gelassen. — Der finnländische Senat zu HelsinaforS ist durch kaiserlichen Ukas angewiesen worden, Bestimmungen über den Gebrauch der russischen, finnischen und schwedischen Sprache bei den Gerichten und sonstigen staatlichen Anstalten in Finland zu veröffentlichen. Natürlich handelt es sich um eine Russifizierungsmaß- regel gegenüber den Finnländern.
Reue Wirren auf Creta.
Römische Blätter erhalten aus Creta Einzelheiten über die Aufführung der dortigen christlichen Bevölkerung. So wurden neulich in Sfaki drei muselmanische Besitzungen überfallen und vier Leute in einen Hinterhalt gelockt und getötet. Die tückische Bevölkerung sei ühres Lebens nicht mehr sicher. Es wird daher eine Empörung der muselmanischen Bevölkerung und ein Wiederausbruch der cretis chen Wirren befürchtet.
* Spanien. Der Minister des Innern hat mit Abgeordneten verschiedener Provinzen, in welchen Arbeiterunruhen vorgekommen sind, längere Unterredungen gehabt und hat dieselben ersucht, die Arbeitgeber zu veranlassen ihren Arbeitern höhere Löhne zu gewähren.
Preussischer Landtag»
Berlin, 14. Juni.
Das Ausführungsgesetz zum Gesetz betr. die Unfall- Fürsorge für Gefangene wurde in dritter Lesung end- e genehmigt. Montag dritte Lesung des Fleisch- ugesetzes und Petitionen.
Giessener Cagesneuigkeiten.
* Versetzungen. Er wurden beauftragt: mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Amtsrichters bei dem Amtsgericht Gießen der Gerichtsassessor Dr. M öbiuS^ aus ^.Gießen, bei dem Amtsgericht Alzey der G.-A. Gaus aus Eppelsheim, bei dem Amtsgericht Worms der @.-a. Dr. Kirstein aus Mainz ; mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Amtsanwalts in Bensheim der G.-A. Dr. Sittel aus Darmstadt, in Offenbach der S-A. Hager aus Offenbach, in Groß-Umstadt, der G-A Welter -au- Darmstadt, in Gießen der G -A. Dr Wahl aus Frischborn, in Alzey der G.-A. Braun aus Reinheim, in Bingen der G.-A. Nostadt aus Bensheim
* Erledigte Stellen für Miliiäranwärtcr im Bezirk der 18. Armee-Korps: Fulda (©tabt), Magistrat, Stadtpedell und 2. Vollziehung-beamter bei der Stadtkasse, Gehalt 1000 Mk., steigend bi« 1840 Mk. — Gelnhausen, Kreirauischuß, Kreisvollziehungsbeamter, Gehalt 1000 Mk, steigend bis 1200 Mk. — Im Bezirk der Kaiser!. Obcr-Postdirektion Darmstadt, 3 Briefträger, Gehalt 900 Mk. — Wetzlar, Bürgermeisteramt. Polizeisergeant, Gehalt 1000 Mk., steigend bis 1200 Mk., sowie Kleidergeld und Dienstwohnung und 180 Mk. Wohnungsgeldzuschuß.
* Das Regierungsblatt Nr. 33, enthält u. a. eine Bekanntmachung, die Anlage einer Schmalspurbahn in der Gemarkung Ehringshausen betr.
—* Die Wetterführung resp. Ausbauung unserer Eisen- bahnstrecke von Gießen nach Fulda als Vollbahn bir nach Meiningen wird in Fulda ernstlich betrieben. Es hat sich zu diesem Zwecke in Fulda ein Komitee gebildet, welcher die Bahn von der Station Lütter der Rhönbahn Fulda-GerSseld abzweigen und über Poppenhausen, Wüstensachsen nach Meiningen gesührt haben will. Gießeu würde mit Thüringen weit bessere Bahnverbindung erhalten, was dem Durchgangs- und ganz besond,rs dem Lokalveikehr zustatten käme. Ferner würden die jetzt als Sackbahnen endigenden drei Bahnveibindungen Mellrichstadt-Fladungen, Dorndorf-Kaltenordheim und Tann-Hilders dieser neuen Linie Anschluß finden.
* Sonderfahrten zur Kieler Woche. Die in den beiden Vorjahren vom Deutschen Flotten-Ler- ein unter so zahlreicher Beteiligung veranstalteten Sonderfahrten zur Kieler Woche werden auch in diesem Jahre wieder stattfinden. Zunächst sind zwei solcher Fahrten in der Zeit vom 29. Juni bis zum 4. Juli geplant, deren eine (A) von Berlin über Bremen - Bremerhaven - H lgoland -Hamburg-Kiel nach Berlin zurUckfühct, die andere (B) in umgekehrter Folge von Kiel nach Bremen. Anmeldungen sind bis spätestens zum 15. Juni zu richten an die Präsidial- geschäfsstelle des Deutschen Flotten-Vereins, Berlin NW., Dorotheenstraße 42, II.
Bon der Eisenbahn. Damit das Publikum nicht vergeblich in solche Wagen einsteigt, welche dann vom Zuge nicht mit weitergeführt werden, ist gegenwärtig von der preußischen Bahnverwaltung auf größeren Bahnhöfen eine hübsche Neuerung zur Einführung gekommen, indem an diese zurückbleibenden Wagen Schilder angebracht werden mit der Aufschrift: W a g e n b leibt h ier.
—* Die Offerten für die Weißbinderarbeiten am Siechen- Haur, welche bis Freitag eingereicht fein mußten, zeigten einmal wieder, welcher Unterschieb in dem Kalkulieren einer Arbeit herrscht. Zwei Offerten lauteten auf nahezu 1400 Mk, während der dritte Reflektant nur 884 Mk angesetzt hat. Ob der letzte — wenn er die Arbeit erhalten sollte — zu seinem Gelde kommen wird, entzieht sich für heute noch unserer Kenntnis.
• Die Länge der Gleise der preußisch-Hessischen Eisen- bahn-BetriebS-Gemeinschaft beträgt 31,366,05 Kilometer. 20,097,64 Kilometer dienen den Hauptbahnen (Hessen: 711,80 Kilometer) und 11,268,41 Kilometer den Nebenbahnen (Hessen: 316,07 Kilometer).
* Letzten Freitag waren die Bürgermeister des Kreises Friedberg in Butzbach versammelt, um die projettirte Bahn Butzbach—Wetzlar näher zu besprechen.
—* Man vergesse nicht I die Postmarken mit dem Aufdrucke „Reich-post" bis spätesten« zum letzten Juni umzutaufchen
□ Schau- und Wettschwimmen im fBolksbabe. Um ein erhöhtes Interesse zur Gründung eines S ch w i m m - Vereins in Gießen wachzurufen, sind an der Kasse des Volksbades und in der Schwimmanstalt des Herrn Rübsamen Einzeichnungslisten zum Beitritt als Mitglied (ausübend oder unkerstützend) aufgelegt und werden dieselben zu eifriger Benutzung empfohlen Dem zur Propagierung dieses Zwecks am nächsten Sonntag im Volksbade stattfindenden Schwimmfeste wird schon lebhastes Interesse entgegen gebracht, und ist ein starker Besuch zu erwarten.
Das Rekorat der Universität hat in Anerkennung des hohen gesundheitlichen Wertes des Schwimmens seine Unterstützung und Zustimmung auch zur Gründung eines akademischen Schwiminvereins erklärt. An den Vorführungen im Volksbade werden sich die besten Schwimmer und Springer des Ersten Frankfurter Schwimm-Klubs beteiligen
Eine Allgemeine Deutsche O bst a usste ll ung findet in Stettin vom 2. bis 5. Oktober ds Js. statt. Der Deutsche Pomologenverein wird seine Versammlungen während der Ausstellungswoche am Orte der Ausstellung abhalten. Alle Anfragen sind zu richten an die Landwirtschastskammer für die Provinz Pommern in Stettin, ObstauSstellung.l
1 Badcregcln. Bei der jetzigen Badesaison dürften wohl die zehn Baderegeln willkommen sein: 1. Geh langsam stets der Anstalt zu, bist Du erhitzt, dann wartest Du. — 2. Das Bad bekommt Dir niemals gut, gehst Du zu hastig in die Flut! — 3. Ist Dir nicht heiß mehr, spring' hinein, den Kopf voran, ist gut und fein! — Im Wasser tummle Dich umher, wer sich bewegt, der friert nicht mehr. — 5. Kommst vom Wasser Du heraus, dann zieh' Dich an und geh' nach Haus. — 6. Mit einem allzu vollen Magen, kannst Du das Bad nicht gut vertragen. — 7. Wenn Du lang nicht gegessen hast, wirst Du vom Kopfweh leicht erfaßt. — 8. Brauch' nicht zum Bad zu lange Zeit, sei auch zum Lernen gern bereit! — 9. Gar trefflich schmecket nach dem Bad, ein Bissen Brod beim Gang zur Stadt. — Hab auf die Anstaltsordnung Acht, sonst setzt man an die Luft Dich sacht.
* In einer unangenehmen Lage befinden sich jetzt die Forstschutz- und Polizeibeamten, nachdem das Gericht entschieden hat, daß es als alte deutsche Sitte kein Forstdiebstahl und nicht strafbar ist, im Walde Blumen zu pflücken. Das mag ja angehen, wenn man es mit verständigen Leuten zu thun hat, die nicht alles verwüsten, um sich allein eine Freude zu verschaffen, noch dazu eine Freude, die nicht lange währt. Wenn man aber sieht, wie es leider nur zu viel getrieben wird, dann kann man es doch bedauern, daß nun alles straffrei durchgehen soll, daß die Beamten nicht mehr die Macht haben sollen, wirklichem Unfug zub egegnen, wie er es verdiente. Die Fliedermarder haben ja selten Gelegenheit, im offenen Walde zu rauben, und wenn sie über Wirtshausgärten herfallen, so muß der Wirt schon gute Miene zum bösen Spiel machen. Gegen sie richtet sich aber meistens der Unwille, weil ihr Treiben am meisten auffällt. Und doch sind sie noch nicht die schlimmsten. Was soll man aber dazu sagen, wenn nicht nur Kinder, sondern auch erwachsene Menschen beiderlei Geschlechts die Erdbeec- blüten im Walde als „Blumen" abpflücken, oder mit dec ganzen Pflanze ausreißen, um sie auf den Hut oder als Strauß an den Gürtel zu stecken! Und da wundert man sich, daß die Walderdbeere immer seltener wird. Belehrung ist immer das Beste, aber die Erfahrung zeigt, daß es Leute giebt, die ihr nicht zugänglich sind. Dagegen helfen nur energische Maßregeln.
* Eßl Grünes! Die schreckliche Zeit des Kopfzerbrechens ist für unsere H uSfiauen vorüber, denn mit dem Juni sind auch die sehnsüchtig herbeigewünschten Tage gekommen, die uns das mninigfaltigste Gemüse dcscheeren, sodaß es in der Küche und auf der Mittagstafel nicht m-hr so ein'önig aussieht wie bisher Spinat und bald auch junge Erbsen und Karotten, Kohlrabi und Schnittbohnen sind die Gaben, die der Juni uns bescheert, vor allem ist es der giüne Kopfsalat, der jetzt in Massen zu haben und zur Zeit von vorzüglichster Beschaffenheit ist. Er wird wohl von jedermann gern gegessen, sei er mit Oel, Sahne und Zucker oder, wie man ihn in Schlesien, Mecklenburg und Pommern liebt, mit Speckwürseln, Essig und Salz zubereitet Erfrischend und besonders zu Eierspeisen eine treffliche Beigabe, ist der Salat durch den Bitterstoff, den seine Blätter enthalten, auch in gesundheitlicher Beziehung von großem Wert. Deshalb all ihr Jungen und ihr Alten: nehmt die köstliche Zeit des jungen Gemäs s war, eßt Grünes, eht vor allem jetzt alltäglich Salat!
Hauptversammlung des Ev. Bundes für das Grotzherzogtum Hessen.
Gießen, 16. Juni.
Gestern und heute tagt in den Mauern unserer Stadt der Ev. Bund zur Wahrung der deutsch-protestantischen Interessen. Unter großer Beteiligung auswärtiger Geistlicher u. Laien fand gestern nachmittags 3 Uhr in der Stadtkirche Festgottesdienst statt unter Mitwirkung der Kirchengesangvereins, bei welchem Herr Pfarrer Dingeldey'Darmstadt predigte über das Thema: „Haltet fest an der Demut!" Die geistvolle, ohne jede Polemik gegen Andersgläubige gehaltene, dagegen den tiefen Gehalt deutsch- protestantifchen Glaubenslebenè hervorkehrende Festpredigt hinterließ einen tiefen Eindruck. Es schlossen sich an den Gottesdienst die Beratungen interner Art. Abends fand in dem dichtgefüllten Saal von Steins Garten eine Festversammlung statt, bei welcher wiederum der Kirchengesangverein schöne Weisen vortrug, eine Anzahl Begrüßungen stattfanden: von Herrn Landgerichtsrat Schneckenlecher als Bors. des hiesigen Zweigvereins, Herrn Oberkonsistorialrat
Petersen im Namen der Oberkonsistoriums, Dekan Strie zu Leihgestern namens des Dekanats, Pfarrer Schlosser nameu der hiesigen Kirchengemeinden, Herrn Geh. Rat Dr. Rätter, dusch namens der hiesigen theol. Fakultät, Herrn Pfarra Hepeling-Groß-Linden namens der Landgemeinden des Di- kanat« Gießen unter gleichzeitiger Ueberreichung einer größern, Summe für die ev. Bewegung in Oesterreich. Er folgten sodann ein fein durchdachter Vortrag des Herrn Prof. £t Krieger über „Römische Eindrücke" anknüpfend an fein, kürzlich unternommene Reise nach Rom und eine Festan, svrache des Herrn Lie. Dr. Diehl-Hirschhorn über du Beziehungen der oberhessischen Geistlichen zu der evangelisch,, Bewegung in Oesterreich im 17. Jahrhundert. Der seh, anregend verlausende Abend schloß um II>/> Uhr mit einen kernigen Schlußwort des Herrn Pfarrer Lic. Waitz-Dacm, stabt, des derzeitigen Vorsitzenden des Ev. Bundes.
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Aus stellen und naebbargebieteu.
V Wieseck. Das gestern hier stattgefunden, 20jährige Stiftungsfest des Gesangvereins Jugendgrund war trotz des nicht allzu günstigen Wetters sehr gut besucht. Der Ort hatte sich festlich geschmückt. Gegen 2 Uhr stellte sich der Festzug auf an dessen Spitze der Radfahrvecein Wieseck 1900 und der Radklub Wieseck in malerischer Tracht per Rad sich postiert hatte. Vom Ausstellungsplatz, dem Festloka! von Adam Ziegler bewegte sich der Zug dann durch die Straßen nach dem Festplatz. Zurückgekehrt, eröffnete dec Präsident Karl Trautmann das Fest mit einer Begrüßung an alle Fremden und hiesigen Vereine, bie von allen Seiten mit freuden vernommen wurde. Es folgten hiernach die Gesänge der einzelnen Vereine, über dessen Erfolg man im allgemeinen sehr zufrieden war. Dabei war Jung und Alt recht kräftig bei der j Sache und manches Sängerherz freute sich beim Wiedersehen alter Bekannter.
A In Krosdorf wird kommenden Sonntag der neue Pfarrer, Herr Knieper, bisher in Herdors, eingeführt. Möge er in seiner neuen Gemeinde sich wohl fühlen, feint Gemeinde aber in ihm einen guten Berater haben.
* ** Klein-Linden. (Bezirksmissionsfest.) Das in letzter Woche hier stattgefundene Bezirksmissionsfest dec lutherischen Kirche hatte sich sowohl von hiesiger Gemeinde aus als auch von dec Nachbarschaft einet recht zahlreichen Teilnahme zu erfreuen. Sämtliche Ansprachen waren zündender Natur und verfehlten ihre Wirkung auf die Gemüter nicht, denn in den drei stattgehabten Versammlungen wurden im ganzen etwa 135 Mk. Opfergeld eingelegt.
* * Oppershofen. Herr Dekan Appel, der fast ein Menschenalter in unserer Gemeinde als Seelsorger gewirkt hat, ist nun seines Alters wegen um seine Pensionirung eingekommen. Seine Pfarrkinder sehen ihn ungern air dem Amte scheiden.
Aus der Wetterau, 15. Juni Die Heuernte ist in vollem Gange Das Heu ist der Quantität wie Qualität nach gut. Das schlechte Wetter hat ihm nichts geschadet.
a. Marburg, 14. Juni Am Mittwoch, den 18. ds. findet auf dem städtischen Viehmarktplatz (Weidenhausen) die Rindvieh-Ausstellung des hiesigen landwirtschaftlichen KreiS- vereins statt. Mit der Ausstellung ist eine Prämiierung von reingezüchtetem Simmenthaler und Vogelsberger Rindvieh verbunden. Zur Ausstellung haben nur Mitglieder des Simmenthaler Zuchtvereins Marburg und der Mar- , burger Herdbuch-Geselllchast Berechtigung. An Prämien kommen 2030 Mark zur Verteilung.
m. Laasphe, 15 Juni. Ein dem Arbeiter B. gehöriges
5 jähriges Kind geriet gestern Abend unter die Räder eines Mit Holz beladenen Wagens. Beide Beine wurden ihm mehrere Male gebroch« n. — Von einem bedauerlichen Unglücksfall wurde in der Frühe des gestrigen Morgens eine Gesellschaft betroffen, welche in vergnügter, munterer Stimmung von einer Kindtaufsfeier in Kölschhausen nach hier zurückkehren wollte. An dem Wege nach Bermoll schlug bet Wagen um und die Insassen wurden herausgeschleudert. Ein Mann Namens Pcter Schäser von hier erlitt einen Rippenbruch und Verletzungen an der Schulter, während ein junges Mädchen, Louise Gombert, ebenfalls von hier, einen Beinbruch und noch andere Schäden davontrug.
* Limburg a. L., 14. Juni. In beut heute Vormittag eintreffenben Schnellzuge von Gießen mürbe einem Reisenden unwohl. Er starb gleich darauf. Es sti ein evangelischer Pfarrer namens Pohl aus Amerika.
» Nidda, 15. Juni. Das heutige Feuerwehrsest, das die Feuerwehren aus den Ortschaften des Kreises Nidda vereinigte, war infolge des schlechten Wetters nicht besonders gut besucht. Auch ausGießen, Lollar usw. waren Deputationen, aber auch nur in geringer Zahl, vertreten.
— Bad Nauheim, 14. Juni. Der Großherzog erteilte dem Bürgermeister Wörner II. die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm vom Herzog von Anhalt verliehenen Ritterkreuzes II. Klasse der HauSordens Albrecht« des Bären.
g. Kernbach, 14. Juni. Unser Bürgermeister Stey ist wiedergewählt und für eine neue Amtsdauer von 8 Jahren bestätigt worden.
* Aus dem Hinteren Odenwald, 12. Juni. Die Heidelbeerensträucher haben durch die anhaltende Kälte furchtbar gelitten. Der Mindererlös für Heidelbeeren berechnet sich nach Tausenden, was im Interesse der ärmeren Bevölkerung sehr zu bedauern ist.
Hanau. Für die Stelle eines Po li z eip rä si- denten in Wiesbaden ist, wie die „Frkf. Ztg." schreibt, der Landrat unseres Kreises Herr_B. von Schenk in Vorschlag gebracht worden. Der Vorschlag soll bereits dem Kaiser zur Bestätigung unterbreitet worden sein.
* Darmstadt, 13. Juni. Eine gemeingefährliche Person ist die am 7. Febr. 1843 zu Battenberg geborene Ottilie Hummel, geb. Sommerlad au« Frankfurt a. M. Bereits
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