Schließlich wurde auch Kjar Mahmed von einer Kugel getroffen und geriet völlig hilflos in die Hände seiner Verfolaer. Man fand bei ihm mehrere Tausend Rubel in barem Gelde.

j Ein Dynamitnttentat. Durch Dynamit wurde in Chicago am 3. November Nachts das Häuschen eines Arbeiters Namens Cordeck VoT^i'uuig in die Luft gc- svrenat und der Arbeiter nebst seiner Frau und sechs

Kindern furchtbar verstümmelt. Der Mann selbst und tA jüngste Kind wurden so zerfleischt, daß sie kaum erkenntliih ins Hospital gebracht wurden, wo sie im Sterben lie­gen. Die Frau und die übrigen fünf Kinder wurden weniger schwer verletzt. Man mußte sie aus den Trüm­mern herausgraben. Ter Anblick war ein furchtbarer. Als der Tat verdächtig ist ein Arbeiter Namens Mith verhaftet, welcher allerdings leugnet und gegen benjeme direkten Beweise vorliegen, der jedoch mit Cordeck^trei- tigkeiten hatte, weil dieser ihm die Handseiner kochte verweigerte.

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□ Ein Behmqericht unter Knaben.

Kirchhof von Atlantic City wurde kürzlich die Leiche eines 13jährigen Schuljungen an einem Baume hängend auf- sie gefunden, nachdem dessen Eltern schon tagelang rach ^ . ..,i dem Ver chwundenen allerorts vergeblich gesucht Hallen ^l Die angestellte Untersuchung stellte fest, daß sich in -brr _,r dm^, tiger Gegend ein Knabenklub gebildet hatte, der sich sch - w allnächtlich in einem Kornfelde versammelte, um sich Don Sensation^geschichten, insbesondere den Taten von Nau bern und anderen großen Verbrechern zu unterhalten Die Lehrerin des getöteten Knaben deponierte, das; e: ihr das Datum angekündigt habe, an dem „seine W bensuhr ablaufen" würde, daß sie aber darauf kem He w^t aeleat hätte. Man glaubt, daß hie Knaben untes sich' das Los gezogen hätten, wer von den anderen auj gelängt werden solle, und daß sich der Todesfall auf diese Weise erklären dürfte! Eine gerichtliche Untersucbimg wurde durch den Coroner der Stadt unverzüglich ein geleitet. . . „ —^---~

:| Ein Tuclt wegen des „kleinen «ohn. r bekannte Berliner Gassenhauer „Haben ^ie nicht v kleinen Kohn gesehen" hat kürzlich in Wien, wie gemetd zu einer Beleidigungsklage geführt. 3U Budapest, das „Kohn"-Kouplet ebenso populär ist, ime imjajon Wien, führte es sogar zu einer ritterlichen Assare, I einen blutigen Ausgang fand. Der Bankbeamte ^oir Waldmann spielte nämlich in einem Restaurant eu Partie Billard, als der Jurist Josef Gosztolak ihm be — qcflüqeltc Wort ins Ohr schrie: „Haben Sie nicht dei« »„. LM kleinen Kohn gesehen?" Waldmann war über die,e rw( ^ ""' derart empört, daß er Gosztolak mit seinem Billards», „ . £|jrjt?6 einen wuchtigen Hieb versetzte. Gosztolak lieg Laldmean gjjoe fordern, unb es sand zwischen ihnen ein Sabc'duels »V m ^ statt. Der Waffengaug endete mit einer schweren Ka.fttHUICß " tetzung Gosztolaks. , „ * y^^ ^

t Mädchenhandel in Ungarn. Aus Oedenburg wis ^â in Wer < berichtet: Vierzig ungarische Mädchen wurden von leincj ^tiemonnni Seelenverkäufer aus Manila mittels Bahn am 12 b. MM <. ^g^ durch Oedenburg nach Wien gesührt. Ten Madche,., â«è ^ aus dem Somogyer Komitat stammen«, wurde geiaA^ B« « ' daß sie gegen hohen Lohn nach Hamburg verdungen fili( hob WR — Auffallend ist, daß ein so großer Madchentranspo»^ eirlnheit Flk bisher nicht angehalten wurde . j yfrn.

£ Panik im französischen Parlament. In der letzt» ^â K Sitzung der französischen Deputtertenkammer horte mM. f

kurz nach der Eröffnung vom Waudelgange her ^U1 oo ß fallen. Eine furchtbare Aufreg lng bemächtigte stch â E Abgeordneten und man glaubte zuerst an ein ^^t,™^ Die Unruhe legte sich aber, als man erfuhr, daß ewftiiw frtl bot Mi Mann in voller Feldwebel-Uniform, der an gen scheinfij-zr unb 9lde§ reaelti irrsinnig war, die Schüsse in die Lust abgegeben h^ Mn Mnff trie öc ohne jeuianden zu verletzen. i "

□ Moderne Ränbcrromantik. Der berüchtigte bclgis Räuber Schipperke ist jetzt endlich gefangen genomm worden. Jahre lang hatte dieser kühne Räuber der 9 lizei und der ganzen Gendarmerie der Provinz Ai werpen ein Schnippchen geschlagen, bis auch ihn endl das Schicksal ereilte. Er hatte auf einer Kirmes zu v getrunken und war in der Nähe von Hulshout auf i Landstraße eingeschlafen. So fanden ihn die Gendarm die ihn fesselten und nach Heyst-op-de-Bcrg ins Gesa: nis brachten. Schipperke ist etiva dreißig Jahre alt r hat vorläufig wegen zahlreicher Verbrechen eine zel jährige Gefängnisstrafe zu verbüßen. Er war ein sehr schickter und schlauer Bursche, der der Polizei das Leb recht schwer machte. Er lebte gewöhnlich in den W dern, fehlte aber auf keiner Kirmes. Vom Volke, b ihn fürchtete, wurde er oft unterstützt und versteckt,

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bald sich die Polizei blicken liest. — In Sizilien io rf »a ,,|u” M jetzt die Jagd auf den sizilianischen Briganten^ Ba^ 4fn in sch ÄÄ*

loua, der seit vielen Jahren die Umgebung von Paler unsicher macht, von der Polizei wieder mit großer Er gie betrieben. In dem Heimatsorte des Briganten, ( stronovo, wurden 60 Personen unter dem Verdacht! Begünstigung festgenommen, darunter außer allen ,

milienmitgliedern Varsalonas auch reiche und angesch fffre5Cnk/M Persönlichkeiten, darunter ein Marquis Ordova. Bei! i^ « u^ Verhaftung des Gutsbesitzers Lino in Castronovo kam ""MM zu einem blutigen Zusammenstoß mit den Karabenieri, t n ^tt^ ^ f denen einer tot und zwei verwundet zusammenbrack) ^ |m Erst nach stundenlangem erbitterten Kämpfe konnte Li 1 J

überwältigt werden. Nf^ $

£ Neue vulkanische Ausbrüche. Nach Meldungen c» Rotten ,r Apia (Samoa) befindet sich der Vulkan auf der ^ wn Savaii in Tätigkeit. Es haben sich fünf oder sechs t ter gebildet, welche Rauch und Flammen ausftoßen.

einem Dorf liegt die Asche zwei Zoll hoch. — In den H ten Tagen erfolgten wiederholt bedrohliche Ausbrüche Vulkans Stromboli auf den Liparischen Inseln an sizilischen Küste, unter Getöse schleudert er Aschenre aus; einige Häuser wurden beschädigt. Die Bevolkeri ist in Schrecken versetzt, zumal auch häufige Erdersä terungen stattsanden. ..,

— Edler Wettstreit. „Mein Isidor hat kür Mh Qn 2 ’n Witz gemacht und ihn an ein Witzblatt eingesA ' Was sagen Sie, so ’n Honorar. Per Wort eine U hat er gekriegt!" — „Und mein Tyeodor hat einem Scr manne eine Grobheit gesagt und — zehn Mark hat jf Wort gekostet!"

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— Vorbehalt. Herr (zu seinem Reisebegleiter): P Kosten für Reise und Verpflegung bezahle ich ; pur $ Ansichtskarten müssen Sie sich selbst kaufen."

— Schrecklicher Traum. Bekannter: „Wass du denn so verstört aus, lieber Freunds — Herr eine einzige Tochter hat, die fünsziatausend Mark Mic bekommt): „Denke dir, mir hat heute Nacht getrâ ich hätte fiinfzigtausend Töchter und eine Mark Miti

— Ein guter Familienvater. Richter: „Ey ben in den letzten Jahren ungeheuer viel zusammc stöhlen, Angeklagter!" — Angeklagter: „Herr Richte, tut auch not, wenn man seinen Kinoern eine anständige ziehung geben will!" (Megg. H. M

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