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Nr. 138.
Zweites Blatt
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«rntisbetlageu: Oberhesfisch- Familie-zeitung (läglich) cb-rhesstsche Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst'°,d «artenbau, sowie die Gießener Seifenblasen (wöchentlich). Da» Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags.
j! Weiteste Warhrichten
I 8 (Gießener DageStatt) Unabhängige Tageszeitung (Gießener Reifung)
I für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gietzen und Umgebung.
Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, Borm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei kgegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen.
Die AuSländerfrage an den technischen Hochschulen.
In dem veröffentlichten amtlichen Personalverzeichnisse der technischen Hochschule zu Darmstadt sind unter den 1394 Studierenden 379, unter den 281 Hospitanten 34 als Ausländer verzeichnet. Die „Straßb. Post" knüpft daran folgende Betrachtungen : Unter den Studierenden machen also die Ausländer auch dieses Mal wieder mehr als ein Viertel, genau berechnet 27,2 Prozent aus; im vorigen Winter waren es 414 Ausländer, also 28,4 Prozent, unter 1459 Studierenden überhaupt Die Zahl der aus dem Großherzogtum Hessen selbst stammenden Studierenden beträgt 357, bleibt also hinter derjenigen der Reichsländer zurück! Sehr ungleich ist, wie immer, der Anteil der letzteren an den verschiedenen Abteilungen der Hochschule: wir finben 11 Ausländer unter den 127 Architekten, 16 unter den 217 Ingenieuren, 83 unter den 393 Maschinenbauern, 251 uuter ben 486 Elektrotechnikern, 19 unter den 128 Chemikern, keinen Ausländer unter den 43 Studierenden der allgemeinen Abteilung. Ganz besonders auffallend ist also das Verhältnis bei den Elektrotechnikern, wo die 251 Ausländer die 235 deutschen Reichsangehörigen an Zahl übertreffen. Der Heimat nach steht unter allen Ausländern wiederum, wie immer, Rußland mit 178 an der Spitze, daraus folgen Oesterreich-Ungarn mit 79, Norwegen mit 22, Rumänien und die Schweiz mit je 19, die Niederlande mit 13, Schweden mit 9, England mit 7.
Interessant sind die Verhältnisse an der technischen Hochschule München. Dort hat man zu Beginn des vorigen Winterhalbjahres bestimmt, daß den Studteren- 1 den deutscher Staatsangehörigkeit eine größere Frist zum Belegen von Plätzen in den Hörsälen, Laboratorien und Uebungssälen reserviert bleiben sollte. Eine Abnahme der Ausländer ist durch diese Maßregel thatsächlich nicht herbeigeführt worden; die Zahl der Russen — um diese handelt es sich hauptsächlich bei dem Vorgehen — betrug 142 im Winter 1900/1902, dagegen im letztverflossenen Winter 210, von denen 108 im Herbst neu ausgenommen worden (unter 1002 neu aufgenommenen Studierenden überhaupt). Da entschloß sich das Direktorium der technischen Hochschule im einvernehmen mit dem Ministerium zu dec weiteren Maßnahme, daß russische Staatsangehörige nur dann noch
Mittwoch, den 18. Juni 1902.
Gießener
ausgenommen werden, wenn sie bereits an einer russischen Hochschule studiert oder wenigstens die zum Besuche einer solchen berechtigende Aufnahmeprüfung bestanden haben; letztere Bestimmung ist zu gunsten der vielen russischen Juden getroffen worden, welche die Aufnahmeprüfung bestehen, dann aber mit Rücksicht aus die russische Bestimmung, wonach ein gewisser Prozentsatz Juden unter den Studierenden der dortigen Hochschulen nicht überschritten lverden darf, doch nicht zugelassen werden. Diese neue Maßregel scheint gewirkt zu haben: im laufenden Sommer sind nur 14 Russen immatrikuliert worden, unter 203 Neuanfge- nommenen überhaupt; die eigentliche Wirkung wird sich allerdings erst im Herbste zeigen, da bei den technischen Hochschulen im Sommer immer nur wenig Ab- und Zugänge erfolgen.
Es mag beigefügt werden, daß diese zweite Bestimmung über die Zulassung der Russen den sehr lebhaft geäußerten Wünschen der inländischen Studierenden entspricht und jedenfalls auch den übrigen Ausländern gegenüber in gleicher Weise zur Geltung kommen wird. Unsere deutschen Studenten haben zweifellos ganz recht mit der Forderung, daß die Ausländer nicht bevorzugt werden, was bisher dadurch geschah, daß man sie ohne jede Rücksicht auf ihre Vorbildung zuließ, während gerechterweise die Zulassung nur dann erfolgen sollte, wenn die ansländischen Studierenden die in ihre Heimat selbst für das Studieren auf der H forderte Vorbildung nachweisen kön wird man aber aussprechen mehr auch die Grenze errej solchen Maßregeln gege ausländischer Studentc
Die Gelegenheit, Menschen nicht aus, aussuchen. Die mei Lotterie. Erfahrum an solchen Lotterie langende hohe Ge scheidung bringen,
gemeinnützigen Zwe
11. Jahrgang.
JnsertlonSpreiS ■ Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberhesten, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pf., sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg.
Postzeitungsliste No. 3032.
Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28.
städter Schloßfreiheitslotterie, die laut von uns gebrachten Inserate demnächst gezogen wird, und in der man sich mit Anteilen schon von 3 Mk ab aufwärts an Baargewinnen bis zu 250 000 Mk beteiligen kann. Auch hinsichtlich der Anzahl der Gewinne übertrifft diese Lotterie bei weitem die sonst von derartigen Gelegenheitslotterien gebotenen Gewinn- aussichten. Die Lotterie ist in Hessen, Oldenburg, Baden und Elsaß-Lothringen zugelassen Die Loose sind in den bekannten Lootverkaussstellen zu haben.
„toul" schasst Ruhe der geplagten Hausfrau Welcher Hausfrau ist es nicht schon passiert, daß die Suppe etwas dünn geraten war, daß das Gemüt- nicht schmecken wollte, daß Saucen die Kraft fehlte Und was war die Folge? Man stand mißmutig und verdrießlich vom Tisch aus und die gute Laune des Mannes war für den Rest des Tages futsch. Wie anders ist dies geworden, seit „Wuk" als Aller- weltsextrakt für die Küche aus der Bildfläche erschien. Ist die Fleischbrühe etwas dünn, so kräftige man sie mit „Wuk" für eine Bagatelle. Nimm ferner „Wuk" für alle Gemllse- und Wassersuppen, zu Fleisch- und Fischsaucen und Du wirst
kräftigen, reinen
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