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Juni; in diesem Monat beträgt das Temperaturmittel bereits 15,4 Grad Celsius, der Wärmesturz muß also bann etwa 16 Grad betragen, um unter den Gefrier­punkt zu gelangen; und da eine so bedeutende Ec- nidrigung der mittleren Temperatur im Juni deshalb nur ausnahmsweise vorkommen kann, weil die Erde und Atmosphäre zu dieser Zeit schon allzu sehr durch die lange und hoch über dem Horizonte stehende Sonne erwärmt worden sind, so treten im Juni auch höchst

ater. feiten Nachtfröste und dann nur zu Anfang des Monats

. -. ein. Dessen ungeachtet sind die Temperatur-Extreme

Q1,f Nor frril, im Juni doch meist die allerstärksten: so auch im ,^?"Ähr 2 gegenwärtigen ; Während der Hitzeperiode vom 28. Mai Q^n, DotLrN gi§ 5. Juni stieg das Thermometer bis 27. Grad '"Hfifoel, sselsius, und seit dem 5. Juni haben wir eine ganz auf die Lz, ^« außerordentliche Wärmeabnahme zu verzeichnen, die in ine N?Maeii »j j [^ter Nacht bis auf 9 Grad Celsius gelangte; der allein s wg Uni Temperaturfall beträgt mithin volle 18 Grad Celsius.

ntomm»nk 1 * Im Herbst tritt in Berlin der Gabelsbergische

anaehrn^§ Noltl Stenographentag zusammen. Den Ehrenvorsitz hat anaetoif'-^ mI der Staalssekretär der Reichsschatzamtes Freiherr v. Thikl- a lel£n feien, mann übernommen.

*Aus Ihre Rechnung und Gefahr." Von Interesse

ist eine neuerdings ergangene Gerichtsentscheidung, wo- lag, für y^ nach der auf der Rechnung gedruckte Vermerk:Wir Erweitert . iiltj sandten Ihnen auf Ihre Rechnung und Gefahr" durch- ifonbere 3 becM aus nicht den Versender dec Waare von der Ver- Lebrei Pflichtung befreit, dafür zu sorgen, daß die Ware auch

recht betraf gut und unverletzt ankommt. In dem Urteil ist aus- Mische« ^ geführt, daß, wenn diese Vereinbarung nicht vor dem Kaufvertrag ausdrücklich getroffen ist, es sich in einem la°en, die fi^ g,. fairen Falle nicht um einen Passus des Kaufvertrags handle, der von beiden Seiten acceptirt sei. Wer also eine Waare bestellt, ohne sich damit einverstanden zu erklären, daß sie ihm auf seine Gefahr zugeschicktwerden solle, kann Lieferung in unbeschädigtem Zustande ver- ! langen und beschädigte Ware zurückstellen.

'""«s der Sitj (d W >°ll° '*! Aniiegn! i '9« eigenen Ko^

ruWA.

Elchen, 13. 3uni.

Hus stellen und Nachbargebieten.

Wetzlar, 12. Juni. Der Lolalabteilung Wetzlar sind für die diesjährige Kreistierschau vom Präsidium des ,rif. ü landwirtschaftlichen Vereins für Rhein- ' ln W , Preußen zwei silberne und zwei bronzene Medaillen a. D. Sytoftf/ü , nebst den gehörigen Diplomformularen als Ehrenpreise en. Der Kunst,bUsiir hervorragende Leistungen auf dem Gebiete chen schalmesen» 1899 - ^r Rindviehzucht gestiftet worden. Die Anmeldung der Tiere hat bis zum 1. Juli bei dem Winterschul- direktor Courtin in Wetzlar zu geschehen.

** Grünberg. Am Sonntag, 1. Juni hat sich unter« .halb der Station Wilhelmsbad, ein bis jetzt Unbekannter von einem Eisenbahn zu ge überfahren lassen. Dieser dürfte aller Wahrscheinlichkeit nach den eingeleiteten Untersuchungen identisch sein mit dem in einer Frankfurter Delikatessenhandlung angestellt gewesenen Heinrich Giller non hier. Zwei Freunde des Giller, der sich an jenem Sonntage von Frankfurt entfernt hat, ließen sich vorgestern auf der Bürgermeisterei zu Kesselstadt die bei der Leiche gefundenen Schlüssel auèhändigen, um festzustellen, ob es Mers Schlüssel seien. Nunmehr haben die beiden jungen Linie mitgeteilt, daß die Schlüssel thatsächlich zu den ver- shUehdaren Geräten des Giller passen.

* Dillenburg, 12. Juni. Auf dem hiesigen Pudd- lings- und Walzwerk explodirte beim Ablöschen Puddel- rch lacke, wodurch zwei Arbeiter von hier, Stephckfi und Singel schwere Brandwunden erlitten. Der erstere mußte in die Klinik nach Gießen gebracht werden.

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Friedberg. (Gewerbeakademie.) Die Zahl der die hiesige Gewerbeakademie besuchenden Techniker P in der letzten Zeit ganz rapid gestiegen, sodaß die bisher in Gebrauch befindlichen Räumlichkeiten des allen nugustinecklostecs bei weitem nicht mehr ausreichen, in der letzten Stadtvcrordnetensitzung wurde daher be- Wossen, als Notbehelf bis zur Fertigstellung des pro- Illierten großen neuen Akademie-Gebäudes auf dem Schulhofe einige Baracken als Zeichensäle zu errichten Wd entsprechende Beträge für Herstellung und Einricht- mg bewilligt.

w. Friedberg, 12. Juni. Hier steht ein verheirateter Mann aus Dorheim unter dem Verdacht, sich an einem vik rj äh ri gen Kinde auf dem Viereichenplatz vergangen M haben. Seine Verhaftung erfolgte. Zur Untersuchung da Angelegenheit war der Untersuchungsrichter von Gießen wychieoene Mal hier.

an Hauau, 12. Juni. In der gestrigen Nacht wurde «-luhlheim an dem Schneidermeister Vay ein olaubm ord versuch verübt. Zwei Burschen drangen vm Uttels einer Leiter in die Wohnung des Schneider- kllJ.tCCai runi), brachten dem schlafenden Manne di ch Beilhiebe lebensgefährliche Wunden am Kopfe

Auch auf die Frau schlugen sie ein. Als die Sinder laut zu schreien begannen, ergriffen die Mocd- «eii die Flucht. Als Beute fiel ihnen nur eine Sfaibüchse mit 70 Pfennigen zu. Man glaubt nicht, d« der schwer verwundete Vay mit dem Leben davon Emmen wird.

' Homburg. W i l h e l m H i ll, der Komponist des LildkèDas Herz am Rhein", ist hier gestorben.

Darmstadt, 12. Juni. Der Großherzog hat m 11. Juni den Oberhofmeister Vollbrecht Rides el Freiherrn zu Eisenbach von seinen seitherigen jiiiCtionen als Oberhofmeistec enthoben und zum Ober- «cnerherrn ernannt.

' Darmstadt, 12. Juni. Heute trafen von Berlin drei «.rt Beamte aus dem Eisenbahnministerium hier ein, um « die Uebernahme der Main-Neckarbahn zu ^ha.ndeln.

, il Mainz, 12. Juni. Der kommandierende General p Armeekorps von L i n d e q u r st traf heute uoimuttag hier ein und begab sich zur Besichtigung des % ^d 3, Bataillons des Infanterie-Regiments. Bei

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dec Vorstellung des Hu sar en-Reg i m ents Nr. 13 stürzte ein Husar der 4. Eskadron vom Pferde und wurde in bewußtlosem Zustande nach dem Lazareth verbracht.

* Alzey, 11. Juni. Da sich auch hi.r und in der Umgegend der Neb enstichler bemerkbar macht, so ermächtigt das Kreisamt die Schulvorstände, wo es nötig ist, den Schulunterricht an 23 Vormittagen ausfallen zu lassen, um die Kinder zum Einsammeln des schädlichen Insekts zu verwenden.

* Weisenau, 11. Juni. Aus dem benachbarten Bretzenheim ist seit einiger Zett ein Ehepaar ver­schwunden, das von einem Gange in die Stadt, um Einkäufe zu machen, nicht zurückkehrte.

g Hermannstein, 12. Juni. Gestern fand hier r g erm eister w ahl statt. Für den verstorbenen Bürgermeister Spory wurde Steinhauermeister Hedderich III gewählt.

n. Hamm, 9. Juni. Vor einigen Tagen fiel das 10 jährige Söhnchen der Familie Valentin Seidenfuß beim Turnen so schlimm vom Reck, daß es erhebliche Verletzungen erlitt und nun g e st 0 r b e n ist.

ps. Caub. 11. Juni. In der Nähe unserer Station wurde gestern ein Zollbeamter, welcher das Gleis über­schreiten wollte, von einem Güterzug überfahren, und getötet.

* Ein Schwindler in Folio. Der erst 23 Jahre alte Kaufmann Hugo Büchsenschütz aus Sachsenberg in Waldeck erschien im März in Thalitter und in Vöhl und gab sich als Vertreter der Jndustrie-Gesellschast Gold­baum u. Co. in Duisburg aus. Als solchertaufte" er die Dr. Güntherfiche Papierfabrik in Vöhl für Mk. 50 000 und trat, obwohl er keinen Pfennig hatte, mit dem Guts­besitzer Staudinger in Viermünden in Unterhandlung, um dessen Gut für Mk. 200 000 zu kaufen. Zugleich traf er als Vertreter seinerGesellschaft" Anstalten, eine Molkerei, Spiritus- und Hesesabrik zu gründen und machte Abschlüsse mit einer Anzahl von Landwirten wegen Lieferung von 900 Liter Milch täglich. Daneben aber borgte er ver­schiedene Personen um namhafte Geldbeträge an und ver­kaufte aus der noch nicht bezahlten Papierfabrik für 200 300 Mark altes Eisen. Wegen dieser verschiedenen Be­trügereien wurde Büchsenschütz von der Strafkammer Mar­burg zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt.

Aus dem GericbtsM Strafkammer.

Gießen, 14. Juni. Die heutige Sitzung wird um 8r/* Uhr vom Vorsitzenden, Herrn Landgerichtsrat Dr. G ü n g c r i ch eröffnet. Beisitzer sind die LandgerichtSräte Wehner, Müller, Schäfer, Schmidt. Als erster Angeklagter erscheint Kaspar Löchel aus Reinhardtshain unter der An­klage, den Reinharlshainer Polizeidiener beleidigt zu haben. Die Zeugen, die zum größten Teil Parteigenossen des An­geklagten sind, der als Bürgermeisterkandidat in Reinharts- Hain fungierte, werden vom Vorsitzenden aufs Eindring­lichste zur Wahrheit ermahnt. Die Zeugen bewegen sich in Widersprüchen. Gegen die Suggestivfragen des Verteidigers über den Polizeidiener verwahrt sich sehr energisch der Vor­sitzende. Auffallend waren mehrere Zwischenfälle zwischen dem Vorsitzenden und dem Verteidiger Herrn Beilstein von Grünberg. Der Vorsitzende mußte sich wiederholt gegen die Art der Fragestellung sehr kräftig verwahren. Der Staatantoalt beantragt 20 Mark Geldstrafe, ebenso der Nebenkläger, der überdies beantragt, dem Angeklagten die Kosten der Nebenklage aufzuerlegen. Urteil: 20 Mark und die Kosten. Der Ludwig Bier aus Stauffenberg hatte 10 Tage Gefängnis vom Schöffengericht wegen Psandver- äußerung erhalten. Er legte hiergegen Berufung ein, um Freisprechung zu erzielen. Es waren zuerst Bier und Geißler aus Stauffenberg angeklagt, weil letzterer dem ersteren einen gepsändeten Wagen und einen gepfändeten Schlitten verkauft haben sollte. Geißler erkannte das Urteil des Schöffengerichts an, das ebensalls für ihn auf 10 Tage lautete und so wird heute nur gegen Bier verhandelt. Geißler wird als Zeuge vernommen und sagt durchaus zu Gunsten des Angeklagten aus. Das Gericht stellt sich auf die Seite des Staatsanwalts, jedoch mit der Einschränkung, daß die Gefängnisstrafe auf 3 Tage ermäßigt wird. Die Kosten des Verfahrens fallen dem Verurteilten zur Last. Als dritter Fall steht auf der Tagesordnung Die Anklage gegen Konrad Rüb auè M e r k e n f r i tz. Wieder eine Affäre, die ihre letzte Ursache in der Bürgermeisterwahl hat. Vom Schöffengericht war Rüb wegen Beleidigung des Polizeidieners zu 10 Mk. verurteilt worden. Hiergegen legte am 7. Mai Rechtsanwalt Hirschhorn Berufung ein, am nächsten Tag der Amtsanwalt. Wieder widersprechen die Zeugenaussagen aufs Krasseste. Urteil: Das erstinstanzliche Urteil wird aufgehoben, der Angeklagte von' Strafe und Kosten freigesprochen.

Vermischtes.

* Mannheim, 11. Juni. Der Buchhalter Philipp Betz, der seit drei Wochen von seiner Frau getrennt lebte und in den letzten Tagen wieder Annäherungs­versuche gemacht hatte, unternahm mit ihr gestern einen Spaziergang nach dem Friedhof. In der Nähe des Kriegerdenkmals feuerte er plötzlich zwei Schüsse auf seine Frau ab, die sie lebensgefährlich ver­letzten. Der Thäter ist verhaftet. In der Mord­affaire Betz wurde nun auch der jüngere Bruder des Verhafteten in Untersuchungshaft genommen; er soll um die That seines Bruders gewußt haben und ihm dabei behilflich gewesen sein.

Erlangen, 10 Juni. Der Finanzausschuß der Abgeordnetenkammer genehmigte 323 000 Mark für den Neu­bau eines pathologischen Instituts und 36000 Mk. zur Adaptierung der alten Anatomie für das physiologische Institut.

* Bremen Der Osnabrücker Pastor Weingart, ist im bremischen Dorfe B 0 r g f e l d zum Pfarrer gewählt worden. Eine obrigkeitliche Bestätigung ist nicht erforderlich.

Leipzig, 11. Juni. Auguste Schmidt, die be­kannte Vorkämpferin derdeurschenFrauenbewegung ist am 10. Juni hier gestorben.

Konstantinopel, 12. Juni. Heute Nacht 11 Uhr spürte man in Pera einen ziemlich heftigen Erdstoß, der von unter­irdischem Getöse begleitet war.

Kleines Feuilleton.

Der Gerettete von St. Pierre. Wohl das elendeste Individuum, das St. Pierre beherbergte, der Neger Raoul Sartout, ist wie durch ein Wunder dem großen Ber- nichtungswerk des Mont Pelèe entgangen. Der Mensch war in einer unterirdischen Zelle im Stadtgefängnis eingesperrt. DieSun" berichtet über die Rettung SartoutS Folgendes; Kein Roman, kein Werk der Dichtkunst hat je etwas Merkwürdigeres ans Tageslicht gefördert, als die Rettung dieses Negers. Dreißigtausend Menschen, von denen manche einen reinen Lebenswandel führten, die Nächstenliebe pflegten und ihren Gott fürchtete», wurden durch einen Gifthauch bom Mont Pelöe in verkohlte Leichen umgewandelt, während dieses der Hefe der menschlichen Gesellschaft angehörige In­dividuum, dieser Auswurf der Menschheit am Leben bleiben durfte. Priester, Philantrop, barmherzige Schwester, Mutter und Kind, von keiner Sünde berührt, wurden einem schnellen und schrecklichen Tode überliefert, während biefer Elende dem Dasein erhalten bleibt. Sartout hätte nicht entkommen können, wenn seine Führung im Gesängnik besser gewesen wäre. Aber weil er ungehorsam und bösartig war, mußte er in ein unterirdisches Verließ gebracht werden. Wahr- scheinlich wurde ihm seine Nahrung hingeworfen wie einem Hunde, mit dem frommen Wunsch des Kerkermeister«, er möge seinen Schädel an den Mauern einrennen. Der Ge­fangene hat die Vorgänge des Schreckenètages in einem fast unverständlichen Dialekt erzählt. Er hörte das Donnern und Dröhnen des Mont Pelèe, die dicken Mauern seiner Zelle erzitterten sogar dort unten in der Tiefe. Die ent­setzliche Stille, die dann folgte, sagte ihm, daß die Bevölke­rung der Stadt eine Beute des Todes geworden sei und gleich einem, den man vergessen hat, rüttelte er an dem Ge- sängnisgitter. Dasselbe gab nach er taumelte in einen andern Raum, in welchen heiße Asche von der Straße her trieb. Die Hitze war so groß, das er schnell seine eigene Zelle wieder aussuchte, wo er sich in die entfernteste Ecke verkroch, in Todesangst der weiteren Schrecknisse harrend. Nach vier Tagen wurde da« Geschrei des halb irrsinnigen Negers von einer Rettungsmannschaft vernommen und er wurde, fast tot vor Hitze, Hunger und Durst, ant Tages­licht gebracht. Seine Verletzungen sind nicht tötlich und er wird leben wahrscheinlich wird er noch nach vielen Jahren über die Zerstörung der Stadt St. Pierre berichten können."

Neuem Nachrichten.

* Mannheim, 12. Juni. Die deutsche Landwirt- schafts-Ausstellung schloß mit einem Defizit von 150,000 Mk. ab. Besucht wurde sie von 130 000 Per­sonen. Die Zahl an den verschiedenen Tagen war folgende: Donnerstag 2698, Freitag 7380, Samstag 14 756, Sonntag 57 824.

Vom Befinden des Königs Albert.

Berlin, 13. Juni. Es steht schlecht um den König, die Stimmung ist höchst gedrückt.

Dresden, 13. Juni. Wie derBreslauer General- Anzeiger" aus Sibyllenort meldet, liegt König Albert seit gestern Mittag ohne Bewußtsein. Das gesaminte Personal, das den Dienst beim Könige versieht, war den ganzen gestrigen Tag über beschäftigt. Um 11 Uhr Abends konnten sich diejenigen, welche nicht zur unmittelbaren Umgebung des Königs gehören, zur Ruhe begeben. Nach einer andern Meldung ist diese Nachricht nicht begründet.

Raubmordversuch.

Berlin, 12. Juni. In der Sellerstraße 14 hat ein junger Bursche die dort wohnende Wittwe Altmann ge­würgt und die vorgefundene Barschaft geraubt. Der Thäter ist entkommen.

Thielens Nachfolger

Berlin, 13. Juni. Für den Generalmajor a. D. Budde als eventuellen Nachfolger Thielens spricht der Umstand, daß er als Chef der Eisenbahn-Abteilung de« großen General- stabes sich eingehende Kenntnisse auf diesem Gebiete er­worben und sich bei Beratung der Kanalvorlage auch rednerisch hervorgethan hat.

* Wien, 13. Juni. Der Minister des Auswärtigen Graf Goluchowsky wurde gestern in Angelegenheiten der im Abgeordnetenhause gegen den deutschen Kaiser gerichteten Angriffe vom Kaiser in einstün­diger Audienz empfangen.

Pola, 13. Juni. Der Untcrrichtsminister gestattete, daß an den vier unteren Klassen der Mittelschulen in der Provinz Frauen als Professoren angestellt werden, falls sie die erforderliche Qualifikation hierfür bei-

London, 13. Juni. Wie verlautet, werden Louis Botha und Dewet nach der Krönung London be­suchen. (? D. Red.)