Nr. 267.
Drittes Blatt
Samstag, den 15. November 1902.
11. Jahrgang.
. tibo««tmtet#briiS : in SieVn, abaebelt monatlich M ®ftl /
1 in’« Hau« gebracht 60 Pfg., durch btt Poft bezagen bitrtel« , jährlich M. l b0
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WruUbeUaflen : Cbetbeffifd)« .VamUtenVÜn*«^^ CbrrbeffiWe Zeitschrift für v-»dwlrtsch^ft, Odft »«d <8«meban, somit btt Sieb«"« ZHfeabtafc« (mMentlt®). Da» Blatt trfitint an .0« W-r,t°a-n nachmittag«.
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I«scrtio«sprei Sr Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie flaru Oberbesien, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Psg. sonst 15 Psg : Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pf p
Postzeitungsliste No 3032.
Redaktion und Exvedition : (9 i e fc e n Neuenweg f^ernfprcckavschluß Nr. 363.
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(Gießener Tageötatt)
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Ilnabyängige Tageszeitung
(Gießener Zeitung)
für Oberhesfen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lotalanzeiger für Gießen und Umgebung
Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei Gießen.
Aus bellen und Daebbargebieten.
** Nachklänge zum Alsfelder Wahlkampf. In dem „Kreisblatt für Alsfeld" lesen wir folgende großgedruckte private Bekanntmachung:
Ei klärung
Alter persönlicher Haß, Unoerstand und Zorn über da? mit Seitens meiner Mitbürger enlgegengebrachte Vertrauen, laben die drei in Gießen gedruckten Flugblätter hervorge- bracht. Dieselben sollen mich beleidigen und herabsetzen, sind aber mit Rücksicht aus ihren mit chronischer Berleum- , „,, dungssucht behafteten Urheber so wenig dazu geeignet, daß Oltef fl. Kim mm, ich von gerichtlicher Brstrafung desselben absehe. Der Jn- ll^, —■ halt dieser traurigen, von ihrem Verfasser noch nicht einmal Sa^'^B mit Namen gedeckten Machwerke, wird auf keinen vernünftig .„ u., . and anständig denkenden Menschen einen Eindruck machen.
««NW ............. ........
'ntamtlich Mitz!,
idezüchierei nebst MiaBf AH WA (Preussen)
Dem Verfasser empfehle ich einen längeren Aufenthalt in der psychiatrischen Klinik in Gießen, zur Feststellung seines Geisteszustandes. Alsfeld, den 9. November 1902. Reh,
nt St. m , > (i, Deutsch. Exbin ■ 'l« ha "fs v. Russlands) Mims o.; i : k-'iu. vielerKileri, 1 n- hürs 1. H /e etc., prlniiirt lol'.eusu und albernen stuu- 1 Verciusmelaillcn, ''mplthlt:
Rechtsanwalt.
zögerte, als er zu einer Pionierübung am Rhein kommandiert war, einen frei über den Rheinstrom schwebenden Balken zu überschreiten. Der Offizier, dec ihn mehrere Male den Befehl gegeben hatte, den Balken zu beschreiten, meinte schließlich ärgerlich: „Sagen Sie, warum lassen Sie sich immer so lange anpfeifen? Es muß doch für einen Unteroffizier unangenehm sein, wenn man ihm fortwährend Feigheit vorwerfen muß. Flugs machen Sie, daß Sie dahin kommen. Hat das Regiment noch mehr so faule Kameraden wie Sie?" Der Unteroffizier, der nicht schwimmen kann und angeblich schwindlich ist, entgegnete: „Ich thue meine Arbeit, aber Herr Leutnant behandeln mich unvorschriftsmäßig!" In dieser Aeußerung hat das Standgericht des 80. Rgts eine Achtungsverletzung erblickt und den Unteroffizier zu 10 Tagen Mittelacrest verurteilt. Seine Berufung gegen das Urteil wird verworfen. Der Vertreter der Anklage beantragte Herabsetzung der Strafe auf 5 Tage, da der Angeklagte durch den Offizier gereizt worden ist.
♦♦ Ein Lehrvertrag zwischen Vater und Sohn ist nicht nie^r erforderlich, so hat die Handwerkskammer zu Frank- fint a. O. entschieden. Dagegen ist der Vater und Lehrherr verpflichtet, von der Annahme des SohneS als Lehr- elste Racehunde trug bezw. von dem Lehrverhältnis unter, Angabe des vollen Genres (Wach Henominit-Be ^am (Geburtstag, Geburtsort), des Handwerks und der Meinen saion- schosst Dauer der Lehrzeit her zuständigen Handwerkskammer und
Die Gießener Neuesten Nach-
™/ franco und gratis Innung eine Anzeige zu machen.
fzu eilt. Dressur u Behandlung uh 8 _ _ . A .
nkhelten, m. vielenlllustmow o Kassel, 13. Nov. Der 55jährige Maurer Iohannes
^r M?.^^ dahier, der am 12. Mai d. Js. seine Frau durch
UNA am Bahnhof zahw. ^ Messerstiche getötet hatte, um sich in den Besitz ihrer w!^o^)m^.^ in Höhe von 2000 Mk zu setzen, wurde vom
ââll âiâ^Hâzwurgericht wegen vorsätzlichen Totschlags zu 10 Jahren Beutel 5 Kilo2,50 Mart Zuchthaus verurteilt. Die Frage auf Mord (Totschlag mit rEierproducfo würd« von den Geschworenen verneint, weil
! 18 Mark, 5 Ko. 2 Mark , Maurer nach dem Sachverständigen-Gutachten Alkoholiker ist ;"wi?KV^ insolge dessen an Nervenüberreizung leidet. Seine freie seren Anforderungen entsprich^; QenSbfftimmung ist deShalb Nicht ausgeschlossen.
â ^™*^ ^ Frankfurt a. M., 12. Novembers (KriegS-
^^ —----- ----"g cricht der 2l. Division.) Der Unteroffizier E i ch- , Giessen. ^hvrn von der 1. Komp. 80. Jnf.-Regts. (Wiesbaden)
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richten werden auf 55 Orten lesen. Meine gesammte Auflage nachweislich 2500»
Der zugleich in meinem Verlag
Seist
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scheinende Bote aus dem Ohm-«. Feldathal wird bereits auf 26 Orten gelesen und durch eigene Boten der
breitet.
Max Albin Klein.
(Inh. der Vorm. Kellec'schen Druckerei, gegr. 1783.)
Der Winter.
Verödet sind nun Feld und Wiesen, Still und einsam liegt der Wald. Die Knospen hören auf zu sprießen; Die Luft ist schneidend scharf und kalt. Die Vöglein all, die Leben Sänger, Der Amsel Schlag, der Drossel Sang, Und auch der bufi’gen Blüten zahllos Heer, Sie all ersreu'n unS nun nicht mehr.
Jetzt herrschet Stille allenthalben, Da, wo einst ein frohes Treiben war. Merk, es macht nach höherem Walten Wiederum ein neues Jahr,
Wettstreit.
Dromedar und Trampeltier stritten sich, Wer wohl am höchsten ftt^ im Range: Dromedar mit einem, Trampeltier mit zwei Hökern.
Sie einigten sich und riefen ZeuS zum Richter an Und sieh', auf seinem Donnerwagen Kommt auch der Gott schon angesahren.
Drauf spicht er lächelnd zu den Zweien: „So hört und merlt den Richterspiuch, Die ihr verlangt, daß ich entscheide: Im Range steht ihr beide gleich — Kameler seid ihr beide.
E. W. Ehringshausen.
Vermischtes.
□ [®i* Ring der Stierkampfveranftatterj ist das neueste auf dem zeitgemäßen Gebiete der Trusts. In v£öm?n h?^ fich ein Konsortium gebildet, welches sämtliche spanischen Stierkampf-Arenen ankaufte. Die Vereinigung will in erster Linie die immer höher werdenden, längst schon übertriebenen Ansprüche der vom Publikum ara verwöhnten Toreadors in Schranken halten und ferner den Betrügereien der Stierzüchter entgegentreten, welche oft schlechtes Material an Stelle guter Kampstiere an den Mann an brinaen wissen. — Vielleicbt bänat
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