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rend ihres Berliner «^ auch hier als Stammverw .^ Antone, wo ihm bei iKXXoK B°°°!k« lebhafte Ovationen dar­gebracht wurden.

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_ o^^Af^hwt Ernst Wildenbruchs sind die Buren- In Abw-senhttt MNP- Eintrefsen im Hotel namens 8°-Änmt^nüttcs durch Johannes Trojan begrüßt wor- hn ^eÄXt feiner poetischen AnspraA lautete:

,Willkommen! Helden von Transvaal Willkommen! Klingt's viel tausend Mal, Nicht konnte Lieb'res uns gescheh n, Als in den Augen Euch zu seh n,

' Zu drückeu Euch die starke Hand.

Willkommen seid im deutschen ^and.

Euch sind wir, Eurem Heldenmut, Im Geist gefolgt durch Glut und Blut,

Mit Euch oft haben wir gewagt, Gehofft, gejubelt und gesagt Dank Euch, durch bie wir miterlebt,

Was freien Mannes Herz erhebt! So schloß um uns und Euch sich fest Ein Band, das nie sich lösen läßt.

Längst hat, erkämpft durch Euer Schwert,

Euch unseres Volkes Herz gehört.

Nun, zu den Herzen nehmt die Hand, Die Ihr jetzt kamt ins deutsche Land!

Bewundrung hat nach mancher Schlacht

Euch Lorbeerkränze dargebracht, Euch selbst und Eurer taps'ren Schar;

Heut einen Kranz bringt Liebe dar, Und Freunde, reicht auch den Pokal. Willkommen, Helden von Transvaal!"

pjab und fern.

* Ein falscher Kassenrevisor macht gegenwärtig die Mark Brandenburg unsicher. In Templrn wollte er als „Regierungsrat v. Stransky" die kgl. Steuerkasse durch­sehen, ihm wurde aber von dem Verdacht schöpfenden Rendanten gebührend heimgeleuchtet. Stellenweise aber hatte seine Tätigkeit Erfolg, indem er mehrfach bereits hohe Revisionsgebühren eingestrichen hat. Ob es ihm auch gelungen ich, bei der „Revision" die Kassen zu be­stehlen, darüber verlautet noch nichts. Dieser Tage er­schien der Hochstapler in der Spar- und Darlehnskasse zu Neuzauche im Lübbener Kreise und bestellte viele Grüße von einigen im Genossenschastswesen bekannten Herren. Nachdem er eine täuschend nachgemachte Le­gitimation des Genossenschaftsvorstandes vorgezeigt, wurde er zur Revision zugelassen. Hierbei kam er aber infolge einiger Fragen des Rendanten in große Be­drängnis. Als dieser schließlich an der Revisoreneigen­schaft des Fremden zweifelte, ergriff der Schwindler Hut und Stock und verduftete schleunigst; seine Verhaf­tung ist noch nicht gelungen. .

A Ein epileptischer Ruderer In der Nähe von Kö­penick bei Berlin spielte sich aus der Dahme eine auf­regende Szene ab. Die Mannschaft eines einem Berliner Ruderverein gehörigen Viererbootes bemerkte, daß in einem entgegenkommenden Einskuller, in dem zwei Her­ren saßen, plötzlich der eine auffällige Bewegungen machte, über den Rand des Bootes ins Wasser stürzte und sofort versank. Der im Boot Zurückgebliebene rief der Mannschaft des Vierers zu, daß der Verunglückte Epi­leptiker sei. Kurz entsck)lossen sprang ein Mitglied der Vrerermannschaft ins Wasser; bei wiederholtem Tauchen sand er den Verunglückten in zusammengekrümmtem Zustande, den Kopf nach unten gerichtet, aus dem Grunde. Es gelang ihm, den Verunglückten, ihn am Kragen haltend, dem Booten zuzuführen. Nun wurde der Bewußtlose rasch ans Land gebracht, wo die sofort angestellten Wiederbelebungsversuche schließlich Erfolg hatten. Daß ein Epileptiker dem Rudersport obliegt, ist ein unver­zeihlicher Leichtsinn.

Verfolgen Sie bitte den in heutiger Unterhaltungsbeilage beginnenden neuen Roman!

5]

Dr. Nnmfeys Patient.

Roman von Dr. Halifax und T. L. Meade.

Autorisierte Bearbeitung von C. Weßner.

(9la(f)bni6 verboten.)

»Der Teufel soll Andrey holen! Weiht Dn, wo sie ist?" - „Ich bin in Tantes Shumer, Herr Franzius, wenu Sie mich zu sprechen wünschen", tönte in diesem Augenblick eine helle Stimme ans dein Hause.

Franziiis begab sich in das von einer Gaslampe erleuchtete Simmer, wo Hetty seiner wartete. Sie schien geweint zu haben; unter den dunklen Augen lagen tiefe Schatten, bte ihrem schönen Gesicht einen seelcuvolleu Ausdruck verliehen, der sonst nicht darin 3ii finden war. Franzius sah sie wie verzweifelt an, sein Zorn mich bei ihrem Anblick von ihm.

„Um Gottes willen, Hetty, sagen Sie mir die Wahrheit", stöhnte der arme, gequälte Mann.

„Was soll ich sageu?" flüsterte sie.

Ihre Stimme zitterte, Thränen traten in ihre Augen. Franziiis ging auf sie zu und machte eine Bewegung, als wolle er sie an feine Brust ziehen, sie mehrte ihm jedoch.

„Nein", sagte sie schluchzend, „lassen Sie mich. Ich kann Ihnen nichts fein —"

„Hetty, Hetty, Sie missen nicht, was Sie reden! Denken Sie doch nur an heute morgen!" bat er leidenschaftlich.

„Ich denke daran, und trotzdem kann es nicht sein! Vergessen Sie alles, was ich sagte, gehen Sie fort o bitte, gehen Sie fort von hier!"

„Nein, ich gehe nicht! Bei Gott im Himmel, Sie sollen mir die Antwort sagen! Ich lasse mich nicht am Narrenseil führen, hören Sie, Hetty! Sie haben zu wählen, sofort!"

„Wie meinen Sie das?"

„Sie haben die Wahl zwischen jenem Burschen und mir!'

„Zwischen Ihnen nnb dem — dem Schloßherrn!" rief Hetty. -Haha!" Sie lachte laut auf; dieser Gedanke setzte ihr Herz in einen wilden Aufruhr. Das schrille Lachen trieb den jungen Mann fast zur Verzweiflung; er trat dicht vor sie hin, nahm ihre Hände fest in die seinen und zwang sie, ihm ins Gesicht zu sehen, während er her m ihre erschreckten Augen blickte.

„Lieben Sie ihn? Die Wahrheit, Mädchen! Ich will — ich muss ne missen!

Raffen Sie mich los, Herr Framius."

c t ehei, als bis ich die Wahrheit kenne! Entweder er â ich! Die Wahrheit will ich hören! Also - wer ist es, den sie lieben? Der Baron - oder ich?"

^ Masseuvergiftung? Aus Hamburg wurden 250 Schauerleute zur Entlöschung des Dampfers „Patricia nach Brunshausen gesandt. Von diesen kehrten abends 31 zurück, die unter Vergiftungserscheinungen waren. Sie wurden von der Sanitätspolizei in das Kran­kenhaus geschafft. Um die Ursache der Erkrankungen festzustellen, hat die Direktion der Hamburg-Amerika- Linie ihren Chefarzt und einige Beamte nach der Unter* Lelbe gesandt.

△ Ein Nachspiel zu Zolas Begräbnis. Zwischen dem Hauptmann Ollivier, welcher bei dem Begräbnisse Zolas die Ehrenkompaguie führte, und dem Advokaten Verger, der Ollivier in einem Cafö deswegen Vorwürfe machte, und mit ihm in Streit geriet, fand bei Paris ein Pistoleiiduell statt. Beide Gegner blieben unverletzt.

A Die Navaja. Die Pariser Polizei hat den spani­schen Baron della Torre verhaftet. Er hatte seinen frü­heren Freund, den Vicomte Henri de Lavergne, in einem Zweikampf mit Messern nach spanischer Art, der soge­nannten Navaja, am Hafenquai in Marseille erstochen. Die Vorgeschichte dieser Tragödie klingt wie ein Ro­man. Der Spanier hatte eines Tages den Besuch sei­nes Freundes, des Vicomte Henri de Lavergne, erhal­ten, der verwundet zu ihm kam und erzählte, daß er im Duell verletzt worden sei. Der Baron pflegte La­vergne, und Lavergne revanchierte sich, indem er den Baron mit seiner Geliebten, einer Sängerin Fabri, be­trog. Die bisherigen Freunde duellierten sich. Lavergne versetzte dem Baron einen Degenstichs so daß der Ba­ron ins Hospital geschafft werden mußte. Als der Ba­ron wieder gesund war, traf er vor vier Monaten La­vergne und Fräulein Fabri zu Marseille. Es kam zu einer abermaligen Forderung, diesmal, wie bereits ge­sagt, auf Messer, und der Baron stach den ungetreuen Freund nieder.

A Mehlstaubexplosion. Zu Kichinew entzündeten sich in einer Mühle große Massn von Mehlstaub und ex­plodierten unter donnerähnlichem Krachen. Die Wände stürzten zusammen und begruben unter ihren Trümmern die in der Mühle befindlichen Arbeiter, von denen 10 getötet und weitere 10 verstümmelt wurden.

^ Eine gemütliche Eisenbahnfahrt. Eine Schar von 165 schwedischen Eisenbahnarbeitern, die von der Sta­tion Gellivara in die Heimat befördert wurden, wa­ren vom landesüblichen starken Branntwein derart er­hitzt, daß sie unterwegs in ein blutiges Handgemenae gerieten: Messer und Revolver spielten eine Hauptrolle. Einem Teilnehmer schoß man eine Kugel durch den Kopf, einen anderen richtete das Messer, das die Schwe­den stets in Bereitschaft halten, schrecklich zu. Tele­graphisch rief das' Eisenbahnpersonal, das ohnmächtig dastand, militärische Hilfe herbei. Auf der nächsten Sta­tion traf denn auch ein Offizier mit 25 Mann ein und empfing die rasenden Passagiere. Das Terrain wurde abgesperrt und in den Coupes polizeiliche Un­tersuchungen angestellt, die zu 19 Verhaftungen führten.

£ Drahtlose Telegraphie mit einem Eisenbahnzuge. Aus London meldet man, daß die drahtlose Telegraphie mit vollem Erfolge in der Nähe von Montreal behufs Her­stellung einer telegraphischen Verbindung mit einem in Bewegung befindlichen Eisenbahnzuge versucht worden ist. Der Zug lief mit einer Geschwindigkeit von mehr als 100 Kilometern in der Stunde. Die Verbindung wurde auf . 'ne Distanz von 15 Kilometern aufrecht erhalten.

Bunte Chronik. Im Schnellzuge Wien—Breslau wurde in einem leeren Koupee zweiter Klasse der Kaufmann Kurt Riemer, Mitinhaber der Breslauer Fabrik landwirt­schaftlicher Maschinen Leopold Robert u. Cie., erschossen aufgefunden.

— In der Nähe des Bahnhofes Schmolz bei Breslau stieß ein Personenzug mit einem beladenen Rübenfuhr­werk zusammen. Der Kutscher wurde leicht verletzt, die beiden Pferde wurden getötet. Der Materialschaden ist gering, die Untersuchung ist eingeleitet.

— Die Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger verlieh die große goldene Medaille aus den Mitteln der Laeiß-

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„O Gott, o mein Gott!" stöhnte Hetty, in konvlllswisches Schluchzen ausbrechend, „es ist — es ist--der Baron!"

Drittes Kapitel.

Franzius stand einen Moment wie niedergeschmettert, als Hetty die inhaltsschweren Worte gesprochen, dann drehte er sich kurz um und verließ sie, ohne noch ein einziges Wort zu reden. Everett stand noch immer an der Hausthür. Auch dieser junge Mann hatte eine tiefe Zuneigung zu Hetty gehegt, sie aber zu unterdrücken gesucht, als er des Freundes wilde, unbezähmbare Leidenschaft erkannte.

„Wie hastig und grob Du heute bist, Frauzius", sprach er ihn an. „Schon znm zweiten Niale heute abend hättest Du mich beinahe umgerannt."

Franzius lies ohne jedes Wort der Erwiderung in die Dunkelheit hinaus.

„Wohin gehst Du?" rief Everett ihm nach.

„Was geht das Dich an?" gab der Gefragte schroff zurück.

Everett sagte noch etwas, worauf Franzius mit einem Serben Fluch antmortete. Gerade in diesem Mgeublick kam der Gastwirt an ihm vorbei. Armitage starrte deu jungen Manu betroffen an, ihm fiel die Totenblässe seines Gesichts und die nngelvohnte Heiligkeit seiner Ansdrncksweise aus. So hatte er Frauzius ja noch nie gesehen. Der Gastwirt trat ins Haus nnb dachte bald nicht mehr an das fonberbare Benehmen des jungen Niannes. Es war ihm jedoch beschieden, sich der kleinen Scene später erinnern zu müssen. Everett rauchte leine Cigarre mit philosophischer Ruhe weiter. Er hoffte insgeheim, Hetty werde an die Hausthür kommen und mit ihm plaudern. Als sie nicht kam, beschloß er, sich nach seinem Freunde umzlisehen. Er holte seinen Hut uud war eben im Begriff, das Haus zu verlassen, als der Wirt ihn anrief.

„Entschuldigen Sie eine Frage, Herr Everett. Kommen Sie heute spät nach Hause?"

„Ich weiß es nicht", versetzte der junge Mann. „Warum?"

„Weil ich Sie in diesem Falle bitten möchte, den Haus­schlüssel mitzuuehmeu. Wir wolleu heute zeitig schließen; meine Fran ist todmüde, und Hettu sühlt sich nicht ganz wohl."

„Ach, das thnt mir leid', sagte Everett bedauernd. „Nun, so geben Sie den Schlüssel her. Wahrscheinlich komme ich bald zurück, ich will nur sehen, wo mein Freund Franziiis steckt."

Armitage gab ihm den Schlnffel nnb begab sich ins Haus LUrÜck. ~ r c

Währeuddessen war Frauzius durch das idyllisch gelegene Dorf geeilt. In seiner Brust gahrte und wühlte eS, er empfand

Dtifrung dem Kapitän des Hamburger Packetfahrb Dampfers „Pennsylvania", H. Spliedt, für Rettung der Besatzung der norwegischen Bank „Bothnia". Der erste Offizier Kier und der zweite Offizier Hennecke erhielten die große silberne Medaille.

— Eine einer Düsseldorfer Firma gehörige große, Bagger- imischtne, welche zur Vornahme von Baggerarbeiten am Roten Sand von Danzig nach Gjedser unterwegs war, ist beim Adlergrund unweit Rügen untergegangen.

— In Albertshofen (Bayern) stürzten der mit der Re­paratur des Kirchturms beschäftigte Zimmermann Josef Rumfelder und dessen Sohn vom Turme ab und wurden beide tot vom Platze getragen.

— Der 35 jährige Rentier August Kroll, der sich zur Erholung auf Hohbarr in den Vogesen aufhielt, stürzte in dem Augenblick vom Felsen ab, als er für sein Kind eine Gerte schneiden wollte; der Tod trat sofort ein.

— Vom Schwurgericht in Saarbrücken wurde der Berg­mann Poth, der am 28. Mai von dem Förster Rot beim Wildern betroffen wurde und biefen bei dem darauf fol- aenben Handgemenge durch mehrere Dolchstiche tötete, zu 14 Jahren 2 Monaten Zuchthaus verurteilt.

& sZrrsinnig, aber schlau.) Aus der niederösterreichi­schen Landesirrenanstalt in Wien ist der Comptoirist Zuger entwichen und bisher trotz alter Nachforschun­gen nicht zu ermitteln gewesen. Jetzt bekam sein ehe­maliger Wärter in der bezeichneten Anstatt eine in Salzburg aufgegebene Ansichtskarte von ihm mit fol­gendem Inhalt: „Sie waren schlau, ich aber noch schlauer.

Viele Grüße aus Salzburg."

[Ser Professor als Landstreicher. I Auf einer merk­würdigen „Studienreise" befand sich der Professor Walter A. Wykoff von der Universität Princeton, der dieser Tage wegen eines Magenleidens ein Krankenhaus in Pueblo (Colorado) aussuchen mußte. Er hatte seit Wochen in der Kleidung eines heruntergekommenen Landstreichers das Land durchwandert, um soziologische Studien zu machen. Nach seiner Genesung will er seine seltsame Wanderung fortsetzen.

A fDas befische Lied in Amerika.) Aus Baltimore wird berichtet, daß soeben der Komponist Louis Viktor Saar aus Newyork aus der Konkurrenz für die beste Komposition des Gedichtes „Das deutsche Volkslied", welches bei dem nächstjährigen großen Sängerfest in Baltimore als Preislied für die um den Kaiserpreis rin­genden Gesangvereine dienen soll, als Sieger hervor­gegangen ist. Das Gedicht ist von Pastor W. Hilde­brandt in Constableville, Newyork, gedichtet worden und errang den Siegeslorbeer aus einer nach Hunderten zählenden Schar von Preisgedichten. Das Lied lautet:

Du hast mit deiner schlichten Weise

Mein Herz gebracht in deinen Bann:

Daß ich aus deinem Zauberkreise,

Der mich umschlingt so lieb und leise, Mich nimmermehr befreien kann.

Es sang mit deinem süßen Klange

Die Mutterliebe mich zur Ruh.

War noch so tränenschwer die Wange,

Die Mutter sang, und beim Gesänge

Schloß mir der Schlaf das Auge zu.

Beim frohen Reigen um die Linde

Erklangst du in der Sommernacht.

Der Liebste singt's dem schinucken Kinde,

Der Wanderbursch im Morgenwinde

Und der Soldat auf stiller Wacht.

Da ich nun fand aus fremder Erde

Nach langem Wandern Ruh und Rast,

Bliebst du in Treue mein Gefährte

Und bist an meinem neuen Herde,

Du, deutsches Lied, mein liebster Gast.

Das Lied wird jetzt mit den Noten und Singstimmen gedruckt und an die verschiedenen Gesangvereine ver­sandt werden, welche sich bei dem Sängerfest in Bal­timore um die von dem deutschen Kaiser gestiftete sil­berne Statuette, die einen deutschen Minnesänger dar­stellt. bewerben wollen.

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weder die Schönheit der ihn umgebenden Natur, noch den tiefen Frieden, ber über ihr ausgebreitet lag. Er bepind sich in einer Stimmung, in welcher man irgend eine That zu begehen im uande ist, von bereit Tragweite man sich keinen Begriff macht. Hettys Worte hatten alle bösen Geister in ihm entfesselt.

„Sie hat es geftanben". keuchte er immer wieder, „ich hatte also recht, er will sie für sich selber haben! Haha! Wie besorgt er ist um ihren guten Ruf! Aber ich will es ihm heimzahlen! Wenn er nur heute in den Weg läuft, bann wehe ihm, es wäre sein Unglück!"

Die große, stille Ebene von Salisbury lag etwa eine Stunde von Groß Hofen entfernt. Franzius lief darauf zu, ohne es zu wissen. Plötzlich sah er sich auf einem weiten Platze, der ihm unermeßlich Kbien. Der Mond, der in seiner ganzen Helligkeit am Himmel gestanden hatte, als Franzius das (Rasthaus verließ, ging bereits unter und warf lange, gespenstische é chatten ans ba^ Flachland. Framms eigener Schatten eilte wie ein Rieseu- gespeust neben ihm emher, währeud er der Ebene zustrebte. Weiter und weiter, lies er; je weiter er kam, desto heißer wallte das Blut in leinen Adern. Sein Leben lang war er ein ruhiger, vernmiMaer Memcl, Mwesen, der das Dasein und alles, was sein Schictsal ihm bestimmte, mit einer gewissen Philosophie »in« genommen hatte. Sein Bestreben war stets gewesen, eine glanzende Carriere zu machen und sich das Leben so angenehm tote möglich zu gestalten. Daß ein böser Dämon in seinem Inneren schlummerte, dessen war er stets eingedenk geweseu; er hatte ibn aber foiDohl in der Schule, als auch auf der Universität mit Ansbietnng all seiner Willenskraft bekämpft und sich beherrscht. Dieter böte Femd war aber nicht erstorben, er schlummerte Dick mehr nur und wartete auf einen geeigueteu Anlaß, um alle feine schlimmen Leidenschaften desto freier zu entfalten.

.. ^umal, als Herbert noch ein Kind war, hatte erderblinden, stnnlosen Wut, die Zügel schießen lassen, inbem er ein scharfes Messer nach leineni Bruder warf, das biefen au der rechten Schlafe verwundete nnb fast getötet hatte. Der Anblick des fließenden Blutes und die ohnmächtig hinsinkende Gestalt seines einzigen Bruders ernüchterte ihn üoUftäiibig und weckte sein besseres Ich. Er stand Todesqualeu aus, solange das Leben des,Knaben in Gefahr schwebte. Schließlich genas dieser, um Mei Jahre später an einer Halsentzündung zu sterben: aber vergaß sein Leben laug nicht, wie unsagbar er wahrend der Krankheit des Bruders gelitten. Bisher hatte er den Teufel in seluer .Bnist beherrscht, und heute hatte dieser die Fesseln ge­sprengt, die ihn hielten. Franzius wußte es, fühlte es, und dennoch suchte er ihn nicht zu unterdrücken, er freute sich vielmehr darüber

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